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Berlin, 22. Juli. Tie Fürstin SckakowSky, die erst ffirillcb auf einem Vrighl-Topveldecker als Schülerin von Adraino» ivitfd) das Pilotenexameit machte, lieb fick geftern durch die starten Böen nicht abballen, einen Fing in IodanniSthal »u unternebmen. In der ersten Runde schon wurde die alle Lirigdtfchulmalchine von einer Böe qeoactt und zu Boden geworfen. Ruhig, ohne einen Augenblick die Ueberlegung zu verlieren, richtete d»e Fürstin die Maichine wieder auf, bcicbrteb mit ihr einige Kurven und landete gla!l in einem kur-cn t-.ig.
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(!) Mainz, 22. Juli Dast Mainz die Ceft erreiche r nickt vergessen hat, beweist der Empfang, der heute der. zum Besuch hier eingetrossenen östcrrcichi|chcn Schutzen bereitet wurde. In Stärke von mehreren hundert Köpfen und in Begleitung der uniformierten Musikkapelle des Regiments Hoch- und Deutschmeister trafen sie um 2.40 Uhr nachmittags ein, am Bahnhof von dem Mainzer Schützen- Verein mit der Musikkapelle des 88. Regiments, dem Bür- germeister und einem Vertreter des Gouvernements empfangen. Während der Begrüßung der Schützen durch den Bürgermeister spielten die Kapellen die Nationalhymnen, worauf sich der Zug durch die Stadt bewegte, von einer unzählbaren Menschenmenge förmlich berauscht, bewill kommt und umjubelt. Den Nachmittag füllte eine Be- ichtigung der Kupferbergschen Sektkellerei aus, während für heute abend ein Toppelkonzert der beiden Kapellen in der Stadthalle vorgesehen ist. Auch eine Beleuchtung der Straßenbrücke und des rechten Rheinufers findet statt.
Das in der Stadthalle von etwa 8000 Personen besuchte Fest gestaltete sich zu einer hochpatriotiscken Kundgebung. Ansprachen hielten Oberbürgermeister Dr. Gött-.'lmaun, Kaiserlicher Rat (^erstlc-Wien, stellvertretender Gouverneur Generalleutnant v. Reppert und der Mainzer Oberschüyen- meister, Landtagsabgeordneter Heerdt. Die Ansprachen wurden mit Begeisterung ausgenommen, ebenso das glän- zende Spiel der Kapelle der Hoch-Deutschmeister 'Wien.
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Während der Nationaffestlickkeiren in Brüssel errigietc sich bitrd) Zusammcnsadren von zwei 'Jlnto mobil en ein ldunerer UnglückSfatt Sin Ehepaar nut drei Minbcm rourbe von dem Wagen erafcr und gegen eine Hausmauer g< ublcuhert. Der Baler n ar sofort tot, die Vhitter und die bret Töchter imirbm schwer verletzt _ . , . , .
in o- iume gab am ebenen ^nrge eines .xtanunamt» eurer bet beiden Löhne vier Rcvolverscküsso mir den Bruder ab, die diesen tödlich verletzten. Der 'rund der Tat ivar, datz der Bruder alleiniger irrbe de» bätaHdxn Beimo gare genweden nxtt.
In Lund Schweden wurde durch cut aus 20 Meter Höhe berabstürKendeS Flugzeug ein Radfahrer soforr getötet. Der Flieger wurde tcicku verletzt .. ..
Aus bem Bahnhof Lzczakowa (Misten) wollte dre Polizei zwei verdächtige Personen verhaslen, die sich losriuen und aus der oludn lutilrcidjc Schüsse auf ihre Verfolger abgaben, fen Polizeioifiüer wurde schwer üenvunbet. ^dilreuhd) Kuerten dre Banditen aus stch selbst Einer war sofort tot, bet andere ist- schwer verletzt Bei der ersten FefNiabnte gaben^ sie an, Mrelenr und 3oiefomic» ;u beitzen und auS Lobt 5U stammen. scheintid> bandelt es iid) um Verbrecher, die zahlretdre Morde und Raubtaten in Lberschlcsiai und Russisch-Polen verübten.
Aus B n d a p c st wird gemeldet: Wegen das Spr e ng» mitlel-Tepot auf dem Artülerieschieswlatz H a t m a S r e r wurde ein Attentat verübt. Der Miluärposten bemerkte die Tater, die flüchteten lind entkamen. — In Elbach iriirbe chen- al 1-5 ein Anschlag aus das Pulvermagazin verickt. Der Posten feuerte aus die Verd enisamen.
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♦ DenAnschtags zetteln fürKinematogra- phentheater sollen die Ortsbehörden auf Weisung des preußischen Ministers des Innern besondere Aufmerksamkeit widmen. Verschiedene Polizeibehörden haben schon Verordnungen erlassen, n-onach an den Eingängen und den Fenstern der TTjeatcr Sieklamebilder nicht ausgehängt werden dürfen, die strafbare .'bandlwngen wie Diebstahl, Mord und Olewalttaten sowie alle das kindliche Gemüt nachteilig beeinflussende Szenen darstellen. oo _
* Ertrunken. Ans Wilhelmshaven wird unterm 22. Juli gemeldet: Der Marinezahtmeister von Thun en und der Intendantur,'ekreiär Vtelke sind gestern abend um ll Uhr beim «entern einer Jolle des Linienidusses „Thüringen" bei Tauzia ertrunken. Das verunglückte Boot war nut 14 Personen, meist Offizieren, besetzt. AlS es in der Brandung um|chlug, krochen einige aus den Kiel des BooteS; zwei Personen mürben durch Zcknsfer auigmommen, alle übrigen stürzten in die see und wurden teils von Offizieren, teils von Mann,chaften, die sich an Land bejandeu, herausgeholt, teils erreichten ,'ie mit eigener 5iraft das Hier. An vier Verunglückten, darunter iiapitameut- nant Schulz, mufften Wiederbelebungsversuche gemacht werden. Der Sekretär und der Zahlmeister wurden erst später aus bet Lee gefischt. An ihnen waren die etwa zwei Stunden fortgesetzten Wiederbelebungsversudie erfolglos.
Kleine Lageschroni!.
^cr Inspektor der Bäuerischen Landwirtschaftsbank in Mün- tlren,^Gottirieb Brann, unternahm am vorigen MmNag eine Tour ans die Zugspitze und wird seitdem vermistt Die Nachforschungen sind wegen des eingetretenen starken Schneefalls eingestellt worden. _________________________________________
Letzte Nachrichten.
Lissabon, 22. Juli. Tie Nachrichten auS allen Teilen des Landes melden vollständige Ruhe. Truppen unb Freiwillige auS der Bürgerschaft durchstreifen die Gegenden, in denen sich die rovalistischen Umtriebe ereigneten. Dre Landbevölkerung steht auf der Seite der republikanischen Beamten.
K o n st a u t i n v p e l, 22. Juli. „Stbum" infolge stellte Tewsik Paschn für die UeVernahine bes GrostwesteratS folgende Bedingungen: Anullierung der ungesetzlicheii "Wahlen unb Neuwahlen in den betreffenden Wahlbezirken, dre Aufhebiing des Belagerungszustandes, Amnestie, Aufbebung gewisser provisorischer Gesetze. (Ls verlautet, baff baS Kabinett bic drei letzten Mak« nahmen durchfübren wirb. „
K o n st a n t i n o p e l, 22. Juli. Mit Ausnahme deS „Tamn nimmt bie gesamte Presse die Ernennung von Achmed Mnkhtar günstig aus, ba sie die Losung int toumc der Nation bebrüte. „Zeni Gazetta" hofft, bas neue Kabinett werbe das Land aus ben Gefahren retten. „3fi)airt" glaubt, das neue Kabinett werbe bie Kammer auf legalem Wege auflosen müssen, ba sie mit ben Jungtürken nicht werbe arbeiten können.
'N e w Bork, 23. Juli. In Portorico wurden zwei weitere ffalle von Beul e n p c st festgestellt.
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rm. Darmstadt, 22. Juli. Eine Spielhölle •kr bc in her Nacht zum Sonntag in einem hiesigen Hot-el ■ i striminalbcamte a u s g e h o b e n. 2rl)on längere bft in"' gespielt werde Dlc Beamten sanden eine Anzahl russische r Stu.
■ i rg abnahmen ig< >i ibt, 22 Juli. Hier hat heute nacht 23jül)rige stellenlose Kaufmann Bogt den 25 Jahre . - I, Müfci Dalquen mit einem Messerstich derart , i letzt, daß nach wenigen Minuten der Tod eintrot. Jäter ist übel beleumundet und hatte auf dem Nach
, mi inem Dritten bekommen, ben D zu chlen versuchte. Dabei bekam er den tödlichen Stich, t-qut wurde verhaftet.
I IHninj, 22. Juli. Seit heute nachmittag ist das !r Igertor für ben Äesamtverkehr gesperrt; eß wird in ben wichsten Tagen gesprengt werden. Die Arbeit wird so chleunigt, daß bis 21. August, dem Tage des Einzugs Kaisers in Biainz, das ganze Gelände eingeebnet ist.
Hessen-Nassau.
=-- Weilburg, 22.Juli. Hrer findet am 25. Jiili die ^tisetzung der sterblichen Uebcrrefle deö Grostherzogs 11)c lm von Luxemburg, Herzogs zu Nassau, in der imssauischen Familiengruft statt. Am Bahnhof 'st ijmpiang der Leidtragenden und deren Gefolge durch die luetischen Behörden. In der Kirche wird nach einer An. i illiche deö Hofpredigers Scheerer und Gebet des Hofpredigerß »tnibcr dec Sarg in die Gruft getragen, wo die Einsegnung ctfolgt. Der Oberkammerherr verschließt die Gruft und etn Iwtofotl über die Beisetzung wird aufgenommen. Der Groß- h.-rzog von Baden wird an der Beisetzungsfeier teilnehmen.
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r rimllicker Wctlcrbcnd)!.
WettcrauSüchten in Hessen für Mittwoch, den 24. Juli 1912: Nach vor »vergehender Aufheiterung wieder Trübung, ohne erhebliche Niederschlage; Temperatur wenig verändert.
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1 d: gen auf den Truppenübungsplatz Ohrdrufs in (! ringen. , , „
x Bad-Nauheim, 21. Juli. Einen schonen kttnst- 'II scheit Erfolg hatte der Bauersche Gesangverein i i: Gießen mit seinem Konzert zu verzeichnen, das er hite abend im Theatersaal des Kurhauses veranstaltete Ihr vorzüglich geschulte Ehor bot unter Leitung seines ■, In ft verständigen Dirigenten, Herrn Otto G ö r l a ch, ein {[ j L sches Programm, das in Zusammenstellung und Aus- ! I inng eine 'Sbunstleistung ivar, die volle Anerkennung wdient. „Weihe des (Gesangs" von W. A. Mozart fuhne
send in die Stimmung des Abends ein, der nicht weniger > , ir, Ehöre bot Das Volkslied nahm darunter eine ganz >anders bevorzugte Stellung ein; und es ernteten „Am
nnen vor dem Tore', ..Jetzt gang i an s Brunnele", 1 n Ammcrsee" u. a. in ihrer feinen Ausarbeitung vom
likitm, besonders auch von den ausländischen Zkurgasten, i holt stürmischen Beifall. Ebenso fanden auch die rebietungen des mitwirkenden Pianisten, yerrn Julms > ahn, reiche Anerkennung. „Nachtgesang tm Walde", i b'hor mit Klavierbegleitung von Fr. Schubert, bildete wirksamen Abschlust des eindrucksvollen Konzerts, . seiner künstlerischen Höhe entsprecheiid nur einen besje- , Beiuch verdient hätte. In der Turnhalle versammelten i darauf die Sanger noch. Zahlreiche Freunde und Bc I i ute des Dirigenten - Herr Gürlach war hier früher 1 ,rer und leitete damals die Gesangsabteitung des Turn- , ns - sanden sich dort noch ein, darunter viele Mit- i'i ber des Gesangvereins „Frohsinn" und des Turnver- . tonmen die Gießener Sanger, die hier etn gutes z Lenken hinterlassen habeii, bis zur Heimfahrt, die erst n > Aitiernacht angetreten wurde, noch fröhliche Stunden
„Nagut“
„Geflügel-Futter“ wodurch ununterbrod). viele Sier den ganzen Sommer hindurch, sogar ohne freien Auslauf erzielt werden, sowie D*5/:
MrrtnMn
emvnehll
Aug. Wallcnfcls,Drogerie Gieffen, Btarktplap 17.
frtau A. Bittner, Alt-Rabl- ftebt bei Hamburg schreibt am 9. Sevtember: »Schron habe ich Dankschreiben als vezabltc Sache angesehen, da ich aber seit einem <Vibre ihr Nagut füttere, bin ich anderer Meinung geworden. ,stbr Nagut ist etwas, was durch -Nickt s" übertronen wird. Seit drei Jahren habe ich Hühner, aber zwei ^onv mer fo wenig Eier, bau ich dieselben abschancn wollte. Seitdem ick ^br Nagut füttere, legen die Hühner feit November vorig. Jahres ununterbrochen, sodaff ich nnr sage, wie ist das möglich uiro. e^eeeeoeaeeee 06-. - Iugendfestkranzckeit zu haben ‘iatbarinenganc 9.


