162. Zahrgang
Zweites Blatt
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Lrfchemi mü Ausnahme des Sonntagr.
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Eisenbahn-Bau
arcn-
Meteorologische Beobachtungen der Sialion Sietzen.
Xdi.l
1‘ »chlag, ■ Tagel
Deursetze Kolonien.
Ter Eouoernrurswechscl in Kamerun.
Aus Hessen.
Sitzung deZ FmanzauSfchnffes.
Donnerstag, Februar 1912
NoinnonSLrua und Verla« der Ar üblichen UmoerniäiL»Buch- und SicmDrudetei.
9L Lange. Gießen.
T>e ^-tetzener FamiliendläNer" werden dem .Anzeiger' otennal wöchentlich beiqelegt, da» „KreHblatl für de» Krell -letzen" zweimal wöchenilich. Tie „£anöa>irt|d)aftlld)en Stil* tragen" erlchrmen monatlich iweunal.
rllarne.
Limburg a. d. Lahn. 81. Ian. s^ruch 1 markt. Durch» fchnittspreis vro kalter. ihoter Aeizen (nahamid)er) 17,55 DIL, ivensec beizen tangebaute Iremdlonei 1. ,uu l><f„ Norn 14,30 iht., teilte: ,;iiuerger|ie Uu.Oj 'JJlf., Braugerste 13,ÖU 1HC., palet -Dtt. h ,00, <iüien Mk. O,O0. i.avtoiielu 7.uo—8, u litt
Redaktion. Ervedinon und T ruderet: Ötfiul- straüe 7. Croed tion und Berlaq: 5L
Atedalllon:e-^O 112. Teß-Äldr^AiijeigerGiesen.
mSV.JB iare, sowie «J Lelbstkostenpw' ernähre bei W {abathoarif ichmij ihoi rel-M
Entscheidung noch vorbehal- Rcste aus früheren fahren
ie-Mähr!'
?8haasenjS^
Als Dezernent jur Berlehr^polilik war Ebermaier auch R e i ch s k o m m i s s a r für die Deutsche kolonial- u n b Betriebs-Gesellschaft
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Vom Aufschlag verschont ring' _VanDlimetie3)enn sie toiiet nach roie vor nur Uö Big. das *;a.ei a 5 Lruck und 20 Vsg. das Eui;etuuck bei unverniinderl hervorragender Qualität. l-^' 1
kirchliche Nachrichten^
Lva..gLitjchc ivernelnde.
Donnerstag, den 1. Februar, abends 8 Uhr, im MarkuSsaal- B i b e i st u n d e. (Ausgewählte Psalmen.) Plärrer L ch w a v e.
Israelitische ßeLgionsgemein&e.
(Bottcsiienft in oer dynaaoge i^ud-Anlage).
SamSlaq, den 8. Februar 1912:
Dorabe,iü: 5.00 Uyr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittag»: 8.30 Uhr. SchrifterNärung.
LadbalauSgang: 0.10 Uyr.
Irraeiiiifche Ueligiop.rgefrLfchast.
Sottcidienlt.
Sobbrt t‘ei ec a m 3. Februar 1913
Freitag abend 4.55 Uhr.
Samstag vorniillaq 8.3«) Ubr.
eainetaq nachmulaa 3.30 Uhr.
Sabbal-.'lnSganq 6.10 Uhr.
Wochengoltcsdieuii: wlorgenS 7.00 Uhr, abeiid? 7 00 Ubr.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhejstn
Handel.
X Ober-Ohmen, tii. ,3011. Tie elften Brennholzoer st e i g e r u n g e n in den ßieiDecrltd.) Riedeselscheii Halbungen ,ür dieses Jahr haben slattgemuden. Tie Preise nmren leuieS» wegs hoch und uanden öenjenigen früherer Jahrgänge nach. Allerdings war das verkaune polz feut Holz erster Masse, roeil aus ihm Lchivetten heransgehauen worden »varen. Man dezahUe lür den 'Jlaunmieiec Buchenscheit 6—6,i>0 Alk., Biichenvrngel 5 bis 6 Bit., Buchenrciser 0,5o -1 Mk. Ter diesjährige Winter hat bisher nicht viel Brennmaterial erfordert.
T u l s b n r g, 31. Ian. Stach Mitteilungen von unterrichteter Leite belan'en sich die Berbindtlchteilen der in Konkurs geratenen Getretdeimport > lrma Heinrich Llraeler ant etiua 4*/, AiilNouen, denen 3 Millionen Aluven gegenüber stehen. An dem Uonlurs nt cme Anzahl hiesiger Bauten beteiligt.
, Hermann titfllVöfA’S: 'M
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bleiben. •
Tie Regeluag der Tarmstadler Verkehrsfrage.
5s. T a r m st a d t, 31. Ian. Bon der Bürgermeisterei rontbe der Stadlverordnctenvcrsammlung eine T e n k s ch r i l t zugestelll, die neben einer gescl tätlichen Einleitung Vertrage, auch die Entwürfe fron Verträgen mit der Süddeutscl>en Erfenbahn-Geie littiasl sowie eine Satzung für die zu gründende Aktien-Geiellichalt, lernet Legründuttg uuö Erläuterungen enthält. Scach dem Bertrage A wird zwischen der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt und der Suddculscl cn Eisenbahngesellsä-att vereinbart, eine . 2lfiicn= gcsellschalt unter der Firma Hefsisclic Ei^enoahn-Akliengesellichait zu errichten, die ihren sitz in Darmstadt hat. Vorbehalten ist Die Beteurung der Provinz Starkenburg und anderer Körperschaften. In diese neu zu gründende Ge,eUschast bringt die Stadt enr dielektrischen Straßenbahnen mit allen da^t gehörigen Anlagen, ^velriebsmüteln, Grundslüaen und Geoäuden, die Süddeutsche Eiieilbahngesclischa.t dagegen die Dampfst raßenbalinen von Darm,ladt nach Griesheim, Everstadt und Arh.i.geii mit allen dazu gehörigen Anlagen, Betriebsmitteln, Grundstuden und Gebäuden — Nach dem Vertrag B erhält die etaDt aus ihre Forderung 1 928 600 Mk. und gut die von ihr zu leistende Barzahlung von 71 400 Mk. den Be.rag von 2 000 000 Mk. in 2000 Interims- scheinen der Akticngcsellschait, di.' Süddeutsche Cuenbahnaesellschait dagegen aus ihre Forderung von 2 000 000 Mk. den Teilbetrag von 1960 000 Mk. in 1960 Jntcrimsschcincn der Aknengeiell- schait und 40 000 Mk. in bar. Die Verwaltung der Provinz Starfenburg ereilt aus ihre Lareinzahlung von 40 000 Mk. diesen Betrag in 40 Jnterimsscheinen der Attiengesellschast. .tie Verträge C und D zwischen der Stadt und der Hesnschen Et.endahn- Attiengesellschast behandeln den Kauf und Betrieb der städtiichen Elektrizitätswerke durch die Gesetlschast und die Benutzung der tädtischeii Straßen und Plätze für den Bau und Betrieb der .eftebenben und zumnstigen ^iratcnbaljnen. Tie At.ieiigeseUschait enbigt wenn die Stadt nach 30 Jahren oder später von dem ihr gewährten Änkaussreäst Gebrauch macht und damit das gesamte Unternehmen erwirbt. *
Ein Antrag zur Reichkfiuauzresorm in b:r heffischeu Kammer.
Ter hessischen Zweiten Maninier u jmgcnder Antrag des Abgeordneten Leun zugegangen:
Ich beantrage: hohe Zweite Kammer wolle beschließen, Großherzogliche Regierung zu ersuchen, im Bundesrate zu bcan- lragenüber die Besteuerung der Zündwaren 'vom 13. Juli 1909 wieder auszuheben.
2 Tic Erhöhung des Kaffee- und Teezolls nach dem Reichsaesetz vom 15. Juli 1909 wieder zu beseitigen.
3 Den I o 1 l z u s ch 1 a g nach § la des Sabaffteuer» ' gesetzes von vierzig auf fünfundzwanzig vom Hundert zu ermäßigen. ,
4 Tie durch das Reichsgeietz vom lo. Juli 1909 bedingte Erhöhung der Br austeuer auf die Hälfte zu ermäßigen.
5 Tas Branntwein st euergesetz vom 15. Juli 1909 ' dahin zu änbem, daß die in § 2 festgesetzte Verbrauchs-
Abgabe von 1 Mark 05 Pf. bezw. 1 Mark 25 Pf. auf 1 Mark pro Liter reinen Alkohol herabgesetzt und der Unterschied zwischen landwtrtsch'afttichen und geroerbiid-en Brennereien beseitigt wird. , ,
Tie Ausfälle sind durch Rcichseinkommcn- und Reich s vermögens st euer zu ersetzen, etwa b.rart, daß diejenigen, welche ein Vermögen von 100 000 Mark und mehr haben zu einer progressiven Rcichsvermvgens,teuer und dte Einkommen von über 10 000 Mark pro Jahr zu einer progressiven Reichseinkommensteuer f-;.ranc<,ojcn nerben.
unter Beibehaltung der 10jährigen Wartezeit erst mit dem vollendeten 35. Lebensjahre erfolgen. _
Begründet wird diese Massnahme damit, daß auch fast alle übrigen Siaalsdicnstanwärter nicht vor diesem Aller zur Anstellung gelangten. So gcrecht^es einerseits erscheinen mag, baß bei der Anstellung aller Staatsdicnstanwarter tunlichst einheitlich verfahren wird, so wird andererseits nicht zu verkennen sein, daß die hier getroffenen Maßnahmen für die vor der Anstellung stehcnoen Gehilfen nicht allein eine außerordentliche Härte, sondern auch eine große Verschlechterung gegenüber denjenigen darstellt, dte seither und noch im Lause des letzten Jahres mit dem 30. Lebensjahr zur Anstellung gelangten. Ein davon betrogener Ge- Hilfe würde hierdurch einen direkten finanziellen Verlust durch das für ihn in Wegfall kommende Wohnungsgcld während dieser fünf Jahre von 5 x 216 --- 1080 in den Städten, bezw. 5 x 144 — 720 Mk. auf dem Lande zu verzeichnen haben. Wie hart diese Maßnahme wirken muß, braucht hier wohl nicht weiter erörtert zu werden, zumal wenn man bedenkt, daß die Vergütung bis xum vollendeten 32. Lebensjahre 1300 Mk. und von da ab bis zum vollendeten 35. Lebensjahre 1400 Mk. beträgt, ^.uß mit diesen Einkommen eine Familie, auch wenn sie noch so Hein i|t, selbst beim allerbesten Willen und trotz mancher En!sagung, die sie sich aufyilcgtfn gezwungen ist, nicht austommen kann, bedarf wohl keiner Erwähnung.
Sollte nun wider Erwarten das un Voranschläge vorgesehene Anstellungsaltcr von 35 Jahren genehmigt werden, so ist weiter auf die hierdurch entstehenden yjtißiiaiwc und Ungerechtigkeiten hingewiesen. So kann z. B. ein Gehilfe bis zum 23. Jahre sich irgendwo beschäsligeii und mehr Verdienst suchen, hieraus mit diesem Zeitalter m den Staatsdienst eintreten, um dann mit dem Gehilfen, der vielleicht jajon seit dem 14. Lebenswahre gegen eine viel geringere Bezahlung dem Staat seine Dienste gewidmet hat, nach Ablauf der 10jährigen Dienstzeit gleichzeitig an» gestellt zu werden, obwohl bis zu genanntem Alter der Gehitse, oer mit 14 Jahren eintrat, schon 2 1 Jahre Dienst nachweisl. In diesen Fällen wäre cj em Akt iwr rechtig- Leit, wenn der bete. Gehilfe, wie seither, mit dem 30. Lebensjahre zur Anstellung gelangen mürbe. Ja, es wird sogar der Anschein errocat, als spiele das Akter eine weil größere Rolle als die Dienstjayre, während es doch um- gelehrt sein müßte. Deshalb darf der Hoffnung Ausdruck verliehen werden, daß von den Herrn Avgeordnelen dieser Aenderung nicht zuaeftimmt, vielmehr baijin gewirkt werden möge, daß die seitherigen Bestimmungen bestehen
3 Akten
1 Stunde. 1
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: Komödie,
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imberger! plaosaasfr 10 gen Freitag tzch'W öcnfleiitfi mü t
bs. Darmstadt, 31. Ian. Mit der heutigen Sitzung tat die vorläusige Vvranschlagsberatung ihr Ende erreicht. । der nächsten Woche findet eine Sitzung statt, in der die Reserenten ihre Berichte zur Verlesung bringen werden. Heute wurde zunächst über diejenigen Etatstapitel abge- fiimmt, über die bisher eine E " •'*“ “ “*
ten worden war. stapitel 1, Reste und damit im Zusammenhang Kapitel 114, Ausleihungen und Staatsschuld, .'lapilel 116a, Ausgleichs- und Tilgunas- sonds, Äapitel 116b, Nachträge, ilapitel 117, indisponible und reservierte Fonds und aus dem Bermögensteil sta- pitel 118, Reste aus früheren Jahren, wurden unter Vor- behalt der Abänderung genehmigt, die sich aus der Erledigung des Gesetzenkwuries über die Schuldentilgung ergeben werden. Beim .stapitel 2, Kameral- und Forstdo- mänen, wurde unter Titel 2, Neubauten und größere Herstellungen, für die Herstellung eines weiteren Assembleezimmers im hiesigen Residenzschlosse 10 000 Ml. bewilligt. Der Rest der im Voranschlag geforderten Summe ’ soll aus den allgemeinen Unkerhaitungslosken und dem Fonds für Neubauten entnommen, der Betrag selber aber aus dem Vermögensetat in den Verwaltungseiat eingestellt werden. Bei Kapitel 8, das Bao Nauheim betreffend, wurde beschlossen, au» den Hebers chüssen des Ba- des dem Staate den Betrag von 150 000 Mark zuzuführen. Bei Kap. 30, P r o v i n z i a 1 d i r e k- tion und Kreisämter, beschloß der Ausschuß, je einen Kreisamtmaiin bei den Provinzialdirettionen auch weiterhin nur auf den Inhaber zu bewilligen. Der geforderte TisposikionSfoiids wurde in dem bivyerigcn Betrage oon 21000 Mk. bewilligt. Der für dieses Jahr verlangte Betrag von 10 000 Ml. wurde abgelehnt. Die Tagegelder bei den Provinzialdirektionen wurden um 3000 Mark gekürzt. Zu Kapitel 32, Polizei, wurden bie oon der Regierung gesvrderien Kosten für die Verstaatlichung der Polizei in Offenbach im Betrage von 9316 Mk. mit fünf gegen zwei Stimmen genehmigt.. Tie im Kapitel 42a geforderten 15 000 Mk. für Jugendpflege n^troen ebenfalls bewilligt. Für bic Durchführung der Versicherungs- organisaiion, Kapitel 67, wurden zwei höhere Beamtenstellen genehmigt, eine dritte dagegen nur provisorisch. Bei Kapitel 75, Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft, wurden die Sprunggelder auf 20 Mk. hinausgefetzt, die in zwei Raten erhoben werden. Die zweite Rate soll jedoch nicht erhoben werden, wenn nachßewiesen wird, daß die Stute nicht gefohlt Hal. Bei Kapitel 136, Kunststraßenwesen wurde der Strich von 10 000 Mk. bewilligt. Ich Eichwesen, Kapitel 83, wurden die Funl- tionszukagen für zwei Eichmeister genehmigt. Die beim Voranschlag des Ministeriums der Finanzen geforderte Stelle eines Vortragenden RateS in der Bauabteilung wurde abgelehnt, bis die Oraanisationsveränderungen dieser Abteilung durchgesührt sind. Ebenso soll auch die vierte Mitiisterialstelle einstweilen nicht besetzt werden. Bei Kapitel 128, Zentralbauwesen, wird die E r r i d) t u n g e i n e r Nasen- und Ohrcnklinik sowie einer Klinik für Geschlechtskranke bei der Landesuniversität in Eießcn unter dem Vorbehalt genehmigt, daß die Stadt Gießen einen Beitrag von 100 000 Mark
und wurde 1908 von Staatvfcirctar Wernburg u. a. m den Verwaltungsrat der o)tafritaihfd)cn Eiienbahngesell- schafl delegiert. In der gleichen Eigen|d)a)t begleitete er 1908 bis 1909 den damaligen Unterstaatsfelretär Tr. v. Lindequist auf seiner ostairilanischen Rene, bei der die dortigen Hochländer aus ihre Besieoelungsfäyigleit geprüft und die wirtschaftlichen Unterlagen für die Fortführung der Usambarabahn ins Innere gesammelt wurden. Als erste Frudst dieser Reise darf die rkillinandscharo-Eifen- )ahn in diesen Tagen ihrer amtlichen Eröffnung entgegen» sehen. Daneben wandte der neue Gouverneur sein reges Interesse von jeher der landestundlichen Erschließung unserer Schutzgebiete zu. Zahlreiche Fvrichungsrcisen verdanken ihm tatträfige Foriderung. Als stellvertretender Vor- itzender des Ausschusses für die landeskundliche Erfor- chung der Schutzgebiete leitete er u. a. die finanziellen Vor- oereitungcn jur oie große :>taiferin-Augustafluß-Expedition, Die Ende Dezember die Ausreise nad) Neu-Guinea angetreten hat.
Justizverwaltung:b.amien, ii.icicrte in ...atoura, Tübingen, Berlin und Bonn bic Redite und Staatswissc ifchaften, erhielt seine Ausbildung als Referendar im Bezirke des Ober- landesgcrichts Köln und war als Ridster vornehmlich bei den Landgerichten Bonn, Elbcrield und Essen bciduiftigt. 1897 trat Ebermaier zur Kolonialverwaltung über, um zunächst etwa drei Jahre lang als Oberrichker und Rechts- rat des Gouvernements von T eu t sch-O st a.f ri la Verwendung zu finden. Ende 1902 ging er als erster Referent und itcllDertrcicnber Gouverneur nach Kamerun. Von dort Ende 1904 zurückgelehrt, übernahm er zunächst für den ihn in Kamerun aotösenden späteren Gouverneur Dr. Gleim die Geschäfte des Dezernats für Kamerun und trat dann zur Finanzverwaltung der üolonialabtcilung über. Dort fiel ihm das Referat für allgemeinerer- kebrspolilik, für das er weitreichenoe wirtschaftspolitische Kenntnisse und Erfaßrunaen mitbrachte, sowie für grundsätzliche Etats- und F i n a n j a n g e l e g c n - ijeiten zu. 1906 zum Wirklichen Leganonstat, IbOu zum Geheimen Oberregierungsrat ernannt, hat Eocrmajcr feit dem Tode des Unter,taatSsekretärs Dr. Böhmer der Finanzabteilung des Reichstolonialamts, die er schon feit mehr als Jahresfrist vertretungsweise geleitet hatte, als Dirigent vorgcstanden.
Der neue Gouoe^.i^- von xanu.***«, vor bisherige Vortragende Rat im Reichslolonioiamt, Geheimer £ber- reaierungsrat Karl Ebermaier, steht im 4-8. Lebenswahre Er ist geboren in Elber.eU) als Sohn eines höheren
zu den Kosten leiste. ,
An dem folgenden Teil der Sitzung nahmen Staatsminister Ewald und Finanzminister Dr. Braun sowie mehrere Regierungskommissare teil. Es wurde zunächst die Frage der Einrichtung der Finanzämter erörtert, insbesondere diejenige der Besetzung tlcincrer Finanzämter mit mittleren Beamten. Diese Angelegenheit soll jedoch nod) im Vereinfachungsausschuß eine weitere Besprechung erfahren. Bei den Kontrollbeamten wurde' beschlossen, eine Stelle zu streichen, resp. auf den Inhaber zu fetzen, womit sich die Regierung einverstanden ertlarte. Bezüglich der Schreibgehilsen in den verschiedenen SieifortS legte die Regierung dar, das; zurzeit eine Bevor- uqung der Schreibgehilfen baöurd) frattLinbc, daß sie bisher icreits mit dem 30. Lebensjahre zur AnsteUung gekommen eien wa« bis jetzt in keiner anderen Beamtenkategorie mög- ich sei. Wenn die AnsteUung im 30. Lebensjahre weiterhin erfolge, so würden allein in der Justiz diS zum Ha l) r e 19 13 118 S di r e i b g e b i l f c n e n b g ü l tj g a n aest eilt werden. Tas wäre ein Vorzug gegen oie Anwärter in den sonstigen Stellungen, in denen keiner vor dem 35. Jahre zur Anstellung kommt. Vom Ausschuß wurde darauf hingewiesen, daß man doch die lieber- gangsbestimmung treffen könne, daß für diejenigen, betten jetzt die Aussicht auf Anstellung genommen fei, eine gewisse Bevorzugung eintrete. Die Regierung stellte sich auf den Standpunkt, daß eine solche Bevorzugung praktisch sich nicht werde durchführen lassen. Diese Frage btieb jedoch nod) in der Schwebe.
Tie Wnusche der Schreibgehilfen.
Mit dieser in dem obigen Sitzungsbericht zuletzt erwähnten Angelegenheii beschäftigt sich auds eine Zuschrift, die wir auS den beteiligten Beamtenkreisen erhalten. Es wäre unseres Erachtens billig, wenn die Regierung hier dod) ein Entgegenkommen zeigen würde. Die Zuschrift lautet: .
Tie bcDüqteijenoe Resvrm der Besoldungsordnung wird, wenn auch die gehegten Erwartungen der Beamtenschaft nid)t in dem gewünschten Maße in Erfüllung gehen werden, gegenüber der gegenwärtigen, mitunter trostlosen Lage immerhin eine, wenn auch geringe Verbesserung mit sich bringen. Indessen dürften trotz der eintretenden Erhöhung der Bezüge nicht alle Beamteniategorien einen finanziellen Vorteil zu erwarten haben und zivar sind es die nad) der seither^geübten Praxis vor der Anstellung gehenden Schrcibgehilsen, deneii eine Aufbesserung nicht zugute kommen wird. Während nämlich seither deren Anstellung nad) Znrücklegung einer 10jiu;rtgcn Dienstzeit mir dem «vollendeten 30. Lebensjahre erfolgen konnte, soll, fcie es der Staatsooranschlag für 1912 unter Kapitel 12, 2itel 2 Seite 73 Vorsicht, in Zukunft die Anstellung
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