Ausgabe 
23.7.1912 Erstes Blatt
 
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Aus Stadt und Land

Stein zu Kohden.

** Erledigt ist die Stelle des Forst ivacts der Forstwartei Erbenhausen.

icyone Ausgabe denken, hier zu helfen. So ergeht von neuem die Bitte an alle, die es können, den Verein zu unterstützen, das; er bald seinen Plan verwirklichen kann. Der Mttgliederbeitrag beginnt mit zwei Mark. Es ist erwünscht, daß in jeder Stadt Oberhessens sich eine Frau der »Lacbe an nehme, Mitglieder werbe und Beiträge sammle, die an den Rechner, Pfarrer Bechtolsheim er, Gießen, Liebigstraße, einzusenden mären. Zu näherer Auskunft

Gießen, 23. Juli 1912.

** Tageskalender für Dienstag, 23. Juli: Stadt- t Heal er:Die Fledermaus." Anfang 8 Uhr.

Kreis Schotten.

? Schotten, 22. Juli. Wegen des Auftretens vor. TyphuS in Rudingshain sind sehr beachtenswerte Vor­schriften ergangen, u. a. wurde die Schließung des hiesiger Schwimmbades, das mit Riddawasser gespeist wird, vcranlaüt Die Krankheit ist in Rudingshain bis jetzt in 1012 Fällen aufgetreten, schlimmere Folgen und eine Weiterverbreitung dürften bei Befolgung der Vorschriften nicht zu erwarten sein. Die Stadt Schotten ist hinreichend mit Wasser versehen, so daß eine Benutzung des Bachwassers zu HausaltungSzwecken unnötig erscheint. In sanitärer Hinsicht erscheint cs übrigens I angebracht, daß der Stadtbach soviel als'möglich völlig ab­geschlossen wird.

Kreis Friedberg.

A Butzbach, 22. Juli. Das Infanterie-Regi­ment Nr. 16 8, dessen 1. Bataillon hier liegt, begibt sich

sind di? Damen: Frt. Landmanu, Süd-Anlage 7, Oberstleutnant Naumann, Seltersweg 89, Frau «nj feffor Schmidt, Landstraße 18 und Frl. Strack, fiuv wigstraße 44 in Gießen bereit.

" Ein Automobil ist gestern nachmittag 6 Uhr der Nähe der Ganseburg verbrannt, anscheinend ini0h, Selbstentzündung deS Vergasers. Menschenleben kamen m-h zu Schaden.

** Streik. Gestern vormittag haben die Schrein.-, gesellen in 14 Werkstätten der Baufchreinereien nach voran- gegangener Kündigung die Arbeit niedergelegt. Es lonnn?* 51 Gesellen in Frage, die Lohnerhöhung und Kürmna Arbeitszeit fordern.

** Vergnügte Tage machten sich zwei hiesige G e. legenheitsarbeiter mit dem Betrag von 35' Mock dre dem einen zur Besorgung an einen Viehhändler Heuchelheim anvertraut worden waren. Die Burschen teii. ten das Geld und verschU'anden. Der eine stellte sich qeneri der Polizei freiwillig und besaß nichts mehr, während sei» Genosse, als er verhaftet wurde, noch im Besin ÖD» 64 Mark war.

Landkreis Gießen.

Großen-Linden, 22. Juli. Gin Kirchen­gesangsfest fand gestern hier statt, an dem die Kirche», gesangvereine Annerod, Beuern, Burkhardsfelden, (ticf-n. Lechgestern und Großen-Linden teilnahmen. Der Kstgotse-. dienst begann um i/23 Uhr, Pfarrer Hainebach laS die Liturgie, während Pfarrer B e ch t v l e h e i m c r - ,e' - bie Festpredigt hielt. Verschönert wurde der Gotte d .n>> durch die Massenchore der Vereine, die Universitäts-Mustf. direkter Professor G. Trautmann leitete. Als Crqaniit imrfte Lehrer Blaß mit. Die Nachversammlung fand « der Turnhalle statt. Gin Kinderchor unter Leitung br. Lehrers Btaß-Großen-Linden Ijatf die Feier verschönern ± Lich, 21. Juli. Der Krieger- und Militär, vereinHassla" hielt heute sein Sonrmerfesi, verbunden Preisscheibenschießen, ab. Am nachmittag bewegte sick vom Rathaus aus ein stattlicher Festzug nach dem Fest-latz Albacher See an der Gießener Straße, wo sofort das Sckiekni regann. Ueber 50 Mitglieder beteiligten sich daran, Auch du Nirstliche Familie war anwesend: Fürst Karl beteiligte sich nm schießen und verfolgte mit regem Interesse den Verlaus der Veranstaltung. Abends wurde die Feier nn Heilandschen Saal'' fortgesetzt. Bevor man zum Tanz überging, nahm der tw ißende, Wurstfabrikant Louis Heller, die Preis Vertei­lung vor, die er mit einer Anfällig aufgcnommcncn, in ei» Hoch aus Kaiser und Großherzog ausklingende Ansprache er- ösfncte. Folgende Preise kamen zur Verteilung: 1. 'drch. Roth mit 47 Ringen: 2. Chr. Schmidt (45); 3 ftari Reger (44); 4. Hrch. Textor (43); Karl Schmidt (43); 6 h Müller (43); 7. Joh. Menges (42); 8. L. Häuser (41): 9 »rm Schmidt (41); 10. L. Volz (41); 11. Karl Vogt ,41); 12 ft Zrmmer (40); 13. H. Stengler (40); 14. K. Karnbeitz (40i: 15. Chr. Fcy (39); IG. Ludw. Vogt (39); 17. K. Jung <39,- 18. Hrch. Schmidt VII. (39); 19. H. Heller IV. (39); ' 20 Ferd' Stiefel (38); 21. Joh. Eise (38); 22. W. Kraus (381; 23 Fr Ä^^^l38); 24. Fr. Schmidt (37); 25. W. Röhrig (37); 26. L. Heller (37); 27. Chr. Rau (37) und 28. H. Nix (36). 5$ lag an der Ungunst der Witterung, daß im allgemeine» echter geschossen wurde als im vergangenen Jahr, wo erst von 39 Ringen an Preise verteilt worden sind. Die zehn heften Schüßen können sich am Bezirksschießen des HassiabezirksLich' beteiligen, das in vier Wochen hier abgehalten wird.

Kreis Alsfeld.

** ®er Verein ,L)berhessisches Tarnen­

der m" verzeichnet stetige und sichere Erfolge. Unter dem Protektorat der Fürstin zu Solms-Lich stehend, wirbt er überall in Oberhessen Mitglieder. Durch einige Vermacht­hisse und Stiftungen haben ihm schon freundliche Gönner ihr Interesse bewiesen. Immer wieder laufen Anfragen von Damen ein, die jetzt schon Aufnahme finden mochten, und gerade das beweist, wie berechtigt der Gedanke war, der zur Gründung Les Vereins führte. 9hir ist seine Ver­wirklichung nicht so ganz einfach! Die erste Einrichtung kostet Geld, und ins ungewisse hinein zu arbeiten, wäre unrecht. Gewiß soll das Heim sich später selbst erhalten; aber es liegt doch dem Plan der Gedanke zugrunde, ganz wesentlich auch solchen zu helfen, die für sich allein nicht aus komm en können. Daher müssen erst die nötigen Bei­hilfen sicher gestellt werden, und gerade darauf wird jetzt alle Arbeit verwendet. Es darf gewiß auf die segensreiche Einrichtung des Lehrerinnenheims hingewiesen werden, das so regen Anteil in allen Kreisen findet, und das unseres Wissens jetzt völlig gesichert dasteht. Vergessen wir nicht, daß es auch eine große Reihe von Frauen gibt, die in anderen Stellungen tätig waren. Wie viele haben den oft so entsagungsvollen und doch so wichtigen Beruf der ein­fachen Haustockster oder der stets hilfsbereitenTante" erwählt oder ergreifen müssen. Gerade sie sind, wie auch viele andere Frauen, die sich im Leben redlich abmühten, am Ende oft auf die Hilfe anderer angewiesen. Und die, denen sich das Leben freundlich gestaltet, sollten an die )rf)öne Aufgabe denken, hier zu helfen.

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- ~ Geheimrat Gustav von Schmoller wird vom V Avril 1913 ab seine Lehrtätigkeit an der Berliner Universität emschranken. Der. trotz seiner 74 Jahre noch erstaunlich rüstige und schasfensfreudige Gelehrte hat den Wunsch, für seine lite­rarischen Arbeiten mehr Zeit zu gewinnen. Das Gerücht von Schmollers R ü ck t r i 11 vom Lehramt entbehrt demTag" zufolge icder sachlichen Begründung. u

. Eine volkskundliche Sammlung im Schwe - Museum. Prof. Wossidlo in Waren, der ausgezeichnete Erforscher der Mecklenburgischen Volkskunde, hat auf seinen lang- lahrlgen Streifzügen durch die Heimat eine mehr als 3000 Gegen­stände umfaßende Sammlung zusammcngebracht, die einen einzig' arttgen Wert wr die Geschichte alter volkstümlicher Kultur besitzt Wie unCicerone" gemeldet wird, bat nun das Schweriner Museum öine Sammlung angckaust und damit die letzten Denk- male einer letzt untergegangenen Epoche für die Allgemeinheit gerettet -ren Hauptteil der Sammlung Wossiülos bilden die in Mecklenburg völlig ausgestorbencn Vauerntrachtcn

r , -D ^^e ^achrich^n aus Kunst und Wissen- schäft. Der Sck)riftstellcr Andrew Lang ist in Banchern ge­storben.

I ragende Persönlichkeiten, die fest entschlossen erklären, keine Gnade der republikanischen Regierung anzunehmen.

11 irg.uzösischekonservativeDeputierteGra' oe M un ihmmt imEch) de Paris" den Ausführungen des Marauis de Ltgonsac über die Nonvendigkeit der Entsendung neuer Beritärkungcn nach Marokko rückbaltslos zu und ichrerbt u. a.: Gerade wegen der gefahrvollen äußeren Lage halte ich diese Verstärkungen für unerläßlich. Je früher wir uns von de,- marokkanischen Sorge befreien, desto besser wäre es, da­durch kann unser Ansehen nach außen nur gewinnen.

. _£l.c n Lc cr I n b t f rf) e Regierung untersagte wegen

der kleinen Vorräte und des hohen Preises des Reises im Auslande leine Ausfuhr aus Niederländisch-Jndien vorübcrgeheiw. Damit loll gleichzeitig einem etwaigen Ausfall bei der nächsten Reis- crnte in Indien begegnet werden.

chinesiIche Nationalversammlung steht in oer Beratung über die Zusammensetzung des künftigen chine>i|chen Parlaments. Bisher sind folgende Bestim- ! munden angenommen worden: Tas Parlament |oll aus zwei Hauiern beitehen. In dem Senat soll jede dec 22 Provinzen durch zwei Mitglieder vertreten sein, Tibet durch 10, die Mongolei ourd) 30; die im Auslande lebenden Chinesen werden 6 Vertreter haben und die Erziehungsgesellschaft 8. Gin Drittel des Senats e Satire neu gewählt werden. Ueber die Vertretung der Mongolei und Tibets int Repräsentantenhause kam es zu erner^heftigen Debatte. Es wurde betont, daß die Mongolei und -Tibet durch die Fürsten, Öen Adel und die Geistlichkeit regiert werde und daß, wenn das mongolische und tibetanische Volk keine be)andere Vertretung erhalten, dies zu ernsten Folgen führen könne. Es wäre besser, wenn man die Politik vorläufig in den Händen der lokalen Machthaber lasse. Die Debatte über diese Frage wurde vertagt, ohne daß eine Entscheidung gefällt wurde.

Rach einem Telegramm aus der Stadt Mexiko haben 500 Z a p a 11 ft e n einen Eisenbahnzug, der von Mexiko nach Cuernavaca fuhr, durch eine Mine zerstört. 30 Mann Re- glerungstruppen, die den Zug als Deckung begleiteten, und neun Pauagiere 2. Klasse wurden getötet. Später setzten die Rebellen den Zug in Brand und 20 verwundete Passagiere, die nicht fliehen konnten, kamen in den Flammen um.

= Alsfeld, 22 Juli. Unser Turnverein beging gestern und vorgestern sein 50jähriges Stiftungsfest. Df- Fest wurde am Samstag abend durch einen Kommers'^ dem über stillten Saale des HotelsDeutscher Raijer" ei» geleitet. Der 1. Sprecher, Hauptlehrer Rudolph, bk- grüßte die Vertreter der Großherzoglichen und städtischen Behörden, die Turnvereine und Turner, besonders dic Herren Waldeek II. und Louis Köhler, die die nod) lebende? Gründer des Vereins sind. Kreisamtmann Dr. S e y ferth übermittelte die Glückwünsche der Regierung und des Kreis amts. Er übergab dem Jiibelvereine, der immer in Vater- ändischem Sinne gewirkt habe, als Geburtstagsangebiudc )es Großherzogs eine prächtige Fahnenschleife in den hessi- chen Landessarben, geschmückt mit dem Namenszug des Großherzogs. Bürgermeister Dr. Volsing gratulierte im Namen der Stadt und des Stadtvorstandes dem Turn­verein als dem ältesten, stärksten und populärsten Verein unserer Stadt. Der Vorsitzende des Turnvereins Gießen, Redakteur Heß, übermittelte die Glückwünsche seines Ver­eines und überreichte dem Jubelverein einen Fahnennagcl. Frau Emil Martin übergab als Geschenk der Freuten und Jungftauen eine prächtige Wanderstandarte. Großes Interesse brachten die Zuhörer dem Dortrage des Stadw Weitz entgegen, der Skizzen aus dem Leben des Vereins gab. Namentlich in dem letzten Jahrzehnt hat eine mächtige Entwickelung des Vereins stattgefunden. Marmorgruppen der Turner, Stabübungen der Damenabteilung, G^öre der Gesangsabteilung und lebende Bilder aus dem Leben Jahns ergänzten das reichhaltige Programm. Durch das reiche Programm des Sonntags als des eigentlichen Festtages machte ein fast den ganzen Nachmittag anhaltender heftiger Regen ein Strich. Dennoch wurden Festzug und Turnm 'durchgeführt. Hauptlehrer Rudolph begrüßte die siesl- teilnehmer und Bürgermeister Grün-Kirchhain über­mittelte die Glückwünsche des Gaues, während der Tv. Grünberg eine Ehrenurkunde überreichen ließ. Zum Einzel- wetturnen am Vormittag waren 29 Turner angetreten, von denen 20 einen Preis errangen. Die höchste erreichte Punktzahl betrug 135V». Am Nachmittag rangen 10 Muslcr- riegen um den Eichenkranz von denen nachfolgende neun Riegen preisgekrönt wurden: mit 74 Punkten Turnverein Alsfeld (Barren): mit 67i/< P. Turnverein Lauterbach, Zög­linge iPferd); mit 66»/« P. Turnverein Alsfeld, Samenriege (Langstab); 651/2 P. Turnverein Lauterbach (Barren): 63', Punkten Turnverein Hvmbera a. d. Ohm (Barren); 623/* f- Turnverein Nieder-Ohmen (Barren); 60y4 P. Turnverein Alsfeld, Zöglinge (Pferd); 59s/4 P. Turnverein Münchholz­hausen (Barren); 573/< P. Turnverein Grebenhain (Pferd..

auf dem Papier keine sehr große Vermehrung gegen den Plan des bisherigen Gesetzes. Es ist aber tatsächlich eine große Ver- mebrung der Schlagfertigkeit. Dic Zahl der vollbemannten in bester Bereitschaft stehenden Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer wird durch das Gesetz von 21 auf 33 erhöht, also um 57 Prozent ver mehrt. 2äe neue Flotte wird anfänglich etwa 20 Linienschisfe imb große Kreuzer älteren Typs, ernschließen, aber allmählich die Alotte vollständig aus modernen Schiffen bestehen.

Nach Churchill ergriff Balfour das Wott. Er führte aus, wie er dic Sachlage verstehe, wolle die Regierung durch eine R??r.siamsation die britischen Streitkräfte im Mittelmeer um vieles verstärken, als cs unter ben, alten Festsetzungen der Fall gewesen sei unb die Schiffe, die auf Malta basiert sein würden, würden j citte um vieles stärkere Streitkrast sein, als sie Großbritannien sert meiert Jahren gehabt hat. Es befinde sich im Mittelmeer eine Macm, welche als Seemacht erst seit den allerletzten Jahren beitehe. Mit einer nur etwa dreihundert Meilen langen Küste und ferner überseeischen Besitzung sei Oesterreich je&t im ..^räK, eine der starken Seemächte der Welt zu werden, er wisse nicht genau, auf welche Eingebung hin. Das sei aber eine Tatsache, von größter Bedeuturtg. Jeder werde zugestehen, daß bie Aussichten für Europa keine angenehmen seien, aber er baffe, daß, wenn England seine Schuldigkeit tue, der Frieden erhalten würde, obschon er sich nicht verhehlen wolle, daß em moderner Frieden fast ebenso kostspielig sei, als ein Krieg m früheren Zeiten, aber allerdings immer noch viel billiger! als ein moderner Krieg. Seme Hoffnung auf den Frieden sei aus die Tatsache gegründet, daß ein moderner Krieg, insbesondere! em alles umfassender Krieg, ein so niederschmetterndes Unglück sein würde, daß der unüberlegteste Staatsmantr mit Erschrecken vor der Aussicht auf ihn zurückweichen würde. Er lege daher einen I »roßen Wert auf die Art und Weise, in der die Großmächte jetzt int Begrtff seien, sich zu kristallisieren. Er könne sich nicht denken, baß irgend eine der Mächte so von Sinnen sei, Bündnisse zu schüetzen, die sie in einen Offensivkrieg verwickeln könnten, in einer Sache, in der sie überhaupt feinen Streitgrund haben. Gr nehme an, daß in der Menschheit noch genügend Vernunft übrig geblieben sei, um sicher zu stellen, daß diese Organisationen von Mächten auf einer defensiven Basis stehen. Das Resultat werde sein, daß,eine jede einzelne Macht, bi1' sich irgendwelchen rücksichtslosem offensiven Vorgehen hingebe, sich nickt nur von ihren Freunden getrennt sehen werde, sondern im Konflikt mit einem erdrückend starken Feind. Wenn es zu einem allgemeinen Krieg I wurmen sollte, dann scheine es ihnt, daß die Flotten der Triple- Entente heute nicht unzureichend sind und sich auch nicht als unzureichend erweisen werden gegenüber jeber Anforderung, die * or 2 s w an r t m Y , ,, r r an sie gestellt werden mag. Balfour schloß: Wenn ich recht ver- 0 e m M tlttar-Wochenblatt. Subb e,

siehe, so ist es die Politik der Regierung klar zu machen, daß und Bats.-Kommandeur im Jnf.-Rogt. Prinz Karl das gefährlichste Unternehmen, das ein Staat unternehmen könnte, Nr. 118, wurde unter Stellung zur Disp. mit der

das sein würde, Europaftn einen Krieg zu verwickeln. Obschon gesetzlichen Pension, zum Kommandeur des.Landw.-Bezirks wir unter der Größe dieser Ausgaben seufzen werden, müssen Duisburg, und v. Roos, Major z. D. und Bezirksoffizier ^se Lasten doch andauern, solange wie der unsinnige Wett- beim Landw.-Bezirk Marburg, wurde zum Kommandeur bcwett» rnr Schiffsbau andauert Aber wir wenigstens haben des Landw.-Bezirks Neustadt ernannt Major v Notz ÄtbatntolC md)t aU§ ef)r9Cl5' f0,tbcrn ftir 5cicben und Kommandeur d> Unter^Ä in Senb^a In ----------------- . Pomm., wurde in das Jnf.-Rogt. Prinz Kart (4. Hess.)

Deutsches ResM. ^.versetzt. Versetzt wurden die Leutnants K u h n im

Der Kaiser begab sich am Sonntag nachmittag mit 9n^beTnr^nfU7^ tnQb(}5

dem DepeschenbootSleipner" nach Fr am na es w einer- iJ dt>o c im Juf.-Lerb-

eingchenden Besprechung über den zukünftigen Platz des Jnf'-I^at^Ä^^173 0,-^thring.

Fridjof-Denkmals. Das Wetter hatte sich anfgo 1 r Inf.-

ä e jgyr** *** * 86$ 8teässt «ß

Der llrnijer ..MaqdeLurq" ist der (elfte Turbinen treur^d«, Perold, Kommnn-

bic Aktien-Gesellschast Wes r für die kaiserliche h-n.) 9h'. 24, wurde zum

f-rtigstellte. Das Schiff ifs'mit Weser-Be^maLuchLen Zr Lat ^2 Kis^Nr ^murh/V '»7 s ausgestattet. Die Erprobung dieser neuartigen Masclstnen- (2. Heft ) IRr 4 wurde bis Ende September

anlagen verlief bei der gestrigen Fayrt so befriedigend Y^er Krregsakademre kommandrert.

daß die Probefahrt für die Uebergabe bereits Ende dieses T §,ess Ädai ^,?^^obherzögl. Art.-Korps,

Monats stattfindet. u ; 25 ?5' tourb^ $um überzähligen

Am 26. Fuli treffen 10 öfterrpi f 8a^^tman!1 6crorbcrt'. Oberleutnant Kuhn im Jiif.-Rcgt.

l eu t n an t s unter Führung von einem Generalstabsober- ^.ckv^fffrie^r komma.^i'erV^Ä?

leutnant und einem Generalstabsmajor in Metz ein, um iS t m .W>W3bauleutnant Kr ebs

bis zum 2. August t a kt i s ch e U e b u n g e ii auf dem Scbait- Fortiftkatum in Mainz wurde zum ^estungsbau- platz des ersten Teiles des deutsch-franzofifcken Krieaes vor- ^^^lmtnant befördert. Dem Oberleutna,tt Viktor Graf zurwhmen. Die Offiziere, tde in 3^??! reifen werden fick Ä Y n -- W r 11 a e n st e i n - Berleburg im Leibgarde! dem Metzer Stationskommandanten melden. Es ist das J15, ^er Abschied mit der

erstemal, daß österreichisch-ungarische Offiziere im Aus- au^ dem akttven Heere bewilligt; zu­lande taftische Uebungeii vornehmen. Bisher besuchten nur gebo^s^ ( H A Lf^uf'

Kn Gruppen vv^ffizieren ausländische Schchchtfelder. ®uSgeschadenis^rlt D"

........ ausg e s chi eben istpberlt. (B <$ut»e.im Fns.Megt. Prinz 2litslaitd 2?1, 118 Die Oberärzte d. Res. Dr. Richter

in dic Provinzen Cuenca und Tcrnel gebracht werden Es^bc- ft und xv Bally (Worms) zu Oberärzten befördert, finden sich unter ihnen mehrere Offiziere, Journalisten und hervor- " Lehrerpersonalien. Entlassen wurde der

1 Lehrer an der Gemeindeschule zu Münzenberg Friedr. Rockel

rauheste hatte nur einen einzigen Tag Windstille. Und zwar ift auf ^in Nachsuchen.

es zuineist der Ostwind, der die Lungen der Newaleute gefährdet. Verseht wurde der Steueraufsehec Sana au

Von entzückendstem Rerz sind die weißen Nächte, in denen es Lampertheim an die Zuckerfabrik Dri dbera 9 3

nur E kurze Zeit um Mitternacht dämmert, während sonst faft q" ? w u « f berg.

Tagcshelle waltet, ohne daß man das leiichtcnde Gesttrn sieht von ben Ruhestand versetzt wurde der Bahn-

dem sie ausgcht. Die Kühle des Abends läßt um Mitternacht wärter m der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Friedr.

nach, die Warme des Tages bahnt sich an, die Lust ist mild und l^1-: J 1 J

Ichmcichlcrisch Dann ist die Newa von Dampfern, Segeln und Gondeln besät, die schweigend aneinander vorüberfahren; man ge- metzt da den seltsamen Zauber, den diese MärchennäcÄe verbreiten in denen nichts m der Natur zu schlummern scheint. Bis zum Morgen dauert dwser nächtliche Korso ost, und wenn dann der Petersburger die Wonneii der Natur ausgekostet hat, so mag er der Nachtgewohnte, das Bett noch nicht auffuchen, sondern zer­streut lick auf den Archipelagus von grünen Inseln, dic durch die Arme der Newa gebildet werden, und zecht und lärmt der aus­gehenden Sonne entgegen. Es ist schimr zu sagen, ob der pracht- volle Strom schöner ift, wenn man in einer Troika in niondbe- fllanjter Wmternacht Über fein blinkendes, glitzerndes Eis unter fternbeUem, lickstblauem Himmel dahinsaust, oder in diesen melan- ck>ollsck)LN, zersliegendeii Sommernäcküen

Gegen Ende Juli schon vollzieht sich der Rückzug der Gommer* Sichler nach der Stadt: um diese Zeit n-irb es in den finnischen Datschenorten unbehaglich: die Küble setzt ein und es beginnt früh 5u dunkeln. Den August über sind danii die Vergnügungsgärten in und um Petersburg die Stätten der letzten Erholung oder Rer= ftreuung, bis das Klima, das unselige, tückische Klima ihre Psmten gchuetzt.