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5.8.1912 Erstes Blatt
 
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Montag, 5. August 1912

Erstes Blatt

162. Jahrgang

Nr. 182

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englischen Parlament durch- lerisch ite nb die Mission des Bot-l Wapp«

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rd besorge tresjcn soll. Mcht viel höher schätzen wir die 1 Versicherung ein, das; es sich bei der Marinekonvention _# um eine rein defensive Maßnahme handele, denn das H Ivücbc voraussetzen, daß in Frankreich oder in Rußland iMtmsthafle Politiker wirklich an die Möglichkeit eines deut- M schon Angriffes auf Frankreich glauben. Diese Annahme Mvare aber angesichts der länger als vierzigjährigen, durch

, L mancherlei nicht geringe Opfer aufrechterhaltenen Frie- iMtcnspolilik des deutschen Reiches allzu unsinnig, als daß eine derartige Fiktion als Faktor in die politische Rech- siwng eingestellt werden könnte.

_ Tie Gioconda wieder aufgefunden? Nach einer Meldung desJournal" erschien am Donnerstag ein Mann von etwa öu Fahren in der englischen Botschaft in Paris und erklärte, er sei englischer Untertan unö überbringe von London die aus dem Louvre un vorigen Fahre gestohlene Gioconda. Er überreichte ein großes Paket, in dem sich in der Tal ein Die Gioconda darstellendes Gemälde befand. Ter Mann, Der seinen Namen nicht nennen wollte, verlangte die aus die Wiederbringung

itfcnben jenes Komitees, das int April 1897 einen Be»uch talienijcher Studenten in Deutschland veranstaltet und die Empfangsfeierlichkeiten vorbereitet hat, die im Vorjahre anläßlich des Gegenbesuches deutscher Studenten m Mai­land stattgesundcn haben. Ter Mailander Aquarellist Vico Bigano hat die Zuge Earduccis, D'Annunzros, Gtacosas und Pascolis im Btlde festgehaltctt.

Widmung:Tie Stadt Mailand, die als erste italienische Stadt jene deutschen Studenten, die anläßlich der Fünfzig- jahrfeicr der Befreiung Italiens gekommen ivaren, gast- reundli.ch begrüßt hatte, bietet zur Erinnerung an die Verbrüderung der beiden Völler dem erlauchten Haupte der deutsä-en Nation, der kaiserlichen und könig­lichen Majestät Wilhelms II., ein Zeichn ergebener Tant- barkeit in den Bildnissen der größten Dichter des wieder- erstandcnen Vaterlandes." Es folgen dann die Unterschris- ten des gegenwärtigen Bürgermeisiers von Mailand, Onorc- volc Emanuele Greppi, und des Tr. Ftalo Tonta, des Vvr-

als Frage vorgelegt worden. Diese Frage, was ihm nämlich von der Aeußerung bekannt fei, habe er an den Abg. Pfeiffle weitergegeben. Dazu bemerkt die rDiene Bad. LandeS-Ztg.^, der wir diese Notiz entnehmen, ganz mit Recht: Herr Schmidt will der Erfinder des dementierten Kaiserworts nicht sein, der Verbreiter dieses kompromittierenden Klatsches unter für ihn selbst gravierenden politischen Umständen ist er jeden- falls.

Ein Geschenk für Kaiser Wilhelm ist von der Stadt Mailand an den italienischen Botschafter in Berlin abgesandt worden. Wie derVoss. Ztg." jetzt aus Mailand gejchricben wird, handelt es sich um ein kunst- irisch ausgestattetes Album. Der Deckel zeigt das Zappen der Stadt Mailand in getriebenem Silber, umgeben

loeitblidenDcn, billig denkenden und unermüdlichen Staats- manne" zu verleihen.

unst und Wissen- Heidelberger Universität

politische Tagesschau.

TaS angebliche Kaiserwort gegen Herrn v. Bodman.

Der Adg. Schmidt-Bretten hat sich durch konservative ReichSpost nun endlich verteidigen lassen, läßt erklären, das angebliche Kaiser wort gegen Herrn Bodman sei ihm von einem Herrn, der weder Konservativen noch dem Zentrum zuzuzählen

Die Hundertjahrfeier Krupps.

Essen, 3. Aug. Tiit dem heutigen Tage beginnen die auS Anlaß der Kruppschen Hundertjahrfeier veranstalteten Festlichkeiten, zu denen bekanntlich auch der Kaiser ein­treffen wird und zu denen monatelange Vorbereitungen ge­troffen wurden. Heute werden die Kruppschen Ju bi la re geehrt, deren Zahl aus den beiden in Betracht kommenden Jahrgängen 1911 und 1912 etwa 800 beträgt. Während sonst diese Ehrung der Jubilare an dem Sonntag erfolgt, der dem 17. Februar, dem Geburtstage des dritten Krupp, Friedrich Alfred, vorangeht oder folgt, hat die Firma fie in biejem Jahre in den Rahmen der Jubiläumsfeier einbezogen und fie bedeutsamer und feierlicher gestaltet, roie es sonst üblich war. Sie alle sind zum Hügel geladen, wo m der großen Festhalle Herr Krupp von Bohlen und Halbach und feine Gemahlin die Gäste empfangen und bewirten werden.

Am 6. August wird dann im städtischen Saalbau zu Esten ein Bankett als Feier der Kruppschen Arbeitsgemein- I schäft gegeben werden, während am 8. August die JubilämnL- feier im Hauptverwaltungsgebäuoe in Gegenwart S. M. des Kaisers stattsindet. Dieser offiziellen Feier werden sich dann auf dem Hügel zu Ehren des Kaisers und der geladenen Gäste besondere Veranstaltungen anschließen.

?ntiere

ncY BywnIkius

fortzubleiben. '

Kurze Nachrichten auf k schäft. Tie philosophische Fakultät der , hat beschlossen, dem badiichen Minister des Innern Frei Herrn o. Bodman die Würde eines Ehrendoktors als einem

und Einsatz.

UiliiHl.

arte Fabrikat critilaf1"; tnrlcrnbe, Aödcr Tc: Manier Verve, iBiri älic, Gaöbcrdc uiro. sein, meine Sinibfdw: und sichere ich prompte; ung zu.

Sinfaui eines CfenS i len.

Diezür.

monatlidi 75 IM, ütertel- jäbrltd) Mk. 2JK); durch Adhole- iL Zweignellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Alk. 2. viertel- jäbrL au-schl. Besreüa, Zeilenpreis: lokal 15 Ps^ ouSivärtS 20 Pfenmq. G brfrtbaftciir: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Test: Anaust Goey; für .FeuiUe- ton', .Vermischte-^ und .Gericht-saal": K. Neu» rach: sür »Stadl und 2anb-: E.Hev; tüt den Anzeigenteil: H. Beck.

Untertaille,

mit 5tickerei-5pü:i

ein Tanz der Schneider.

letkszenc bildet. Am Schluß des ersten Aktes man plötzlich, als die Türen aufgerissen werden, orchcster Jourdains die Ouvertüre ausAriadne aus Naxos" studieren, eine äußerst witzige Mu,iknummer, bei der es klingt, wie wenn die schwierigsten Stellen zu gleicher Zeit auf jedem Fnftrument geübt würden.

Die Instrumentation dieser Schauspielmufik ist un­gefähr die, die zu Moliöres Zeit in Gebrauch war. Sie benutzt Flöte, Oboe, Fagott, Horner, eine Trompete, selten Streichquartett, das gelegentlich durch das Hinzutreten eini­ger weiterer Spieler verstärkt wird, und Klavier, das wie das frühere Cembalo verwendet ist. Klarinette und Po­saune, die Strauß ebenfalls vorfchreibt, waren damals wohl schon bekannt, wurden jedoch im Orchester noch nicht verwendet, jedenfalls nicht in der heutigen Art, was bei der Klarinette auf allerlei früher nicht zu beseitigende Unrolllommenheiten zuruckzuführen fein dürfte.

Dicfe Schauspielmufik, die erste, die Richard Strauß geschrieben, wird bei der Uraufführung im Stutt­garter Hoftheater zum erstenmal erklingen. Die Premiere und ihre ersten beiden Wiederholungen wird Strauß selbst dirigieren, während Max Reinhardt die Regieführung hat. Das Schaufpielcrensemble setzt sich für diese Aufführungen zum größten Teil aus Mitgliedern des deutschen Theaters zusammen, von denen Arnold den Fourdain spielen soll. Alle drei Ausführungen werden als Festvorstcllungen veranstaltet, an die sich unmittelbar ein Zyklus sämtlicher Opern von Richard Strauß anschließt. Bei diesen werden dann ausschließlich Kräfte der Stutt­garter Hofoper unter der Leitung von Max Schillings und der Regie von Gerhäuser mitwirken. K. B.

Line französisch-russische lUarindonocntion.

Auf die offiziösen und halboffiziösen Hymnen zur Be- p-gnung in Baltischport ist jetzt ganz mit der Wirkung ,incö politischen Latirspicls die überraschende Shin bc von ,tm bevorstehenden Abschluß eines r u s s i s ch-f r an s i- ichen M a r i n e a b k o m m e n s gefolgt, welches bei dem lifenthalt des französischen Ministerpräsidenten Poin- (a r 6 in Rußland vollzogen werden soll und das als eine Ergänzung des Militärabkommens von 1892 gedacht ist.

Die Offiziösen müßten ihr Handwerk schlecht ver- s.ihen, wenn sie nicht beweisen oder doch wenigstens zu ttweisen suäfen würden, daß ein solches Marincabkommen tvrchaus belanglos und eigentlich selbstverständlich wäre, und in dieser Tonart hallt es denn auch aus dem berufs- ilistig ober freiwillig offiziösen Blcitterwal.de. So wird idi.üjcrt, daß der Abschluß des russisch-französischen , .oitenabfomnicnö keinerlei überraschende Momente ent- leite, wenn man sich vergegenivärtige, daß Rußland im .alle eines kriegeriscl-en Eingreifens seiner Militärmacht

Nun wird freilich versick>ert, daß die deutsche Regie- I, tung über die französisch-russischen Verhandlungen untcr- t i.chtet worden sei, woraus man folgert, daß diese unmöglich I ihre Spitze gegen Deutschland richten können. Manch einer kostet diese 1U ? nm Ende geneigt sein, hinter diese Versicherung ein I Fragezeichen zu machen. Aber auch wenn sie zuträfe, wäre damit noch teinesivegs bewiesen, daß der Marineko.nven- tion nicht wenigstens indirekt eine gegen Deutschland ge- richtete Tendenz innewohnt, die schon daraus abzuleiten ist, daß dies Flottenabkommen in verdächtiger Parallele peht zu dem englisch-französischen Mittel­meer t e ch tel m c cht e 1 zur Verstärkung der englischen, ebenfalls gegen Deutschland gerichteten Flottenposition in der Nordsee. Jedenfalls geht aus dem angckündlgten Ab- chluß der französisch-russischen Marinekonvention hervor, die durch den Zwischenfall mit dem Botschafter Louis genährte Hofsiiung auf cm Abflauen der franko-russischen Allianz keinerlei Berechtigung hatte, während andererseits die jüngsten Verhandlungen im cr.s''? LUS nicht den Eindruck machen, als ob die Million des Bot

«xss-i General-Anzeiger für Oberhessen

innabmt tK» anidgeii Rotot1on$bni(f und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Stcint-rudcrel R. Lange. Redaktion, Expedition und vruderei: 5chnlstratze 7. t j vormütagö' it'uhr. Büdingen: Fernsprecher Rr. 269 Seschüftrstelle vahnhofftratze 16a.

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Nichard Straub neueste; Werk.

Die Schauspielmusik zu MoliöresBürger als Edelmann".

Berlin, 3. August.

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SicstenerAnzelger

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(honornl-)itiiomor für (nhorhotfon

uaunsten Frankreid)s sich auch bereits früher nicht darauf Itschränkt hätte, seinem Alliierten mit seinen Landtruppen ,u Hilfe zu kommen, sondern ebenso auch seine Flotte in llrion Hütte treten lassen. Auf diesen Einwand ist zu er- jiebern, daß ja die Marinckonvention dann sachlich über- lissig lüäre und die Annahme umso näher liegen würde, » damit den Ergüssen der deutschen Offiziösen über den ranzenden Erfolg" der Begegnung von Balitschport ein Dampfer aufgesetzt werden sollte. Auch die weitere Be- .ehigungspille, daß die russische Flotte zurzeit für den ^.nstfall noch nicht in Betracht komme, foiiDcrn erst in tuiigen Jahren als Faktor ins Gewicht falle, will nickt ttel besagen, da man ja bei der Weltpolitik nicht von der rf ..and in den Mund leben, sondern auch für die Zukunft

ranzösische Presse, allerdings im Gegensatz zu der etwas kühleren Halmng der russischen Zeitungen, die Peters­burger Reise Poinearäs begrüßt, und auf der anderen Seite die durch die Asquithschen Darlegungen nur halb gedämpften Hetzreden der Churchill und Genossen im englischen Parlament, so erhellt daraus, daß das Gefüge der Triplcentente fester zu sein scheint denn je, während der Dreibund an dem italicnisch-türtischen krieg krankt, und es muß die Frage aufgcivorsen werden, ob Herr v. kiderlen- Wächter auch diesen Faktor in Rechnung gezogen hat, als er der politischen Lage die Zensurdurä)aus befriedigend" ganz ruhig und unbedentlich erteilte.

Petersburg, 4. Aug.N owojc Wrcmja" schreibt in ihrem Leitartikel, daß die Marinekonvention das franzö- isch-russische BütidniS: wenn nicht erweitere, o d o ch f e st i g c. , L

In den ersten Fahren des Zweibundes herr,chte das @c- ühl über den Verstand. Diese Tage gingen vorüber. Die Ent­täuschungen, die Rußland während des japanischen Krieges und Frankreich roäfcrenb der Marokkofrage erlebten, brachten den Bor teil, daß das Unmöglidjc von dem Schwierigen scharf getrennt wurde."

TaS Blatt stimmt der Agcnce Havas zu, daß die technische Marinekonveniwn an dem Bündnis nichts ändere und sieht tu dem Abschluß zu eurer Zeit, da die russische Flotte noch mchr vorhanden, das Zeichen des sranzösisäzen Vertrauens.

Birschewiia" schreibt: Tic Konvention brauäü xcutfd>- land nicht zu beunruhigen, da sic rein defewioen El-arakter tragt. Sie gewinnt nur Bedeutung, wenn die Tiplomatie der Triple- Entente die freie Ausfahrt der russischen Flotte aus dem Schwarzen Meer erreicht. _______

Vie Rüütehr des Kaifcrs.

Swinemünde, 3. Aug. DieHohenzollern" mit dem Kaiser und die BegleitschiffeBreslau" undSleip- ner" sind heute abend 1/26 Uhr unter dem Salut der Fest­ungen und Kriegsschiffe hier cingetroffcn. Die Be­satzungen der im Hafen liegenden Kriegsschiffe hatten Pa- radeaufstellung aenommen. Eine große Menschenmenge be­grüßte den Kaiser am Bollwerk.

Ueber die weiteren Dispositionen des Kaisers für die kommenden Wochen erfährt ein Berliner Blatt: 'Nach Beendigung der Nordlandreise wird der Kaiser, nach­dem er der Krupp feier in Essen beiwohnte, bis Ende dieses Monats in WilhelmShöhe verweilen und sich dann nach Berlin begeben, um am 1. September die große Herbstparade über das Garde- und 3. Armeekorps abzu- nchnicn. Die Parade wird voraussichtlich von dem kom­mandierenden General des 3. Armeekorps von Bülow be­fehligt werden, der zum Führer einer der Armeen im Kaisermanöver ausersehen ist. Anfang September tritt der Kaiser dann die Schweizerreise an und begibt sich von Dort ins Manöverfeld. Er wird auf dem sächsischen Truppenübungsplatz Zeithain in Gegenwart des Königs von Sachsen die Parade über die beiden sächsischen Armee­korps abnehmen, die unter dem Oberbefehl des sächsischen Kriegsministers Generaloberst von Hausen stehen.

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lohnung zu erlangen. ,, . r

Bremer Theater. Aus Bremen wird uns geichriebcn:, Im Thaliatheater gelangte soeben das dreiaktige Familicnschau-^ viel Leon BcrnhardysS.ch w a ch e M e n f ch e n" zur U r - aufführung. Tic Haupt gestalten dieses Dramas sind der Schlossermeister und Stadtrat Bergmann, der vor 26 Fahren einen Mord begangen hat, der Schlossergcsclle Ernst, der einzige Mitwisser des Verbrechens, Bergmanns halbidiotii'chcr Sohn Gultao und dessen von ihrem Bruder tödlich gehaßte Schwester, die ein keineswegs platonisches Liebesverhältnis mit dem in Bergmanns Hause wohnenden Schauspieler Grünert unterhält. 3m_ wesent­lichen werden nun die ersten beiden Akte mit wilden Zänkereien unter den Famllienmitgliedern, ferner mit Drohungen Ernst s gegen Bergmann und Gustavs gegen Grünert ausgesüllt: in­dessen der dritte Akt die Entlarvung des Mörders herbeisührt.l Zum Schluß erschießt der Idiot Gustav, frei nach HalbesFu­gend", statt des verhaßten Grünert seine Schwester. Mu Aus­nahme weniger theatralisch effektvoller Szenen und einiger derb humoristischer Austritte ist es dem Autor nicht gelungen, den widerspenstigen Stoff zur dramatischen Geschlossenheit zu bringen.- Tic lebendige Darstellung half indessen über die vielen öden Streäen des Werks hinweg. . ., ,

Ter Leiter der deutlchen arktischen Expe­dition, Schröder-Stranz, lauste den Motorkutter2tct*( hng" und heucnc drci Mann und einen Eislotsen. 24 deutsche! Hunde sind in Tromw angekommen. Siejöwintion hofst^ am Sonntag zur Abreise fertig zu sein; >rgeöenft zwei Monate

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,n Steinstr.76

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hCr eine umfanareiche Bal-1 des BUdes ausgesetzte Geldsumme. Man behielt das Bild in der ' - - J hört Botschaft und bat den Mann, wicderzulommen. Inzwischen wurde

das die französische Polizei verständigt. Am Freitag nachmittag kam , uu. V""s- bcr Unbekannte wieder. Tas Bild wurde ihm ausgehanoigt. Als er das Palais verlassen hatte, wurde er aus der Straße, verhaftet und mit dem Bilde in Gewahrsam geführt. Bisher ist nicht festgestellt, ob das Bild in der Tat die im Louvre ge- tohlene Gioconda von Lionardo da Vinci ist oder ob es sich um eine Fälschung handelt, die zu dem Zweck hergestellt worden ist, die auf die Wiederbringung des Blldes ausgesetzte hohe Be-

schafters Frhrn. v. Marschall zur Herbeiführung einer 10011 den Wappenschildern jener sechs Bezirke, aus denen deutsch-endliscl-en Entspannunb irgend nxldjen Eriolg vcr j das alte Mailand bestand. Tie erste Leite enthalt folgende präche. yHmmt man dazu, die Begeisterung, mit der die

Richard Strauß hat soeben, wieKunst und Bühne" er­fährt, sein neuestes Werk beendet. Es ist eine Schau,piel- r.tujir zu MoliöresDer Bürger als Edelmann", in der Bearbeitung von Hugo von Hofmaniisthal. Be anntüd) hat Richard Strauß zu dieser Komödie ein Nach- oielAriadne auf Naxos" gefchrieben, das _pcn ^nten- ioncu Moliöres entsprechend als einaktige Lpcr 9eTül>t ft. Aber fdjon in der Komödie selbst verlangt der dichter m den verschiedensten Stellen Musik. Das ^luck, das irsprünglich fünf Akte umfaßt, ist von Hofmannsthal au, wei Akte konzentriert worden. Diese Zusammenziehung jar ohne Schlvierigkeiien möglich, da^derBürger als ßdelmann" im Original ein scharfes Tendenzstuck ist, in rem außer dem Hauptmotiv einem au, den Umgang nit Lidligen versessenen reichen Bürger inmitten ferner verwandten, die ihn in jeder Weise rupfen eine wen

- aiisgcsponnene Reihe satirischer Beziehungen au, damals V .'elannte Personen, Gewohnheiten und Berhaltnl>,e enl-

4allen ist, die man heute taum noch verstehen wurde.

Bei seiner Bearbeitung hat Hofmannsthal nun die iieifien Stellen, die Musik verlangen, beibehalten. Richard Strauß hat zunächst zu lebcm Akt eine kleine O uv er tu re zcschrieben. Sodann hat er tue Austritte der verschiedenen Hauptpersonen niusikalisck illustriert. <50 wird der 25urger oourbain, der in allen Singen so gern den Edelmann nach- ibmt, durch eine großspurige Trompetensanfare angelun- I ttgt Auch andere Gelegenheiten, eine Reche hunger und I suchst charakteristischer Mujiknurnmern zu schreiben, hat I c-trauß sich nicht entgehen lassen. Es gibt, da em I AKenuett, das Fourdain mit ,einem ^anzmeister aus- I iiährt, und ebenso begleitet die Musik den Austritt des k 5 cchtrneisters und die Fechtsmnde, die ,ia) daran an|d)l.itBL 1 einem naiven Liedchen von einem ,hchtzcken und Lchatz- ch)cn" will Jourdain seine musikali,cnen Zähigkeiten 1 z länzen lassen; er gerät aber an einer «stehe völlig au-? D-tr Tonart. Wichtig sind noch ein L-chaferduett undj

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