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3.8.1912 Erstes Blatt
 
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Samstag, 5. August 1912

Erstes Blatt

162. Jahrgang

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mganliegenden Hülle au-5 braunrot bemaüem groben fiiupien; des Teufels rechtes Bern lauit tn^etntn i ehernen tluinpigen Pferdcfujj aus fein langer Schwei, .'tibet in einem Äüjchc, aus gelbem Papier, da- braun ge

I idjmintte Gejicht ist m-t derben jchwarzen-ir.chen zu e.ner

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zrimmigen tvrayc gemacht worden, und au- den struppigen Kopfhaar ragen ein paar trastige Bockshorner hervor Es ift ganz derLeibhaftige", rote ihn die Kirche de- frühen Mittelalters dem gläubigen Bolte als ^chreckfigur htu-

follte t^^m machte man eine Staatsaktion daraus? sehe«, da» ihre militärischen Gegner, die hinter der Regie, lud) wer mit dem badisck)en Minister v. Bodman nicht ein- rung stehen uird ftc vorwart^rangen^rber^etrachtltch^

London, 2. Ang In der Haupiaussprache des Unter­hauses über das Etatgesetz behandelte cir Edward Greh rerschiedene Fragen der auswärtigen Politil. Uebcr diepersische Angelegenheit bemerkte er, das eigcnt- lidje Problem der Gegenwart feien die inneren Unruhen.. Er nehme nicht an, daß sich gegenwärtig eine Finanzgruppe finden lasse, die der persischen Regierung Geld leche ohne englische oder russische, oder englisch-russische Garantie. Erne große Anleihe zu garantieren, würde einer von den Schritten jein, für die er stets in Persien und anderswo die Verant- wortung abzmvälzen (id) bemühte. Was England in Bo tracht ziehe, fei ein weiterer Vorschuß von 200 000 Pfund, 100000 von England und 100000 von Rußland. Er könne nicht genau sagen, welche Bedingungen Rußland bei D~ Gewährung eines Vorschusses Persten auferlegen würde, ftc würden aber feines Wissens für die persische Regierung nicht lästig fein. Soweit England in Betracht käme, wurden bie au|erlegten Bedingungen die fein, daß das Geld zur Förderung der Bildung einer persischen Gendarme­rie ober für anbere Mittel zur Wieder her st ellung der Sicherheit im Süden verwandt werde. Er könne nur hoffen, daß, wenn der Vorsdmß gezahlt wäre, Die Besserung in den Verhältnissen von Persien sich so ge­stalten möchte, daß bie Ausstcht auf eine große Anleihe näher rücke als bies gegenwärtig ber Fall sei.

Grey nahm Bezug auf den Vorschlag Roel Buxton-, daß bie ägäischen Inseln, ba sie ber Kontrolle bet Türkei nunmehr entzogen seien, in eine Art Födera-

$ir Edward Grey über die persische und die türlische Zrage.

Möcht haben ein alte Werb, Die jungen send mir zu begehrlich ..." ber Arten, die als Krauter zu einem Zaubertrank Hexe am Kreuzweg im Walde austaucht der

Wald wird nur genannt, Dekorationen gibt es nichti wird der Teufel bald einig. Sie will mit ihm die Ehe eingehcn, etabliert aber auch sofort die Herrschaft des Pantoffels, schickt den Gatten zur Herbeiholung von Schätzen aus und verprügelt ihn dann gründlich, um ihn zu weiteren Taten zu treiben. Voll Angst macht sich der Teufel davon und begegnet dem Arzt, mit dem er einen Pakt zu gemein­samer Ausraubung reick-er Leute schließt. Ter Teufel kriecht in die Seele des Juden Efau, dessen Freund Moses den Doktor zur Hilfe ruft. Ter Quacksalber erhält reiche Belohnung und dann wird das gleiche Geschäst nodj ein­mal mit dem andern Juden gemacht Tie Verzauberung des Besessenen wird ebenso einfach wie anschaulich ba* durch versinnbildlicht, daß der Teufel vom Wandlock) Hel zwischen den gespreizten '-deinen de- davorstehenden Inden yindurchknecht. Schließlich ersck-eint das alte Weib noch einmal, um sich ihrem Teufelsgemahl abermals von un­günstigster Sette zu zeigen, was diesen veranlaßt, reuevoll m die Hölle zurückzutehren, nicht ohne in einer moralischen Ansprache vorher nod) zu erklären, daß er mit seiner Ver­ächtlichmachung des Weibes nicht die ehrbaren Frauen habe tränten, soiideru nur die bösen habe kennzeichnen wollen. Mit höflicher Tantesverbeugung für die gefdjenite Auf­merksamkeit verschwinde^ der Teufel, der vor der Schluß, ansprache die Kopfhaut mit den Hörnern zurückstreift, fo daß die liebe Menge in ihm den harmlosen Direktor ber Schauspielertruppe erkennt und nicht etwa glaubt, baß sie mit Dem wirklichen Teufel in Berührung tarn . . .

Hans Bege.,

Die Wiederherstellung von Schillers erster B e g r ä h n i s stä 11 e auf dem allen Zakobskirchhofc in W e i m a r ift Weimarer Meldungen zmolge nunmehr gciidjerl. Rach einem Entwürfe des Siadtbaumcmers X'cbnnann wird sich das sog. alte Kaüengcroölbe über dem ersten Grabe Schillers in historischen Form gleich einem kleinen Mausoleum wieder erheben und in zwei metallenen Särgen, Abgesehen von Schuler- Schädel, alle, von Professor Dr. v. Froriep bei seinen Ausgrabungen zutage geförderten Geoemx aufnehmen Hierdurch wird der historisch inietenänic noch vorhandene Rest des Zakobskirchhofes, der u. a. noch Die Gräber von Lukas Eranach und Ehriuiane o. C$oett)t enthält, einen neuen Anziehungspunkt erhalten. Die Kosten sind von privater Seite zur Verfügung gestellt worden.

Werke von Tizian und Rubens zum Ver* kau f. Zn Kopenhagen erregen gegenwärtig zwei hervorragende

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stellte. Fast noch sckjeußlicher sieht die erste Liebhaberin, das mit einem kräftigen Höcker ausgestattetealte Weib" aus. Es wird von Herrn V. Franz verkörpert. Wetter verzeichnet Der Zettel noch die Personen: Moses der Iud, Esau der Iud, ber Arzt und die vier Gespielinnen, die als die Jnlsaber ber kleinsten Rollen zugleich bie Ausgabe haben, die Herrichtung niib das Abschlagen ber Bühne und sonst etwa nötige Hilfsarbeit zu vollziehen. Alle Kostüme sind von gleich berber, auf größte Fernwirkung berechneter Art mit möglichst wohlfeilen Mitteln hergerichtet. Am besten ieht nock) der Prologsprecher, ein Jüngling mit unglaublich langen spindeldürren Beinen in Minncsängertracht^aus, und fast vornehm nimmt sich der auf schlankem Fuchs thronende Vorreiter in rotem Wams und roter Schellen­kappe aus. '.Kun crfdjallt der Ruf: Alles fertig? bann los! Tret oder vier Pfeifer und ein Trommler schließen fick) dem Borreiter au und verüben eine martervoll rührende Marsch­musik, schwerfällig fdjmantt der Planwagen, der in sein geheimnisvolles Innere die Zahrmarkttomödiaitteu aus- genommen hat, einher, umbrangt vom Herbeistromenden Volk. Beim Tlstater-Eafö am Parkrande ist ein kleiner Platz von -Lrbnungsmännern frei gehalten, dorthin bewegt sich auf kleinen Umwegen der romantifdyc Zug, und gleich daraus beginnt das Spiel, zu dem es keiner langen Verberei-

iihreii.

Was dieser Tage in der bancrndie» Kammer ber Reichs - rätc sich begeben hat, als Graf Törring ia der Angelegen­heit des Jefuitenerlasses mit Recht an die Reichsregierung appellierte, mußte

Prinz Georg von Bayerii, Der älteste, 32|äbrigc Sohn des Prinzen Leopold und der Erzherzogin Gisela von Sester- reich, rief empljatifd) aus, er denke von ber gefdiidjtlidien Selbftänbigfeit Bayt i viel y.i fpd), als daß er es für nötig halte, die Reidjsleiwng um Schutz anzugehen In das gleiche Horn bliesen nock) einige andere Reichsräte. Wir halten diese Redensarten nicht gerade fur reichsgefähr- ich, es muß aber dem Prinzen und ieinem Anhang bod> gc- agt werden, daß partilnlariftische Bekenntnisse hier sdjlecht angebracht waren. Gras Törrtng hatte die Rcichsregierung auf eine felbstverftänblich hingennesen Bayern hat einen Teil feiner Selbständigkeit, wie jeder andere deutsche Bundesstaat, aufgegeben; cs hat bie Reichsgesetze zu re­spektieren! Und die Reickisregierung hat Darüber zu wachen, baß das geschieht. Zu nichts anderem hatte Graf Törring Herrn v. Bethmann Hollweg angerufen. Es mußte um die Rechtfertigiiug des bayerischen Regierungsstandpuukle- in der Zesuitenfrage schwach bestellt sein, wenn die Zen- trumsherren ihre Ziislncht zu so unüberlegten partikula- rislischen Brusttönen nahmen. Z>i unserem Erstaunen lesen wir aber dazu nod) in denMunch. Reuest. Rachr.", daß Die bayerische Zentriuusp resse den Anschein zu enveckeu sucht, als verfolge Preußen in der Praxis dieselben Ten­denzen wie sie in Bayern durch den bekannten Jesuiten- erlaß gesetzlich fixiert werden follten. In Preußen ge­traue sich Die Regierung nur darum nicht, die Praxis in geltendes Recht zu überführen, weil sie den furor pro- testanticus fürchte. Mit andern Worten: im Grunde sei der Berliner iHcgurung die Auffassung des Kabinetts Hert- ling genehm. Wir nehmen ohne weiteres an, daß bad eite Dunst der Zeutrumspresse ist, aber ein Blatt roie bie Münch. Reuest. Rachr " tonftatiert bereits Verbitterung und will biefeu 'Rebel von Iutrigueu, Zweibeutigkeiten unb Halbwahrheiteu weggesegt sehen. Die Befürchtung, nach ben letzten Wahlen, mit Der steigenden sozialdemokratischen Flut, wolle die Regierung dem ZeutrumskurS bie Wege ebnen, ist ja leiber and) nicht so ganz ungerechtfertigt.

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verstauben ist bieser hat es übrigens längst widerlegt, etwa mit der Sozialdemokratie liebäugeln zu wollen, Der müßte ein in vertrautem Kreise gefallenes abfälliges Kaiser­wort ängftlid) geheim hatten Denn ber Kaiser kann in Baben weder eine politische Richtschnur angeben, nock, einen Ministersessel in Scherben schlagen Wenn gestern bedeu­tungsvoll gemeldet wurde, Herr v. Bodman habe einen mehrwöchigen Urlaub augetreten, so ist dockt kaum c.uzu- uehtnen, daß er nach einer sommerlichen Erfrischung nicht wieder in sein Amt ,urückkeltren würde. Herr v. Bodman oder sein großherzoglicher Herr loerbeu schwerlich Lust haben, der parttkularistischen Nörgelei neuen Stoss 311511-

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Anhang und nicht \\v untcrfdui en De

fügen. So legen sich Die Leute des Komitees, um im Jitter - effe des Reiches einen Bürgerkrieg ,u vermeiden, eine an­erkennenswerte Zurückltattung auf Die Tendenz des Ka­binetts und seiner Hinterleute geht darauf hinaus, die Re­gierung von dem ktarknäckigen Einfluß des tnngturkisch.n Komitees freizumachen und ihre freie Entschlußkraft wieder- l er zustellen. Tie ausßandischeil Albaner, die seit langer Zett um die Geivährung berechtigter nationaler Zügen indnifse Vergeblid) kämpfen, wünschen glcidtfall? die Auflösung Der Kammer. Es ift nun sehr klug von Achmed Mnkhtai, daß er in der qegeiimärtigeu Lage nicht schlankweg Die Kammer aufgelöst hat, denn durch die jetzt beginueiibcn Verhanblnngeu im Ausschuß kann bie Möglichkeit ge­winnen, daß eine Verstänbigung an gebahnt wird, durck, bie ber Türkei besser gedient ivirö als burdt tauerube innere Zerwürfnisse Mit den Albanern sind Verhandlungen begonnen loorbeit, die Der rricgc£i|dten Erhebung wal rscheiulickj ein Ende machen werden, bi r Sultan erhält bie gewünschten verfanungsrechtlicheu Befugnisse, und wenn fiel) bann bie heutigen letzten Meldungen über eingeleitete Friebensverhandlungen bewahrheiten, so wird eine neue Kammer bie im Interesse des Landes erforder­lichen Maßnahmen nicht mehr hemmen oder diirchkreuzen. Tas Gerede von den letzten Zuckungen des kranken Mannes ist -verfrüht. Wo aus allen Seiten fo viel Energie und Umficht iid) offenbart, wird sich schließlich auch ein gemein amer Weg für Die Vaterlandsliebenden finden - -c mit Italien unter Mithilfe der beteiligten :'Räck

barenbe Friedensformel wird frei lick) erhebliche Sd-wierig-

tungen bedarf. . , _ .

Der Minnesänger springt auf die kaum 4 Quadratmeter große Plattform, die von den Gespielen de-alt Weib" im -tücke schnell niedergelassen und mit Stützen und zwei Treppen rechts und links versehen worden ist. Zur Manoo- line singt mit etwas dünner Stimme der Sänger die mit Rudibumvallera uiid Zudihopsasa verbrämte erläuternde Einsüyruiig zum Schauspiel, cv ist, w.e alle- in dem otüd, von drastischer Kürze. Gleich darauf kriecht durch ein vier­eckiges mit Lampen verhängtes Lock) in der Wagenwand der Teufel, der sich dem Volke mit bündiger Rede oorftellt Erscheinen auf der Erde begrünDet: ,,3d) bin bet Teufel Beelzebub, Ruhr in ber Höll mag ich mehr bleiben, tiül ich auch einmal Ehmann werben, 2rum nahm ich an eins Manns Gestalt,

spruch" gewibmet hat.

So hat Dkünchen einen guten Anlaß zu dem Versuche, das Verständnis für die volkstümlichen dramatstchen Werke % des Hans Sachs durck) eine Veranstaltung wieder zu er- Imeden, Die zugleich ein fesselndes Bild von der Art gibt, niie wohl zu Hans Sachsens Zeit denen schwanke durch fahrende Komödianten zur Darstellung gebracht jem mögen 'teilte geringere Truppe, als bie bes M uuchene r K un|t» "ertheat?rs, bie sonst nur vor einer hohe Eintritts­preise zahlenben Zuhörerschaft zu fpieleu pflegt, hat sick) dazu Herbeigelaffen, aus bem Ausstellungsplatze, als fahrend S3olt kostümiert, jedem Besucher ber Gewerbelchau frei zu- Qänglid'c Vorstellungen ber Hans Sachs-Schwankenzu geben. Ten Anfang machte man mit bem von L, "0 ^al ken- berg unter behutsamer Schonung beS «ack)Sichen Cngi- naly bearbeiteten Fastnachtsspiel:D e r -l e u | c l nahm

ein altes Weib zur Eh'".

Der Thespiskarren Der Ausstellungskomöbianten ist em bem planüherzogenen ärmlichen Restewagen manbernber Schmieren nachgebildeter Einspänner, dessen Znneres als Ankleideraum und Requisitenmagazin DicnL An der Langs- lvand ist ein Podium angebracht, da- wahrend Der_ (.rahrt bochgekiappt werden hum. Tie Hauptperion de- Ltncke-, ber Teufel, von Herrn Emil Lind dargesteltt, steckt in einer

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fjans $adi$=Spidc im Münchener Aurftellungrpark. I Aus München wird uns gefchrieben: München war cs, wo Han- Sachfens Drang zum dichterifck)en Ausdruck sich zum ersten Male in die Tat umfetzte. Heimweh und ^.'iebessehnsucht, die Hauptmotive aller lyrifck)en Ergüsse, seit die Welt steht, hoben auch Hans Sack)s die erste Anregung qegeben. Diefürstlich flat München" mar es, in der ,ein erster Liebesfrühling blühte und ber er später als gereifter Mann in banlbarcr Erinnerung einen wohlgemeinten ,,^ob-

ß fchen Röten. Trotz bes imposanten Sängerbunbesiages in Nürnberg, mit seiner nationalen Tendenz und seinem alle iiämmc einenden Bande. Zwar find es nur MißNänge, und das Reich wird keine ernsthafte Gefahr dabei laufen, aber der alte Drache ist dock) wieder einmal erwacht, wenn auch keine große Beute für ihn zu jagen gab Er chnappie zunächst nach einem unverbürgten Kaiserwort während bie Majestät, gewiß nicht- ahnend in ihrem Herzen, dem Laude Fribthioss cntgegenfegeltc. Ter badische Mi­nister v. Bodman, der den Großblockfreuudeu ein fühlendes "krz geosseubart und vor Zähren die Sozialdemokratie q(v einegroßartige Bewegung zur Befreiung des vierten Standes" bezeichnet hatte, soll vom Kaiser im fürstlich fchrsteubergischeu Kreise iu Tonauefchiugen mit einem ichcirfen Worte getadelt worden sein Daraus entstand dann, da das politische Wette, g 110 ig Dafür war, bald eine

Hodman-Hetze". Tie badischi Heritale Presse berichtete mit Geuiigtuung von der Mißliebigkeit Bodman- am Ber- ircr Hose; aud) ui norddeutschen Blättern wurde der Fall reiigelreten, und al- Di 1 Wletui'g für da- Ansehen De- Monarchen und für die Reichstreue unangenehm zn werden schien, begab mau fiel) auf Die Sinne nach dem Urheber De­lle Zentrumspreffi ei fläi I

abe man bie Quelle zu suchen Zuletzt erschien bann vor ,uiigen Tagen bie sozialdemokraistcheMannheimer Volks- iiimme" auf bem Plane und stellte fest, Der konservativ liinblcrische Lanblagsabgeorduete Rechtsanwalt Schmibt ui --.retten habe am 17. Zuli einem Mitglied ber fozialdemv catischen Kammcrfraltion bas augeblidje Kaifenuort ui einer Fassung mitgeteilt,bie wegen ihrer geradezu flcgel- l,asten Form jede Kritik ausschließe". Es sei damit er- utefen, daß die Weiterverbreitung dieser Geschichte in ge­hässiger Absicht von der Rechten auogegangen fei.

Ter genannte babifdjc Landtagsabgeordnete wirb nickst umhin können, sich zu der Sack>e zu äußern. Bisher es mb schon einige Tage verstrichen Isttt er es nicht getan, unb die üble Wirkung des Vorkommnisses hat immer weiter gefressen. Schließlich wird wieder dieRordd. Allgem. Mitg." Den 1-äßlichen Fleck zu übermalen haben. Unb dem Keifer wirb immer größere Vorsicht bei seinen Aeußerungen angcrateu werben. Die Wände haben -Qhren, und ein biel- leicht temperainentvoll hingeworsene-, aber harmloses Wort wird pvlitisck) umgemünzt^und erhält einen Kurswert, den y ihm Der Kaiser gewiß nie jugcDadjt hatte. Bei verständigen Mensdstn wird denn aud) dieBodman-Hetze" als nichts anderes aufgenommeu werden denn eine öde P<irteizänkerei, die in der somuierlid)eu Pause natürlid) doppelt üppig tlmherwuchem mußte. Die iu mand)cn Hirnen nod) schlum ' nternbeu partilularistisck)en Triebe tonnten sich den Bissen nicht entgelten lassen und rieben sich an Kaiser unb Reich, die bem Badeulande nicht feine Jreiljeit unb feinen Bobmau gönnen wollten. In erster Linie finb für diesen müßigen Vllaber die Nerikale Presse Badens und ihre Mitstreiter i'cratihuortlid) zu macken. Wenn der Kaiser wirklich eine private Aeußerung in dem angedeuteten Sinne getan haben

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General-Anzeiger für Gderyeffen

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mnahme von anjeigew Hotationsbrud und Verlag ber vrühl'fchen Unio.'vuch' unb Steinbrudcrci R. £anae. Rcbaltion, Erpebttion unb Druaerct: zchulfkrafle < r'md': t Hev: für den äffltttagin9U6" Büöingtn: Sernfpredicr Nr. 269 Se,chä,l5ftrlle vahuhosfiratz- 16a. m.ueigm'ni: »

In der Türkei schleppen sich die innerpvlitischen Wirren auch nod) in die kommende Woche hinein. Das Kabinett Achmed Mukhtar hat der Kammer, die sich meist aus Anhängern des jungtürtisdwn Komitees zusammen- setzt, ziemlid) entschieden feinen Willen ausgezwungen. Tic bisherigen jungtürkischen Machthaber scheinen einzu-

Die heutige Nummer umsaszt 14 Seiten.

Politische Wochenschau.

Gießen, 3. August.

Tie Deutschen leiden wieder einmal unter partikularisti