70 730.00
Armenkasse
[) bie von jebem srultgenonen zu lentenoe allgemeinen Interesse zu wünschenden Bernicktunci rs i Winter därnons. Wer ober dieser religiösen
SCOTTS Emulsion
bilbung.
Hessen-Nassau.
Dtileh»*
ursprünglich gelautet haben:
„Steiett, steiert (steuert) dm (dem) Hohl zu: Bann (wann) dr (ihr) net steiert dm Hal zu.
Dreckt'r (drückt er) dm Baouer die Kahl yi "
Zinn, Pfarrer zu HerbßaE
Aus Stadt und Land.
Dieüen, 29. Februar 1912.
Aus dem städtischen Voranschlag, m.
Da in diesem Jahre wieder ba-5 Jugcndsest stattfindet, ist für öffentliche Feierlichtciten der vorjährige Ausgabeanfatz von 1000 Mk. aus 2500 Mk. erhöht worden. Die für gemeinnützige Zwecke vorgesehene Ausgabe
Set bul« IM® bd SV*»'
enthält in vollkommen leicht verdaulicher, wohlschmeckender Form die zur Festigung eines zarten Knochenbaues und zur Zahnbildung nötigen Aufbaustosfe. Dies erklärt die ausgedehnte Anwendung von Scottö Emulsion seitens der Herren Ärzte in der Kinderpraxis, wenn eilte dauernde Kräftigung des Knochenbaues herbeigeführt werden soll.
Der Beamte hat die Pflicht, die Gesetze streng au-zulegen tiach dem Buchstaben und nach dem Geist. Tas NeichSvereinS. neseh aber ist teilweise ausgelegt worden in einer Weise, die mit dem Geiste und Buchstaben deö Gesetzes nicht vereinbar ist. (Sebr richtig! links.) Diese falsche Auslegung (Zuruf bei den Soz. ist die Regel. Heiterkeit.) hat viel Mißmut in den Massen er. zeugt, ohne politische Erfolge herbeizuführen. (Zuruf bei den Eoz. politische Mißerfolge.) Zur Mißstimmung hat auch die Steuerpolitik unzweifelhaft beigetragen. Ich meine nicht die einzelnen Steuern, die zu unrecht herabgesetzt wurden, sondern die Tatsache, daß man in den letzten Jahrzehnten zu häufig mit neuen Steuerforderungen an das Volk herangetrcten ist. (Leb- hafte Zustimmung links.) Kür einen gewissenlosen Agitator gibt cs kein dankbareres Feld, als immer wieder auf die neuen Steuern hinzuweisen. Wir werden deshalb bei der Prüfung des Etats die äußerste Sparsamkeit walten lassen nnt) vor allem trachten müssen, die notwendigen Forderungen für btt Ergänzung unserer Landesverteidigung durch Ersparnisse auf anderem Gebiet womöglich zu befriedigen. Neue Lasten müssen möglichst verhindert werden. Ich glaube, es gibt im Etat des Innern eine ganze Reihe von Posten, die endlich einmal beteiligt werden könnten. Die dort vorgesehenen Arbeiten scheinen Aufgaben zu sein, die sich vererben wie die Prozesse beim alten Reichskammergericht. (Heiterkeit.) Es müßte doch endlich einmal für neue Aufgaben Platz geschaffen werden.
Tie wichtigste Aufgabe der Sozialpolitik ist heute eine V e r. besserung der Wohn ungsvcrhätn ifse. Für diesen Zweck ist eine Ergänzung des Dürgerlich.'N Gesetzbuches iiotwendig hinsichtlich des Erbbaurechtes. Diesen Weg halte ich für das geeignete Mittel, große ßänterei?n zu gewinnen, die für den Wohnungsbau in den großen Städten dienen könnten. Es gebären dazu große Kapitalien, die allerdings späl.-r wieder dem Mittelstand oder dem kleinen Geiverbe zugute kommen würden. Aber es müssen Bestimmungen getroffen w.'rden, die dem Großkapital Lust mach"", diese »Sache mit grossen Mitteln zu unter» stützen. Es muß damit rechnen können, daß es diese .Kapitalien später wieder zurückerhält. Nach meiner Auffassung hat hier das Bürgerliche Gesetzbuch eine Lücke, bi? ausgefüllt werden muß, und das Kapital muß sicher sein, sein Kapital wieder zu erhalten. Es kst mir in der sozialdemokratischen Presse vorgehalten worden, mir fehle die bescheidenste Kenntnis der sozialdemokratischen Literatur. (Sehr richtig! links.) Die Ansichten der sozialdemokratischen Presse gc1 n tndi weit auseinander; die Partei hat einen recht > "id einen linken Flügel und kann sich über die künftige Gestaltung des Staatswesens nicht einigen. Ich halte mich an Ihr Parteiprogramm (Hnrufic links); das sagt mit Haren Worten: Tas Privateigentum wird abgeschafft. (Großes Gelächter und Widerspruch bei den Soz.) Sie wollen das Kollektiveigen- t u m; ob Sie dem Bauern, dem Sie seine Scholle nehmen, sagen, das ist Staatseigentum ober das ist Kollektiveigentum, das ist ihm ganz gleich (Lebhafter Beifall.); er wird seines Privateigentums beraubt. Wenn Sie ihr Erfurter Programm für überlebt halten, und ich habe das Gefühl, daß Sie es tun, dann haben Sie auch den Mut, Ihren Leuten zu sagen, das Erfurter Pro» gramm war eine Täuschung. (Lärm bei den soz. Radikalen.) Herr Wurm sagt, Sie ständen auf dem Standpunkt geschichtlicher Entwicklung. Tas ist etwas ganz Neues. (Unruhe bei den Soz.) Sie wollen durch die geschichtliche Entwicklung einen dicken Strich machen. Auch Herr Wurm hat die Verelendungstheorie preisgegeben, er hat anerkannt, daß die sozialpolitische Gesetzgebung zur Verbesserung der Lage der Ar- beiter beigetragen hat. (Unruhe bei den Soz.) Er sprach von einer Proletarisierung der Massen. Gibt es einen Staat in der Welt, wo nicht das Proletariat die große Masse des Volkes ist? Und das glauben Sie durch gesetzliche Maßregeln beseitigen zu können?
Taö sind eben die Leute, d>e ihren täglichen Lebensunterhalt durch ihrer Hände Arbeit erwerben. Die m"derneIndustrie, die, wie Herr Wurm sagt, die Massen proletarisiert, ist die Folge der modernen motorischen Kraft. Wollen Sic diele abidjaffen? (Schallendes Gelächter bnr Saz.) Der Arbeiter von heute ist ein Aanz anderer Mensch, als der vor 30—40 Jahren, und der Gegensatz zwischen seiner äußeren, mechanischen Tätigkeit und seinem gegenwärtigen inneren Bilbungsznstand ist es allein, der die zanze Arbeiterbewegung pspchologisch verständlich macht. Deshalb werden Sie mit bei Zeit auf andere Gleise gehen müssen, wenn Sie überhaupt ein produktives Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft und des Staates fein wollen. (Lärm bet Soz.)
Die Frage des Mittelstandes ist auch eine solche des Bauernstandes. Graf Posadowsky wendet sich zur Rechten: Ich halte die Erhaltung des Bauernstandes für eine der wichtigsten politischen Fragen, tic es gegenwärtig gibt. (Lebhafter Beifall rechts.) Und für eine der wichtigsten Aufgaben halte ich es, den Bauernstand in allen Teilen Deutschlands zu kräftigen und zu vermehren. (Lebhafter Beifall links, Sehr richtig! rechts.) Und ich muß jetzt etwas sagen, was mir lange auf der Seele brennt. Ich halte es für das schwerste Unglück, daß fortgesetzt der Großgrundbesitz, int seine Latifundien zu vermehren, Bauern euff au ft. '(Stürmischer Beifall links)'. Täglich einen Bauern nach dem andern, ja ganze Dörfer, ^(Erneute Kundgebungen links.)
Wer das tut, der soll nicht öffentlich behaupten, daß er ein Freund des Mittelstandes ist. (Stürmischer Beifall links.) Herr Pauli sagt, die Töchter des Mittelstandes werden in das Erwerbsleben getrieben. Ja, das ist in allen Gesellschaftsschichten so. daß die Töchter sich jetzt bemühen, etwas Nützliches in der Gesellschaft zu vollbringen, und wenn die Töchter des Mittelstandes ins Erwerbsleben eintreten, fo ist das nur in der Ordnung, und viel besser, als daß sie Romane lesen oder Salonstückc üben zur Qual ihrer Nachbarn, (Heitere Zustimmung.)
Für eine Herabsetzung bet Altersgrenze bet der Altersversicherung auf 65 Jahre finde ich keinen wirtschaftlichen und humanitären Grund. Wer mit 65 Jahren noch arbeiten will, den soll man ruhig arbeiten lassen. Nach Bismarck sterben die besten Pferde in den Sielen. Auf die Gefahr hin, etwas Unpopuläres zu sagen, muß ich mich gegen die Art aussprechen, wie fortgesetzt Gehaltserhöhungen der Beamten verlangt werden, nicht aus den eigenen Bedürfnissen heraus, sondern au8 den Verhältnissen an. derer Beamter. Das muß aufhören int Interesse des Staats- und Beamtentums. Bismarck, der das allgemeine Wahlrecht ein» geführt hat. soll sich in intimem Kreise öfter dagegen ausgesprochen haben. Eine amtliche Handlung von ihm in diesem Sinne ist aber nicht bekannt geworden.
Der schlimmste Fehler des heutigen SvstemS wäre eS, wenn man mtsächlich rein arithmetisch auf je 100 000 Einwohner einen Abgeordneten wählen würde. DaS wäre beute, wo sich die Bevölkerung an einzelnen Brennpunkten zusammenballt, eine geradezu schreiende Ungerechtigkeit gegen daS platte Land und den Mittelstand. Den Beschluß deS Elsaß-Lothringischen Landtages, den Gnadenfonds deS Kaisers zu streichen, halte ich für einen politischen Mißgriff und keine erfreuliche Erscheinung. Ich habe den Eindnick. als ob man sich in Elsaß-Lothringen auf Kräfte stützt, die man im Reiche bekämpft, und daS halte ich allerdings für einen großen Fehler. In Deutschland herrscht rege» politisches und geisti- geS Leben. Dadurch muß daS Volk reif werden, damit es die ge- forderte erweiterte politische Freiheit mich verständig anwendet und ein richtiges Urteil gewinnt über die Staatsnotwendigkeiten und «ktaatSmöglichkeiten.
Weiterberatung: Donnerstag, 1 Uhr. Schluß 6% Uhr.
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Aehnliche Feuerbräuche fanden sich ehemals im ganzen biete des alten Buchaniens am Hutzelsonntage. Man nannte :t um Fulda herum einfach die ,Hutzelfeuer" oder dae „vubclman» verbrennen". Dabei pflegte man nämlich zwei kreuzweise ubo einander genagelte und mit Stroh umwickelte Stangen auizurubr r und die ganze einen Menschen natbbilbenbe Gestalt mit Ytnl und Reisig zu umgeben und zu verbrennen. 'Den Veranstalt dieser Hutzelfeuer wurden bann von den Torfgenossen allere Geschenke gegeben. In den Dörfern des östlichen Vogelsbait nach Fulda hin, pflegte man ehemals am Hutzelsonntage auch aJt ^Pslug- und Wagenräder mit Stroh zu umwickeln unb brcnncil die Berge hinunter zu rollen. Man nannte diese brcmtfttiei Räder die „Hahlräder". Sie erinnern an die brennenden nachtsräder, die auch aus dem südlichen Odenwald und der W-i» gegenb bekannt sind. Alle diese und ähnllck)e uralten ifeue« bräuche verdienen einmal eine zusammenfasfende Darstellung irl religionsgeschichtliche Behandlung und Erklärung. Für heute w nüge die Bemerkung, daß der Name „Smhlfeuer" i'pratMta’ cfl ursprüngliches „Hagelfeuer" (Bergl. das mundartllche Zahl, = ursprünglich Zagel, Schwanz) zurückzuführen ist und b-l materiell die Hutzclfonntagfeuer auf ehemalige FrstMM^ Sonnenwendfeuer, ursprünglich Sonnenkultfeucr, zin7ückge^n, mt denen sich die Erinnerung an uralte apotropäische ZanberfaeH verknüpft hat, die in der Verbrämung des Winters (fcutidmartl oder des Hagels, als Dämon gebucht unb sinnenfälltg dargesteit, ihren Höhepunkt hatten. Der in Herbstein heute noch fortltwr* altheidnifche, heilige Feuerbrauch bürste schon mehr als zwei 3a- ' tausende alt sein. Die jugendlichen Feuerveranstalter unb r bie Stelle der ehemaligen heidnischen Priester und 3aubm<£< getreten, die für ihre im Interesse der Gesamtheit anzustellcnd« heiligen Feuer auch an allen Kultgenoffen ihre Beisteuer u® ihre Belohnung forderten. Tie Gaben an Stroh und Seifte. J man heute noch als „ein Opfer für den Herrn" versteht, wn ursprünglich die von jedem Kultgenoffen zu leistende BeiüerA
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Herbstein, 26. Febr.
23er am letzten Sonntag abend mit den Abendzügen der Vogels- bergbahn an dem Städtchen Herbstein vorübersui,. der tonnte eir ■eiten schönes Schauspiel beobachten Auf allen Höhen inner ball, der Gemarkung flammten helle Stror und Reisigfeuer air. -anu jungen entzündeten deren mitgebrachte Fackeln und sprangen, . .. diesen feurige Räder schlagend, laut johlend durch die Felder Hallscuer nennt man diesen alljährlich am ersten Fa)tensonn:a - dem sogenannten Hutzelsonntage, Dcrajtfialteten uralten Feuer brauch. „Huyelsonntag" heißt dieser Sonntag, weil an ib:n b • ledigen Burschen von ihren )Aädch.'n, die sie am vorangegangcnei Fastnachtsdienstage zum Tanze führten, in deren Elternhcii:. gast lich bewirtet werden, wobei die „Hutzeln" oder gebörrten Bi nur eine große Rolle spielen. Nur Mädchen gehen zum Fastnachtstan^- die von einem ihnen genehmen Burschen förmlich^eingeladen uni abgeholt werden Man vergewissert sich so im Stillen, ob ihn labung und 2lbholung zu ernxtrten ist, und, salls Gefahr brobt daß ein tanzlustiges Kind bie Fastnacht ohne Tanz und Muss einsam babeim vertrauern müßte, finbet sich in der Regel jctn-- eine gutmütige alte Tante ober Großmutter, bie mit Geld un: guten Worten sich aus das corriger la fortunc versteht. Die vhn labung am Hutzelsonntage ist bann gleichsam der Tank der Famtlu ür den geleisteten Ritterdienst. Tie Hauptsreude aber hat an Hutzelsonntage bie noch schulpflichtige männliche Jugend, _3bi: althistorische 2lusgabe ist es, am Abend dieses 4,agei das Hadi feuer anzustellen. In 3—4 Abteilungen eingeteilt,^durchzieh- ic die Stadt, von Bauernhaus zu Bauernhaus Stroh- uij Reisigbündel als Gaben heischend mit dem altüberlieferten fitifd'c. vers:
Steier, steier dem Hahl zu. Dreckt dem Baouer die Kahl zu!
Kein Bauer, der fo angcsprochen wird, verweigert bet jungem Schar eine Beisteuer an Stroh oder Reisig. „Das wäre noch chöner" (d. h. das wäre unerhört) war die Antwort, als'ein Neu- gieriger fragte, ob es auch Bauern gäbe, die kein Stroh hergädcr, und wer weiß, welcher Schaden den Geizigen treffen könnt-., denken die Bauern und geben nach Vermögen viel oder w-n-- Fröhlich zieht dann die Jugend mit der reichen Beute gegen.Ädci-L hinaus ins Winterfeld (d. h. Korn- und Weizenfeld, wo dmi>. die Strohbündel an vorher dazu ersehenen Plätzen um bie .stammt von Heckenbäumen gewickelt und in deren Kronen verstaut wecken Alte, schon wochenlang vorher am Ofen ausgedörrte und ? hchlings mit Oel getränkte, auch mit Stroh, Werg und La pro umwickelte Reiserbefen werden parat gehalten. Sobald die Dnn! > heit einbricht, lodern rings um die Stadt herum hoch die Flammt: aus. Mit den am Feuer entzündeten Fackeln Räder schlagend, schwärmt die Jugend johlend nach allen weiten übet bte ffrlbci Daheim aber stehen die Alten an den Straßen ^und Femtcrn - und genießen mit eigentümlicher Andacht das Schauspiel. Äa: zeigt den Kleinsten, die noch nicht mitkonnten, wie die da btimr,.- den Hahl verbrennen und gedenkt der längst entschwunden.n Jugend zeit, da man selber mittat und mit anderen wetteifernd jeun:: Räder schlug und über die Felder sprang. Andere sagen, des man den Winter verbrennt. So recht weiß keiner, was es w i (ich mit diesem Feuer für eine Bewandtnis hat. 2tbcr alle iw t daß es eine uralte Herbsteiner Volkssittc ist, bah jrüber aua die Erwachsenen sich dabei beteiligten und zuletzt auf dem Saat dem alten Malplatz des ehemaligen Herbsteiner Cenigerichts, d.: Reste der Fackeln verbrannten, eine Sitte, die in allerlei llmuj und großes Schnapstrinken ausgeartet war, bis sie schlicßlit verboten wurde. Bezeichnend ist, daß man den ganzen Feuerbr-:ur ausfaßt als ein „Opfer für den Herrn", daß er die gelber Jeber Bauer sieht es gern, wenn der Rauch des yamicr ri über feine Felder streicht und es geht die Sage: wer andackl^?!. ins Hahlfeuer schaut, der bekommt das ganze Jahr kerne bM > Augen.
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** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde am 23. Februar dem Schulamtsaspiranten Karl Haas aus Heidelberg eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Langen. — Erledigt sind drei Lehrerstellen an der Volksschule zu Alzey, wovon zwei mit evang. Lehrern und eine mit einem kath. Lehrer zu besetzen sind.
** Staatsbahn-Personal-Nachrichten. Den Mitgliedern der Eisenbahndirekti^l Frankfurt a. M. Gr. Hess. Reg.-Rat Drescher und Baurä^n Hartwig und Levi wurde der Rote tAdlerorden 4. Klasse verliehen. Die goldenen doppelten Dienstauszeichnungsschnüre erhielten: Reservelokomotivführer F r i e d r i ch zu Gießen, die Schaffner E r k zu Stockheim, B u ch zu Laubach, B o l l e r zu Rennerod und Malkomesius zu Gießen, die Bahnwärter Hofmann zu Vilbel und Gr o ß I. in Werdorf. Die goldenen einfachen Dienstauszeichnungsschnüre erhielten: Reservelokomotiv- führer H e ck e l m a n n zu Schlitz, der EisenbahngeHilfe H a r- b ach zu Saasen, die Schaffner Kaiser zu Schotten und Bruder zu Gießen, sowie der Bahnwärter Leidner zu Friedberg. Für fünfzigjährige Dienstzeit erhielt eine einmalige Lohnzulage von 300 Mk. der Wagenputzer Kling in Gießen, für vierzigjährige Dienstzeit eine einmalige Lohn- zulage-von 100 Mk. der Güterbodenarbeiter D e ch in Gießen, der Wagenputzer Körber-Gießen, der Bahnunterhaltungsarbeiter Frey in Wetzlar, sowie der Werkstättenarbeiter Schmidt in Gießen. Der Eisenbahn-Praktikant Fleck in Gießen wurde zum Eisenbahn-Gütervorsteher ernannt. Der Regierungs-Baumeister Kümmel wurde kommissarisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Direktionsmitgliedes beauftragt und zu diesem Zweck von Aachen nach Frankfurt a. M. versetzt. Die Prüfung %um Unterassi-, stenten bei der Staatseifenbahn bestanden: die Eisenbahn- gechilfen R a p p o l d in Gießen, Gaubead in Abendstern, Karl Sau e r in Gießen, Kreutferin Salzschlirf, Alexander Sana in Wetzlar, Luh in Gießen, Knaupp in Oberbrechen, Brodrecht in Nieder-Wöllstadt, Schwan in Großen-Linden sowie Konrad Stein in Ortenberg.
Kreis Lauterbach.
~ Herbstein, 27. Febr. Rtit dem Wiederaufbau der durch das Großseuer in der Nacht vom 6. auf 7. November v. I. eingeäfcherten 12 Ho freiten wird in nächster Zeit begonnen werden. Zur Anfertigung der Baupläne ift vom Ministerium des Innern ein RegieningSbauineister auk Darmstadt beauftragt worden, der vor einigen Tagen an der Brandstelle verweilte und sich über die Lage und Verhältnisse informierte. Infolge des beschränkten Raumes, auf dem die niedergebrannten Hofreiten standen, wird nur ein Teil davon auf dem früheren Gelände wieder errichtet werden, während einige Besitzer neue Bauplätze erhalten.
4- Scblitz, 27. Febr. Tas an der höheren Bürgerschule be- stehende .Stenographische Kränzchen" (Lyslem Stolze» ^chrey) veranstaltete (icftern ein Preisschreiben für die Teilnehmer eines vom Sehr er Lteuerwalb geleiteten Stenographie- kurjuS. Tas Ergebnis des Korrekt- unb SckmelljchreibenS war recht gut. Es wurden zehn Preise, in zum Teil recht wertvollen stenographischen Buchern bcftcbeiib, zuerkannl. Ter Rektor bet Nnualt. Oberlehrer Rodeichanjen, wohnte dem Preisfchreibeu bei. Er sprach leine lebhafte Anerkennung über bie guten Leistungen aus unb ermunterte bie jungen Stenographen zur eifrigen jort-
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steigt von 15164 auf 16 699.60 Mk. ^.ie Steigerung nt ( lauptsächlich hervorgerufen burch bie vermehrte Aufwendung für die Lesehalle (2150 statt 1020 Mk), eine Bewrlli- {ung von 200 Mk. für die Benutzung der Straßenbahn durch Krankenschwestern anläßlich ihrer Pflegebefuche und IOC Mark Mehraufwendung für das Museum für Völkerkunde (jetzt 350 Mk.). Die Straßenunterhaltung erfordert 74 240 anstatt 86 255 Mk., während die Einnahmen daraus von 6600 Mk. auf 5300 Mk. sinken. Auch die Straßenreinigung konnte mit 76 000 Mk. Ausgaben etwas geringer als im Vorjahr^ angesetzt werden. Dagegen smd die Kosten der Straßenbeleuchtung jetzt mit 54 000 Mk., also 2000 Mk. mehr als seither, angefetzt worden. Tie öffentlichen Anlagen erfordern zwar für die Unterhaltung 700 Mt. mehr (13 350 Mk.), aber durch )en Fortfall von größeren Umgestaltungen — im vorigm Jahre wurden für die Anlagen am alten Friedhof 2500 Mk. ausgegeben — schließen die Gesamtausgaben dafür mit nur 20 510 (statt 22 310) Mk. ab. Die Ausgaben für die Kanäle sind mit 217860 (229 826) Mk. veranschlagt, wovon 125 298.30 (124 803.36) Mk. auf die Verzinfuna und 47 000 (57 600) Mk. auf die Tilgung der Kanaftchuld entfallen. Tie Kanalgebühren find mit 182 000 (171000) Mk. in Einnahme gestellt. Da nach der neuen Städte-Ordnung von Unterrichts- und Bildungsanstalten, von Kranken-, Heil- und Pflege-Anstalten usw. Abgaben dieser Art nicht mehr erhoben werden dürfen, find 20 000 Mk. abzusetzen, fo daß nur 162 000 Mk. Kanalgebühren tatsächlich erhoben werden. Der aus den Gemeindesteuern zu leistende ^usckMß zu den Kanalkosten beträgt 54 000 (57 000) Mk. Die durch die Kanalisation entstandene Schuld beträgt noch 3 390 225.76 Mark. Ter Zuschuß zu der elektrischen Straßenbahn ist mit 13551 (11464) Mk. vorgesehen, übersteigt also nur wenig die Summe, die in den letzten Jahren für >en Omnibusvetrieb zugefchosfen wurde. Die Ausaaben ür die Feuerlö schaust alten steigen von 4790 auf
6492.50 Mk. Die Steigerung entfällt im wesentlichen auf die Anschaffung und Unterhaltung der Löschgerätschaften, ür die statt 1000 Mk. 2500 Mk. angefetzt smö. Die Vergütung aus der Landes-Brandverficherungs- anstatt für die durch die Hydranten bedingte erhöhte Jeuersicherheit steigt von 16 000 auf 16 500 Mk. Für Arme n p f l e g e und Wohltätigkeit sind '79n m (64 552.58) Mk. vorgesehen. Der Zuschuß der
teigt von 54 500 auf 61400 Mk. Der Ehrenfold an Feld- zugsteilnehmer mit einem Einkommen unter 2000 Mk. ist wiederum mit 4500 Mk. angefetzt.
zu der im ---------v------- - ----, —
Hagel- und Winterdämons. Wer aber dieser religiösen nidrt nachfam unb ben Dämon nicht verbrennen Hols, bem ümj es ber Dämon nach Dämonenart, b. h. mit Undank und «-■ Schaden und Verderben seiner Saaten. Von hier au-5 unb np Analogie ähnlicher bei anderen altheidnischen Feuerbräuwni r' lickier Heischeverse, dürste auch der oben angeführte, K&t nl? mehr verstandene Herbsteiner Hahlseuerspruch verftändlich snn u=
X Marburg, 27. Febr. Die von dem Kreise vor einigen Jahren mit fo großen Hoffnungen ins Leben gerufene Wander-Haushaltungsschule dür>te wohl wieder cingefcn. ES hat sich nämlich bis jetzt Line Gemeinde mehr gemeldet, die einen Haushaltungskursus haben will. Wenn bis zum 24. März keine Meldung zu einem Kursus eingeht, soll die Schule, deren Existenz man schon einmal im Kreistage bezweifelte, ganz geschlossen werden.
— Naunheim, 27. Febr. Die uralte Naunheimer Mühle hat ihren Besitzer gewechselt. Der bisherige Inhaber H. Leidolf. dessen Vater schon auf der Mühle wohnte, ist aus die Dillheimer Mühle übergesiedelt und ber Lanbwirt W. Biehmann ist als neuer Pächter hier eingezogen. Ter Pachtpreis ist um nahezu 500 Mk. gestiegen. — Der Gesangverein .Viktoria" feiert am 23. unb 24. Juni sein 2 5. Stiftungsfest in Gestalt eines Gefangsestes.
pom naiw‘ stehl fest'd (»iingc i|t \ f tat einer
'cb W1 äunfd), i>e aeivesen ist,
«ächte ft Korsatz, das L.u bcsckränker E -ncressenau- K ist überall J t r: ianser v L- 'ividersproch» aus Berlin 2-:>e«rsucdes iniÄNUNg. Unt> sehr günftic Ijj-nb die türli, Kirtanh getriebf »^ungeit über t totr beweisen ^-ivegs gebroch fct als ihren hi Zugriffe der 2 Girkolten, so bai Klifte sehr viel Iwhr haben w M;mche Besetzu Ul nid gewonnci
Zache, d An können. W Sad) einer osf Irrntrleii Meldu W' -gehört zu d Bieder Anschein M ü-her im N jiltEiebcn wir! k:Tjj ob die Ve seien, das Ptimichen Besiki M ckinden läßt, t®'ft „Neuen Frc ijrt:? „unterrid)! I^ittelung zwis denn je. »!■, ohne die c


