Ausgabe 
3.2.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße (6

bis vormittags 9 Uhc.

Die heutige Nummer umfaht 16 Seiten.

um mit

& ob 1901

Dann wiederholte er, was er vor

v. Zedli

r Transport-

lielt eine Rede

Tech

Anleihen»

[060.81

e Looe.

ktieib

des Aufstel.ungsplatzes den

ijtrg10'

des neuen Abgusses bereit erklärt, nach

ycr8DaU' ««^1 KjoUtAU*01-

Llr. W .Sr. Lire 150 Littto

3. Febr. nicht 6er die Parla

ruung au ein Feld wird der

triu«

I*«

ist, derUmschau

ec in Mecklenburg-Sirclitz.

Anzeigenteil: H. Beck.

politische wochcnschan.

Gießen,

Die Reichstagswahlströme haben sich noch laufen. Die Zeitungen triefen noch davon, und

ahlstatt gebliebenen Herrn v. Olden­burg: Je mehr sich die heutigen radikalen Zustände im Reiche wciterentwickclten, umsomehr müsse Preussenstark

irbbabn. . Wittduu« . L liiltnb. . t Henri . . N^UÄtt,

otrui «H« ' l(or6ia ^krzb.

S? E juaniii101 i'" »«)«"

! «iil®11

erhalten" werden. Solche gewichtigen Redensarten schaden aber, infolge der immer weiter frostenden Kla'scnvcrhetzung, nicht nur dem Paterlande, sondern auch der konservativen Partei selbst. Mit der Forderung nach neuen Ausnahme- gesehen, nach gewaltsamer Unterdrückung der Volksbewe­gungen, wie sie der konservative Redner erhob, stehe er und seine Parteigenossen heute allein da. Der ganze Ton war so herausfordernd, auch gegen den freikonservativen Führer Frhrn. v. Zedlitz, daß noch ein zweiter sreikonser- vativer Redner, Herr v. Kardorff, auftrat, um womöglich noch schärfer mit den Konservativen ins Gericht zu gehen. Er unterstrich es vor allem, daß Frhr. v. Zedlitz seine

Leistungen und Entgleisungen der amtlichen Pre, folgenden Worten zu schließen:Dir haben den ernsten Willen, aus unsern Niederlagen zu lernen. Wo etwas morsch geworden ist, wollen wir cs durch neues und modernes Ma­terial ersetzen, dkur dann wird Preußen blcibcn der Fels, auf dem das Reich gegründet ist."

Weib und seinem Pater, der von Herrn---

9tegie hatte, vorzüglich bargestellt wurde, war er von überzeugen der Naturwahrheit. Außerdem sind noch die Herren (y u l) n , 1(5 Trivulzio, Bolck als Vorso, Carlo als Torello und H t l b ert als Bedio zu nennen. N-

Rede im Sinne aller seiner Parteigenossen gehalten habe. Dann kritisierte er mit vollem Rechte die fragwürdigen

Bismarck-Nationalbenkinal. In der am -. p'e- Smiar zu Frankfurt a. M. abgehaltenen Sitzung der Ausickupc iür die Errichtung eines B i s m a r ck - N a t i o n o l d e n k m a l s nxirten wrch.ige Ewschl Atzungen zur kräftigen Förderung des großen n«tionalen Unternehmens gefaßt, insbewndere hinsicht.i^) der ju» Mtischen Gestaltung des Vereins, sowie der weheren Schritte zur

sind bereits dngeleiiet, und Rodin

London zu kommen, um bei der 23aL,_ ... ... ------

britischen Ausschuß mit seinem Rate zu unterstützen. Verhand­lungen mit den Behörden wegen Ueberlafsung eines geeigneten ?luNtellungsortes sind im Otonge: man denkt zunächst an einen Platz in unmittelbarer Nähe des Oberlaufes, aber die Entsckxndung ist noch nickt gefallen. Man w.i.', daß Rodin sein Derk mit der Absicht geschaffen hat, daß es in (i ter bestimmten .Art auf­gestellt wird. Ter Meister wollte Ursprung ich dieBürger van Calais" entweder sehr hoch ausgestellt wissen, aus ci.icr schlichten.

für ein anderes.

Tas sollte auch der Standpunkt jedes Deutschen sein. Mag man den Verständigungsbestrebungcn beilrcten und Mißverständnisse beseitigen helfen: das wird so lange nicht schaden, als darüber die Sorge für die Interessen des eigenen Landes nicht entschwindet.

Preises gewesen ist. Gin See

Tie nötigen Schritte für die Herstelluw

von ihm sahen und sich neben dem Gaste in allen Ehren unb ohne merkbaren Unterschied behaupten konnte. In der wenig dankbaren Rolle des Guido zeigte sich Herr Goll aufs neue als viclgewandten Künstler und in den Zwiegesprächen mit feinem ..... ~ akos, der auch die

gemauerten Steinfäule ober aber vollkommen zu ebener Erde. Tie Stadt Calais hat, als sie sich endlich nach langem Wider­streben zur Aufstellung des inzwischen berühmt gewordenen Werkes entschloß, diese Absichten Rodins nickt beachtet und die Gruppe out ein gewöhnlictes l i bcftal gestellt, wodurch die Wirkung des Ganzen schwer beeinträchtigt wird.

kf. Tie kleinste Frau der Welt. Der berühmte Ge­neral Tom Thumb, der vor vielen Jahren die Welt durch seine Kleinheit in Erstaunen versetzte, ist übertnmen, ober besser: unterboten. ImHippobrome", einem angesehenen Londoner Variete, tritt gegenwärtigLad.) L itte" aus, eine niedliche kleine Tarne von 18 Jahren, die, wie englische Blätter berichten, genau 23 englische Zoll, also etwa 58 Zentimeter groß ist. Tas Ge­wicht dieser kleinen Tarne beträgt trotz ihrer 18 Lenze nur wenig mehr als 4 Kilogramm! <^ie ist übrigens, abgesehen von ihrer außerordentlichen Kleinheit, durchaus gesund und Hal eine sehr wohlgebildete Gestalt. Sie hat 8 Brüder unb Schwestern

ES zeigte sich.aber, daß in der konservativen Partei die bisherige Drausgängertaktik noch ganz obenan steht. Der Rittergutsbesitzer v. im Sinne des aus der

wenig in Anschlag. Gerade wenn der Verband zunächst auf Deutschland allein ausdehnen will, Zweck in Frage gestellt werden, denn er* tonnte doch nicht wohl eine einseitige Abrüstung in Vorschlag bringen. Und was dic Annähcrungsoersuctoin Wort und Schrift** anlangt, so sind sie ja seit Jahren im Gang, ohne daß leider viel dabei herausgekommen ist. Immer muß man an das «hartklingende Wort Bismarcks zurück, denken, daß nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse die Geschicke der Völker entschieden werden. Tie eng­lische Deputation, die dieser Tage von, ihrem Vcrstäudl- gungöbesuch in Rußland zurückgetchrt ist, gibt ähnlich zu denken. Während anfangs die Russen den Besuch mit Be­geisterung aufnahmen, gab es schon bei einigen Reden, die gehalten wurden, Ernüchterung. Es erlvieS sich dabei, daß dieser Besuch gerade nicht unbedingt der Erhaltung des Friedens dienen soll, denn man sprach von Wafseii- brüderschaft gegen einen gemeinsamen Feind und ähnlichen sclzöncn Dingen. ES l-eißt auch, die Engländer hätten einet Tumasitzung beigewohnt und die Acußcrungen russischer Abgeordneten voninternationalem KoSrnopolilis- mus" krilisiart und abgelehnt. Sie arbeiteten, so soll einer der Engländer geäußert haben, für ih r Vaterland, nickst.

11 Kilometer lange und 2 Kilometer breite Gewässer ist frfpn seit undenklichen Stilen, auch wenn strenge Kälte herrfck.e, nickt mehr gefroren, trotzdem fein Wasser eiskalt 11. Tie Ursache dieser Erscheinung ist nock richt ermittelt worben. Auck in bicüm Winter ist bet See roll Hantig eisfrei, obgleich in her Umgegend alle Gewässer eine Eisdecke tragen. Ter See bildet bet Frost Die Zufluchtsstätte vieler Tausende von Wasservögeln, denen ander­wärts durch das Eis die Nahrungsauelle verstopft ist.

Gerhart Hauptmann in Frankreich. Ter Pa­riserTemps" beginnt in diesen Tagen die Veröffentlichung von G rha'rt Hauptmanns neuem RomanAtlantis" und führt den deutfchen Tichter bei diesem Anlaß mit folgenden Sorten ein-Gerhart Hauptmann ist in der zeitgenössischen deutschen Literatur die originellste und am schärfsten umriüene Gestalt. Er bat sich in allen Arten der Dichtung ausgezeichnet, und wenn einige non feinen Werken jUrt umstritten wurden, so hat doch

einiger Zeit schon imTay" geschrieben hatte: daß Amt und Würden nach der persönlichen Tüchtigkeit, nicht nach der Herkunft des Betverbers vergeben werden müßten. Dabei flocht er bittere Bemerkungen auch gegen die Regierung ein, die in der Auswahl ihrer hoben Beamten keine ge­schickte Hand gehabt habe, wodurch unsere diplomatischen Schlappen erklärt wurden.

mente der Einzelstaaten fühlen sich davon aufs stärkste in Mitleidenschaft gezogen. Am interessantesten war die Ouvertüre im preußischen Abgeordnetenhaus, dessen Mit­glieder nach der Meinung der Regierung von den Kämpfen im Reiche so in Anspruch genommen waren, daß ihre Zu- sammenberufung erst nach der Wahlentscheidung ratsam erschien. In der Tat wurde dem günstigen Erg.bnis des Etats, der zur Beratung stand, weit weniger Aufmerksam kcit gewidmet, als den Erörterungen über die allgemeine politisckse Lage im Reiche. Die Volksseele kocht nicht mehr: desto heißer wallt es in den Köpfen der parlamentarischen Streiter auf. In dem vielbefehdctcnJunkerparlamcnt" aab.es daher hestige Zusammenstöße. Am Mit.woch war der erste große Tag. Scharf und schlagend wies zuerst der nationalliberale Führer Tr. Friedoerg die Vorhaltungen des Zentrumsabgeordneten Herold zurück, der u. a. darüber geklagt hatte, daß die nationallideralen Wähler in Rhein­land und Westfalen der Abmachung zuwider die Zentrums- kandidatcn nicht genügend unterstützt hätten. Weit größeres Aufsehen erregte dann aber eine Rede des freilonservativen Führers v. Zedlitz, der sich mit der Hoydcbrandtschcn Politik auScinanderfetzte und der heutigen konserva.iven Partei ihren alten Mangel an Verständnis für dic Anforderungen der modernen Zeit vorhielt. Er nahm dabei kein Blatt vor den Mund und hielt den Herren von der äußersten Rechten 'ihre Haltung in der Erbschaftssteuer- und der Liebesgaben- Frage vor. Auch gegen den zu großen Einfluß des Groß­grundbesitzes, wie er in den Kreistagen hervortrete, gegen

Gicszener Stadttheater.

Monua vauna.

Gießen, 3. Fcbr.

Der gestrige Abend brachte uns als ganz besonderen Lecker- Itflen der diesmaligen Theaterzeit Frau Agnes S o c m a , die dick Gefeierte, als Giovanna in MaeterlincksMonna Vanna' unb babei eine kleine Eiittäufchung. Mag sein, baß man bet jolch vielgerühmtcn Gästen die Erwartungen ziemlich bock ipannt, mag auck sein, bas; ber Sckmelz, ter bebeutenbe schauspielerliche Leistungen besonders auszeicknet, bcsonbers bei Frauen leicht von einem zarten Glanze einbüßt. Frau Agnes eorma war eine noßzügig angelegte, aber nicht immer großzügig burchgesuhrte Vanna, eine von den vielen Vannas, bte man fick benfen kann, nicht b i e eine einzige, bie Maeterlinck vorgeschwebt hat ober wenigstens vorgeschwebt haben mag. Noch ein zweites aber kam hinzu, was ben reinen Genuß etwas trübte: Frau ^otma )vielte ben Austritt in Prinzivallis Zelt mit einer Mpckung von Neugier unb au di Naivität, aber gerade barm wirkte |ie nicht mehr ganz lebensvoll, ihre Naivität sckien künstlich gesteigert, um ben rojiacn öaud) der zarthäutigen, köstlichen Jugend vorzutawchen, und da- burtf) würbe man ein peinliches Ginpimbcn nicht ganz los. Auch schien es als ob sid) bi: Künstlerin im Antang allzufehr zügelte, um für ben .letzten Auftritt alle Kraft auszufparen. Taft eine Sotnia innerhalb bie,'er Grenzen eine ausgezeichnete -eistung bot, ist natürlich selbstverstänblich, unb namentlich am ^chlutz war ihre Darstellung von erschütternder Gewalt. Auch einzelne, tast nur gehauchte Seufzer, waren von offenbarender Wirkung.

Neben Frau «Sorina zeigten sid) unsere Darsteller auf einer Löhe, die sie sonst nur leiten erklimmen. Allen voran Herr

So werden die Konservativen allrnähllch völlig isoliert Nur das Zentrum bleibt einstweilen still und sreundsckastlich neben ihnen sitzen bis ber Drang nach abwechselnden Mehrheiten die ultramontanen Taktiker in Bewegung fetzt Herr v. Heydebrandt müßte endlich cinselfen, daß die Finger ­zeige des alten Herrn v. Zedlitz doch nicht so ohne weiteres voii der Hand zu weisen sind. Er könnte auch aus den Reden der beiden badischen Minister lernen, dic in den letzten Tagen zur Reichstaaslage daS Wort ergriffen haben. Positive, fortschrittliche Arbeit «hne Parteivorcingcnommen- heit, so soll jetzt die Parole lauten. Die parteiamtliche Konservative Korrespondenz" gab gestern nach der natio­nalliberalen Seite einen Wink:Es bedarf,'* so schrieb sic, keines Seherauges, um den Zerfall der liberalen Wahl- gcmeinsckwst bei Inangriffnahme der positiven Arbeiten un Reichsparlament vorauszusehen." Tienationallibc- rale Korrespondenz" greift diese Aeußerung auf und schreibt: DieKons. Korrcfp." hat durchaus recht, wenn sie meint, die nationalliberale Partei würdeihre Vergangenheit vreiSgeben", wenn sie demRadikalismus einer bürgerlichen Demokratie, die unter der Fuchtel der Roten steht, gerecht zu werden suchte. Freilich roeAe der Nationalliberalismus auch nicht dem Radikalismus der Rechten Gefolgschaft leisten, die unter der Fuchtel des extremen Agrarismus stehe. Was hier das amtliche Organ der ncttionallibcralcn Partei an» kündigt, ist, daß die Partei von Fall zu Fall mit jeder Partei zu arbeiten gedenkt, deren Auflassung in der betreffenden Materie der nalionalliberalen nahe kommt. Damit konnten die konservativen Rufer im Streit, die alles außerhalb ihres Anhanges so gern als sozialdemokratisch angekränkelt hinstellen wollen, sich endlich beruhigen. Ihre Wahlnieder­lage und die Minderung ihres Einflusses ist hcrzuleitcn auS der falschen Politik der Herausforderung, die sie geübt haben, als sic die Erhschastssteucr ablehnren. Das hat auch der badische Minister v. Dusch.durchblicken lassen, der ihnen im übrigen Gerechtigkeit widerfahren ließ. Aus der gereizten, die Geister aufs neue aushetzenden Stimmung eines Herrn v. Hcnntgs aber wird keine gedeihliche parla­mentarische Arbeit geboren werden.

Was die auswärtigen Beziehungen Deutschlands an­langt, so stehen wir in einer Zeit tastender Vorbereitungen, an denen mehr und mehr auch außeramtlichc Kreise teil- 5und)men wünschen. So wurden in Deutschland in der allerletzten Zeit verschiedene Gründungen vollzogen, die sich in den Dienst vaterländischer Bestrebungen stellen wollen: der BundJungdeutschland*', der die Erziehung der Jugend für die künftigen Ausgaben bezweckt, ferner der Wehrvcrein, der dem Volke in Waffen seine Rüstung er­halten und verbessern will. Dazu kommt noch jener Ver­band für internationale Verständigung, der von ähnlichen Gesichtspunkten ausgeht, aber in seinen Wünschen zu an­deren Ergebnissen gelangt. Tie Ziele dieses Berständi- gungsverbandes sind gut und vom Humanitären Stand­punkte aus zu billigen. Aber sie sind von einem zu großen Optimismus getragen und bringen die Lehren der Erfah- Sammlung der erforderlichen, sehr erheblichen Mittel. Es wurde be­schlossen, mit den von dem Entscheidungsausschuß gewählten Künst­lern vor Feststellung des endgültigen Entwurfs in Verhand­lungen cinzutrctcn. Für die AuSpro. ierung des Maßstabes für bas Denkmal auf ber Eliscnhähe selbst sinb befonbere Versuche in Aussicht genommen. Einstimmig würben bie Angriffe zurückgc- wiesen, bie, größtcntti's von unzutreffenden Voraussetzungen aus- gchenb, gegen bie nach bestem Wissen unb Gcni sen zu Gunsten des Kreis-Lebercrschm Entwurfes getroffene Enlscheibung erhoben worben sinb. Nack) weiterer (i.igeyender Erörterung ber gesamten Vorgänge bei bem Wettbewerb erklärte bie Versammlung ins- befonbere bie An'einbungcn, die einzelne der anwesenden Mit­glieder des Knnstaussckmsses erfahren toben, für durchaus un­gerecht und sprach ihnen ben lebhaftesten Tank ber getarnten Ausschüsse aus.

kf. Ein Friedenspreis in diesem Jahre? Aus Stockholm wirb berichtet: Infolge der großen Meinungsvcr- schieben beiten, bie in ber Friebensgruppe bcs Reichstags herrschen, haben bereu Mitglieder beschlossen, in diesem Jahre überhaupt keinen Kandidaten für den Friedenspreis in Vorscklag zu bringen. Tie Sozialisten wünschen, daß der Preis dem Internationalen Sozialistischen Bureau in Brüssel als Anerkennung für seine Wirk­samkeit während der ernsten Krisen des abgdauienen Jahres verteilt werden solle, und haben ein Ansuchen in diesem kirnte bei bem Nobel-Ausschuß bcs norwegischen Swrlhings cingercicht. Es bürste aber aus anberer Seite herzlick wenig NciAung be­stehen, dieser ausgesprochenen Parteiorganisation den Friedens­preis zuzucrteilen. Der Gang der Tinge hat van Jahr zu Jahr nur deutlicher gemacht, wie versehlt gerade die Stiftung dic,es

Die GrotzjährigieitserUärui g öes bulgarischen Thronfolgers.

Sofia, 2. Febr. Zur Feier der Groftjährigkeits- erklärung dcs Kronprinzen fand heute vormittag in der Kathedrale ein Tedeum statt. Nach dem Gottesdienst bt> gaben sich die Mitglieder der königlichen Familie mit den Missionen und den übrigen geladenen Persönlichkeiten in die Militärschule, wo der Kronprinz den Soldateneid leistete. Sodann hißte der Kronprinz die Fahne des sechsten Jnfaii- tcrie-Regiments, in das er eingestellt wird. Hierauf kehrte er zu dem König zurück, der ihn in einer kurzen Ansprache auf die Pflichten hinwies, die ihm zufallen und die Bedeu­tung dcS heutigen Ereignisses hervorhob. Sodann hängte der König dem Kronprinzen den Orden der Apostel St. Cyrill und Methodi um den Hals. Nachdem die Eides- Zeremonie beendet war, fand eine Parade statt, mobcuMt Kronprinz an der Spitze dcs sechsten Regiments defilierte Nach der Parade begab sich die königliche Familie mit den Fürsten und anderen Persönlichkeiten in die Militärschule, wo ein Frühstück stattfand. Nach der Tafel nahm der Kronprinz die Glückwünsche der Anwesenden entgegen. In der Stadl herrscht lebhafte Bewegung; aus dem ganzen Wege, den der Zug nahm, war eine große MenschenmengL versammelt, die den König und seine hohen Gäste ehrerbietig begrüßte.

Auch in allen anderen Städten des Königreichs fan­den Gottesdienste und Truppenparaden statt.

Großfürst Andreas überreichte bem König Ferdinand im Namen oes Kaisers Nikolaus ein kostbares Gescheh bem Kronprinzen Barris einen Sabel mit bem Narnensmy bes Kaisers Nikolaus, ferner eine Photographie, welche ben Kaiser und ben Großsürsi-Throiifalger Alexi oarstellt.

keines das Publikum gleichgültig gelassen. Er hat einen ganz eigenen Ton, eine Mischung von strenger Beobachtung, poetisd)er Träumerei, Realismus unb Symbolismus, bie ihn zu einer be­tonteren Persönlichkeit macht. Gerhart Hauptmann wirb im Aus- lanb als ber repräsentative «Setoifhieltet bcs neuen Deutschlands betrachtet. Seine Dramen haben bas allgemeine Interesse er­regt. Das französische Publikum, bas ter sozialen Tragik ber Weber", ber liefen Rührung bcsHannele Maltern", ter Phan­tastik terVersunkenen Glocke" einen wohlverbienten guten Emp­fang bereitet hat, wirb nut Interesse Gerhart Hauptmann auf einem neuen öebiet, bem bes Romans, folgen.Atlantis" von diesem starken unb einsamen Menschen verbleut seine Ausmerk- l'amfeit."

RobinsBürger von Calais" in Lonbou. Tank ber t Kräftigen Bemühungen tes eng'i ch.m na i malen Kunst- sammlungsfonbs wirb Lonbou binnen kurzem um ein berühmtes Meisterwerk moterner Tenkmalskunst bereichert werten: in ber endiscken Hauvtstabt soll eine naturgroße Bronzenackstilbung ter berühmtenBürger von Calais" von Roten Aufstellung ii.iben.

Nr. 29 Erster Matt 162. Jahrgang Samstag, 5. Februar 1912

Ter Sletzener Luzdger O Beznqsvrel»:

erlÄeini täglich, auver Ej monatlich74 meriel-

Lomiiag». - Benagen £ A A Fj A A A A A A A iälnlich Mk. 2.20 durch

|14iAH A|l 4Af A A^ Ess iiumnolivödieiULKielsi M SH M 11/ H W 9 W 9 B B B B^r B biePost

blcttsürtenllrcllSietzen NR M flg Er W SWF W B Br M Fl f? 13 'VX* Rr B B S Hl B lährl. au»ld)L Benettg.

monoil. Land WwC. Mr EL B MD H brr- E| DMfcr a I IS I varl-» 20 -p'einng.

wlri|d)oftlid)t8eitfraaen w *4 M M B Gbeireboftfur. Woett.

ßermmech - Anschlüße: El L5 $ »J Vcraniivonlich» den

für bie Rebaktton 112, polittsche» Teil: Airnu't

®S? General-Anzeiger für Oberhessen SSsL ?"""-Ü"*rEnm'm" Botations6ni<! tmbVerlag der vrührlchea Univ.-Vuch- und Sleindruckerei R. lange. R-daNlsn, Lrpedilion und vruckerei: Schulftratze 7. d«>