mithin Zunahme 24 2b< Peisonen. sich nn ganzen in 1911/12 auf
auch das Beste erbaut wurde.
Hose, die tiejcr Vorteil haslesten Criolg bestrebt
Spreng st off vergehen.
Im Derbst vorigen Jahres wurden in den Basaltsteinbrii
Tie Erfahrungen hatten gezeigt, daß Die Balm« als das Dauvlgedäude liegende Gleise haben. Die seien. In künstlerischer Beziehung sei maii mit gewesen, das zu leinen, was per Stadt zuianiL.
” Von der Straßenba hn liegt das Ergebnis der Personenbeförderung und Einnahmen für das Rcchnungs- fahr 1911/12 vor. Es zeigt em recht befriedigendes Bild gegenüber dem Vorjahre, in dem der Verkehr durch das Turnfest und den Kaiserbesuch erheblich gesteigert war. Es benutzten
Die roie Linie 1911/12 7^8 797
gegenüber 1910/11
Die Einnahme stellt
u. a, daß Darmstadt in dieser Einlage das Neueste und wohl bekäme, was in den letzten Jahren an Bahnhufen
die grüne Linie beide Linien zuf.
495 480 1 224 277 Personen
1 200 010
Gießener Strafkammer.
Gießen, 20. April.
Der Ueberfall in der Neujahrsnacht.
Di- zweite Verhandlung über die Messerstecherei, die Ji6 in der Neujahrsnacht in der Bahnhofstraße zutrug, mh-:^ zu dem Ergebnis, daß der Angeklagte, der Installateur P. E. voi Geilshausen, wegen Körperverletzung in einem Falle und roe-T tätlicher Beleidigung zu einer Gefängsnisltrafe von süa Monaten und 14 Tagen verurteilt wurde. Hiermit imbet t schwerste Tat, die an dem Jnstitutsdiener St. begangene Kv>t Verletzung, jedoch keine Sühne, vielmehr erfolgte deshalb fr
Ans StaSt und CanO«
Gienen, 22. April 1912.
' Einschränkung der staatlichen Bautätigkeit. Durch die Einschränkung der staatlichen Bautätigkeit sind auch einige den Hochbauümtern beigegebene Bau-! schreiber entbehrlich geworden. Da eö sich um brauchbare, in jahrelanger Tätigkeit erprobte und mit den Geschäften eines BauamteS vertraute Bedienstete handelt, Hal daS Ministerium angeordnet, daß eS ziveckmäßig erichemt, diese Beamten, soweit möglich, auch weiterhin dem Dienste der Lokalbaubehörden zu erhalten. Bei einem etwaigen Wechsel oder bei neu hervortretenden Bedürfnissen im Bureau- uud Schreibdienst an den KrelSämtern soll auf die entbehrlichen Baiischreiber zurückgegriffen werden und sind dießvezüg- liche Anträge an die Mmisterialbauabteilnng zu richten.
** Eine neneNationalslugspende wird, wie aus dem Inseratenteil der Samstagsnummer ersichtlich war, in der nächsten Zeit gesammelt werden. In dem Aufruf dazu heißt eS u. a.: Die stürmische BorwärtSentwickelung, die das Luftfahrwesen feit den ersten gelungenen Ver,ud)cn Zeppelins genommen hat, zwingt un8, die äußersten Anstrengungen zu machen, um nicht durch die Opferwilligkeit und die Tatkraft anderer Nationen ins Hinter- tresjen gebrangt zu iveroen. Nicht spielerischer Ehrgeiz heischt dies von uns, sondern hier gilt es, unseren Ruhm als erste Meister angewandter Linens^iaft zu wcu-rcn. Nicht jedem ist es vergönnt, seine Kruste persviilich in den
Dienst dieser nationalen Ehrenausgabe zu stellen. Woh aber kann ein jeder ein Scherflein beitragen, banut der Gesamtwille der deutschen Nation der ^machtvolle Motor sei, der dem deutschen Flugwesen zum Siege verhilft. Es handelt sich um eine nationale Spende für das deutsche Flugwesen und die deutschen Flieger, ^enn den Männern, die als Pioniere einer neuen g^ßen Miltur- aufgabe in dem Bestreben, Deutschland auch auf diesem Gebiete einen ebenbürtigen Platz im Wettstreit der Nationen zu sichern, ihr Leben einsetzen, gebührt die wer - tätige Teilnahme der Nation. Bor allem fort bie Nationalspende die Mittel bieten, weiterzuarbeiten an der Der» vollkommnung der Flugapparate, an der Erforschung der Gefahren im Luftrevier und ihrer Bekämpfung. Mit Hilfe der Nationalspende soll die Entwicklung der neuen Technik gefördert werden, die neben der Schaffung neuet: ftul- I turbahnen neue Arbeits- und Erwerbsfelder erschließen wird. Wettkämpfe sollen Erfindungsbeist, Mut und SCat- kraft anspornen und immer stolzere Setjtungen Hervorrufen. Daß das deutsche Volk nach dem Unglücke von Eckter- dingen sich einmütig zu einer nationalen Tat anfrante, das zeigte der Welt die elementare Wucht des deutschen Volkswiilens. So beweise Deutschund auch fetzt, dag alle ------—
Unterschiede der Parteien, der Konfessionen, der sozia- sich erhängt hatte.. Der Strick war spater gernien und die ^..i. len Schichtungen in dem Augenblicke verschwunden |über.de^Swhlge^rzt^^hr^d^Tod^i sind, wo das deutsche Volk vor eine groß
Aufgabe gestellt wird. Aus H s en gihor?n Cb.rl utnant v. S e l a s i n s k y in Mainz und Kammerherr v. Detin- ge aer in Darmstadt dem Reichskomitee sür bie National- spende an. — Beiträge zur Nationalchenbe nimmt bie Geschästsstelle bes „Gießener Anzeigers" entgegen. Bon Zeit zu Zeit wirb über bie eingegangenen Beitrage im „Gießener Anzeiger" quittiert werben.
** Wissenschaftlicher Fortbildungskur- sus für Volksschullehrer an ber Universität Gießen: Auf Anregung bes Gießener Lehrervereins wirb in bem bevorstehenben Sommerhalbjahr an ber hiesigen Hochschule wieber ein wissenschaftlicher Fortbildungskursus für Volksfchullehrer eingerichtet. Es lesen bie Herren: Geh. Kirchenrat Prof. D. Krüger (Das kirchliche Bekenntnis int Lichte ber Geschichte), Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer (Die Methoden der Jntelligenzprüfung und die Bedeutung der angeborenen Anlage für die Erziehung), Prof. Dr. Dannemann (Ursachen der Geistesstörung und Geistesschwäche; Vorbeugemaßregeln mit besonderer Berücksichtigung des Entwicklungsalters) und Prof. Dr. berliner (Der Zweck der Fürsorgeerziehung; ihre praktische Bedeutung und die Aufgaben des Psychiaters bei dieser; der weitere Ausbau der Erziehungsgesetzgebung). Die Vorlesungen beginnen am 1. Mai und finden wahrend der Monate Mai und Juni jeden Mittwoch, nachmittags von 41/4 bis 6 Uhr, im Hörfaal ber Klinik für psychische unb nervöse Krankheiten statt. Auch Nichtlehrer können sich an bem Kursus beteiligen; Melbungen sinb an ben Vorsitzenben bes Gießener Lehrervereins zu richten. Da bie früheren Vorlesungen stets sehr gut besucht waren — manche von über 200 Teilnehmern —, so ist zu erwarten, baß auch ber bevorstehenbe Kursus zahlreiche Lehrer aus Gießen unb ber Umgegenb von diesseits unb jenseits ber schwarzweißen Grenzpfähle zu gemeinschaftlicher , I Arbeit in unserer Stadt zusammensühren wird.
Der SRebner ging bann näher auf den vom Verrehrsverein ge- stifteten Brunnen ein, der vor dem Empsangsgebaude Aus.tt! lunq gefunden hatte. - Regierungsrat N et eg an g bann an Hand eines großen blane5 einen, tbeorctüd)^ 9lunbnin ■ hurdi die neuen Bahnhossanlagen, und Regierungsrat S djne 1 bc. imad) die Hoffnung aus, daß die Stadt ^.armitabt jnfneben fen mönc Man habe getan, was möglich war um den kunstlenict' : Charakter der Stadt auch in ihrem Balmho^^nsviege, Der Vorsitzende des Vereins, Kauimann Stemmer übern, dann dm vom Verkehrsverein gestifteten Brunnm der «tatt und der Dabnverwaltung. Oberbürgermeister Dr. Glasiin^ versprach, daß die Stadt für ben Brunnen Sorge tragen hroll d Mainz, 21. April. Der 29jährige Musiker und Fabr arbeiter Hermann Schütze aus Plagwitz lMte,mit dem Dienstmädchen Hedwig Kolbe aus Drte bet iupclbori ein Vc hällnis. Das Mädchen war in letzter Zett stellenlos und hat o- sdieinend bei seinem Bräutigmn, Äaitnd) 43, Im :
tag morgen meldete sich Lc^ttze ^uf seiner .lrbcUsstelle krai. Als bis zum SamStag abend von schütze nichts wahrgenoimn wurde, benachrichtigte der Hausbesitzer bte Polizei, die die V.v nung ausbrechcn ließ Das Mädchen wurde bekleidet uaer br jßette liegend tot ausgefunden. Es war an der Leiche nur Krcu wunden, Hautabsckstiriungen und StrangulationSmerkmale am V2I 11t sehen, die darauf hindeuteten, daß die Kolbe erwürgt worc - mar. SdKtze lag über einem Stuhle mit dem Kopfe nach Boden zu und war ebenfalls tot. Es wurde festgestellt, datz - ' !. Der Strick war später germen und die Lei:
Lan^wirtjehast. i
Internationaler laudw.rt,^asilicyer GeuoueÜ-fchasts-Kongr!! in Badeu-Baden. I
Einer Einladung bev „buiajvuavanbed betr deutschm U* wirtschaftlichen Genossenschaften" Folge gebend, >wird der 3. 3t; nationale Bundestag ber lanmuiuiu,artaa)cft Genojsenjast^ am 21. unö 22. Mai d. I. ersnnals in Deutjch^and uno 5^’ Baden-B aden avgehalten. Die Einlaoung 1 ind TageSo.ö^ oes Buuüestages Baoew-Baden, welche per )BundesvorjiV^ Geueralanwalt Gel)eimerat H a a s - Darmstadt rin Tarmst-tik findet sich auch der Sitz des Internationalen Bsuudes) foeher. Berjendung bringt, ist außerordentlich reichtltig; sie crr unter anderem f olgenbe wichtige Vtjrhandluks gegenständ^: Geic.,äftsbericbt des Bunbesvi'rsiixuDen. 7..1 anberung der Satzung, um auch die Aufnahme auijereuror^s Genon'ensckiaftsoerbänve zu ermöglid)cn. — Geno'>sen,d)afttia>e-^ viiionswesen. — Geiwssenjchajlliches Unterridus^ und Auvbi!>» Mesen — Entwicklung und Erfahrungen aus, dem Gebist-, genossensd ajilia-en Bentraltrebitorganiiauonen." — Die W noiienidMiten ui der Landwirtschait. — Die Berj'orgung bc» ;* anbi□ mu Eleltrizitat unter genosscnsü-astliche r AkiuvirkiM^ cntia-ulDuiig deS Lanobejitzes buid) Lstithilfe be^- GenosternO -- 'JZubbaimadiung ber neueren Erfahrungen d-u für ben Kleinproduzenten.
• e
Beschaffung von Zuchtmate rßii al. UnM Emstuß der un vorigen Jahre stark verbreit ete" W
ß e nationale lange eingetreten sein konnte, muß die Kolbe schon Donmrs.. - n Cb rl utnant nacht umgebracht worden sein. Es wurde em Brief von «dm! ' gefunden, wonach beide freiwillig aus dem Leben geschieden
ein Grund war nicht angegeben. Die Leichen wurden, aus ba Friedhof gebracht. Das Mädchen ist durch einen schütz m d i Mund getötet worden. Anscheinend hatte Sdrntz das, Madch.r erst am Halse gefaßt und ihr mit Gewalt den Mund gconnet uns bann den Schuß abgegeben. Der geladene Revolver rourbc m bei Sckchtze in der Hosentasche gefunden, ein «chus; war Dara.J abgegeben. SckKtze wird als ruhiger, anständiger M^n«ch^,:>j schildert, nur sei er äußerst eifersüchtig gewesen. — xer^^c,* löhner Wilhelm Läufer hatte vor einigen Satyrcxv im etreue feine Frau erwürgt und wurde damals vom «chwurgericht ■< mehreren Jahren Zuchthaus verurteilt. Nachdem er aus bta Zuchthaus entlassen war, heiratete er bald daraus wieder und zw" die Klara Bott von hier. Seit 6 Wochen ist das Paar v.: heiratet, doch leben die Ehegatten seit einiger Zeit getrennt. Heuu morgen, Sonntag, lauerte Läufer seiner Frau m der Erru-. Ludwig-Straße auf. Als die Frau in einem Hause Brodckren e. lieferte, wurde sie im Hausflur von ihrem Manne uberfallx Die Frau, die sich energisch wehrte und um Hilfe schrie, erbt.:: zwei Messerstiche in den Kops und einen in den linken Dberan. Passanten eilten ihr zur Hilfe, sonst wäre sie von dem Rasenderstochen worden. Als die Leute kamen, ging Lauser fluchtig
„Rjetsch" meint: Das Zusammenfällen der Der-1 mittlungsaktion in Konstantinopel mit dem Bombardement der Dardanellen läßt in Europa die geheime Unter= stützung Italiens durch Rußlands vermuten. Sasonow ist ru einer offenen Erklärung verpflichtet. Rußland hat das Recht, von der Diplomati: zu fordern, daß der Name Rußlands nickt nut leichtsinrngen und gefährlichen Abenteuern in Verbindung gebracht wirb.
Vom iripo'itanischen KriegSschavplah.
Tripolis, 20. April. (Agenüa SKfani) Gestern nacht eröffnete eine Gruppe von etwa 200 Arabern Feuer auf Gargaresch. Die Araber wurden durch Kanonenschüfse zerstreut. Laut Nachrichten aus dem feindlicken Lager sind die L e b e n s m i t t e l p r e i s e merklich g e st i e a e n. Am 18. April beschoß eine Grupp? gedeckt liegender Feinde das neue Fort bei Tobruk. Als das Feuer gegen Abend stärker wurde, brachte die italienische Artillerie den Feind zum Schweigen. Auf italienischer Seite entstanden keine Verluste. An demselben Tage touren feindliche Gruppen, die vor Sidi Said bei oem Fort Bucha- mez erschienen, durch Feuer der Marineartillerie zerstreut.
Rom, 20. April. Agenzia Stefani meldet aus B u ch a - mez: General Garieni schickte gestern, als der Flugapparat einige Araberhaufen int Süden und Sudwesten oes Forts siganilsierte, sofort ein Bataillon Askarts, unterstützt von einem Bataillon des Infanterieregiments Nr. 60 aus, um die Araber z u z e r s p r e n g e n. Die Italiener । zwangen die Araber, ine schwere Verluste hatten, zur Flucht Zu gleicher Zeit ließ General G a r k a n 1 einen V 0 r st 0 ß gegen die Ostseite der Halbinsel Macabez machen. Hierbei gelang es, andere Araberhaufen aus Sidi-Said unter lebhaftes Feuer der Artillerie zu nehmen und ihnen beträchtliche Verluste beizubringen.
Aus Tunis wird gemeldet, daß die Besetzung der Halbinsel Macabez und des Forts Buchamez den Verkehr auf den Märkten, wo die türkischen Armeelieferanten Proviant ankausten, stark störte. Bis jetzt ist kein Karawanendienst von Ben Gardane eingerichtet. Die Araber sind mit Schwerverletzten zurückgekehrt. Diese melden, daß in Zuara arohe Panik herrschte.
Ein türkischer Sieg bei Terna?
Cairo, 22. April. Aus Der na wird vom 16. April gemeldet: Ein italienisches Bataillon, das vorzurücken versuchte, wurde von Türken und Arabern zurückgeworfen. Es verlor mehrere Mann und ließ zahlreiche Gewehre im Stich. Es gelang der türkiscken Artillerie trotz des heftigen Feuers des Forts und der Schiffe, ein italienisches Geschütz unbrauchbar zu machen. Die Türken hatten 16 Verwundete.
sprechung. •
Es handelt sich um folgenden Vorfall. Der Jnstitutsdii St. und der Lagerarbeiter F. hatten etwa um 1 Uhr nachts ihren Frauen und einem Bekannten ein Cass in bet Bahn! straße verlassen. Die Frauen ließen die Männer etwas vora gehen und begaben sich einige Schritte abseits Da karnen_ Burschen an sie heran unb der Angeklagte schlang icmc irr um beide Frauen. Inzwischen waren die vvrausgehenden Maini auf den Vorgang ausrnerksarn geworden, «ie eilten herbei uU drangen aus die Burschen ein. Der Angeklagte zog sein dolr artiges Messet und stach dann aus sie los. Dem Atbeitec s btachte er eine Stichwunde an der Hand bei. Nach dct An'ttr soll et auch dem Jnstitutsdienet St. einen Stich in den Rück der eine lebensgesähtliche Wunde vetursachte, versetzt haben. : erste Hauptverhandlung deutete indessen auf die Tätcrschast .
11Qq9c iQin/11 qnp 11A7R7 mithin im kkkten ^lahre! als Zeugen vernommenen Installateurs St. hin, fveshalb L Mk. 119325, 1910/11 Dir. 116 767, nuttjin un letzten ^ayre unb Rückleituna ber Akten an Die StaatSanwaltichatt
mehr Rlk. 2658. Das laufende Jahr, m dem wieder em fofgtc Die heutige Verhandlung ließ den früher yewomi:.' Turnfest, eine Landwirtschaftliche Ausstellung und vielleicht Eindruck noch bestimmtet hervortreten, so daß wegen dieser Lu ein Kaisetbesuch in Aussicht stehen, bietet für den Straßenbahn- tat Fteisptechung des Angeklagten ausgcsptochen wutde.
Der @efd)äft$orönung$aus|d)ub der Reichstags hat seine Vorschläge zur Abänderung der Bestimmungen der Geschästsordnung dem Plenum des Reichstags unterbreitet. Nach diesen Vorschlägen können an den Reichskanzler kurze Anfragen gerichtet werden, die s ch r i s t- licy einzureichen sind. In den Sitzungen am Dienstag und Freitag jeder Woche darf je die erste Stunde auf die Anfrage verwendet werden. Tie Fragesteller werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anfragen aufgerufen und verlesen die Anfragen. Eine Besprechung der Antwort des Reichskanzlers und Anträge zur S a ch e s i n d u n z u l ä s s i g. Der Fragesteller kann jederzeit erklären, daß er sich mit einer schriftlichen Antwort begnüge. Die Anfragen müssen von mindestens 30 Mitgliedern unterzeichnet fein. Der Anfrage können kurze Erwiderungsgründe beigefügt werden. Bei der Besprechung einer Anfrage können Anträge gestellt werden, welche bie Feststellung verlangen, baß bie Behandlung der den Gegen st and der Anfrage bildenden Angelegenheit durch den Reichs-I kanzler der Anschauung des Reichstags ent-! spricht oder daß sieihr nicht entspricht.
Diese Vorschläge des Geschästsordnungsausschusses I sollen in nächster Zeit im Plenum nach einer kurzen Besprechung angenommen werden.
Der Grotzschiffahrtsweg vom Rhein zur Nordsee.
Berlin, 19. April. Im Festsaal des Abgeordnetenhauses trat gestern zum erstenmal das Patronat für den Großschifffahrtsweg vom Rhein zur Nordsee zusammen, in mcldjcm außer dem Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikate, unseren beiden größten Schinahrtsunternehmungen Hamburg-Amerika-Linie und Norddeutscher Lloyd, den Domänenverwaltungen des Fürsten Salm-Salm und des Fürsten von Benthcim-Steinfurt die intet-1 cssiertcn Kreise, Städte und Handelskammern, höhere Verwaltungs- uud Kommunalbeamtc, Industrielle, Landwirte unb andere Privatpersonen vertreten sind.
Es fand ziuiächst die offizielle llebergabe der Vorarbeiten und deren Erläuterungen burd> die beiden Bau täte statt. Daran snüpskc sid> eine sehr eingehende Aussprache über die Kanallinie, die Dimensionen des projektierten Kanals, die weitergehenden Wunsche hinsichtlich der Tiefe unb Breite bes Kanalprosils, über bte Rentabilität und die Weiteibchandlung der Angelegenheit.
Hierauf würbe beschlossen, das Patronat als solches aufrecht zu erhalten und zu erweitern. Alö Geschäftsführer wurde Graf von Königsmarck ernannt. Es war Einigkeit darüber vorhanden, daß der neue Großschiffahrlsweg dienen soll: 1. der deutschen Binnenschiffahrt, 2. der Rhein-See-Schiffahrt, 3. der maritimen Landesverteidigung.
betrieb gute Aussichten.
** Genehmigte Wohnhäuser. Vom städtischen ~ _ . „ . .
Hochbauamt wurden im letzten Vierteljahr 11 Gesuche wegen bei Gelnhaar Sprengungen mit Donarit vorgenommen, m Erbauung von Wohnhäusern genehmigt, gegen 10 im glei- ein m-brer- Zentner schwerer Stern etroa IOCl Mietet rac« rhpn Qpitraum des Voriabres schlendert wurde, nach dem Aufschlagen nochmals weiter
chen ^Zeitraum ves rvoriayres m und schließlich unweit der Kreisstraße Gelnhaar—Hirzenhain
^zrü hj ahrS-2!nSs a at im V o S rau dj. 3) e c|ncm Kornacker niederste!. Da gegen die Polizeivcrordnuni
FruhjahrS-AuSsaat hat jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Bolls- Kreisamts Büdingen, roonadj Sprengungen in geringerer ( litte und Volksbrauch haben auch hierbei ihre Eigenart noch sernung als 250 Meter von Stra.ßen verboten sind, t>eri:c
nicht kingcbüßt. Ter erste Pflugstrich wird in vielen Gegenden war, wurde Untersuchung eingeleitci. Sie führte zur Ank!
7 a o m «T'or ci'AttnorsMn wegen Uebertretungen und Sprengitostvergchen gegen den
nut einem ,Jn GotteS Flamen cmgeleitet. -ter Donnerstag, triebsleiter in Gelnhaar und den Buchhalter der Basaltwerkc als Tag deS Frühlings- und ErnteertraggotleS Donor, gilt Kl.-Steinheim. Tieier hatte aus das Verlangen des Betricbslck noch heute als der beste Säetag. Nlancherlei Volksglaube, der mehrere Kilogramm Donarit nach Gelmhaar gebracht und e> : zivetsellos aus der altgermanischen Zett stammt, findet sich be. dann alsbald bu gewaltige Ezplosrvkraft des Sprengs ° i __erbrobt worden. Der Nicht verbraudste Rest des Donarits n-
öer Aussaat vor. Beim Säen bringt dec Landmann Die uon dem Betriebsleiter in einem zementierten Keller e Bögcl dadurch von feinem Getreidefeld, daß er stillschweigend Bureaus ausbewahrt. Polizeiliche Genehmigung zu Besitz Den Samen auSftreut, daher nimmt er wohl em Stückchen Lagerung des Sprengstofses hatten die Alngeklagten nicht, fi Holz, ober etwas Brat, auch wohl ein Blättchen in den an und sür, sich die Vorausfetzung der schweren Stra'dro^r
Sollen ober di. A.hr.n n:ch. °°... Brund.
gesucht werden, so raucht der Laniann seine TabalSpseije beim I Genehmigung erteilt sei, erkannte die Straftammer auf । AuSfirenen des Samens. I sprechung dä Buchhalters und auf Verurteilung des öert’i
"WahresGefchichtchen. Am vergangenen Mon- leiters G. zu mehreren Geldstrafen von je' 10 Mk. Es $. tag find in ben Hess. Schulen wieder die ABC-Schützen an- ^ei berücksichtigt, daß ben Angeklagten bet annt war, daz «£ ttS « L ÄÄ *
Kleinen. So war am Montag in einer Schule in der "Nähe Gießens der kleine Karl auch aufgenommen worden. Er war auch des Dienstags Morgens wieder zur Schule gegangen. Aber als er am Nachmittag dieses Tages | noch einmal Hingeyen sollte, wollte er nicht. Er spielte I gerade zu sck)ön auf der Straße. Die Ddutter rief ihm: „Karl, es hat schon geläutet, du mußt dich antun, eil dich!" Karl spielte ruyig weiter. Dee Mutter rief noch einmal. Ta gab Karl üjr die Antwort: „Gitts net emol ohne meid)?" fieber gings wirtltck; nicht oyne ihn, und so marschierte er mißmutig ab.
Krcis Friedberg.
= Friedberg, 19. April. 9lm Sonntag, 28. April, findet hier im GaslhatiS zum Gambrin»,S eine Versammlung ehemaliger 1 Ser Husaren statt.
Starkenburg unb Rhcinhefs.'n.
(bS) Darmstadt, 19. April. Ter Verkehr Sv nein hatte in der für heute angesetzlen Hauptverhanolung auch einen Vortrag I des ProsessorS Püver, des Erbauers des neuen Hauptbahn- Ihofes, angetonbigt. In feinem Vortrag sagte Professor Putzer


