Starkenburg und R Hein Hessen.
m. Offenbach a. M., 6. Sept. Die gestrige Stadt - verordnet en sitzung befaßte sich u. a. mit der Teue rung der Lebensmittelpreise. Es wurde ein An
3" Oberlahnstcinist derPreis aus 90 Pienmg hcrabgesetzt worden. bcr wechseln-
w Mainz, 5. Sept. Das Großherzogspaar, fc* wie die Geschwister der Großherzogin und die fürstlichen Hern schäften auö Lich kamen heute abend um 8 Uhr hier cu und wohnten einer Wohltatigkeits-Vorslellung im Stadttheat^ bei, in der Sylvester Schäffer mitroirrte.
Kreis Wetzlar.
—g. Garbenhcini, 5. Sept. Wegen allzu gering (' Beteiligung wird die auf den PferdSgraswiesen eingerichtet Jungviehweide gänzlich aufgegeben.
" Besitz wechsel. Durch ZwangSoerkauf gingen in dieser Woche folgende einem hiesigen Weißbindermeister gc- hörige Anwesen in anderen Besitz über: 1. DaS Grundstück Bergstraße 5 für 50 000 Mk. an Stadtverordneten Heinrich Winn. 2. DaS HauS Bleichstraße 15 für Mk. 46 000 an Stadtverordneten Heinrich Winn. 3. Der Russische Hof Frankfurter Straße, für Mk. 30 000 an Agent I. Rosen* thal. 4. Die Hofreite Marburger Straße 22, früher den, .^nten H. Schaumberger gehörig, an den Vorbesitzer für Mk. 31 500. — Ferner erwarb bei der ZwangSversteiae. rung Bauunternehmer Wehrum das bisher dem Tischler, meiner Wagner gehörige HauS Weidengasse 7 für den Preis
L ** ^karrperfonalien Der Großherzog hat am Iol. Juiguft d. Js. den evangelischen Pfarrer Friedrich Klemm IP ® “ dingen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner I langlähngen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober s td12, in den Ruhestand versetzt und den durch die Dekanatssynode I des Dekanats Eberstadt für den Rest der laufenden Wahlperioden I vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Albert Schäfer I zu Biebesheim zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Adolf I nL°Ac ! öu Gernsheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats I Eberstadt die Bestätigung erteilt: am 4. September d. Js. den Icvandelrfchen Pfarrer Karl Böll zu Ober-Eschbach auf sein I Nachmchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 24. Oktober 1912, in den Ruhestand > IJ’e.rlc$? und dem Bibliothekar an der Universitäts- ’nlI0jy^lx<®ic6en2r' Georg Koch, mit Wirkung vom 1Ortober 1912, die evangelische Pfarrstelle zu Langd übertragen. I Q1 qr ? r? b r s o n a lic n. Uebertragcn wurde am bl- Mgust d. I dem Lehrer Karl Osterheld zu Olsen, .Kreis
I Erbach, eine Lehrerstelle (die Rektoratsstelle) an der Gemeinde- I o b bu Schotten. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende fünfte Lehrerstelle an der Gcmeindeschule zu
IS) o d) ft i. O-, ^eis Erbach. — In den Ruhestand versetzt! I tourte am 26. August d. I. ter Lehrer an der Gemeinteschula zu Ruttershausen, Kreis Gießen, Albert Wolf auf sein Nach- wästn unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste, vom 1 Okkober 1912 an. — Entlassen wurde am 31. August d I. der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt Otto Kreuz auf snn Nachfuchen mit Wirkung vom 1. September 1912 an aus dem Schuldienst.
** Genannt wurden am 31. August d. I. die Gefangen- warter am Landeszuchthaus Marienschloß Franz Merz und Vnnnch Müller zu Gefangenaufsehern an dieser Anstalt mit Wirkung vom 1. Oktober 1912.
** Steuerwesen. Erledigt sind die Stelle des Bezirks- kasiierns der Großh. Bezirkskasse Mainz II. Die Stelle des I Dauptsteueramtsdieners bei Großh. Hauptsteueramt Gießen.
** D-er Vogelschutzverein für das Groß. Herzogtum Hessen halt am Montag, den 9. Sept., 0ormittag3 von lOV» Uhr an eine Mitgliederversammlunq in Bad-Nauheim ab. Baurat Schöberl-Darmstadt hält einen Vortrag mit Lichtbildern über „Die Gefahren der Hochspannungen für die Vogetwelt" und Jagdschriftsteller
Mer e y - Bad-Nauheim wird einen von ihm erfundenen ^lbsttatigen Photographischen Apparat „Terragraph" zum Beobachten und Aufzeichnen der verschiedensten Vorgänge im Tierleben vorführen. Auch Nichtmitglieder können ter | Versammlung beiwohnen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 6. September 1912.
Ich Abendstern, 5. Sept. Einen seltenen Anblick gc. I waget jetzt der 1905 erbaute Kamin des Kalkwerks Gobnel In denselben ist im Juli 1910 der Blitz niedergegangen inst hat eine arge Zerstörung an dem Bauwerk vorgenommen, nämlich von oben bis unten einen klaffenden Spalt ver.' ursacht, der auSgebeffert werden mußte. Da auch die flror.e des 54 Meter hohen Schlotes beschädigt ist, konnte man ein Hangegerüst, wie dieS sonst üblich ist, nicht anbringen, mar. mußte die gewaltige Säule von unten bis oben rinrilflm Diese Art Rüstung wird schon der hohen Kosten wegen naj Möglichkeit zu vermeiden gesucht.
A Rieder.Bessingen, 5. Sept. Die Kultur. Inspektion Gießen läßt jetzt einen Teil der Feldbereimguns ausführen, die Kosten betragen rund 9500 Mk.
A Hungen, 5. Sept. Der altherkömmliche Prüm-. icrungSmarkt ist auf den 30. September feslgelegt. & werden Rinder, Bullen und Ziegen prämiiert.
Kreis Alsfeld.
L. Alsfeld, 5. Sept. Der Kreis-Geflügelzucht, verein Alsfeld veranstaltet am Sonntag, 6. September, einen Ausflug nach Rainrod. — Die Wahl eines Bei. geordneten für die Stadt Alsfeld findet am Montag, br 28. Oktober, von morgens 10 bis abends 7 Uhr statt - Zwecks Erforschung der Bodenbeschaffenheit in den ver. schiedenen Erdtiefen in der Umgebung unserer Stadt finbtr Izurzeit Bohrungen durch das Geologische ßantesin'iitui Darmstadt statt. — Bei Verrichtung von Jnncnarbe.wi stürzte gestern nachmittag der Weißbinder Pf. vom Ge. rüst imd brach die linke Hand unterhalb der Handwurzel.
G. Kirtorf, 5. Sept. Endlich wird der Verkehr für die hiesige Gegend erschloßen. Am 1. Oktober dS. Js. ft- wegt die mit einer Haftsumme von ca. 43 000 Mk. gegtünb* Genoffenschaft einen Automobilpost-OmnibuS auf Ir Strecke Kirchhain—Ehringshausen (Bahnhof) und zurück. Tv \ mit ist aber noch nicht dem Wunsche der Kirtorfer und bc umliegenden Ortschaften entsprochen; sie beabsichtigen, neben dieser Strecke noch täglich zwei Touren von Kirtorf nach Wfr selb und zurück in den Kurs zu nehmen.
Kreis Friedberg.
I??^^^ptealinausscheidung statt, was öfters" eine un- 7c - V in die Hausleitungen zur
. Es empfehlt sich, bei derartigen Wahrnehmun-
Zur Lage der Franzosen in Marotta.
Paris, 5. Sept. Zu ter Meldung, daß die Kolonne Mangin gegen Marrakesch marschieren würde, wird aus Rabat gemeldet, daß El Hiba durch seine Haltung bei der Bevölkerung großen Unwillen hervorgerufen habe. Die großen Kaids hätten General Liautetz durch Boten wissen lassen, daß sie selbst einen Handstreich zur Befreiung der in Marrakesch befindlichen Franzosen unternehmen könnten, wenn sie von den französischen Truppen unterstützt toürten. Dem entsprechend habe General Liau- tey einen Einmarschder KolonneMangin nach Marrakesch angeordnet. Man hoffe, daß die Kolonne am 9. September dort einrücken werde.
Wie aus Casablanca berichtet wird, ist ein Zuaven- bataillon abmarschiert, um Sasfi und Mogador zu besetzen.
Aurland.
Meutereien bei der russischen Schwarzen Meer- m . flotte.
Nach emer Privatmeldung, die bcr Vertreter des „Daily Sebaftüboi erhielt, hat die Mannschaft d e r ruf ft sch en (Sch w a r z en Meerflotte wieder g c in e u - Lc rJ; 3AC ÄrtegSf d)ij f c b ombardierten die Fort« die das Feuer aufs energischste erwiderte und ein a n g r e i f c n d e s Grund schossen. Em Skeum ift enttommen und Ul Burgas m Bulgarren emgetroffen. Eine Bestätigung der Meldung liegt hier nicht vor. H 9
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Laut Meldung aus Tientsin wandte sich die chinesische Regierung an die Fünfmächte-Gruppe nm Gewäh- rung emer Anleihe von 1 200 Millionen Mark Als direkte Sicherliert wird die Einnahme aus ter Salzsteuer geboten t^;»hvrb eins aÜÄcLnct Kontrolle bcr chinesischen Jinan;en rc5??mnenben ^nf Jahre zu gestanden. Bisher ist gerade die letzte Bedingung von China als unannehmbar bezeiämet worden
L — Bad-Nauhetm, 5. Sept. Mit dem am kommende Samstag den 7. September stattsindcndcn Konzertabend schlicht die Reihe der biesiahrigen Künstlerkonzerte ab. (3infonieton<.ne hnben hingegen noch 3 statt.) Tie am Samstag mitwirkenbe Sängerm Gertrude Gcyersbach ist eine der besten Kräfte dck X a r m ft a b t er Hoftheaters unb dürste vielen Besuchern unierrr Konzerte bereits vorteilhaft bekannt sein. Tie Dame ist wm bie Wiener Hofoper verpflichtet. Sie ronb dlgathe Wie naffte mir ter Schlummer" aui txe rFreischutz fingen unb aus ben Fünf Gebichten von Richard Wagner „Ter Engel", „Träume" unb „Schmerzen". Tn Konzertabenb bringt lernet als Neuheit ein Duett für wri Harfen über die Walliser Melodien von John Thomas, td ^tua wird vorgetragen von ben Harfenvirtuosen Snoer uni Kraulein Elsbeth Sol da m Von Orchesterwerken enthält dal Programm d.e „Freischutz-OuvertÜre", „Mozartiana" „£uir von Tschaikowsky, „Ungarische Rapsodie Nr. 3" von LiSzt.
'h Gro ß - Ka r b c n 5. Sept. Während der Eisenbahnsohr! von Friedberg nach Frankfurt wurden gestern abend zwei namilie» vvn mehreren Btmchen derart angeflegelt, baß eine Oam- bn Notbremse zog. Ehe der Zug hielt, sprangen jedoch bie Soirhr-; ins §reie unb venchwanden in der Dunkelheit Nur einer könnt noch rm letzten Augenblick ergriffen unb verhaftet werten.
Der italiemsch-türttsche Krieg.
Rom- 5. Sept. Die ,,Agenzia Stesani" veröffentlicht folgende Note: Nachdem bie erste Phase ber militärischen Operationen in Libyen durch die tatsächliche Besetzung bcr .Küste von Kap Macabez bis Tobruk erfolgreich beenbet ist, entschloß sich die Regierung, um die weitere Ausdehnung ber Operationen nach bem Innern zu erleichtern, die beiben Kommandos über bie Truppen in Tripolitanien unb bet Cyrenaika voneinander unabhängig zu machen. Daher ist General Caneva, nachdem ihm für sein Werk das gebührende Lob ausgesprochen, durch königlichen Erlaß vom 2. September seines Kommandos enthoben unb in Tripolitanien durch Generalleutnant R a g n i, in ber Cyrenaika burch Generalleutnant B r i c c 0 l a ersetzt worben. Beite Generale erhalten bie gleichen militärischen unb zivilen Befugnisse, wie sie bisher bas einheitliche Oberkommando in Tripolis inne hatte.
_ Konst a n t in 0 pel, 5. Sept. Blättermeldung zufolge beriet gestern der Ministerrat den Bericht ter türkischen Telegierten! über die Fr iedensverha nblungen. Nach bem Studium ter Berichte werde bie Pforte ben Delegierten neue Instruktionen für die Wiederaufnahme ber Unterbonbiungen erteilen.
Deutsches Reich.
Die neue Reichs-Besitz st euer ist das Haupt- Iherna des diesjährigen BundestagesderDentschen Bodenreformer, ber vom 4. bis 7. Oktober in Posen .ftattfinbet. Abolf Damaschke, ber Führer ber Botenreformer, wird darüber ben ersten Vortrag halten. Großes Interesse werden auch auf dem Bundestage die Vorträge gewinnen von Heinrich von Wagner, Ooerbürgermcistcr von Ulm, der „aus ter Praxis einer bodenreformerischen '"Gemeinde-Politik" sprechen wird, und von Geh. Rat Prof Dr. Erman-Münster über das „Erbbaurecht, die Ergebnisse' des Wiener Juristentages und unsere Forderung an das Reichsamt des Innern". Ferner finden Vorträge statt von Prof. Tr. Kraft, dem leitenden Arzt der Lahmannschen Anstalten „Weißer Hirsch" bei Dresden, über „Volksgesundheit und Bodenreform" und von dem Pädagogen Prof. Rein- Jena über „Deutsche Jugenderziehung und Bodenreform".
Die bayerische Abgeordnetenkammer verwies den Staatsvertrag mit Preußen über die Klassen- lotterie zu neuer Beratung an den Finanzausschuß.
Das bayerische FinanKministerium beantragte bei der Abgeordnetenkammer einen Kredit von drei Mil- honen als erste Rate für die Ma in ka n a li sa t i0n v 0 n Hanau bis Aschaffenburg.
Am Mittwoch abend folgten die schwedischen ^ournaltsten und das deutsche Komitee in Berlin einer Einladung des schwedischen Generalkonsuls Robert von Mendelssohn. Damit erreichte der Berliner Aufenthalt der schwedischen Gäste sein Ende. Donnerstag vormittag fuhren die Herren nach Dresden. Das schwedische Konsulat in Dresden gab am Donnerstag abend im Fest-I saal des Hotels Bellevue zu Ehren der schwedischen Jour- ,Eisten em Diner, an dem Staatsmiirister Graf Vitzthum v. Eckstadt und Geh. Legationsrat v. Leipzig namens der Regierung und Bürgermeister Dr. 5bretzschmar, sowie Stadt- verordnetenvorsteher Justizrat Stöckel als Vertreter der Stadt Dresden teilnahmen.
gewechselt. Bei ter Vorstellung hatte ber Kaiser den (tenc- rat mit den Worten begrüßt: „Ich werte sehr glücklich sein, Herr General, mit Ihnen noch länger sprechen zu können." Der Kaiser erwähnte in dem Tafelgespräch den ihm persönlich bekannten General Lacroix uttd zeigte sich über die militärische Laufbahn Paus seit 1870 völlig orientiert. Zum Schluß kam bte Rete auf die Persönlichkeit Falliöres.
Tie Vorbereitungen in Bern.
Bern, 5. Sept. Aus Anlaß des Besuches des Kaisers prangt die Bundeshauptstadt in reichem Festschmuck. Durch ein Monumental-Portal wird ter Kaiser den Bachthofsplatz. betreten, wo ihn eine Flaggenfront in deutschen und schweizerischen Farben grüßt. Der Weg vom Bahnhof zum Bunteshaus ist mit hohen Goldpoftamcnten eingesäumt, die Blumenschmuck tragen. Das'Bundeshaus trägt wirkungsvolle Moosguirtanden in schweizerischen Farben. Der Eingang zum Bundeshaus, die Treppe, die Vorhalle und der Audienzsaal sind mit Lorbeeren, Palmen und buntfarbigen Blumen geschmückt. Die Straßendekoratron ist vorwiegend Blumenschmuck. Die sck>önen Barockfassaden sind mit Blumen geschmückt Die öffentlichen Gebäude I und die Brücken tragen reichen Flaggenschmuck.
t lichen Fcwrikwaren, die heute in Massen den Markt über- strömen, macht sich, wie neuzeitliche Ausstellungen lehren, das Bestreben bemerkbar, künstlerischen Bestrebungen ge* ^cht zu werten. Wenn diese Bestrebungen sich auch noch nicht allenthalben Bahn gebrochcm haben, so wird doch die Zukunft diese Bedingung durchweg stellen.
Auch dem zukünftigen Handwerksmeister werden diese Forderungen erwachsen, will er auf der Höhe bleiben, mit ben GrvßbetrieHen Gleichschritt halten und feine Kundschaft befriedigen. Nicht nur bei Schreiner- und Schlossermeister wird man bei jchifträgen von Möbeln und kunstgewerblichen Gegenständen einen geläuterten Geschmack voraussetzen, fon-i tern auch beim Maurer- und Zimmermeister, sowie allen! übrigen Bauhandwerkern. Insbesondere hat auch das Arbeitsgebiet des Weißbinders eine dahingehende Erweite- rung erfahren, daß geschmackvolle Dekorationsarbeiten Voraussetzung sind. Jeder Meister, ber durch seine Solididät bekannt ist und auch den künstlerischen Forderungen genügen kann, wird stets gesuckst und mit Aufträgen bedacht sein.
Leider wird gerate in den Kreisen des Handwerks auf bie künstlerische Ausbildung der jungen Leute, die später zur Selbständigkeit berufen sind, noch so wenig Wert gelegt. Dabei ist es so leicht, durch den Besuch einer Ge -1 werb eschule ihre prakiische Ausbildung zu vervollkommnen und dadurch ihre Zukunft zu sichern.
gen tem Gaswerk unverzüglich Mitteilung zu maax • k. öer Mangel sodann durch Einführung von Spiritus 'nn! leichter Mühe beseitigt werden kann. Eine Abhil»'- wate-»,''! der Zeit, in ter die Gasbeleuchtung im Gebrauch js nicht angängig.
I ** 3u r Tausendjahrfeier der Stabt m Q{,, I -ter Cberburgcrmelfter ter Residenz Kassel bittet alle
Äander, die in ter Welt zerstreut leben und auch alle b.TnS vorübergehendem Aufenthalt als Beamte, Militärs unb terniridS an ter alten Hessenstabt noch Interesse haben, ihre oenaue tem tatenerkehrsamt im Ratyaus mitzuteilen. Es ist bcabudvii. vlunorterungen zur Tausendjahrfeier ergehen zu lassen ten Jagen vom 27. bis 29. September 1913 festlich .. werden soll. 9 0 n
Landkreis Gießen.
f. Wieseck, 5. Sept. Ein stattlicher Leichenzug. wc ,h» unier xorf noch wenig gesehen, bewegte sich heute N'ch .ynebbofe. Ter weit über bie Grenzen seines engeren“ lanbeö binauä bekannte Kunsttöpser Ludwig Keßler wurde letzten Ruhe getragen. Keßler war ein tüchtiger Meister bcr KI au$ kleinen Stefangcn herausgearbeitet hat, und in Zeiten, wo V« Shmftbanbmerf säst vollständig niebcrlcg, den Mut nicht verlo? leine Bey re bungcn zu verfolgen. Pro'essor Tr. Rauch^iL totbmrte am Grabe dem Verstorbenen einen herzlichen W ^^rrer Fi s ch e r - Alten-Buseck entnxiri ein kuries Leb^ bild des Entschlafenen. Im Namen des Kriegervereinä <5,..,-^ bem ber Verstorbene lange Jahre als treues Mitglied annehönr’ unb ber seinen Kameraden durch Ehrensalve unb Musik eb-V legte Lehrer Müller einen Kran; nieder. Tie Gesangsabtcuun,' Lied o“rnDCrCUtd trug 0rabc ihres Vereinsmitgliedä «n
L.. Dre hessische Weinrn ost ernte im Jahre 11911. Wie der dent sche Weinbauverein mitteilt, betrug die Zahl der Weinbaugemeinden in Hessen 212, die I zusammen 12 900 Hektar Weinberge bebauten. Auf einzelne Bezirke verteilt gab es Weinbauorte an ber Bergstraße 8, im übrigen Starkenburg 26, in Oberhessen 2, Gorins und Umgebung 41, Oppenheim u. U. 5, Main.; u U ^Ingelheim u. U. 15, Bingen u. U. 3, im Wiesbach- aebtrt 16, im Nahegebiet 10 und im rheinhessisck-en Hügel- lanbc 70. Der Ertrag an Weinmost betrug 387 625 .Hl im Durchschnitt auf das Hektar 30,1 Hl. Die Mostmenge «inen Wert von 23 475 462 Mk. oder pro Hektoliter!
60,6 Mk. Der durchschnittliche Geldertrag von einem Hektar Rebflache bezifferte sich auf 1820 Mk. Den höchsten Geld- .H^oliter erzielte der Bezirk Oppenheim mit N? das rheinhessische Hügelland mit
54 3 Mk. Die geringste Anbauflache hat naturgemäß Obcr- hessen mit einem Hektar, der sich aus zwei Gemeinten verteilt. Jnbezug auf den durchschnittlichen Geldertrag von einem Hektar steht Hessen unter allen Bundesstaaten an dritter Stelle; es wird nur von Preußen mit 2581 Mk I und Bayern mit 1971 Mk. übertroffen.
''Zur Angestelltenversicherung schreibt man uns: Im Oktober b. I. werben die Wahlen zur Angestellten- Versicherung stattfinben. Wahlberechtigt sind nur Inhaber von VersicherimgSkarten, die in ben städtischen Ausgabestellen in Landgemeinden durch die OrtSpolizeibehörbe ausgestellt werden. Bei der Beantragung der Ausstellung dieser Karten trag angenommen, nach tem die hessische Regierung"in fommen häufig seitens der Angestellten Irrtümer vor. Der ^undesrat die Aushebung der Lebensmittelzölle und Hutter Antrag muß stets bei der Ausgabestelle des B e schä ft ig u n gs- ^lle, Oeffnung ter Reichsgrenzen für Ern fuhr von Vv orteS, nicht dcS Wohnortes, gestellt werden. Am zweck- * 1 ..... — -
mäßigsten ist eS, wenn die Arbeitgeber die Angelegenheit für ihre Angestellten in die Hand nehmen und sich von den Ausgabestellen Vordrucke einfordern.
nr ; YY gewerbliche Ausbildung.
,fie b-«chr«,^rtcr zu mache». Seid,. b?i dm Lusuhrunq von ofo.
| und Fleisch und Milderung bcr veterinären Sicherheit? maßregeln an den Grenzen bei der Einfuhr von Vieh un: Flelsch veranlassen soll. Weiter wird ter städt Verfasfunge ausschuß beauftragt, mit der Verwaltung über geeignet I ^h.^irte zur Bekämpfung ter Teuerung, insbesondere bc I Fleischpreise, durch kommunale Maßnahmen zu tx raten. Dem Erlaß einer Ortssatzung über die Errüb tung einer Mädchenfortbildungsschule wurde en: stimmig zugestimmt. Der Zweck biqcr Schule besteht t: der^swirtschastlichen und beruflichen Weiterbildung bc Mädchen bei einem vierstündigen Unterricht pro Wock^ auf die Dauer von 3 Jahren. — Wie Beig. Weil auf eir Anfrage mitteilte, ist das Statut über die k 0 m m u n a V- Arbeitslosenversicherung im Eniwurf fertig gestellt und wird demnächst dem sozialen Ausschuß in erste Lesung unterbreitet werden.


