Ausgabe 
30.4.1912 Erstes Blatt
 
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Tie Ankunft btr^ »inbon, 29. April. S ivurde gestern nach ih ea ber Whit-Ltar-Line i pÄtit ZederVeckehi , Ktrt Es waren Anita -jungen, wo die Wart . »hergerichtel worden wc '(deute protestiert ffibit zwangsweise 32t des Landelsamts er

Aus Stadt und Land.

^ieüen, SO. April 1912.

M Der Taschenfa hrplan deS Lietzener An. zeigerS wird heute dec Sladtauflage de» Blattes beigesügt, während er der Landauflaqe m den nächsten Togen dcigelegt wird. DaS handliche Fahrplanheft hat abermals einige Ver­besserungen erfahren. Vor allem enthält eS jetzt neu ein UeberfichtSkärlchen, das das Suchen einer bestimmten Strecke sehr erleichtert, da die OrdnungSnummern deS Fahrplane» nut den auf der Barte verzeichneten Streckennummern über- einslimmen. Außerdem sind die einzelnen Bahnilrecken in einer bestimmten Reihenfolge angegeben, wodurch ebenfalls das Autsuchen der einzelnen Strecken erleichtert wird. Ter Fahrplan beginnt mit den Bahnen DarmstadtLietzen und geht dann, auf der Barte gesehen, nach links hin, bis er m den nassauischen Bahnen den SUei8 fchließt.

"DieevangelischeLandeSsynode tritt, der Tannst. Ztg. nach, am Dienstag, 2. Juli, wieder zusammen. Tie Ber- Handlungen werden voraussichtlich acht bis zehn Tage in Anspruch nehmen.

** Das chemische Untersuchungsamt für Ober- Hessen ändert von morgen an seine Tienstsrunden (S. Anzeige^.

* Delonomierat Schlenke f- In Schlitz, wo er auf einer Reise weilte, i|t am Sonntag nau^nnttaa Oekonomierat Schiente unerwartet, infolge eines .-Herz­schlages, 65 Jahre alt, gestorben Die Nachricht von dem Ableben des namenhtd) in lanowirtfchafliichcn tfretien bekannten und hochgefcho^ten Mannes wivv auch hier m Ließen, wo Herr Schlenke in der Vollkraft seines Ledens tätig war, aitfeinges schznerzliche» Bedauern Hervorrufen,

zu Wir [ Posten Herrei s Posten Damen i Posten Kinder-

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97 April- 'LV. ^'^Mboldige-

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Tttrche und Schule.

Der preußische Kultusminister und die Klnematographeotheater.

Ein Erlaß des preußischen Kultusmini,ters weist aus die gesundheitliche, sittliche und ästhetische Gefahr des Kinematographentheaters für die Schul­jugend, Seminaristen- und Präparanden-Zöglinge hin und bezeichnet als G e g e n m a ß r e g e l die Beschränkung, der nach der Schulordnung der Besuch von Theatern und Konzerten usw. unterliegt, auf die Kinematograpbentheater auszudehnen. Ferner sollen die Eltern wiederholt durch die Schule auf die drohenden Gefahren aufmerksam ge­macht werden. Der Besuch von kinematographischen Vor­stellungen, die der Belehrung und der Schulabsicht nicht widersprechender Unterhaltung dienen, sei zu gestatten.

Deutsche Kolonien.

Berlin, 29. April. In der Aussichtsratssitzung der Deut­schen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika legte ber Vorstand den mit dem Reichskolonialantt gemeinsam aufge­stellten Entwurf zur Vereinbarung zwischen dem Reichskolonialamt und der Deutschen Kolonialgesellschast über die Abänderung der Tiamantcnabgaben vor. Der Aufsichtsrat beschloß, die Vereinbarung in der zum 15. Mai einzuberufenden Hauptversamm­lung der Gesellschafter zur Verhandlung und Beschlußfassung zu stellen und zu befürworten. Ter Vereinbarung liegt die durch die Verhandlungen des Budgetausschusses bekannt gewordene Denk­schrift des Reichskolonialamtes über die Tiamantensteuer zugrunde.

Kreis Alsfeld.

O Windbausen, 28. April. Am Sonntag fand die Hauptversammlung des L a n d w i r t s ch. Konsumver- eins statt. Die Mi.gliedschait des hiesigen Konsumvereins erstreckt sich auf die Dör,er Windhausen, Ober- und Unter­breidenbach, Strebendorf und Meiches. Fast aLe Mitg.ieder hatten sich aus der Umgegend versammelt. Der Direktor gab den (Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Dann las ver Rechner die Jahresrechnung 1911 vor. Hiernach hatte der Verein einen Reingewinn zu verzeichnen, so daß den Mitgliedern eine Dividende von 10 Proz. bewilligt wurde.

Kreis Schotten.

-r. U l r i ch st e i n, 27. April. Heute fand hier die Gesellenprüfung statt. Es unterzogen sich der Prü­fung drei Maurer, ein Schmied, ein Buchbinder, ein Schuster und ein Metzger. Wenn man eben hier durch die Felder geht, sieht man eine Menge junger Hasen, die schon beinahe so groß sind wie alte. Der erste Satz scheint sehr gut geraten zu sein.

Kreis Friedberg.

x Bad-Nauheim, 29. April. Während der nun­mehr schon dreiwöchigen Anw.esenheitder Kaiserin hatte der gestrige wunderschöne Frühlingssonntag den stärk­sten Besuch von außerhalb aufzuweisen, der eine Höhe erreichte, wie man sie hier nur in der Hochsaison gewohnt ist. Wohl die meisten Besucher waren in der Hoffnung erschienen, die Kaiserin zu sehen, deren Anwesenheit eine starke Anziehungskraft auf auswärtige Besucher aus­übt, zumal man hört, daß diese fast durchweg auf ihre Rechnung kommen. In besonderem Maße geschah dies gestern. Wer am Morgen schon anwesend war, der hatte fchon einmal den Genug voraus, das Zeppelin-Luft- schiffViktoria £uife" zu sehen, das gestern vor­mittag dreimal unsere Stadt be,uchte. Das erstemal kam es schon so früh, daß sich mancher Sonntagsschläfer durch das tosende Geräusch der surrenden Propeller aus dem Schlafe nutzte wecken lassen. Nachdem es nach Frank­furt zurückgekehrt war, kam es gegen 11 Uhr schon wieder an und nahm seinen Weg weiter bis Nieder-Weisel und Butzbach, um bann auf dem Rückwege die Badestadt und die Kaiserin nochmals zu begrüsten. Das waren für den Fremden die Ueberrasa-ungen des Morgens. Am Nach- mittag spielte sich das übliche Kurleben auf der Terrasse und am Teich ab, wo Hunderte von Menschen das Kvnzert und den schönen Frühlrngstag genossen. Noch größer aber war die Mensck-encmsammiung in der TerrassenUraße. Tort warteten Hunderte wieder wie an den vorhergehenden Sonntagen geduldig und ohne der Polizei die Arbeit zu erschweren, auf die Kaiserin. In Begleitung der Hofdame Gräfin Keller erschien die Kafterin vor dem Sanatorium Grödel und ging zu Fuß durch den Park nach dem großen Teich, mitten durch das Publikum, das freudig grüßte. Ter Spaziergang, auf dem die Kaiserin sich u. a. auch mit einigen Bauersmädchen in hessischer Tracht unterhielt« dauerte fast eine Stunde.

L. Wölfersyecm, 29. April. In verflossener Woche hat man mit den Grundarbeiten zum neuen Elektri- zitäts werk begonnen.

Stancituurg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 29. April. Seck drei Wochen ist der bei dent Verband der Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Hessen angestellte Verbandsrevisor Aug. B r a n e r von hier verschwun­den. B. ist jetzt von dem Verband wegen gröblicherPslicht- Verletzung seine- Dienstes entsetzt worden.

WormS, 29. April. Ein S v i o n a g e s a ll. in welchen ein Reisender, der längere Zeck in einem hiesigen Hotel weilte und seit gestern vormittag verschwunden ist, und ein Sol­dat der 5. Kompagnie des hiesigen InfameriecegimcntS Nr. litt verwickelt finb, kam geitern zur Kenntnis der Behörde. Nach der Frks. Ztg. haben in dteser Sache bereit- zahlreiche Vernehmungen stattgejunden.

HcffeN'Nassau.

X Rodheim a. o. Joteoer, 29. April. Einem viel­seitigen Wun,che entsprechend konnte in der abgelaufenen Woche Streulaub aus dem GemeindewOtb abge­geben werden. Das trockene Jahr 1911, in dem alle Heu- und Strohvorräte au,gezehrt wurden, drangt unsere Landwirte zur größten Sparjamteit. Falls ntcht bald der erwünschte Regen eintritt, wird das Grunfutter fehlen.

to. Hatters heim, 29. April. In dem heute nach- mcktag 1.46 Uhr von der Stattou Sindlingen-Zetishemi ob- fahrenden Zuge befand sich eine Fannlte von Höchst a. M., em Ehepaar mit vier Kindern, die von Höchst a. M, noch Raunheim übersiedelte und big Station Flörsheim in der 4. Wagenllajje fuhr. Wahrend der Fahrt zwtjchen den

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Arbeiterbewegung.

Lohnbewegung der Rhernschisfer.

Duisbura-Ruhrort, 29. April. Die Rhein- schiff er, welche Lohnerhöhungen und Regelung ber Heber», Nacht- und Sonntagsarbeit fordern, sind gestern nachmittag bei denjenigen Firmen, die die Forderungen nicht anerkannt haben, in den Ausstand getreten. In Mitleidenschaft gezogen sind neun oberrheinische und 39 niederrheinische Firmen. Zwischen Ruhrort und Mannheim liegt eine große Anzahl Schleppkähne still. Ein Teil der Lohnforderungen ist vorher bewilligt worden.

gutbesuchte Vorturner stunde abgebalten. Im Engelhard- sch en Saale turnten unter Leitung des Bundcsrurmvartes Schmidt- Launsbach insgesamt 105 Turner aus den 22 Bundesvereinen. Sonntag, 9. Juni, findet in Ackendorf a. d. Lda. die Bundes- t u r n f a h r t statt, es wird dabei geturnt: Stabhocb, Freiweit. Klimmen und Steinswßen. Dem Turnverein Wieseck wurde in Verbindung mit seiner Jubelfeier das Bundesturnfest übertragen.

-rn. Hungen, 28. April. Gestern abend hielt der Bauleiter der elektrischen Ueberland-Zentrale Oberhessen, Oberingenieur von Stadler im Saale derTraube" einen Vortrag über die Verwendung der Elektrizität im Han s und in der Landwirtschaft. Er führte aus, daß man von der früher geplanten Errichtung einer Zentrale in Lißberg deshalb wieder Abstand genommen habe, weil dieses Projekt wenig wtrtschaflliche Vortecke auswies und nur ein geringer Teil von Oberbessen mit elektrischer Energie hätte versorgt werden können. Man habe jetzt die Erbauung einer ZeMrale auf der Grube Ludwigs Hoffnung in Wölfersheim beschlossen, von der aus mck einer Lvannlrair von 20 000 Volt fast ganz Oberhessen mck elektrischem Lichr und Kraft versehen werden können. Ja anschaulicher Weise hob er die Vortelle der Elektrizität aegenüver allen anderen Belcuch tungsarten hervor und betonte, daß die oft behauptete Blitzgesahr durch die angebrachten Erdleitungsdrähte nicht nur gänzlich au$» geschlossen sei, sondern daß sie sogar noch einen Schutz gegen Blitz­schläge bedeuteten. Die Kosten für eine Brennstunde betragen bei 16fetjiger Lichtstärke 0,8 Pfg., bei 25kerziger Lichtstärke 1,02 Pfg., für einen Haushalt, in dem im Durchschnitt täglich 2/> Stunden Licht benötigt wird, also 912 Belcuchtungsstunoen für das gamc Jahr angenommen werden, stellten sich die Kosten auf etwa 11 Ml. In einem Gasthaus, wo mck einer täglichen Brenndauer von o Stunden gerechnet werden mutz, also 1825 Stunden im Jahr, würden die Kosten 21,90 Mk. betragen. Elektrische Lampen sind schon für 22,50 Mk. erhältlich. Der Vortragende sprach dann noch über die elektrische Kraft und erörterte die wesentlichen Vortecke

da die markante Persönlichkeit Schlenkcs wohl politische Gegner, aber kaum persönliche Feinde hatte. Herr Schlenke war in Hofgeismar geboren: er machte 18701871^ als Reserveoffizier im Infanterie-Regiment Nr. 87 den Feld­zug gegen Frankreich mit und wurde bei Wörth schwer verwundet Er erhielt für feine damals bewiesene Tapfer­keit das Eiserne Kreuz und gehörte dem Heere noch lange Jahre an, zuletzt als Hauptmann der Landwehr. Baid nach dem Feldzug siedelte sich Herr Schlenke hier an. Er bewirtschaftete den Hardthof und beschäftigte sich viel mit landwirtschaftlichen Berufs- und Organifationssragen. Das Vertrauen der oberhcsfischen Landwirte führte ihn bald an die Spitze des landw. Provinzialvereins und auch nach Aufgabe seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit blieb er Präsident des Vereins, der noch jetzt neben der Lanb- wirtschaftskammer seine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Als wirkungsvoller Vertreter der landwir.schaft.ichen Interessen spielte er auch politisch eine Rolle. Er gehörte der national­liberalen Partei an unb lanbibierte für sie 1890 in unserem Wahlkreis zum Reichstag, blieb aber um runb 200 Stim­men hinter Otto Böckel zurück, ber bamals mit Dr. Gut- sleisch in bie Stichwahl kam. Eine längere Reihe von Jahren war Herr Schlenke auch stellv. Prooinzialausschuß- mitglieb, bis er 1903 nach Friedberg verzog. Dort war er Direktor der landw. Hauptgenosseufchast für Oberhessen, schieb aber freiwillig aus bieder Stellung. In ben letzten Jahren war Herr Sckft. Inspektor ber Norbbeutschen Alig. Hagelversicherung. Der Berswrbene war vielfach auch journalistisch unb schift,tftellerisch tätig. Der Gießener An­zeiger verbankt feiner geroanbten Fcder eine lange Reche wertvoller Beiträge lanom. unb auu.) allgemeinen Inhalts, bie sich burch ihre gefällige originelle Schreibweise unb ihren nicht geringen inneren Gehalt auszeichneten. Das Anbenken bes Verstorbenen wirb bei uns wie bei allen, bie ihn kannten, in Ehren bleiben.

** Jubiläumsgauturnse st Gießen 1912. In ber Turnhalle bes Turnvereins Gießen fanb am Sonn­tag unter Leitung ber beiden Gauturnwarte Will- Gießen unb Günther-Marburg bie Frühjahrsgauvor­turner st unbe statt. Hierzu waren ber Gau- unb Turn- ausschuß sowie 120 VereinSturnwarte erschienen. Gau- turntoart Will gebuchte in ehrenben Worten bes verstor­benen Turners W. Ruhl-Bieoenkopf. Gauvertreter Helm nahm bann bas Wort unb wies auf bas in biefem Jahre )tatt|inbenbe Jubelfest aus Anlaß bes 50jährigen Bestehens bes Gaues Hessen hin, unb ermahnte bie Turner, wohlvor­bereitet zu bem Feste zu erscheinen, bamit gezeigt wirb, was ber Gau Hessen ist unb was er leisten kann. Sobann erfolgte ber Aufmarsch zu ben allgemeinen Freiübungen, bie Freiübungen selbst, sodann das Geräteturnen am Reck, Barren und Pferb, wobei bie aus ben Gauvereinen vor­her bestimmten Leiter bie von ihnen entwickelten klebungs- gruppen vorsührten. Der Gauspielwart Fischer-Mar- vurg gab bann bie nötigen Erklärungen über bie im Gau unb in ben Bezirten au^zuführenoen Spiele. Barlaus unb Fußball würben praktisch vorgeführt. Nachbem noch bie Freiübungen für bas Kreisseft geturnt bezw. besprochen waren, biioete ein Keulenschwingen, geleitet von Gauturn- roart Will, den Schluß der interessanten Uebungsstunde. Im Anschluß hieran fand im Casö Ebel ber Gauvvrturner- tag statt, in ber ber burchgeturnte klebungsstofs besprochen unb bie Bestimmungen über bas Jubiläums turnen bekannt gegeben würben.

" D e r H a j s i a» B ez i r k S t a g des Bezirks Gießen fand am Sonntag im Fehenkeiier uait. Von den 39 Beziiks- vereinen fehlt» oer Verein Gaivenleich ohne Entichuidigting. Der Bezirksvorsteher Daav» Dollar criiatteie den Fahresvericht für 19.1; darnach zählt der Bezirk 3030 llhtflheDer. Das Vermögen der Vereine belauit sich eiiifchlieulich Jnvenlarwerl aui rund 43 000 Akt. Unterstützungen zahlten die Vere.ne vis 1911 = öS 000 Akk^ davon lull lull Akt. Ter ^Heftische fiameraD* iüivD m 4ö8 Stücken gelesen. Von der Hafna erhielten die Vereine DeS Bezirks ti7o Mk. Als Vertreter lüv den Hasuatag zu Nieder- Chn wnroen gewählt die Bezirtsvorsteher Taav-Lollur und tieuii- Großeii-tlinüen, zu Steckvertreiern Brnchhätifer-Gteßen und EnderS- Reivkirchen. Lem Antrag des Präsidiums zur Lchiedsgerichts- ordnnng wird zngestimmt. 4. er Antrag Nidda Unfälle, Haft­pflicht und .Zürich' findet keine Unterstützung, da er eine gioue Belüftung für die Hafsia vilden wnrüe. Tie jetzigen Znftande mit der paftpflicht werben bedauert- Ter Eintrag Raitel wegen der Beiträge der Toppelinitglteder wird verneint, der dem Antrag Worms über das Sammeliveseii erhält der Vertreter freie Hand. Bei Befvrechung des Punktes .Ersatzivahl des Vorstandes- wird beschlossen, dalnn zu wirken, da» der Bezirk toienen als der viert- srärkste der Ha>sia fünitia tm Präsidium vertreten ist, als jtandioat wird einstimmig Staatsanwalt Trinnpert-oneuen vorgeschlagen. Sehr iiiteresjant ivar der Vortrag des zweiten Vezirksvorstehers U e u n - Groden-Linden über , 3 e t e r o » e u i ü r f o r g e*. Er ivies die ungleiche Behandlung der Veteraneii in Preußen und Heilen nach und zeigte, daß z. B. tut Kreise Wetzlar die Veteranen viel leichter die Veteranenbeihilfe erhalten. Akehrere Redner sprachen dem Abg. Leun ihren Tank aus; er wurde beauittagt, auf dem pasftotog die Veteraneniursorge zu vertreten. Ter Punkt jugenö- pflege rie< eine rege Aussprache hervor, nachdem der Bezirks- Vorsteher eingehend auf die Wichtigkeit der Jungdeutschlandbeivegung animertsam gemacht, znr Untentiitznng und zum Beitritt qu<- gefordert baue. Auf Antrag des Staalsanioaltes Trümpert iviiröcn unter allseitiger Zustimmung 20 Mk. tür die Jungdeutsch- lonDbeivcgnng zur Veriügm»g geneckt. Tie Kriegsermnerungeu von 1860 und 18<0/71 sollen aus Briefen in jedem Orte gesammelt und dem Bezirksvorsteher 'klbschri'len ^ibersandr werden Tas Präsidium ivird sie sichten und spater verössentlicheit. Tie Ueberreichung von Ehrentaielii an Tort und Alöbus-iÄteven, Sommerlaü-Beuern uno ftudil-vollar ersolgte durch deit Vorfttzende>i. Sie haben 2j Fahre lang in den Vorhanden ihrer Vereine igeivtrkt. Tas Be-irk-leit zu Allendon a. d. Lahn und die ßahnemvelhe zu Allertshausen ivurden znm Bestich empfohlen. Zu Punkt Regimentssubiläufu der I 1 b e r wurden tüt die einzelnen One Cbinannec beitunmi, öle Listen der Beteiligten Qufiiellen sollen, --.taotsamvalt Lrümveti dankt dem Vorsteuer für seine Arbeit und bringt ein Hoch am den Bezirk aus. Ter Vorsteher schlievt die mit einem Kaiserhoch be­gonnene Tagnng nut einem Hoch auf den Vanoeeijerrn.

** Der Branbschaben beim Branb bes Winb- Hoss ist aus 62000 'Mark festgesetzt. Der Jrnrnobilar- fchaben ist mit 7300 Mk. avgesa^rht. 'Der Branb hat, wie lestgestellt würbe, so schneu bie riesige Aus Dehnung ge­nommen, weil bas Balkenwerk bes Daches mit Brettern oer>cya.t war uno ber baburaj gebiibete Zwischenraum zum Verbreiten bes Branbes sehr geeignet war.

* Warnung sür Lanowtrte. Wieder haben Dienstleute von Stammheim bie Maul- u. Klauen- j eucge in einigen Falten nach bem Kreise Bieben- lops verschleppt. Man tann bie Lanbwirte nicht ge­nug warnen, bei Annahme von Dienstpersonal borjicgtig iu fein. Tie strengten Vorschriften oer Behörden nutzen nichts, um die Vicgvestänbe vor btzr Seuche zu schützen, wenn der einzelne Vieho^sitzer ihrer Vecbrellang Vor,chuv lerftet. Man aegte streng oarau., bag oas Dtenftper,onal nugt aus verseuchten iJtien ang.nommen wirb unb man verniete bem eigenen Personal ftrengiiens, verseuchte toe- hvfte auch nur zu betreten.

LanotreiS Gießen.

- .. 2 ^nne 10b, 29. April. Für die 2'imtcercuie pes Lahn- wunsberg-r.urnerbunbes vurbc gesterv Dormmaa euu;

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gesetzlichen Hälfte auf rund ein Viertel "bebingt lein würde.

3. Ter vorgeschlagenc Bauplan ist unzureichend, seine Wirkung kommt zu spät zur Geltung. _ r l

4. Tie Vorlage berücksichtigt überhaupt mcht btc seck Jahren bekannte, unbestreitbare N o t an Panzerkreuzern.

.5 Darum tritt der Deutsche Flottenverein dafür em, dag un­beschadet der übrigen Bestimmungen der Vorlage

a) an den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen über die Jn- diensthaltuna uno Besetzung der Reserveflotte nicht gerührt, viel­mehr deren Ausführung beschleunigt wird; .

b) schon jetzt zu dem vom Jahre 1918 an gesetzlich gültig werdenden Dreischijfstempo übergangen wird und m den Jahren, tn welchen nur ein Linienschiff gebaut wird, zwei Panzerkreuzer vorgesehen werden.

Deutsches Reich.

Ter Staat ssekretärdesJnnern berichtigte am Mon­tag den auf der Vulkanwerft in Bau befindlichen ^Imperator"' und begab sich dann an Bord derAmerika" und informierte,sich über die Unterbringung, ber Rettungsboote und über das sonstige Rettungswesen.

Dem Reichstag ging ein Gesetzentwurf betreffend den Zusammenstoß von Schissen und Bergung und Hilfeleistung in Seenot zu. _

Ter Termin für die Reichstagsstichwahl in Barel- Jever ist auf den 9. Mai festgesetzt worden.

DieSchlesische Vollszeiiung" crtlart, daß ihr nichts be­kannt sei von der Absickft des Zentrums, im Budgetausschuß des Reichstages einen Antrag, daß jedes Duellvergehen mck schlichtem Abschied zu besttafen sei, einzubringen.

Ter Vorstand des Verbandes ber sozialdemokra­tischen W ahlv ereine Groß-Berlins empfiehlt für die Maifeierversammlungen eine Entschließung, in der in erster Linie die gesetzliche Einführung des Achtstundentages ge­fordert und in zweiter gegen die Rüstungen zu Wasser und zu Lande und in der Luft protestiert wird.

Nach mehrfacher Vertagung wurde am Montaa nachmittag das Urteil gefällt, in dem Prozeß, den die Witwe des Arbeiters Herrmann gegen ben preußischen Fis­kus auf Zahlung einer Wochenrente von 30 Mark angestrengt hatte, weil ihr Mann bei den Arbeiterkrawallen in Moabit getötet wurde. Begründet waren ihre Ansprüche damit, daß der Tod Herrmanns durch Mißbrauch der Waffe feilens ber Schutzleute herbeigeführt worden sei. Tas Gericht erkannte dem Grunde nach einen Anspruch auf Entschädigung an. In einem späteren Verfahren wird es sich darüber entscheiden, wie hoch diese Ansprüche sind und ob der Witwe eine einmalige Entschädigung oder eine Wochen­rente zuzubllligen ist.

Ausland.

Aus Wien wird acmcloet: Bei den Gemeinderats­wahlen des zweiten Wahlkörpers, wobei 4 8 Mandate z u vergeben waren, wurden 32 Christlich-Soziale und zweiDeutsch- fteihecklichc gewählt. 14 Stichwahlen sind erforderlich, woran neun Christlich-Soziale gegen neun Teutschfreihfttliche, drei Christ­lich-Soziale gegen drei Deutschnationale und zwei Christlich-Soziale gegen zwei selbständig Christlich-Soziale beteiligt sind. Bisher waren sämtliche 48 Mandate im Besitze der Christlich-Sozialen.

eines Elektromotors gegenüber einem Benzin- oder Petroleum motor. Als Beweis hierfür erwähnte er, daß -. B. in Berlin etwa 6500 Gasmotore, dagegen 32 000 Elektromotore in Betrieb sind. Trotzdem ein Elektromotor sauberer in ber Hanbhabung und sicherer tm Betrieb sei, stelle er sich boch nicht teurer als andere Motarc. Ein einpserdiger Elektromotor loste einschließlich Montierung 150 bis 180 Mk., ein dreipferdiger 250400 Mk. Der Redner er, wähnte, daß das Unternehmen der Provinz rem gemeinnützig sei, da in den ersten zehn Jahren mck bedeutendem Verlust gerechnet werden müsse. Dieser Verlust würde aus ben Ueberschüiien dc.- Jnheibener Wasserwerks gebedt werben. Er empfahl noch, sich von vornherein für bie Anschaffung von elektrischem Licht und elektrischer Kraft zu entschließen, da ein Sache verteuern würde.