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Kreis Schotten.
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Kreis Alsfeld.
j Mücke, 19. Sehr, Heule morgen verunglückte beim Rangieren des Güterzuges 7523 der Hilfsschaffner Käufer v7- Mlendori a. d. Lahn. Häuser war zwischen den Svblcnbar.im geraten und wurde von einSn Wagen derart gedrückt, dar. er >•- Klinik Gießen überführt werden muffte. Er schwebt in Leben:.
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* 1/1 Doktor nicht mehr holen! - Nun, dann g> einstiveilen sechs von diesen SodencrPastilli
Wr — es sind die ächten von irnn — und in cmn einmal sechs. Das wird vielleicht schon genügen fl wird es nützen. Sausen Sie sich dann morgen e
Luftscbiffabrt.
London. 18. Febr. Wie die Zeitungen anS San Francisco melden, sind dort zivei Zweidecker aus einer he!i von 100 Fuß abgestürzt. Der deutsche Flieger Poss winke tödlich verletzt. Der Engländer Gleninartin blieb unverler!. Beide Flugzeuge sind vollständig zertrümmert.
Märkte.
k.O. Wiesbaden. D ie h h oi-M a r k tb e ri ch t vom IS. Febr Austrieb: Rinder 36 (Ochsen 28, Kühe 8, Bullen 0), Kälber 40. Schafe 25, Schweine 359.
Marktverlaui: Allgemein ruhiges Geschäft, Großvieh gering« Ueberstand, in Schweinen und Kleinvieh geräumt.
Preis sür 100 M
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der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nickt in Einklang zu bringen seien. Besonders wird darüber Klage geführt, daß Frauen Monats- stellen annchmen und dann nickst zur Arbeit erscheinen, oder schon nach einigen Tagen auÄrleiben. Diese Unzuverläsiigkeit vieler stellesuchenden Frauen har u. a. ein Zurückgehen der ordnen Stellen zur Folge. Aushilfsarbeiten wurden in einer Reihe Fällen vermittelt.
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die Zahl der Arbeitsuchenden das Dreifache der Zahl der offenen Stellen 3n Worms war für Bauschreiner, der Jahreszeit entsprechend, ebenfalls wenig Arbeit, während die Möbelschreiner meistens Be'ckästigung ianden. Der Bildhauer-Verein aus Mainz berirfjtet, daß der ^Geschäftsgang schleckt geweseii sei. Aus D a r m - stadt wird berichtet, daß der Beschäftigungsgrad auf Möbel zufriedenstellend geiveseii sei, dagegen Bauschreiner weniger gesucht Wurden .
Aus der Industrie derNahrungs-undGenulzmittel liegen nur Mitteilungen aus der Zigarren- und Tabakbranche vor. Aus Gießen wird der Beschäftigungsgrad in der Zigarren- Industrie nicht als günstig bezeichnet. Eine größere Zahl von Fabriken arbeitet mit verkürzter Arbeitszeit von 1—2 Stunden am Rag, auch einige Entlassungen seien vorgenom- men worden. Im allgemeinen sei der Januar für die Zigarren- industric kein günstiger Monat, nach Erledigung der Weihnachtsausträge, andererseits seien auch die Folgen der Tabaksteuer noch nicht ganz überwunden. Das werde voraussichtlich auch noch einige Monate dauern, denn die Tabakindustrie in Gießen und Umgegend sei besonders hart von den Folgen der Tabaksteuer bc- Irofsen worden. Aus dem Bekleidungsgewerbe berichtet Frankfurt a. M., daß der Beschäftigungsgrad für Schuhmacher Anfang des Monats ein sehr günstiger gewesen sei, aber bei ein- trctendem Frostweiter in der zweiten .Hälfte des Monats zurückging. Au!ck der Geschäftsgang in den Fabriken wird als gut bezeichnet. Ebenso wie im Schuhmackergewerbe war auch im Schneidergewerbe der Beschäftigungsgrad günstig. Auch Offenbach bezeichnet den Beschäftigungsgrad in,ben Schuhfabriken als gut: vereinzelt wurden Ueberftunben geleistet. Nach einem Bericht aus Worms hat sich die Beschästigungsmöglichkeit für Schneider und Schuhmacher gegenüber dem Vormonat etwas gehoben.
Was das Baugewerbe anlangt, so war die Nachfrage nach Maurern und Zimmerleuten überall gering. Aus Bad Wildungen wird mitgeteilt, daß Maurer und Tüncher noch leidlich Arbeit gehabt hätten. In W ' (ar wird «durch den Bau der nach dort verlegten Unteroffizier' . . ,unb durch Erstellung einer Reihe Privatbauten im Frühjahr und Sommer wieder reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden sein. Das B uchdru ck er g ew er be hatte nach einer Mitteilung der Tarifgemeinschaft in Frankfurt a. M. eine steigende Tendenz. Es verblieben 37 Arbeitslose gegen 64 im Vormonat. In Kassel ging die Einführung des ab 1. 1. 12 gültigen neuen Tarifs mit wenigen Ausnahmen glatt von statten, so daß der erwartete ungünstige Einfluß auf den Arbeitslosenstand ausblieb. Ebenso sorgten auch die Reichstagswahlen für einen ziemlich flotten Geschäftsgang. Für .Heizer und Maschinisten war nach Mitteilung ans Worms keine Arbeitsgelegenheit vorhanden, ebenso nicht für Fabrikarbeiter. Auch bei den Taglöhnern und Erdarbeitern ging die Zahl der Arbeitslosen wieder in die höhe. Wiesbaden teilt mit, daß für «ungelernte Arbeiter der Beschäftigungsgrad günstig gewesen sei, da burd) die günstige Witterung Kanalbauten und Erdarbeiten hätten vorgenommen werden können. Zu den Notstandsarbeiten hätten sich bis jetzt halb so viel Arbeiter eintragen lassen, als im Winter 1910 11. Aus Mainz wird mitgeteilt, daß gegen Ende des Monats eine Reihe Arbeiter, teils gelernte, teils ungelernte, bei der Stadt angenommen worden seien. Außerdem habe eine größere Anzahl Leute Arbeit bei Kanalbaitten gefunden. Die Arbeitsvermittlungsstelle Frankfurt teilt mit, daß für Packer und Laufburschen die Beschäftigungsmöglichkeit sehr flau gewesen sei, daß dagegen nach jugendlichen Arbeitern eine rege Nachfrage geherrscht habe. Es wird jedoch darüber Klage geführt, daß das Material hier und da sehr schlecht fei und daß Leute mit guten. Zeugnissen und Empfehlungen größtenteils fehlen. Auch gibt es trialc Finnen, die keine von hi er,gebürtigen, jungen Leute einstellen wollen und Zugereiste bevorzugen. Aus mittleren und kleineren Orten wird die Besckäftigungsmöglichkeit allgemein als gut bezeichnet, wie z. B. aus Wetzlar uird Mittelheim a. Rh. mitgeteilt wird. In der Landwirtschaft war naturgemäß im Berichtsmonat der' Beschäftigungsgrad gering und in den Weinbergen konnte während des Frostwetters nicht gearbeitet werden.
Aus dem Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe berichtet der Arbeitsnachweis Wiesbaden, daß der Geschäftsgang als gut bezeichnet werden könnte, ©efyr zahlreich gingen schon Gesuche von auÄvärttgen Arbeitsuchenden für Saisonstellen ein. Mangel herrschte schon jetzt an männlichem und weiblichem Küchen- personal. Sehr erfreu! id> ist der Aufschwung des Arbeitsnachweises für das Gastwirtsgewerbe in Bad-Nauheim. Das .heran- nahen der Saison machte sich bereits bemerkbar. Bor allem wurden Zimmermädchen und .Hausmädchen sehr gesucht. Während für Zimmermädchen genug, wenn auch oft unbrauchbare Offerten eingingen, sei es hinsichtlich der.Hausmädchen, auch mit Lilie der großen Facharbeitsnachweise Frankfurt, Wiesbaden und 'Stuttgart vorläufig unmöglich, auch nur annähernd ben Bedarf suu decken hinsichtlich des übrigen Hotelpersonals (Kellner, Köche juftti.1 hielten sich Angebot und Nachfrage so ziemlich die Wage.
Als sehr erfreulich wird es'bezeichnet,'daß sich im allgemeinen eine größere Inanspruchnahme bnrrfi bas bessere Publikum be- merkl'ar macht. In ber Frauenabtcilung herrscht in Wiesbaben ein großer Mangel an Dienstmädchen, hauptsächlich fehlten Mädel en mit Kockkenntnissen und Köchinnen. Von,dcn gemeldeten Stellen konnte nur ein Drittel besetzt werden. Aus Kassel wird eine große Nachfrage nach Köchinnen und .Hausmädchen gemeldet. Auch in Mainz machte sich ein starker Dienstbotenmangel bemerkbar. Für Monatsstellen sei zwar ein Ueberangebot von weiblichen Kräften vorhanden gewesen, aber ttotzdem hätten nicht alle Auf- träge erledigt werden können, da in vielen Fällen die Wünsche
Ochsen.
Vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlachtwertes un Alter von 4-7 Jahren ....
Tie noch nicht gezogen haben (nngejocht) . .
Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere ausgemästete Bülten.
Vollfleischige, ausgeiv^ höchsten Echlachtw. . .
Vollfleischige, jüngere
Lars en. R ü h *.
Vollfleifchige auSgemästete sZärfen höchsten
EchlachtiverteS
Vollfleifchige auSgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ....
Wenig gut entwidclte Janen
Weitere auSgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Rät bec.
Jeinste Mastkälber
Mittlere Mast» und beste Saugkälber ....
Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . .
Geringere Saugkälber
Schweine.
Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . . . . .
Aus Stadt und Land.
Gießen, 20. Februar 1912.
** Eine Sitzung des Provinzial tag es findet am Samstag, 24. Febr., vormittags 11 Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen, Landgras-Phrlipp-Platz 3, statt mit folgender Tagesordnung: 1. Rechnung der Provinziatkassc und Verwaltungsbericht für 1910 2. Voranschlag der Provinzialkasse für 1912. 3. Voranschlag des Wasserwerks Inheiden für 1912. 4. Antrag des Provinzialausschusses betr.: Erweiterung der für das Ueberlandwerk Wölfersheim vorgesehenen Leitungsanlagen und bewilligten Kredite. 5. Anträge des Provinzialausschusses auf Genehmigung der Entwürfe der Satzungen über die Bestellung von Kommissionen für die Verwaltung a) der Provinzial-Siechenanstalt: bj des Pro- vinzial-Wasserwerks Inheiden. 6. Antrag des Provinzial- ausschusses auf Genehmigung des Entwurfs der Satzung über die Dienstverhältnisse der Angestellten der Provinz Oberhessen. 7. Wahl von 4 Mitgliedern für die Kalenderjahre 1912 und 1913 der Kommissionen für die Verwaltung a) der Provinzial-Siechenanstalt: b) des Provinzial-Wasser- werks Inheiden. 8. Sonstige Anträge und Mitteilungen.
** Stadttheater. Am nächsten Sonntag abend findet bei kleinen Preisen als Benefizvorstellung für Regisseur Hermann Norden eine Aufführung von „I m weißen Rößl" und „Als ich w i e d e r k a m" statt. Ter Name des allgemein beliebten Benefizianten, wie die Wahl der Stücke dürften genügen, um schon jetzt lebhaftestes Interesse für diese Vorstellung zu erwecken.
** Die Sektion „Oberhessen" des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins feierte am Samstag im Hotel „Großherzog von Hessen" if?r Winterfest in der gewohnten Weise. Nach dem lecker bereiteten Mahle wurden die zahlreichen Erschienenen durch verschiedene musikalische und deklamatorische Borträge erfreut, ein von vier Damen flott gespielter Einakter „die wilde Toni", sowie eine reich ausgestattete Tombola vervollständigten das Programm. In angeregtester Stimmung wurde alsdann noch einige Stunden dem Tanz gehuldigt.
** Der Oberhessische Automobilklub, Sektion des Frankfurter Automobilklub, schreibt uns: Wie uns von der Deutschen Motorboot-Expedition durch Afrika berichtet wird, ist Oberleutnant G r a e tz von feiner Expedition, die er im Motorboot quer durch Afrika unternommen hat, am 11. d. M. nach Berlin zurückgekehrt. Er beabsichtigt indes, bereits Mitte April wieder zu seinem am Luapula „überwinternden" Motorboot zurückzukehren und seine Expedition fortzusetzen. Sein Plan geht dahin, im Boot über den Mwerusee den Kongo abwärts zu gehen, den Sanga-Flus; bis nach Kamerun zu befahren und unsere neue deutsche Kolonie am Sangafluß in Französisch-Kongo zu besuchen, um sie in Bezug auf ihre gesundheitlichen, wirtschaftlichen und ethnographischen Verhältnisse zu erforschen. Er wird auf dieser Expedition von einem Ersatzmann für den vom Büffel getöteten kinematographischen Operateur Octave Fiöre begleitet sein. Ueber seine Erfahrungen und Erlebnisse während des ersten Teiles seiner Durchquerung Afrikas im Motorboot wird Oberleutnant Graetz, einer Einladung des Oberhessischen Automobilklub folgend, auch in unserer Stadt in nächster Zeit einen Vortrag halten, der durch sarbige Lichtbilder und kinematographrsche Vorführungen Erläuterung findet. Ausführlich wird er über die Expedition in seinem Buche „Im Motorboot quer durch Afrika" berichten, dessen Teil I bereits druckfertig vorliegt.
** Eisenbahnpersonalien. Ernannt: Eiscnbahn- prakttkant Fleck in Gießen zum Gütervorsteher, kom. Eisenbahn- aififtent Berk in Hcldenbergen Windecken zum Eisenbahnassi- ftenten, Hilfsweichenslcller Schmitt in Fronhausen zum Weichensteller. .Versetzt: Eiseitbahnprakttkant Hahli (früher in Gießen) nach Neunkirchen (Reg.-Bez. Arnsberg) und Kl i ng el h ö f er von Frankfurt nach Gießen, techn. Bureauaspirant 1. Kl. G e r st e n- 6 er g von Gießen nach Franksiirt a. M. Verstorben: Bahnmeister 1. Klasse Lang in Vilbel.
Kreis Büdingen.
cq. Echzell, 19. Februar. Die Beigeordneten- wähl am letzten Samötag hatte folgendes Ergebnis: Auf Philipp Stoll II. entfielen 181 Stimmen, auf Wilhelm Heller 126. Ersterer gilt somit als gewählt.
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Für Matte und Schwache, besonders nach starken Blutverlusten, Operationen, (»nibii düngen ist Bioion das Beste!
Teile hierdurch mit, daß ich Bioson voriges Jabr Armin f* habe. Hch war eigentlich nicht krank gewesen, ich loolltc mich i'N nach einer Entbindung kräftigen. Weid) ben Tag nach bei Cfmb» düng fing ich an, Bioson regelmäßig zu trinken und ick> habe ml damit wirklich so gekräftigt, daß ich nach ein paar Tagen so gc'u ' unb frisch auSgeschn habe, daß sich sogar die vcbainmc aciounx bat. Ich habe nur ein Bäckchen verbraucht. Vorigen Monai hai ct mein Mann sehr matt und elend gesuhlt und habe ich auch ihm alcl Bioson geholt und bereitet. Bis beute, also m einem Mouai f «> 2 Pakete verbraucht und iverbe ich beute noch das dritte r Es schmeckt ihm febr gut und er bat sich bereits so erholt, da'; ’• bedeutend bester außfiebt; auch sein Husten bnt nachgelassen. C babc baß Bioson auf Emvfeblung meiner Schwester gekauft, der auch gute Dienste fleleiftet bat. (üJciiuiU, 30. Juni 1911. Maria Maver, Molikesttaße 31. Ibitcndnift befllaubiar 3u'tiv® Theodor Schwartz, Notar. Bioson das beste und biUiflhc Au* und Kräftiflunflßmittcl seiner Art, Dose «ca. V- Kilo» Mark 3- " Avotbeken, Droflerien. Verlangen Sie vom Biosonmerk Aranff f «Main» Gratißvrobc und Broschüre. bn/»
der Passage neue Kunden zufülpen. RLcm nrnß es den Kunden grundsätzlich so bequem wie nur irgend möglich machen.
Von wesentlicher Bedeutung ist weiterhin, wie die Läden im Innern der Passage angelegt werben. Auch hier hat ber Grundsatz obzuwalten: Für den Kunden, für den Kcms alles so bequem wie möglich! Und dabei den Rei^ zum Kauf nicht vergessen! In dieser Beziehung sind nun die heutigen Passagen durchaus itn- richttg angelegt. Sie sind in Wirklichkeit nur eine überdachte Straße: in Wirklichkeit sollten sie aber eine überdachte Auslage sein. Auch hier gibt es noch Türschwellen und Türklinken! Nichts als Hindernisse Tür einen flotten Verkauf! Fort damit? Tie Passage werde selbst zu einem Warenhaus, in dem jedoch die einzelnen Waren-Abteilungen ihre selbständigen Besitzer haben: wobei jedoch davor gewarnt werden möge, alle Verkäufer in dem Hause zu einem einzigen Betriebe zu vereinigen. Das wäre ganz verkehrt und hat sich ja auch schon als ganz unpraktisch erwiesen.
Es kommt vielmehr nur daraus an, Gebäude solcher Art recht überlegt und verständig zu errickten. Den Betrieb ber Löben selbst kann man getrost ben einzelnen Inhabern überlassen.
Die gailze Frage ist deshalb in der Hauptsache baulicher Natur; es wird barauf aiikornrnen, eine solche Anorbnung der Läden, Stände und Auslagen cruszusinnen, daß auch nicht ein Mensch durch ben Bau geht, ohne von ben Auslagen mehr ober weniger angesprocken zu werben. Wie diese Ausgabe int einzelnen zu lösen fein wird, darüber können keine allgemeinen Regeln ausgestellt werden; das hängt zu sehr von den besonderen Umständen ab; zu lösen aber ist die Ausgabe in jedem Falle; dazu ist unsere Baukunst wahrkxlstig gerade weit genug vorgeschritten.
Vorteilhaft wird es sein, diese Passagen heizbar zu machen. 'Tic Kosten dafür tverdelt sie durch vermehrten Umsatz leicht wieder einbringen Weiler würde es ungemein praktisch sein, wenn die äu den Läden etwa gehörigen Werkstätten gleich mit in das Haus eingebaut werden, am vorteilhaftesten liegen sie unmittelbar ans demselben Flur mit den Laden. Es versteht sich von selbst, daß alles mit eingebaut wird, was zu einem modernen Geschäfts- unb Werkstatts-Bettiebe gehört, wie Kratt-, Licht- unb eleftrildie Leitungen, Dampf, heißes Wafser, Staubsaugung; auch an Auszügen, Rollbalmen, Transmissionen unb dergleichen darf es nicht fehlen Damit würde dann ein solcher Bau das Ideal eines modernen Werkstätten- und audi BerkaufShmrseS für den Klein betrieb irerben.
Unter bem Druck der Warenhäuser foulst heute der Kleingewerbetreibende nicht minder als der kleine Kaufmann. Mit der Hand, unter inaner noch viel zu spärlichcr Verwendung ber
Maschinen, schafft er seine Ware, erringt sich damit einen Not- prcis unb er muß mit zusammengebissenen Zähnen ansehen, nrie flott seine Ware unter ben strahlenden Lichtem eines Warenhauses zu guten Preisen abgeht. Den Verdienst davon kann 'sich der „kleine Mann" sehr wohl selbst zuMren, wenn er die Zeit versteht. Dieselben Mittel, mit denen das Warenhaus ihn drückt, soll er in die Hand nehmen, um sich davon frei, zu machen. Freilick, als einzelner Mann tarnt man cs nicht; aber wozu bestehen die großen Vereinigungen? Hier sollen sie einmal zeigen, roas sie wirklich vermögen.
Es wird so viel geredet unb geschrieben darüber, wie sich der Mittelstand zu den politischen Parteien zu stellen habe? Ganz unzweifelhaft hängt für ihn auch von drefer Frage viel ab; es ist von Bedeutung, auf welcher Seite im Parlamente seine Freunde sitzen. Aber dazu möge der Mittelstand vor allem sick selbst erst recht stark machen. Desto stärkere Freunde findet er und Jbefto treuere. Dem Schwachen ist niemand lange Freund'
^ie großen Vereinigungen, die es zum Besten des Mittelstandes, der Kaufleute und Gewerbetreibenden oller Art gibt, sollten im Kampfe gegen das Warenhaus vor allem ben hier ge- zcichneten Weg gehen. Dazu braucht cs nickst gleich Riescnhäiiscr, keiner Paläste, es brauchen nicht einmal gleich eigenilid>c „Passagen" zu sein, bie man dazu baut. Es würde schon genügen, wollte man, vorerst wenigstens, etwas umsangreiche Häuser in der fottlausendcn Zeile belebterer Straßen derartig auf hau en, ansstattcn und ein- richten, wie vorgeschlagen. Ein erstes Beispiel schasse man bann- Nachahmungen und Erfolge werden nicht ausbleiben; man wird solche Häuser aller Orten bauen. Oberflächlich betrachtet von derselben wie das „Warenhaus", sind sie doch dessen Todfeinde. Sie werden das Warenhaus niederzwingen oder zum wenigsten es unschädlich machen.
Sie werden die Heimstätten für gedeihliche Arbeit fein. Das Glück und die Freiheit werden darin wohnen!
* Ein kartographisches Museum in Genf. In dem Universitätspalast der Stadt Gens ist jetzt, wie die Nature berichtet, ein Museum eingerichtet worden, das in seiner Art bisher einzig dasteht: ein umfassendes kartographisches Museum. Ein Hauptschatz des ßtxh jungen Unternehmens ist _bic umfangreiche mehr als .7000 Dokumente umfassende Sammlung von Schriftstücken und Karten, die Elisöe Reclus zusammenbrachtc, als er an seiner großen Universalgeographie arbeitete.
GericbtrsaaU
X Hanau, 19. Febr. Vor dein Schwurgericht Hanau bott? sich heute die 62 Jahre alte Ehefra» Katharina Liebeck aut Vialges, Kreis Hünlelb, wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu vw miliuorten. Tie Angeklagte, welche bei ihrem verheirateten cobnt wohnte, glaubte, daß sie von ihrer Schwiegertochter idiledjt be- bandelt würbe, unb setzte, um sich an dieser zu rächen, aa 21. Juli v. I. nach reichlichem Alkoholgenuß eine Scheune in Bran^ vieibei kam auch ein junger Alaun ums Leben. Bei den Aus- räumungsarbeiten stürzte ein Teil der Brandmauer ein unb durch herabsalleude Sieiuinassen würbe ber Sohu bes Laubwiris Gerhard« alis MalgcS erschlagen, zwei andere dort beschäftigte junae L'citle schwer verletzt. Tie Geschworenen nahmen iahrlassige Sranbütflu u an, durch die ber Tob eines Menschen herbeigesührt ivorben i: Das Gericht erkannte auf 4 Monate Gefängnis. — TaS Lieheckscti Anwesen in Malges würbe schon im Jahre 1893 burd) Brand- stistung ein Raub ber Flammen. Als Branbstifterin hat man bo mals bie in ben Flammen umgekommene Mutter der heutige? Angeklagten vermutet.
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Ach liebeFrauSchneider,was soll ich tun
OBi Das Kind buhet unb svricht ganz heiser, der Haw ist rot t.ü ick hab solche Angst. Ader ich kann doch jetzt spa« abenoc- “ ’A‘ ' ' Nun, bann geben Sie dem
un vuiuden mronimcrfi ■» , — und in einer 2umbC M
einmal sechs. Das wirb vielleicht schon genügen 11. jcbcn'O-* Je wirb eß nützen. Sauien Sie sich dann morgen eine Säm-t
—für 86Bsa. in der Apotheke od. Drogerie. Favs Sobenersoll:^ ■■ Sie-virklich immer im Hauß haben. Nachadin. weise man »*■
O Laubach, 19. Febr. Gemeinschaftlich mit dem Zwe i q verein des B. H. E. veranstaltete der E v a n g c l i i ck e B u n > gestern im Solmser Hot einen Familienabcnd, der üx gut besucht war. Der Vorsitzend.' dos V. H. C. Oberlehrer W c,, bart wies aur die Bedeutung des Abends hin^dcr der imb Heimarpflegc, aewidmet sein sollte. Die Schulkinbcr b«- 1. Klasse ber Volksschule trugen zwei Mehrstimmige schöne Hcimm lieber ror. Hierauf ergriff Schriftsteller Heinrich Naumann aus Nanzenhausen das Wort zu einem Vortrag: „Das m un? die engere Heimat". Mit schlickten, zu Herzen gebenden schilbernd seine Heimat: Vaterhaus, Freunb'chaft, Flur und Vn: 1 eranschaulicht durch humorvolle Heine Erzählungen, wußte er du Zuhörer mäckstig zu fesseln unb das Herz für die eigene Heimo: zu erwärmen. Reicher Beifall wurde bem Redner zuteil Tu Gesangsabtcilung des B. H- C. trug durch mehrere gut gelungene Chöre zur Verschönerung des Abends bei.
Hessen-Nassau.
sl Frankenberg, 19. Febr. Heute bat Regierungsaism> Dr. Stapenhorst aus Berlin die kommissarische Verwaltunc des hiesigen Land rat samt s übernommen.
i"! Marburg, 19. Febr. Die wisscnschattllckcn Versuch mit drahtloser Telegraphie durch das Phmikalislhe Un; rersitäts-Jnstftut macken erfreuliche Fortt'chrittc. So wurde r. Probetelegramm aus Norddeich zuerst Freitag nackt 1 Uhr, bin? Samstag mittag 1 Uhr und Sonntag mittag 1 Uhr je btämi: in bireftem Anschluß an bie Zeitsignale gegeben.
F. C. Biebrick, 19. Febr. Das dritte Heim dn deutschen Gesellschaft für Kaufmanns Erh 01ungshein- c wirb im Taunus erstehen. Die Stab wer ordnet en in Biebrich bade- beschlossen, der Gesellschaft unweit der Station Chaussee Haus einige hundert Meter nördlich des „Weilburger Tale- ' int Biebricher Walde ein herrlich gelegenes Gelände zum Bau ein?; Heims zur Verfügung zu stellen.
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