Aus Luxemburg wird gemeldet: Am Freitag nachmittag erfolgte von Schloß Berg aus in Anwesenheit des engeren Hofes und unter großer Teilnahme der Bevölkerung die Ueberfüh rung der Leiche des Großherzogs zum Bahnhof, von wo sie mittels Sonderzuges nach Luxemburg gebracht wurde. Hier fand aus dem Bahnhof eine kurze Zeremonie statt, worauf der Sarg im imvosanten Zuge nach dem Schlosse geleitet wurde. In dem Zuge bemerkte man viele Fürstlichkeiten, den Großherzog von Baden, den Herzog Franz Josef in Bayern und den Prinzen Tavier von Parma, denen sich die Beamten des Landes, die Rc gierung, die KammermitgUeder und die Hoswürdenträger an schlossen. 146 Vereine des Landes und 4600 Feuerwehrleute bildeten Spalier. Vor dem Portal des Schlosses wurde der Sarg niedergesetzt, woraus alle Körperschaften vorbeidefilicrten. Dann wurde btc Leiche ins Schloß getragen und dort ausgcbahrt.
Ausland.
Aus London wird berichtet: Der Freitag nachmittag brachte die schwersten Ausschreitungen von Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, die seit dem Anfang der Bewegung zu verzeichnen waren. Große Trupps von Frauen durchzogen die Whitehall, Piccadilly, Haymarket, die Bondstreet und andere Verkehrsstraßen des Westens, und zertrümmerten die Ladensen st er dergroßen Geschäftshäuser. Einige Frauen.drangen bis zur Downing- Street vor und zerschlugen die Fensterscheiben des Wohnsitzes des Premierministers und des Regierungsgebäudes. Bisher wurden 60 Verhaftungen vorgenommen.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 1. März. Im ganzen erkannten von den Berliner Schneiderfirmen 85 Geschäfte den neuen Entwurf an, so daß in diesen Betrieben weiter gearbeitet wird.
Die 55, oröentl. Generalversammlung der Gewerbebank zu Sieben, eingetr. Genossenschaft m. u. o. H.
fand am Freitag abend in Anwesenheit von co. 150 Mitgliedern statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Stadtv. Petri, weilt, nachdem er die Erschienenen begrüßt, auf den günstigen Stand 'der Genossenschaft sowohl hinsichtlich der Mitgliederzahl wie des .Geschäftsganges hin, danlt dem Vorstand und den Gehilfen für iihre gewissenhafte Geschäftsführung und den Mitgliedern des Aus • sickstsrates für die Erfüllung aller ihnen obliegenden Verpflichtungen 1 unb opferfreubigen Tätigkeit auch im abgelaufenen Jahre. Die Unvermutet vorgenommenen Revisionen ber Bank burch bie Prü fungskommission ergaben, baß alles in bester Ordnung sich befunben.
i Redner gehl ferner auf den Rechenschaftsbericht unb bie lviedcrum I erfolgte Erhöhung bes Vermögensstanbes ein und kommt schließlich .auf den von 297 Mitgliedern gestellten Antrag auf Umwandlung \ ber Genossenschaft in eine Genossenschaft mit beschränkter Haft- I pflicht zu sprechen. Die schon vor einigen Jahren angeregte Umwandlung der Genossenschaft sei nicht vorgenommen worden, was den Austritt einer Anzahl von Mitgliedern zur Folge gehabt habe. Der Vorstand habe davon abgesehen, einen auf die Umwandlung der Genossensä-aft bezüglichen Antrag zu stellen, erstehe einem solchen nicht entgegen. Der Vorsitzende schließt, nachdem er die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsrats-Mit glieder, mit Ausnahme seiner Person, zur Wiederwahl empfohlen, mit dem Wunsch des ferneren Blühens und Gedeihens der Ge- ! werbebank und Fortsetzung ihrer segensreichen Tätigkeit auch für die Folge. — Direktor Loos erstattet hierauf den Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr. Wir entnehmen dem Bericht das Folgende:
Nach der allgemein wirtschaftlichen Lage sei nicht anzunchmen, daß sich in absehbarer Zeit die Geschäfte der Bank ansehnlich aufschwingen, denn auf dem Geldmärkte sei im allgemeinen die Sicherheit noch nicht eingekehrt, hie zur Förderung einer gesunden, vertrauensvollen Kreditgewährung erforderlich sei: politische Unsicherheit und Verlust der Landwirtschaft durch die Trocken- | beit deS vorigen Sommers konnten das Vertrauen nicht heben, j Immerhin müsse die Möglichkeit vorhanden sein, dem Sttebit* Bedürfnis guter alter Kunden zu entsprechen. ®ine Besserung I int Baugewerbe lasse sich leider nicht feststellen: u. a. beschwere die Schwierigkeit der Beschaffung zweiter Hypotheken hohe Abgaben usw. das Baugewerbe. — Auch die Zentralstellen unserer Kreditbefriedigung schränken das Kreditbedürfnis in .neuerer Zeit erheblich ein. Bezüglich ber Abnahme der Wechsel sind sttengere Vorsehrislen, die die Reichsbank verlangt, in Kraft getreten; ferner sind durch Ausschluß der sog. Prolongationswechsel im ReichSbankvcrkchr nette Schwierigkeiten entstanden. Aus allen vorgeführten Umständen ergebe sich die Mahnung, bei allen gewerblichen und industriellen Unternehmungen die größte Vorsicht walten ztt lassen. — Redner berichtet ausführlich über die Bewegungen der einzelnen ^Konten. Im allgemeinen geht daraus hervor, daß die Bank sich erfteulich weiter entwickelt; erfreulich ist die Zunahme der Spareinlagen, umsomehr, als andere Institute durch marktschreierische Reklame und durch Zusicherung hoher Zinsvergütungen die Spargelder mit Gewalt an sich zu ziehen suchen. Als wenig erfreulich wird der Zinsenrückstand bezeichnet, der sich int vergangenen Jahre um zirka 9000 Mk. vergrößerte; .es gebe immer noch eine Anzahl Schuldner, die sich an eine pünttlickte Zinszahlung aus ihren Verpflichtungen der Bank gegenüber nicht gewöhnen können. Wie am Eingang des Berichts mitgeteilt, kann die Bank mit dem letztjährigen Geschäftsergebnis zufrieden sein, und den Stand der Bank als einen gesunden und vcrtrauenstverten bezeichnen. Hinsichtlich des Antraas auf Uebcr- gang zur beschränkten Haftung bemerkte Herr Soare: Im allgemeinen möchte ich sagen, daß.vom Standpunkt der Vereinsleitting aus des Streben, in eine beschränkte Haftung überzugehen, nicht geteilt werden kann, denn ohne allen Zweifel steht ein Verein mit unbeschränkter Haftung sicherer und nach außen wesentlich verttauenswürdiger da, als ein Verein mit beschränkter Haftpflicht : auch ist nicht zu vergessen, daß eine Beschränkung nicht sofort mit Annahme des Antrags eintritt, sondern erst ein Jahr nach der dritten Aufforderung an die Gläubiger muß erst ber Generalversammlungsbeschluß bei Gericht schriftlich eingereicht unb zum Eintrag in baS Genossenschaftsregister angemeldet werden. Erst nach Eintragung erlangt bie Umivandlung rechtliche Wirkttng, also wirb immer noch längere Zeit vergehen, bis es soweit ist. Allein, es können bei einer noch so soliden und gesunden Genossenschaft immerhin Umstände und Verhältnisse mitwirken, die eS wünschenswert und förderlich für einen Verein erscheinen lassen, zur Umwandlung in eine beschränkte Haftung überzugehen, denn bei den großen Genossenschaften ist die Umwandlung längst voNzogen, allerdings ist bie erste Voraussetzung, baß der Verein kapitalkräftig genug ist, was ja bei unserem Verein zur Genüge zutrifft; die Ausdehnung und der Größe eines solid unb gut geleiteten Vereins lassen bei den Expansionsbestrebungen vieler Großbanken leicht den Gedanken Platz .greifen, durch besonders vorteilhaftes Angebot für die Geschäftsanteile eine Umwandlung als filiale Niederlassung einer Großbank vorzunehmen, wie dies ja schon häuftg gemtg bet Genossenschaften vorgekommen ist, und dieses wäre doch für unsere Gewerbebank ganz gewiß nicht erwünscht, um unsere genossenschaftlickZen Ziele und Bestrebungen zu verlassen. Auch die hervorgerufene Furckt durch Zusammenbruch einer Genossenschaft und die hierdurch entstandenen Verluste, welche ein Massenaustritt, namentlich der bessersituierten Genossen zur Folge l>aben, und in diesem Falle ist selbstredend eine Ge nossenschaft mit beschränkter Haftung besser, als eine unbeschränkt verpflichtete Genossenschaft mit unsicherer unb zweifelhafter Haftpflicht, die am Ende doch keine genügende Sicherheit mehr bietet. Alle diese Umstände sind bei den Beschlüssen zu prüfen. Redner schließt seinen Bericht mit dem Grundsatz: nicht aus Eigenwohl, sondern auf Allgemeinwohl ist unsere genossenschaftliche Arbeit gerichtet, Selbsthilfe und Selbstverantwortlichkeit sind die Funda damcntgedanken des Genossenschaftswesens, und diese sollen uns auch stets leiten bei den Ausgaben, zu denen wir berufen sind mit dem unbeugMycn Willen und Streben, stets unser ganzes Können unb Wollen einzusetzen, daß die Gewerbebank auch fernerhin wachsen, blühen und gedeihen möge.
Vom Dorsitzcmden wird hierauf die Beschlußfassung über bie Genehmigung ber JahreSrechnung unb Bilanz unb bie dem Vorstände und Aufsichtsrat zu erteilende Entlastung der Versammlung unterbreitet unb einstimmig angenommen. Danach wirb bezüglich ber Verteilung bes Mark 90 248,47 betragenden Reingewinnes beschlossen: Mark 9544 dem Hauptreservesonds, Mark 15 000 bem Reservefonds II zu überweisen, Mark 64 567,72 den Mitgliedern als 6», -prozentige Dividende auS deren Mk. 993 349 betragenden Guthaben zu gewähren und Mark 1136,75 aus neue Rechnung vorzutragen. — Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichksrates wurden wiedergewählt, und zwar erhielten bie Herren Carl Berg 137, Dan. Heil 134, Fr. Helm 134, Fr Krog- mann 138, L. fBetri II. 135 Stimmen. Ter Vorsitzende danlt im Namen der übrigen Aussichtsratsmitglieder für bas in sie burch Wiederwahl gesetzte Vertrauen.
Zu dem Antrag auf Umwandlung der Bank in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht liegt eine eingehende Begründung vor. Tarin wird bargelegt, datz neu zu gründende Genossenschaften bie Form der unbeschränkten Haftung wählen müßten, alte Genossenschaften mit festbegründetem Kredit hätten dies mcht nötig. Die beschränkte Haftungsform trage zur Beruhigung der Mitglieder bei, da sic wissen, wie weil ifjre Verbindlichkeit gehe: dies habe den Beitritt neuer Mitglieder zur Holge Schließlich wird dem Vorstand und Aufsicktsral der Tank der Mitglieder ausgedrückl für ihre bisherige ersprießliche Tätigkeit
Mündlich begründet wird der Antrag noch durch die Herren Haggemüller unb Will. Lediglich die Hebung unb Stärkung des Kredits der Bank habe die Unterzeichner des Antrags veranlaßt, den Antrag zu stellen. Aus nicht ganz unbegründeter Furcht sei eine Anzahl kreditfähiger Leute ausgetreten;. die Bank würde sofort Nach Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung an Mitgliedern gewinnen und bei Annahme eines Mitglieder-Gu lhabcns von 2000 Mk. zu einem eigenen Vermögen von 3—4 Millionen Mark kommen. Aber nicht nur mit der Mitgliederzahl wachse bas Ansehen ber Bank, sonbern mit der .Kreditfähigkeit der Mitglieder, und dies werde durch Annahme des Antrags sicher erreicht; ferner werde das Interesse der Mitglieder an ber Bank gehoben unb bamit die Wohltat des Instituts weit über den Kreis ber Gcwerbctreibenben hinaus fühlbar. — Herr Will bemerkt dazu, daß, da heute abend die Versammlung nicht beschlußfähig, eine weitere Versammlung ein» zuberufen sei, die unter allen Umständen beschlußfähig sei; man könne aber heute schon klipp und klar erklären, ob man Jür die Umwandlung sei oder nicht. Ten alten Grundsätzen aus Schulze- Delitzschscher Zeit, die ja recht schön waren, könne man heute nicht mehr huldigen. Den schlimmsten Fall angenommen, würde es nicht möglich sein, die Haftsumme sofort unter allen Mitgliedern, von denen ein großer Teil nicht viel mehr als ihr Guthaben bei der Bank besitze, aufzubringen, so daß doch auf die Bessersituierten gegriffen werden müsse. Mit der Festsetzung des Guthabens auf 2000 Mk. würde die Bank 3—4 Millionen Mark eigenes Vermögen haben unb bann ebenso gut wie bisher bas Vertrauen der Institute genießen, mit beiten sie bisher in Verbindung gestanden. Herr Eichenauer berührt bie Entwicklung des Genossenschaftswesens nach bem Schulze-Delitzschen Grundsätze: Einer für alle, alle für einen. Besonders die Gießener Genossenschaft sei allezeit ein Lieblingskind Schulze-Delitzschs gewesen. 'Ser Redner hebt den Anteil der Bank an bem Aufblühen des Hanbwerker- unb Handelsstanbes hervor. Der Anfsichtsrat habe bie Entscheidung über das Belassen oder die Abänderung ber Bankverfassung den Mitgliedern zu überlassen für gut befunden; Nachteile würde bie Bank nicht haben, ihre Bonität wirb aus- reid)en, alle übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Auch unter ber neuen Gesellschaftsform könne bie Dank mit Vertrauen in die Zukunft blicken. — Herr Möser erklärt, baß auch ber Vorstand unb Aufsichtsrat ben Wünschen ber Mitglieder auf Aenderung ber Haftungsverpflichtung nichts in ben Weg legen würben. — Herr Bindewald empfiehlt Abstimmung, um heute schon feststellen zu können, ob die Anwesenden mit dem Antrag einverstanden sind. — Die darauf vorgenommene Abstimmung ergab einstimmige Annahme des Antrags. — Der Vorsitzende erfrört dann, innerhalb ber satzungsmäßigen Frist eine weitere Generalversammlung einberufen zu wollen, unb schließt bie Versammlung mit dem Wunsche auf ferneres Blühen unb Gedeihen der Bank.
Aus StaSt und Land.
Gießen, 2. März 1912.
** Tageskalender Stadttheater: Sonntag nachmittag 3‘/, Uhr: ,J nr weißen Röß'l'; abends 7'/, Uhr: Benefiz ft'ir Regisseur Rudolf Goll: ,R o s e n m o n t a g".
Kolosseum: Täglich Vorstellung. Brangs Kölner Bühne. K i n e m a t o g r a v h: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
Technischer Verein: Vortrag von Herrn Kaufmann- Berlin: Das Pensionsoersicherungsgesetz der PrivatangesteUten. Samstag abend 81/, Uhr im 6af6 Edel.
Volks - U nter Haltungsabend des Evang. Arbeitervereins. Sonntag nachmittag 4'/, Uhr in der Turnhalle.
Vkusik. U u t e r h a 11 u n g s a b e n d des Gernhardt'schen Zither- und Mandolinen-Chors. Sonntag Abend 8 Uhr im Hotel Einhorn.
Vertrauensmänner- und Mitglieder-Versammlung der nationalltberaleii Partei des ReichStagswahlkreifes. Sonntag nachmittag 37, Uhr im „Großherzog von Hessen": Politische Sage im Reich und in Hessen.
Oe ff. Versammlung der fortschr. VolkSpartei: Sonntag nachmittag 3*l Uhr in Steins Garten. Derbandssekretär Erkelenz: Die politische Lage in Deutschland nach den Reichs- tagswahleu.
Gemäldeaus st ellungdesKun st Vereins im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit 'Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr.
Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittag 11—1 Uhr unentgeltlich, zu anderen Zeiten gegen 50 Pfg. Eintrittsgeld.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen von 11 — 1 Uhr und 4—6 Uhr
Anlagemusik am Sonntag vormittag 11 Uhr (nur bei gutem Wetter) in der Sud-Anlage. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Oper ..Caglioitro', von C. H. Adam; 2. Schmeichelkätzchen! Salonstück von R. Eilenberg; 3. Walzer nach Joh. Strauß'icheu Motiven aus der Operette .Fruhliugsluft", von O. Zeträs; 4. Es muß doch Frühling werden I Marsch von ®. Cnrnder.
*
• • Für das Kaufmanns- und das Gewerbegericht wurde als stellv. Vorsitzender der juristische Hilfs- arbeitet Gerichtsassessor Dr. Seid gewählt. Dr. Seid ist auch für daß zukünftige Städtische Versicherungsamt ausersehen.
** Bewilligung der Veteranenbeihilfe. Die nach dem Gesetz vom 22. Mai 1895 bewilligten Beihilfen an ehemalige Kriegsteilnehmer haben nach einer neuen Bestimmung des hessischen Ministeriums des Innern vom 23. Februar ds. Js. hinsichtlich der Gewährung derselben abermals mildernde Vorschriften erhalten. Hiernach steht der Bewilligung der Beihilfe der Besitz eines kleinen Kapitals nicht entgegen, wenn die Erhaltung desselben im Interesse der Ehefrau oder erwerbsunfähiger Kinder geboten erscheint. Bei Prüfung der Frage, was jum notwendigen Lebensunterhalte gehört, ist neben den örtlichen Teuerungsverhältnissen besonders darauf Rück- sicht zu nehmen, ob der Veteran infolge von Alter oder Krankheit besonderer Pflege bedarf und ob und für wieviel unterhaltungsberechtigte Angehörige, besonders erwerbsunfähige oder schulpflichtige Kinder, er zu sorgen hat. Gesuche um Bewilligung der Kriegsteilnelimeroeihilfe, die früher abschläglich beschieden wurden und nach den neuen Grundsätzen einer nochmaligen Prüfung unterzogen werden
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^nneit, sind nach erneuter Prüfung dem fünfter mm cü> zusenden. Zwecks Herbeiführung einer gleichmäßigen Handhabung der Ausfüchrungsbestimmungen hat das Gros,her» mögliche Ministerium ebenfalls angeordnet, daß in Zuluuft i sämtliche Anträge auf Bewilligung der Skteranenbciljiift, die bei den Kretsämtern gestellt werden, dem Ministernui vorzulegen sind, so daß ein abschlägiger Bescheid der Gesuche durch die Kreisämter nicht mehr stattzufinden t)a:_ |
• * Sch würge richt. Bei dem am Montag f. Wach» beginnenden Schwurgericht für die Provinz Oberhessen stell nur ein Fall zur Verhandlung. Georg Stumps IV. vor Kirtorf ist wegen versuchter Brandstiftung angeklagt. Tie Anklage vertritt Gerichtsassessor Reuroth und die Verteidigunz rührt Rechtsanwalt Kaufmann.
♦♦ Die letzte Lpernvorstellung dieses Winter) am Mittwoch, ben 6. März, wird uns mit dem schönste i Werk von Engelbert Humperdinck, ber Märchenoper „Hän - fei und Gretel", bekannt machen. Die ungewöhnlich hübsch instrumentierte Musik dieser Oper enthält eine ReÜ'e ber schönsten Kinberlieder, wie „Suse, liebe Suse, waZ raschelt im Stroh", „Brüderlein, komm tanz mit mir , „Ein Männlein steht im Walde", „Abends, will ich schlafen geh'n, 14 Engel um mich steh'n", usw., deren Motive auch in bem prachtvollen Vorspiel zur Oper enthalten sind ' Auck ber zweite und ber dritte Akt beginnen mit einem Bor spiel, der zweite mit dem berühmten Hexenritt. Für eine schöne Ausstattung dieser Märchenoper ist das mögliche getan worden, neue Dekorationsstücke sind von Herrn Theatermaler Schwedler gefertigt Das Orchester ist um einige Stimmen verstärkt. Da „Hänsel unb Gretel" nur etwus । über zwei Stunben spielt, so geht bas große Ballett „C h a m p a g n e r v i s i o n e n" vorher, zu bem Paul Lincke bie Musik gejcfyrieben hat. Das Ballett enthält eine Reihe von Solo- unb Ensembletänzen unb spielt etwa eine halbe Stunde. Es wird das erste Mal sein, daß hier ein grotjea Ballett zur Aufführung kommt. Die Kosten des Abends । sind diesmal sehr beträchtlich unb werden durch die voraus- I sichtlichen Einnahmen bei weitem nicht gedeckt. Trotzdem hat der Vorstand des Theatervereins von einer Erhöhung ber Kassenpreise Abstand genommen.
• • Stadttheater. Durch notgedrungene Repertoire« änbenmg in Holle ist eS Herrn Lüttjohann in letztei Stunde unmöglich geworden, seiner hiesigen Gastspiel- j Verpflichtung für Sonntag nachzukommen. Der Direktion ist j es gelungen, in Herrn Georg Köhler, dem ersten fugend- i liehen Helden deS Mannheimer HoftheaterS, einen glänzenden Ersatz zu finden. Herr Köhler ist ein Liebling des Mann- Heimer Publikums und hat ben Rudorf in .Rosenmontag' i wiederholt mit größtem Erfolge am dortigen Hoftheater ge» j spielt. Auch dieses Gastspiel durfte sicher dem allerlebhaftestei' I Interesse begegnen unb nach allen Anzeichen wirb ber beliebt, I Benefiziant eine wertvolle Aufführung bieten unb ein volle« I Haus begrüßen können.
** Vom Bauerschen Gesangverein wird urS I geschrieben: In dem Konzert, das der Verein aus Anlaß 1 seines 48jährigen Stiftungsfestes am 10. März in ber neuen j Aula ber Universität veranstaltet, gelangt toi eher eine An- ■ zahl Kunstchöre zum Vortrag, aber auch dem Volkslied ist Rechnung getragen. Die Leistungen des Vereins sind hin> reichend bekannt, so daß hierüber nichts zu erwähnen ist. Auch das Quartett des Vereins wird einige Lieder zu Gehör bringen. Zu dem Konzert sind die Herren SHbm Münch (Tenor), Frankfurt a. M„ und Julius Hahn (Klavier), Gießen, gewonnen. Ersterer verfügt über einer sehr zarten lyrischen Tenor und hat als KDnzertsänger schöne Erfolge zu verzeichnen, letzterer ist von ben früheren Konzerten her bekannt. Der Bauersche Gesangverein hat im abgelaufenen Vereinsjahre bei folgenden größeren Vercui- ftaltungen gesungen: 50jähriges Jubiläum des Gabelsber- ger Stenographenvereins Gießen, 50. Jubiläumsausstellung des oberhess. Bienenzüchtervereins, ReichsgründungS» feier am 12. Januar 1912; außerdem hat er noch bet einer ganzen Anzahl kleinerer Veranstaltungen befreundeter Vereine gesanglich mitgewirkt.
• • Kolossen m. Man schreibt unS: PrangS Kölner Bühne übt andauernd eine große Zugkraft auS. Das Kolosfenni ist allabendlich sehr gut besetzt unb baS Publikum amüs r sich auf baS köstlichste. SamStag unb Sonntag geht zum I letzten Male in Szene: ,233er kann bafür?' Der Schlaqec gelangt auch am Sonntag nachmittag bei kleinen Preisen zur Aufführung für Fremde unb Familien. Ab Montag und
solgenbe Tage gelangt zur Aufführung der urkomische Schlager .Kölsche StrandluftE.
" Der Gießener Lesehalle-Verein hält seine ordentliche Mitglieder-Versammlung amMontag abend im Hotel Schütz ab.
** Vom Naturheilverein Gießen wird uns pf' schrieben: Der Verein veranstaltet am Freitag, 8. Mär», in Steins Garten einen Vortrag des Schriftstellers E Peter aus Neuenhagen über bas Thema: „Siebe unb Eh e in ihrer Bedeutung für Gesundheit, Lebensglück und Lebenskraft". Der Redner ist ber Herausgeber und Schriftleiter der „Volkskraft" lieber seine Borträge berichtet ber Koblenzer Generalanzeiger ......Der Erfolg war groß, alle Erwartungen übertreffend Das Interesse war vom Anfang bis »um Ende ungeteilt. Bravorufe und rauschender Beifall lohnten den Redner am Schluß Am zweiten Abend wurde Herrn Peters nach Beendigung des träges von den Frauen ein Lorbeerkran- überreicht, gewiß nne seltene Ehrung und Huldigung eines Rck>ners, aber em sicherer Beweis, wie klar es dem anwesenden Frauen zum Bewußtsein gekommen war, daß niemand an ber sexuellen Aufklärung an ber Wiedereinsetzung des reinen Geschlechts- und Familienlebens in die ihm gebührende heilige Stellung stärker interessiert in, als die Frau, daß sie bei richtiger Bewertung der ForU^lanzung. daß sie als Mutter eines gesunden, zu ihr empor schauenden Qx' schlechts eine ganz andere Rolle spielen würbe."
— Die jchristltche Staatsprüfung für den höheren Forstdtenst beginnt am 11 April zu Tarm'iodt. Gesuche um Zulassung, die bem Eingabestempel unterliegen, ünb spätestens btS zum 27. März bei ber Ministerialabteiluny für Forst- unb fiameraloerroaltung einzureichen.
** Warnung vor einem Mittel gegen Trunk,- sucht. Tie Gesundheitsabteilung des hessischen Ministerium- macht im Anschluß an eine bereits früher erlassene Warnung vor dem Geheimmittel ,91 le o la' daraus aufmerksam, daß dieses Mittel auch unter der Bezeichnung »Trunksucht-- mittel der Frau Anderson in Hillburn R. P.* in den Handel kommt. Bei dieser Gelegenheit wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach wissenschaftlicher Erfahrung sich b,8bJc keinerlei Arznei für die Entwöhnung vom Trunk als roir' fam erwiesen hat, vielmehr lediglich die Entziehung aller ouo- holischen Getränke, wenn nötig unter Ueberfübrung 6 Trinkers in eine geeignete Heilanstalt, bei der Behandlung der Trunksucht Erfolge zu liefern vermag.
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