Ausgabe 
20.12.1912 Erstes Blatt
 
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Der Angreifer entfloh querfeldein nach dem

Er hatte vorher an der Wirtschaft

Lich" gestanden und war dem Mädchen gefolgt.

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derDeutschen Eiche' ab, zu der jedermann Zutritt ha,.

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und zwar zunächst die Straßenbeleuchtungen. An­fangs Januar werden die Ortsnetze der Gemeinden Alten Bus eck, Rödgen und Trohe fertig sein. Die Privat­anschlüsse werden der Reihenfolge nach den von den In­stallateuren einzureichenden Fertigstellungsanzeigen in trieb gesetzt. Auf die zahlreich erfolgten Anschlüsse ist bei der Inbetriebnahme der Ortsnetze Rücksicht zu nehmen und es ist nicht möglich, sämtliche Hausinstallationen in we­nigen Tagen an die Straßenleitungen anzuschließen. Die künftigen Stromabnehmer müssen daher etwas Geduld zeigen.

Es war beabsichtigt, bis zum 15. November die Orts­netze von 20 Gemeinden in Betrieb zu geben, doch konn­ten durch die langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern wegen Errichtung der Masten die Hochspannungsfernleitungen nur zum Teil durchgeführt werden.

Da in den erstgenannten Gemeinden in letzter Zeit noch zahlreiche Anmeldungen eingelaufen sind, ist mit Rück­sicht auf deren Ausführung die Stromlieserung während der Tageszeit von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr bis auf weiteres unterbrochen.

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Benthen ( Beut bat entstand das sich auf die K<

sie doch alle Geld bei dem Zusammenbruch. Landkreis Gießen.

Ausdehnung unserer Neberlandzentrale.

Im Anschluß an die Ueberlandanlage der Stadt Gießen werden noch vor den Weihnachtsfciertagcn, wenn keine beson deren Umstände eintreten, die Ortsnetze der Gemeinde, Wies eck und Gro ßen-Bus eck in Betrieb genommen

Aus Stadt uni> Cand.

Gie l:en, 2<>. Dezember 1912.

Aus der Sitzung ver Stadtverordneten.

Gestern hielten unsere Stadtväter eine kurze fried­liche Sitzung ab, die noch kürzer hätte sein können, wenn das Haus etwas früher beschlußfähig gewesen wäre. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erledigte sich recht rasch. Den breitesten Raum in dem recht spärlich fließen­den Redestrom nahm das V o g e l s ch u tz g e h ö l z e an der Lahn ein, da man nicht weiß, ob man nach den gesetz lichen Bestimmungen an der eigentlicher! Uferböschung ein Gesträuch anlegen darf. Außerhalb der Tagesordnung ge langte eine vom Polizeiamt vorqelegte Verordnung zur Bekämpfung des sogen. Animierkneipenwesens bezw. Un wesens zur Beratung. Nach kurzer, die Verordnung selbst nicht beanstandender Aussprache erklärte sich die Bersamm lung mit den Bestimmungen der neuen Polizeiverordnun r einverstanden.

zur Stadt Der Un»

andne VeWÄe zu buii) Pchichmmg nutz betmntt.

bekannte ist etwa 30 Jahre alt, hat schwarzen Schnurrbart, blasse Gesichtsfarbe und war bekleidet mit grünlichen, weichen Hut, langem Capes und Schastenstieseln oder Gamaschen. Personen, die über den Unbekannten Auskunft geben können, wollen dies der Kriminalabtellung des Polizeiamts mitteilen.

* Diebstahl. In der vorletzten Nacht zwischen 2 und 3 Uhr ertappte der Wächter W. 5 des Gießener Wach- und Schließ-Instituts einen Mann beim Anssuchen eines Weihnachtsbaumes, die zum Verkauf in der Lndioigstraße aufgestellt sind. Der Wächter übergab ihn zur Feststellung der Personalien der Polizei.

** Konkurs Borngässer. In der Angelegenheit der Getreidefirma B o r n H ä s s e r fand am Mittwoch im Hotel Groß­herzog von Hessen eu.e Gläubiger Versammlung statt, um zu beraten, ob nicht der Konkurs durch einen außergericht­lichen Vergleich zu vermeiden sei. Dieser Versuch ist geschcitctt, weil die Uebcrschuldung größer ist, als man erwartet hatte Es wurde dargeleat, daß bei sehr guter Verwertung der Ma'se höchstens 50 000 Mk. vorhanden sind, denen eine Schuldenlast von 150000 Mk., ohne die bisher nicht ermittelten Posten gcgemlbersteht. Diese noch nicht ermittelten Schulden werden .,0 000 Mk. betragen. Es ist unbegreiflich, wo der flüchtige Leop. Borngässer, der die Seele des Geschäfts war, diese große Summe hingebracht hat und man nimmt wohl mit Recht an daß die Firma schon vor zwei Jahren, als sie nach Gießen kam

und an der Rodheimer Straße den Neubau aufsühren ließ

nicht nur keine eigenen Mittel mehr batte, sondern nur mit

Gefälligkeitswechseln der Geschäftswelt etwas vortäuschte Di--

hiesigen Banken, die Borngässer die Wechsel abnahmen, sollen sich größtenteils durch gute Bürgen Sicherheit geschaffen haben Auffällig ist, daß Borngässer satt sämtliche Getreidenrmen am Platze getäuscht bat; wenn es auch kerne größeren Beträge sind

verlieren sie doch alle Geld bei dem Zusammenbruch

ff. Ein We EÜon soll zu $ ürauWnmg erfe Mark kostet. A semem Titel hervv Wien such in Ae bezahlte.bauttdarsl neben diesen i 'veler zu nennen, Metren mic di ß* rur Ansstattm Mnut denken kann N°nnnen, sind ar vchembaulen der i HrÄJ $bcrl <ioyuhnmg die Vgbaren Plötz? ^uart des Saale?

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g e ft o rb en.

Starkenburg und Rheinhessen.

Worms, 19. Dez. Prof. Dr. Aug. Scheuermann ist gestern unerwartet aus dem Leben geschieden. Der Verstorbene, der nicht nur als Lehrer des Gymnasiums und der Oberrealschule sehr geschätzt war, sondern auch in hiesigen musikliebenden Kreisen als ein hervorragender Kenner verehrt wurde, war ein ernster Charakter, der nur selten au6 sich herauSging. Wenn er es aber tot, bann war seine Um­gebung entzückt von seinem überaus reichen Wissen auf musikalischem und literarischem Gebiete. Wei! über die Grenzen seines hiesigen Wirkungskreises hinaus ist sein Ruf als Musiker gedrungen und eine Anzahl Fachzeitschriften zählten Herrn Dr. Scheuermann zu ihrem besten Mitarbeiter.

Hessen-Nassau.

h. Fr an kfurt a. M., 19. Dez. In der heutigen Sitz­ung der Stadtverordnetenversammlung gab Oberbürgermeister Voigt bekannt, daß Bürgermeister Grimm gestern sein Abschiedsgesuch beim Magistrat eingereicht habe. Das Jahr 1912 wird voraussichtlich mit einem erheblichen Ueberschuß abschließen. Ter Voranschlag für 1913 hat nur schwer ausgeglichen werden können. Wenn ttotzdem keine Steuererhöhung ein- tritt, so ist dies dem wirtschaftlichen Hochstande zu danken. Die Einkommensteuer ist um eine Million Mark höher eingesetzt. In verschiedenen Beziehungen bringt der Haus­haltsplan wesentliche Erleichterungen. Elektrizitätswerk und Straßenbahnen bringen voraussichtlich 512 000 Mk. mehr an Ueberschüssen als 1912. Diese Summen sind aber nicht ausreichend, das Defizit des ersten Etatsent­wurfs zu decken, deshalb wurde der Schulbaufvnds um 100000 Mk. gekürzt. Den sozialen Vereinen wurden die Zuschüsse von 331000 Mk. auf 351000 Mk. erhöht. Die Theatersubvention ist mit 110000 Mk. mehr ein­gesetzt; sie wird sich noch erheblich steigern, da durch die Vermehrung des Theaterpersonals, die steigenden Anfor­derungen des Publikums und das kommende Reicktstheater- gesetz die Einnahmen mit den Ausgaben nicht Schritt bah ten. 436 200 Mk. Zuschuß erfordert der Osthafen, 1085 00C Mark die ganzen städtischen Hafenanlagen und Lager­häuser. Beim Extraordinarium werden für Straßen neubauten eine Million Mart gefordert, für die Erwei­terung des städtischen Grundbesitzes 3 375000 Mk.; ferner ist der Bau neuer Volks - und Schwimmbäder unb mehrerer Bezirkskrankenhäuser vorgesehen; es for­dert die ersten Raten für zwei neue Mittelschulen unb eine neue Volksschule, insgesamt 1520 000 Mk Das Schub ^enwesen belastet die Stadt um weitere 307 000 Mk. Ta-> Ordinarium der Allgemeinen Verwaltungen siebt ',9 968550 Mk. (im Vorjahre 56 485 097 MkZ, das Extra- Ordinarium 10427350 Mk-(7 455 700 Mk.) vor. Das O r d i n a r i um der Betriebsverwaltungen, deren Ueberschüsse usw. vielfach in die Summen der allgemeinen Verwaltung mit übergreifen, balanciert mit 73 261330 M i. B. 66 639 870 Mk.', das Ex t r a-D r b ina rium

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Kreis Büdingen.

Büdingen, 16» Tez. e cb ö f i e n fl e r t ch t § f i h nn Ter Taalöhner v>. I. III. von Mittelqründnn wurde ivegen Be- cidigung de4 ftelbswützen Gg. F. 9)1. zu 2 5 M k. to e 11> fi r a < < o?er 5 Tage i^ckäugnis verurteilt. Ter jugendliche Tienüfned)' 6. W von Bad Orb, jetzt in Hannover befchailigt, erhält weger Tiebttabls einer 2a|d,enuhr einen Verweis. Er baue nnianq; Oftober l. im Auftrage seines Tienttberrn dem Landioirl Ehr. Sch. UI. in Alt-Wiedermns Salz abgetieier l und hierbei km aur einem fzeufterbreit lie 'ende Taschenuhr, da niemand nnivejend mar, mitgenommen. Beieits nuf seiner Heimlabrt wurde ihm abe, die Uhr in Lorbach von der henachrichligten 'Gendarmerie wieder abqenommen und dem Eigentümer zurückerstattet. Ter Angeklagte batte die Tat gleich eingestandeii.

Kreis Alsfeld.

ok. Alsfeld, 19. Dez. Heute morgen starb die älteste Einwohnerin Alsfelds, Frau Margarethe Reibc- ling, im Alter von 92 Jahren.

ok. Storndorf, 19. Dez. Das Anwesen des Gg Heinrich Döring ging zum Preise von 31 500 Mk. in den Besitz des Metzgers Rau über.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 19. Dezbr^ Stadtverordneten­sitzung. Bei den Baugesuchen wird der Plan des Bauunter nehmers Th. Morschei für ein Einfamilienhaus genehmigt und dem I. Mai der Umbau seines Magazins in Wohnräumc gestattet, ein weiteres Baugefuch der Zuckerfabrik wird genehmigt und die nötigen Dispense sollen befürwortet werden. Bon dem Kreisausschutz ist beantragt, die Kreisstraße zwischen Friedberg und dem Stadtteil Fauerbach als Orts- straße zu übernehmen. Da aber demnächst doch in diese Straße Kanal, Kabel usw. gelegt werden müssen, so soll der Bürger­meister mit dem Kreis nochmals verhandeln und eine ver schiebung noch um einige Zeit Vorschlägen, da sonst eine zwei malige Herstellung der Straße vorgenommen werden müßte. Bon der hiesigen Filiale der Mainzer Aktien-Brauerei ist der Antrag gestellt worden, die Wilhelmstraße bis zu ihrem Grund­stück zu chauffieren. Die Brauerei erklärt sich bereit, die etwa 3000 Mk. betragenden Kosten mit 4 Proz. so lange zu verzinsen, bis der Ausbau der Straße erfolgt ist. Die Firma Gebrüder Ullrich hat ein Bebauungsprojekt für bte Wilhelm­straße vorgelegt und durch Pläne und Skizzen erläutert. Das Projekt sieht eine anderweitige Straßenanordnung vor als sic vom Bauausschuß vorgeschlagen war. Der von der Firma be­stellte Architekt erläutert fein Projekt. Die Versammlung be­schließt, die Sitzung so lange zu unterbrechen, bis Architekt Stock sein Projett begründet hat. Bei der wieder aufgenommenen Verhandlung wird beschlossen, einen weiteren Sachverständigen zu Rate zu ziehen und in einer späteren Sitzung Beschluß zu fassen. Von der Bahn ist ein Antrag gestellt, städtisches Ge­lände abzutreten. Der Preis ist je nach Lage zu 95 Pf. bis 1,30 Mk., die Bäume sind zu 1876 Mk. taxiert. Die Versamm­lung stimmt zu, doch soll nochmals die Vermessung nachgeprüst werden. Von der Feuerwehr ist ein Antrag gestellt, für ein im Südende der Stadt aufzustellendes L ö f ch g e r ä t 320 Mk. zu bewilligen: dies wird genehmigt. Die Anfertigung von Repettorien für das städtische Archiv wird befürmortet unb werden hierfür 450 Mk. bewilligt. Ein Schadenanspruch an H. Röschen im Stadtteil Fauerbach wird nach den Vor­schlägen des Bürgermeisters vergleichsweise erledigt. An un­einbringlichen Steuern werden niedergeschlagen beim Wasserwerk 18,36 M°k., beim Gaswerk 127,57 Mk und an Steuern 732,28 Mk. Die Arbeiten für den Jnnenbau des Eick- und Zollamts werden vergeben und zwar für das Steuer­amt Glaser arbeit am E. Milins 1380 Mk., Schreinerarbeit an Cordes-Keth 2826 Mk., Weißbinberarbeit an Schmidt 3783 Mk. und Schlosserarbeit an W. A. Heß 429 Mk.; beim Eichamt Glaser- I arbeit an Jördis' 1648 Mk., Schreinerarbeit an Trapp 3848 Mk , Weißbinderarbeit an I. Hieronimus 4163 Mk. und Schlosserarbeil an Drott 572 Mk.

Büdesheim, 19. Dez. Altbürgermeister KartI Peter Otto ist im 72. Lebensjahre nach kurzer Krankhcii

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Deutsches Reich.

Zum bevorstehenden Regier ungsjubiläum des Kaisers

beschlossen die städtischen Körperschaften in Charlottenburg die Begründung einer Kaiser $5111)^171=3^1== läumsstiftung mit einem Kapital von 300 000 Mark. Die Summe soll zur späteren Erweiterung der 1913 zu Beelitz-Sommerfeld zu eröffnenden Anstalt zur Be­handlung Tuberkulöser verwandt werden. In­zwischen sollen die Zinsen der Stiftung hilfsbedürftigen Veteranen zugute kommen.

Ueber das Scheitern des sächsischen Volks- schulgesetzes

wird uns aus Dresden geschrieben: Nachdem das Ver­einigungsverfahren des Landtages ergebnislos verlaufen ist, fand in beiden Kammern die Schlußabstimmung über das Vollsschulgesetz statt. Da beide Kammern in den Fragen der Erteilung des Retiaiiomsunterrichtes, der Er­richtung der allgemeinen Volksschule und der Schulgeld­freiheit auf abweichenden Beschlüssen beharrten, ist das Vollsschulgesetz endgültig gefallen. Kultusminister Beck sprach sein Bedauern über das Scheitern des großen Re- formwerkes aus. Beim Hoch auf den König und das Vaterland erhoben sich in der Zweiten Kammer auch die sozialdemokratischen Abgeordneten von den Plätzen.

Die Proporz Wahlen in Württemberg.

Das Ergebnis der württembergischen Landtagsproporz­wahl, die am gestrigen Donnerstag stattfand, wurde erst nach Mitternacht bekannt. Von 17 zu wählenden Kandi­daten entfielen auf das Zentrum 5, Sozialdemokraten 4, Volkspartei 4, Konservative und Btmd der Landwirte 3, Nationalliberale 1. Der neue Landtag setzt sich dem­nach aus 26 Mitgliedern des Zentrums, 20 Konservativen und Bund der Landwirte, 19 Mitgliedern der Fortschritt­lichen Vollspartei und 10 Natlonalllbcralen zusammen. Das Zentrum gewinnt 1, die Sozialdemokraten 1, Konser­vative und Bund der Landwirte 5 Sitze; die Fortschritt­liche Volkspartei verliert 4, die Nationalliberalen drei Sitze.

Reichstagsersitzwahl in Reutz ä. £.

Greiz, 19. Dez. In der heutigen Reichstagsersatzwahl km Wahlkreise Reuß ältere Linie erhielt Cohen lSoz.) 7869, Dr. Stresemann (Natlib.) 5273, Amtsg-wlchtsrai Luttmann (Wirtsch. Bgg.) 1460 Stimmen. Cohen ist somit gewühlt.

Bei der Hauptwahl im Jernuar d. Js. siegte in diesem stark Industriellen Wahlkreise der verstorbene soziuldemo- krattsche Kandidat Förster mit 8542 Stimmen. Auf Burchardt (Natlib.) entfielen 3604 und auf Matheus (Fortschr. Vp.) 3319 Stimmen, Der Rückgang der sozial­demokratischen Stimmen um rund 700 ist auffällig und bezeichnend; es hätte nicht so sehr viel gefehlt, so wäre Stresemann mit dem sozlald emokr atis chen Kandidaten in dl« Stichwahl gekommen!

* Berufung. . Der Landgerichtsrat und außerordent­liche Professor der Rechte an der Landesuniversität Dr. Julius Friedrich hat einen Rlif als etatsmäßiger (ordentlicher) Professor des öffentlichen Rechts an die neugegründete Hoch­schule für kommunale unb soziale Verwaltung in Köln a. Rh. erhalten und angenommen.

** Ordensauszeichnung. Der König von Preußen hat dem Major von Kropff beim Stabe des Infanterie-Regiments von der Marwitz (8. Pommerschen) Nr. 61 die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes erster Klasse des Hessischen Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen erteilt.

** Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwen'stein-Wertheim-Rosenberg und dem Fürsten und Grasen zu Erbach-Schönberg auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lützel-Wiebels­bach präsentierte Schulamtsaspirant Hch. Lutz aus Nie- der-Klingen.

* Stadttheater. Nochmals sei aus die morgige Kinder-Vorstellung hingewiesen, die in denDrei Hau l e- männerchen" oderDas gute Liesel und das böse Gretel" von Görner eine leichtverüändliche Handlung bietet, die durch hübsche Balletteinlagen unterbrochen wird.

* Der Evang. Arbeiterverein hält am Sonntag in Steins Garten seine Weihnachtsfeier ab. Neben Gesangsvotträgen des Gemischten und Frauenchors des Ver­eins, sowie Ansprachen, Deklamationen re. enthält das reich­haltige Programm mehrere theatralische und musikalische Dar­bietungen. Den Schluß bildet eine Verlosung.

** Militärurlauberzüge fahren anläßlich Weih­nachten und Neujahr. Am 21. Dez. StraßburgKassel: Gießen ab 3.26 Dorrn.; ColmarHannover: Gießen ab 4.00 vorm.; RastattKassel: Gießen ab 3.54 vorm ; Mainz Betzdorf: Gießen ab 4.11 nachm. Am 22. Dez. Mör- chingenKassel: Gießen ab 12.06 nachm.; BerlinKoblenz: Gießen ab 12.16 Dorrn.; BerlinFrankfurt: Gießen ab 1.00 Dorrn.; DieuzeKassel: Gießen ab 1.07 Dorrn.; Col­marHannoDer: Gießen ab 4.00 vorm.; RastattHannover: Gießen ab 3.54 nachm. Am 23. Dez. Mühlhauseni Kassel: Gießen ab 4.00 vorm. Am 27. Dez. Frankfurt- Berlin: Gießen ab 12.09 nachm. Am 28. Dez. Berlin Stkaßburg: Gießen ab 10.25 vorm.; FrankfurtBerlin: ab Gießen 12.09 nachm.; HannoverStraßburg: Gießen ab 2.08 nachm. Am 29. Dez. FrankfurtBerlin: Gießen ab 11.34 vorm.; GießenBerlin: Gießen ab 12.09 nachm.

'* Vom Schlachthof. Während im November die Schlachtungen oon Großvieh u. Schafen denen im gleichen Monat des Vorjahres ungefähr gleichkamen, wurden rund 50 Kälber und 130 Schweine weniger geschlachtet. Die Metzger führen den geringeren Verbrauch von Schweinefleisch auf den Genuß oon Wildbret und Geflügel zurück, doch kann dies nicht stimmen, denn auch im Vorjahre war Wildbret und Geflügel in gleichen Mengen oorhanden und wurde auch gekauft. Zweifellos sind die hohen Schweinefleischpreise daran schuld, wenn der Konsum darin nachgelassen hat und noch weiter fallen wird.

* Ueberfall. Ein in der Heil- und Pflegeanstalt bedienstetes Mädchen wurde.gestern abend gegen 9 Uhr, als es auf dem Nachhausewege begriffen war, in der Licher Straße zwischen Bahnübergang und der Anstalt von einem Un» bekannten angefallen und zu Dergewaltigen versucht. Das Mädchen schrie um Hilfe und biß dem Unhold auch in

Königsresidenz Täfel' zu 1*2 (bedecken statt Inmitten der Hauptseite der hufeisenförmigen Tafel, bic der Ver­anlassung entsprechend schlichten weißen Blumenschmuck trug, saß der Prinzregent, zu seiner Rechten der Kaiser. ___________

D c Friedenskonferenz

hielt heute nachmittag 4 Uhr unter dem Vorsitz Veuiselos ihre dritte Beratung ab Reschid Pascha und ^alch Pascha verließen schon um 4 Uhr 50 den St. Jamespalast und begaben sich in ihr Hotel. Die Konferenz vertagte )rch auf Samstag nachmittag 4 Uhr, da die türkischen xeie» gierten ihre Instruktionen, die ihnen durch Sonderkurier zug-ehen, noch nicht erhalten haben.

Der deutsche Botschafter Fürst v. Lichnowsky sprach sich über die B o t s ch a f t e r k o n f e r e n z Jepr zu­versichtlich aus. In der nächsten Sitzung wird höchst­wahrscheinlich eine Verständigung über die serbische Hafen­frage derart erzielt werden, daß Serbien und die ^.ripel- Entente sich dem Wunsch des Dreibundes nach einem neu­tralen albanischen Hafen und einer neutralen Bahn fügen werden.

Eiu griechisch-türkischer Kampf.

Athen, 19. Dez. Nach authentischen Meldungen von der Armee in Epirus fand gestern morgen ein h e f t i g c r Kampf zwischen der griechischen Artillerie und den Türken statt, die das Fort Bisani besetzt hwlten. Der Flieger Unterleutnant Mutussis überflog unter dem Feuer der Türken erfolgreich Janina und Bisani und erroiberte die Angriffe durch Bomben. Ein Flügel des Aeroplans wurde leicht beschädigt. Der Flieger lan­dete glücklich.

S^emden

Pabr )

Kpagen Rhetten

Ausland.

Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm nach 55stündiger Sitzungsdauer unter Ab­lehnung sämtlicher Minoritätsanträge die Kriegslei­stung s v o r l aa e in der Fassung des Ausschusses an und begann die Verhandlung über die Jmmunitätsangeleaen h eiten.

in-Lin den, 19. Tez. Am 1 Weihnacht? der Kriegcro erein eine WeihnachtSfeie

14 871470 Mk. (i. V. 13 878300 Mk)._____________

Gerict^ssaal.

Stettin, 19 Dxz. Der Mus kettet Hafclmann der 1. Kvmpagme des Jnfanterie-Regimnus Nr. 140 muidbe