Hon umgewandelt werden sollen. Er erklärte: die Okkupation der ägäischen Inseln während des Krieges ist ein Ereignis, wie es in jedem Krieg vorkommt und wird Anlast zu wichtigen Erörterungen geben, wenn der Krieg vorüber und eine Einigung erzielt ist. Die Besetzung der Inseln, ihre Lage und Schicksal sind Angelegenheiten, woran mehr als eine europäische Großmacht lebhast interessiert ist. Die innere Lage der Türkei ist, wie feder weiß, augenblicklich außerordentlich schwierig. Ich hoffe zuversichtlich, daß sie einen günstigen Ausgang nimmt
Ein englischer Krieg-Hafen in Aegypten.
England arbeitet in Aegypten unentwegt weiter an der Befestigung seiner dortigen Stellung. Die Vermehrung der militärischen Streitkräfte zu Lande schreitet unter der umsichtigen Leitung Lord ZtitchenerS rüstig weiter. Jetzt plant man aus englischer Seite, wie die „Deutsche Orient-Korrespondenz" aus Kairo erfährt, auch noch den Ausbau eines Kriegs Hafens an der ägyptischen Küste des Mittelländischen Meeres. Zwischen der Insel dlgami und dem Vorort Mex bei Alexandrien soll ein Kriegshafen angelegt werden. Es wird beabsichtigt, mit den hierfür nötigen Arbeiten bald zu beginnen.
Ein englischer Hetzer.
Tie „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Paris: In Tor- ronto erklärte der soeben aus England cingetroffene Sir 2B i H liam Mackenzie, die Gefahr eines Krieges zwischen England und Deutschland liege rräher, als die mciiten Leute vermuteten. Er bitte daher die Bevölkerung von Kanada, sofort einen Anlauf zu nehmen und das britische Reich verstärken zu helfen.
Friedensvcrhandlungcn zwischen Italien und der Türkei'?
Wie die Wiener „Neue Freie Presse" aus diplomati- /chen .Kreisen erfährt, habe die türkische Regierung bereits die Mitglieder der Mission für die Friedensliaa ernannt, lieber den Beratungsort verlautet, daß sich die italienischen Delegierten in Lausanne, die türkischen in Eviaus, am anderen Ufer des Genfer Sees, befinden werden. Tie Besprechungen werden abwechselnd in beiden Orten stattfinden.
Dazu meldet die „Boss. Ztg." aus Genf: In hiesigen offiziellen und maßgebenden türkischen .Streifen ist von vorbereitenden Friedensverhandlungenbisher nichts bekannt. Ebenso wie kürzlich in Lausanne und Genf Ferid Pascha, hat auch der jetzt in Genf anwesende Said Hadim Pascha keine derartigen Aufträge von der türkischen Regierung erhalten.
Die Ruckiehr öes Kaifers.
Bergen, 2. Aug Tie „Hohenzoller n", mit dem Kaiser an Bord, ist heute morgen nach Swinemünde abgegangen.
Die Trauerseier für Kardinal bischer.
K öln, 3. Aug. Hier traf zur Teilnahme an der heutigen Feierlichkeit für den verstorbenen Kardinal Fischer gestern abend Kardinal Kopp ein. Ferner haben ihre Ankunft angesagt die Erzbischöfe von Becheln und von Utrecht, der kommandierende General des 8. Armeekorps, v. Pleü, sowie als Vertreter des Kultusministeriums der Unterstaatssekretär v. Chappuis.
Deutsches Reich.
Mit einem Grundkapital von 1300 000 Mark ist in Berlin eine Aktien-Gesellsck>aft „Deutsche Südsee- Gesellschaft für drahtlose Telegraphie" gegründet worden. Der Zweck der Gesellschaft ist, die beut* chen Südseekolonien funkentelegraphisch miteinander und >cr Kabelstation der Deutsch-Ykiederländischen Telegraphen- Gesellschast auf Jup (Karolinen) zu verbinden und dadurch an das Welttelegraphonnetz anzuschließen.
Ausland.
Zurzeit bereifen eine große Anzahl deuts cher und österreichischer Handelsschüler und Handelslehrer zum Zweck des Studiums Belgien. Sie sind am Donnerstag int Han- dclsinstitut zu Mons feierlich empfangen worden.
Aus StaSt und Land.
Gießen, 3. August 1912.
** Tageskalender Kinernatograph: Täglich Vorstellung.
B i o g r a p h - L i cd t s p i e l e: Täglich Vorstellung.
Museum des ober hessischen Geschick; tsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich.
Meisterwerke von Tizian und Rubens, die hier zum Verkauf stehen, das größte Interesse. Tie Bilder stammen aus Schweden und zwar aus der berühmten Kunstsammlung aus Schloß Saftaholm, dessen Besitzer vor kurzem Graf Trolle Bonde geworden ist. I>l Schweden beklagt man es sehr, daß diese beiden vorzüglichen Werke durch die Vermittlung dänischer Kunsthändler ins Ausland gegangen sind. Die dänischen Museen werden wahrscheinlich die beiden Bilder erwerben: andere wertvolle Werke der Sammlung, die aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammt und nun aufgelöst wird, sollen nach England oder Amerika kommen. Das Werk Taüans stellt einen unbekannten Herrn dar, in schwarzer Mütze und schwarzem Mantel, einen kostbaren Ring am kleinen Finger. Tas graue.Haar fallt tief in die Schultern; den Hintergrund bildet eine prächtige Herbstlandschaft. Das Rubensche Bild ist ebenfalls ein Porträt Es foll einen spanischen Schatzkanzler der Niederlande, Philippe de Roy, darstellen. Glänzend sind die weiße Halskrause, der schwarze Mantel und die goldene Kette aus 'der Brust gemalt.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der französische l! u t e r r i ch t s m i n i st e r hat dem in materieller Notlage befindlichen 9lstährigcn Gelehrten Henry Fabre in Ferignan eine Pension von 2000 Franks bewilligt, die Fabre angenommen hat. Ter greise Gelehrte hatte alle ihn in letzter Zeit von Verehrern übermittelten freiwilligen Gaben abgelclml und viele eingegangenc fremde Spenden zurückgeschickt. — Wie schon augezeigt wurde, ist in Halle a. S. am 1. d. M. Professor Tr lkeol. Paul Trews, Ordinarius der praklisäreu Theologie, an der dortigen Universität, im 55. Lebensjahre gestorben Er stammte aus Eibenstock in Sachsen, war 1883—1889 Pfarrer in Burkau und 1889--1894 in Tresdcu und folgte am 1. Oktober 1894 einem Ruse als a. o Professor nach Jena.. 1901 wurde Trews Ordinarius in Gießen und kam Ostern 1908 nach Halle als Nachfolger von Pros. Herrn. Hering. Er erftrebte die Einführung der religiösen Volkskunde und der MirdKitfunbe in den Betrieb der pralnsänn Theologie. 1887 gründete er mit Rade u. a die „Ehristliche Welt". — Ter Professor der Mäinftgcfdncbte an der Universität Bonn, Geh. Reg Rat Tr. Marl I u st i, der zu seinem 80. Geburtstag ;um Ehrenbürger der Stadt Bonn ernannt worden ist, entstammt, wie richtig gcmelbet wird, einer alten Marburger Familie Er ist aber nicht, so wird und au4 Marburg geschrieben, ein «sohn deS Orientalisten und Tichters Professors M. W Juni, sondern ein Sohn des Pfarrers Wilhelm Iusti und ein Enkel des Konsistvrialrates, Superintendenten Prof. Tr. pbil et theol. Karl^Wilhelm Iusti Ter Orientalist Ferd. Iusti, der vor einigen wahren her starb, war ein fünf Jahre längerer Bruder von Proj. Karl Iusti in Bonn,
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr.
Kunstverein: Gemälde-AuSstellung geschlossen.
• • Bestätigte Beigeordnete. Ter Großherzog Hot die am 20. Juli 1912 durch die Stadtverordneten-Ver- sainmlung zu Mainz erfolgte Wahl des RegierungSasfesforS Erw. G ändert in Stettin und deS praktischen Arztes Tr. Karl Külb in Mainz zu besoldeten Beigeordneten der Stadt Mainz bestätigt.
• • Erledigt ist die Schulstelle zu Rohrbach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die Präsentation steht dem Fürsten zn Psenburg-Büdingen in Büdingen zu.
"In den Ruhe st and versetzt wurde der Steueraufseher Ioh. Jak. Schäfer zu Lich auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und ihm aus diesem Anlaß vom Großherzog das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. r
• • Der Großh. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger hat heute einen mehrwöchigen Urlaub angetreten.
"Der O berhessische Anwaltsverein hat in seiner letzten Sitzung den nachstehenden, für baS Rechtsuchende Publikum wichtigen Beschluß gefaßt, nämlich: den Kollegen zu empfehlen, an den Samstag Nachmittagen die Bureaus geschlossen zn halten und dem Bureaupersonal, soweit eS die Geschäftslage zuläßt, an Samstag Nachmittagen frei zu geben. Die Einrichtung ist etwa fo gedacht, daß am SamStag fortan von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr durchgearbeitet, dann aber geschloffen wird. Diese Bekannt- gäbe möge dazu beitragen, die Einführung dieser Einrichtung zu erleichtern, indem das rechtsuchende Publikum sie beachtet. Tie geplante Einrichtung dürfte bereits jetzt während der Gerichtsferien von den meisten BureauS durchgeführt werden.
• • Schonzeit des MuffelwildeS. Durch 93ere orbnung vom 27. Juli ist in Uebereinstimmung mit beni Beschluß bc5 Bezirksausschusses Wiesbaden die Schonzeit des Muffelwildes (Ovis Musimon) bis auf weiteres auf das ganze Jahr ausgedehnt worden.
" Hebung des Obstkon7 um s. Immer mehr bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß für die Gesundheit des Menschen vor allem auch das Obst von äußerst günstiger Wirkung ist. Es kann daher nur mit Freuden begrüßt werden, wenn gemeinnützige Institutionen ihre Aufgabe darin erblicken, durch unentgeltlick)eu Austausch von Adressen der Verkäufer und Käufer einerseits die Möglichkeit der Beschaffung preiswerten und guten Obstes herbeizuführeu, andererseits aber auch die Obstproduzenten durch die größere Gewähr eines sicheren Absatzes zu einer erweiterten Obstanpflanzung zu veranlassen. Eine solche gemeinnützige Vermittelungsstelle ist die seit einer Reihe von Jahren in Frankfurt a. M., Hochstr. 42, bestehende von ftaatL und städt. Behörden subventionierte „Zentraltelle für Ob st Verwertung", deren Vorstand von Frankfurt angehören: Laudwirtschaftslämmer-Pväsident Bartmann-Lüdicke, Dr .jur. Georg Beukard, Stadtverordneter I. Fromm, Kunstmaler R. Koch und Landes-Oeko- nomierat A. Siebert, und die jetzt für ihre Geschäftsführung einen Fachmann angenommen hat. Jedermann kann sich dieser Vermittelungsstelle bedienen, indem er ihr einen ungefähren Bedarf, bezw. sein Angebot an den rerschiedenen Obstarten und feine genaue Adresse mitteilt; bei Aepfeln und Birnen ist anzugeben, ob Sommer-, Herbst- oder Winterobst gewünscht wird, event. auch die Sorte. Besonders anzuertennen ist das Wirken der Zentralstelle in der Richtung, daß durch ihre Tätigkeit dem kleinen Obstproduzenten die Möglichkeit, sein Obst abzusetzen, cr- eichtert wird. Auch dürfte in dieser Werse darauf hingewirkt werden, in Deutschland möglichst einheitliche für )cn Großkonsum geeignete Sorten anzupflanzen und dadurch die Einfuhr ausländischen Obstes herabzumindern.
• • Das Schützen fest deS Gießener Schützen» vereins findet am 1. und 2. September statt. Für die beiden Festtage ist ein sehr reichhaltiges Programm auf- gestellt.
Landkreis Gießen.
— Hattenrod, 2. Aug. Der in hiesiger Gemeinde erst voriges Jahr gegründete Ziegenzuchtverein hat sich o gut entwickelt, daß er jetzt mit der Anlage einer Ziegen- weide beschäftigt ist. Sonntag, den 11. August, soll die Einweihung erfolgen. Das dazu nötige Gelände wurde von der Gemeinde unentgeltlich gestellt. Die Einfriedigung und Abteilung in Schläge, sowie die Schutzhalle werden einen Kostenaufwand von etwas über 700 Mk. erfordern.
— Bettenhausen, 1. Aug. Die Großh. Bürger» meisterei Bettenhausen teilt uns mit, daß die in Nr. 178 deS Gieß. Anz. enthaltene Mitteilung aus Bettenhausen un» richtig sei.
Kreis Alsfeld.
O Nieder-Ohmen, 2. Aug. Im Laufe des vorigen Winters hat sich hier ein Gewerbeverein gebildet. Die Leitung der Handwerker-Zeichenschule hat Kreisstraßenmeister Hofmann hier übernommen. Die Mitglieder- und Schüler» zahl ist in der letzten Zeit sehr gestiegen. Vorsitzender ist Bürgermeister Neeb. Die Schüler stammen aus Nieder- Ohmen, BernSfcld, Burg» und Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach, Ruppertenrod, Ober»Ohmen, Merlan und Flensungen.
Kreis Schotten.
~ 91 uS bem Vogelsberg, 2. Aug. Für Melio» rati on 8 zwecke der im Vogelsberg vorhandenen aus» gedehnten Wüstungen wird alljährlich von der hessischen Regierung ein Kredit von etwa 20—25 000 Mk. zur 23er- rügung gestellt. Im abgelaufenen Rechnungsjahre betrugen'die MeliorattonSkosten 20 2öl Mk. gegen 18 357 Mk. im Dor» fahre. Von diesen Kosten müffen jedoch die Gemeinden, mit denen durch besonders abgeschlossene Verträge Meliorationen üorgenommen werden, die Halste der Staatskasse zurück er» ftatten. Die in diesem Jahre auSgeführten Meliorationen erstrecken sich auf die Gemarkungen Gedern, Herchenhain, Ober-Seemen, HattmannSheim im Kreise Schotten, Bannerod, Bermuthshain, Crainfeld, Heisters, ReichloS und Greben- Ham im Kreise Lauterbach. Tie meliorierten Flächen werden auch ferner größtenteils als Weide benutzt, doch wird gegen rüber ein bedeutend besseres und größeres Weidefutter er« zielt, so daß in besonders günstigen Lagen sogar daS GraS gemäht und als Heu verwendet werden kann.
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- ßosentbal, 2- । u-jjerie.Sadjtmejfter • r«Üube eingelieferte nefbenbcr zu fein.
jmb noch nicht abg rLieSbaden, 2. • ist beute hier zum «tt Liesbaden bleibt ir rhiitlle BegrüßMg |jf! M klnsMtlte, in dt - Mlieitigm Beziclmnge und mit einem 5c Hfibent des Brool ? öifiü beule abend fiv rüttfflfior des Turnveu j eSadjitft im Kurhaus im nurbau».
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 2. Aug. Gestern abend um 10 u&r entstand auf der Kaiserftraße, in der Nähe des Polier, amtes, ein großer Menschenauflauf. Ein hier wohnender Arbeiter verübte einen großen Tumult. er verhaftet werden follte, widerseyte er fitfi und tobte noch lauter. Mit Mühe gelang cs den Schutzleuten, ihn ins Polizeigewahrsam zu bringen. — Anfang dieser Woche hat man angefangen, die seitherigen städt. Pferdeställe ab« zureißen. Sie werden sckwner wieder aufgebaut. Ucbei den Ställen wird das neue Äetterauer Museum, wie d Friedberger Archiv eingerichtet.
--- Bad-dtauheim, 2. Aug. Bis zum 1. Aug. sind 2 6 6 49 Kurgäste angekommen, wovon an genannt Tage noch 7842 anwesend waren. Bäder würben bis zum 1. Aug. 328 935 abgegeben.
x Bad-Nauheim, 2. Aug. Eine Sitzung der Stadtverordneten fand nach verhältnismäßig langer Pause heute wieder statt. Eine Eingabe des Bürger, undStirdtverlehrSVereinS über die V-- des Johannisbergcs, welche Frage in letzter Zeit in der Lokalpresse eine lebhafte Aussprache gefunden bat, einen Wettbewerb auszuschreiben, wurde abgelehnt. — Zu dem Ortsbauplan für das Gelände zwischen Städter- weg, Ufa und Gradicrbau hatte der Fiskus Einspruch erhoben, weil er beabsichtigt, sowohl am Gradierbau als auch längs der Usa Anlagen zu schaffen. Ttzr Plan wurde genehmigt, da die Sache doch dem Staate frei- steht. — Für Errichtung einer Treppenanlage am Auf. gang zum Höhenweg Johannisberg) wurden 3000 Ms. bewilligt. — Ebenso wurde die Wirtschaftsrechmma der 5krankenhausbaracke mit etwas über 17 000 Mk. genehmigt. — Mit der Tagung der Gas- und Wasserfam- männer hier soll eine Gasheiz- und Beleuchtungsausstellung verbunden werden. Als Lokale dafür sind die beiden Schulturnhallen vorgesehen. — Auf dem Friedhof soll mittels Oberleitung elektrische Beleuchtung cingeführt werden. Der erforderliche ftrebit wird bewilligt.
m. Bad-Nauheim, 2. Aug. Heute nachmittag wurde der 56jährige Landwirt Christoph Moder in dem Bassin brr Gradicrungssoole als Leiche aufgefunden. Der Unglückliche muß über die ca. 60 Zentimeter hohe Mauer auf den 'Jüie-flunbaf des Soolgrabens gestiegen fein und sich von da in das 5 Meter tiefe Bassin gestürzt haben. Da das Bassin gegenwärtig nur einen Wasi'erstand von 75 Zentimeter hat, kam M. mit dem Mopl aui den Boden und stürzte das Genick ab. Was den in sehr guten Verhältnissen lebenden Manu in den Tod getrieben hat, ist unbekannt.
m. Nieder-Mörlen, 2. Aug. Heute vor 8 Tagen wurde im Frauenwalde die Leiche eines jungen n n n e $ mit einem Schüsse in der linken Brustseite auigefunben unk» nach Besichtigung durch den Kreisarzt auf bem hiesigen Friedlwik beerdigt. Nach den angestellten Ermittlungen hat sich ergeben, daß der Tote ein Bankbeamter aus Köln ist und beauftragt war, mit einem Zweiten einen Geldbetrag von 70 000 Mark nach Straßburg zu bringen. Die Reiseroute war den Leuten vorgt- schrieben von Köln nach Gießen—Frankfurt—Kreuznach -Straß- bürg. In Bad-Nauheim stiegen sie aus, um sich die Stabt anzusehen. Von dieser Zeit an ist der Begleiter des Erschossenen verschwunden und mit ihm die 70000 Mark. Da der hier weilende Vater annimmt, daß an seinem Sohn ein Verbrechen begangen worden ist, wurde von dem Amtsgericht Anttag aut Ausgrabung der Leiche bei der Staatsanwaltschaft zu Gteßeo gehellt.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 2 Aug. Eine Verbesserung der S tra ßenu n 1 erh a l t u u g in Star kenburg.h« der Provinzialausschuß beschlossen. Tas Ueberdecken der geflickten Straßen mit Grus, .uies usw. soll sofort erfolgen Auch die Gemeinden füllen zu gleichem Vorgehen bei den Hauptverkehrs- und Nebenstraßen angegangen werden Man hofft durch diese Maßregel für die nächsten Jahre eine bedeutende Verbesserung der Straßen. — Der vierte Einbruch in Pfarrhäusern seit einigen Tagen ereignete sich heute nacht im Pfarrhause in Groß-Umstadt. steht außer Frage, daß man es mit gewerbsmäßigen Einbrechern zu tun hat, die darauf ausgehen, ähnlich wie s. Zt. Hudde, bares Geld zu erbeuten, während sie alle Gegenstände, die zu einem Verrat führen kötrnen, liegen lassen. In dem Einbruch im Bickenbacher Pfarrhaus haben die Ermittelungen bisher feinen bestimmten Anhaltspunkt ergeben.
in. Offenbach a. M., 2. Aug. Mit der Frage einer Ueberlanbicntralc beschäftigte sich heute eine Sitzung der Stadtverordneten. Zunächst bat der Ausbau des äußeren Werkes zu geschehen. Die Stromabgabe kann so vollzogen werden, baß ? die Stadt an jeden Abnehmer der Gemeinde direkt oder an die l Gemeinde insgesamt den erforderlichen Strom liefert. Im letzten Falle würde die betr. Gemeinde die Ortsleitungsnetze selbst zu ' bauen haben, während im anderen Falle diese von der Stadt zu errichten wären. Die meisten Gemeinden interessieren sich mehr für die Konzessionsverträge, nur in Neu-Isenburg und > Rumpenheim ist scheinbar mehr Neigung für die Stromlieierungs- , Verträge vorhanden Das gesamte von der Berliner A. E -0# ' ausgearbeitete Projekt erfordert einen Kostenaufwand von 1 431 200 Mark. Das ganze Gebiet ist in 4 Bauabschnitte ein« » geteilt. Ter erste umfaßt die Strecke Offenbach—Isenburg- Langen —Egelsbach—Ofsenthal bis Dreieichenhain und erfordert einen 3 Kostenaufwand von 484 390 Mark, der zweite die Strecke Rumpenheim—Mühlheim bis Seligenstadt mit 379 700 Mark Kosten, der dritte Bauabschnitt erstreckt sich auf Bieber—Obert-Hausen bis Lämmerspiel mit 273 110 Mark Kosten und der letzte Bauabschnitt bildet das Verbindungsstück von Osientbal—Urberach- Dudenhofen bis Seligenstadt und erfordert 294 000 Mark. Nach der angestellten Berechnung wird der Ueberlandzentrale eine günstige Rentabilität vorausgesagt. Die Unterhandlungen mit den Gemeinden sind bereits im Gange. Die Stadtverordneten erklärten sich einstimmig mit dem Ausbau des Elektrizitätswerke zur lieber» landzentrale einverstanden. — Ferner wurde der bisherige Leiter des Posener Elektrizitätswerkes, Dr. Karl Klein, mit einem Anfangsgehalt von 8000 Mark steigend dis 10000 Mark zum Leiter des städtischen Elektrizitätswerkes gewählt.
Starkenburg und Rheinhessen.
! Main z, 2. Aug. Der größte Teil der hiesige« Pflasterer ist in den Streik eingetreten. Sie verlangen eine Erhöhung des Stundenlohnes von 60 auf 6ö Pfg., die von den Meistern nicht gewährt nnirbe.
b. Mainz, 2. Aug In einer Fabrik auf der Ingelheimer Aue riß gestern die Kette eines Kessels und stürzte herab Das Eisengewicht fiel dem 22jährigen ledigen Anschläger Lorenz Wilh. Bay aus Weisenau auf den Kopf und verursachte einen schweren Schädelbruch. Dec Verletzte kam ins Hospital, woselbst er starb.
w (Berns heim, 2. Aug. Der 65jährige Gastwirt Georg Kaltenhauser versuchte gestern nachmittag am Bahnübergang das Gleise zu überschreiten, trotzdem die Barriere geschloßen war. Hierbei wurde er von einet Lokomotive erfaßt und überfahren. Der Verunglückte, befien ftörpet in zwei Teile zerschnitten wurde, war sofort tot.
Kreis Wetzlar.
-r- Wehlar, 2. Aug. Tie Lehrer beS Kreise« Wetzlar, etwa 160 an der Zahl, waren am heutigen Freilos


