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22.11.1912 Erstes Blatt
 
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Band 28 Blatt 1314

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Zeit der Mxaqun; ,j j bem $runi)bu6r: * spätestens im M" uberunq zur Abgab )neten Gericht anzuir^ :r widerspricht, glaack sie bei der Feststellm berücksichtigt unb bti: ungserlöses dem Snir- en übrigen Rechten » ein der Versteigerung den, werden ausgesog Zuschlags du «>.» una des Dersahrens hn für das Recht der v , Stelle des versteif

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ffit die Redaktion 112, illerlaq u. ISrpebthon 51 ilbiefie ffn Tepeldien:

Wh feiger (Wkhen.

Annahme von Knjeigen hi, die Zaqe^minuiier bi8 vonniltaqÄ H lltjr.

Freitag, 22. November <912

162. Jahrgang

Erstes Blatt

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diePostDli.2. piertel- läbrl. au»ld)L Beiiellg. Zeilen orel«: total 15 Ul, auswärts 20 iüenmq. tzhetredakteur. A iüoetz. 9.<craiiimorthd) hn den pohiitcben teil Auaust Goetz. füx , AeuiUe- ton*. ,'l<enm|d)ieö* unb ,®end)i9laal* R.Jleu» rnth. füx ,Sloöi unb Land": E.h>es. tüt den 'UnAeiqenieil t> Beck.

General-Anzeiger für Gberhefien

Rotationsörud enö Verlag der vrühl'schcn Univ.-Vuch und Stcinörudcret R. Lange. Reöaftton, Expedition und Drndcret: Zchnlstratze 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschüflrstelle vahnhofstraße 16a.

monatiicb 75 t<t, piertel- läbrhd) Pit. 9.20 durch .'Ibbolc- il Zivetg'iellen M tnonailicb 65 Ul., durch

In Anbetracht dessen, daß die vorgeschlagenen Bedingungen

Die heutige 'Jlummei umfaßt 12 Selten.

wie sich Uapokons Uucht aus Hufelanö in seinen Briefen spiegelt.

Wir cchalteir folgende Meldungen:

Konstantinopel, 21. Nov. Auch heute wurde Kanonendonner gehört, ein Beweis dafür, daß. -er Artilleriekampf und das Bombardement durch die Flotte fortgesetzt werden. Tem Kom­mandanten von Adrianopel, Schükri Pascl)a, soll der Titel Gha-i, d. h. der Siegreiche, verliehen worden sein.

Der Ministerrat beriet seit heute früh über die B c d i n g u n g e n d e s W a f f e n st i l l st a n d e s u n d d c n Frieden, Ivie sie von dem bulgarischen Ministerpräsi-» deuten übermittelt und von dem russischen Botschafter der Pforte mitgeteilt worden waren. Nach dem Ministerrat veröffentlichte die Pforte ein Communique, das besagt:

Ein Seeaefecht auf dem Schwarzen Meer.

K o n st a n t i n o p e l, 21. Nov. Der Kreuzer ,Ha- midie", der auf dem Schwarzen Meer aus der Hohe von Derkos operierte, wurde von sechs bulgari^ s ch e n Torpedobooten angegriffen. Gerüchtweise verlautet, zwei Torpedoboote seien gesun­ken

Sofia, 21. Nov. Letzte Nacht wurde der türkische KreuzerHamidie" vierzig Meilen von Warna entfernt von vier bulgarischen Torpedobooten entdedt. Zwei Tor­pedoboote näherten sich dem Kreuzer und feuerten Tor-, pedos ab. DieHamidie" wurde getroffen und gab einem anderen türkischen Kreuzer Notsignale, worauf dieser Kreu­zer auf'die Torpedoboote feuerte. Beide Dampfer ge­wannen dann die hohe See. Die bulgarischen Torpedo^ boote gingen mit beschädigten Schornsteinen zurück. Sin Matrose wurde verwundet. Ob dieHamidie" gesunken ist, konnte infolge der Dunkelheit nicht festgestellt werden.

($t:e Schlacht vor 2lörianopel?

DieBoss Ztg." meldet aus Belgrad: Bor Adria- nopcl hat nach Privatmeldungen eine große Schlacht be­gonnen, an der die gesamten dort stehenden serbischen und bulgarischen Truppen teilitchmcn.

als unannehmbar befunden worden sind und da» der tür kt sch e Generalissimus beauftragt ist, über die Be­dingungen eines Waffenstill st andes zu verhan­deln, ist diesem die Weisung erteilt, daß er, wenn die Dele­gierten der lriegsührendcn Staaten ermächtigt sind, die B e d i n g - u ngcn abz n ändern, mit ihnen verhandelt, um annehmbare Bedingungen fcstzusetzen und diese hierher mitzuteilen. Bis zur Vorlegung annehmbarer und entgegenkommen­der Bedingungen wird der Krieg fortgesetzt wer­den müssen.

Konstantinopel, 21. Nov. Die Pforte hat die bulgarischen Vorschläge nicht angenommen. Nasim Pa­scha hat Anweisung erhalten, den Kampf sortzusetzen.

Sofia, 21. Nov. Nach Mitteilungen von kompeten- ter Seite sind die Bedingungen der Baltan st aa­len weder in der Form, noch dem Inhalte nach intran­sigent. Sie lassen sogar eventuelle Modi-» fikationcn durch Verhandlungen zu, )o o< anzunchmcn ist, daß die ^Türken sie annchmen und daß cs zu einem Waffenstillstände kommt.

Die von den vier Balkanstaatcn gestellten Bedingungen für den Waffenstillstand und Friedensschluss verlangen den Verzicht auf die ganze europäische Türkei, ausgenommen Konstantinopel.

Tic türkischen Bevollmächtigten zur -lbschlicßung des Waffenstillstandes.

trauens und seiner Hochschätzung. Dem Dänenkömg gegenüber betont er, das; alle russischen Nachrichten gänzlich falsch seien: Ter Feind ist immer geschlagen worden und hat meiner Armee feinen einzigen Adler, keine nnzikV Kanone weg genommen. Am 7 November ist austerordentliche Kälte cingctretcn; keine Straste ist melyr gangbar gewesen: 30 000 Pferde sind uns zwischen dem 7. und 16. zugrunde gegangen. Ein Teil unserer Bagage- und Artillerieivagen wurden zerbrochen und zurückgelassen: unsere Soldaten, die nich: recht gewohnl sind, sich gegen die Kalle zu scichtzen, konnten einen Frost von 18 bis 27 Grad nicht aushalten. Ich werde im Fruhjaln mit einer Armee ausrücken, die stärker sein mwb, als die Groste Armee zu Beginn des Feldzuges gewesen ist." Tem .König beider Sizilien Joachim Napoleon macht ber^taifer am 19 Tezember aus Pans sehr befriedigte Mitteilungen über den Geist, der in der Nation herrscht:Man ist gewillt, Tpfer jeder Art zu bringen, und ich gebe unverzüglich daran, all meine 'Hilfs­mittel zu reorganisieren. Fch habe bereits eine Llrmee von 40 000 Manu in Berlin und an der Cher. Der Königs von Preulum hat den Vorsatz, seiner Armee Veritärkungen zu schicken und seine ganze Kavallerie sclmell zu ergänzen; der König von Sachsen hegt die nämlichen Wuchten ..." *

Einweihung der neu en Universitätsbiblio­thek in Tübingen. Ws Tübingen, 21. Nov., wird uns geschrieben: In Anwesenheit der Königin, der Herzoge Albrecht und Albrecht Philipp, des Senats der Universität und des Uni­versitätsrektors, sowie des Ministerpräsidenten von Weizsäcker, des Kultusministers von Fleisckchauer und des Finanzministers von Gesler, des Rektors der Technischen Hochschule in Stuttgart und der Erbauer, wurde bente vormittag ui feierliche Weise die neue Universitätsbibliothek eingewriht. .ver König war durch ein leichtes Unwohlsein am Erscheinen verhindert. Kultusminister von Fleischhauer wies in seiner Rede aus die glückliche Entwicklung der schwäbischen Landesuniversilät hin. Nach ihm sprach der Universitätsrektor Proiessor von Belin. W die Feier schloß sich ein Rundgang durch das neue Haus an. Die juristische Fakultät der Universität i?at den Kultusminister von Fleischhauer zum Ehrendoktor ernannt.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. In Tübingen ist der Professor der Geologie und Mineralogie, v. Koken, öl Jahre alt, gestorben.

Konstantinopel, 21. Nov. ßn Bevollmächtigten für die Verhand ur.g 'n wegen des Wasfenstil i.andes wurden ernannt der tzKneralissimus der türkischen Armee Nazim Pascha, der frühere Ehef deS OKneralstabes Izzet Pascha und Staatsrat Eh ad an Bey. Viel wrrd ve- merkt, da st Bulgarien in seiner Antwort von der Ernennung von Bevollmächtigten zu Unlerh indlungen sich nicht nur für den Abschlust des Waffenstillstandes, sondern auch des d'efinitiven Friedens ausspricht.

Ein (Telegramm des türkischen Generalissimus.

K o n st a n t i n o p e l, 21. Nov. Der Generalissi - mus Nazim Pascha telegraphiert: Gestern abend ver­lies; der Feind seine Schanz nn gen, tvelche er nach einem dreitägigen Vorgehen errichtet hatte und zog sich, an einigen Punkten sieben Kilometer von der Verteidig un g/linie, zurück. Starke Nekognoszie- rungslolonneu, die unter Unteroffizieren von unseren Divi­sionen entsandt wurden, fanden in mehreren Orten eine Anzahl Verwundeter; auch erbeuteten sie eine Menge Gewehre, Munition und s o n st i g e Aus- rüstungs gegen stände. Ueberall wurden zahlreiche Tote aufgefunden.

Die ZeitungJldäm" erklärt: Die Ergebnisse der Re­kognoszierung gestatten anzunehmen, dast die Bulgaren der­art ermüdet sind, dast sie die Feindseligkeiten nicht fort­setzen können und sich zurückzogen, um Verteidigungsstel- lungett zu beziehen.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Ter Kano neu donner von Tschataldscha her ahm abends zu. Wie verlautet, ist ein ernster Kampf y>uf der ganzen Linie im Gange.

DerBerliner Lokalanzeiger" meldet aus Konstanti­nopel : Die b u l g a r i s chen Truppen wurden bei einem

Die Leistungen der türkischen Artillerie.

Der Konstantinopeler Sonderberichterstatter be§ Temps" meldet über die Verteidigung der Tschataldscha- l'inie, die türkische Artillerie habe in den letzten Kämpfen den Eindruck l>ervorgerufeu, das; sie besser schiene als die bulgarische. Auch der im bulgari- scheu Lager in Fenikös befindliche Sonderberichterstatter desselben Blattes meldet über die Kämpfe in der Tscha- taldschalinie, dast die türkische Artillerie jetzt besser mi t M u n i ti o n v ers e henifeiintb auch bessertzieie. Es sei dies das erstemal seit Beginn des Krreges, daß sie sich als wirksam erwiesen und die Angreifer aufgehalten habe.

Vie Kämpfe bei IHonajtir.

Belgrad, 21. Nov. vorm Amtlich wird über die Kämpfe bei Mouastir jetzt folgender Bericht verbreitet: Ta'' Gefecht erstreckte sich über eine Linie von 50 .Mometer. Die Türken hatten 70000 bis 80000 Mann mit 100 Geschützen zusammengezogen. Alle türki- sckunt Positionen, besonders im Nordwesten von Monastir, waren befestigt und durch Blenden unkenntlich gemacht. Tie Verdrängung der Türken aus diesen Stellun­gen war mit großen Opfern verbunden, zumal die Bevölkerung der umliegenden Ortschaf­ten gegen die Serben kämpfte. Die serbische Ar­tillerie griff erfolgreich in den Kampf ein. Die Infan­terie mußte durch ein überschwemmtesGebiet vor- rücken und war deshalb großen Verlusten ausgesetzt. Nachdem die wichtigsten Stellungen von den Serben genom­men waren, versuchten die Türken nach Ochrida durchzu­brechen. Als der Versüch mißlang, nwndten sie sich zur Flucht. Infolge des Nebels gelang es zuerst einer Di­vision, nach Florina zu entkommen. Tann begann die völlige Auflösung und die wilde Flucht der r lisch en Armee. An den Kämpfen, die vier Tage währten, wurden 20000 Türken getötet und ver­wundet. dluch die Serben erlitten große Ver- l u st c. Schon am zweiten Tage der Schlacht eroberten die Serben eine türkische Gebirgsbatterie und vier Belage-

Zochetzung des Kampfes - Ablehnung der bulgarischen Vorschläge.

Trotz der bulgarischen Anweisung, die Feindseligkeiten nnzustellen, wird bei Tschataldscha weiter gekämpft T.'r türkische Ministerrat hat die bulgarischen Vorschläge ver­worfen, die angeblich aus Preisgabe des ganzen europäischen Besitztums mit Ausnahme von Konstantinopel gelautet haben, und Nazim Pascha wird nach Gutdünken handeln. Die Entscheidung liegt ;etzt bei ihm. Er berichtet in seinem neuesten Telegramm, die Bulgaren hätten ihre bisherigen Ztellungen verlassen und sich weiter zurückgezogem Nach anderen, neueren Meldungen, ist inzwischen die Sckstacht sortgesetzt worden, wobei die Bulgaren wieder zurückge-i trieben worden sein sollen.

Es ist ganz zweifellos, dast die bulgarischen Streit­kräfte bei Tschataldswa kampfesmüde sind und daß die Diplomatie in Sofia die bisherigen Erfolge unter Dach und Fach bringen will, bevor der Rückschlag eintritt. Merk­würdig berührt es, dast trotz dieser Versicherung der Frie­densabsicht einige bulgarische Torpedoboote noch in der 'Aacht zum Donnerstag im schwarzen Meer den türkischen lenzerHamedie" anfielen, der aber, von einem anderen Zchif'f unterstützt, anscheinend sich kräftig gewehrt hat. Es liegen über diesen Kampf zur See eine türkische und eine bulgarische Meldung vor. Nach der türkischen verlautet, daß zwei feindliche Boote gesunken seien, die bulgarische ILeldung stellt dem Leser dagegen anheim, zu glauben, aast der türkische Kreuzer gesunken sei. Es gibt aber noch nne dritte Möglichkeit, die nicht unwahrscheinlich ist: dast aas Gesecht einen harmlosen Ausgang hatte.

In Belgrad haben die militärischen Triumphatoren die diplomatischen Rufe übertönt. Bei der Darstellung der stampfe bei Monastir läßt man durchblicken, daß der türkische Widerstand sehr entschieden und die bul­garischen Verluste sehr groß gewesen seien. Zum ^hlust aber wird natürlich wieder von der regellosen Flucht der Türken gefabelt und neue Zahlen der Toten des Feindes werden angegeben. Man sollte meinen, die serbische Berichterstattung würde we­gen der bi sh erige n prahlerischen und zum Teil wider­rufenen Meldungen sich allmählich schamhaft verkriechen, zuerst hieß es bekanntlich, Monastir habe kav.tuliert, dann nutbc diese Meldung als verfrüht widerrufen, lind wie "icht es beute? Tas scheint uns ganz Ünficher zu sein. Tatz .mmitteldar vor Den Friedensvrrhandlungen jeder <>er Palkanstaaten noch Ichn. l: eine ^cLbcntat vollbracht haben ipttl um die türkische Regierung mutlos zu machen, ist ja lnnlcnichtend, alter es fruchtet nicht immer.

Kaluga oder Wjasma zu marschieren, um vor der grv^nKalte anzukommen unb die Winterquartiere ,u beziehen, ^uebriaens gd-,t alles gut." Der Kaiser freut sich über die guten Nachrichten, die ifan die Gräfin von Äiontesauiou, die Erzieherin des Königs von Rom, von seinem kleinen Sohne mitteilt, oeine große -sorge ist nur der Proviant.

Unterdessen entwickelt sich der Rückmarsch immer furchtbarer: am 2° November gibt er in Tolotsckün den Tagesbefehl, die Bagage zu verringern: ,Zeber höhere Offizier oder Verwaltungsbeamter, der mehre, e Wagen hat, hat die Hälfte davon verbrennen zu. lagen und die Pferde dem Artilleriepark zur Verfümmg S.n Nellen/ Nach dem Uebergang über die Beresina meldet er dem .oerzog von Bassono stolz seinen Sieg und klagt diesckimvftiche Untätigkeit des Marick'alls Vicwr unb die schlechten Operationen bes Furtten Schwarzenberg an.Ohne diese Zirisäxmmlle wäre ich in Lmo- Icnsi, Aitebsk, Orscha und Mohilew geblieben/ Eilige Maß­regeln müssen ergriffen werden:schicken Sie uns Leben-miNel, Brot, Zwieback entgegen. Sorgen Sie für gute lrierutionsmann- sckiaften, die Polizeidienst anszuüben und die Nachzügler Teit- zunehmen haben: ich habe deren mehr als 40 000, bie aus Nah- ciingsmangel und wegen der Strapazen und der Kalte als Buöa^ bunben, ober besser gesagt als Räuber ihres Wegs ziehen. Wenn man uns in Wilna nickt 100 000 Rationen Brot geoen kann, bann tut mir bi eie Stabt leib. Ganz retchlickv Lebensrnittel ,tnb allein imflanbe, alles in Orbnung zu bringen. Ter Gouverneur kann mir entgegenkommen, um mich über den <stanb der -tinge zu unterrichten. Tie -Ärmer ist gräßlich ermattet. -ie hat nun 45 Tage Marsch hinter sich." In seinen ^nitrufnonen jur den Herrn von Montesauiou, den er nach Paris schickt, benehlt Napo­leon dem Abgesandten,überall das (xintrcnen von 10 000 rum- fd.cn Gesaiigmeu unb dm an der Beresina errungenen Lieg zu melden, wo wir 6000 Russen gefangengenommat unb 8 -rahnen unb 12 Geschütze erobert haben." In bie bau leben unb sranzo- si schon Zeitungen soll falgenbe Meldung ringe rückt werden: "Derr von Montesauiou, Adjutant des Fürstm von 9ceuchatel, ut durch- gereift: er ist der Uebcrbrtnger von dem sieg an ber Bereima, ben ber Kaiser über die d er einigten Armeen des Admirals -r,ftyit- schagow und des Generals Wmgenstrin davongetragen hat. . .

In gebaitnerem, aber ebenfalls sehr zuversichtlichem Tone sind Mitteilungen an König Friedrich Wilhelm d^ßen und König Frtebrtch von Tänemark gerichtet. An 7l-riebnch Wilhelm schreibt er während der hastigen Fahrt nach Parts aus -treiben über feineAbreife von Moskau" und penicyert ihn jeines xJer-

Napoleons tragischer Rückzug durch bie Sdptccfelber RntzlandS, dessen hundertjährige Erimterung in bi ei en Novembertagm be­sonders lebendig in UNS auf ft et gt, war trotz des völligen Zu- arnmenbruckies der großen Armee eine ftrategiidx Metsterleittung, nxi-3 auch berufene Beurteiler, fo Clauiewitz, anerkannt liaben. Bewundernswert ist, mie ber Franzofenkatser in fentat 'Inftruftionen und Erlassen auch int hochtzen Unglud itpd) nidh> r verloren gibt, wie er mitten km Chaos der VerntchNing setne | Geistesklarl-eit unb sein unerschütterliches Vertrauen auf feinen Stern bewahrt. Wie die gejd;id-tlidxn Ereignme ^m -Vicgcl seines Geistes eine höchst persönliche /varbuug unb Fassung ge- Linnen, läßt fielt in interessanter Sknjc au« der

Napoleon Briefen erkennen, dw Friedrich Schu^ m dm nach'ften Taacn im Insel-Verlag enebetnen laßt 0,' der -bitter ,u Anfang Oktober seine unlialtbarc Lage in Moskau erkamtt hat, schießen Pläne über Pläne durch fein vrrn, die er nx fluchtigen Notizen aufzeichnet:

Was man tun müßte: 1. Ten Kaiser möglichst in bte Nahe Frankreichs bringen unb dem >kaiserreick. bas Vertrauen geben, Liß der Kaiser wahrend seiner Winterquartiere tu der Mitte eines

Volk^ ist 2. bie Armee in einem betreunbeten f« toten

Ausrüsttmg mcglidm uafx- dringen: ... nd) in eine Stellung bringen, welche bie

dadurch unterstützt, bau iic tot. Petersburg bedroht. 4. bu ^anen ehre auf der Höhe halten, auf die sie diese glorreiche Kampagne gebracht bat . . ." In einer offiziellen Mitteilung cm dm verzog von Bassano, dem Minister bet Auswärtigen, heißt c»am Ib.

tobet2(4 Kaiser denkt, daß lerne Winterquartiere n to ersten Novemberwock'en zwischen Smolensk, .Mnsk und Mohü«w lewgen luerben. Er eutsckttetzt nd) zu bieier Bewegung, weck Moskau, das nickck melyr existiert, für seine tznftigen Operattonm Heine militärische Stellung mehr ist. . -te .Innee wnd nd) rin Smolensk auf ein befreundetes Laiid stutzen können, ta^fur eil ihre Bedürfnisse aufhnrmt, unb Kauer wird m der.^age sein, seine Vorbereitungen N>r den ^ridzug nach Petersburg ,u -treffen und sich überallhin zu -begeben wo. ieme Gegen^tt sich rotwendig erweist/' Am 10 kommt wlgenbe Nott-, au Bauano .Die Armee ist auf dem Marsch. Man imrb ftch morgen ent schließen, den Kreml in die Luft $u sprengen und entweder über

li Angriff auf das türkische Tschataldschazen tzruin 5urüdgcfd)lagen.