Die Wiederherstellung der Ordnung in Lez.
Fez, 26. April. (Agence Havas.) 1200 Askaris gaben Lhre Waffen unb die Munition ab. Tie Stobt ist in verschiedene Bezirke eingeteilt, deren jeder einen verantwort- lieben Leiter hat. Tie Haussuchungen werd^i fortgesetzt. Der Fczfluß führt eine Menge Gegen- stände mit sich, die von Plünderungen herrühren, die die Plünderer aus Anast vor Entdeckung wea- geworfen haben. Der Tu l t a n, der für sein Leben fürchtete, ist wieder beruhigt. Verstärkungen treffen andauernd ein. General Moinier solV beabsichtigen, nach Sefru zu marschieren, wenn in Fez die Ruhe wieder vollkommen hergestellt ist.
Aus Elks ar wird gemeldet: Die Desertion der scheri fischen Kavallerie, deren Haltung seit einigen Tagen verdächtig war, aus dem Lager von Arbaua bestätigt sich. Rack Aussagen der Eingeborenen soll die Infanterie treu geblieben sein.
Ter „Figaro" meldet aerüchtweise, daß zwischen dem Gesandten Regnault und dem General Moinier bei der Durchführung des in Fez proklamierten Belage- rungszustandes Mißh eilig leiten entstanden seien. Regnault habe gegen verschiedene von Moinier an- geordnete Maßnahmen Bedenken diplomatischer Natur und insbesondere Rücksicht auf die Autorität des Sultans geltend gemacht.
Eine neue Schurung bei Ausstandes?
Aus Tanger wird gemeldet, daß der unter dem Befehl des Rittmeisters Vary in Arbaua stehende sche- rifische Reiter-Tabor gemeutert hätte und mit seinen Pferden und seiner gesamten Ausrüstung davongezogen sei. Man vermutet, daß sich die 17 5 Mann st arte Abteilung in das Innere des Landes durchgeschlagen hat und die Stämme zum Aufruhr au fg e ft am eit. Nach den bisher eingetroffenen Meldungen wurden die französischen Instrukteure von den Meuterern nicht weiter be- häliat.
Paris, 26. April. Ein Transportdampfer der Kriegsmarine ist gestern von Marseille nach Oran abgegangen, um dort Verstärkungstruppen für Marokko an Bord zu nehmen. In Casablanca hat der aus Daklar eingetroffene Dampfer „Amenia" 800 Senegalschützen sowie deren Weiber und Kinder gelandet.
nung entgegen, wo im Namen der früheren und jetzigen Schuler Forstmeister Freiherr Schenk von Schm111- burg aus Kelsterbach sprach und die Bilder der Herren in einem fein ausgeführten Behältnis überreichte. Letzteres stammt aus dem Hause Bach (Plockstraße) und^wird demnächst für einige Zeit dort ausgestellt fein. Geh. ^-ocst- ratWimmenauer dankte für die ihm erwiesene Ehrung; er sagte dabei, daß ihm in der Zeit vor 25 Jahren der Eintritt in seine neue Tätigkeit so sehr erleichtert worden sei durch die freundliche Unterstützung seines Fachkollegen, >es Geheimerat Prof. Dr. h e ß, durch das gute Verhältnis u seinen Schülern unb durch bie Verbindung Mit der Araxis, die ihm auch nach Uebernahme des Lehramts durch eine Tätigkeit in der forftMyen Versuchsanstalt oebkeben war. Spater erschienen noch zur Beglückwünschung im Auftrag des Lehrkörpers der Universitär der Rektor Prof. Dr. Konia und der Dekan der phUosophischen Fakultät, Prof. Dr. Kaiser.
Abends fand int festlich geschmückten Saale des Hotels „Großherzog von Hessen" ein Kommers statt, an dem außer den Schülern des Jubilars auch zahlreiche Gäste teilnahmen. Forstmeister Schneider aus Treis a. b. Lba. ührte bas Präsibium währenb bes offiziellen Teils und prach die Degrüßungsworte, die in ein hoch auf den Landesherrn ausklangen. Es folgte das erste Lieb „Der Sonne entgegen", hier würbe ber Grundton angeschla- en, der auch in den späteren Reden, die die Verdienste res Jubilars würdigten, und in seiner eignen Dankesrede immer wieder durchklang: „Treu unb furchtlos, festver- chworen: nie im Alltag aufzugehn?" Wie ber Jubilar diese Losung in die Tat umaesetzt hat, zeigte zunächst Forstmeister Dr. S ch ü z aus Ulrichstein, indem er ein Lebensbild seines ehemaligen Lehrers entrollte. Persönliche Erinnerungen waren eingeflochten und warfen ein Helles Licht auf das herzliche Verhältnis zwischen. den Schülern und ihrem Lehrer, der, wie er selber einst mit Begeisterung Student gewesen war, so auch später sich eine erwärmende Jugend frische erhalten hat. Der Rektor Prof. Dr. König fegte alsdann bar, was die Universität der vielseitigen Arbeit Wimmenauers zu danken habe. Nicht allein in Ausübung seines-Berufs als Lehrer der studierenden^Jugenb unb als Berater in Berwattungsangelegenheiten habe er ihr genützt, sondern er habe auch, wie schon Herr Dr. Schüz aussührte, durch eine rege außeramtliche Tätigkeit als Politiker, als Stadtverordneter, als Kirchenvorsteher und nach manchen anderen Richtungen hin für das Gemeinwohl gewirkt und damit gezeigt, daß er auch als Professor Sinn für das praktische Leben habe. Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann erzählte in humorvoller Weise eigne Erlebnisse aus der Zeit der Berufung Wimmenauers nach Gießen und endete mit einem Hoch auf bie Kinber bes Jubilars. In seiner nun folgenben Dankesrebe gebuchte Geh. Forstrat Wimmenauer auch ber Männer, bie in seiner forstlichen Lansbahn von hervorragendem Einfluß auf ihn gewesen waren: Gustav Heyer, Ebuarb Heyer, Traudt und Fürst Ludwig zu Solms-Lich. Sein Glas galt der forstlichen Jugend, an die er bie Mahnung richtete, sich ihren frischen Jugenbmut auf ferner zu bewahren unb immer an der Losung „furchtlos unb treu" festzuhalten. Zum Schluß bankte noch Oberlehrer Dr. Wimmenauer aus Mainz, ein Sohn des Jubilars, im Namen der Gäste für die Einladung zu der so schön verlaufenen Feier.
Der inoffizielle Teil' des Kommerses hielt die Festteilnehmer noch lange in gemütlicher Runde beisammen.
Deutsche» Reich.
Die „Täglickye Rundschau" berichtet: Wir haben Grund zu der Annahme, daß Herrn Wermuth die Verhandlungen über eine Neubesetzung des Frankfurter Ober- bürgermeisterpostens gänzlich unbekannt sind.
lieber bie Errichtung eines Reichsschulmuseums in Berlin finb, so wirb uns aus Berlin geschrieben, zwischen ber preußischen Unterrichtsverwaltung unb dem Reichsamt des Innern Verhandlungen eingeleitet worden. Tie vom Kultusministerium Deran|ialtete deutsche Schulausstellung auf der Brüsseler Weltausstellung wird den Grundstock für das neue Schulmuseum bilden. Das Reichsschulmuseum wird eine vollständige Sammlung der früheren und jetzigen Schuleinr ich tunken, Lehr- unb Lernmittel, ber Stundenpläne unb ber Schülerleistungen auf- weisen unb so ben Fortschritt im Unterrichts- unb Erziehungswesen deutlich vor Auaen führen. Die Verhäng hingen dürsten in absehbarer Zeit zum Abschluß gebracht werben.
Der Sachverstänbigenausschuß zur Herbeiführung einer beutschen Einheitskurz- schrift wirb auf Einlabung ber Reichsregierung am 29. April zusammentreten. Von ber Regierung ist bem Ausschuß ein Fragebogen zur Beantwortung borgjlegt worben, der u. a. folgende Fragen enthält: „Sind die Systemvertreter bereit, unter allen Umständen eine deutsche Einheitsstenographie zu schaffen, selbst wenn diese toemg ober nichts von den Schreibweisen des eigenen Systems enthalten sollte? In welckyen Stufen soll sich die neue Einheitsstenographie gliedern? Soll für die erste Einsührung das Regelwerk einfach, fest und mit wenigen Ausnahmen belastet fein, ohne baiß dadurch ein einheitlicher Aufbau des ganzen Systems in Frage gestellt wird? Soll bie Auswahl der Zeichen unb Regeln eine leichte unb sichere Lesbarkeit auch bei schnellerem unb flüchtigem Schreiben gewährleisten?" — Mit ber Beratung biejer Fragen wird >ich ber Ausschuß demnächst besassen.
Der Aussa-uß bes Deutschen Wehrvereins hat in feiner Sitzung vorn 24. d. M. beschlosfen, ben Gesarnt- vorstanb für ben 11., bie Hauptversammlung für ben 12. Mai nach Berlin einzuberusen. Es soll bann auch Stellung zur Heeresvorlage genommen toeroen.
Spionagejälle in den letzten Zähren.
In ben letzten Jahren haben sich die ^.pionagesälle im Reiche in beunruhigender Weife vermehrt. Die Nachrichten des deutschen Wehrvereins geben einen kurzen Heber» blick über die seit 1906 beim Reichsgericht in Leipzig zur Aburtei.ung gemngten Fälle. Es kamen zur Verhandlung: Handlung:
Im Jahre 1908: 8 Fälle, 3 Freisprechungen, die übrigen bis zu 4 Jahren Zuänhaus; im Jahre 1909: 8 Fälle, sämtlich verurteilt, darunter bis zu 9 Jahren Zuchthaus: im Jahre 1910: 13 Fälle, sämtlich verurteilt, darunter bis zu 10 Jahren Zuchthaus : im Jalsre 1911: 13 Fälle, sämtliche verurteilt, darunter bis zu 12 Jahren Zuchthaus.
Tie Verhandlungen richteten sich: im Jahre 1908 gegen 3 Elsässer, 5 Deutsche: im Jahre 1909 gegen 4 Elsässer, drei Deutsche, 1 Franzosen: im Jahre 1910 gegen 3 Elsägcr, fünf Deutsche, 1 Franzosen, 2 Engländer, 3 Lothringer: un Jahre 1911 gegen ö Deutsche, 1 Französin, 2 Engländer, 2 (Runen, 1 Luxemburger, 1 Italiener, 1 Ungar.
Es ist geradezu eine Schanoe, daß unverhältnismäßig viel Deutsche sich haben verleiten lassen, ihr Vaterland zu verraten, unb aus,allenb grod ist die Zahl der Elsässer und Lothringer, eine Tatsache, die für uns große Ge- fahren in sich oirgt, da doch die Reichslande bie Operativ nsbasis unserer Armeen im Kriegs,alle gegen Frant- reich finb.
Au» S*taOt un- taut.
bleuen, 27. April 1912.
25jähriges Tozenleujubiläum des 8ch. Forstrats Prof. Dr. Wimmenauer.
Am letzten Donnerstag oaueii |iuj viele frühere unb jetzige Schuler des Geh. F-vrstrat Prof. Dr. Wimmenauer hier zusammeugefunben, um das Gedächtnis bes Tages zu feiern, an bem er vor 25 Jahren feine akabemische Lehr- tatigteit begonnen hatte Zeigte zunächst schon rem äußerlich die grooe Zahl der Teilnehmer, md welcher Liebe unb Verehrung sie an ihrem Lehrer hangen, so ging dies erst recht aus dem ganzen Verlauf der Feier hervor. Um 12 Uhr nahm ber Jubilar bie Glückwünsche in seiner Doh»
** TageSkalenber Kolosseum: Täglich Vorstellung. R t n e m a i o g r a p l): Täglich BorneUnng.
Bioarapv: Täalicv VorueUuna.
Gemäldeausstellungdes KunstvereinS im Turm- bnue am ibianD. läeoiinei tag.ich (mit 'Ausnahme von c-ameiQg), doii 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr.
Museum bes oberhessischen GeschichtSvereinS. Äeösjnel Tonntag, .8. April, pornnuags 11 — 1 Uhr unb nachmittags 3 d Uhr nnentaeltlicb.
Museum für Völkerkunde. Geösfnet an Sonntagen von U—i Uhr uoriniuags und 4—ti Uhr nadnmttags.
'Dl i [ i t ä r t o n 8 e v t in eiein« Karten(Eröfsnung ber Sommer- saison) Sonntag nachnu.tag 4'/« Uhr.
Anlageinujik am Sonntag mittag- 12 Uhr (nur bei gutem Welter) in ber Süb-Auloge. Sptelplan: 1. Ave Maria von Fr. Schubert; 2. Fanlnste a. b. Cpec .Earinen^, doii Bi;et: s. Jni'el Ouvertüre von Ehr. Bach; 4. Uuser Kronprinz, Matsch doii P. Vogt.
- LanbeSuniversität. Heute mittag 12 Uhr fand in der Aula bie erste feierliche Immatrikulation für bas Lonimerseniesler statt. 215 Slubiecenbc würben zum ersten, mal immatrihihert.
** National-Flugspenbe. In unserer Geschäftsstelle gingen ferner ein: Von Unteroffizier Kreiling (6. Komp.) 2 Mt., Magoa Giese 0.50, Hellmuth Giese 0.50, Eanb. mcd. St. 5, Stub. theol. H. Weber-Lich 3, Prof. Körte 5, Marg. Korte 1, Arnold Korte 1, zus. 18 Mk. — Bereits quittiert 224.30 Mk. Bis heute eingegangen 242.30 Mk.
** Die Verkehrs-Einnahmen aus bem Personen- unb Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: für bie Eisenbahnbirektionsbezirke Frank- I u r t a. M. unb Mainz: im März 11 12j 000 Mk. ober gegen bas Vorjahr mehr u39 000 Mk. — 6,0J Proz., in ber Zett vom Beginn bes Rechnungsjahres 142 55 < 000 Mk. ober gegen bas Vorjahr mehr 8 4,0 000 Mk. — 6,32 Proz.; für bie Preußisch-Hessische Eisenbahngeme in schäft: km März 184 702 000 Mk. ober gegen bIS Vorjahr mehr 12 323 000 Mk. -- 7,15 Proz., in ber Zeit vom Begmn bes Rechnungsjahres 2199 181 lO3 Mk. ober gegen bas Vorjahr mehr 169 809 000 Mk. - 8,37 Proz.
** Lehrerpersonalien. Ernannt würben bie Schulamtsafpirantinnen Pauckne B o m m e s aus Kürzel (Lothringen) unb Gerba Mayrhofer auS Erlangen zu Lehrerinnen an ber Höheren Mädchenschule in Mainz unter Beladung in der Kategorie der Voltsschuckehrerinnen. Erledigt sind: Eine eoang. Schuijlecke zu Unter-Seibertenrod, Kreis Schoteen. Mit ihr i|t Organisten- und Vorlesegottesdienst verbunden. Eine evang. Schulstetle zu Sellnrod. Die Stecke hat Ortszulage. Eine evang. Schulstelle zu Radmühl. Die Stelle hat Ortszulage.
" Das Museum beSOberheffifchenGcichichlS- Vereins ift, um auch an einem Nachmittag Gelegenheit zu seiner Beuchugung zu geben, morgen außer der üblichen VejuchSzeil von 11 biS 1 Uhr auch oon 3—6 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
** st un ft De rein. Neu ausgestellt ist eine Sammlung von 19 Gemälden von Adeline Koerner-München. Diese sowie die Sammlung von Pros. H. v. Sollmann bleiben nur^ kurze Zeit ausgesteltl. Die nächste Ausstel- lung wird L>imptizisiunuü-Ottgina.e unb Zeichnungen utid Rabierungen vom Verbanb zeich. zkünstler Münchens aui- zuweiscn haben.
** Don ber Hassia. Die 7. Scrbanb5Iottertc ber Kriegerta m erad schäft Hassia ergab einen Gewinn von 8404.20 Mk., bavon entfallen auf bie Verbanbs- vereine 2801.40 Mk. Die Führung bes Großherzoglichen Wappens in ber Fahne wirb bem Militärvercin Ossenheim gestattet. •
** Kriegerverein. In einer recht gut besuchten Monatsversammluna sprach am Donnerstag abenb Kam. Gerichtsreferenbar Locher über bas Thema: „Was muß >er Laie von ben Bestimmungen bes Erbrechtes wissen." Der Dortragenbe erläuterte zunächst eine Zeichnung, in welcher Weise bas Bürg. Gesetzbuch bie Erbfolge geregelt hat, behanbelte bann bie Tätigkeit bes Nachlaß Gerichtes, zeigte auch, unter welchen Umstänben der Erbe bie Erbschaft auSschlagen unb wie er sich Kenntnis von bem Staube ber Erbschaftsmasse verschossen kann. ES würbe emer erwähnt, baß ber Erblasser frei barüber verfügen ann, was nach feinem Tobe aus ber Erbschaft werben soll. Testament unb Erbvertrag würben näher besprochen unb auf bie Form ber Abfassung eines Testamentes befonberS singewiesen. Zum Schlüsse würbe noch angegeben, wie ein'bereits abgefaßtes Testament jeberzeil toi errufen tocr- >en kann. Der interessante unb von einer grünblauen Durcharbeitung bes Stores zeugenbe Vortrag würbe sehr »eifällig aufgenommen unb bem Vortragenben ber Dank »er Versammlung ausgesprochen. Es wäre nur nt wünschen, »aß berartige Vorträge immer noch besser besucht mürben. Im Laufe bes Abenbs gab ber Vorsitzende, Staatsanwalt Stümpert, noch die Tagesordnung für den am 28. ds. Mts. in Gi-'ßen fiittjinoenben BezittS.ag bekannt Auch teilte er mit, daß von der „$affia" für den 6., 7. und 8. Juli eine Fahrt auf den Kyffhaufer geplant fei. Er forderte zu zahlreicher Beteiligung auf, da ja die Fahr- ! oft en (13.50 Mk. in 3. Kl.) verhältnismäßig gering seien. Anmeldungen können bis zum 1. Juni bei dem Vorsitzenden erfolgen, der zur weiteren Auskunft bereit ist. Auch verbreitete er sich noch über die Ziele deS „Wehrvereins" und empfahl den Anwesenden ben Beitritt zu biefem Vereine.
♦♦ Die Evang. Arbeiter -unb Gesellenvereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Homburg v. b. H., Marburg unb Wetzlar, bie sich int vorigen Jahre zu einer losen Vereinigung zusammeugeschlossen haben, halten am Sonntag, 19. Mai, eine Vertreterversammlung in Wetzlar ab. Neben Sxipreujung allgemein intcrefiiereii- ber Vereinsfrageu sind für bie Tagung zwei Vorträge in Aussicht genommen unb zwar wirb Pfarrer LooS-Butzbach über die Stellung der Evang. Arbeitervereine zur Jugendbewegung, H. Kirchner-Gießen über die durch die Reichsvetsicherungsordnuug bedingten Aeuderungen der Arbeiterversicherungsgesetzgebung sprechen Nach Schluß der Sitzung ist eine Besichtigung der Stadt sowie Zusammensein mit dem Verein Wetzlar vorgesehen.
•• Ge werbeverein. Tie diesjährige Hauptversammlung findet nächüen Montag abend im Gcwerbe- hQii8 statt. Ter Verein wird auch zu den demnächst siatt- sindenden Gewerbegerichtswahlen Stellung nehmen. Die gewerbliche Fortbildungsschule wird am kommenden TienStag mittag, pünktlich 1 Uhr, ihren Anfang nehmen. Die Zahl der Anmeldungen ist größer, als erwartet wurde.
** Lichtbildervortrag. Heute abend findet im Caf6 Leib (Kolosseum) ein Lichtbildervortrag über Reiseerlebnisse in Afrika von Branddirektor Braubach statt; hierzu sind die Mitglieder beider Wehren nebst ihren Angehörigen einaelaben. Das Einführen von Nichtmit- gliedere oer Wehren ist gestattet.
** Dolks-Sinsoniekonzerte. Man schreibt uns: Aucy hier will man letzt einem hier seit langem bestehenden Bedürfnisse, auch den Minderbemittelten für wenig Geld erlesene Kunstgenüsse zu bieten- durch Einführung von Voltskonzerten Rechnung tragen. Das erste dieser Konzerte findet am Donnerstag, 2. Mai d. IS., in der ehem. katholischen Kirche statt. Weder Mühe noch Kosten wurden gescheut, nur Hervorragendes zu bieten. Erstklassige Solisten find für die Aufführung gewonnen, unb im übrigen bürgt bas Orchester, unsere Regimentskapelle, mit ihrem Dirigenten, Obermusikmeister liober, für eine künstlerische Daroietung. Wie bas Programm besagt, wechselt klasfiiche Musik mit moderner ab, so daß jedem Geschmack sJted)nung getragen wird. Es liegt im Interesse des Publikums, durch zahlreiche Beteiligung die Fortsetzung bildender, künstlerischer Volkskonzerte zu sichern. Bei reger Betelligung stehen für ben kommenden Winter mehrere derartiger Konzerte bevor. Sie sollen ebensalls in bet alten katholischen Kirche ftatyfinben. Die Einrichtung bet Plätze ist bei bem Umbau derart bedacht worden, baß ieber Platz für sich abgeschlossen ift
♦♦ Neue Zugverbinbungen. Man schreibt uns: Es ist burchaus nicht gleichgültig, wem die im Interesse der vielen Bewohner des Lumdatales liegende Verbesserung bet bortigen Verkehrsverhältnisse zu verbauten ist Sehr viele haben sich barum bemüht. Erfolg hat erst der Reichstagsabg. Dr. Werner gehabt. Das geht schon barau» hervor, baß das Ministerium der ofsentlicyen Arbeiten unter Bezugnahme auf die Eingabe Dr. Werners diesem Mitteilung üoer die erfolgte Vertehrsverbessetung gemacht hat — (Anmerkung der Redaktion: Es wäre gut, wenn diese Diskussion nunmehr geschlossen würde.)
* Die Obstblüte hat in einem Reichtum, wie er selten vockommt, — ,c8 blüht das fernste, tiefste Tal, das Blühen will nicht enbrn* — einen im allgemeinen günstigen Verlauf genommen. WemgilenS die Birnen- und Apfelblüten konnten sich bis jetzt ohne Störung entwickeln, ebenso auch Pflaumen und Zwetschen. Die Kirschen, namentlich Früh- lirschcn, und Walluüsse, haben in einzelnen Lagen durch Frölie Not gelitten und stellen nur eine Teilernte in AuS- 'icht. Gleiches ist der Fall bezüglich der feineren 6Umobil- iotlen: Mirabellen, Nemeklauden und Pflcstchen.
** DaS Deckgelb für Bebecken von Stuten. Vom Beginn ber Deckperiode 1912 ab ist bas Deckgelb für Bedecken oon Stuten durch Hengste bes Lanbgestuts auf 2 0 Mark für jede Stute eryoqt worden. Tie hef.i- fchen Stutenbesitzer haben nach Schluß der Dcckperiode nur die Hälfte dieses Betrages, also 10 Mark auf An- ' fordern zu bezahlen, die anoere Hälfte wirb ihnen ge- ,tunbet bis zum Ablauf des Rechnungsjahres. Wenn jedoch bis zum 15. Juni des auf das Detten folgenden IapreS von dem Befitzer nachgewiesen worden ist, daß seine toäb renb der vorigen Decrperiode gedeckte Stute ein lebendes 1 Fohlen nicht geworfen hat, so wirb ber Rest bes Deck gelbes erlassen. Beim Verlauf einer geoedien Stiue rund einem Orte außerhalb Hessens wird die zweile Hälfte des > Deckgeldes auch dann nicht erlassen, wenn die Stute ein • Fohlen nicht zur Welt gebracht hat. Für nicht pef|W > stutenbesiüer findet weder eine Smnbung, noch ein Erlaß beS DeckgeldeS statt. Das seither festgesetzte, von den yessi'
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jq bmnngelicdetn Stock । 2 du Splöbuben edenfa - initn, da bann keine jütidii iverden. Bei em . Mer eingedrung *rnnen. wurden aber al intn Landwirl wurden tetendn und andere Sc 2 Zmittage em. M Miii. Am Freitag t -,m mit Gewehren ai rjfdjien, ohne ihren i
0Storndorf, 2 ri äseilbahilverbindung ai hier von einer prän Renzendorf is nne zeitgemäße Umi am modernes Beckehrsi Lfdb und scktotten zu falm noch viele Jahre kii8 einmal bie Freude ‘.d nächste Städtchen zu
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L. Friedberg, ha bars nach einer amtes wieder jeden Schloßpari ist für das x Bad.Rauhet WWntt ^od)e Pim zu Besuch Joachim m Sanala MJiitemabm, meist in tu täglich Anösahrlen mi ^r|nj Joachim nach Unioafität zu beziehe b'e zum 10. Mi hj„ 6,m Kaiser znsomme Tie Anwesen raison schon einent •j 'l noch nie oeneid 7"'- Bades ist eben stl'ch war es an < ' rde auch von der ft lli begrüßt.
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