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W gut nach Auffrischung
Pfei Idreieck- Seifen
Verkanfn- Rtellen durch diese» Plakat kenntlich.
Wort gemeldet.
Abg. Becker-Arnsberg (Zentr.)
Fabrikant:
Angrust Jacobi. Darmstadt.
Landwirtschaft.
Versteigerung von edlen englischen Zuchtschweiueu auf dem Hofgut Münzeuberg.
Arbeitgebern in den Kot getreten, zwei Mil- j lion enl
Sie, Herr BchrenS, regen sich auf über meine Beschimpfung gegen Ihren Freund Koßmann. WaS sind Sie denn für ein Mustercbrift, Herr Behrens? Sie IjaBen uns im November (Gassenjungen genannt, von denen Sie nicht beleidigt werden können. Koßmann hat eS mir gar nicht übel genommen, er hat mich noch heute gefragt, ob wir heute fertig werden. (Zuruf: Wenn Sie solche Reden halten, werden wir nicht fertig!) Den Hue hat Ihr Heckmann einen politischen Hampelmann genannt. Ich könnte stundenlang Schimpfregister hier vorbringen, die die Christen von der Berliner und von der Kölner Richtung einander an den Kopf geworfen haben. (Staatssekretär Delbrück betritt den Saal.) — Also, Herr Staatssekretär, wir ind bereit, die goldene Drücke zu betreten, zu der Sie Herr Heckscher aufgefordert hat, wenn sie wirklich ge- chlagen wird. Also sorgen Sie, daß die Leute Vernunft an- nehmen, die Zechenbesiher. Sie aber, Herr Heckscher. Sre sind den Hirsch-Dunckerschen in den Rücken gefallen. So spricht ein Arbeiterfreund nicht, nicht mitten im Kampfe!
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Herr Sachse meinte, in meine Hände möchte er als Angeklagter nicht fallen. Ach kann ihm versichern: bei mir wird er immer mildernde Umstünde haben. (Heiterkeit.) Der Abgeordnete Scheidemann —
Vizepräsident Dr. Paasche: Der hat nichts Persönliches gegen Sie gesagt« , " — ' -
Abg. Becker-Arnsberg:
Gut, dann Serbe ich es ihm in der Presse besorgen. '(Heiter, leit. Ein Sozialdemokrat fragt: Was? In die Fresse hauen?) Damit ist die heutige siebenstündige Aussprache und die Be- sprechung der Interpellation erledigt, Montag, 2 Uhr,- Ehrt oeS Reichsamts des 3nuecQ.
Schluß VZL Uhr,
sich gegen die Entsendung von Militär ausspricht, dann must man die Frage umso ernster prüfen. Die austergewöhnlich aufreizende Wirkung von Maschinengewehren lästt sich nicht leuqnen.
Dr. Arendt ist lebendiger Zeuge für die entsetzlichen Wirkun- gen des Maschinengewehres auf Die Slimmimg der Bevölkerung. Er hatte einstmals einen der sichersten Wahlkreise Deutschlands, das hat aufgehört, seitdem dort Maschinengewehre aufmarschiert waren. Nur die ultima ratio sollte dieses Mittel zur Anwendung bringen. Ter gesamte deutsche Liberalismus ist gegen jede 23er- schärfung der leider ohnehin vorhandenen Spannung im nationalen und Wirtschaftsleben- '(Beifall.) Wir können nicht glauben, daß die Stunde der ultima ratio gekommen ist. _ Diese Art des Kampfes zwischen den einzelnen Gewerkschaften wird der gesamten gewerkschaftlichen Bewegung einen vielleicht unrepacier- baren Schaden zufhgen. Man hat mir in England gesagt, daß man dort die deutsche Arbeiterbewegung nicht verstehe. (Abg. Ledebour ruft: Wir sind längst über die englische Bewegung hinaus!) Tie englische Arbeiterbewegung hat sich von^den festländischen Utopien ferngehalten. (Zustimmung.) Die Sozialdemokratie in Deutschland sollte verständiger werden. Die englische Arbeiterbewegung ist nicht sozialdemokratisch. '(Abg. Ledebour verläßt seinen Platz.) Jetzt ergreift Kollege Ledebour die Flucht. (Große Heiterkeit. Zuruf: von den Soz.: Die Engländer streiken doch auch!) Gewiß, aber das ist ein ganz besonderer Streik. (Zuruf von den Soz.:. Sie fallen ja den Hirsch-Dunckerschen in den Rücken!)!
Ich spreche hier ganz unabhängig und bin durchaus nichk für irgend welche Arbeiterorganisation verpflichtet. Ich bedauere die Erklärung der Regierung, daß sie in den Streik nicht ein- greifen will, gerade mit Rücksicht darauf, daß der englische Ministerpräsident sich Tag für Tag die größte Mühe gibt, den Streik zu beenden'. Ter größte Teil des deutschen Volkes beklagt sicher Diese Passivität der Reichsregierung. (Sie (zu den Sozialdemokraten) kämpfen für eine verlorene Sache. (Sehr richtig!)' Das sage ich beklagend, denn mein ganzes Herz steht auf Seiten der Gewerkschaften. (Ironischer Beifall der Sozialdemokraten und Zurufe, auf die der Redner antwortet. Vizepräsident Dove bittet, die Unterhaltungen zu lassen. Beifall.) Dieser Streik wird Ihrer Organisation einen schweren Schaden zufügen. (Lachen der Sozialdemokraten.) Bei Philippi sehen wir uns wieder. (Gelächter der Sozialdemokraten.) Ihr größter Gegner müßte ja wünschen, daß der Streik noch recht lange dauert. Ich wünsche, daß die Regierung die Maschinengewehre so schnell wie möglich aus dem Streikgebiet zurückziebt. Gegenüber der schweren Lage, in der sich Deutschland zwischen den anderen Mächten befindet, kann es sich nicht den LuruS eines solchen langen Kampfes leisten. Daraus erwächst der Reichsregierung die Pflicht, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für möglichst schnelle Beendigu n^ des Streiks zu sorgen. (Lebhafter Beifall linkS.)^
Abg. König (Soz.):' 1
- Die Bergarbeiter wollen endlich Taten sehenf dr» schonest Worte die wir eben gehört haben, genügen nicht. Sie wollen als gleichberechtigt anerkannt werden. Sie wollen nicht nur Zusagen auf dem Papier. Wenn sie kündigen, werden sie brutalisiert und geknechtet, darum schmeißen sie die Brocken hin. Man erfindet Räubergeschichten und dementiert int Ruhrgebiet morgen das, lvaS heute hier behauptet wird. GieSbertS hat geredet wie ein Mi- nister ober wie Graf Westarp. Jetzt herrscht im Ruhrgebiet der reine Belagerungszustand, und bloß wegen einer falsche« Stim- wUngSmäche. Was man fieiif? gegen uns schmiebek, fotrS man in Lahr und Tag bereuen. Wir haben die Arbeiter zur Kultur er- zogen, so daß heute keine Maschinen mehr bei einem Streik zerstört werden. Noch einer oder der andere Wahlkampf, dann haben Sie auSgespiclt im Ruhrgebiet.
Vizepräsident Paasche: Wir haben hier nicht über den Wahl- kampf zu sprechen. <
Abg. König (Soz.)?' . y
Mein Freund Hue wird hier eher wieder erscheinen,'<«# JJbnen lieb ist. Nach dem Zeugnis der ,T ä g l. Runds &.** wird bas Zentrum für den Dienst, den die christlichen Gewerkschaften den Jndustrteherren leistet, hier im Reichstag die Ge- genrechnung präsentieren. Tieg sei auch einer der dunklen fünfte der Zukunft. (Hört! Hort!) Der streikende Bergmann ?rrr?i^UL» H/m anfangen zu arbeiten, wenn er etwas erreicht hat. (Beifall der Soz.)^
Abg. Becker-Arnsberg (Senfr.)'? L^, ' dieser Rede kann ich kurz fein. Sie war aus den Ton gestimmt: ES ift gegen die Christlichen nichts vorgekommen — uud wenn etwas vorgekommen ist, so ist eS zu entschuldigen. Sorgen <ste nur, daß die vielen Ausschreitungen nicht vor- kommenl Dieser Streik ist und bleibt eine Unbesonnenheit ohne- gleichen. Wir tanzen nicht nach Ihrer Pfeife. Wir tanzen nur, IDCnk.Jm-L h>oöe,l' ob Sie böse ober freunblid&e Gesichter machen 77, . ’,lrT'!?3t6aT gleichgültig. Sie werfen uns vor, daß 5' e™ klrbeüswilligengeietz wollen! Ja. sie liefern uns doch fluefl Material dazu! Man kann ja den TerroriSmuS gar nicht völlig erfassen, gerade den schlimmsten TerroriSmuS nüht, den ft'llen TerroriSmuS in den Werstätten. Den ßiKQ sn • T* tausendundeinem Paragraphen nicht festlegen.
^rlften Wc.se gegen nichtsozialdemokratische WrDc ter, gegen Ehr.stliche angewendet! Behandeln Sie die nichi- fozialdemokratrichen Arbeiter endlich menschlich! (Beifall.)'
Abg. Sachse (Soz.)?v,
W.'r tun alles, um Disziplin zu halten.' Dir klären oie r Ä' rtJnrrfer ,6,nen 3“: Meidet den Mohol, er ist d e r schlechteste Ratgeber in aufgeregten Zeiten. Der Zweck der Zentrumsinterpellation war nicht, die Regierung anzutreiben, für ^rieben zu sorgen. Nein, die christlichen örociterfcTretäre honten nur eine Versammlung haben, wo sie ihren streik.
c " Standpunkt Vorbringen konnten. (Sehr
x AndcrSwo wagen sie es nicht. Wäre nicht
der christliche TerroriSmuS gewesen, fast alle Christlichen hätten ""gestreikt DaS sind die Jesuitenschüler. (Abg. Schirmer ^ntr.): DaS gibt s nicht!) Ach, Herr SLirn.er, müssen Sie
S^^Cr^fc,fc des Ocherjesuiten tanzen? verlieren Sie nicht Ihr Mandat, trenn Cie nicht parieren?
- "".stte Forderungen geht man gar nicht toeiter ein. Wie rann man da von einer goldenen Drücke sprechen, die man rt?feh^f6aUL^rtt? T^?it rccren Versprechungen lassen wir uns nicht Tarifverträge und protokollierte.Zusagen.
m \ ® «e1*tcr<Lcr^,ar€ sollten nicht mit dem Feuer i* frLI?flL^(fr5?,C,er;5r-nr?Cr8 fem Dort halten toürbe ” s^r bezweifle — (Präsident Dove: Sie dürfen nicht zweifeln, ein Mitglied des Hauses sein Wort hält!) Er kann
h^.nn cr s"n Wort hält, daß die Christ- lichen spater wieder streiken werden, dann soll erfich in aLt nehuien, daß seine Anhänger mcht ebenso schwere Strafen erleiden.
wternationalen Solidarität beim jetzigen streik kann keine Rede serw Ter jetzige Streik wäre auch aus- venn rn England ke:n Streik existierte, so wahr ich hier stehe! Rachestreik? Aw, he christlichen Sekretäre kennen das gonl ^cirtü.ue> in Lochum sind sie in den Zcchcnautomobil!?
zu den Wahllokalen (refotren und haben gegen den Arbeiter, vertretn gearbeitet. Nach der .Köln. VolkSzt^" ift ea {»mm eS bit?CibCx-ÖC‘krn bon dem Gendarmen erschossenen Arbeitswilligen waren, die borS-r die Schüsse auf ihn eSenebcn S?«?? eifmfnKl b,e ^bnen folgen! 300 000 Sann haben eic m 18 Jahren gesammelt unter dem Schutz der Behüben und der Arbeitgeber, und wir, von den Chritzlichen be,
kann man lernen, wie man ruhig lmd' be^ossn^^h^'rka'ofe^ikKkkch I schm Atzk, tre n 5er V o11zek 5 ek3 mhfik, vöik vett verhandelt. Und es gibt gewiß einige Persönlichkeiten, wie ~ ' •* r-* c
Schmoller, deren objektives Streben man anerkennen muß; aber Das Herrenhaus hat einen einseitig politischen Charakter, und seine Kundgebungen erfordern die ernsteste Aufmttksamkeit. Wir können den Verdacht nicht los werden — und darum halten wir diesen Streik für umso unkluger —, daß sich hinter bet Forderung des Schutzes der Arbeitswilligen etwas versteckt. War eS nötig, Militär und Maschinengewehre inS Streik- rebier zu entsenden? Wir bedauern die harten Ausdrücke über die Scyutzleute, die eine verantwortungSbolle Pflicht erfüllen;
aber wenn der Ober bürge rm eister von Dortmund
Abg. BehrenS (Wirtsch. Vgg.)k
DaS Hai Herr Heckscher nicht verdient, er, dem Sie even noch daS Zeugnis ausgestellt haben, daß er aufgefordert hat, Ihnen eine goldene Brücke zu bauen. Daß Hue einmal Hampelmann genannt wurde, ach Gott! Sehen Sie sich doch Ihr Lexikon an. Sie zartbesaiteten Herren! (Heiterkeit.) Der Oberbürgermeister von Dortmund hat nach der Meldung der »B. Z. am Mittag" die Mitteilung über fein Vorgehen als leeren Unsinn bezeichnet. Tie Automobile! Ach, Herr Sachse, Sie besinnen sich doch noch auf die Kommunalwahlen, wo Sie Arm in Arm mit den Zechenbesitzern gegen uns die Wahlen machten. Zweierlei Moral, Herr Sachse! Herr Legien rief mir vorhin zu, mir sei eS egal, von wem ich bezahlt würde! Man sucht niemand hinter dem Strauch, wer nicht selber dahinter gesessen hat. In den langen^ Debatten (Sehr richtig!), die wir von den Sozialdemokraten gehört haben, ist kein einziger von Ihnen auf die eigentliche Streitfrage ein» gegangen: ob der Streik in diesem Augenblick berechtigt war.
Die eindringliche Frage, was Herr Sachse in England gemacht hat, hat cr nicht beantwortet. Die .Leipziger Volkszeitung", der .Vorwärts" haben Mitteilungen gemacht über geheime Ab- machungen, wir haben bishn darüber noch nichts erfahren. (Zuruf von den Soz.: Seien Sie nicht so neugierig! — Große» Gelächter und Aharufe.) Wir haben angesichts Ihrer internationalen Beziehungen und dieser Vorgänge das Recht, die Frage an Sie zu stellen. (Beifall.) Die Möglichkeit, die christliche Arbeiterbewegung zu hemmen, haben Sie nicht mehr; darauf können sich die Herren Sozialdemokraten verlassen. Der Streik trägt den Todeskeim in sich. Opfer wird er leider genug fordern. Aber nun richte ich den dringenden Wunsch an die Regierung: erfüllen Sie die berechtigten Forderungen her christlichen Bergarbeiter selber als Musterbetrieb und üben Sie den Einfluß auch auf die privaten Bergbetriebe aus.
Vizepräsident Dr. Paasche: Es hat sich niemand mehr zum
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. s. Münzenberg, 15. März.
Schon seit drer Jahren läßt Herr Gutspächter Leipold auf dem von ihm erpachteten Gräflich Laubachschen Hofgut all- ährlich importierte oder aus eingeführten Tieren gezüchtete Zucht- chweine versteigern. Diese Art Zuchttiere unter die landwirt- chastliche Bevölkerung zu bringen ist neu und ungewöhnlich. Ich eint sich aber bei uns einzuführen. Für den Verkäufer ist sie die praktischste. Sie bringt ihm weniger Zeitverlust als der Empfang von Käufern und das unangenehme und zeitraubende i) ell ich en um einzelne Zuchttiere. Der prakttsche Engländer hat in diesem Punkte den richttgen Weg gewiesen. Der Berkau zahlreicher Zuchttiere vollzieht sich durch die öffeittllche Versteigerung in wenigen Stunden geschäftsordnungsmäßig unter voraus dekanntgegebenen klaren Bedingungen. Der Käustt weiß, welche Bedingungen er zu erfüllen hat wenn er ein Zuchttier ersteigert. £,er Verkäufer kann Nicht in Nachteil kommen und verliert keine ff: Derr Leipold, ein ehemals bayrischtt akttver Offi-in, sah sich durch einen Unfall genötigt, als junger Mann seinen Abschied otan5TCJ!‘ f sich der Landwirtschaft zu, war längere
<jeit aus Hof-Güll tätig und erpachtete dann das vofgut Münzen- berg. Seine Kemitnis Englands, der englischen Sprache mächttg veranlaßte ihn dott die Hauptzuchten des englischen Edelschweins lmfzusv^en. >vie Züchter in England bringen Zuchttiere au ihren Gütern zur Vcrlteigttung oder mehrere Züchter vereinigen mlrrfn chren Uebttfluß an Zuchttitten an den
hnn9CIL Sc8 Verfahren hat Herr Leipold von Eng- feir^r1^^*^11- ks 0X10 und einbürgttn und wegen
Eimachheit und her groben Zeitenparnis Nachahmung fin- den. Bei seinem Unternehmen, regelmäßig engllsche Zuchtschweine
B«. "ns beliebten Rasse auS besten StanLiLtL and ernzufuhren. leitete Herrn Leipold bet Gedanke, den beut geben, ihre Zuchten durch englische stC ÄX1 ^m aus wähl en können, aufzufrischen, deutichen Züchtern bekannt, daß ihre Zuchten durch den
Von Zuchttieren deutscheii Blutes immer "Erden, so daß zu fürchten steht, daß untere ru deutsch, sie degeneritten.
„ , ^rrrzellw hat sich davor zu ichützen gesucA, indem tt fid) Wer aus ei^ e^llsch^
Zucht schicken ließ. Was man ihm schickte, mußte er bebalten nmr" nirfitCin dA vielleicht nicht geeigneten Tieres
bcnFeiL : ?cxr ^nzelne kann auch nicht gut nach England reifen, um sich selbst ein Zuchttier zur Auffrischuna feiner Schweinezucht ausnuvählen. ^urmiaping
Leipold will alle den Bedürftigen zn dllfe kommen verdienen. Er fährt wie gesagt nach England flSäMt« R^tLri^,.8^l9CrUn0aLC^C Sr°ßtte Aßzahl A.? -J« Zuchttiere. Ebtt, tragende Sauen, Ferkel, führt sie aur ’?nen u"d züchtet mit diesem Material. Dtt^Mstam- T^llch^^'s/bäigres (smtich.- Pedigi) sagt der gebildete o rZC' u !^d«S Zuchtna vor. Nun erwartet iierr
^.cipold, daß die deutschen Schweinezüchler zu seinen Versteiae- kommen und sich echt englisches Zuchtmatttial zur Blut.
rooh ein b£, ^°Dtni lehen den Botteil dies« Einrichtung Ceroiwrn ern^^n^10" Schweinezucht ,
mA ien^ ltl mfbrcrc Zuchttitte. Aber auch zahlr«^ Äau^ü u^d Vauf?nOinnbe^h^'ntaUh^ Unternehmen gewonnen ^d^bäd Ueberzeugung, daß sie ihren
Üb laut' bei'u Sanz ungewo'inlichc Unternehmen
lüidtti. Ml^i ^bt Lr Lunchen Rttch Nachahmung
linoen. ü>lui ireht, rmr können von un|en n praktischen, wenn
auch unttevenZwürdigen, Vettern drüben über dem Barral noch manchttlei lernen.
Es kamen diesmal 41 Eber und 49 Sauen zur Versteigerung. Zn das linke Ohr ist den Tieren die laufende Kummer des Zuchtregisters eintätowiert, die Zahl im rechten Ohre ist die Nummer des ViuUerttttes. Zur leichteren Orientierung tragen bei der Versteigerung die Titte die Katalognummer in roter Farbe auf den Schultern, die auch bei den tungen Tinen so breit gebaut sind, daß auch eine dreistellige Zahl Raum hätte.
3eber Anwesende erhält einen Katalog, der über die Tine und über die Bedingungen, auf Grund derer die Vttsteigerung erfolgt, klaren Aufschluß gibt. Jede Frage ist überflüssig gemacht.
Die Einrichtung der provisorischen Stallungen für die Versteigerung, der Versteignunasraum, in den jedes einzelne Tier den rings umherstehenden Käufern sichtbar ist, ist einfach und praktisch. Tie Versteigerung dtt einzelnen Titte geht rasch von- statten, da nur Aufgebote von 5 Mark angenommen werden.
Leider sind die Teutschen noch nicht reich genug, um für deutsche Zuchten in England erstklassiges Material kaufen zu können. Ein englischer junger Zuchteber von Rang, der einen Fleischwert von etwa 120 Mark hat, kostet als Zuchteber 3000 Mark. Tas sind in England normale Preise. Solche Preise kann ein deutscher Züchter nur ganz ausnahmsweise anlegen, es fehlen ihm die zahlenden Abnehmtt für solch kostbares Blut.
Herr Leipold erzählte mir über die Preise von Zuchttieren in England beispielsweise: Er habe auf einem dtt englischen Güter auch Hühnerzuchten gesehen. Ein Hahn, nicht ersten Ranges, habe seine Aufmerksamkeit erregt. Ter Besitzer antwortete: Ten Hahn kann ich Ihnen verhältnismäßig billig abgeben, er hat sich schon durch die auf ihn gefallenen Preise bezahlt gemacht. Er forderte für den Gickel 3000 Mark. Aus England roerben nach Nord- und^Südamerika Schafböcke geschickt So ein wirklich hochgeborener Schafbock mü einer langen Ahnenreihe kostet 20 000 Mark uff.
lieber Einzelheiten und Einrichtung des Versteigerungsplatzes zu schreiben fehlt hier ber Raum. Praktische echt englische Aufmachung, muftergültig, damit sei alles gesagt.
In dem weiten, sonst verhältnismäßig ft Ulen, weil sehr großen Oekonomiehoft herrscht für einige Stunden während dtt Versteigerung reges Leben und verwundert schauen die Türme der Münzenburg, die altersgrauen Häupter schüttelnd, in dies mo berne Treiben hinein.
Eingejandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Slubrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 16. März.
No ch „Einiges über Sängerwettstreite".
Auf das Eingesandt des $)errn A. Haffner vom 7. d. Mts. sei mir das Folgende als Erwiderung gestattet:
Ich kann meine Ausführungen in Nr. 49 des „Gieß. Anz." vor der Hand nicht dadurch als widerlegt betrachten, daß Herr Haffner einzelne Stellen aus dem Zusammenhang herausgreift, für seine Zwecke zusammenstellt und daraus scheinbare Widttsprüche und Inkonsequenzen konstruittt, was doch nur den Zweck haben kann, die Aufmerkl amkeit der Lestt von dcr Hauptsache auf Neben sä cl>- liches zu lenken. In der Hauptsache — und das ist für mich die Bedeutung des deutschen Liedes für unser G e- müts- und Geistesleben und der ethische Wert oder Unwert der „landläufigen" Sänger wett st reite — in der Hauptsache glaube ich nicht allzuweft an dem Rechten vorbeigekommen zu sein. Das beweist mir die Zustimmung, die mir von den verschiedensten Seiten zutell wurde, teilweise von Leuten, die lange Jahre in der Wettstreltsachc gestanden und darin nicht nur ein Haar gefunden haben; aber auch von Leuten, die Herr Haffner mit mir gern als Autoritäten auf dem Gebiete des Männergesanges anerkennen wird. — Daß es heute überhaupt fein Volkslied mehr gebe, habe ich durchaus nicht behauptet: ebensowenig, daß die Gesangvereine keine Zttmstchöre singen sollen. Im Gegenteil, ich kann nur jedem strebenden Vereine raten, auch gute „Kunstchöre" zu üben — wenn er der Aufgabe gewachsen ist und das nötige Stimmenmaterial hat. Ich finge selbst seit etwa 26 Jahren mit stets neuer Freude und neuem Genuß Kunstchöre von Hegar, Braürns, M. Bruch u. v. a. in einem Verein, der so leicht keine Kontttrrenz in seiner „Klaffe" zu fürchten braucht, der aber — das sei doch nebenbei and) bemerkt — fingen gelernt hat ohne Wettstreite: denn dieser Vttein hat noch nie einen Wettstreit besucht und singt nur im Dienste der Wohltätigkeit und der Gesell ligkeit. —
Daß nicht fdten Leute — darunter auch Fürsten und ins- besondtte unser Kaiser — ohne alle Nebenintttessen aus reinster und edellter Begeisterung für den deutschen Mannergesang Preise für Wettstreite stiften, ist mir wohl bekannt. Abtt ich habe in meinem Aussätze nur von den „landläufigen" Wettstreiten gesprochen, und die wird Herr Haffntt doch nicht im Ernste neben die Kaisttwettsingen stellen wollen. Auch glaube ich, daß nid# jebem Preisspender bekannt ist, welche Folgtti oft seine lvohl- mttndende Absicht nach sich riebt, sonst würde er sich die Sache wohl manchmal noch reiflich überlegen. —
Und nun zum Schluß: Auch durch die Lektüre des Haffnerschen Eingesandts habe ich mich von der Notwendigkeit der Sängermett- streite Nicht überzeugen können. Meine Meinung ist nach nne vor ine: Unser Volksleben leidet schon so sehr an Vttäußttlichutig, dag wir nicht nötig haben, Dinge zu uiiterstützen, die einer solchen lwch Vorschub leiiten; im Gegenteil, es tut uns bitter not, daß wir eine Verinnerlichung des Volkslebens anstteben und alle geeigneten Mittel in deren Dienst stellen und darin erhalten; und zu diesen Mitteln gehört in erster Linie das deutsche Lied, gehört der deutsche Männergesang.
Damft ist für mich die Angelegenheit vor dtt Oeffentlichkeit erledigt.
, Valentin Müller,
Schristßährtt des Mitteldeutschen Sängttverbandcs.
Spidpian der vereinigten «frankfurter Stadttheater.
Vperntzaus.
Montag, den 18. März, abends 1% Ufa:: .Der Zigeuner- den 19. März'): „Ter fliegende Hollander." Dtittwoch, den 20. März, abends 1% Uhr: .Mignon.' Donners- taa. ben Sl. MSrz: .Oberst Ehadert." Freitag, den 22. März gefchloflen. Samfctag, den 23. März: .Boccaccio." Sonntag, den
NZthmittagS 31/» Uhr: .Die Fledermaus." Abends 'Uhr: .Der fliegende Holländer." Montag, den 2ö. März, abends 7 z« Uhr: .Martha.' Dienstag, den 26. März: .Tie Entführung aus dein eecatL" Mittwoch, den 27. März, abends 7W Uhr: .Dtt Freischütz.'
Schanspielhaus.
Montag, den 18. März, abend» 7‘/, Uhr: Viertes und letztes Gastspiel von Irene T r i e s ch: .Maria Magdalene." Dienstag,
■VeimaL' Mittwoch, den 20. März, nachnu 2M Uhr, »Wilhelm -tc(L * Abends 7 Uhr: .Zopf und Schwert." Donners- la8* j9!J12,L,??ära’ °bendS 7‘/, Uhr: .Büxl.' Freitag, den 22. Marz abcnM 7 /, Uhr: .^ie Vergnügungsreise." Samstag, den 23. Mar,: Zum er|ten Male: .Die luftige Person." hierauf: .Der Tartuff." Lonntag, den 24. März, nachmittags 3% Uhr: .Madame SanS- Göne. । Abends 7 Uhr: .Tte^ luftige Person." Hieran!: .De« Xartuff. Montag, den 25. März: .FrankoiS Lillon." Dienstag den So. M«,: Anawl-ZyUuS. Mittwoch, den 27. März: .Die lustige Person." Hieraus: .Der Zart uff."
*) Anfang, wenn nicht and ns bemertt, abends um 7 Uhr^


