Ausgabe 
27.4.1912 Erstes Blatt
 
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DerbandS-Dettläufen, o (t j ä b r 11 cb abwechselnd m den ein­zelnen. hierfür geeigneten, im liegenden Qxeirgen.

Handel.

X. Hanau, 26 .April. Bauunternehmer Friedrich Keunecke, der hier etwa dreißig größere Hausgrundstückc im Werte von etwa 11/2 Millionen Mk. und im Spessart ein Sägewerk besitzt, ist in Konkurs geraten.

die ländlichen Ortschaften Elektrizitätswerke 'Dtarburg und (Sieben vor. Es wurde be­schloßen. eine Besichtigung der von (Sieben 0118 eriolqenbcn

trotz tatkräsliger Bckämvsung der Bewohner der umltegenben Ortschaitcn 2 Hektar Wald zum Cpier fielen. In Ebs­dorf sand gestern eine Versammlung statt, welche sich m> der Frage der Beschossunq elektrischer Energie für befaßte. ES logen Angebote bei

Kleine Lageschronik.

Zwischen den Baumschulen von Späth und dem neuen Rn« botoer Krankenhaus bei Berlin verbreitete sich gestern abend ein offenbar von Brandstiftern angelegtes Feuer mit großer Schnelligkeit aus. Viele Bäume wurden von den Flammen ergriffen und verbrannten, obgleich verschiedene Feuerwehren bald iur Stelle waren. Ebenso ist viel Kleinvieh verbrannt. Cb Menschenleben zu beklagen sind, ist noch nicht fefi-

genommen Somit wird dieser herrliche Aussichtspunkt bis zur schönen Sommerzeit für dre Touristenwelt wieder zugänglich.

x Krofdorf, 26. April Der GesangvereinGer- mania" rüstet zur 70jährigen Jubelfeier, bic in Verbindung mit dem ersten Wettstreit deSDünSberg- Sängerbundes" für den letzten Julisonntag festgesetzt ist. Außerdem feiert unser Turnverein am 18. August fern 25jähriges Bestehen.

Heffen-Naffau.

[] Marburg, 26. April. Bei bet Reparatur einet Backofens wurde heute morgen bet Maurer Bernhard stein auS Sangerhausen durch eine um stürzende Difluer getötet

0 Fronhausen, 26. April. Zwischen Damm und Oberwalgern brach gestern ein Waldbrand auS, dein

Luitßchinahrt.

Johannisthal. 26. April. Heute morgen unternahm die Baronin von Leitner mit ihrem Fluglehrer Fokker als Ma­gier auf einem Fokker-Eindecker Flugversuche. Der Apparat rutschte in einer Kurve an. weil die Baronin das Seitensteuer zu stark angezogen hatte, und wurde völlig zertrümmert Die Fliegerin erlitt innere Verletzungen, während Fokker unverletzt blieb.

Leipzig. 26. April. Aus dem Flugplatz Lindenthal landete heute morgen 7 Uhr ein Albatroß-Militärdoppel- beder mit Leutnant do er per als Führer und Leutnant Fink als Mstfahrer. Die Offiziere waren heute morgen um 5 Uhr in Döberitz ausgestiegen und beabsichtigen spätestens heute abend nach Weimar weiterzufliegen.

Sport.

Der Gießener Schiklub (Schiklub Wintersport Gießen) schreibt uns: Kürzlich fand in Franffurt a. M. eine Versammlung von Schi-Vereinen aus den benachbarten Gebirgen statt in der die vorbereitenden Schritte getan wurden, um einen größeren Schi-Verband Untere er banb des deutschen Schi-Verban- des^ zu gründen, der die Gebirge: Hundsrück, Taunus, Westerwald, Vogelsberg Gießener Schiklub', Rhön, Spessart und Oden­wald umfassen soll. Der Verband bezweckt: Förderung und Ver­breitung des 'Schilaufes in den Gegenden, die in den Bereich des neuen Verbandes einbezogcn werden: Abhaltung von'Sch.kursen, Anlegung von Uebungsvläsen, Sprunghügeln usw. m den ver­schiedenen Gebirgen, Bezeichnung von Wegen: Verbesserung der Verkehrs- und Uttterkunstsverhällnisse: Herausgabe von Berzeich- 1 nissen über Schitouren in den erwähnten Gebirgen,- Abhaltung von

Der Untergang der ditanic

Uneinigkeit im kennt.

Washington, 26 April , Die innere Uneinigkeit deS SenatSauSichusses und ihre Unzufriedenbeit mit den Methoden deS Vorsitzenden, Senator Smith. Tarn heute -um offenen .1 u 6- b r u d). Zuerst wurde in einer Abstimmung die Initiaxipung Smiths umgestoßen, daß der Cuarliermeifter, beriitanic" in Amerika -urückgehalten werden soll. Zum Schlüsse wurde eine Beschleunigung des Zeugenverbörs durchgesetzt. Die Mitglieder der Kommission sollen sich in die Zeugenvernehmung teilen.

De A il üflfn eir dem Senat.

Washington. 26. April. Ernest Gill.^ein Mitglied der Mannschaft derdalifomian" sagte vor der Senatstommufton aus. diedalifomian" sei nur zehn Meilen von derIitamc" entfernt gewesen. D i e Raketen habe man deutlich ge­sehen. Kapitän Lord habe aber die Notsignale igno­riert. Kapitän Lord bestreitet die Aussage GillS. Evans, ein Matrose der ..Titanic" sagte aus. die Frauen hätten drei Fuß tief in die Rettungsboote springen müssen, Kinder seien in die Boote hineingeworfen worden. Das Senatskomitee vernahm 25 Passagiere derTitanic" besonders. Diese sagten auS, niemand habe geglaubt, daß dieTitanic" untergehe.

Neuy 0 rk, 26. April. Der DampferMac Kan Bennet" meldet, die Leichen von Astor und Isidor Strauß, die sich, obwohl ihnen die Möglichkeit gegeben war, nicht retteten, um die Frauen vorzulassen. seien geborgen.

Neuy 0 rk, 26. April Nack Ansicht der Aerzte ist bei den Personen, die mit derTitanic" in die Tiefe gingen, der Tod durch Wasserdruck sofort eingetreten.

Southampton, 26. April. Die Ausreise derOlym- bie" ist ausgegeben worden. DaS Schiff kehrt in den hiesigen Hasen zurück.

elektrischen Ortsveriorgnng in Krofdorf-Gleiberg oorjunehmen.

W. Frankfurt a. M., 26. April. Im Frankfurter Wald, nahe der Unterschweinstiege, verunglückte heute vormittag ein mit drei Personen besetztes Automobil der Oppelwerke Rüsselsheim. Das Automobil kam von der Straße ab, stürzte um und begrub sämtliche Jnsaften un­ter sich. Einer wurde getötet, die beiden anderen wur­den schwer verletzt.

Battenberg, 26. April. Die beiden Zigeuner auf der Kröge sind auf den dort wohnende Batten­berger Flurhüter Dorn seif nicht gut zu sprechen, weil er ihnen auf die Finger sieht. Als sie ihn vorgestern beim Pflügen sahen, überfielen sie ihn, warfen, jhn zu Boden und steckten ihm Erde in den Mund. Merkwürdigerweise rührte ein daneben arbeitender Bauer aus einem Nachbar- orte kein öilieb, dem Bedrängten beizustehen. D. konnte sich trotz der erfahrenen Unbill aufraffen und eilte nach Hause, bie Zigeuner hinter ihm her. Als fie auf feinem Gehöfte auf ihn eindrangen, gab er zwei Schüsse ab, den ersten in die Lust, den zweiten auf die Braunen. In bie Brust getroffen brach einer zusammen. Trotz der vielen erhaltenen Sdjrote schleppte er sich auf den Bahnhof und suchte die Marburger Klinik auf. lieber das Vorgeben der beiden Zigeuner herrscht n. d. Hess. Ldsz. hier tiefe Ent­rüstung; man wundert sich, sie noch auf freiem Fuße zu sehen. ________________________

hfrn Stutenbesitzern zu zahlende Trinkgeld für den Land- öestütsdiener von 1 Mark wird mit der ersten Hälfte des Teckaeldes erhoben, während das den nicht heffischen Stuten besitzen mit 2 Mark zur Last fallende Trinkgeld wie bis­her mit dem Deckgeld an die Landgestütsdiener zu ent­richten ist.

Kreis Büdingen.

§§ Büdingen, 26. April. Mit Beginn der Früh- jahrSfaison wird auch der ,W il de st ei n\ ein naher, be­liebter Ausflugsort, em anderes Kleid erhalten. Hinter dem Wirtschaftsgebäude wurden schattige Plätze angelegt, du Felsen mit hübschen Sträuchern bepflanzt. Von hier aus genießt man einen reizenden Blick auf unsere Stadt.

c= Hatngründau, 25. April. Von einem traurigen Geschick wurde eine hiesige Familie ereilt. Während du übrigen FamiliengUeder vorgestern morgen in Hos und Porten beschäftigt waren, befand sich bie 16jährige 2od)ter, die für gcwöhnlich der Aufsicht bedurfte, auf kurze Zeit allein nn Wohnzimmer. Sie benutzte die Gelegenheit, int Ofen Feuer onzuzüuden, wobei ihre Kleider und Haare tu Brand gerieten. Dabei erlitt sie so schwere Bcano- wiindeu, daß sie densellen noch in der kommenden Nacht erlag.

(? )Lindheim, 26. April, heute vormittaa wollte ein ungefähr 20 Jahre altes Mädchen auf den schon in Bewegung befindlichen Stockheimer Zug auf - springen, glitt dabei auS und kam unter die Rader. Der rechte Fug wurde über dem Knöchel abgefahren und der linke vollständig zerquetscht. Herr Dr. Matthes von Altenstadt legte den ersten Verband an und sorgte für die Uebcrbringung des Mädchens mit dem nächsten Zug nach Gießen.

KrriS AlSfeld.

O Köddingen, 26. Apnl. (Einbrüche.) In der Nacht auf Freitag wurde hier an verschiedenen Stellen emgcbrochen. Bei einem Gastwirt wurden zwei Faß Bier mit zusammen 30 Ur. fijihali gestohlen, ferner 10 Fläschchen Limonade. Aus dem Oel- ? war ccr itiabn l»e rausgerissen und durch einen in W Spund­loch bineingeftcdetn Stock ersetzt. In dem Keller des ^chulhau,es bcm die Spitzbuben ebenfalls einen Besuch abstatteten, war nichts zu hüben, da darin keine für sie erwünschten ^Ssnstandc unter­gebracht werden. Bei einem Landwirt waren die Einbrecher auch u» den Keller eingedrungen und glücklich bis an den Krauttovf aekommen, wurden aber an ihrer wetteven ,,Arlu:tt geftön. itmem anderen Landwirt wurden 14 Hühner 2 Hähne, etwa 3 Korbe Kartoffeln und andere Sachen entwendet. Die Gendarmerie tra am Vormittage ein. Man tonnte die Spur bis in den Wald verfolgen. Am Freitag mittag rückten etwa 3040 hienge Ein­wohner mit Gewehren auf die Suche aus, mußten aber wieder beunkchren, ohne ihren Zweck erreicht zu haben

O Storndorf, 26. April. Wie überall bie Automobil- und Eisenbahnverbindungen eine Tagesfrage bilden, so hört man auch hier von einer geplanten A u 10 m 0 b i l v e r b i n du n g Troiwfrn Renzendorf und Storndorf. DaS wäre in der Tat eine zeitgemäße Umwandlung der seitherigen Postverbindung in ein modernes Berkehrsmlltel. Auf die Bahnverbindung zwischen Alsfeld und Sckwtten zu warten, hat keine Bedeutung: ^nn cs könnten nod; viele Jahre vergehen, bis die Bewohner des Vogels- 'Herges einmal bie Freude haben werden, gemütlich nut der Bahn in das nächste Städtchen zu fahren.

<Bcrid)ü|aal«

--Tie Befugnisse der Sittenpolizei. DaS Reichs­gericht hat, wie bet .^Juristischen Wochenschrift" zu entnehmen ist, bei Nachprüfung bes Falles der Mainzer Polizei- assistentin über die Befugnisse der Sittenpolizei folgende Grundsätze aufgestellt: Eine körperlicheUntersuchung darf nur dann angekündigt ober angeorbnet werben, wenn em aus be­stimmten Tatsachen abgeleiteter Beweis sür die gewerbs­mäßige Begehung der Unzucht erbracht ist. Voraussetzung ist also, daß der zuständige Polizeibeamte nach ferner pflicht* gemäßen Ueberjeugung eine Frau der gewerbsmäßigen Unzucht, somit bet fortgesetzten Hingabe ihres Körpers an mehrere Manncr gegen Entgelt für überführt erachtet. Mangelnde sittliche Führung, das Unterhalten von Liebesverhältnissen, anstößiges Benehmen geben dazu an sich keine Berechtigung, so lange nicht Tatsachen vor­liegen, die dringend auf bie Gewerbsunzucht Hinweisen. Völlig unzulässig aber ist es, die körperliche Untersuchung lediglich zu dem Zwecke anzuwenden, um die Untersuchten des Geschlechts­verkehrs zu überführen; damit hat diese im Interesse der öffent­lichen Gesundheit gegen Dirnen zugelassene Maßnahme nicht bas Geringste zu tun. Androhung ober Anlünbigung bet Untersuchung ist ein Mittel, bas bie Polizei als Nötigungsmittel überhaupt nicht, onft aber jcbenfalls nur gegenüber ben als Dirnen erkannten Frauen anzuwenoen befugt ist.

Berlin, 26. April. (Privat-Telegramm.) Im Me- thplalkohol-Vergislungspto- wurde heute vormit­tag die Beweisaufnahme geschlossen. Ter Angeklagte Meyn wurde vom Gericht aus der U n t e r s u ch u n g s h a s t entlassen: ferner wurde die von dem Angeklagten Dahle gestellte Kaution freigegeben. Morgen sollen die Plaiboyets statt- inden.

Berlin, 26. April. Im Prozeß gegen ben Bahnangestellten Friehe wegen Ueberfalls auf den Kafsenboten Klein von der Darmstädter Bank, wurde der Angeklagte wegen versuchten schweren Raubes unter Zubilligung mildernder Umstände zuvietJahten 11 Monaten Gefängnis verurteilt. Von den Geschworenen wurde zuerst bie Schulbftage auf versuchten Totschlag unb ver­suchtem schweren Raub unter Versagung milbetnber Umstande bejaht. Ter Staatsanwalt beantragte eine Strafe von 14 Jahren 11 Monaten Zuchthaus. Währenb bet Beratung bes Gerichts­hofes sahen bie Geschworenen ein, baß sie sich zu Ungunsten bes Angeklagten geirrt hatten. Vor bet Verkündigung bes Urteils erklärte bet Obmann: Von den Geschworenen habe ich einstimmig ben Auftrag erhalten, zu erklären, baß wir uns in bet Beratung bezüglich einer Frage zu Ungunsten bes An­geklagten geirrt haben. Wir bitten, nochmals beraten z u b ü r r e n. Tas Gericht beschloß das Derichtigungsvenahren als zulässig. Tie Geschworenen zogen sich zu einer neuen Be­ratung zurück und bejahten bann nur bie Schulbftage nach ver­suchtem schwerem Raube unter Zubilligung mildernder Umstände. Daraufhin wurde das Urteil gefällt.

Bad-Nauheim

PlMM oom 28. Arril bis i Mai 1912

Täglich nachmittags unb abends auf der Kur terraffe ober im KonzerrbauS Konzert.

Sonntag, den 28. Avril, nachmittags 46 Uhr, abends 89/> Uhr, auf der Terrasse ober im $tomertbau6 Konzert der Kurkaoelle.

Mittwoch unb Freitag das Nachmittagokonrert der Kurtavelle unter Leitung des Königlichen Profefsore Hans Wivderttein.

SamStag, abends 8*«Utir, im KonzerthanS erstes Sivfouickonzert der Kurkavelle unter Lei- tunn des Königt. Profestors HanS Winder- stein.

Veranataltanfen im KurhanMMl abends 8 Uhr:

DienStaa .Melodramatiicher Abend- von Hob tat Mar Bebrcnd aus Mainz.

Freitag Weiterer Qveretieuabeud- veranstaltet von Hanauer u. Mainzer Bühnenkünstlern.

Vorläufige Anzeigen:

Sonntag, 6. Mai, auf der SurhauSterrafse Milttiirkonzert Abends 8 Uhr im Kurhaus- (aal Tbeater.

Dienstag, 7. Mai, im Theaiersaal Tanzabend Ltolze-King.

Samstag, l l .Mai, abends 8>/« Uhr im Konzert' haus WobltäNgkeitSkonzert zum Besten des Roten Kreuzes. (D/4

Für die diesjährige Saison werden für die

Smsonie» und Künstlertonzerte Abonnements aus- gegeben. Altes Nähere im Gefchästszimmet Kur­haus Bad-Nauheim.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 26. Llpril. Das Großh. Schloß Lier darf nach einer Bekanntmachung des Hosmarschall- Samtes wieder jeden Tag besichtigt roerben Der Schloßpark ist für das Publikum noch nicht geöffnet.

Bad-Nau heim, 26. April. Nachdem in ver- j Ipangenec Woche Prinz Adalbert für kurze Zeit bei der liatscrin zu Befuch war, war mehrere Tage Prinz Joachim ,m Sanatorium Groedel anwesend. Der Prinz ^mtetnabm, meist in der Uniform des 1. Garderegiments z. F., täglich Ausfahrten mit der Kaiserin. Bon hier aus teilte Prinz Joachim nach Straßburg weiter, um die dorii ie Universität zu beziehen. Tie Kaiserin bleibt voraussichtlich bis zum 10. Mai hier und wird dann in Wiesbaden mit dem Kaiser Zusammentreffen, der um diese Zeit von Korfu kommt. T»e Tlnwesenheit der Kaiserin bedingt, daß die Laison schon einen Höhepunkt erreicht hat, den sie um diese 'Zett noch nie verzeichnen konnte. Ein häufiger Besucher unseres Bades ist eben da« Zeppelin-LuftschiffViktoria Luise'. Kürzlich war eS an einem Tage allem zweimal hier. Es wiirde and) von der Kaiserin vom Balkon der Villa Groedel aus begrüßt. .

Starkenburg und Rheinhessen.

D. Darmstadt, 26. April. Heute ist der erst kürz­lich in ben Adelsstand erhobene Flügeladjutant ä la suite des Großherzogs von Hessen, Major z. D. v. Kraemer- E l st e r sl e i n in O r m e s h e i m in der Pfalz nach längerem Leiden im 50. Lebensjahre gestorben.

,rm Darmstadt, 26. April. Aus der Haft ent­lass e n wurde heute der Zigarrenhändlcr Daniel N u m r i ch hier, der vor 14 Tagen auf eine Anzeige des wegen Sleuerdeftaudatwn und Urkundensälschung durchgegangcnen Zigarettenfabrikanlen Za cobsohn aus Veranlassung des Untersuchungsrichters m »art ge­nommen worden war. 6s sind in der Zimfchenzelt Zeugen und Sackiverslandige durch den Untersuchungsrichter vernommen wor­den, doch hat sich außer dem Brief kein belaltendcs Material ergeben, so daß die Haftentlassung angeordnet wurde - Ausgebrochen ist in der vergangenen Nacht au8 dem L anbes irrenho | o 11 a l Hosheim ein gefährlicher Einbrecher, .^^5 Jahre alte, viel­fach zuletzt mit 5 Jahren Zuchthaus bestrafte Schmibl aus Sprendlmgen. Er hat un 3ahre 1902 m bcm Pfarrhaus in Sprenblingen einen Einbruch verübt unb dabei reiche Beute gemacht. Die Sachverstäfwigen erklärten ihn damals nicht für geistig normal, fo daß ernicht verurtellt werden toiutte. aber wegen feiner GemeingefahrluAelt Aufnahmc in der Londes- Irrenanstalt fand. Don dorl ist er letzt auLgehrochnu W Anstallskleidung an, ist 1,66 Meter groß, ichlank und hat dmikel- Monbe Haare.

m. Offenbach, 25. 4lpril. In der,heutigen Sitzung der Stadtverordneten stellte der Oberbürgermeister den neuen Chef der verstaatlichten Polizei, Regierungsrat Dr. G a ß n e r, vor, der darauf hinwies, daß er^berufen fei, mit den Stadtverordneten gemeinsam der <?tadl Offen­bach zu dienen. Er versicherte, allen Anforderungen, bie von der Stadt und ihren Vertretern an ihn gestellt wer­den, tunlichst zu erfüllen und bitte um das Vertrauen und das Entgegenkommen, das die Stadtverordneten vorher der städtischen Polizei entgegenoebracht hatten. Zu den Projektierungskosten einer elektrischcn Bahn von Se­ligenstadt über Klein-Krotzenburg, Hainstadt, Klein-Au heim, Groß-Steinheim, Klein-Steinheim, Dietesheim, Mühl­heim nach Offenbach, die insgesamt 2600 Mk. betragen werden 400 Mk. bewilligt. Die für den Erweiterungsbau des städtischen Elektrizitätswerks erforderlichen Mittel im Betrage von 178 350 Mk. werden bewilligt.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 26. April. Die Arbeiten für den Aus- sichtsturm auf derBrühlsbacher Warte" sind in Angriff

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EstvarenurzuiMni^ ; nM befjut bes^ ö r Her

r-agesordnung fuE or i für den 6.,; , «M er geplant sei. > Z?us'..da ja bie Fahr- » Mmsmaßig gering fX.

V'ÄX =bet bem Borsitz-., i ^?kunft bereit ist. I e Biele desAehrverein- I i foeitntt ju biefem Äereint I et-unbQfefellcnüer. I ?ßen, Homburg p. b. h. |

Jahre zu eim: 4 schlossen haben, haüm an ^eterversammlungi: p ing allgemein inictef) Lerer.- Tagung zwei Vorträge ir £ hrirb Pfarrer Loos-Bupba2> . Arbeitervereine zur Ju- neEeßen über die buri bedingten Änderungen bei besetzgebung sprechen me Besichtigung der Stobt Verein Wetzlar vorgesehen. Tie diesjährige Haupt- Montag abenb im Leweibr- auch zu ben demnächst Hail- wählen Ltellung nthnitn. ldungsschule roirö aa iinktlich 1 Uhr, ihren Anfang jngen i|l größte, als erwartet

n Heute abend findet un j chtbildervorirag^- I Branddrreüor Brauds § beider Wehren nebst ; Einfuhren von Nichtr.

onzerte. Man f« einem hier en Minderbmütelteu s- rnffe äu bieten- durch b» Rechnung tragen. Dasers nnerstag, 2. Mar d. Js-. e statt. Weder Mutze s rMrD- "'"SH«»'» ' icrner ab, i°. LLe.-f£yj rd. Es liegt

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gestellt.

Aus Krakau wird gemeldet: In der polnischen Ortschaft Retsbo hat ein Landwirt im Alter von 105 I a h r e n sich in den Ehestand begeben. Er heiratete eine 75-iährige SBünx*

In W ie n wollte der d2jährige Schauspieler v. Ernest nachts ein Licht anzünden. Seine Kleider fingen Feuer Trotz schneller Hilfe erlitt er schwere Brandwunden Er wurde in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht.

Im Walde von Fontainbleau brach gestern ein durch Artilleriefeuer verursachter ungeheurer Brand aus, dessen Eindämmung nicht gelungen ist. Zahlreiche nicht krepier'te Granaten liegen in der Feuerzone, die unter der Einwir­kung der Hitze jeden Augenblick crplodieren können.

In N e u y 0 r k geriet eine Kleidersabrik in Brand. Von den 350 Arbeiterinnen ist eine verbrannt, die anderen wurden über Planken nach den benachb irtctt Häusern gerettet, viele prangen in ein aus Teppichen improvisiertes Rettunastuch.

Aus Omaha (Nebraska) wird gemeldet: Ein Eisenbahn 1 u g wurde durch einen Wirbelsturm umgeweht. 29 Per onen sind verwundet, mehrere getötet toorben

2liiiuid)er wenerverichl.

Oef fentlicher Wetterdienst, Gießen.

LetteranSsichten in Hessen für Sonntag, den 28. April 1912: Zeitweise wolkig, leichte Regen, Gewitterneigung.

Letzte Nachrichten.

Aos der Heffischen Ersten Kammer.

bs. Darmstadt, 27. April. Die Erste Kammer beriet heute unter dem Vorsitz des Fürsten zu Solms-Lick über die Aus- ührungsbestimmunqen »um Rcichs-Viehseuchengesetz und über die Entschädigung für Rindvieh, das an der Maul- und Klauenseuche gefallen ist. lieber den zweiten Punkt der Tages­ordnung entspinnt sich eine Aussprache, in der Gewerberat Falk technische Anfragen stellt, die von dem Geh. Medi-inalrat Loren» beantwortet werden. Die Beratung dauert fort.

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Rothenburg, 27. April Heute vormittag ist der Dom^ kapftular Paul v. Moser, Mitglied der 1. württembergischett Kammer, an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben.

Friedrichshafen, 27. April. L. Z. XII. ist heute vor­mittag 7.20 Uhr zu seiner zweiten Probcsahtt aufgestiegen. DaS' Luftschiff kreuzte mehrere Stunden über dem Bodensee.