Ausgabe 
23.11.1912 Zweites Blatt
 
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fftr 1913 schon von setzt oB freien Besuch für sich und ihre Angehörigen in bei Ausstellung haben Bon Dienstag ab bleibt die Ausstellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde vier Tage geschlossen.

** Der Mitteldeutsche Sänaerverband hält 'nächsten Montag, 25. Nov, nachmittags 3V? Uhr, im Gesang­saal der .Höheren Mädchenschule hier einen Dirigenten­lag ab. Gesanglehrer Geller wird dabei einen Vortrag überPraktische Winke aus der Aussprache- und Tonbil drtngslehre" halten. Außerdem sollen u. a. vorbereitende Besprechungen über das nächstjährige Berbandssest finden, das als patriotische Erinnerunasseier geplant ist und voraussichtlich in Butzbach stattsindcn wird.

** Alldeutscher Verband. Tie brennendste Ta­gesfrage für Deutschland ist zurzeit die Neugestaltung un­seres Verhältnisses zur Türkei und den B a l k a n st aa­len, bie uns durch den Ballankrieg ausgenötigt wird. Die hiesige Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes wird daher ihre Wintertätigkeit mit einem össentlichen, am näch­sten Donnerstag in Steins Garten stattsindenden Vor­tragsabend eröffnen, in dem Herr Tr. A. Ritter aus Mainz über den genannten Gegenstand sprechen wird.

** Hessischer Gauverband gegen den Alkoho- lismus. Tie Versammlung am Freitag abend, die sehr gut besucht war, wurde von Oberlehrer Dr. Klein mit Worten des Tankes eröffnet, da die Stadtverordneten den erbetenen Zuschuß zur Ausstellung gegen den Alkoholismus, die auch vom nächsten Sonntag den gairzen Tag geöffnet ist, nunmehr bewilligt haben. Universitätsprosesior Tr. Messer behandelte sodann das L Heina: Alkohol ii n d S o z i a l - E t h i k. Er zeigte, daß aus Grund der Ergebnisse der medizinischen Wissenschast der Alkohol großen Schaden anrichtc und daß man ohne Uebertrcibung sagen mülse, daß unser Volk am Alkoholismus schwer erkrankt sei. Ter Redner wies an Hand verschiedener Belege nach, daß der Alkohol ein er­höhtes Kraslbewußlsem schasse, das aber alsbald eine Erschlassung der höheren Gefühle und der Leistungsfähigkeit zur Folge habe, die den Menschen zur Ausführung feinster Leistungen in gewissen Berufen, die zugleich meist Gefahr für andere in sich bergen (Chauffeur, Lokomotivführer, Steuermann, Artillerist usw.), un­möglich mache. Es gelang dem Redner, den weitverbreiteten Glauben an die moralische Ueberlegenheit des mäßigen Trinkers gegenüber dem Totalabstinenten zu zerstören. Tas alte Sitten- gesetz: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um, sei zu beachten, zumal beim Alkoholgenuß keine Pflicht zum Haitdeln bestehe; der Hohn und Spott, den der Abstinent in der trinkenden Gesell­schaft zu erleiden habe, den Vcrführungskünsten zu trotzen u. a. m. sind dies nicht Beweise höherer ^Selbstbeherrschung? Ter Redner verbreitete sich, nachdem er den Kampf gegen die Trinkunsitte dar- gestellt hatte, über die ErsÄlgc der Abstinenten in Amerika, schilderte ausführlich die Bemühungen der Alkoholinteressenten und verwies aus deren Fälschungen, die er durch Mitteilung ver­schiedener Belege nachwies. Ter Alkohol sei ein giftiges Nahrungs­mittel; er erzeuge Energie und Wärme im Körper, aber er habe die Folgen, wie Pulver, das auch Wärme entwickele, wenn cs zum Heizen eines Ofens verwendet werde. Nachdem der Redner auf die Schlagwörter der Alkoholinteressenten von der Kulturmission des Bieres, die irreführenden Plakate, die Aeußerunyen von Gelehrten eingegangen war, schilderte er die ethischen Erfolge der Nüchternheitsbewegung, die Bemühungen um Einführung des Pol lardshstcms und des Gemeindebestimmungsrechts in Deutschland und schloß seine mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen nut der Ansicht, daß cs eine Pflicht der Gemeinschaft |ci, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln in den Kampf ein- zutrcten. Mäßigkeit sei ein zu dehnbarer Begriff, daher volks­erzieherisch nicht zu verwerten; die Bestrebungen des Mäßigkeits- Vereins leisten nicht zu unterschätzenden Vorarbeit. Der Redner richtet daher die Aufforderung auch an alle, die nicht abstinent sind, daß man sich über eine ernste Frage, wie die Alkoholfrage, nicht lustig machen dürfe.

Landkreis Gießen.

Wies eck, 22. Nov. Nächsten Montag abend ver­anstaltet der hiesige Kriegerverein bei Wirt Adam Ziegler zu Ehren von Groß Herzogs Geburtstag eine Feier. Im Mittelpunkt steht ein zeitgemäßer Vor­trag, zu dem auch Nichtmitglieder Zutritt haben.

--Watzenborn, 22. Nov. Am nächsten Montag, den 25. d. Mts., feiert der Kriegerverein Watzen­born-Steinberg mit seinen Familienangehörigen den Geburtstag des Großherzogs inr/Saale des Gastwirts Fa­ber, wobei die Kapelle Harnisch konzertiert.

O Lich, 22. Nov. Zur Wahrung ihrer Interessen haben die hiesigen Metzger sich zu einem Metzger-Ver­ein zusammengeschlossen.

n. Ettingshausen, 21. Nov. Gestern fand hier in der Kirche ein gut besuchter Lichtbildervortrag statt, der von beni Entstehen und der Ausbreitung des Evangelischen Lebens in Rumänien, der Türkei, Serbien und Bulgarien erzählte.

n. H a t t e n r o d , 21. Nov. heute abend fand im Saale des Gastwirts Rock ein sehr zahlreich besuchter Familien- abend des Evangelischen Bundes statt. Stifts­pfarrer Freytag-Lich erörterte die Notwendigkeit und Bedeutung des Evangelischen Bundes. Die Antwort auf seine überzeugenden Ausführungen Ivar der Beitritt zahl­reicher neuer Mitglieder. Ein Lichtbildervortrag zeigte uns dann Land und Leute in den Balkanstaaten sowie die Ent­stehung und Ausbreitung evangelischen Lebens in diesen Gegenden.

f. Grünberg, 22. Nov. Wer von hier nach Gießen oder Londorf fahren will, muß sich durch eine Unterfüh­rung auf den jenseitigen Bahnsteig begeben. Dieser ist hoch gelegen, ohne Schutz, und die Reisenden sind dem Wind aus allen Richtungen ausgesetzt. Selbst im ©* -mmer sieht man die Reisenden mit hochgestellten Rock­kragen fröstelnd umhergehen. Wie viele haben fitff)) schon Krankheiten geholt. Auch die vielen Kranken, die in Gießen heilunng fudjcn? Viele suchen Schutz in der Unterfüh­rung, da kann es-aber leicht vortoinmen, daß man den Zug verpaßt. Mit einer Glasschutzhalle wäre diesen Unannehm­lichkeiten abgeholfen.

Hungen, 23. Nov. Gestern feierten Herr Christian Funk und Frau ihre silberne Hochzeit und am 1. De­zember begehen Herr Salomon Kahn und Frau in guter Gesundheit das Fest ihrer goldenen Hochzeit.

Kreis Friedberg.

8 Bad-Nauheim, 22. Nov Der erste Theater­abend des B i l d u n g s v e r c i n s fand heute abend im Sprudel-Hotel statt Tas Rhein-Mainische Verbandstea- ter spielte bei guter Besetzung mit schönem ErfolgIn der Schule des Lebens" von E. Raupach. Das Schauspiel erntete reichen Beifall.

Starkenburg und Rhcinheffcn.

in. Offenbach a. M., 22. Nov. Tie Einweih ung d e SN e u b a u e s der Technischen L e h r a n st a l t e n am ^chloßylatz wird im Januar erfolgen. Ter Feier wird der Großherzog beiwohnen Gleichzeitig wird die Feier des achtzigjährigen Bestehens der Schule be­gangen. T en Grundstein zu den Technischen Lehranstalten legte 1832 Geometer F i n k mit der von ihm begründeten Handwerlerschnle 18-1B erfolgte die Uebcrnahme der Schule durch den Offenbacher Gewerbeverein, 1877 wurde sie mit der 1865 gegründeten Kunstindustrieschule unter der Be­

zeichnungBereinigte Kunstindustrie- Lnd Handwerker- schule" vereinigt und im gleichen Jahre ging sie in den Besitz der Stadt über. 18&"> wurde das bisherige Schul­haus am Mathildenplatz bezogen und 19G2 der Name der Schule inTechnische Lehranstalten zu Offen- b a ch" umgeändert.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische wcincmoe.

Sonntag, den 2t. November, 2b. nach Trinitatis Totenfest.

Gottesbienit.

In 6er 5ta6tkirche.

Vormittags 9X Ubt: Pfarrer D. Schlosser.

VertnnchttfS.

Was kosten d i e Könige? l ie gekrönten Häupter, die ersten Tienei des Staates mm Friedrichs des Großen schönes "sor. zu gebrauchen, .arbeiten" wie man weiß, nicht ganz um- jonst Verglei tu man ihre persönliche Zwilliüe mit der Einwohner zahl, so ergibt sich gleichwohl, daß das .Staatsgehalf der vcrricher die Bür. er nur minimal belastet Ten stärkuen Beitrug z.iblen die Belgier und die Griechen, nämlich aanze 40 Pfennig pro ^nhr und pro Kops der Bevölkerung. ES sol.ien Oesterreich-llngarn und Ztalien mit 36 i eziv. 35 'Ucmiio, Schweden und Rorwenen nrii ,e 32, Rußland und das Teulsche Reich mit 2i bezw. 25 Pfennig, r er Präsident der Bereinigten Staaten erhält nur 17 Pieunig. und Präsident Fallisres, dem die Franzosen seine etwas übertriebene Sparsamkeit bisweilen zum Vonvuri machen, aar nur 8 Pfennig. Ten JJiimmolrrforD* aber erreicht der schweftexische Bundes­präsident, der von dem Volke der Zöger und Hirten gar nur einen

halben Piennig persönlicher Entschadiguiig verlangt. Rian steht: die Schweiz ist immer noch der am stärksten demokratische Staat der Welt.

Ein Schlauberger. Von einem, der sich zu helfen wußte, wird in derTäglichen Rundsck?au" folgende Schnurre erzählt: In einen Scl>lach;crladen in Lcipzig-Volkmarsdors trat dieser Tage ein Heiner Bäckerjunge, suckle in allen TasckMN nach einem Groschen und verlangte ein Stück Wurst, indem er sanft ermunternd hinzufügtc:For'n Kranken iebrigcns, bcitmv>ad)en messen Se man gut". Aber dieMcestersch" lehnte ab, für einen Groschen Wurst zu verkaufen. Nicht mal für eine Leiche mürbe sie das tun, geschweige denn für einen Kranken. Der Bäckerjunge suchte von neuem, sand itod) einen zweiten Groschen und forderte nun /jorn Zwanziger" Läberwurscht. Die Meisterin schnitt ein Stück ab. Als sie es in Pergament einwickeln wollte, sagte der Junge:Nu mack-en 5c recht hibsch zioee Bortionen da- dervon, und wickeln Se mersch in zwcc Babiere." Tie Meisterin tat ihm den Gefallen, der Junge aber nahm mir ein Stück vom Ladentisch, zugleich auch den zweiten Groschen und eilte zur Bür hinaus, indem er sagte:Nu fähn Se, nirmnn gäben Se ntcr nid) bireftemang sor ecn.m Groschen Läberwursckst?"

kf. Der Telephon Helm der Flieger. Der Flieger kann sich mit feinem Fluggäste mit Hilfe gewöhnlicher Sprache nicht verständigen, da das Geräusch des Motors jedes Wort unverständlich macht, und für die beiden Insassen der Flug­maschine bleibt daher, obwohl sie dicht beieinander sitzen, keine andere Möglichkeit der Unterhaltung als durch das Telephon. Ein französischer Erfinder hat nun jüngst eine Verbindung von Telephon und Sichcrheitshelm angegeben, die die Billigung des französischen Kriegsministeriums gefunden hat. Der Helm der Flieger hat die Hörer am Ohr und die Sprechöfsnung unmittel­bar vor dem Munde. Tie Verbindung ist jedoch nicht dauernd, andern wird durch Stöpselkontakte beliebig hergestellt ober unter­brochen. Nach dem Landen brauchen sich die Flieger nicht weiter um den Apparat zu bekümmern, denn wenn sie aufstehen, ziehen ie den Stöpsel aus brr Anschlußdose mit heraus.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche fur die Tionbäu8qeincinbe. Pfarrer D. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Siehe IobanneSkircbc.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Zligend der Mattbäusgemeinde. Vortrag von Professor D. QJunfet über den Propheten Ieremia

Montag, den 25. November, vormittags 10 Uhr, in der Stadt- firdic vereinigter Zivil- und Militargoitesdienst zur Feier des Geburtstages er. Königlichen Hoheit des cmoßheizogs.

Piarrer B e ch t o l s h e i m e r.

Dienstag, den 26. November, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus, laal: Francnnnsstonsveiein.

Mittwoch, den 27. '.houember, abends 8 Uhr: Vereinignng der konstrmieiten weiblichen Jugend der Marknsgeinen-.de.

Tonnerclan, den 25. November, abends 8 Uhr, im Matthäus- saal: B i b e l fl u n ö e lApmielgeswtchte.

Pfarrer D. Schlosser.

Nächstkünftigen Sonntag, den 1. Dezember, als am >.Advent, wird im Hanptgotiesdienst Beichte und heiliges Abendmahl «ür Malchaus- und Marknsge.neinde gehalten werden. Anmeldungeii vorher bei dem Pfarrer jeber Gemeinde erbeten.

Weitere Abendmahlsleiern werden gehalten am 2. Advent für die Marknsgeineinde, am 3. Advent für die Matlhänsgemeiude jedesmal im Abendgottesdienst. Zn den beiden leisten A> endmahlS. feiern wird besonders auch die konfirmierte Fugend emgelaöcu.

Jn 6er Zohunneskirche.

Vormittags 9't, Uhr: Piarrer '21 u 5 f e l d.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Z oh an n es gemeinde.

Piarrer A n s s e l d.

Abends 5 Uhr: Piarrer Bechtolsheim er.

Abends 7/, Uhr: Bereinigung der konfirmterten weibliche,, Jugend der Lukasgenieinde im VufaStaalc.

Desgleichen der konfirmierten männlicheu Jugend der Johannes» gemeinde im Iohannessaal.

Dlittwoch, den 27. November, abends 8 Uhr: Bibelstundß im Johainiesjaale. Piarrer Ansiel d.

Freitag, den 29. November, nachmittags-1 Uhr: Versammlung des Fraiienmilnonsvereins der Liikasgememde im L'ufavjnaL

Nächstkimiti ien Sonntag, den 1. Dezember, al# am 1. Advent, wird eine KoUelre fiir die KirMenkasie erhoben werden. '21 n dein- selben Tage wird im Hanpligottesdiensl Beichte und heiliget Abendmahl für die Lukas« und Zohannesgeinemde gemeinsam ge» halten werden. Anmeldungen dazu iverben vorher bet dein Piarrer jeder 0 emeuiöe erbeten.

Weitere Abendmahlsfeiern werden gehalten am 2. Adventiic die Llikasgemeiiide. am 3 .Advent für die Zohannesgemeinde, jede-« mal in« Abendgottesdienst. Zu den beiden leisten Abendmahls- feiern wird besonders auch die konfirmierte IngrnS eingeladen.

3n der alten Zriedhofsiapelle.

Nachmittags 2 Uhr : Pfarrer S ch w a b e

Der W a r l b u r g - B e r e i n (Wehsteiiistras e 38) veranstaltet jeden Sonntag abeuö einen Vortrag, jeden Dienstag abend eine Bibelslinide, leben Alittwoch abeuö eine Turnstiinde und jeden Tonnerstag abend einen Vefe» und Svielabend.

Märkte.

Gießen, 23. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wochen­markte kostete: ^stitter das Pfimd 1,201.30 l'lfN Hühnereier 1 Stück 1011 'l kg., 2 Stück 00 Pkg., Enteneier 1 Stück 100 Pkg., Gänseeier 1 St. 20 Pi., Käse das Stück 68 Pfg., Käsematte 2 Stück 56 Big., Tauben pr Br. 0,801,00 9)if., Hübner pr. St. 1,001,60 Mk., Halmen pr. Stück 0,801,80 N.k., Enten pr. St. 2,00-3,00 Tlfw Gänse das Psd. 7685 Psg^ Ocbsenfleisch pr. Pkd. 92100 Pfg., Rindfleisch vr. Pstmd 9094 Pfg., Knhsteisch 80 Pfg^ Schweine- fleisch pr. Pfund 90110 P'g., Kalbfleisch vr. Pkd. 9296 Pfg., Hammelfleisch vr. Pkd. 7090 Pfg., Kartoffeln pr. luO Kg. 4.50 bis 5.00 Alk., Weißkraut das Stück 5 bis 10 Pfg^ Zwiebeln ver Ztr. 4,005,00 Pik.. Milch das Hter 22 Pfg. Nüsse 100 Stück 5060 Pfg., ver Ztr. 000 Mk^ Birnen das Pfund 10 bis l5 Pfg., Aepfel der Zentner 9 bis 15 Pik. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.

te. Frankfurt a. M., 22.Nov. Heu- und Strobmarkt. 9lngeiabren waren 11 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für veu 3, 0 3,50 Pik., Stroh (Kornlangstrolst 0.00 0.00 Pik., Wirrslroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ziemlich iege Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Hanau.

ch. Bingen, 21. Nov. Der heutige Viehmarkt wies einen guten Zutrieb aus. Es waren insgesamt etwa 400 Tiere auf- getrieben worden. Da die Nachfrage rege war, gestaltete sich der oieschästsgang lebhaft. Tie Preise für Nutzvieh konnten sich be­haupten, wahrend die Preise für Schlachtvieh znrüagegangen sind. Bezahlt wurde für das Paar bester Fahrochsen 1250-1310 Pik., geringere 10001200 Mk; für das Stück trächtige Rinder 400 bis 500 Pik., für halbjährige Rinder 80- 120 Mk., jährige 140 bis 200 Mk.; Fahrkiihe 450 500 Pik-, trächtige Kühe 300 -48 ' Lik., 'rifchmelkende Kühe mit Kalb 450 -55J Pik., ohne Kalb 380 bis 425 Mk. Für Schlachtvieh wurden bezaglt: Fette Ochsen 95 bis 97 Pik., fleiidnne 9033 Mk-, germoere ^688 Pik.; fette Rinder 87 93 Pik, fleischige 8084 Pik., geringere 767>Mk.; fette Kühe 85 - 87 Mk , fleischige 80 83 Pik, geringere 75 77 Pik.; Mast- fälber 97-100 Pik., fette Kälber 92-95 Pik., fette Kälber geringeren Schlachtwerles 8891 Pik.i fette Schweine 7880 Pik., fleischige r-973 Pik. Alles im Zentner Sehlackstaewicht. Ferner fofteien Mastkälber 6570 Mk., Maftkälber geringeren Schlachtwertes 60 bis

Das Bibelkrä « z cheu für S ch ü l e v Höherer 2 e br­au ft alt en findet statt im IohanucSsaal, und zwar jeden 'lUitt- 'voch lün 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uh: für die älteie Abteilung. Tas Bibelkränzchen für S ch ü l e r i n n e n höherer 2ehranstalten aus der Iohannesgemeinde ist Dienstag« um 6 Uhr.

katholische Gemeinde.

v>tiiicsöien|l.

SamStag, den 23. November:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, den 24. November.

Letzter Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 6'/, Uhr an: (Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste hl. Piesse.

, uni 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommuuton.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. Piesse mit Predigt.

Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen.

Piontag, am Geburtstage Sr. Königlichen Hoheit deS Groß- Herzogs, vormittags um 9>$ Uhr, ist ilitärgotlesdienst.

Die nach- A pr7ip *,,nd am Sonntag, 24. Nov. 1912, stehenden «vl Liu von 1 Unr imua«- uu 12 >« nac.m nur Iiir dringende Killte sich r anzutrelFen : D1/,.

I>r. Geyer, Seltereweg 64. Dr. Ploch, Asterwetj,<4.

Für dringende Fälle ist Sonntag, den 24. November» sichel- "»Intreffoii : D/,t

ilanbach, Bahnhofstrasse 65, All.

ttuUUCil LV Femsnre her 731

Meteorologische Beobachtungen der Stotion Sieb«.

Nov.

Wetter

1912

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Geschäft mittelmäßig.

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87-00

Dik. 5457 53 -56

36-41

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6676

6070

40-41

3334

21. bis

21. ,

4246

4449

111-115 105 -110 92- 1<)3 83-90

81-88

8594

Mk.

98-103

96102

8287

73-80

49-52

44-48

Höchste Temperatur

Niedrigste

Niederschlag: 0,2

67-68'/, 6.'/,-00

Ochfe n.

BokMeifrbige. emSaemästete. höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4-7 Fahren ....

Die noch nicht gezogen haben lungefochU . . ?unae, kkischige. nicht ansgemästete unö ältere auSgemäslets .....

Austrieb: Rinder I 6 (Ochsen 16, Bullen 0, Kühe 90), Kälber 177, .2.

Schale 56, Schweine 2u9. 23,

Preise für 100 Tdb

Lebend- Schlacht­gewicht

63 Pik. und fette Kälber 5558 Pik. im Zentner Lebendgewicht.

F.C. Wiesbaden. ie hh o> »M arktdericht vom 22. Nov. 22

66-68

63-66

5562

50-54

Bull e ix.

Pollsteifck'ige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . .

Pollfletschige, jüngere .....

f ä ri e it. K il h?.

Bollfleischlge auSgemästets Färseix höchsten

Schlachtwerles . .

9 cllfieildiifle ausgemästete Kühe höchsten

SchlachtwerteS bis zu 7 fahren ...

Wenig aut entwickelte Färsen

'j.eitere misgemanete Kühe unö wenig gut ent- ividcUe jüngere Kühe

Mäßig genährte Küge unö Färsen 5x ä ; u c:.

tzeinste Tiaftfälbee

ÜJnuiere Biail- und beste Saugkälber . . . .

Geringere Piajl- unö gute Saugkälber . . . kernigere c-auglalbec . .

D i c jröhlichc Weihnachtszeit naht wieder. Es fei deshalb darauf aufmerksam gemacht, datz der neue Weihnacht^ Pracht-Katalog der bekannten Firma Gebrüder Raub. Stahltvarensabrik und Versandhaus I. Ranges in Grafrath bei Solingen, soeben er seltenen ist. Alle nur denkbaren Gegen­stände sind darin enthalten, beste Stahl waren, vortreMilhe Werkzeuge, nützliche und Drattütfc Haushaltwaren, Schmuck fachen, Uhren, Lederwaren, geschmackvolle Luxus- und Geschenkartikel, hübsche Spiel fachen, Christbaumschmuck aller Art, billige C h r i st b a u m st ä n « der mit Musik usw. ufw., bildlich dargestellt, zusammen in einer Auswahl von ca. 10000 verschiedenen Sorten, so daß wobl jeder etwas passendes für feinen Bedarf ober für den Weihnachtsrifch finden dürfte. Ter Katalog wird kostenfrei zu gesandt. [slH/n

22. November4- 67 0.

22. , - + 2,5*0.

Wetdemastschafs

Masllämmer unö Piaiihanimel

Geringere Hiaiuiiimmel uuö Schafe .... Schwein;.

fl ollfleischige Schweine von 80100 k? Cebenb- geivicht

L oUsieisckiige Schweins unter 80kg L'ebenbgeividit Polljieijchige Schweine von 100120 kg L'ebeixö- gewicht..............

Pollsteijchige Schweine voix 120150 kg Gebend- gewicht .........

® tafelt

. ist bas Merkmal bet Dureaur unb Fadritisille unb ben Atmungsorganen in hohem Mab«

7 schäblich. Darum neigen so viele Beamte und

Arbeiter bei rauhemWetterzuLüsten unbLeiser- leit. Den meisten sinb bieWyberl-Tadletleii zur

Cinberung bes Lustenc- unö "Befreiung des Aachens von ber Verschleimung schon bekannt. Bitten Sie Ihren Kollegen banne, wenn Eie keine haben. Sonst erhalten Sie in allen Apotheken unb Drogerie» bie Schachtel zu I Mark. Niederlagen in Gießen: Petikan-?lpotheke unb Löwen-Drogerie. sew/u

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