immlung ab. Ten Vorsitz führte rsitzenden Oberlehrer Berger Pfarrer
7 Uhr.
♦
ein tapferes, braves .Mabel, das das Leben mtetfdjri packt uni> si'ch trotz aller Hindernisse einen eigenen W
eg bahnt.
Der Geldwert der Marken beträgt:
Organistendienst verbunden
crlhelm-Rojenberg und dem Fürsten und Grafen zu (scbod).
in der
1. Lohntlasse
II.
IV.
Tie mit einem eoang an der Gemcindeschul
für 1 Woche
16 Pfg.
24 ,
32 ,
40 „
für 2 Wochen 82 Pfg.
4b „
64 ,
80 ,
er Invalidität, luittungskarten
" Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat den von dem Grasen zu Erdach-Erbach auf die 1. eoang. Pfarr- stelle zu Erbach ptäfcntiertcn 2. Pfarrer Rad Sell daselbst, Den von dem Grafen zu Erbach-Erbach auf die 2. eoang. Pfarrstelle zu Reichelsheim i. C. präsentierten Psarrverwalter Rad Weber daselbst und den von dem Frhrn. Karl Schenck zu SchweinSberg-Rälsenrod als Senior der Patronatsherren auf tue eoang. Pfarrstelle zu Ober-Breidenbach präsentierten Psarrverwalter Albrecht Rabenau zu Londorf bestätigt.
Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Wilhelm Höhn zu Usenborn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bleichenbach, dem SchulamtSaspiranten Adolf Edelmann aus Fauerbach bei Nidda eine Lehrer- stelle an der Gemclnbcfchine zu Storndorf. Erledigt sind:
Au» Statt und Cant«
(dienen, 3. Januar 1912.
** Tageskalender für Mittwoch, 3. Jan. Stadttheater: »Das 11 e i n e Schokoladen Mädchen". Anfang
Deutscher Reich.
Der K r o n p r i n z hat sich am Dienstag mit dem Nacht- schncllzug von Danzig nach Berlin begeben.
Der „Reichsanzeiger" verosfentlrcht den Wortlaut des Schiffahrtsabgaben-Gesetzes. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes wird durch kaiserliche Verord-
Starkenburg und Rheinhessen.
d. Mainz, 2. Jan. Ter Dresseur Wilhelm Bo dem wollte gestern im Hintergebäude deö Hauses Rheinallee 85 mit mehreren Wölfen Dressuren vornehmen, bubet wurde er von zwei Tieren, die er am Tage vorher gepeitscht hatte, überfallen und durch Bisse an den Beinen, rinnen und im Rücken erheblich verletzt. Zum Glück tarnen dem Dresseur Tierwärter zu Hilfe und befreiten ihn von den Wölfen. Die Sanitätswache brachte den Verletzten ins Hospital.
Hessen-Nassau.
n Aus dem Kreise Marburg, 2. Jan. Der Dienstmagd Christine Bötn in Niederwalgern, bte dort 40 Jahre ununterbrochen bei der Familie Lauer in Stelle ist, wurde das goldene Ehrentreuz vergehen. — In Caldern kams gestern zu einer gehörigen Schlä g er ei. Ein Schwerverletzter wurde in die Marburger Sdinn gebracht.
= Kirchhain, 2. Jan. Zu der Neujahrs- schieß er ei, bie ein so großes Unglück zeitigte, 11 zu melden: Die 20 Jahre alte Tienstmagd Paulus, die zu Hause in Burgholz nur noch eine Mutter hat, stand mit noch anderen Mädchen auf der Straße, um in der ^ilvc.er- nacht das neue Jahr zu begrüßen. Plötzlich fiel aus einem Trupp vorbeiziehender junger Leute em Schuß und das junge Mädchen sank in den Kops getroffen zu Boden. Nach Anlegung eines Notverbandes brachte man das Mädchen so'ort nach Marburg in die Klinik, wo es nm anderen Morgen starb. Der Täter ist ein 18 Jahre alter Baaer- eefeile namens Martin, der gleichfalls in Burgholz zu Hanfe ist.
Zelltet zu besetzende erste Lehrerstelle
übrigen Minister bleiben auf ihren Posten. Das Kabinett setzt sich vollständig aus Mitglredern berFort- schrittlichen Union zusammen.
Tripolis, 2. Jan. iAgenzia Stefani.) Gestern, wurden die Konsuln, bie städtischen Behörden, an ijterSW Aanuna- Bafrfm »emer die Scheichs der stamme L-ahel und Mcmcha, dne Abordnimg der Israeliten, die Notabeln der Stadt, loroic nie Militär- und Zivilb Hörden von General C^aneva emv- ianaen, dem sie ihre Glückwünsche fsadtuchen
Behörden sandten dem K ö n i g s v a ar ein Glückwunschtelegramm, in dem sic ihrer Ergebenheit Ausdruck geben.
** Glückslasten ist der Titel unseres neuen Romanes, der heute in den Gießener Familienblattern zu erscheinen beginnt. Wie seüher, waren wir auch diesmal bemüht, linieren Lesern einen Roman zu bieten, der sowohl künstlerischen Wert Hal, als auch i'pannenb und unterhaltend geschrieben ist. H a n n i von Zobeltitz, der Bruder des Dichters Fcdor von Zobeltitz, dessen Roman Tas nette Mädel jüngst so großen Beifall gesunden hat, hat in seinem Werk die Geichickste emer tfamilic geschildert, die aus kümmerlichen Verhältnisseii heraus plötzlich zu großem Reichtum gelangt und habet ihr ganzes Lebensgliuk nach und nach opfern muß. Tie Gestalt des alten Maiors, dem das Geld die Herzen seiner Kinder langsam entfremdet, ist mit großer Liebe gezeichnet, und neben bet hochmütigen, schönen Signe ist der allerliebste Sprudekops Dorothee, der tue Zuneigung unserer Leser gewinnen wird. Tas junge, warmherzige Geschöpf, das sich energisch gegen die Glückslasten wehrt, ist .-in tnhiPT^. braves Madel, das das Leben unerschrocken an-
für 13 Wochen 2 Mk. b Mg. 3 „ 12 , 4 , 16 , ö , 20 „
^Tie ,Mordd. Mlgem. Ztg." teilt mit: In den Preßberichten über die -Verhandlungen in der frcmzostschen Se- natstommission wurde behauptet, -der Staatssekretär des Auswärtigen habe in Gesprächen mit dem französischen Botschafter in Berlin, -Cambon, die Besetzung von Mo g ador gefordert. Wir sind -zu der Feststelluna ermächtigt, daß eine solche Forderung niemals gestellt wurde.
Am heutigen Mittwoch kommt die P r i v a t k l a g e des Hauptmanns a. D. (Heinen, des Herausgebers der Grenzboten", gegen den Verantwortlichen Redakteur der 'Post", Dr. Mueller, wegen eines beleidigenden Artikels der „Postz' in der M ar o k k o a f sär e vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte zur Verhandlung. Wie das „Berl. Tageblatt" hierzu erfahrt, beabsichtigt der Angeklagte den Beweis der Wahrheit anzulreten. Es soll unter Beweis gestellt werden, daß der Staatssekretär des Auswärtigen -Amtes v. Kid er len-Wächter zu dem Abg. Erzberger, zu dem Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes, Rechtsanwalt Clars, und zu dem Chefredakteur Rippler gesagt labe, er werde nicht eher aus Marokko gehen, vis Westafrika deutsch sei. Werter soll die Entschließung, die seinerzeit der Alldeutsche Verband nt der Marokkoaffäre gefaßt hat, und in der verlangt wurde, daß Westmarokko deutsch werden müsse und die gegen Frankreich scharf macht, Herrn v. Kiderlen-Wächter vorgelegt und von diesem ausdrücklich-genehmigt worden fein. Schließlich soll Beweis dafür angetreten werden, daß die „Grenzboten" das offizielle Organ des Herrn v. Kiderlen-Wächter seien und daß auch der fragliche Artikel dem Staatssekretär vor der Drucklegung vorgelegen hat. Voraussichtlich wird auch au das Zeugnis des -Herrn v. Kiderlen-Wächter Bezug genommen, also möglicherweise -der Staatssekretär als Zeuge vernommen werden. Tie -Verhandlung verspricht daher sehr interessant zu werden. -
geben.
5. Geltendmachung der Rentenanfpruche.
Anträge auf Bewilligung von Invaliden- und Altersrenten ober auf Gewährung von Hinterbliebenenfürforge ind auch vom 1. Januar 1912 an wie bisher vorerst noch bei den zuständigen Bürgermeistereien zu stellen, bis an deren Stelle die neuen „Versicherungsämter" treten, deren Errichtung im Laufe des Jahres 1912 zu erwarten ist.
Rirche und Schule.
Freie laudeSkirchliche Vereinigung für Hessen.
<= Frankfurt a. M., 2. Jan. Unter starrer Beteiligung aus allen Teilen des Landes, namentlich aus Gießen, hielt heute die „Freie landestirchliche Vereinigung für das Groß herzag tum Hessen" ihre H a u p t v e r s a m m l u n g ab ^cn Vor,itz führte anstelle des verhinderten Vorsitzenden Oberlehrer Berger Pfarrer Zaubitz (Bensheim). Zunächst wurden zahlreiche gefchaftliche Angelegenheiten erledigt, worunter die Beitragserhöhung und das BereinSorgan den breitesten Raum einnafimeiu Tie aus, chc wenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Hieran ichlvv liaj eine öffentliche Versammlung, in der Psarrer Lrc. O. Bur- hellen (Frankfurt) über die religiöse Krrsis in der evangelischen Kirche sprach. In gei,wollen Ausführungen schilderte der Redner die weit in die Vergangenheit ziiruckreichenden Ansänge der religiösen Krisis; diese setzte em, als Wissenschaft und Religion begannen, sich zu emanzipieren, xrefe Spannung hat sich bis heule fortgesetzt. Für weile Kreise bedeutet reltgioie Krisis fälschlicherweise nur die Auflösung der Wbelautoritcll, der Erbschilldtheorie usw. An der Hand einer Fülle von phllow- phischen Belegen und Aeußerungen der Gegenwart zeigte er bann Die gegenwärtig sich bekundende und die Genütter tier. bewegende religiöse Krisis und gab als Mittel zu deren Uebernnntmng an, Der Wissenschaft nicht mit Mißtrauen zu begegnen und ihr alles, was Wirklichkeit bedeutet, zu überlassen, ^enn eure gläubige Wissenschaft ist ein Unding, ein Ting von vorgestern, Bortrage, der mit großem Beisalle entgegengenommen wurde, folgte eine lebhafte Aussprache, an der sich Lic. Fuchs (Rufielvheun), Prof Eck (Gießen), Direktor Spiest (^ricdbergfi Kckrchenrat D Schlosser (Gießen), Fd. Dr. Epstein - p-ranfturt, Psarrer Happel (Vilbel), Heller (Darmstadl), Oberlehrer Becker -Mainz), Pfarrer Zaubitz (Bensheim) und der Vortragende beteiligten.
Neustadt. Mit der stelle ist Dem Fürsten zu Lö.venstein-
der obersten Posrbehörben die Postanstalten brei_e Marken noch bis zum 30. Juni 1912 einschließlich verlausen. Vom 1. Full 1912 ab sind alte Marken nur noch von den Versicherungsanstalten zu beziehen. ....... <•
Bis zum 31. Dezember 1913 eiuschtrestlich können die alten Marken bei den Markenverkaussstellen gegen neue Marken unter Berücksichtigung des veränderten Geldwerte
Schönberg steht das Präsentationsrecht zu; bte mit einem eoang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an ber ©cmcmbc- schule zu Ha in stabt. Dem Fürsten zu Löwenstem-Wed- leirn-Rosenberg und dem Fürsten und Grasen zu Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu.
** Dic „Fröscke" beSArisrophancs i m Gieße n c r Stabtthcarcr Zu ber nun bestimmt nachmn Tijutta Den 8 d M. ilattnnbenben Aufführung der Ariswphanisckien „oroltbc mit den DarmsläDter Honckau.pielcrri Burgas, .Lehrmami und Hacker, der aud) die Vorstellung leitet, als Gäste, macht X'crr Regisseur Sacker auf einen nidu_ allgemein _bcfannten 3ner Der .Herzogin Amalia von Sachsen aufmerbam. nf gcrUrciche. .ulicr des nachmaligen Großher^ogs Karl August ia;rcibt am 4 ,sa- nuar 1784 an Knebel: „ . . . Dicem Winter studiere idi^boi Ariswvhanes. Ich finde an ihm ,ehr riet Vergnügen, ^ent beißender Witz iit uncrsckövilick und nut allein dent bat er U viel Grazie, daß man ihm alles gern verzcilg. x)d) habe nut den Fröschen den Anfang gemacht, Die ,o gut aur uni er c Zeit passen, daß, wenn Aristophanes iioch lebte, er nid! benet: über sic sprechen könnte." Dieses Urteil triTTt auch beute nod- ou. Demi geradezu verblüffend zcitgevtaß wirkt heute wieder daS Werk, von dem Trovien mit Recht in der Einleitung zu |einer Ueber- sctzung sagt, daß es eine der kunstvollsten, gelstreickisicn und interessantesten Komödien sei, die jemals geschrieben wurden.
•• Fröbelseminar. Man schreibt uns: Nächsten Montag, 8. Januar, beginnt wieder der Unterricht im Fröbelseminar und dem Kindergarten der Fräulein Niöser, Gartenstraße 30. Den Abschluß hatte das vergangene Jahr durch ein reizendes Kinderfest tn Steins Gaden, verbunden mit einer Ausstellung der Arbeiten der Seminaristinnen und der Kinder, gefunden. Die zahlreich erschienenen Gäste hatten ihre Helle Freude an den Reigen, Gesängen und Spielen der Kleinen, und konnten den ausgestellten Arbeiten nur volle Bewunderung zollen. Die Fürstin zu SolmS-HohensolmS-Lich mit drei Prinzefsinnen und die Gräfin Willielm zu SolmS- Laubach hatten baS Fest mit ihrer Gegenwart beehrt und sich in höchst anerkennender Weise über die ganze Veranstaltung ausgesprochen. Dem Unternehmen der Fräulein Möser darf sicher eine steigende Entwicklung und die beste Zukunft in Aussicht gestellt werden. (S. Inserat.,
♦* Z n der Messer st echerei zunächst der Bahnhofstraße sei noch ergänzend mitgetellv, daß dem Exzeß kern streit DorauSgegangetn ist. Tie beiden Messerstecher fte hüben derbe gestochen — belästigten die beiden Frauen, woraus deren Manner ihnen zu Hilfe kamen. Es kann daher weder von einem vorausgegangenen Streit noch von Notwehr die Rede sein. Es ljanbclt sich um einen durch nichts gerechtfertigten Uebersall, und c S wäre zu wünschen, daß durch eine exemplaniche Beitraning ber beiden Messerhelden gleichartige Elemente gehörig abgeichie^t würden. Schließlich sei noch dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß bei ber Sache zwar sehr viel Neugierige aber wenig Helser zu schon waren. Es sind uns auch Klagen zugegangen, daß bte Polizei nickt rasch genug unb nicht genügenb am Platze war, wir find aber nicht in ber Lage, bie Berechtigung btefer Klage prüfen
umactauscht werben. . m ,
' Vom 1. Januar 1912 an werben von jeder Verstchc- rungSanstalt Z u s a f. m a r f c ausgegeben. Ter Geldwert der Zusatzmarke beträgt 1 Mk. Die Farbe der Zusatz- marfen ist violett. Alle Versicherungspflicktigen und alle Versicherunasberechtigten formen zu jeder Zeit und m beliebiger Zahl Zusatzmarken einer beliebigen Versicherungsanstalt in bte Quittungskarte ein kleben. Sie erwerben da- burch Anspruch auf Zusatzrente für den Fall, daß sie invalide werden. Die du r ch Zusatz marken erworbene Anwartschaft erlischt nicht.
Für jede Zusatzmarke, bie ber Versicherte eingefTebt hat, erhält er als jährliche Zusatzrente sovielmal 2 Psg., als beim Eintritt ber Invalidität Jahre seit Verwendung ber Zusatzmarke vergangen sind. Tie Zusatzrente wirb gezahlt, solange die Invalidität dauert. Hat also z. B. mn Versicherter, ber 1894 geboren ist, im Jahre 1912 -- 20, im Jahre 1914=15, 1915=15, 1919 = 12, 19-0 -- 10, 1930 = 10. und 1940 = 10 Zusatzmarken ä 1 Mk. geklebt, unb wirb er im Jahre 1950 invalibe, so erhält er nach ber Bestimmung bes oorstehenben Absatzes neben ber ihm gesetzlich zusteheubeu Juvalibenrente außerbem noch eine jährliche Zusatzrente von zusammen 5o.94 Mk. während der Dauer r" 3. Vom 1. Januar 1912 an werb... ...
neuen Musters ausgegeben. Die Quiltungskarten sind für die Pflichtversicherung tn gelber, unb für bte Selbst- verficherung in grauer Farbe hergeftellt. Quittungskarten alten Musters sinb naü) bem 31. Dezember 1911 nicht mehr auszugeben. Tie bis zu biefem Tage ausgestellten Quittungskarteu dürfen innerhalb zweier Jahre nach dem Ausstellungstag unb, wenn ihre Gültigkeitsbauer burch Abstempelung verlängert ist, bis zu bem letzteren Zeitpunkt weiter verwenbet werben. Vom 1. Januar 1912 an bursen Verlängerungsvermerke in ben Quittungskarten nicht mehr angebracht werben. 1 „ , r, =
Bei ber Aufrechnung der Quittungskarlen alten Musters ist bie Zahl der etwa verwendeten Zufatzmarken anzu-
zu können.
** Betrüger. Am verflossenen Samstag wurden von einem Unbekannten telephonisch aus einem hiesigen Geschäft zwei vernickelte -Kaffeeserviee zur Auswahl nach einer Wirtschaft bestellt. - Ter Unbekannte wußte ben Hausburschen, ber bie-Service überbrachte, zu bereu Ueberlassuna ru veranlassen und werfchwanb bann mit ber Ware auf Nimmerwiebersehcn.
Landkreis Gießen.
= Daubringen, 2. Jan. Ter Turnverein Dau- bringen, gegründet 1895, veranstaltete, sein W i n t e r v^e r - gnügen im Bercinslokal von Crnil Schäfer Ter große «aal war bis auf den letzten Platz besetzt, etwa 2o0 Besticher waren erschienen. Durch eine Begrüßungsansprache des ersten «prechers W Jahres lvurde die Feier cröfsnel, unb bankte un Namen Des Vereins Lehrer Jünael für seine Einübung sowie den warnen und Turnern für ihre Hingabe und Mllwirtcn zur Verichönerung des Abends im Theaterstücke. Konzertstücke und gemeinem gesungene Lieder füllten Die Pause. Die gut gespielten Theater- stücke ernteten von den Zuschauern großen Benall Nack Beendigung der Theaterstücke hielt em flotter Tanz die Gaste M zur frühen Morgenstunde zusammen.
Kreis Lauterbach.
t Schlitz, 2. Jan. Wie schon bekannt, ist am vergangenen Freitag Erbgraf KarlvonSchlitz am Tage nach seinem 34. Geburtstag einem schweren Herzleiden er- legen Die Leiche wird in bie Heimat überfuhrt unb trifft voraussichtlich am Donnerstag hier ein, wo sie zuuackst auf Schloß Hallenburg aufgebahrt wirb. Von hier erfolgt bie Uebersührung in bie Kirche, woselbst ein Trauergottesi bienst stattfinbet, unb sobann die Beisetzung im Graslicken Erbbegräbnis, das sich auf dem Friedhof ber evangelischen Gemeinbe befindet. Die Tellnahme der Bevölkerung ist allgemein. Da ber Ehe des Erbarasen mit einer geb. Fürstin von Thum und Taxis nur Töchter entsprossen sind, so geht die Erbfolge auf den anderen Sohn des Grafen von Görtz, auf den Grafen Wilhelm über. Er ist verheiratet mit einer Freifrau von Riedesel zu Eisenbach. Das Paar hat drei ftinber, zwei -Töchter und einen Sohn. — Infolge des Ablebens des Erbgrafen sind für sämtliche Ortschaften der ehemaligen Grafschaft Schlitz alle öffentlichen Lustbarkeiten während einer Trauerzeit von 14 Tagen untersagt worben.
politische Lagesschau.
Die Einfuhr von Futtermitteln unb Kartoffeln aus dem Auslande ist in diesem Jahre^bebeutend größer als im Jahre 1910. An ber Spitze steht ^uttergerste, deren Einfuhr sich von 2 421237 t in den.ersten elf Monaten 1910 auf 3153589 t gleichzeitig 1911 vermehrt hat.
Was bie übrigen ö" ll p f lrchtrgenKttermittel au- (angt, so ist bie Einfuhr von Mars von 497 996 auf 689 007 t, von Futterbohnen von 18 768 aus 20 584 t,. von Hafer von 404 860 auf 593 747 t gestiegen. Zollfreie fetter mittel, nämlich Kleie, Oelkuchen, Reisabfälle, Malzkeime^ Schlempe, Grünfutter, .Heu, Futterrüben, wurden 2 41o000 t einge- führt gegen 2 076 000 t im Vorjahr, darunter 1928300 t ,1650100 t) Kleie unb Oelkuchen. Eine sehr ,tarke Zunahme zeigt bie Einfuhr von Kartoffeln, biefe hat, ,oweit sie zollfrei ist, 607 214 t (gegen 193 516 t im Vorjahr), soweit sie zollpflichtig ist, 104 048 t (gegen 95 267 t) betragen.
Die vorgänae in China.
Hankau, 2. Jan. Tic Kaiserlichen haben Nanu- jang geräumt, die Batterien mit sich genommen unb nnd nit ber Bahn nach Noroeu gcf-ckren. Liyuanheng hat bem Konimandeur der kaiserlichen die Veruchernng ^gebm, daß er cii- nc räum teil Stellungen nicht beietzen werde. —cr 5. / ü1 " ft il^ stand wird nunmehr beobachtet. Das letzte .Gefecht trug
Än”' 7 00 Soldaten, die dns Arsenal •in Lanchom bewachleii, haben heute 6 ern eu ter t. Der Kornrnam oeur ist nach K'aiping geflohen, von wo er an die Eilenbahn- bchördcn in Tientsin telegraphierte, bic Meuterer hatten bie >lbsicht, ben Eisenbahnverkehr zu hindern.
Die neuen Veftimmungen der Reichrverstcherungs- ordnung über die Invalidenversicherung, die am
1. Januar M2 in «rast treten.
4. Beitragsentrichtung, Marken, Quittungskarlen.
1. Die von ben Arbeitgebern unb ben Versicherten für iebe Woche ber versicherungspslichtigen Beschäftigung iBeitragswoche) zu gleichen Teilen zu enkrichtenben Bei- > rage sinb erhöht worben. Die Wockjenbeiträge zur Invaliden- unb Hinterbliebenenversicherung betragen vom 1. Januar 1912 an:
m Der Jahresarbeitsverdienst Beitrag
I. Lohuklasse bis 8öU Atk. 16 Pfg. (früher 14 Pfg.)
II. , 350 , 560 , 24 , , 20 ,
HI. „ 6b0 , 850 , 82 , , 24 ,
IV. 850 „ 1160 „ 40 , , 30 ,
V. „ über 1150 „ 48 , „ 36 w
Die bisher möglich geivefcne Rückerstattung d e Hälfte ber Beiträge bei der Verheiratung wer bcbcL1 Versicherter, beim Tode von Versicherten oder in tem Falle, baß Versicherte burch einen Unfall bauernd er- iv cvsiinsähig geworden sind (§ 42 bis 44 Jnvalidenver- jicherungsgcfetz), fällt vom 1. Januar 1912 an weg. ütiuatge Anträge auf Rückerstattung von Beiträgen können - tal)cr (mit Erfolg) nur noch bis zum 31. Dezember 1911 einschließlich gestellt werben.
2. Vom 1. Januar 1912 ab werben in jeber ber oben c.wähnten fünf Lohnllassen Marken, für eine Woche, für v:i Wochen unb für dreizehn Wochen ausgegeben.
' 48 , 96 r 6 , 24 „
Für die Zeit nach dem 1. Januar 1912 sind ausschließlich die neuen Marken zu verwenden.
Dagegen sind zum Zwecke der nachträglichen Bei- tragsteistung für die vor bem 1. Januar 1912 liegenden feiten bic alten, auf Grund des z 130 des Jnvalidenvcr- fichcrungsgejetzes ausgegebenen .-arten zn verivenden. Mit Nückficht hierauf werben entsprechend. m Anordnungen


