Zweites Blatt
162. Jahrgang
43
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Ck „fltfnui LamMenblättee" werden dem flnietfler' viermal wöchentlich betgelegt, da» ^Krtisblofl für de» Kreis Lietzen" ireeimol wöchentlich. Die ..raadwlrlschastllcheu Lett- fragen" erlchemen monatlich eroeimoL
(Ls werden dort zu dcir Kosten für Schreibhilfe auch die Gehälter der „G e r i ch t s s ch r e i b e r g e h i l f e n" gezählt. Wenn auch die Gerichtsschreibergehilfen aus dem Fonds für Schrcibhilfe bezahlt werden, so lann man doch die hierfür
Anträge im Reichstag.
Tie Wir 1 sch. Vereinigung des Reichstags Hal 20 Initiativanträge eingebracht. Diese betreffm u. a Unsallsürforge für freiwillige Feuer- und Wasserwehren, Reichswohnungsgesetz, Verbot der Animierkneipen, Tubei> fulofcbcTiimpfung, Festlegung des Osterfestes, Dienstvertrag der technischen und der Bureauangestellten, Arbeits- und Kaufmannskammern, Lbdachlosensürsorge.
Die Reichspartei bat im Reichstage vier Initiativanträge cingebracht, die solgende Materien berühren: Fcm'ctzuiig cintö angemeu'enen Preises bei der Begebung von Lcittungen durch öffentliche Vcrivaltungsstcllcn, '.'Abgrenzung zwiscl-en «yabnr und Handwerk, Beteiligung der Industrie an dm Kosten der Lcyrllngs- haltung im Handwerk, Beihilsen für Mtvensionäre.
Tie Reichspartei des Reichstags, die bisher nur 14 Mitglieder zählte, hat den an Stelle des Abg. v. Clbenburg in Elbing gewählten Abgeordneten Schröder in ihre Fraktion ausgenommen, o das; die Reichspartei über 15 Mitglieder verfügt und im *5mne )cr Geschäftsordnung des Reichstags nunmehr eine Fraktion bildet, der eine Vertretung in den Ausschüssen und im Aeltestcnrat zusiehl.
gen über die Ausrechterhaltung und Tisziplin in das Gesetz auszunelfmen. ?luf die farbigen Angehörigen der Schutz- truppe finden die Bestimmungen des Gesetzes keine Anwendung.
sich sckfließlich nur mit 9 Prozent anstatt 10 verzinsen, macht wirklich nicht viel and; weis- doch niemand von den Geldgebern völlig sicher im voraus, ob sich das zdapital überhaupt vereinten wird Ein Wagnis bleibt cs immer, ein Warenhaus anzulegen; aber um so kräftiger- werden jedesmal die Unternehmer dazu gedrängt, das Warenhaus so artszugestalten und zu betreiben, daß e-5 die in ihm einmal liegenden Vorteile bis aufs äußerste ausnutzt.
■( man mit Erfolg dem Warenhaus entgegenarbeiten, dann muß man größere, einschneidendere Mittel anmenben. Was das Warenhaus bisher an Vorteil hatte, muß auch der kleinere Laden sich anzueignen suchen — den bequemen Ginkauf, den Reiz zum Kaut. Mit der sreuirdlichen Einladung, ooch gefälligst nä herzu- treten, es brauche niemand zu faulen, itt cs nicht getan. Man muß es vielmehr dem Kunden hier genau ebenso bequem und angenehm machen wie nebenan im großen Warenhaus. Ter Stunbe muß auch hier an den Auslagen vorbeispazieren können, unbehelligt, und doch angezogen, angcluft von den Waren. Auch hier muh das Bedürfnis, das vorerst noch leise in der Brust des Käufers nlimmt, durch den unwiderstehlichen Zug der Ware selbst an- gesackt werden. So überlegt muß alles angeordnet und eingerichtet sein, daß die Leute womöglich gegen den ursprünglichen Willen zum Kaufe gebracht werden — genau wie im Warenhaus.
Vor allem muß dazu der Strom der 3tra6engänger unmittelbar an die Waren heraugezogen werden. Tas ist aber nur bann möglich, wenn die bisherige Art der Auslagen wesentlich um- gcstaltet wird. Tie Geschlossenheit der Läden muß a u T <i e g c b q n werden. Jede Ladenschwelle, die überschritten, jede Zürfluitc, die in die Land genommen werden muß, bedeutet eine Erschwernis des Verkaufs.
In den alten Städten gab es die sogenannten „Lauben"; vielfach haben sie sich bis heute noch erhalten, diese offenen überwölbten Vorbauten der Geschäftshäuser, in denen die Waren Gutgebaut werden und wo der Strom der Käufer v,rübergeht. Selbst die Apotheker saßen hier einstmals und verfaulten offen ihre Säfte und Pflaster. Als mit der Zeil die Waren immer vielfältiger, der Kauf immer umständlicher geworden, zogeii sich die Kaufleute in die umschlossenen Läden zurück, Öeutc verkauft bet Bäcker sein Brot und seine Semmel nur noch hier und da unmittelbar durch einen Schalter nach der Straße hin.
Jetzt aber Zwingen die Warenhäuser , den Kleingewerbetreibenden dazu, die alte, im Grunde praktischere Verkaufsweise wieder aufzunehmen, nur natürlich mit der Maßgabe, daß man sie dein heutigen Zeitgeist aufs engste anpaßt. Tie alten niedrigen luft- unb lichtlosen „Lauben" wird im Ernste niemand wiederhaben wollen, aber etwas Aehnliches muß treu geschaffen werden.
Tte Ansätze dazu sind bereits vorhanden in den sogenannten „Passagen"; aber so gut der ihnen zugrundeliegende Gedanke
Viens,20. Scbruar 1912
Rotationsdruck imb Verlag der Vr ü vl'lche« Untocrfuätl • Buch- und GteinbrvdersL
Ä. Bengt, «Biegen.
Redaktion. Expedition und Trucfertt: strotzt 7, Erpedinon und Verlag: 6L
Hebaftwrrfcewlia. ieL-3lbu$lnjeioer®iefcen.
Au» Hessen.
Tie Kosten für Schreibhille in Hessen.
Zu dem Artikel in 9Lr. 41 erhalten wir folgende Zu-
Eine Hälfe rebe tn Kiel.
Berlin, 19. Febr Bei der Festtafel im Schlosse zu Kiel hielt der Kaiser eine Ansprache, deren Wortlaut dem Wölfischen Bureau nachträglich mitgeteilt wird:
Ick heiße Euere Königliche Hoheit und die Prinzessin Therese von Herzen hier willfommen unb bitte Eure 'Königliche Hoheit, der Tolmctsch meines Tankes und der meiner Marine bei Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzregenten sein zu wollen für tnc große Ehre, bi t erwiesen hat durch die Erlaubnis,
baß eins der neuesten Linienschiffe seinen »erlauchten Namen tragen und dasselbe durch seine Tod ter die Taufe empfangen darf. Eurer Mont glichen Hoheit madige Rede hat uns alle mit hoher Freude erfüllt Wenn ick aus derselben einen Satz herausgreifen darf, so wähle ich den Wahlspruck, der unter d.in Wittelsbacher Schilde am Bug des „Prinzregent Luitpold" prang n soll: „In Treue fest!" Er soll eine Mahnung sein an Offizier ei und Besatzung des Schisses, alle ihre Kräfte cmzusetzcn int Tienste des Vaterlandes, zu seinem Schutze und zur Erhaltung der fleckenlofen Ehre seiner Flagge. Er soll zmn andern der Welt die Festigkeit des Reicktes in Erinnerung bring.it. W c r in seinem Leben sich mit der Kunst beschäftigt hat, kennt das hcrrltchc Material den Mosaik und lernt die wunderbaren B11 der, welche aus ihr geformt tverbcn, schätzen und bewundern. Von ferne bchachtct si.hl er ein farbenprächtiges Gesamtbild vor sich, tritt er heran, so wird er gewalfr, daß das Mimftroerf aus lauter einzelnen Steinchen zusammettgesetzt ist, welche von verschiedener Form und Farbe individuell in sich gefeitigtc kleine Gebilde sind. So ist es mit unserem Reich. Ferne als -nächtiges Ganzes wirkend, ist es zttsammeftgesetzt aus einzelnen Stämmen, stolz auf ihre Eigenart und anhängcnd treu ihren angestammten Fürstenhäusern, deren buntfarbigen Fähnlein lic ial)thuiibcrtclang gefolgt sind. Festgesck-art sind alle zum S ck u tz e d e s d e u t s ch e >/R e i ch s p a n i e r s. Leute gilt mein Trinkspruch dem ältesten und ehrwürdigsten dieser deutschen Fürsten, dem Vorbild in Treue zu Kaiser und Reich, dem Prinzrcgenten Luitpold von Bayern, den Gott segnen und schützen möge zum Leite Banerns und des ganzen deutfehen Vaterlandes. Ter Prinzregent lebe hoch!
Die europäische Zeitrechnung in China
Peking, 19. Febr. (Ratter) Ein heule veröffentlichtes Manifest fünbigt an, daß Elnna die europäische Zeitrechnung annelnnen unb 1912 das erste -Jahr der Republik sein wird.
?>uanscknfai bereitet die Mitteil>mg vor, durch die den Mächten seine Wahl zum Präsidenten notifiziert und die A ne r f c n - nung der Republik erbeten wird. Es ist unwahrscheinlich, baß die Veröffentlichung noch vor der (Ernennung des Kabinetts stattfiiiden wird.
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atz Mk. 3.—, IV p. der Musik alienU
' 671. für Studiere
Jude. Mk. 0.7ä. Scbi
ii. 5 Uhr.---.
i,er Chot.L U°d<> |, tebr, n!
hilf e" rechnen Tic „Gerichlsschreibergehilfeii" sind Anwärter für den Gerichtsschreiberdienst, die nach bestandener Staatsprüfung kraft ministeriellen Auftrags die Dienste des Gerichtsschreibers verrichten und Mar selbständig, wie der angestellte GerichtSschreiber (in Hessen „Alluar", in Preußen „Sekretär" genannt). Nebenbei bemerkt müssen diese Staats dien stanwärt er im Besitze des Neisezeugnijfes ür Unterprima sein Tie Summe der Gehälter für „Ge- richtsschreibergehrlfen" ist ja allerdings in dem genannten Artikel auch getrennt angegeben Immerhin dürften die vorstehenden Bemerkungen nicht ohne Interesse sein, da der Laie wohl kaum einen Unterschied in den Bezeichnungen. „Gerichtsschreibergechilfe" und „Schreibgehilfe" finden kann.
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K ir Artikel in Preisen tt kaufgeg«0^ billig N dtkirche
Die Lage öes Arbcitzmark cs im Januar 19(2.
In der M e t a 11 i n d u st r i e wird der Besckfästigungsgrad allgemein als sehr günstig bezeichnet. In Frankfurt wurden besonders tüchtige ältere Schlosser für Baukoustrultion, Kesselschmiede, Kupferschmiede, ältere Maschinenschlosser, Eisendreher unb Eiscn- former gesucht, bock konnten bie Stellen nur teilweise besetzt werden. Ein Streik in einer Präzisiouswerkzeu,Fabrik in der Umgegend von Frankfurt a. M. ist resultatlos verlaufen. Besonders zu vermerken ist, daß die Unruhe, in der zeitweise der Arbeits- marft in Frankfurt durch die Veränderungen in der A. C G. früher Lahmcyerf schwebte, wieder weicht. Tic F-irrna bat ihren Betrieb wieder eröffnet und es werden täglich Arbeitskräfte ellr- gcstcllt, so baß gegenwärtig etwa 1600 Leute Arbeit gefunden haben. Aus Kastel wirb ein starker Andrang von Masckinen- schlossern unb Treibern gemeldet. Aus Mainz wird berichtet, baß in der Metallverarbeitung unb Maschinenindustrie bie Lage des Arbeitsmarftcs gegenüber den puderen Berufen am günfligltm gewesen sei. Auch in Worms ist bie Zahl der offenen Stellen in der Metallindustrie etwas gewachsen, tebod) machte sich der Mangel an tüchtigen Kräften auch in diesem Monat geltend. Lffenbach berichtet, daß die Lage in der Maschinenindustrie gut gewesen sei unb hauptsächlich Nachfrage nach älteren tüdüigcn Schlossern und Drel-ern herrschte. . .
Die Lage in der P o r t c f e u i l l ei n b u ft r i e in Ossenbach wird auch in diesem Monat als ungünftig bezeichnet. Ter Beschäftigungsgrad war schlechter als im selben Monat des Vorfahres. "Damit zusammenhängend macht sich ein Ueberangebot bemerkbar unb ebenso fanb überall eine Verkürzung der Arbeitszeit statt. Für Sattler und Tapezierer mar nach dem Bericht von Frankfurt bie Arbeitsgelegenheit günstiger; es wurden meistens Tapezierer für Kundschastsarbeft verlangt. Wiesbaden teilt mit, daß für Tapezierer Arbeitsmangel gewesen sei. In einer Möbel - sirma in Frankfurt wurde eine Anzahl Tapezierer entlayen, jum Teil mußte tageweise ausgesetzt werden. Aus der Industrie der Lolz - und Schnitz stosse wird folgendes berichtet: In Frankfurt wurden Schreiner auf Bau und Möbel und teilweise aus Kundschaftsarbeit zahlreich verlangt. Die Vermittlung der Glaser unb Rahmenmacher, Küfer unb Wagner war wieder sehr gut, alle Bewerber konnten untergebracht werden. In Kassel ist die Arbeitsgelegenheft für Schreiner im Laufe des Berichtsmonats iurüdgegqngen. In Main; betrug in der .Holzindustrie
?er Kan.T’l
ist, so sind sie doch noch durchaus nicht so überlegt und (voll kommen ausgebildet, wie sie cs sein sollten unb könnten: der volle Niitzen, den sie bringen könnten, ist bei ihnen noch nicht erreicht. Daraus kommt es an: Es müssen dem vorbeiziehenden Menschenstrom, ohne daß eine Klinke in die Land genommen zu werden braucht, alle Auslagen einer solchen „Passage" unmittelbar zugänglich gemacht werden. Ter Kauf muß so bequem wie irgend möglich gemacht werden. Der Kunde liebt die lange Schererei nicht. Vom Ladentisch weg, im Vorbeigehen so-usagen, muß ihm die Ware zur Verfügung sein.
Man beobachte nur einmal, wie leicht und rasch sich die Verkäufe im Freien vollziehen. Ta heißt es immer, die Märkte seien veraltet: tatt'ächlich hat man sie auch vielfach abgcscharft, und doch steht fest, daß noch heute auf Märkten gern und viel gekauft wird, weil das so unendlich bequem für den itäur.-r ist. Nicht umsonst ialflcn die Pariser Ladeninhaber eine erhebliche Steuer dafür, daß sie ihre Waren-Auslagen oft ein Stück in den Bürgersteig hinein vorschieben dürfen. Tie Ware verkauft sich eben um so leichter In ganz Südeuropa ist dieser Warenverkauf halb im Freien üblich. Kein Geschäftsinhaber, aber auch keine Laussrau möchte darauf verzichten. Tie gepriesenen „Bazare" des Orients sind auch nichts anderes als solche offenen Verkaufsstände. Wenn dann weiter die Berfertiaer der Bazar-Waren unmütelbor hinter ihren Auslagen ihre Werkstätten haben, so gibt auch das einen deutlichen Wink dafür, wie man Auslage und Werkstatt auf solchem Wege wohl vereinigen kann. Im Orient kommen die Waren-» Häuser umerer Art nicht recht auf. Selbst bie Japaner, die so gern Europa alles nachahmen, haben sich bis jetzt so ziemlich umionft bemüht, bas europäische Warenhaus nachzumachen. Auch bei ihnen geschieht der Wareiwerkauf in der Hauptsache unmittelbar von der Straße aus. Freilich sprick« bei uns noch das Klima ein Wort mit; aber and) der Italiener und nicht minder der Japaner kennt 3turnt und Regen, Kälte und Frost, und doch bleiben fie so überwiegend beim Straßenverkauf. Säuert bei uns and) ba$ ungünstige Wetter länger, so kommt es eben nur darauf an, sich auch hierauf cinzurichteu, ohne sich der Vorliebe des offenen Verkaufs der Waren zu entschlagen.
Dazu müßte der an sich gute Gedanke der „Passagen" weiter ausgebftdet werden. Zunächst müßte darauf geruhtet werden, daß solch' Passagen immer so angelegt werden, daß der Strom der Straßengänger tatsächlich durch sie hindurch muß: sie dürfen niemals in toten Winkeln liegen, fie sollten womöglich auch immer WegeabLrzungen sein. Bisher hat man ängstlich vermieden, Wagenverkehr in die Passagen hinein zu lassen. Tas ist nicht richtig. Eine Passage sollte den vollen Verkehr der Straf c in nch aufnehmen: selbst die elektrischen Bahnen brauchten davon nicht ausgeschlossen zu fein; feder Wagen tarnt den Läden in
Eschener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejjen
Das Hanfbaus des Hleingewerbes.
Von Rcgicningsbaumcister F r a n z W o a s (Wiesbaden).
Es wird so viel auf bie Warcnhäufer geithtmptt. gäbe doch nur Tand, Schund, billige „Warenhaus Ware Und doch n die Leute so viel in diese Warenbäuier unb kaufen! E>anz ständige J-raucn gehen hinein und Berge bringen sie heraus, gar Männer schlüpfen gelegentlich hinan unb kaufen auch dirm dieselben Männer, die immer am lautesten auf bie Warenhäuser Neu
Tie^ErNäalng^ ist zumeist bie: ^Tas Bequeme an diesen SÄ '«L SJÄ’Ä n&an" rillst das aber die Sache nickt. Freilich mirb es em in diesen Läusern bequem gemacht, aber vornehm.ick in em anderen Sinne. Ter springende Punkt am Barcnbiu--- titfauf ist der: Man kann taufen, aber man braucht e,. nicht , man >i?icrt so durch die Räume hin, kann (ich m beit Auslagen alks U betrachten, wird dabei nirgends angerufen, al,o oder kauft tht - gant nach Belieben. Tann unterscheidet sch da- Wanm- htf deutlich von dem kleinen Kaufhauie. vier >Mtngt logleick ri Vierteldutzend Ladenfräuleins oder Klngltnge herbei „^.a. fehlen gnädige Frau?" — Aber die Ware fdbft bekommt nun voraus nicht zu Gesickst. _ .
Freilich haben auch diese kleinen Maufhauier ihre Auslagen, ti) viele Moon erlassen die Einladung, man mögt nur ru ng hinten und sehen! „Kein Kaufzwang! -Uber die Räumt ftn fr beengt, die Besuckter fühlen sich beobachtet und gedruckt, m einen dock unmöglich wieder hinausgehen, ^k>n. wenigtteus eit hüiicjfcit gekauft zu haben. Tas ist unangenehm Lot kifen sie den Besuch selbst ohne Maimroang und gibtn nur öanr. tz diese kleineren Läden, wenn sie bestimmt wtnen, fte haben bat Inb das zu kaufen.
Tas Warenhaus ist nichts als eine großmäckNige offene Aus Icje, die durch den unmittelbaren Anblick ber ^are -.um .tau kn; tn soll und auch tatfäcklich reizt. Das Warenltaus erwect Ihft das Bedürfnis in der Seele des Besuchers, ein Bevurrnit-, k? sonst gar nicht ober zum wenigsten nicht io beftimntt ba wäre. Sawin liegt für das Warenhaus das eigentliche Geickon, um oa Pj'tn wird somit auch nicht eins der kleinen Mittel Hellen, auf ote r» im Kampfe wider das Warenhaus verfallen ttt. llllc now -1rückende Besteuerung, jede sonstige Erschwerung des Yctnioiv. d:nn sie vielleicht auch den einen Erfolg haben, die Rente au» >nr Anlagekapital zu drücken — den Anreiz, immer weitere ii*italien in solchen Uiüernebmungcn anzulegen, werden wlau. h-ien Mittel niemals beseitigen können; denn ob solche Kapitalien
Der Entwurf eines Zchuhtruppengeietzes I,t dem Reichstage zugegangen. Tie bisherigen Vorschrif Bi-, des Schutztruppengesetzes über die Wehrpflicht sind im U^idlick auf die Eittwicklung der Dinge seit dem Erlasse . letzten Gesetzes in den afrikanischen Schutzgebieten für Wjr volle Ausnutzung der Wehrkraft unzulänglich geworden.
. EnNvicklnng der Schutzgebiete, insbesondere des Schutz- Manets Deutsck'Liidwestafrika, fordert ferner eine Klar 'tlunfl der Rechtsverhältnisse der Schutztruppen. Eine leihe weiterer Vorschriften des alten Schutztruppengesetzes MÄd inzwischeti gegenstandslos geworden Aus diesem unbe will das neue Fchutzlruppeiigesetz die alten Vor« ■j. fnften einer Reform unterziehen.
Der (httnntrf bringt Vorschriften über die Zusammen- Mtkung der Sckfutztruppen, Ersilllung der Wehrpflicht bei Wten Schutztrttppen und Ausübung der ntilitärischen Kon- iroHe, die Rechtsverhältnisse der Schutztruppen, die Ver- Msortzung der Angehörtgen der Schutztruppen und ihrer Hin- Mmoliebenen, über die Militärgerichtsbarkeit und das Tis- U:iplmarstrafrecht.
von diesen Vorschriften sind solgende neu: Die Ab- ■kiftun g von Hebungen bei den Schutztruppen ist zu- ■lüfiig, wahrend bisher Personen des Beurlaubteiistandes ■nur bei Gefahr zur notwendigen Verstärkung der Schutz Mtruppe herangezogen werden tonnten. Durch die Möglich- ■fri:, Hebungen bei den Schutztruppen abzuleisten, werden ■jide, und zwar namentlich die in ben benachbarten Kolo- ■itrn wolxnendeii Reichsangehörigen, dem Deutschtum erhal ■ini bleiben. Es liegt auch im eigensten Interesse der Dllkbuugspslichtigen, ihnen kostspielige Reisen nach der Hei- Fmat zu Hebungen zu ersparen. Es ist in Zukunft auch zu- M lässig, aktive Dren st zeit in der Schutztruppe zu gelingen. Es wird weiter ein Beurlaubtenstand der Schutz Mtruppe gebildet, dessen Landwehr der Landwehr-Infanterie ■te Heeres gleich zu erachten ist. Zu diesem Beurlaubten Mirnd treten über die Offiziere und Mannschaften, die in KÜ Schutztruppe gedient haben und die Mannschaften des ■Vnrlaubtenststandes, die in der Schutztruppe gedient haben ■rr) die Mannschaften des Beurlaubtenstandes, die in Utc.i Kolonien ansässig sind. Tieser Beurlaubtenstand der Wämtztruppe steht unter eigenen Kontrollbezirken. Es wer Moi in jedem Jahre einmal Kontrollversammlungen ab ifbalten. Tie Organisation der Kontrollbehörden liegt in ” kr Hand des Gouverneurs. Tie Bewilligung von Reise
losten bei Gestellungen in Kontrollangelegenheiten ist zu
Mssia.
In den neuen Bestimmungen über die Rechtsverhältnisse der Schutztruppe wird bestimmt, daß für die kchutztruppenangehörigen ein Rücktritt in das Heer zulässig ft und daß die zurück tretenden Schutztruppenanaehörigen
Her®*nn ltli
vom italienisch-türkischen Kriegsschauplatz.
Eine Stiftung des SultanS der Türkei.
Konstantinopel, 19. Febr Tor Sultan stiftete den Witwen unb Waisen der im Kriege von Tripolis gefallenen Offiziere unb Soldaten 3000 Pfund. Es verlautet, der frühere Arbeftsminister Lalabsckian, Jungtürke, übernehme bas Portefeuille des Finan-ministcrs. Ter tctzige Finanzminister Nail Bcy tritt aus Gesundheftsrücksichten zurück.
ft und daß bie znrncktretenben Schutztrnppenana hinsichtlich des Ttettstalters nicht schlechter zu stellen Jinb, •U nn*nn sie im Heere ober in ber Marine verblieben wären h das Reichsmilitärgesetz als öffentliches Recht für die hutztruppe keine Geltung hat, so werben verschiedene Be mmungen dieses Rechts, deren Einführung si,ch für dte Ionien als notwendig erwiesen hat, durch das Schutz- ppengesetz eingeführt, so die Bestimmungen über Heirats- nsenö, Ablehnung von Vorntundschaston, Gewerbebetrreb, »ldatentestament, Entrichtung von Staatssteuern, An hme von Aemtern. Die Bestimmungen über die Ver ßunfl der Angehörigert der Schutztruppen entsprechen itztenteils den Bestimmungen des Landheeres unter Be- icksichtigung kolonialer Eigenarten. Das Schutztruppen
etz dehnt diese Vorschriften auf einzelne bisher noch nicht ucksichtigte Gruppen von Schutztruppenangehörigen aus.
er beftelKiibc Rechtszustand in Bezug auf Militär- erichtSbar keit und Tisziplinarstraftecht wird durch
Entwurf weiter ausgebaut. Ferner macht die Bildung . ... -
zi Beurlciubtenstandes es erforderlich, neue Bestimmun- erforderlichen Kotten nicht zu dein Anstvand |ur „schreib
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