fahriger Vergangenheit wieder erweckt wird, wo aus Uesküb wieder Skupi wird, das Her; Alt-Serbiens . . .
Die überfüllten Spitäler in Belgrad.
Belgrad, 28. Eft. Infolge der großen Zahl der täglich eintreffenden Verwundeten mußten sämtliche Schulen als Spitäler eingerichtet werden. Das Kriegsministerium fordert alle mit der Krankenpflege vertrauten Mädchen und Frauen auf, sich in den Däenst des Roten Kreuzes zu stellen. Bisher sind 1500 Verwundete eingetroffen. Die Bevölkerung spendet den Verwundeten Speisen, Getränke, Geld und Blumen. Vor den Spitälern stehen hunderte «von Frauen, welche auf Einlaß warten.
Die „Voss. Ztg." meldet aus Belgrad: Die nach Bulgarien reisende Erpeditiou des deutschen Roten K r e u; e s hat während ihres hiesigen Aufenthalts Operationen an Schwerverwundeten ausgeführt. Zum Dank dafür wurde ihr freie Reise bis zur Grenze bewilligt.
Die. Wiener Politik.
Die „Voss. Ztg." meldet aus Wien: Die Rede König Carols findet hier völlige Billigung. Gegen jede Verschlechterung ihrer Stellung bei den Balkanstaaten infolge Verschiebung des politischen Gleichgewichts müßten sich Rumänien und Oesterreich-Ungarn entschieden zu wahren wissen.
Nach Bukarester Meldungen wird die eben erwähnte Ansprache König Carols als offizielle Anmeldung der Ansprüche betrachtet. Um der rumänischen Forderung auf Gebietserweiterung Nachdruck zu verleihen, werden von der rumänischen Regierung militärische Vorkehrungen getroffen. Tie Mobilisierung soll beschlossene Sache sein und in den nächsten Tagen erfolgen. Zahlreiche Reservisten gehen in den Garnisonen an der bulgarischen Grenze ab. Auch wird gemeldet, daß der Mini^^rat bedeutende Heereskredite beschlossen hätte.
Tic griechische Flotte
kreuzt nach einer Meldung des „Bert. Tagebl." aus Konstantinopel vor den Dardanellen und durchsucht alle einfahrenden Schiffe.
Deutsches Reich.
Stiftung des Großherzogs von Sachsen- Weimar.
Aus Anlaß der Taufe des Erbgroßherzogs stiftete der Großherzog von Sachsen-Weimar 100000 M a rk für Zwecke der Landeswohlfahrt.
* Die „Kreuzzeitun g", von der behauptet worden war, sie sei in anderen Besitz übergegangen, veröffentlicht eine Erklärung, in der sie es zurückwcist, daß ihre bisherige geschäftliche und redaktionehle Selbständigkeit künftig in Frage gestellt sein könnte. Tie Vereinbarungen mit dem „Deutschen Verlag" hätten lediglich die „Borussia-Truckerei" betroffen. Tie „ürcuzzcitung" aber werde auch in aller Zukunft in der gleichen Gestalt wie bisher vor ihre Leser treten und kein wie immer geartetes Intimitätsverhältnis mit irgend einem andern Zeiwngsunternchmen, sei es, welches es sei, eingehen. Sie sei auf eine dauernd gesicherte Grundlage gestellt. Am 9. Oktober sei das Stammkapital der Gesellschaft um 384 000 Mk. erhöht worden.
Das baperische Gesetz über den Kriegszustand wurde am Montag von der bayerischen Kammer in namentlicher Abstimmung mit den Stimmen der bürgerlichen Parteien angenommen. Dagegen stimmten geschlossen die Sozialdemokraten. Wie Präsident Orterer am Schlüsse der Sitzung mitteilte, ist in Aussicht genommen, am Mittwoch die erste Session des Landtages zu schließen.
Der Jesuiten erlaß der bayerischen Negierung wird am 22. oder am 25. November im Bundesrat verhandelt werden. Nicht Freiherr v. Hertling, sondern Kultusminister v. Knilling lüirb in der Sitzung 'ben Standpunkt seiner Regierung vertreten.
Ausland.
Die russische Fleischausfuhr nach Deutschland hat die Petersburger Fleischbörse erregt. Ein Komitee hielt bereits zwei Sitzungen ab, um die Ausfuhr zu hindern, die für Petersburg und Moskau, die Msatzgebicte der besten Qualitäten, verhängnisvoll werde. Die Fleischbörse ersuchte um Zurückziehung des niedrigen Exporttarifes.
Das internationale sozialistische Bureau beschloß, baldigst einen außerordentlichen internationalen Kongreß nach einer Stadt in der Schweiz einzubcrufen, um gegen den Krieg zu protestieren.
Das Befinden des russischen Thronfolgers ist gut. Er befindet sich zeitweilig in froher Stimmung. Die Tagestemperatur betrug am Montag 37,5, abends 37,4, der Puls 120.
Eine französisch-italienische Vereinbarung.
Der französische Ministerpräsident Pvincar4 und der italienische Ministerpräsident Tittoni unterzeichneten folgende Erklärung:
Ta Frankreich und Italien wünschen, das im Jahre 1912 abgeschlossene Abkommen in freundschaftlichstem Geiste auszuführen, versichern sie sich gegenseitig der Absicht, beide der Verwirklichung aller Maßnahmen, deren Erlaß Frankreich in Marokko und Italien in Lybien für opportun halten werden, kein Hindernis zu bereiten. Sie kvinmen auch darüber überein, daß die Behandlung als meistbegünstigte Nation gegenseitig Frankreich in Lybien und Jtalieu in Marokko zugesichert wird. Tic Meistbegünstigung soll im tveitesten Maße den Angehöri gen, Erzeugnissen, Einrichtungen und Unternehmungen beider Staaten gewährt werden.
25. Zahresseft der hessischen yauptvereinz der Evangelischen Sünder.
bs. Darmstadt, 28. Oktober.
. Deute vormittag wurde die Tagung des Evanaclischeu Bundes mit einer gcsäüosscnen A bgcordnetcn- und Mitglieder v e r s a m m l u n g des Hessischen Hauptvercins fortgesetzt. Pfarrer D. Waitz erstattete den Iahrcsbcrnü:, dem mir folgende Zahlen entnehmen. Tie M i t g l i c d e r z a h l in 178 Zweigvereinen be trägt: 1. in Starkenburg 7726 gegen 7564 im Vorjahre, also +161, 2. in Oberhesscn 5334 gegen 5377 im Vorjahre, also — 43, 3. in Rheinhessen 5282 gegen 5382 im Vorjahre, also — 100, zusammen 18342 gegen 18 323 im Vorjahre, also + 19; die Mitgliederzahl in 32 angcschlossencn Vereinen beträgt' 1 in Starkenburg 3263 gegen 2945 im Vorjahre, also 4-318 2. in Oh-rl>essen 135 gegen 135 im Vorjahre, also - 0, 3 in 34b7 gegen 338« im Vorjahre, also -f- 80, zusammen 6865 gegen 6467 im Vorjahre, also -j-398, insgesamt 25 207 liegen 24 791 im Vorjahre, also -f-417A So ist'der Landes verein in fcin^25. Vereinsjahr mit mehr als 25 000 Mitgliedern emgetrekcn. ne Landest'ersammlung fand am 10. und 11 Sev h-mbtr m B u tzb a cv statt und nahm einen glänzenden Verlaus
’n Qgxm u . Famuicnabcnde wurden insgesamt 275 igeoen oÜh ^^riAnrC?.?SaU,t?ltft und fanden in 130 Zlveigvereinen r -\rL- <>L'rial:n’ .Nannerversammlunaen und Tis
?u^u>"4abciu .vestip.el und grei ere Aufführungen so von Sä il
' h aI^C,LC unt> Ehrten zu historischen Städten, ro\v 93onik', Speyer, wurden in einer Anzahl von
Zweigvereinen mit Erfolg durchaesührt. Bundesbüchercien gab es 24 mit 3552 Bänden. Tie (Asä'äftsstelle leitete den gesamten Vertrieb der Bundesblätter. Der Rechenschaftsbericht wurde durch den Rechnungsrat R o t b e r m e l - Darmstadt erstattet. Die Einnahmen beliefen sich aut 26145,08 Mk., die Ausgaben betrugen 26 035,11 Mk., so daß ein Kassenoorrat von 109,97 Mk. verbleibt.
Tann erstatteten die einzelnen Vertreter der Zweigvereine Be- richt über ihre Tättgkeit. Pfarrer D. Waitz teilt mit, daß er eine Iubiläumssestschrist versaßt habe, die eine Geschichte des Hessischen Haupwereins und andere interessante Angaben enthält. Darauf hielt Landgerichtsdireklor Schmeckenbecher -Gießen einen Vortrag über die Geschichte und das Wesen des Jesuitenordens: er schlug folgende Entschließung vor:
„Wir haben wiederholt aui die E-efahr hingewiesen, daß der Orden, der unserer evangelischen Müd e in der. Gegenreformation die ricfften Wunden geschlagen und über viele Bckenner des evangelischen Glaubens unvergessenes Weh gebracht Hal, in Deutschland wieder zugelassen werde. Wir halten es darum für unsere Pslicht, nicht etwa aus Furcht, sondern aus Liebe zu unserem deutschen Volke, das den konfessionellen Frieden braucht, einmütigen Protest zu erheben, sowohl gegen die Aushebung, als aud) gegen jede Abschwächung, Durchlöcherung oder gekünstelte Auslegung der nod) bestehenden §§ 1 und 3 des Jesuitengesetzes.
An alle unsere evangelischen Glaubensgenossen im Lande aber richten wir die Aufforderung, angesichts der ultramontanen Gefahr einig zusammenzustehen und im Evangelischen Bunde, dem Wahrer der deutsch-protestantischen Interessen, sich fest zusammenzusd ließen."
Diese Entschließung wurde einstimmig angenommen.
An diese Sitzung schloß sich
die öffentliche Hauptversammlung im Kaisersaat. Anwesend waren u. a. Oberkonsistorialpräsident D. Nebel, Prälat D. Flöring, Geh. Rat Römheld, Oberhofprediger Ehrhardt und Oberbürgermeister Dr. Glässing. Ter Vorsitzende, Pfarrer D. Waitz, verlas ein Tanktelegramm des Gropherzogs: „Bitte übermitteln Sie meinen aufrichtigsten Tank für die an mich gerichteten Worte treuen Gedenkens. Ernst Ludwig." Er teilte dann ferner mit, daß die Mitbegründer des Bundes, Direktor Philipp Brand-Mainz und Geh. Hofrat Tr. Wilhelm Städel-Tarmstadl zu Ehrenmitgliedern des Hauptvereins, der langjährige frühere Vorsitzende des Darmstädter Zweigvereins, Pfarrer Waitz zum Ehrenvorfitzendm ernannt wurde.
Dann nahm das Wort Professor Tr. Eck-Gießen zu einem Vortrag über „Ter Protestantismus — ein Er- Sicher d e s deutschen Volkes zur Kraft". Ter Vortragende ging von der Frage aus, wie sich das nationale Bewußtsein des Einzelvolkes zu dem geschichtlichen Tatbeslandc ständiger Beeinflussung der Völker durcheinander verhalte. Er zeichnete kurz die Epochen des Altertums als eine Reihe von syn- krelifchen Bildungen, in denen in stetem Austausch die Völker ihre Gaben und Kräfte zu immer neuen Einzelheiten zusammenwachsen lassen. Nicht anders steht es um die deutsche Geschichte: aud) sie, durch das Mittelalter hindurch, stets unter der fortgehenden Einwirkung allgemeingeschichtlicher Faktoren, die — Papfttum und Kaisertum — uns aus der Fremde zuströmen. Als der stärkere Erziehungsfaktor erwies sick) in diesem Werdeprozeß des deutschen Volkes das Christentum. In Luther scheint die Erziehung ihr Ziel erreicht zu haben, Deutschtum und Christentum jur Einheit zusammengewachsen zu sein. Aber die neue Einhe.it hat sid) auf einem neuen Kulturboden, dem der modernen Welt, zu bewähren. Tas deutsche Volk steht der Kulttir der Neuzeit, .ihrer Wissenschaft, dem Weltverkehr durch zwei Jahrhunderte nach Luther fremd gegenüber. Sie bricht erst seit dem 18. Jahrhundert als Frembgewächs in die deutsche Geschichte ein. Es bleibt der Ruhm der alten Orthodoxie, lutherischen Gepräges, daß sie sich mit schroffer Einseitigkeit allein uni Gottes Wort gekümmert hat. Aber verständlich doch, daß eben unter dieser geschichtlichen Voraussetzung die Not der hereinbrechenden Kulturgedanken nur um so härter empfunden wird. Indessen, wenn Luthers Christentum und neuzeitliche Kultur nicht Acste eines Baumes, so sind sie doch Pflanzen eines Bodens, die gleichzeitig aufgeschlossen, nicht außer Beziehung zueinander stehen können: sie werden auseinander angewiesen sein. Tas deutsche Volk in aller Not. die moderne Kultur ihm schafft, wird in Luthers Glaube, in dem sich Weltfreiheit und Liebesdienst zur 'Einheit verbinden, die Kraft ftnden, sich zu belmupten.
Eine gemeinsame Mittagstafel im Hotel Heß schloß sich an. Nachmittags wurde ein Waldspaziergang unternommen.
3m Zeppelin von Eichen nach Frankfurt.
lieber die Fahrt der „Viktoria Luise" von Gießen nach Frankfurt erhalten wir folgende Hübsche Schilderung:
Um 3/13 Uhr fliegen wir mit dem Luftschiff „Viktoria Luise" in Gießen auf und landeten iiad) einer Stunde 20 Min. in der Luftschisfhalle in Frankfurt a. M. — Das sind die nackten Tatsachen. Was sie aber für den, der mitgefahren ist, enthalten, das kann man kaum schildern, das muß man miterlebt haben: denn Worte können das Gesehene, die Empfindungen nicht, oder nur ganz unvollkommen wiedergeben. Langsam wurden die Menschen unter uns kleiner, das Gefühl beherrschte uns, daß der Erdboden entschwände. In den Jubel der Freunde, die sich um das Lustschisf versammelt hatten, derer, die soeben erst die herrliche Fahrt von Frankfurt her beendet hatten, in die Klänge der Regimentskapelle, in den tausendstimmigen Freudenruf der begeisterten Menge, die den Flugplatz in geraden Linien dicht gedrängt umfäumte, mischte sick) das Summen und Surren der Propeller. In maiestätischer Ruhe schwebte das Lustschisf dahin und lautlos vor Bewunderung standen die 12 Mittahrer und Mitfahrerinnen an den Fenstern und ließen das herrliche Bild auf sich wirken. Das Kuattern des Fliegermotors unten auf dem Trieb deutete den Beginn des zweiten Teils des Flug seites an. Ter Horizont weitete sich. Gleiberg, Vetzberg und auf der anderen ^cite der Schiffenberg tauchten im leichten Nebelschleier ^auf und in herrlichster Sonnenbeleuchtung lag das Lahntal unter uns. Und wie lieblich sah unser Gießen tief da drunten aus! Auf den Straßen war es still, denn alles war ans dem Trieb, hie und da winkten fröhliche Menschen Ab- schiedsgruße. lieber das dicht besetzte Tach der Kaserne die Gasanstalt, Iohanneskirche nach dem Bahnhof fuhren wir in eilender Fahrt dahin, und dann gings über Die Wälder in ihrem braungelben Herbstkleid, die woblbe,teilten Accker der Bahnlinie entlang über Butzbach nach Nauheim. Ta die Fahrt ziemlich niedrig gehalten wurde, konnte man alle Einzelheiten bewundern. ^ie Hasen, stellenweise In Menge auftretend, spitzten er- ltaunt die Ohren und sprangen ratlos in den Ackerfurchen um her. .eine. Schafherde wurde von einem panikartigen Schrecken ergaben unb das liebe Federvieh suchte gackernd und schnatternd lchutzende Winkel auf. Und überall ans den sonnendurch- Üuteten Feldern, in Den Straßen und den Höfen der freundlichen Dörfer .an den Fen,lern der Häuser, in den dichtbesetzten wie Kinderipielzeug dahineilenden Eisenbahnzügen jubchtDe Tücher ichwenkendc Menschen. Wie wunderbar sahen die Bad'eanlaaen von Nauhenn aiis der Leich im Park mit seinen leichtgekräusel teil WA en die Villen und votels, wie ernst und feierlich tauchte der Lchlotzturni von Friedberg aus dem Nebel auf . Tie Dörfer mehrten sich, man eilte der Großstadt zu. lieber Preungesheim nut feinen reizenden kleinen Landhäuschen, die wie au« oDeHicrbogen zuwmmcngeieyl, aneinanbergereibt waren, ginqs nad) ornbemr xid)t gedrängt standen hier in langen nwyl ausgerichteten >-tratzenreihen die großen Mietskasernen, jeder, auch der klemite Raum ausgenützt Ein breiter, braunqelbgrüncr «aum- greifen die Promenade, umrahmt die Innenstadt. ' Tas Hessen- ienfmal nut der stark satinierten Helmzier leuchtete uns en gegen, und dann gings nach der Zeil. Tas Auge reichte nicht mehr aus, all die Herrlidikeiten in sich aufzunehmen. Hauptpost Dom, Ratbaus, der silberglänzende Mainstrom mit seinenBr. den inks im HintergrunD der mächtige Osthafen, dann Schauspiel- Nü “nb. Cöcrnbau.3. der Hauptbahnhof mit den Tausenden von Sagen, Lokomotiven und Sch.enen.tr. mgen, nut dem hastenden und. lagendem Verkehr recht« drüben der K.oloß der Festhalle dahinter das Univerptatsvlertel, das alles zu bewundern uni
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Gießener Konzertverein. Nächsten Sonntag roirb die musikalische Wintersaison mit einem Solistenabend in der neuen Universitätsaula eröffnet. Gesang- und Klavier- Vorträge bilden das Programm, das die Namen ausgezeichneter
Aus Statt und Land.
Gießen, 29. Oktober 1912.
* * Tagcskalender für Dienstag, 29. Oktober: StaDh tbeater: .Heimat/ Anfang 8 Uhr.
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• • Aus der Verwaltung. Der Großherzog hot den KreiSamtmann bei dem Kreisamt Dieburg Regierungsiat Tr. Herm. Stammler zum vortragenden Rat im Ministerium des Innern mit dem 9lmt§titel .Oberregierungsraf und den juristischen Hilfsarbeiter im Ministerium de§ Innern NegierunaSrat Herm. Pfeiffer zum Kreisamtmann ernannt.
• • Bahnpersonalien. Ernannt wurden der Hilfs, lokomotivbeizer Bock in Gießen zum Lokomotivheizer und der Materialienverwalter Auhagen in Fiilda zum Ober» Materialienoerwalter. — Versetzt wurde der Ober-Bahnhoiß. Vorsteher Wörner von Hungen nach Offenbach. — Die Fachprüfung erster Klaffe hat der komm. Eisenbahnafsistent Körner in Dillenburg bestanden. — Ter Lokomotivführer Weifsenbach in Usingen erhielt eine Belohnung für Verhütung des Ueberfahrens eines Fuhrwerkes.
* • Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Otto Schäfer 311 Hartershausen die evang. Pfarr- stelle zu Königftädten übertragen.
* * Staa tsschuld buch. Die am 15. November ülligen Zinsen der in das Hessische S taa löschu l d b nch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden Hessischen Kassen und bei den Reichsbankanstalten vom 1. November ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkasse die durch die Post ober durch Gutschrift auf Reichsbank-Girokonto zu berichtigenden Schuldbuch, zinsen überweisen.
zu bestaunen war die Zeit za kurz. Plötzlich ücntummten Du Propeller, wir waren über dem Landungsrlay. Lautlos -und mit bewunderungswürdiger Ruhe und Sicherheit ging die Landung vor sich. Nachdem der Boden erreicht war. wurde das Schiff von der Landungsmannschaft langsam nach der Halle gezogen, an den Laufschienen am Boden befejriat und in die mächtige Halle geschoben. Tie Fahrt war zu Ende. Was sie bei- jedem ausgelöst hat, war ein Gefühl der Begeisterung und drr Tankbarkeit für den Mann, der nach jahrelangen Kämpfen, Em- bebrüngen und Enttäuschungen aller Art das jahrtausendelange Sehnen der Menschheit, auch den Luftraum xu beherrsche 1, ;ur Wahrheit gemacht hat. Als man wieder im V-Zug nach Gic> ?n saß und dröhnend über die Eisenbahnschienen dahinjagte, da lehnte] man sich nach der Freiheit, Schönheit und erhabenen Ruhr, da oben in den Lüften, nach, dem Summen der Propeller und! dem wehenden Winde. Wer einmal die Schönheiten einer Luftfahrt genoffen hat, der wird nie die Erinnerung daran und dar Sehnen nad) neuen Fahrten los werden.
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Tie 'm'^nnt, ui ^kslrlliq^ s?chtunc . len. 7: Am (F, "L' ain. brslve
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** Für di e Sitzun g der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 31. Oktober, nachmit- tags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestelll worden: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des Ph. Nicolaus für die Süd-Anlage. 3. Baugesuch • des Johann Georg Pfafs für Am Steg. 4. Baugesuch des Franz Brück für Schifsenberger Weg (Bauprojekt 3). 5. Baugesuch der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke (Logierhaus für Arbeiter). 6. Einfriedigung von I. Wellhöfer für die Marburger Straße. 7. Einfriedigung der Hoch- und Tiefbau- Gesellschaft für die Marburger Straße. 8. Anbringung von Schaukästen Ludwigstraße 4, W. Nitschkowsky. 9. Beteiligung beim „Oberhessischcn Kunstverein". 10. Ausbau der Ederstraßc: hier Enteignung von Gelände. 11. Neugestaltung des Feuerlöschwesens. 12. Billettsteuer. 13. Gesuch des Johann Dutschmann 51t Bgd-Nauheim um Erlaubnis zum Gast- und Schankivirtschäftsbetrieb int Hause Seltersweg 70; 14. desgleichen des Emil Siek hier für Hammstratze 7; 15. desgleichen des Löb Grünewald hier für Mühlstraße 33.
** Rebimentsjubiläum des Inf.-Regts. K^ai) er Wilhelm Nr. 116inGießen Am Sonntag, 27. -Oktober, fand in Gießen der dritte Vertretertag der Jubiläums-Vereinigung ehem. 116er statt, an dem Vertreter von Vereinigungen und Vereinen teil nahmen. Auch das Offizierkorps batte vier Vertreter unter Führung des Herrn Major Freiherr v. Bibra entsandt. Aus dem von dem 1. Vorsitzenden R.-A. Kaufmann erstatteten Bericht war zu entnehmen, daß der J.-V. jetzt 40 Vereinigungen mit zusammen über 8000 Mitglieder, angeboren. Neu ausgenommen wurden die Vereine Hanau. Elberfeld, Neuwied, Clroß-Berlin, Dieburg, Biedenkopf und Heldenbergen. Bezüglich der Arbeitseinteilung zum Fest selbst wurde folgendes beschlossen: Ter rein militärische Teil bleibt ausschließlich dem Regiment Vorbehalten. Hierzu gehört die Feier innerhalb des Offizierkorps, die Parade selbst, die Bataillonsfeiern in den Fefthalleti am Sonntag abend, die Ehrung der Veteranen von 1866 und 1870 am Montag, sowie das Turnen unb Spielen der aktiven Mannschaften an den beiden Hauptfesttagen. Der J.-V. wurde solgendes Tätigkeitsfeld zugewiesen: Sie soll zunächst die in den einzelnen Bezirken wohnenden ebeni. 116er zu- sammenschließen, die Meldungen zur Teilnahme am Fest, Bestellungen von Quartieren und Verpflegung famMeln, eine nach Jahrgängen und Kompagnien geordnete FestteU- nebmerliste aufstellen und diese zusammen mit den Quartier- und Eßkarten nebst deii bestellten Regirnentsgeschidi ten rechtzeitig vor dem Fest durch ü)re Obmänner' an die einzelnen Festteilnehmer verteilen lassen, die Aufstelluna und -Ordnung der Vereine bei der Parade durchführen und für ibre Mitglieder Extrazüge und F-abrpreisermäßigungcn zu erreichen suchen. Dem Verein ehem. 116er in Gießen endlich wurde die Herrichtung des Festplatzes, Besorgung der Quartiere und der Verpflegung der auswärtigen Kameraden, die Vorbereitungen für die Begrüßungsfeier am Samstag abend und dre Schlußfeier am Moutag abend übertragen und dafür beschlossen, ihm aüs der Kasse der J.-V. eine Beihilfe zur Herrickstung des Festplatzes zu gewähren. Beschlossen wurde ferner, von allen Mitgliedern der J.-V. für das Jahr 1913 einen Beitrag von 30 Pfg erheben, wogegen festgelegt würde, dgß sie von der Zahlung jedweden Festbeitrages befreit find. Ta sowohl die J.-B. als auch der Gießener Verein ausschließlich nur für die der J.-V. angehörendeir ehem. 116er forgen können, kann allen früheren Regimentsangehörigen nicht dringend genug geraten werden, sich alsbald der in ihrem Bezirk bestehen- den losen Vereinigung anzuschließen, da ihre Unterbringung ijiii) Verpflegung bei dem zu erwartenden Massenandrang sonst sehr in Frage gestellt ist. Die nächste Sitzung des engeren Vorstandes jinbet am zweiten Sonntag im Dezember in Gießen statt. Nach einem Dank an die Erschienenen schloß der Vorsitzende die Sitzung mit einem begeistert aufgenommenen Hurra auf den erhabenen Regi- mcntschef.
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" Stabttheater S t^-CudermannS.heil) I', c bracht roirb, da vor zr L । rnc Aufführung des W 1 November, findet de I | tzüt, an dem drei Wer fcfräuln'n &)bil Snne uc Üffffli Abend gaitieren. tfonnemcnt statt, doch h " Ter Turnveri . "' nb aui btt Tnrntnch 03 AaL den von dem I t rb uno Aechner Erl : ein: für den Verein güt <00, wobei die Zunahm - c lurnbeiud) Mr an 11 tuten 5230 Turner, hnen einen sehr zuft - -vl'l der aus Turnfesten ’ tnnahmte rund 84( -131 'Di l. betrug. Bei , ’ ’ 'ur den Loffkand
Sprechet Will : i>mnchAahl,2.Tur - /'ranke, Zeugw '.»‘"""bü-sort - -von den weiterer t. ou Annahme eines '^hrntag die EiM I. r v ’lr,e beantragt r ’* 3ung^eu vermtst^ du
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