Ausgabe 
5.8.1912 Erstes Blatt
 
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30. Mitlelrheinischer Krcisturnfcft.

m. Aschaffenburg- 4. August.

Die El Wilh. !

Briefkasten -er Be-aktion.

(riuonyme Anfragen bleiben unberücksichtigte

8. Ä. *5 Nach § 1577 deS bärgerl. Gesetzbuch- kaim der u nnn 6,cr geschiedenen Frau die Führung seines Namen- unter- aX2xx^ u?,,cr. der Voraussetzung, daß die Frau im Ehe- scheidung-urteil allein sür schuldig crflärt »oorden ift Sind

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und Geschäftsräume im Bereiche des 18. Armeekorps, den Hessischen Hof und die Landgräfliche Linie von Hessen.

" Evang. Arbeiterverein. Man schreibt unS: Die für den 10. und 11. l. MtS. vorgesehene Feier deZ 20. Stiftungsfestes scheint einen schönen Verlauf zu nehmen. Gelegentlich dcS am SamStag geplanten Fest- KommerfeS werden Mitglieder und Freunde deS Vereins durch musikalische Darbietungen unter Leitung von Musik- lehrer W. Gernhardt zur Verschönerung beitragen. Bei den, am Sonntag vormittag in der Stadtkirche unter Mitwirkung deS Geiii. Chors des Vereins slattsindenden FestgottcS- dienst wird Prof. O. Eck die Festpredigt halten. Tie Fest­rede bei dem nachmittags in SteinS Garten vorgesehenen Gartenfest hat Werknieister B ärrn-Frankfurt a. M. über­nommen. Die auS Anlaß des 20 jähr. Stiftungsfestes herauS- gegebene Festschrift gewinnt durch die Aufnahme einzelner Straßenzüge der von der Baugenosienschaft erbauten Häuschen wesentlich an Wert.

Landkreis Gießen.

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und ö Ztm. höher 1 Punkt mehr, Freiweitfprung 3,20 Meter bis 5,00 Meter (110 Punkte), Schncllauf (100 Meter -?n 1914 Sek.). Zöglinge, die 25 Punkte erreichen, erhalten einen Kranz.

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Kleine Tageschronik.

Ein Eisenbahnunfall in Ostpreußen.

Blumenthal (Lstpr), 4. Aug. Ter Zug Nr. 110 ist gestern infolge falscher Einfahrtgebung auf den Zug Nr. 8274 ausgefahren. Vier Reisende und der Loko- t m otiv führe r vom Zug Nr. 110 wurden leicht verletzt. Fünf Wagen sind entgleist, drei Wagen schwer beschädigt. Die Strecke war von 2 Uhr nachts wieder fahrbar. Die Reisenden vom Zug Nr. HO sind mit Sonderzug bis Insterburg bciorderk worden. Die verletzten Personen sanden die erste Hilfe im Arzt- wagen.

Klein-Linden, 4. Aug. Ter Kriegen)ercin ver­anstaltete heute auf seinem Schießstande ein Preis schießen, das sich einer regen Beteiligung seitens der Mitglieder erfreute. Folgende Schützen erhielten Preise: den 1. Preis, gestiftet von Mitglied Aug. Fey, Hch. Erb mit 34 Ringen, 2. K. Mootz-Gießen 33 R., 3. Phil. Jung 33 R., 4. Jul. Girnbel 32 R., 5. Fr. Pannecke 32 R., 6. Wilh. Erle 32 R., 7. Waller Müller 32 R., 8. L. Keil 32 R., 9. Karl Hock 32 R., 10. L. Euler 32 R., 11. K. Hinterlang 32 R., 12. Wilh. Klein 32 R., 13. Biehmann- Allendorf 30 R., 14. Hch. Magold 29 R., 15. L. Viehmann- 29 R., 16. Wilh. Schaum 29 R., 17. Phil. Weigel 29 R'., 18. Will). Jung 28, 19. Gz. Tönges 28 R., 20. Hch. Link 28 R.

die W. Erle stiftete, errang als bester Schütze

21u» Stadt und Land.

Gießen, 5. August 1912.

*2 In Audienz empfangen wurden am SamStag Vrchsirf-cvzog u. a. Professor Vogt von Gießen und Mcdizinalrat Or. Hein?^.cy von Lauterbach.

" Das Hof- uik\ Militär.Adreßbuch für Hessen und Hessen-Nassau (Rangliste deS 18. Armee. korpS) ist nach dem Stand } vom 1. Mai d. Js. neu er­schienen. Das Adreßbuch enthält sämtliche Offiziere, em. schließlich Reserve und Landwehr, sowie Beamte, Behörden

s Lollar, 5. August. Dienstag, 6. August, abends 8l/z Uhr, findet öffentliche Gemeinderatssitzunc mit folgender Tagesordnung statt: Negulierungsarbeiten des Bachbettes, 2. Ernennung von Schätzern und Stellvertretern bei den an Nauschbrand, Milzbrand und Schweinerotlauf' seuche gefallenen Tieren.

Kreis Alsfeld.

o Storndorf, 4. Aug. Seit einigen Jahren geht man hier mit dem Gedanken um, eine Wasserleitung zu errichten. Voriges Jahr legte die Großh. Kulturinspektion dem OrtSvorstand ein Projekt vor. Die Behörde beabsichtigte damals den Bau einer Wasserleitung für die Orte Storndorf und Vadenrod. Wegen der hohen Kosten kam jedoch der Plan nicht zur Ausführung. Inzwischen hat die Gemeinde Vadenrod eine Wasserleitung allein gebaut, die nur 20 000 Mk. kostet. Für Storndorf allein sollten die Bailkosten ungefähr 80000 Mark kosten. Ein solches Kapital gu verzinsen, war für die Gemeindemitglieder eine schwere Aufgabe und man mußte sich einstweilen vertrösten, da auch die Feldbereinigung dazwischen kam. Hauptsächlich handelt es sich um die Wasser­versorgung deS neuen Schulhaiises.

§ Mücke, 3. August. Heute nachmittag entgleiste auf hiesiger Station beim Rangieren eine Lokomotive nebst Tender, infolge Sperrung des Gclcises. Nachdem aus Gießen Arbeiter aus der Eisenbahn-Maschinenmerkstatt herbei- geholt waren, konnte die entgleiste Maschine nebst Tender wieder in das Geleise gehoben werden. Abends fuhr die Maschine nach Gießen. Es dürfte nur ein geringer Mattrial­schaden entstanden sein.

Kreis Friedberg.

L Friedberg, 4. August. Gestern moraen um 9Uhr wurde der Zeichenkursus für Lehrer im Seminar­gebäude hier geschlossen. Der Kursus währte 4 Wochen. Der Unterricht war sür die Teilnehmer unentgeltlich. Am Freitag abend vereinigten sich die 24 Lehrer, die den Kursus besuchten, mit dem Letter desselben, Seminarlehrer Tierolf, und sonstigen Freunden zu einem Abschiedskommerse im Saale der Reichskrone. Wenige Tage vorher besuchte Ober­schulrat Scheuermann den Unterricht und sprach sich sehr anerkennend aus.

Starkenburg und Rheinhessen.

mt. Bensheim, 4. Aug. Der Verband hessischer Verkehrs- Vereine hielt heute hier eine Satzung ab. Warf) der Begrüßung durch den Vorsitzenden Rechtsanwalt Stahl-Bad-Nauheim dank­ten für den verhinderten Provinzialdirektor Fey Dr. Pabst, für das Kreisamt Regierungsrat Löslein, für die Stadt Bensheim Beigeordn. S ch u h m a n n, für den Verkehrsverein Bensheim Geh Schulrat Dr. Geiger. Zunächst erstattete W a l l m a n n- Bad- Nauheim den Geschäftsbericht. Hauptaufgaben der letzten Zeit waren die Herausgabe der Hessennunrmer derJll. Ztg." sowie die Dioramenausstellung in Berlin und Bad-Nauheim. In der sich anschließenden Aussprache wurde besserer Anschluß des Verbandes an den Bund Deutscher Verkehrsvereine gefor­dert. Schatzmeister Stoll-Bad-Nauheim berichtete bann über bte Rechnung, nach der ein Ueberschuß von 276 Mark vorhanden ist. Eine Anregung deS Abg. Auler, der die Beitragsfrage anschnitt, gab Kommerzienrat Schma Hl-Mainz ein Bild über die dem Verband bevorstehenden Ausgaben, die eine Erhöhung der Beitrage rechtfertigen. Nach Ausführungen der Herren Stemmer, Auler, Stoll und Stahl wurde einstimmig beschlossen die Beiträge auf den Mindestsatz von 10 Ddark im Jahr zu erhöhen. Bei der Wahl des Vorortes für die nächsten zwei Jahre wurde einstimmig der Verkehrsausschuß sür Berg­straße, denen Vorsitzender Rentner Sieben in Auerbach ist, be­stimmt. Herr Sieben berichtete unter Anführung von Beispielen über die Vorteile von Kollektiv-Inseraten und sarid lebhafte Anerkennung. Bei der Hessen^kummer der Illustrierten Zeitung wurde ein Ueberschuß von etwa 1200 Mark erzielt Verschiedene RückvergütungSansprüche einzelner Kreise, Städte usw Wllen demnächst geregelt werden. Stemmer- Tarmstadt ver­kennt nicht den Wert der Hessen-Numimer, findet es aber sonderbar bau nutzer Mainz alle hessischen Orte, Städte und Verbände über ungenügende Berücksichtigung Beschwerde geführt haben. Es nnrb zum -Lchluß der Wunsch ausgedrückt, datz der volle Heber stbutz nn Interesse ähnlicher Ausgaben dem hessischen Verband überwiesen werde. In ausführlicher Weise berichtet dann Webel Mainz über den Bundestag der Verkehrsvereine in Kassel. Ferner wurde beschlossen, daraus hinzuarbeiten, daß die Tioramenaus- Heilung auch int Nächsten Jahre für Bad-Nauheim erhalten bleibt.

Kreis Wetzlar.

X Waldgirmes, 4. Aug. Tas Bergfest de§ Lahn-DtlnSberg-Turnerbundes, verbunden mit Turngang nach derdicken Eichel ist auf Sonntag, 22. September, festgesetzt. Der Abmarsch nach dem Festplatz »st auf 10 Uhr seslcesetzt. Als Hebungen sind bestimmt: stemmen (37,5 Kg. zweiarmig), Weithochsprung, Freiweit- iprung und Hürdenlaufen (100 Meter m 1813 Sekunden). Zugleich findet ein ZöglingSwetturnen mit folgenden Hebungen statt : -stemmen (25 Kg. zweiarmig), 15 Hebungen--- 10 Punkte, Weithochsprung, 1,50 Meter Sprungbrettenlsernung und 76 otm. überm Sprungbrett ----- 1 Punkt, je 10 Ztm. weiter

profeflor ü. Drews t.

Am 1. August ist in Halle /Professor v. PaulDrewS gestorben. Geboren am 8. Mai 1858 in Eibenstock in Sachsen, ist er der Wissenschaft und insonderheit seinem Fach, der praktischen Tlnologie, zu früh entrissen worden. Ein Schüler Albrecht Ritschls, war er, nach seinen Ilm» versitätsstudien in Leipzig und Göttingen, von 188394 Pfarrer in Burkau in der Lausitz und in Dresden. In dieser Zeit legte er den Grund zu der gelehrten Arbeit, die ihm 1891 den Rus als Extraordinarius nach Jena, 1901 als Ordinarius nach Gießen, 1908 nach Halle eintrug. Seine Veröffentlichungen galten zunächst der Reformations­zeit. Außer Monographien über den Humanisten Willi­bald Pirkheimer 1887, und den Jesuiten Petrus Canisius, 1892, aab er 1894 95 aus Münchener und Wolfenbütteler HandschriftenDisputationen Mar­tin Luthers aus den Jahren 153545" heraus. Ter Lutherforschung ist er bis zuletzt treu geblieben und hat namentlich mit einer SchriftEntsprach das Staats- kirchenturn dem Ideale Luthers?" 1908 lebhaft in den Streit um das Kirchen- und Gemeinde-Ideal Luthers eingegriffen. Seine nächsten Berufsaufgaben führten ihn zu eingehenden Studien auf fast allen Gebieten der prak­tischen Theologie. Bei der Veröffentlichung vonStu­dien zur Geschichte des Gottesdienstes und des gottesdienstlichen Lebens" 190210, fünf Teile, stand ihm als Ziel eine vollständige Geschichte des christlichen Gottesdienstes im Sinn. Zu diesem Abschluß ist er nicht gekommen, aber die erschienenen Teilarbeiten haben überall neue Probleme gestellt und ihrer Lösung zugeführt. Ganz besonders beschäftigte ihn die von Togmenhistorikern vernachlässigte Frage nach dem Einfluß, den Kultus und liturgiscl)e Formeln auf die Bil­dung und Entwicklung des Dogmas ausgeübt haben müssen. Gleichzeitig mit diesen gelehrten Arbeiten faßte Trcws als akademischer Lehrer eine Neugestaltung der praktischen Theologie überhaupt ins Auge. Programmatisch hat er sich darüber zuletzt in der SchriftTas Problem der praktischen Theologie. Zugleich ein Beitrag zur Reform des theologischen Studiums" 1910 geäußert. Es fani ihm darauf an, seine Spezialwissenschaft aus unfrucht­barem Systematisieren in eine lebendige Erfassung der kirchlichen Gegenwart überzuführen. Diesem Ziel sollte eine neue Disziplin dienen, der er den NamenKirchen­kunde" gab. Was er erstrebte, trat in einem großen Sammelwerk zutage, das unter seiner Leitung erschien und zu dem er selbst den ersten, vorbildlichen, Band lieferte: Evangelische Kirchen künde. Das kirchliche Leben der deutschen evangelischen Landes­kirchen. I. Die evangelisch-lutherische Lan­deskirche des Königreichs Sachsen" 1902. Die Erforschung dieses kirchlichen Lebens nach seinem Besiande, seinen Aeußerungen, seiner Herkunft, sah er als notwendige wissenschaftliche Aufgabe an, deren Lösung zugleich die Voraussetzung aller kirchlichen Wirksamkeit, zumal der pfarramtlichen, bebrütete. Ganz besonders betonte er dabei, allgemein-wissenschaftlichen Bemühungen der Zeit folgend, den Betrieb der religiösen Volkskunde, die ein möglichst genaues Bild der bunten Mannigfaltigkeit wirk­licher Frömmigkeit in dem vielgestaltigen Gemeindeleben der Gegenwart liefern sollte. Auf wie umfassende geschicht­liche Studien er dies Verständnis der Gegenwart begründen wollte, ließ sich aus seiner MonographieDer evan­gelische Geistliche in der deutschen Vergan­genheit" 1905 abnehmen. Aus mühsamster Quellen­forschung erwachsen, ging das Werk sorgsam allen Wand­lungen nach, die der deutsch-evang. Pfarrstand durchgemacht hatte, um mit dem Wunsch zu schließen, daß das 20. Jahr­hundert ihn um einen guten Schritt seinem Ziele näher bringen möge. Zeigt sich in all diesen Bestrebungen die enge Verbindung, in der für Drews Wissenschaft und Leben standen, so war cs selbstverständlich, daß sein reiches und tiefes Gemüt aller Not der Gegenwart in tfircfc und Volks­leben in regstem Mitfühlen und Sorgen aufgeschlossen war. Mehr Herz fürs Volk" forderte er 1891 in einer eindringenden Schrift, die eine Reihe Evangelisch-sozialer Zettfragen eröffnete. Gebunden wie Edelmetalle im toten Stein sah er die sittlichen Kräfte in unserem Volke liegen. Mehr Achtung vor diesem, war seine Mahnung, unb aus dieser Achtung allein, hoffte er, werde mehr Liebe erwachsen zur Heilung unserer sozialen Schäden. Freimütig geißelte er auf der Tagung des Evangelisch-sozialen Kongresses zu Hcnlbronn 1909 in einem Vortrag überDie Kirche und der Arbeiterstand" die Fehler der Starrheit und Rückständigkeit, die fid) die Kirche habe zu Sck)ulden kommen lassen. Aber er darfste nicht an ein schnellwirkendes All­heilmittel:Nichts mag man unserer Kirche so laut, so eindringlich ins Oyr, ins Gewissen rufen, als dies: Lerne verstehen! lerne die Menschen ringsher verstehen, die vor deiner Tür stehen." Er wußte, daß das eine langwierige Arbeit sei, die nur in zäher Geduld zum Ziele führen konnte Aber er wußte aucl) die Kraft zu nennen, die ihm zur Er­langung dieser Geduld unentbehrlich schien. Er l>at nicht nur über die Kirche geforscht und geredet, er hat, auch als akadenilsck>er Lehrer, unmittelbar in ihr gewirkt Er war einer der ausgezeichnetsten Prediger Kanzelredner würde fr ungern hören der Gegenwart. Drei Bände Predigten von ihm sind in den Jahren 1894, 1901, 1910 unter dem gemeinsamen TitelC h r i st u s u n s c r L e b e n" erschienen Darf man versuchen, einen durchgehenden Grundgedanken in all diesen Predigten mit mannigfaltigstem Inhalt auf­zuweisen, so kann es nur der eines immer-freudigen Gott- vertrauenS sein. Wie Paul Gerhardt sein bevorzugter Lieb- licng, so mar dessen Helle Christusfrömmigkeit Die aüldne Sonne voll Freud und Wonne" auch der reinste Spiegel seines charaktervollen Wesens. Tief im Grunde ein weiches Gemüt, das jeden fremden Schmerz doppelt schwer empsand und keinen, aurf) bittersten, von sich fern zu halten suchte, verfügte er denn oct,, ein Kind seiner sächsischen Heimat, über einen sonnigen Humor und ein helles Lachen Aber beides war in ihm eins: sein Glaube forderte mann­haftes Ueberwinden allen Leides, kraftvolle Freude in Gott Die ihn kannten, liebten ihn: sie werden seiner nimmer vergessen. S. E

Das bei dem Brückeneinsturz in Binz gerettete Frl. Aßmann aus TreSden, besten Mutter ertrunken ist, ist an >en Folgen bes Unfalls gestorben. Die Tamc hatte sich eine Lungen- unb Bauchfellentzündung zugezogen, auch war ihr Geist seit dem Unfall getrübt.

Tic Blättermcldung, daß die Leiche des in Tirol ver­unglückten Studenten Karl v Kirchbach, bes Sobne- bcs früheren Präsidenten der Generaldirektion der sächsischen Eisen­bahnen, gefunden unb der junge Mann burch einen Tiroler schützen erschossen worden sei, bestätigt sich nicht, die Leiche i- noch mcht gefunden worden. Die Nachforschungen nach dem Per- Mißten haben ergeben, daß er am 15. Juli in Pufels genächtigt bat, um den Puflatsch zu besteigen unb auf dieser Streck zu ben weiser Alpen zu kommen. Ta v. Kirchbach bort nicht cm- getroffen ist, kann er nur in den steilen Hängen des Berge- ver­unglückt sein.

lieber dem Zenttalkrater des Aetna zeigte sich eine schwere dunkle Rauchwolke, eine Erscheinung, die auf vulkanische Erup­tionen hinzudeuten scheiw.

Tas 30. Mittelrbeinischc Kreisturnsest wird z. 3t. abgebalten. Das Fest wurde am Samstag abend mit einer afabemifeben Feier einAeleitet, zu der sich über 3000 Teilnehmer in ber geräumig, n Festhalle eingefunben hatten. Neben den Turnern und Festgäü^^ hatten sich die Spitzen der städttschen, staatlichen und 9)hlitär» beworben eingefunben. Tie Feier mar umrahmt von ben Dar­bietungen der Kapelle bes hier garnüonicrcnben 2 Jägerbatail­lons. Tie vereinigten Gesangvereine Aschaffenburgs unter Scitung bes Musikbirektors Äunbigreber erfreute mit ber trefflichen Wieder­gabe des Siegcsgesanges des GriechenSalamis" von Kremser, die bei J)er Femeilnchmerfchaft einen nachhaltigen Eindruck hinter» ließ. Die übrigen Darbietungen bestanden in turnerischen Aus. führungen.

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Begrüßungsansprachen eröffnete der Vorsitzende des Aschaffenburger Turnvereins, Rothenbach. Bürgermeister Hofrat Tr. Matt überbrachte ben Willkommengruß ber Bevölkerung. Sein Hut Heil galt dem Kaiser, dem Prinzregenten und dem Grotzhcrzog von Hessen. Festtumwart Engelhard begrüßte die Festteilnehmerschatt namens des Main- Spcn'art-Gaues, ber Aschasienburger Turnerichaft unb mibmett bem Mittelrheinkreis eine Tischstanbatte. Kreisvertrcter Schmuck- Tarmstabt, bem auch die Leitung bes Kreisscstcs übertragen würbe, sprach über bie Bebeutung bes Turnens im Interesse der Volkserziehung und Volkscrhaltung ber gesamten Nation und brachte auf das Vaterlanb ein Gut Heil aus. Bürgermeister An­dri a n o - Kreuznach überbrachte bie Grüße der Stadt Kreuznach, in dessen Mauern vor zwei Jahren bas Kreisfest abgehallcn mürbe.

Der Festsonntag brachte eine außerordentlich starke Teil- nehmerschasi, bte am «Bahnhof abgeholt und unter Musikbegleitung nach den Stanbyuartieren geleitet wurde.

In ber Hauptsache staub der Tag int Zeichen der turnerischen Wettkämpfe. An bem Einzelwetturnen beteiligten sich über 1000 Turner unb bie allgemeinen Freiübungen wurden von 4000 Turnern aufgeführt. An dem Musterriegenturnen be­teiligten sich 200 Vereine mit ca. 3000 Turnern, die bereit- am Morgen ihren Anfang nahmen, anschließend folgten bas Wett- turnen in volkstümlichen Hebungen für ben Zwöll- unb Sechskamvf, sowie bie Turnspiele. Den Glanzpunkt bei gestrigen Tages bilbcte ber Festzug, der sich nachmittags durch bie reichgeschmückten Straßen ber Stadt bewegte. Der Zug wurde durch eine große Anzahl Länstlerisch auSgestattetcr Festwagen ver­schönt. Nach bem Festzug vereinigten sich etwa 4000 Turner unter Leitung bes Krcisturnwarts V o l z e - Frankfutt a. M. zu ben gemeinsamen Freiübungen, bie ein getreues Bilb boten, was in turnerischer Gemeinarbeit geleistet werben kann. Die übrigen turnerischen Darbietungen bestanden in der Fortsetzung des Wctl- turncns.

Im Mustcrriegenturncn erhielten eine erste AuS- Zeichnung mit sehr gut bie Vereine: Turnverein Vilbel (13 Teilnehmer«, Turnverein Gießen (13), Turnverein Butzbach (9), Turnverein Wetzlar (9) unb Turnverein Marburg (7).

Eine zweite Auszeichnung erhielten: Turnverein Bü­bingen (16) unb Turngesellschaft Büdingen (12).

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Universitäts-Nachrichten.

Aus Breslau. Ernannt wurde bet a. o. Professor Tr. med. Alois Alzheimer in München zum orbeittlichen Prozessor unb Tirektor ber psychiatrischen unb Nervenklinik an der Universität Breslau als Narfyolger von Prof. Bonhocffn. Er tritt fein neues Lehramt -um 15. August d. I. an.

Vom Verbaub ber Vereine studierender Frauen Deutschlands wirb uns mitgetcilt: Am 9. unb 10. August finbet in Weimar (Hotel Kaiserin Augusta) bie vierte Tagung bes Verbanbes ber Vereine ftubierenber Frauen Teutsch- lanbs statt. Nach dem in Nr. 8 derStudentin^veröffentlichten Programm, das auf Wunsch durch die Schriftführerin zugeschickt wird (stud. med. Martha Ochwat, Charlottenburg 4, Mommsen- ttaße 46), wird u. a. verhandelt über die Ausgestaltung dec VerbanbszeitschriftDie Stttdenlin" zu einer akademischen Frauen­zeitschrift: über eine Petition um Gleichberechtigung von Männern unb Frauen in bezug auf bie akabemische Laufbahn; über ben sog. vierten Weg (Seminar als Vorbereitungsanstalt zum Universität-- tubium); über bie Aufgaben ber Stubentinnentxrrinc. Die übrigen Themata betreffen zumeist die innere Organisation be- Verbanbes unb ber Verbandsvereine. Die Sitzungen sind öffent­lich bis auf die Wahlen und andere Personalbesprechungen. Tie Tagung beginnt am (Frettag um 8 Uhr._________

vermischter.

kf. DaS Taschentucharmband ist die neueste Er­rungenschaft der Mobe. Welche Wanbcrungeu hat das Taschen­tuch nicht in den letzten Jahren antreten müssen, bis es zuletzt in einer kleinen ausgesetzten Seitentasche ein Ruheplätzchen sand! Tas neue Taschentucharmband unterscheidet sich von einem gc- wöhnlichcn Armband nur dadurch, daß es eine zierliche Klammer besitzt, die das Taschentuch festhält. Tas Ganze macht einen ehr netten Eindruck.

* Darum also.Deine Tochter ist wohl int Städtischen Psandhause angestellt? Ick, sehe sie fast alle Tage bort hm- gehen."Ach wo: aber ber Vorsteher hat ihr erlaubt, alle Tage eine Stunde auf unserem Klavier zu üben."

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