Ausgabe 
4.5.1912 Erstes Blatt
 
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auch die Interpellationen mit dem neuen Rechte der An- traaSstelluno im Sinne der AuSschußbefchluise ^"ll.^ornrnen werden. Tie Konservativen stehen mit ihrem Widerspruch ziemlich vereinsamt bc. Ihre Änschrankungsantrage er­scheinen auch solchen Leuten entbehrlich, die ^hDeou un» lerer heutigen Volksvertretung nicht gerade hoch einichatzen. Wir werden abzuwarten haben, ob alle Parteien für bi ei c neue Geschäftsordnung reis sind. Hätten wir nne kranvolle, zielbewußte Regierung, so wären die Aus^chuvantrage vielleicht überflüssig. Wir hatten aber in den letzten Jahren leider immer über ein schwankendes Regiment zu klagen. Wenn die neuen Bestimmungen auch auf das grundsätzliche Verhältnis des höchsten Beamten zum Kaiser und zum Bundesrat günstig einwirken und Verzögerungen sowie Un- schlüssiakeiten vermeiden helfen, so ist allein schon damit ein guter Zweck erfüllt. Tie Liebe und Treue zur Mo­narchie kann auS diesen Neuerungen nicht nur unversehrt, sondern unter Umständen neu gefestigt hervorgehen.

Llderlen-wächter in Dresden.

Dresden, 3. Mai. Aus Anlaß der Anwesenheit deS , Staatssekretärs deS Auswärtigen vonKiderlen-Wäch- ter fand heute nachmittag beim Staatsminister Grasen Vitzthum von Eckstädt ein Tiner statt, zu dem außer dem Staatssekretär der preußische Geschäftsträger, sämtliche Staatsminister, die Präsidenten der beiden Standekammern und mehrere Beamte deS Auswärtigen Ministeriums ge­loben waren.

Der König empfing heute mittag 1 Uhr in seiner Villa Wachwitz Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter in Au- dienz. Im Anschluß hieran fand königliche Tafel statt, zu welcher außer dem Staatssekretär auch Graf Vitzthum v. Eckstädt und der preußiiche Geschäftsträger Legations- sekretär Wolczeck geladen waren. Heute abend bcgibt ,ich der König zu etwa achttägigem Aufenthalt nach Tarvis.

Der italienisch-türtische Krieg.

Rom, 3. Mai. (Agenzia Stekani.) Am 2. Mai, mor- genS 4.45 Uhr, griffGeneralReiseli,der Komman- dant derTruppen vorHomS, daS stark vom Feind besetzte Lebda an, das sich nach heftigem Kampfe in den Händen der Italiener befand. Der Feind floh, nachdem ihm beträchtliche Verluste, die mindestens au, 3 0 l) T o t e geschützt werden, beigebracht worden waren. Um diese Zeit ging Major di Giergi aus Merghab zum An- griff gegen den Feind vor, der offenbar im Begriff war, Lebda zu verstärken. Es gelang ihm, ihn in ein Gefecht zu verwickeln und sestzuballen. Die Stellungen um Lebda wurden sofort in Verteidigungszustand gesetzt

Deutsche» Ueich.

Dem preußischen Abgeordnetenhause ging ein Ge­setzentwurf über die Stärkung des Deutschtums in den ProvinzenO st Preuße n, SchlesienundSchleswig- Holstein zum sogenannten Bejitzfeingungsgesetz zu. Durch das Gesetz sollen der Staatsregierung 1UO Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden mit der Bestimmung, zur Festigung und Stärkung des deutschen ländlichen Besitzstandes in diesen nationalgefährdeten Teilen der Monarchie, ländliche Grundstücke zu erwerben und als Reniengüter ganz, unter besonderen Umstanden Mckweise gegen vollständige Schadloshaltung des Staates a n deutsche Landwirte und Arbeiter zu veräußern. Zu der Vorlage aing glcidföeitig ein Antrag der Fortschrittlichen Volks- Partei, Arensohn und Genossen, ein, die königliche Staatsregierung

ersuckren, zur Verstärkung des Grundkapitals der Deutschen Pfandoriesanstall-Posen auf 6 Millionen Mark einen Betrag von 5 Millionen Mark gegen höchstens 3,75 Prozent Zinsen zur Ver­fügung zu stellen.

Die badische Zweite Kammer verhandelte am Freitag über die Anfragen und Anträge dec Fortschrittlichen VolkSpartei, deS Zentrums und der Nationalliberalen über die B e s e i t i g u n g deS BranntweinsteuerkontingentS. Staatsminister Dr. v o n D u s ch erllärte, daß die badische Regierung auch diesmal der Ausdehnung der E r b s ch a f t s st e u e r auf Abkömmlinge und Ehegalten z u g e st i m m t hätte, sich aber den zurzeit dagegen­sprechenden Gründen der ReichSregicrung nicht habe verschließen können. Finanzminister von Rheinhold leget dann die Bemüh­ungen dar, auf hinreichenden Schutz des badischen Brennerei- aewerbeS und betonte, daß die {Regiecuna alles getan habe, damit die Existenz der badischen Brenner, insbesondere der kleinen u* mittleren, nicht gefährdet werde. Die Vorlage lasse denn auu) erkennen, daß ihre Bemühungen nickst vollstanviy ergebnislos ge­wesen seien. Das Haus nahm einstimmig einen Antrag des BudgctauSschusses dahingehendan, daßdiebadischenBrenner außer den im Gesetzentwurf vorgesehenen Ermäßigungen der Relchsabgabe weitere Ermäßigungen erhalten bis zu dem Betrage, welcher den Unterschied der Produktionskosten in Baden

ragenden Forschung-mittel umbaute. Auf der Grundlage der Rotchscken Experimente sind unsere modernen Lujtwarten in TrappeS bei Paris, Groß-Borstel, Friedrichshafen und Lindenberg entstanden.

Bergbahnen zur Erforschung der freien Atmosphäre. Dr. Sch mau ß von der Kal. Bayer, met. Zentralstation in München berichtet in derMet. Zeitschrift" über eigenartige Forschungsmöglichkeiten, die durch den vom daher. Verkehrsministerium jetzt bewilligten Bau der Zugspitzbahn erschlossen werden. Da sowohl aus der Zugspitze als auch am Ausgangspunkt der zu erbauenden Hochgebirgsbahn, die zum Teil als Seilschwebebahn geplant ist, in Partenkirchen meteorolog. Stationen bestehen, so wird diese neue Bahn ein wichtiges Glied »wischen diesen Observatorien bilden. Die Bahn selbst soll mit selbsttätigen Apparaten versehen werden, so daß alle Schichten zwischen 1000 und 300 Meter der Beobachtung zugänglich werden. Die Zugspitzbahn wird an Stelle von Drachen- und Ballon- au^stiegen treten und eine bewegliche Luftwarte dar-

(Hk.) Reu« englische Expedition nach Westneu- guinea. Dr. A. F. R. Wollaston, einer der Teilnehmer an der englischen Mimilaexpebiiwn, die wegen der ungünstigen Berhälntisje von Wald und Klima ihr Ziel, den Earsteußglpset im Schneegebirge nicht erreichen konnte, will da- Unternehmen wieder ausnehvien, aber statt am MlMika weiter östlich am Octakwa vorgehen. Die mederländlsch-indische Regierung hat bemtd ihre Einwilligung erteilt.Pcterm. Mitt." zuiolne begibt sich Wol­laston im Mai nach Borneo, >vo er die für die Flußfahrten geeigneten Dajaker aniverben will und gebeult im Seplenivcr tu Neuguinea euijmrcjicii, um die verhältnismäßig trockensten Mo­

nate Oktober bis Dezember zur Erreichung des Zentralgebirges mi benutzen. Wiiienichailllche Begleiter sind G. Boden Kloß der Direktor des Museums tn Kwala Lumpur m den Malaien-' staaten und ein noch nicht ernannter Geologe.

Kurze Nachrichten aus ftunn und Wii, en - schalt' Die 100. Auflage deS Algememen Teutschen fioimncrd- vucheS soll eine Anzahl Liedertexte erhalten, lür Die nun Stiunuo- fitionen geschaffen werden sollen. Die Texte ivurden von der Ber-

lagSbuch andlung gedruckt und stehen Jntereffemen mit dcn Be­dingungen für Den Wettbewerb unentgeltlich zur Beringung Auch den Buchkünstlern ist Gelegenheit zur Betätigung geboten. Tie DerlaaSbuchhandlung Moritz Schauenburg in Lohr (Baden versendet die Bedingunaen und die Liedertexrc. Fn Leipzig ist Der als humoristischer Dichter am meinni bekannte Schrift­steller Edwin Bormann tu vergangene; Kachr m Ültec von tu geßorüsü.

qeqenüber Den in NorddeutsckstanD ausgleicht und daß diese Er­mäßigung unter Reservatrecht gestellt wird.. ^ch 'all sur die Obstbrennercien eine weitere Vergünstigung gcfordert werden.

Tie H auvtversammlung des^-eut,chen Wehr- v er ei ns" findet am 12. Mai, 1 llhr nachmittags, imgrotzen Saale des LehrervereinShauses, Berlin, Alexanderstraße 41, statt, und zwar mit folgender Tagesordnung'. J.. entroi^ung uni) Ziele des Vereins (General Keim), ^ Teul^chlands Wehrmacht, ihre Notwendigkeit und Bedeutung «.Wirk!. Gch.-Rat Prof. Sjx SSagner), 3 Stellung desT. W. V." zur Hceresvorlage (General- leutnant Litzmann), 4. Tie Teckungsfrage (Landrat v. Dewitz M. d. R). An Der Hauptversammlung kann icDev Mitglied des Deutschen Wehrvereins" teilnehmen. Als Ausweis dient die Mitgliedskarte.

Ausland.

Ter nächste WeltfrieDLNSkongreß'svll im September 1912 in Genf stattfinden.

Zn der russischen ReichSduma gelangte am Freitag die Gesetzesvorlage betreffend die Aufstellung neuer Pensions­statuten sttr alle Offiziere ohne Ausnahme sowie für Müitärärzte, Geistliche und Mllitärbeamte, die an Schlachten teilgenommen haben, zur Verhandlung. Tie Vorlage sieht nach 25jähriger Dienst- zeit eine Pension von 50 Prozent deS Geholtes vor, die je nach dem Tienstalter steigt. Eine 35jährige Tienstz.it erhöht die Pen- sion auf 80 Prozent des Gehalts. Bei Verabschiedung krankheits- halber wird eine Pension gewährt, wenn Mindestens fünf Jahre zurückgelcgt sind. Eine wejemliche Lesierung erfahrt die Penswns- Versorgung der MilitärjamUien. PL ilitLrjlieg er erhalteii besondere Vergünstiguiig. Durch daS neue Pensionsgesetz erwachsen Der Krone j ä b r l ich 14 Millionen Mehrausgaben.

und Flotte.

Oagl fche Flolteiimanöver.

London, 4. Mai . Am Mll.woch wird der König in Selent eine F lo t t e n p a r ad e abhalten und den Kriegsmanövern beiwohnen. Abends kehrt die Flotte von der See zurück. Es findet dann ein Angriff von Torpedobooten aus die Schlachtschiffe statt. Zum ersten mal nehmen Flugschifse an den Manvvern, die Donnerstag beenoet werden, teil. Der König bleibt dis Ende der Woche bei der Flotte.

Deutsche Kolonien.

v. ibemiiugieu j*.

Berlin, 3. Mai. Gouverneur a. D. Rudolf v. Ben­nigsen, Direktor der Kolonialgesellschaft für Siidwestafrila, ist g e |t o r b e n.

Arbeiterbewegung.

Ter Schneider- und schnrlbennoeuau-staad im Westend von Loudon

breitet sich immer mehr aus. Man nimmt an, daß sich jetzt ein­schließlich der Maschinisten und Zeugpresser 15000 im A us- |t a n b befinden. Das Sohoviertel war am Freitag früh so gut wie unpassierbar. Ausständige versammelten sich außerhalb der HauptarbeUsstätten und an Straßenecken. Die Streikenden ver­langen Lohnerhöhung und bessere Arbeitsbedingungen.

Aus SiaOt miO CanO.

Gießen, 4. Mai 1912.

* Tageskalender: Kolosseum: Theater lebender Bilder. Ab Sonntag, ö. Mai.

Kinematograph: Täglich Vorstellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

GemäldeauSstellungdeS KunstvereinS im Turm­haus out BianD. ticüimci tag.ich (nut Ausnahme von Samstag), von 111 Uhr, Sonntags von 118 Uhr.

Museum des oberhessischen GeschichtSvereinS. Geöffnet Sonntag vorliilllags 111 Uhr nentgeltlich.

Museum für Völkerkunde. Gcöisnel an Sonntagen von 11i Uhr vonnutags unD 4b Uhr naaumtlagS.

Enthüllungs-Vorstellung DeS ^pirUiNen-EntlarverS Stuart Laneourt. Sonntag abenD ti* 1 */, Uhr in Steins Garten.

** National-Flugspende. Der hiesige Ober­hessische Automobil-Kiub (Seition des F. A. C.) hat unter einen Mitgliedern eine Sammlung für die National-Flug- pende verunstaltet, deren erste Rate mit 400 Mark (ein» chließlich 100 Mk. Zuwendung aus der Klubkasse) an die Bank für Handel und Industrie hier abgelieiert worden ist. Aus den Kreisen der h.esigen 2 t u d e n t c n s ch a st'ist eine Anregung ergangen, bay sich bte Studentenschaft zu­sammenschließen möge, um für die nationale Sache der Flugspende einzutreten. Wenn jeder Studierende nur 1 Mk. leiste, gebe es eine Spende von über 1000 Mk. Dazu komme noch die anregende Wirtung des damit gegebenen Beispiels auf weitere Streife.

** Fin anz af sesso ren. Durch Entschließung des Ministeriums der Finanzen wurden die Finan»referendare Dr. Karl Kn ab zu Worms und Dr. Hch. Werner zu Mainz zu Finanzassessoren ernannt.

** Lehrerpersonalien. Ueb ertragen wurde dem Lehrer Qebell ui Fleschenbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichlos, dem Lehrer Gg. Schäfer zu Gelnhaar die Lehrerstelle an der .Gemeindeschule zu Effolderbach.

** Po st-Personalnachrichten. Versetzt : die Ober-Postinspektoren GieS von Berlin nach Darmstadt und Schneidt von Darmstadt nach Berlin; Ober-Postassistent TrinkS von Bebra nach Gießen und Postassistent Wil­helm von Aachen nach Mainz. Ernannt: Postsekretär Krumm in Worms zum Ober-Postsekretär; Ober-Post­assistent Vetter in Gießen zum Ober-Telegraphenassisten- ten. (Etats feig a n g e (teilt; Die Telegraphenge- hilfinnen Elisabeth BeckhauS und Barbara Jahn in Bingen. Bestanden: Eleve Ohly in Darmstadt die Postrejerendarprufung; Postanwärter Sachs in Heppen­heim (Bergfrr.) die Poitassistentenprüfung. IndenRuhe- stand tritt Lber-Telegraphenasfistent Kanng ießer in Gießen.

* Dr. Cook in Gießen. Man schreibt uns: Dr. Cook, der so stark angefeindete Nordpolfahrer, wird hier in Gießen am Dienstag, 7. Mai, im Saale des Hotels Großherzog von hesjen einen Vortrag über seine Fahrt nach dem Nordpol halten. Dr. Cook, der mit aller Zähig­keit und neuen schlagenden Beweisen seinen Kampf um den Ruhm, als erster den Nordpol entdeckt zu haben, durch- führt, ivird auch hier in diesem Sinne sprechen und außer» Dem seinen Vortrag durch Lichtbildervorführungen eigener Aufnahmen illustrieren. Man darf gespannt sein, was uns dieser interessante Mann, über den ein so heftiger wissenschaftlicher Kamps, wie nie zuvor in einem ähnlichen rjall, entbrannte, zu sagen haben wird. Sein plötzliches Wicderaufiauchen nach fo langem Schweigen ruft allein |®on größtes Znterefse hervor und soviel sich bi- iest sagen laß:, scheint er diese- Mal an Hand poittivster Be- weife vorzugehen Schon während seiner vier monatlichen Tourncc hur* die 9e-cinigtai Staaten, o-m bet er rfen zuruckichrt, hat er überall größte Tnumpi-e gefeiert uno im wi MM 4^5»

die aller D?lt ;u £<r:n gekommenen Anschuldigungen seines Rivalen Peary (der sich jetzt auf Tr. CookS o fent- liche Herausforderungen in größtes Schweigen hüllt) zu verteidigen.

Das LuftschiffViktoria Luise" wird mor­gen auf feiner Marburger Fahrt wahrscheinlich entweder bei der Hinsahrt oder bei der Rückfahrt vielleicht auch bei beiden Fahrten über Gießen fahren. Bei der Hin­fahrt ist das Lu^tschisf über Gießen zwischen 9 und 10 Uhr und bei der Rücksachrt zwischen 12 und 1 llhc zu erwarten.

Kunstverein. Die gegenwärtige Ausstellung ist nur noch heute und morgen geöffnet.

Der Achluhr-Labenschluß tritt in den Friseur, läden am nächsten Montag in Kraft. Nur an Den Samstagen werfen Die Frifeurläden länger offen bleiben.

** Schis sSiungen! Vorsicht! Zmmer wieder muß davor gewarnt werden, daß sich junge Laue, die zur See wollen, an Vermittler wenden, die Srellen auf erfüflaiiigen Segelschiffen zu besorgen versprechen. Bei dem Mangel an großen Seglern ist es heutzutage fehc schwer, auf solchen als Junge eingestellt zu werben. Statt bcjsen bringen bie Vermittler sie ui Der Reget auf Heinen Fahrzeugen, oft minderwertigen ausländischen, unxet und fordern damr unverhälmismaßig Hage Summen, die Den Wen Der gelieferten Ausrüstung und Die lonmgen Auslagen rocit über­steigen. Tann und wann gelingt es, eine gerichtliche Bestrafung l'olujer Ausruftuiigsgiiipafic her^eizufuhcen. So wurde vvm Al» iviiaer Sehvfiengericht lurzlich ein ehemaliger Kapüan wegen Be- irugs zu 400 Mark Geldstrafe und vvm ynnwuiger Langer ich« ein fiuherer Buchhalter wegen ähnlicher Schiviudeleien zu Drei Monaten und zwei Wochen Griängnis verurteilt. Unmittelbar nach der Konfirmation ist der Zuzug zum ScemannSberuf eciahrungS» gemäb gerade aus Dem BinnenlanDe stets groß. ES sei Deshalb auf Die Don Der Secmannsmiffum herauSgegebene deine schrift:Soll ich Seemann roerDcn?" hmgewiefen. Die über alles WiiienSiverte Auskunft gibt und von DemÄsmiiee für deutsche evangelische Seeniannsinnjioii" (Dahlem, Poft Groß-Lichtcrselbc West), sowie Den Seemannsheimen in Stettin, Altona, Bremenhaoen und Ham­burg unentgeltlich zu beziehen ist.

Lünüiieis Gießen.

Klein-Linden, 3. Mai. Die Bahnbehördc will den Bahneinschnitt an der Main-Weserbahn zwischen Klein-Linden und dem Walde beträchtlich erivcitern. .Um die Erdarbeiten rasch fertig zu stellen, hat man gestern eine Baggermaschine an Ort und Stelle aebracht. Diese wird gegenwärtig aufmontiert, um nächste Woche in Tätig­keit zu treten. Es soll dort ein weiteres Gleis gelegt werden.

Groben-Buseck, 4. Mai. Auf Veranlassung Dc8 OrtSgeroerbcDcreinfl findet am Sonntag, 6. Mai, hier im Saale des GaiuvirtS Brück em Vortrag über ,WaS muß Der Handwerker von Dem Guterrecht roiffen?' durch Rechts- anwalt Kaufmann auS Gießen statt.

s. Lollar, 3. Mai. Am Dienstag, 7. Mai, abends 8 Uhr, findet öffentliche GemeinderatSfitzung mir folgender Tagesordnung statt: 1. Beitritt zum hesfifcken Landesverein vom Roten Kreuz; 2. Kaufvertrag zwischen Stone. Rohrbach und der Gemeinde; 3. Bauge,uch des Ludw. Bierau V.; 4. Baugesuch deS WachtmeifterS Bruck, 5. Baugesuch der Eisenwerke Lollar; 6. Instandsetzung der Wege in den Auwiesen; 7. Weißbiuderarbeit und Errichtung einer Abortgrube am Gemeindehaus; 8. daS teilweise Oeleu der Wände in diesiger Kirche; 9. Vergebung der Vieh, wage und Beschlußsassung über die Platzfrage.

= Staufenberg, 3. Mai. Unser Krieg erver. ein hat einen neuen Sch ießstand, an der Straße Stau« fenbergSichertshausen gelegen, errichtet. Das erftc Preis- I«hießen dort soll am 5., 12. und 19. d. MtS. ftattfinöcn

Kreis Lauterbach.

~ BermutShaln, 3. Mm. Die Entwickelung von Hochwaldhaufen scheint auch auf bic nächste Umgebung einen guten Einfluß auSzuuben. Die westlichen Abhänge bet Herchenhainer Höhe mit ihren schönen Buchenwalbungen und Der rcizenben Fernsicht haben schon vor einigen Jahren den Polizeipräsibenten Freiherrn o. Vtüfftmg au« Frankfurt an- gelockt, ber sich in der Nähe ber Station Oberwalb eine gübsche Villa erbauen ließ. Auch neuerbingS ist roiebet zwischen einem Frankfurter Herrn unb hiesigen Grunbbesitzem em Gelanbekauf zusianbe gekommen sür ein Grunbstück, bafl ebenfalls in ber Nähe von Station Oberwalb gelegen ist und aus bem eine Villa errichtet werben soll. In den letzten Jahren hat /ich der Verkehr nach dem Oberwalb beträchtlich gehoben unb man scheint ben burch sein rauhe- Klima ver- ichrieenen Vogelsberg nicht mehr so zu fürchten wie seither. Vor allem haben bte Durchführung ber Bahn von Greben­hain nach Gebern unb bie Wanderungen beS Vogelsberger HöhentlubS zu der VerkehrSstetgerung beigetragen.

4- Schlitz, 3. Mai. Die Jung-Deutschland- Bewegung macht im Kreise LauterbmH ante Fortschritte: sie findet auch auf den Dörfern große- Interesse. Dieser Tage sand auch hier auf dem Rathaus auf Einladung von Schulrat Andres-Lauterbach unter dem Vorsitz von Bürger­meister Zinßer eine vorbereitende Versammlung für Grün­dung einer hiesigen Ortsgruppe de- ^ung-Deutschlan^ Bunde- statt. Nach einem ausführlichen Vortrag deS Herrn Schulrat und einer lebhaften Aussprache wurde die Grün­dung einer Ortsgruppe beschlossen, und einer baldigst wieder einzuberufenden Scrjammtung das weitere über­lassen. Im benachbarten Lernshausen war schon säst seit einem Jahr eine Kirchenglocke gesprungen. Nun­mehr hat der Gemeinderat im Einverftandnis mit bem Kirchenvorstand die Anschaffung einer neuen Glocke beschlossen. Mit ihrer Lreierung wurde die Glockengteßeret Gebr. lllbcich in Apolda betraut Die neue Glocke kommt auf etwa 400 Mark zu stehen.

Mreig Schotten.

9t Wohnfeld, 3. Mar «ter 29jahrige lebige Land­wirt Hch. Rahn von hier fuhr heute morgen einen Wagen voll Mist nach seinem etva ö Minuten vom Ort entfeint gelegenen Aller. Kaum hatte er angefangen, feinen Wagen ieer zu mack-en, als er plötzlich zu,ammensturzte unb auf ber Stelle tot liegen blieb; er ist einem Schlaganfall erlegen.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 8. Mai. Heute nachmittag fand eine Ortsbef ichtigung von IDlitgliebern ber EifenvahnDirektion Frankfurt unb ber Baubehörben unsere- neuen Bahnhofes statt Die große, 180 Vieler lange unb 16 Dieter drecke Unterführung, bie Personen- unb Guterbahnhos mitemanvec verbindet. Hl nun fertiggestellt unb auch ber Wasserturm v: vollendet. Fleißig gearbeitet roicb in ber Maschinen- und Güterhalle, da ber Gülerbahnhof im Oktober b. I. dem B"- kehr übergeben werben soll. Ter Elsenbahndamm, auf dem der Düterbahnhof steht, ist 14 Dieter hoch unb man hat dazu gewaltige Erbmasten verbraucht

---- Friedberg, 3. Mai. In ber nachsrat Zen 'S UN xu C b ft b a u f oi u l c zwei Kurie »tau. Born 13. dis lo

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M. Offenbach, botftanb bqGvß die Er ^ulfiaufern, die -j Millionen Mart kc l- «lafjen ausnehmen und das dritte mird ir (0 Main», 3.2 Qm Sihetn größere Hmtldjcn SU q inj urf 1 d 111 Plbargeftelu, an i l'ble tyonierbataillo * unb sächsische Hebung wird voin tiiene ssMarburg, z S 25 F ?US ^n«ie ^Versammlung ^^lun9 einer ürül Der Porstn Pfarrer 6ütb 100000 W

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