Ausgabe 
3.9.1912 Zweites Blatt
 
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Briefkasten -er Redaktion

Im Grosthcrzogtunt Hessen haben wir folgende R _ teilung: Worms 45, Oppenheim 55, Mäin»44, Al-ey 53, ©ii 49, Bensheim 57, Gernsheim 53, Felsberg RI, Groß-G^au Langen 57, Darmstadt 61, Beerfelden 80, Michelstadt 69, Umstadt 69, Offenbach 49, Schotten 66, Bad-Salz Hausen Grünberg 65, Lich 58, Bad-Nauheim 50, Friedberg 50, S>eti Hain 82, Gedern 82, Büdingen 57, Vilbel 43, Hamberg a £ Gießen 52, Grebenhain 70, Herbstein 63, Alsfeld 62 Milli Bei allen Stationen ist ein deutlicher Rückgang gegen die höhe des August zu beobachten. Tic mittlere Zahl der Taae Niederschlag beträgt in unserem Gebiet 1112. In den gebirgen kann ausnahmsweise schon Schnee fallen. Im haben aber auch die Gebirge erst im November den ersten § all. Bezüglich derBewölkung gilt der September als Monat: ettva die Hälfte des Himmels weist im Mittel Bewö aus. Schon der Oktober hat erheblich größere Bewölkung: trübste Monat ist bekanntlich der Dezember. Einen sehr bnh September brachte das Jahr 1886, einen unverhältnismäßig trüt Monat das Jahr 1897.

Hessen-Nassau.

0 Marburg, 1. Sept. Der Kreisziegenzuchtverein Marburg veranstaltet am 7. und 8. Sept, in Cölbe seine erste Ziegen- und Ziegenmolkerei-Ansstellung.

A Ziegenberg, 1. Sept. Sein 30jtthrigeb Stiftungsfest beging heute der Kriegerverein in unserer Doppelgcmeinde Langeuhain-Ziegenberg. Nach der Kirchen­parade bewegte sich ein Festzug nach unserem Orte; auch die Schuljugend, der Gesangverein und Nadfahrerverein beteiligten sich am Feste, mit dem eine Sedanfeier verbunden war.

b. Biedenkopf, 1. Sept. Der Gesangverein Lieder kranz feiert Ende Juli 1913 sein 50 jähriges Jubiläum, mit dem ein Gesangswettstreit verbunden ist.

h. Homburg v. d. H., 30. Aug. CI.. w otreit ist hier zwischen dem Magistrat und dem Stadtverordnetenkollegium einerseits und dem

.Wasicrflut.' Tas käme ganz auf den Umfang an.

ab und beschloß einstimmig, Beschwerde beim 2Rini|'teriitn des Innern einzulegen.

F.C. Wiesbaden, 1. Sept. Die städtische Berw«.-- tung ist der Frage der Eingemeindung der Vororte nct t getreten. Diese Untersuchung erstreckt sich zunächst aus Vororte Biebrich, Schierstein, Sonnenberg und Bierste.dk.

bekannt: Tas serbische Volksnfirtschaftsminisrerium läßt keine Untersuchungen von Gärten, botanischen Anlagen und Pflcmzschulen auf das Vorhandensein der Reblaus mehr vornehmen. Infolgedessen ist das seinerzeit von der serbi­schen Regierung übermittelte Verzeichnis der in Serbien gelegenen, regelmäßigen Untersuchungen unterlieg en ben Gartenbauanlagen fortan als ungültig zu betrachten und es kann die in derDeklaration zur Internationalen Reb- tauskonvention vom 15. April 1889" (R.G.-Bl. S. 203) vorgesehene Vergünstigung auf die aus Serbien eingehen­den Pflanzensendungen nicht mehr angemendet werden. In Zukunft bedarf es deshalb bei der Einfuhr aller nicht zur Kategorie der Rebe gehörigen Pflänzlinge, Sträucher usw., die aus ferbischen Pflanzschulen, Gärten oder Ge- ivächshäusern stammen, der im Ms. 2 des Mtikel 3 der Reblauskonvention vorgesehenen Bescheinigung.

* Jubiläum. In der Firma H. Mettenheimer, In­haber C. Hosch und C. Kerber hier, feierte gestern der Packer Ph. Schön von Hausen sein 25jähriges ArbcitS- jubiläum. Der Jubilar wurde von den beiden Inhabern, deren Angestellten und Arbeitskollegen beglückwünscht und ihm schöne Geschenke überreicht. Nachmittags fand eine allgemeine Feier statt, die in schönster Weise verlief.

** Hofs ag den. Wie aus dem Anzeigenteil ersicht­lich, kommen am 1. und 3. Okrober d. Js. schöne Hvfjagd- reviere (Damm-- und Rehwild, Hasen, nebenbei Fasanen, Enten, Hühner, Schnepfen) mit meist guter Unterkunfts­möglichkeit in der Gegend von Darmstadt und von Alsfeld für längere Zeit zu öffentlicher Verpachtung an weid- geredjtc Jäger.

" Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Am 1. Oktober 1912 beginnt an der Aliceschule ein neuer Kursus zur Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Der Kursus bauert 1 Jahr. Die Meldungen sind spätestens am 15. September 1912 bei dem Vorstand des Aliceschulvereins einzureichen unter Anschluß: 1. eines selbstgeschriebenen Lebens­laufes, 2. eines Geburtszeugnisses, 3. des letzten Schul­zeugnisses, 4. eines amtlichen FührungSzeugnisies, 5. eines Zeugnisses über die seitherige Tätigkeit, 6. eines kreisärztlichen GesimdheitSzeugnisseS.

Landkreis Gießen.

Leihgestern, 2. Sept. Der Turnverein Frisch Auf" hielt gestern sein diesjähriges Abturnen ab, das in schönster Weise verlief. Alle Mitglieder bis zu den ältesten waren erschienen und schlossen sich dem Festzuge an, der sich durch die Ortsstraßen nach dem Turnplätze bewegte. Hier wurden zunächst mehrere Gruppen Freiübungen vor­genommen, woran sich Kür- und ein Schauturnen anschloß. Die Musterriege fand viel Anklang. Unter den Zöglingen fand ein Wetturnen statt. Nach dem Turnen fand die Fort­setzung deS Festes in dem Turnsaale statt, weil ein leichter Regen eingetreten war. Der zweite Vorsitzende K. Luh ge­dachte des zweiten Turuwarts K. Schmidt, der seit zehn Jahren sein Amt ununterbrochen mit gleichem Interesse ge­führt hat, und überreichte ihm ein von den Turnern gestiftetes Geschenk. Turnwart Schmidt dankte und schloß mit einem Gut Heil" auf die deutsche Turnkunst. Nachdem den Zög­lingen ihre Diplome überreicht waren, fand ein Ball statt, der die Teilnehmer noch lange zusammenhielt Der hiesige Kriegerverein Leihgestern hielt gestern sein Scheiben- schießen ab. Es wurde außer auf eine Anzahl Ehrenscheiben noch auf einen von einem Mitglied gestifteten Wanderpreis geschossen, der dem Präsidenten Will;. Häuser zusiel.

Kreis Büdingen.

D Stockheim, 1. Sept. Gegenwärtig werden auf der Glauburg von zwei Darmstädter Herren Grabungen vorgenommen, die dieser Tage von Erfolg begleitet waren. Man ^egte nämlich eine Mauer bloß, 2 Meter hoch, Spuren vom Tore und vorhandenem Brunnen sind sichtbar. Die Steine der Mauer sind Basalt und sogenannte Lungsteine, ein poröser Kalkstein. Mörtel ist nicht verwendet, sondern Lehm. Sonstige Funde wurden noch nicht gemacht.Die Glauburg", zwischen den Dörfern Glauberg, Stockheim und Düdelsheim gelegen, ist eine Basaltsteinkuppe von mäßiger Höhe. Der Sage nach soll auf der Bergeshöhe eine Burg gestanden haben, Spuren sind nicht mehr vorhanden, nur befand sich auf der Höhe ein kleiner Weiher.

A Dübelsheim, 1. Sept. Unser Ort hat dieser Tage elektrische Beleuchtung erhalten. Die Hofmühle liefert den (Strom.

Kreis Wetzlar.

= $0^1 ar, 2. Sept. Die Gemeinbc Dorlar ist schon vergeblich auf ber Suche nach einer ergiebigen Wasterquelle; bas Dorf ist bekanntlich nur zur Hälfte mit gutem Brunnenwasfer versorgt. Nachbem nach einem geo­logischen Gutachten bic unweit Grube Morgenstern bereits angetäufte Quelle nicht mehr in Frage kommen kann, sollen abermals Schürfungen innerhalb ber Gemarkung vorge­nommen werben. Jenseits ber Bahnim Grunb" hofft man Trinkwasser zu finden. Es soll vomKuhberg" w geleitet werben. 0

Das normale Wetter im September.

__ Kühle Nächte unb häufige Morgennebel, bic sich besonders r Tallagen bilden, zeugen vom beginnenden Herbst. Nach metkor» logischer Rechnung läßt man den Herbst mit dem 1. Seprena« seinen Anfang nehmen. Die Temperaturen sinken ivähnmd t ganzen Monats stetig und stark. Während vom 1.31. Air^ der Temperalurrückgang im langjährigen Büttel nur 2 beträgt, sinkt im September die Temperatur von etwa 17 am 1. ds. Mts. auf 13 Grab am 30., demnach um rund 4 den doppelten Betrag als im August. Tie mittlere Nachmi wärme erniedrigt sich in dem entsprechenden Zeitraum von 22 auf 19 Grab, die mittlere Nachtwärme von 12 Grad äuf 9 Zn der ersten Monatsbälftc ist cs noch öfters vvrgekommen, , Tropcntage mit über 30 Grab Wärme verzeichnet werden könnt so im Jahre 1911 und auch 1903. Im letzteren Jahre wurden 2. September 32 Grab erreicht. Dom 14. September an seit 1857 Därmegrabe von 30 Grad nicht mehr erreicht Sommcrtage mit einem_ Temperaturrnaxunum von über 25 Vilegcn im normalen September 4 beobadtfet zu werden, ityj wurden 15 Sommcrtage registriert, ähnlich rote im vorjährig sehr warmen September. Tie Nadsttempcralurett können i sdwn bei klarem Himmel unter beit Gefrierpunkt sinken, ae Erscheinung, ,bie besonders im Jahre 1877 wieder holt beobacht wurde. Diese ersten Herbstftöste treten nur in ganz ruh« Nächten ein, wenn der Himmel völlig frei von Wolken, den hohen Federroolken ist, so baß die Erde ungehindert ihre in den kalten Weltraum ausstrahlen kann. Die Höhen dl von diesen Frösten meist verschont, weil die bort meist vorka___

Luftbewegung für Entfernung ber erkalteten Lust durch Zuiw wärmerer Luftmassen sorgt. Nur ba, wo die durch Bobenstrahl abgekühlten Luftmassen nicht entfernt robben können, in Täl und sich langsam senkenden Ebenen, vermag bic Tempnatur den Gefrierpunkt zu sinken. Wälder bieten gegen diese s Strahlungsfröste des Herbstes guten Schutz.

Während der Jahre 19011910 wurde für das Oftoßherzogw» teilen folgende mittlere Wärmeverteilung berechnet. Nachmittags' temperatur: Darmstadt 17,6 Grad, Gießen 17,2 Grad, Nauheim 17 5 Grad, Mainz 18,2 Grad, Offenbach 18,2 Oha) Michelstadt 17,5 Grgd, Schotten 16,9 Grab, Worms 18,6 Ohm' Alzey 17,0 Grab. Mittlere Monatstemperaturen in entsprechens« Reihenfolge: 13,8, 13,1, 13,1, 14,7, 13,8, 12,3, 12,8, u 13,2 Grab. Die günstigen Wärrncvcrhältnisse der Rhein- Matnebene sprechen sich in den Zahlen deutlich aus. Gieße» tm Durchschnitt um 0,7 Grad kälter als Darmstadt, und 1,6 Grad kälter als Mainz. Schotten und Mid>elstadt sind: unserer Zusammenstellung die kühlsten Stationen.

Auf die normalerweise cintrelenden Sommerregen folgt in meisten Gegenden Mittel- und Süddeutschlands im ~ eine trockene Zeit, die man als kleine Trockenzeit anschen fcirait. xsm Frühjahr pflegt eine zweite, noch deutlicher äußern ic Trockenzeit einzusetzen. Wähvend in Frankfurt a. M. der AuauL noch rund 60 Millimeter Regen bringt, hat der September nn 47 Millimeter aufzuweisen. Im Oktober steigt die Regenmer wieder um 57 Millimeter. Im allgemeinen ist bic Messung m Nieder,chlags recht unsicher, ba bic örtliche Lage der Slang, eme zu große Bedeutung hat. Daher weichen die fReaenmcni, bcnad)barter Stationen häufig stark voneinander ab. Ein auirn ordentlich regenreicher September war im Jahre 1899 zu . wo vielfach über 100 Millimeter Niederschlag gemessen Sehr trocken roar derselbe Monat 1865 und 1890 mit 1 Millimeter.

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Der vergangene August hat endlich den normalen Gommr» tYV Mitteleuropas wieder hergestellt und fast burdxni füM. regnerische Witterung gebracht. Tie vom Frühjahr 1911 bU Ende Juli 1912 anhaltende Trockenperiode hatte, ivic schon östcM ausgeführt wurde, ilyre Urfadjc in einer zu nördlichen Lage d« tändigen Hochdruckgebietes in der Gegend der Azoren AuS (toi»! >cn, bic ber Wissenschaft heute noch unbekannt sind, tag fiq dreses Hoch bereits im Laufe des Juli langsam südwätts iinüi wahrend die Zyklonen des Ozeans östlich vordrangen. Nur t* criten Augusttage brachten vorübergehend noch meist ttockenc un warme Witterung. Vom 7. August an, als selbst über dem mitte europäischen Festlande tiefer Truck lagerte, war ganz Deunc> land im Bercid>e kühler, regenbringender Südwestwinde. 8u»j bic höheren Luftschicksten erfuhren eine sehr starke Abkühlung. den Beobachtungen des König!. Preuß. Aeronautischen Cbi^1 vatonurns Lindenberg herrschte öfters in Alpetihöhe (3000 Mete- g7 ^rab Kälte, in gleicher Höl^e, wo im vorigen August no: 34 Grad Wärme gemessen wurden. Diese starke Abkühlur» whcrer Luftschichten mußte zur Bildung gewaltiger Wolken Niveau' uhren, die starke Niederschläge, in den Alpen Schnee, lieferte: Vielfach stürmische Luftbewcgung brackste am 27. '.'luguft nr tiefe Zyklone, die von England ostnxitts über Nordroeüdcutsck land zog. Vom 1.30. August fielen insgesamt nadiiolgack Regenmengen: Hamburg 62, Memel 102, Aachen 116, 9krhn 7< Breslau 127, Metz 121, Frankfurt a. M. 95, Lorlsruhe U- München 126, Holyhead ^Englandl 125, Vliffingen 146, 'Udert bürg ca. 45, Wien 48, Paris 80, Rom ca. 10 Millimeter. Rcgenfalle liegen in West- und Mitteleuropa über dem lau« lahrigen Durchschnitt, zumteil um den doppelten Bettag. Lüdcuropa war auch im August sehr trocken.

25. Derbanöstag deutscher Gerbirg? und wandervereine zu Büdingen.

Tie Hauptversammlung im Rathaussaal eröffnet der Ver- bandsvorsitzende M ö ck el - Leipzig, indem er die zahlreich Er­schienenen, insbesondere den Ehrenvorsitzenden des Verbandstages, Den Fürsten Wolfgang zu Menburg und Büdingen, die Vertreter ber Großherzoglichen Regierung und bet Stadt Büdingen begrüßte. Herr Möckcl überbrachte die besten Wünsche zur erfolgreichen Tagung, Schulrat Scherer unb Forstmeister Bücking für das Mi niflcrtum, 5ereisamtmann Fröhlich für die (vroßh. Verwaltungs­behörde und den Kreisausschuß von Büdingen, Bürgermeister Fendt für die Stadt Büdingen und Kitisrat Doeckmann für den Gesamtverein des V. H. C. und des Festausschusses.

Dem Jahresberichte des Hauptausschusses ist zu entnehmen, baß drei neue Vereine eingetreten sind, so baß der Verband zurzeit aus 71 Vereinen mit insgesamt 2400 Zweigvereinen und 246 000 Mitgliedern. besteht. Vertreten waren Müglieder aus 38 Bcr- -banbsvereinen.

Ter Bericht über bas Iu g endw an d c r n wurde sehr bei­fällig ausgenommen. Die Zahl der Schüler- unb Studenten- herbergen hat sich erfreulich vermehrt unb beträgt in Deutsck- 4anb jetzt über 300, soweit sie an Hohenelbe angeschlossen sind.

Bei ber zweiten Frage,Lchrlingsherbergen", wurde berichtet, baß die Zahl ber Wanderlustigen sehr gering sei, doch sei dies izmwTeil dadurch zu erklären, daß es an ber nötigen freien Zeit

Bei ^Allgemeine Jugendpflege" wurde empfohlen, mit Hilfe ber Presse an die Oefscntlichkeit zu treten und vor allem auch die Gemeinde möglichst heranzuziehen. Hier ist ein großer Fort­schritt festzustellen: 22 Verbände haben regelmäßige Jugend« -toanberungcit eftigesührt.

In ber Fragecher Fahrpreisermäßigung bringen die Beschlüsse des Eisenbahnrats nad) allgemeiner Meinung wenig Fortsck)ritte. «Der Verband will vor allem dagegen Stellung nehmen, daß ein Verein nur zwölsmal im Jahr Anspruch auf Fahrpreis­ermäßigung hat.

lieber dasFeueranzünden im Wald" gab es eine längere .Besprechung. Das Entgegenkommen der hessischen Forstbehörde düurbe allseitig anerkannt. Die weitere Erledigung wurde dem sPorstanb überlassen.

Dem Anträge des Eifelvereins auf Hinzuziehung von Ver- itretern des Verbandes zu den Bezirks-Äscnbahnräten wurde ein­stimmig «ls vollberechtigt zugestimmt.

Auf Antrag von Geheimerat Professor Tr. Eonwentz-Berlin mnh'Geheimerat Walbe-Tarmstadt wurde besdzlossen, daß bic Ver- «bandsvercine erneut ihre Aufmerksamkeft den Naturschutzbestre- chungen zuwenden sollten insbesondere durch Aufklärung der rveitesten Kreife. Infolge des starken Automobilverkehrs sollen chesondere-'Fußwegc-abseits ber Landstraßen, besonders in Wäldern, langestrebt werden. Als Sitz für den näcystjährigen Verbandstag «wurde K o b u r g gewählt.

Nachdem hiermit ber geschäftliche Teil erledigt war, konnten 1idr*bie Teilnehmer um 81/2 Uhr abends zu dem von ber Stadt iBübingen gegebenen Festkommers einfinden, bei dem die Kapelle 'des 116. Jnf.-Regts. spielte. Ter Kommers, der durch eine ) große Anzahl von Reden gewürzt war, nahm einen sehr an- ' regenden Verlauf.

1911 gerade sollte die Herstellung der millionsten N^maschine gefeiert werben; neben wenigen noch unfertigen Nähmaschinen roar dieses Exemplar das einzige, das vom Brand verschont blieb, unb bas als Erinnerung an die Nähmaschinen-Abteilung eine denk­würdige Bedeutung hat.

Die Firma Opel hat von den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln reichlich viel für bas Wohl ihrer Arbeiterschaft aufgc wendet. Die Festschrift weist lange Listen von Beamten unb Arbeitern auf, die mehr als 25 Jahre im Dienste ber Firma stehen. Durch bic Errichtung von Beamten- unb Arbeirerwohn- häusern sowie einer großen Babeanstall unb bes HotelsRüssels­heimer Hof" mit Arbeiterspeisesaal hat die Firma gezeigt, daß sie bestrebt ist, den Arbeitern auch außerhalb der Fabrik ihren Beistand zu gewähren.

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Deutscher Zchriftstellerverbandstag.

Wiesbaden, 1. September.

Der deutsche Schriftstellerverband, ber vom 30. August bis 3. September in Wiesbaden feine Hauptversammlung abhält, er­öffnete am Samstag seine Tagung mit der ersten geschäftlichen jSitzung, nachdem Oberbürgermeister Tr. v. Jbell in Anwesenheit sder städtischen Behörden die Versammlung begrüßt hatte. Ter iVorsitzende, Viktor Dlüthgen-Berliu, dankte für die Begrüßung. AuS dem von ihm erstatteten Tätigkeitsbericht geht hervor, daß die Finanzlage des »Demminhotts", die seither sehr schwierig gewesen, lsich allmählich zu bessern beginnt, daß die Lösung der Frage des 'VerbaudSorgansGeistiges Eigentum" durch Schließung eines rkompromisses gelungen, sowie an der Bildung eines Kartells sämt- lieber Schriststcllervereinigungeii rüstig gearbeitet worden ist. Tie Jahresrechnung mit 6427 Mk. in Einnahmen unb fast ebensoviel in Ausgaben wurde gutgeheißen, ebenso der Voranschlag mit 3762 Mark. Gegen 1 Uhr wurde die Verhandlung auf Sonntag vormittag 9 Uhr vertagt. 'Am Samstag nachmittag besuchten die Teilnehmer, einer Einladung der Firma Kupferberg folgend, deren berühmte Sektkellerei in Mainz. Am Abend leisteten die Verbands­mitglieder einer Einladimg der Stadt Wiesbaden zu einem Fest­essen im Kurhaus Folge.

Am Sonntag vormittag wurden die Verhandlungen fortgesetzt und besonders die Finanzlage des Verbandes eingehend erörtert. Schriftsteller Hans Feller-Karlsbad berichtete sodann über das zu errichtende Heim für Schriftsteller in Jena, zu dem im Jahre 1898 Direktor Simon Schröder das Grundstück geschenkt, auf dem das Heim errichtet werden soll. Die erforderlichen Baukosten sind in Höhe von 130 000 Alk. auf der Sparkasse in Jena sichergestellt. Ein Festakt im großen Saale des Kurhauses, eine Besichtigung des DemminhoriS" am Nachmittag, sowie eine Festvorslellung im Königlichen Theater füllten den Sonntag aus. Morgen, Älontag, vormittag werden die Verhandlungen zu Ende geführt und auf Einladung der Regierung eine Besichtigung des weltberühmten domänenfiskalischen Steinbergs und der Abtei Eberbach vor­genommen.

An» Stadt nnd Land.

Gießen, 3. September 1912.

* Staatsbahnpersonalien. Versetzt: Re- gierungsbaumeister Aust von Berlin nach Bebra als Vor­stand ber Bauabteilung für die dortige Umgehungsbahn >Die Bahnhofsvorstelwr Hoppe von Bebra nach Hochheim, Kirsch von Frankfurt a. M. nach Posen, Schnell von Oberroben -nach Gießen, Fiedler von Gießen nach Lissa lPosen), Schl ar b von Frankfurt ä. M. nach Gloaau, Großmann von Frankfurt a. M. nach Bebra, Güter- Vorsteher Gans von Wächtersbach nach Hersfeld, Hilde­brand von Bebra.nach Frantfui r a. M.; Kassenvorsteher S chulz von Hersfeld nach Frankfitrt a. M.: Eisenbahn- .assistent Hvmb-urger von Bad-?rauheim nach Frankfurt a. M., Paulenz von Frankfurt a. M. nach Bab-9taulieim Hosenfeld von Frankfurt a. M. nach Wächtere-bach' Herwig vvn Homlmrg v. d. H. nach Oberroden, Pocher rwn Mederichausen nach Wahren (Bezirk Halle): Lokomotiv- fiihrer Becker von Gießen nach Limburg: Oberfchasfner Marder von Gladenbach nach Altenkirchen: Schaffner ^cbäfer von Gießen nach Gladenbach, Voofen von Sclilitz nach Herborn; Lademeister Fernekorn von Fran! surl a. M. nach Sebra; Lokomotivheizer Hepp von Frank- surt a M nach Hombu^ t». b. H. Pensioniert: Bahn .hvfsaufseher unke in Kinzenbach, Sch.isfner Schabe ui Bedra, Bahmvärter Vu 11ce in Dortelweil.

Die Imternationale Reblauskonven­tion. Das Großl-erzogliche Ministerium des Innern gibt

Vermiscbte».

* Ein vorbildliches Verfahren schlägt die Länderei | kt,c Verwaltung des Göppinger Sauerbrunnens während be i Sommermonate ein. Sie benützt zur Slbfüllung ihres Bedarf, ausschließlich bic Nachtzeit von abends 9 Uhr bis morgens 5 UKt Ein interessanter I !tn.b überlaßt den Brunnen den ganzen Tag über der Allgemcii« IlTTit zu konenlonr Benützung. Tas dankbare Publikum brönd sich denn auch, besonders in den Frühstunden und nad) Gcschäum j^luß, herzu, um seine Fläschchen zu füllen. Tiefes ideale aebrodim Die ^eftfettuna tw>r' sy u^| ^brcn/ann als vorbildlick) be^ichncc ivctbcn für alle berartigr 1910 konnte J ÜOH Verwaltungen. Tast es möglich ist, zeigt ber Vorgang der £'anbfrr-

tnrinm ">erdr.n^da das ihira. I idxn Verwaltung des Gvvvmgcr 3aucrbrunncnd, der durch die

torium hm Nwigert, die Akten über die <ochutgeldbefrci' I Maßnahme, die ja allerdings lunääft einen gcwisien Ausw- ungen vorzulegcn, insolgedeffen haben die Stadtveroro I bcdcutet, an Verbreitung unb Beliebtheit nur gcroinncn wird, neten bic Festsetzung der Gmnnafialkasse abqetebnt. In'-------------------------------------------------

beui darüber ausgebrochenen Streitvcrfahren stellte ficti bav Promnzialfchulkollegium auf die Seite des Kura-I torimns, auch der Regierungspräsident gab diesem reckn. '<________ -

hcha V 11-fru iet^cn hm *C Rechnung unter Vor ! ioSO H ^nticrn der Entwickelung von inuxtnlci*

Ji^ait scst^usetzen und den Ziulttrsmrnister zur .Entschei-' t.chcr Wirkung. Tic Kleinen blühen zuieben^

^ung anzurufen. Das Stadtverordnetenkollegiu.m lelnu :.ed)tc Bioson, hergesteltt unter Benutzung des ö.

jedoch ui feiner gestrigen geheünen Sitzung den Vorschlag »'"erhalilich in allen 2lpothcken u.Drogerien, die Dose ca.'/,dsMk ö--