Issue 
23/11/1912 Zweites Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

162. Jahrgang

Zweites Blatt

M. 277

Erscheint ISolich mit Ausnahme deS bonntagS.

Erfahrung.

Mt

Nur die Mtc der Küche wagte

neuen Bewerberinnen erklären.

N

»»*

fd)Ied)t heroisd

Aber es gibt hier keine Weißen Id) möchte meinen Namen können meine Adresse jeder ift, im Hinblick aus eine Ehe

Ter Staatskommissar von

6 ß

er

Ihr

se"

n.

8., 18- 1a

^raiicii»#cui(kton.

Frauen im Baltantrieg.

Von Paula Messer-Platz., Gießen.

Missouri l-at die Berichte über diese Brautnot auf den Philippinen der Seffentlichkeit übergeben, damit junge heiratslustige Tarnen, die sich daheim vielleicht schwer um ihr Leben plagen müssen, wenigstens davon erfahren, das; gegenwärtig auf den Philippinen die beste Gelegenheit ist, mühelos unb bequem unter die Haube zu kommen.

Apfelkuchen. Also einfache, bürgerliche Sprisesolge: aber gerade das war ein teuflid.es Raffinement der Examinatoren. Tenn jede Möglichkeit, mittelmäßige Kochkunst hinter pikanten Tunken zu verschleiern, war geraubt. Tas Ergebnis der Prüfung zeigt die Strenge der Herren, deren Gaumen zu entscheiden l-attc: von den 12 Eierkuchen wurden 6 gelassen alseßbar" bezeichnet, eines hielt das Prädikatziemlich gut" und eines die Notevor- trcn'lid;". Die kultinarischen Bemühungen der anderen ivurden nid;t in Worten gewürdigt, aber die verzerrteir Gefichtsmuskcln der Herren, die den Eierkuchen kosteten, sprachen eine mehr als beredte Sprache. Ti? beibat besten Prüslinge erhielten dann den Auftrag, nun noch ein Essen nad; eigenem Ermessen herzustellen, denn der Minister suchte eine Kopf Professorin, die nicht nur kochen kann, sondern auch kulinarische Phantasie besitzt. Wie lange die Siegerin der Hochschule von Grrgnon erhalten bleibt, ist eine andere Frage: denn von überall kommen an sie jetzt Engagementsgesuche.

die in Staatsdiensten stehen und < bis 10 000 Mark im Jahre beziehen. Frauen, die unverheiratet wären. nid)t veröffentlicht sehen, aber sie jungen Tarne mitteilen, die geneigt nut mir in Briefwechsel zu treten."

Samstag, 23. November 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universität» Buch- und Kleindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Vf, iut 3er

Das Urteil gegen den russischen Hauptmann K o st e w i t; d) ans Petersburg hat Redffskraft erlangt

Arbeiter bewegnng.

Glauchau, 22. Nov. Ueber die hiesige Firma Firn- krank) u. Eo. wurde wegen Differenzen über bic lieber- stundenlohnzahlung durch den Deutschen Textilarbeiterver­band die Sperre verhängt. Daraufhin beschloß der Verband der sächsisch-thüringischen Färbe­reien, am Dienstag f ä m t l i ch c B c t r i e b c z u s ch l i c - ß e n, wem; nicht bis Montag bic Sperre aufgehoben ist und bic Ausständigen die Arbeit wieder -ausgenommen haben.

_________ Punkt * .11 Uhr erhielten alle Kandidatinnen: einen versiegelten Umschlag mit der Liste der Gerichte, die Punkt 12 serviert werden sollten. Keine seltsamen Leckerbissen, nein, ent­setzlich anfache Essen. Zum Beispiel: Eierkuchen, ein Kotelett und Schokoladeauflauf: oder Austerntunte, frikassiertes Huhn und

Aus Stadt und Land.

Gießen, 23. Äkovember 1912.

L. U. LandesUniversität. Pfarrer K. Leydhecker in Frankfurt a. M. hat als Zustistung zu der im Jahre 1907 errichteten Stiftung von 3000 M für die Univer­sitäts-Bibliothek weitere 2000 Mk. gestiftet mit der Bestimmung, daß die Zinsen dieses Betrags zur Beschaffung von literarischen und wissenschaftlichen Erscheinungen auf dem Gebiet der inneren und äußeren Mission verwendet werden sollen.

** Kun st verein. Tic seither ausgestellten Samm­lungen von £. Fung-Stuttgart, H. Rettig-München, M. Melzer-Paris und bic Plastiken des Bildhauers I. Köddlng bleioen nur noch morgen Sonntag und am Montag ausgestellt. Ta Die Ausstellung recht viel Schönes zeigt, lüirb es wohl nicht ausgeschlossen sein, baß an ben beiden Ausstellungstagen noch manches Bild burd) Verkauf in hiesigen Privatbesitz übergeht. Ferner sei darauf bin- gcwiesen, baß neu cintretenbc Mitgliebcr des Kuustver^us

Ausland.

Eine Freundsd)aftsversid)erung a«8 Eng land

TieOietzener $amilienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS Kreisblatt für den Kreis Sich. ..' zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftltchen Seit- fragen** erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Redaktion. Ervedition und Druckerei: Sdml- straße 7. Ervedition und Verlag: 51.

Redaknon:^sA112. Tel.-Adr.:AnzeigeriLießen.

Direkt: Hermann Wer , . k 91 <I1OV. I91 eoimtfloMj ubr. abends l /r .

yr Kleine Pwic

und ihren Wert schon oft bewiesen bat. In diesem Gedanken werden die Begegnungen, wie sie in den nächsten. Tagen E.zberjeg Franz Ferdinand mit dem bcundwn Kaiser hat, nicht als etwas Neues, Ungewohntes und Ausfälliges betrachtet. Gewitz iu die jetzige Begegnung von erhöhter Bedeutung weien der gegenwärtigen politischen Lage, da der Krieg am dem Balkan die allgemeine Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt und da die Neugestaltung der Verhältnisse im nahen Clten die Jnterencn Üeiterrcith-Unflarns in bedeutendem Maße tangiert, -ije Ans­prache der beiden hohen Freunde erhält unter wichen Bcrlialt- nissen eine besondere Wichtigkeit wegen der weitreichenden Be­deutung der Ereignisse in der Gegenwart und wegen der schwere der Interessen, die in Frage kommen.

Verschlechterung der russisch-östcrrcichtfchen

fein müsse well sie so zart mit ben Verwundeten umging, ,.......... _

mäHtc der Serbe sdlicht.Und nun ist ihr erlaubt woroen, der Marter zu trotzen: dmnMarterqualen der harrten bei der Abteilung zu bleiben, zwar nicht als Soldat, aber als s der Prüflinge. m

Erzherzog gratis Ferdinand in Berlin.

Berlin, 22. Nov. Erzherzog Franz Ferdinand ist beute vormittag um 10 Uhr 19 Minuten auf dem Anhal ter Bahnhof eingetroffen In seiner Begleitung befand sich Obersthofmeister Freiherr v. Rumerskirch. Der Kai­ser, der vom Neuen Palais kam, hatte sich zum Empfang auf dem Bahnsteig eingefunden, ferner die Herren des Hauptquartiers, der Gouverneur von Berlin, General­oberst v. Kessel, Reichskanzlerv. Bethrnann-Holl- weg, Staatssekretär v. Kiberl en-Wächter, ber öfter- i eichifd>mngarischc Botsdiafter Graf v. Szögtieny-Marlen, bic Herren der Botschaft und Polizeipräsident v. Jagolv Eine Kompagnie des Kaiser Franz-Garbe-Regiments Nr. 2 crwies die militärischen Ehren; sic war mit Fahne und Musik aufmarschiert Tie direkten Vorgesetzten waren bis zum kommandierendeu General v. Löwenfeld anwesend. Ter Kaiser trug österreichische Gencraluniform, der Erzherzog die Uniform seines Ulanenregiments.

Tic Begrüßung war überaus herzlich. Nad) dem Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie geleitete der Kaiser seinen Gast iin Automobil nach dem Königlichen Schloß, wo dieser die polnischen Kammern bewohnt Unterwegs wurde der Kaiser und sein Gast Herzlid) begrüßt.

Um 12 Uhr fand zu Ehren des Erzherzogs Franz Ferdinand F r ü h st ü ck s t a f e l bei den Majestäten int Kö­niglichen Schlosse statt. Nach der Tafel erfolgte die Ab­reise des Kaisers und des Erzherzogs zur Hofjagd in den Saupark Springe.

Hannover, 22. Nov. Der kaiserlicl)e Hofzug, der den Kaiser und seine Jagbgästc nach Springe brachte, iraf um 7 Uhr Minuten an der mit Fahnen in bent- fchen und österreichischen Farben reichgefchrnückten Halte­stelle in der Kaiser-Allee ein, wo Automobile zum Ab holcu bereit standen. Der Kaiser in Jagduniform fuhr mit dein Erzherzog Franz Ferdinand, von den übrigen Auto­mobilen gefolgt, nach dem Jagdschloß im Saupark, wo um 73/4 Uhr Abendtafel ftattfinbet.

TieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt tu der Ankunft des Erzherzogs Franz Ferdinand: Wir heißen rn-n erlauchten Gast herzlich willkommen und begrüßen den Bc such umsomehr, als unter den gegenwärtigen Umständen ein v e r " Ö n 11 d) c r Gedankenaustausch zwischen dem Erzherzog und Seiner Majestät dem Kaiser von besonderem W er tq i)t und nur gute Früchte tragen kann.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Berlin: xxrc öfter reichische Generalstabschef von Schemua traf freute frier ein, konfcricrte mit dem deutschen Generalstabschei v. M 0 l t k c längere Zeit und fuhr barat wieder,'nach Mien zurück.

Die Wiener Blätter

Beziehungen?

Wien, 23. Nov. In unterrickffeten Kreisen wird die : Vers chlechterungdcrrussifd)-österreichischen Beziehungen bestätigt. Von Wien ist geftcrn an die russische Regierung eine Anfrage gerich­tet worden wegen der dort stattfiud'nden Truppenver­schieb u n g c n. Dies wuroe von Petersburg mit m n e - ren Gründen erklärt Die Verschlechterung der Be­ziehungen wurzelt in den rnrn ä n isd)en Forde­rungen, gegen die Bulgarien von Rußland gestützt wird. Andererseits bemüht fick) Rußland, Rumänien von der Seite Oesterreich-Ungarns abzubringen und so das europäische Gleichgewicht zu verändern. .

In Wien herrscht große Erregung infolge ber Einberufung v 0 u Reservisten de s Wi e ii er Ar­meekorps. Tie Zeitungen wurden mit Anfragen be­stürmt, ob der Krieg bereits erklärt sei. Von Eingeweihter Seite wird erklärt, es handle sich vorläufig nur um die Erhöhung der Kopfstärke einzelner Truppen- teile als Vorbereitung für eine Mobilisie­rung. Diese Verstärkung ist cingctretcn bei den drei galizischen Armeekorps in Krakau, Pryemysl und Lem­berg. Tiefe Aktion richtet sich gegen bic M 0 - b i l i s i e r u n g R u ß l a n b. Bezüglich bes Wiener Armee- l'orps ist es noch unbeftimmt, ob einzelne feiner Teile bic Bestimmung nach Süben erhalten, ober ob bas ganze Korps nach Galizien geht. Die Armeekorps m Temes- üarunb Agram werben ebenfalls aus erhöhten Mann- .chaftsstanb gebracht. Bei ben Armeekorps in Sera- i e w 0 unb Ragusa ift bic Verstärkung wahrscheinlich schon Nirchgcführt. In Bosnien wurden bie Tclegraphen- Trains- unb Artillericformationen auf erhöhten Mann- schaftsstanb gebracht. Tie in b er H e i ui a t befinb- lichen Kriegsschiffe erhielten Orber, sich be­reitzustellen. Für bic nächsten Tage wirb eine Er­klärung ber Regierung über bie militärische Lage erwartet.

DieMorgenpost meldet aus Wien: Rußlanb soll 4 0 0000 Mann über ben normalen Frie­be n s b c st a n b an ber deutsch-österreichischen Grenzt ko nzen trrert haben. In hiesigen biplo- malischen Kreisen glaubt man, baß trotz allem trwgerffchc Verwickelungen sick) werden vermeiden lassen unb baß Ser-

üM y al* ohne Feder, ei, - igbar, bietet die größte & arantie jeden Bruch zuniri tieradehalter, Gonim jllnng wird extra nach 5h-

Aus London wird uns berichtet: Ans der diesjährigen Tagung des liberalen Landesverbandes, bic am Donnerstag in Nottingham staltsand, sprack) ber < or- sinende des Verbandes, Sir John Brunner, über die deutsch-englischen Beziehungen.

Frankrcidi, sagte er, ist geographisch inner narbitcr Nachbar, aber nach der Rasse, Intelligenz und moralnd; stehl uns -i-nitidp lanb viel näher als Frankreich. Tic Temschen seien ein kräf­tiges, männliches Volk wie bic Engländer. Er wünsche, datz die beiden Nationen zusammengclren. Politisd, sei das groiffc Ziel Tcntschlaiids, die oncnc Tür für den Handel aufber ganzen Well Tas sei aud) die britische Politik. Weshalb aber sollen bic beiden Nationen nid.t von Herzen zusammenarbeiten tonnen ? Indessen wisse die ganz: Welt, das; die britiid.e und die deutsche stlotte einander in der Nordsee beobachten, jede darauf bedacht, £cn Handel der anberen Nation im Kriegsfälle zu _ vernichten, xer einzige Teil der öffentlichen Meinung, der diesen ^Ireit unter- halte, sei bicPanzerplalten-Pressc" .Heiterkeit). Alle verstau digen Kaufleute unb Rheder und alle intelligenten Arbeiter in Eng- land und Teutsdftand wüßten, daß ein Krieg zwilchen England und Tcutschland Verwüstung oder vielmehr Ruin, Arbeitslos,g- teit und Veraruiung im fürchterlichsten Maße bedeuten wurde. Tie Jingos trösteten sich damit, indem sie sagten, daß der kom­merzielle Ruin von London, Hüll, Nmwaitl'. Aberdeen durch den kommerziellen Ruin von Hamburg, Bremen unb Berlin ausgeglichen werde. Tas sei kein Trost Benally Wirtschaft- lich.es Gedeiheii in England könne schwerlich neben einer schlechten Lage in Tcutsckland bestehen und iidierhd) könne cs nicht zugleid) mit der Vernichtung des Nordscctzanals bestehen. Ter Redner befürwortete a l s einen Schritt J u besseren B c - Siebungen zu Deutsch and, die Sicherung der Handels- marine d 0 r dem Zecbeuterccht

Kranlensd wester.' . k m .

Einzigartig für eine Frau ist das Amt, das Miß Marie Edith Durham auf den Kriegsschauplatz führte. Sie ist die erste ^rau, bic von einer angesehenen Zeitung der ,,-iaih) Ehro- uicle" als Kriegsberidfterstatterin gewonnen wordcil ist. Lie schreibt unter anderem:Wir find alle in Anspruch genommen. Es gibt Verwundete zu transportieren und zu p legen. Taufenoe find zu ernähren. Wie in alten Zeiten tragen and) jetzt noch die Frauen iIrren Männern Nahrung zu, glcidjgültig gegen die Kugeln der Feinde. Gestern feuerten die Türlen auf z:on grauen, glüdlidicrwcifc ohne ske zu treffen. Tie Frauen gingen 'aber triotz- dem vorwärts und brachten den Männern das Nötigste, -tie grauen so gut wie die Männer, alles ist hier für den Freiheits- Irieg Wem ein Regiment ausrückt, vergießt keine einzige Frau eine Träne. Alle sind (Kreit zu arbeiten, Brot m bereiten, Pack- pferde zu führen und Wasser in bi? Feuerlinie zu tragen."

Tast Miß Durham selbst hinter diesem Mut unb Etscr nicht zurüchstcht, geht aus einem Bericht über sic hervorIn ber Zeit, d!C ihr als Kricgsberichierstattcrin übrig bleibt, ilt ihre ein zige Erholung, schmu' igc türkische Hospitäler mit eigener Hand zu säubern. Sie pflegt bic Kranken und ist überall zu nnben, um nad) dem rechten zu sehen, das ist geradezu charakteristisch für sie." . . . . . ,

Man sicht, wie wenig aud) diese TortgcKßnttcnite «yrau dem Zerrbild entweicht, das z. B. Gras Reventlow ausmalte, als er in Berlin auf der Hauptversammlung desBundes zur Be- rämphmg der Frauencman.zipation" von deren Bcstrebimgen er- fiärte:Das heißt nichts anderes, als die Dchrlosmachung der kämpfenden Männer, b. h. dem eigenen Volk in den Rücken fallen und sich auf die Seite des Feindes begeben."

* ,

BrautnotaufbenPhilippinen. 2luf den Philip­pinen herrscht eine schlimme Not an Frauen. Auf ben Inseln ist nne große Anzahl von jungen Beamten angeftcllt, die über ein stattliches Einkommen verfügen, gern einen eigenen Hausstand begründen würden, aber vergeblich nach weißen Frauen ausfchauen, beim in den Philip pinnen gibt es heute kaum eine unverheiratet- weibliche Bevölkerung. Ti? einzigen we.ßen Frauen des Landes sind die Gattinneii von Beamten unb Cf filieren. In ihrer Not Laben fid) eine Reih? von Herren, die natürlich ihre Namen ver­schwiegen sehen wollen, an ben Staatskommissar von Missouri Tr. Eutler gewandt und ihn gefragt, ob es fein Mittel gebe, um junge Tarnen zur Hebers:edelung nach den Philippinen zu be­wegen.Hier leben wenigstens 5000 junge Männer," so heißt es m diesem Notschrei der ehelusttgen amerikanischen Filippinos, Geölter von nicht unter 8

Aller Augen sind gegenwärtig auf den Balkan gerichtet. Ge­waltige Volts massen sind dort in Bewegung geraten: man weiß, es geschehen graf e Tinge dort unten, man hört von tagelangen Schlachten Tausend Zukunstsmöglichkcitcn und ZukunttSnol laudnu auf, tausend Gegenwartemöglichkeiten und Note schieben sich darüber Ja ber Krieg! In lauten, raschen stunden steht mau in ihm nur Heldenmut, Cm ersinn, Kampsesfreude unb Ku hm, viel Ruhm: in ben füllen Stund eit aber steht das Leid aut, bas unbegrenzte, ries ngroße Leid, das Alt unb Jung, Reich und Arm, Manu und Weid zu crbulben haben.

Ta hör' ich sagen:Mann unb Weib? Todt nur ber Manu! Gr zieht hinaus, er trotzt ben Selben, er tragt Die Wunbeu, er stirbt ben Heldentod." Wer aber jene.hnllen ctunbm kennt unb gelernt lat, sich in anberc Seelen zu versenken, der weiß: zusehen müssen, abwarten wahrlich, es ist um nichts lLlrf So heißt es z. B. in derTailn Ehronicle" von den ser­bischen Frauen:Gebet ist bi? einzige Wanc, bie tfrnen gc- laffcn ift. Eine Menge von ihnen stellte ,id) als Frctwtllige bei der Milffärbehörbe, aber sie wurden mdM angenommen und w kehrten sie Leim zu dein noch größeren Heroismus des 'N len Abwartens. Diese serbischen fStaucn sind Hcldtnnat. Man uefrt keine Szene, fein Weinen, fernen Protest, wenn ihre An^ehortgen uir Front vprrü len.Gott segne dich und viel G^uck, mein Kind. So nimmt eine Mutter Abschied von ihrem Lohn. Unb doch weiß sie, daß sie ihn tvohl mc wieder sehen wird, oder viel- leidit nur verwundet oder sterbend " .

Maior G H. Richardson erzählt in denLimes von dem Anteil, ben bic montenegrinischen Frauen am »nefle netaten: ,rtd) sah eine junge, schwer verwundete Fran im ^'vi al zu Cetinjc. Ein W irte? sag e mir, bar, N? bürd' Schrapnelle g >r \ ci worden sei, als sic ihrem Mann Munttwn

Tic Tapferkeit der montenegrmischcn tyraueu ut beispiellos, ^icie sind zur Front gegangen und tragen Munition zu, sie fodxii unb waschen Tic Montenegriner haben feine Abteilu.ig mr die Armceverpflegnug, ba die X^amicr erklären, bic etnzige PNickt des Soldaten sei kämpfen. -Hier -Transport wirb durdi »trauen besorgt unb man schätzt, daß etwa 5000 bei der Front ftehen.

Aber selbst diese schweren Timste genügen manchen grauen nicht Sy berichtete ein verwundeter <5crbe die ruhruibc G«. schichte einer serbischen Johanna d'Arc, eines 'chonen Belgrader Mädchens aus guter Familie, Lovhie Aovanoritsch mit .ramen. Begeistert v.»-i Vaterlandsliebe, verkleidete sie nd; in Mannertracht unb vereinigte fick', mit einem -^ruyp ürrruudligcr. .

" 1

z>,. Ubr [todim.itl1?0? - Qart

u s'1, llbr JSfeiS *;S «»'S

6Sit=C»vert'

i*1 L , J

^ERVORSTr

Ebel

! qV Carte

* Konzen

r Kapelle des Inf..RP?i .

-----Entrees errasse einen und son- iften stelle den

Steten Saa und empfehle :: Beine Wein t gute Küche -ck Wwo. -

oicn nachgeben wirb.

Ter BerlinerLokalanz " melbet aus Petersburg: Aus informierter biplomatischer Quelle wirb mitgelcilt, ber ofterreichisch-serbische Konflikt an Schärfe ver- . 0 r e n habe.________

Pciifidic# Zlcicb.

Jic Einbringung ciiics Luftflottengesetzes im Reichstag.

TicTägliche Rundschau' meldet aus Berlin: Tic großen Parteien des Reichstages beabsichtigen einen gemeinsamen Antrag betreffend eines Luftflottengefetzes

ustern anwesend in GlellcB . 25 Uhr im Hotel Kobel.

?r Wn U '

dlMk. Jahresbeitrags

ic wird vom Vereinöd!7' wan in den nächsten Jeder Quittung wirb ra icifteiünt. Vettere Betkm ,oUe man gleich bcunW nehmen. Nach lffönnun«!- ) dieselben nur notu \va < eise von Mk. 1-,-u beMr rten können nur lurdier-. üieder der engeren 00^,- werdett und Md nicht lenuüunn dieser Wn,' Mu« niw den, Lerem n- ches aerichthch verfolnt L Lereinsdiener ober c- Müusburg 1L enolgen. nber 1912.

Der Vor»lttenje^

besprechen bie Reise bes Erzherzogs Franz Ferbinanb nad) Berlin. TasFr cm b c n b l a 11" führt aus:

Tic aufrichtige und treue Freundschaft, welche die beiden Kaisersamilieu eint, steht in glüdlidyer Harmonie mit dem F r c n u d s ch a f t s b u u d c, den K a i s e r W i l h e l m und E r z Herzog Franz Ferdinand miteinander geschlossen und steh in vollster Ucbcrcinftinimung mit der starken, bewährten Allian der beiden Staaten. Dieses feste Bündnis, das von den Herr fchern, ihren Familien wie von den Völkern der beiden Reiche nicht nur als politische Notwendigkeit, sondern auch als Her zens sacke empfunden luirb, macht cs begreiflich, daß alle G. tegenheiteu, wo dieses Verhältnis des gegenseitigen Vertrauen zum Ausdruck kommt, beiderseits mit Freude und Genugtuun begrüßt werden. Wenn Kaiser Wilhelm in dem gcmmncnbi Zauber seiner Persönlichkeit seinem cdaudjteit Gaste einen ginn einen Empfang lercitet, erfennt darin die Bevölkerung ein? neu Bestätigung und Bekräftigung des bereits zur Trabi turn gewordenen Verhältnisses gegenseitiger uncridnltlcrlid.cr Frenndsdiaft, welche längst als eine der unverrückbaren Leitlinien in.be m System der europäisdien Politik und in dem oifcnt- lichen Bewußtsein fcftgclcgt ist, einer Fieuudnlmil, die ihre Kr.nt rinzubringen.

Begeistert, ms-.i

D a s Staarseramen der K 0 ck, p r 0 f e s s 0 r e n. In der Küche des französischen Ackerbauministeriums ist in diesen Tagen eine eigenartige Staatsprüfung abgehalten worden: cs l aiibcltc sich um die Neubcfetzung eines Lehrerpoftcns in der von ber französischen Regierung in Grigiwn errichteten Hodnckmle fürKochkunst und HauSwirtsd'aft". xct Miniiter M. P a ms bestand daraus, daß die Kandidatinnen für diesen Poften nicht nur eine mündliche, sondern vor allem aud) eine praktische Prüfung ablcgcn müssen. Tic Angst der französischen Kochkünstlerinnen scheint nickt gering gewesen zu sein, beim alles in allem meldeten sich nur 12 Kandidatinnen zum Examen, was den Figaro zu der sd-mcrzlich-patl'^lischen Frage veranlaßt:Ist der hiitornckc 1 Ruhm unserer )tüd>: geschwunden'? Was sollen unsere Kinder np unuuiiuyt-ü Ihr Ge- dereinst essen?" 3aon vor drei Monaten wurde eine ähn rchc unenthedt bis nach der Schladft, in welcher sie mit Prüfung abgehalten, bei der alle Kandidatinnen aus na hmS los t Mut kämpfte.Wir vermuteten, daß sie eine Frau' durchs ielen: unb badurch mag ftch bie beicheidene Zahl ber