worden.
der kürzlich auf so tragische Weise ums Leben gekommene Ingenieur Gericke zu gleicher Zeit seinen Ballon 42 Stunden in .der Luft hielt und 1820 Klm. zurücklegte. Den beiden nmrde damals der 2. und 3. Preis zuerkannt. Herr v. Abercron wird gelegentlich der Vorführung seiner- Licht bilder, die durch besondere Klarheit und Schönheit aus- fallen, auch noch einige erklärende Worte zu den Ausnahmen von Ballon und Luftschiff sagen. Bei dem hec vorragenden Ruf ches Redners steht ein recht reger Besuch
des Betriebs damit, daß ihr infolge der für ihren Kraftwagen verkehr ungeeignete Beschaffenheit der L l r a ß c n . die täglich dreimal bin- und mrückzuiahren waren, die Amrecht crhaltüng des Betriebes unmöglich geworden sei. Ter Vertrag zwischen der genannten Firma und der Poftverwattung ist auf drei Jahre abgeschlossen. Man hofft, das; der Betrieb nute gänzlich eingestellt wird. Seit heute ist der frühere VoMvagen verkehr aus der Strecke bis auf weiteres wieder ausgenommen worden und zwar in derselben Weise wie früher.
** Evang. Arbeiterverein. Zur Sboneier von Großherzogs Geburtstag veranstaltet der Gvangel. Arbeiter- verein am Sonntag den 17. in seinem Bereinslokale einer
Sion antiösterreichische Kundgebungen statt. Ankommende österreichische Reservisten wurden beschimpft.
Zwei der drei ans Triest mit Truppentransporten abgegangene LloyLckampfer sollen südlich von TalmaUcn auf hoher See in der Nähe von Turazzo kreuzen und weitere radiotelegraphische Befehle abwarten. Aus jcbem Schiff soll sich ein Marineoffizier mit versiegelter -Order befinden.
In Bosnien und Dalmatien ist der Umlauf des montenegrinischen Silberkronen-Geldes nunmehr untersagt worden, weil Montenegro heimlich neue StUbermünz'-en in Frankreich prägen ließ.
Belagerungszustand in Smyrna.
Smyrna, 15. Nov. .Hier ist der Belagerungszustand erklärt worden. — Amtlich wurden 20 Fälle von Cholera während der letzten 24 Stunden bekanntgegebcn. Ein Fall ist tödlich verlaufen.
•• Aus den Prüfungskommissionen. Der G r o ß h e r z o g hat den Geh. Oberfinanzrat Dr. Theodor Fuchs zu Darmstadt auf sein Nachsuchen von den Stellen eines Mitgliedes der Prüsungskoinmission für das Fori'lfach und der Prüfungskommission für die mittleren Stellen im Finanz- ach enthoben.
** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großherzogs Karl Konr. Rern, Ant. Euler und Johs. Spies VI. zu Lang-Göns; Karl Gutbub und Hch. Schwan zu Gießen: Jak. Wal brecht pon der freiwilligen Gailschen Feuerwehr zu Gießen: Mayer Isenberg, Franz Gottfried St c r ft c n und Karl Rühl zu §wmberg a. d. O.
•• Stadttheater. Es sei nochmals ausdrücklich auf die morgige Premiöre der neuen Gesangsposie von Jean Gilbert »AutoliebchenE hingewiesen. — Auf vielseitigen Wunsch wird .Rosenmontag- noch am nächsten Dienstag im Abonnement wiederholt — In Vorbereitung für das Slbonnc* ment steht Hebbels „HerodeS und Marianne- mit Frl. Riza Bajor als Gast.
** Dem Verein für Luftfahrt ist es gelungen,. Major Tr. von Abercron für Donnerstag, 2 1. d. M. abends zu einem Vortrag zu gewinnen. Er wird in der alten Aula der Universität über das Thema: Ballon- und Luftschifführung sprechen. Major Dr. v. Lkbercron ist einer unserer bedeutendsten und tüch ttgsten Führer, hat er doch nicht weniger als etwa 250 Fahrten unternommen und besitzt außer dem Zeugnis als Freiballonführer auch die Qualifikation als Luftschisser des
und P.-jTyps. Im Frühjahr d. I. hat ihn die Uni uerfität Marburg in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Luftfahrt zum Doctor honoris causa der philosophischen Fakultät ernannt mit der Begründung, daß er durch richtige Ausbildung von Führern und deren stetige Ermahnung die Sicherheit des BallonfahrenS be deutend gehoben und durch Wort, Schrift und Tat stets den wissenschaftlichen Zweck der Luftfahrt neben der mili tarischen und sportlichen Bedeutung hervorgehoben hat. Major Dr. v. Abercron ist außerdem Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Deutschen Luftfahrer-Ver bant)cs. Er hatte sich im Oktober 1910 an der von St Louis ausgehenden Gordou Benett-Fahrt beteiligt und dor eine ganz ausgezeichnete Leistung erzielt. Rach einer Fahr von 4<i Stunden 8 Minuten landete er nach Ueberfliegei von 1747 Klm. Urwald nordwestlich von stuebeef, während
Familien abend. ,
** Besitzwechsel. Das Anwesen von PH. Euler Erben, Steinstraße 11, ging für 32 000 Mk. an den Milch- Händler Karl Pfeiffer über.
** Seiten länbung. Gestern wurde am Elekttizitätsweft die Leiche der seit 11. Oktober vermißten Louise Goßmamn aus der Lahn geländet.
Kreis Büdingen,
= Nidda, 15. Nov. Heute starb einer unserer verdienstvollsten Mitbürger, Mühlenbesitzer Wilh. Erk im 73. Lebensjahre. Unschätzbar sind die Verdienste, die er seiner Vaterstadt erwiesen hat, deren Interessen und Wohl er stets energisch vertrat. Er war Mitbegründer des Vor schuß- und Kreditvereins, des Gewerbe- und Turnvereins und der höheren Bürgerschule, sowie vieler anderen gemein^ nützigeu und patriotischen Vereinigungen. Von 1887 bi-? 1911 vertrat der Verstorbene unseren Wahlbezirk im Landtag und gehörte lange der nationalliberalen Fraktion an, bis er mit dem Abg. Brauer zur Fraktion des Bauernbundes übertrat. Viele Jahre war er auch Mitglied des Kreisausschusses und Kreistags und der Kreisschulkommission. Außerdem bekleidete er noch zahlreiche Ehrenämter in unserer Stadt, z. B. als Direktor der Sparkasse, Mitglied des Stadtvorstandes, Direktor des Pferdeversiche- rungsvereins. Auch als Bürgermeister leitete er zwei Iabre die Geschicke unserer Gemeinde, legte aber das Amt, das nun sein ältester Sohu verwaltet, wegen Arbeitsüberlastung nieder. Landwirtschaft und Gewerbe hatten an ihm einen tatkräftigen Vertreter und Förderer ihrer Angelegenheiten Die Erbauung der Nebenbahnen Nidda—Sckwtten und Nidda—Friedberg wurde wesentlich durch den Einfluß be: Landtags-abgeordneten Erl beschleunigt und dabei den Wünschen Niddas Rechnung getragen. Sicher werden die Bewohner Niddas dem Entschlafenen ein dankbares An- denken bewahren.
— Wenings, 15. Nov. Dieser Tage ging das ehe« malige Gräfin-Erne st in en ha u S zum Preise von 11 000 Mk. in den Besitz deS Kaufmanns M. Joseph über. Damit ist wieder ein Teil deS alten Psenbnrger Schlosses „Moritzstein* in Privathände gekommen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut, diente es von 1745—57 btc Reichsgräfin Ernestine von Psenburg-Birstein, dann bis 1771 der Gräfin Viktoria Eharlotte von Brandcnburg-Eulinbach als Wohnung. Von da an war bis zum Jahre 1821 das Weninger Amt darin untcrgebracht. Nachdem es längere Jahre als Wohnung deS ArztcS gedient hatte, kam baß Hauk m den Besitz der Stadt. Diese richtete es alS Lehrerwohmmg ein und brachte später die dritte Schulklasse darin unter. Mit der Errichtung des neuen Schulhauses hatte die Stadt keine Verwendung mehr für das Gebäude, weshalb sie e3 Jahre lang vermietete und diesen Herbst.verkaufte.
Kreis Alsfeld.
große Verluste.
K o n st a n t-i n o p-e l, 15. Nov. Amtlich wird gemeldet: Der KommandantdesKreuzers,Hamidje" telegraphiert vom 13. November: Durch ein wohlgelungenes Feuer auf hie etwa 7500 bis 9500 Meter entfernten feindlichen Streitkräfte, deren Stärke auf eine Division geschätzt und die bei Dejrrmenteps in der Gegend von Dragonkoej nördlich Bogados an der Küste des M a r m a r a m e e r e s konzentriert waren, wurde der Feind hinter die Höhen zurückgedrängt, wobei er g r o ße V e r l u st e erlitt.
Die Sicherheit in Konstantinopel.
Der Konstantinopeler Sonderberichterstatter des „Temps" telegraphiert: Der französische General Baumann, Kommandeur der türkischen Gendarmerie, habe ihm mitgeteilt, daß er im Einvernehmen mit dem französischen Admiral Dartrge und den verschiedenen türkischen Behörden alle Maßnahmen ergriffen habe, um die Sicherheit der Stadt aufrecht zu erhalten. Ein türkisches Korps von 20 000 Mann frischer Truppen sei in zweiter Linie auf den Höhen von San Stefano ausgestellt worden, welches die türkische Armee rm Falle einer Niederlage verhindern solle, nach Konstantinopel zurück zu strömen und sie nach San Stefano ableiten werde, von wo sie nach Kleinasien befördert werden lollc. Im übrigen seien auch in Konstantinopel alle Vorkehrungen getroffen, um jede Gefahr hintanzuhalten.
Die „Tägliche Rundschau" meldet aus Pera: Im türkischen großen Hauptguartier sind heute 5000 Cholerafälle sicher fcstgcste11t worden.
Zu den Anschuldigungen gegen den östcrreichisch- nngarischcn Konsul in Prizrend
Pronaska, wegen feiner unfreundlichen Haltung, welche er bei dem Ein zu g der serbischen Truppen gegen diese eingenommen haben soll, schreibt das „N e u e W i e n e r Tageblatt":
Für die Anschuldigungen, welche die serbische Regierung gegen den österreichisch-ungarischen Konsul in Prizrend, Herrn Pronaska, erhebt, f e h l t j c d e B e st ä t i g u n g. Ganz abgesehen von der totalen inneren Unwahrscheinlichkeit der von serbischer Seite vorgebrachten Anschuldigungen, muß daraus hingewiesen werden, daß diese einseittgen Anschuldigungen derzeit aus ihre Richtigkeit gar nicht geprüft werden -önnen Serbien hat es nämlich für gut befunden, bas von ihm okkupierte akbanesische Territorium von jedem Verkehr mit der Außenwelt abzusperren. Es mag dafür seine guten Gründe haben. Fest steht nämlich, daß Serbien in diesen Gegenden, die ausschließlich von Albanesen und Bulgaren bewohnt werden, förmliche Menschenjag - den auf die "Albanesen an ste t 11, sie in grau» samster Weise verfolgt u n b au szur o tten sucht Unter solchen Umständen mag es den serbischen Machthabern passen, gegen den österreichisch-ungarischen
Aus
Die Ausführungsbestimmungen des landwirtschaftlichen Unfallversicherungsgesehes.
bs. D a r m ft a b t, 15. Nov. Der Zweite Ausschuß hat heute in einer ausgedehnten Sitzung eine Verständigung mit der Regierung über die Ausführungsbestimmungen des landwirtschaftlichen Unfallversicherungsgesetzes erzielt. Damit ist die Tätigkeit des Zweiten Ausschusses in dieser Angelegenheit als erledigt zu betrachten. Da das Gesetz bekanntlich am 1. Januar 1913 bereits in Kraft treten muß, ist anzunehmen, daß das Plenum der Zweiten Kammer Ende dieses Monats zusammentreten wird.
*
R.B. Darmstadt,.15. Nov. Die Zweite St an bekomm er wirb, nachdem die Ausschußberatung über das Ausführungsgesetz zum.Reichsgesetz über die landwirtschaftliche Unfalwensicherung heute zu Ende geführt worden ist, voraussichtlich am Dienstag, 10. Dezember, zusammen treten. Neben «dem erwähnten Ausfülrrungsgesetz wird noch eine Anzahl kleinerer Regierungsvorlagen zur Beratung gelangen, nrie ,die über die Mänderung der Bestimmungen über Die Landeskreditkasse. Auch zwei rückständige Wahlprüfungen (die Wahl der Abgg. Kredel und Korell-Jngel^ heim) stehen zur Beratung.
w. Alsfeld, 15. Nov. Kürzlich fand zwischen berw Btt« tretet des Ministeriums des Innern, Baurat Wagner, und den Finanzausschuß des Stadtvorstandes eine Besprechung statt, in der über die Genehmigung eines Staatszuschusses für die Wiederherstellung der Walpurgiskirche verhängt wurde. Der Verhandlung wohnten noch Regierungsbaumeistn Kuhlmann von Gießen und Mitglieder des Kirchenvorstcmd^ bei. Baurat Wagner stellt in Ansicht, daß ein Zuschuß deS Staates zu der Wiederherstellung gegeben werden solle. Diem Züschuß würde in derselben Weile berechnet werden wie da Staatszuschuß zur Wiederherstellung des Rathauses: b. h. a soll ein Drittel der durch die Denkmalpflege verursachten Bac kosten betragen. Nach einer vorläufigen Berechnung von Regn- rungsbaumeister Kuhlmann würden von der etwa 68 000 Mack betragenden Voranschlagssumme etwa 19 000Mk. darunter satter. Dazu käme noch ein entsprechender Slnteil der Bauleitunaskostei. Der Staatszuschuß dürste sich demnach aut 6500—7500 Mack belaufen Seine genaue Höhe wird sich erst nach Vollendura des Baues und der Abrechnung ermitteln lassen. Der Zuschuß würde in jährlichen Raten vom Staate geleistet und zunächst bau verwendet werden, um die Kosten Der Bauleitung durch Rege» rungSbaumciftcr Kuhlmann, die vorlagsweise aus anderen ita» lieben Mitteln bestritten werden, zu decken. Der Rest würde ba» der Stadtkasse unmittelbar zufließen.
w. Leusel, 15. Nov. Eine Verhaftung , die leist hätte tragisch werden können, nahm heute die Gendarmerie tni Alsfeld hier vor. Ein junger Mann von 23 Jahren, der roegn Sittlichkeits vergeh en vor ungefähr fünf Jahren verurteil und seiner Unbescholtenheit wegen bedingt begnadigt worden »er, hatte sich am 1. November l. I. an einem zehnjährigen Mädch!« vergangen. Das Kind hatte im Auftrag seiner Eltern im 6<tj< des rohen Gesellen einen Auftrag erledigt. Als es wieder n<d Hause gehen wollte, wurde es von dem Wüstling seiner Freihw beraubt und in dem Keller mißbraucht. Die Gendarmerie hach erst beute von dem Vorfall Kenntnis erhalten und wollte nil den Mann verhaften. Unter dem Angeben, sich waschen zu rooll'i begab sich der junge Mann in die Küche, war bann durch ein'i dem Gendarmen nicht bekannten Gang in den Biehstall gelangt und batte dort Lysol getarnten. Ter Inhalt der Flasche n>n nur gering Der Bursche wurde auf einem Fuhrwerk n:6 dem Kreiskronkenhause Alsfeld befördert, wo ihm der Magc» lUtlccrt rourb/. Am Amtsgericht gestand er die Tat ein urtr wurde bann verhaftet.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 15. Nov Die Stab tkirche lr<r. seither durch Kerzenlicht erleuchtet. Jetzt erhält sie et et* irisches Licht.
h. Vilbel, 15. Nov. Im hiesigen Walde wurde ar- Wilderer aus Bergen bei Ausüoung seines Handwerks durch die Gendarmerie verhaftet.
Starkenburg und Rheinhessen.
bs. Darmstadt, 15. Nov. Der hessische Ber» .and für Jugend-Wohlfahrt und Jugend- ?flöge hielt heute unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Müller eine Sitzung ab. Amtmann Krapp-Tarmstt»
zu erwarten. \ ~
*♦ Ter Kraftwagenverkehr aui der strecke AI s feld — Neustadt M.-W.-B.) ist bis auf weiteres cmgcftdlr Tie Firma I. C. £ ft beim begründet das Entstellen bs damit, daß ibr infolge der für ihren Kraftwagen
— " '' 7 Straßen,
lionen garantiert. Bulgarien, fuhr der Mmitter wrt, v e r s ü g t । jetzt über 700000 Bajonette, die sich nach der Netiorgam- sation der neuen Gebietsteile auf 1 200 000 v er n^e hrenwer- den. Diese Armee wird eine Stutze fein, von der yyranTreim ( profitieren wird und die ihm erlauben toirb, für immer den , Frieden in der ganzen Welt aufrecht zu erhalten.
Sofia, 15. Nov. Das Blatt „Mir" meldet auf Grund vertrauenswürdiger Informationen, die Bulgaren hätten sich nach der Einnahme von Serraj des Hafens von Kawa la bemächtigt. . .
Schrcckcnsregiment in Salontkt.
Saloniki, 15. Nov. Unter der Bevölkerung herrscht die größte Aufregung. B u l g a r i s ch e u n d griechische Soldaten plündern und begehen Gewalttätigkeiten gegen Muhammedaner. In den Straßen besteht Lebensgefahr, da fortwährend scharf geschossen wird. Die Stadtverwaltung ist von griechischen Beamten übernommen, die Saloniki als eine griechische Stadt behandeln. Zahlreiche Türken bestürmen die Konsulate U m griechische,Armee ist auf Befehl des Thron
folgers von Saloniki aufgebrochen und marschiert direkt auf Mon astir.
Die chalcidische Halbinsel besetzt.
Athen, 15. Nov. Der Kommandant des griechischen Geschwaders im Aegäischen Meer meldet, heute vormittag 10 Uhr wurde durch gleichzeitige Landung von Marine- soldaten in der Bucht von Muliani und im Hafen von Daphni die chalcidische Halbinsel besetzt.
Die Äämpse bei Monaftir.
Belgrad, 15. Nov. Nach einer Meldung aus Prilcp haben gestern abend die ersten Zusammenstöße bei Mo- nastir zwischen serbischer Kavallerie und türkischen Truppen stattgefunben. Die Türken to ur ben nach kurzem Kampfe gezwungen, sich zu ergeben.
Die Kriegsgefangenen in Serbien.
Belgrad, 15. Nov. In Serbien befinden sich gegen- toartig 10 000 Kriegsgefangene, darunter 200 Ofiiziere.
Das Vordringen der Montenegriner.
R j e k a , 15. Nov. In einem Gefecht bei M a l g u s ch i in der Nähe von Giovanni de Medua gelang es den Montenegrinern, die Türken zurückzutreiben. Diese verloren ihre Schnellfeuergeschütze sowie mehrere Tote und Verwundete. .Die Montenegriner besetzten drei Dörfer.
Verzicht auf Einzug in Uonstantinopel.
Die , Köln. Ztg." erfährt aus Konstantinopel: Hier herrscht große Beurnnhigung, nachdem bekannt geworden ist, daß auf energisches russisches und englisches Einschreiten in Sofia, Bulgarien auf seine Absicht, Konstantinopel zu besetzen, verzichtet hat. Man hofft daher auf einen günstigen Verlauf der begonnenen Friedensverhandlungen um so mehr, als in Finanzkreisen verlautet, daß die bulgarische Anleihe an Bulgarien unter dem ausdrücklichen Verzicht auf den Einmarsch in Wnstantinopel und einer späteren Einverleibung Adrianopels erfolgt ist.
Die Tätigkeit der türkischen Flotte.
Konstantinopel, 15. Nov. Wie amtlich bekannt gegeben wird, .telegraphierte der Kommandant des Linienschiffes „TorgudReiß": Gestern um 3 Uhr nachmittags beschoß die Flotte die feindlichen Streitkräfte bei Djebelkoej Der Fernd hatte
Aus Stadt und Land.
Gießen, 16. Novernher 1912.
** Tageskalender Stabttheater. Sonntag abenb 1% Ubr : „Autoliebche n'.
Konzertverein. Sonntag nachmittag 4% Uhr im Stadttheater: 2. Konzert (1. Orchcsterabenb). Solist Opernsänger Rob. Hutt. Hauptprobe vormittags 11 Uhr.
4. Gautag bes hessischen ® a uu er b o u b e§ gegen den Alkoholis mu s. Sonntag vormittag 11 Uhr Eröfsnuag der 9tusstettung im Nenen Schlön; nachmittags 4% Uhr V o r - trag über die Bekämpiling bes ^llkohols auf dem Lande (Hotel Schülp: abends 9 Uhr Volksabetld. Lichtbilbervorlrag (Neue Univcrsitätsaula).
K i n e in a t o g r a p h: Täglich Vorstellung.
B i o g r a v H-L i eh t s p i e l e: Täglich Vorstellung.
B a k o f s K a in m e r - L i ch t s v i c l c: Täglich Vorstellung.
Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.
Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntaa vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich.
Gemäldeausstellung des Kunstvereinsim Turmhaus am Brand, föebffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11-3 Uhr, außerdem Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr.
Anlage nr usik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage (nur' bei gutem Wetter). Spielplan: 1. »Lobe den
Herren!* (Choral); 2, .Ave Maria" von Fr. Schubert; 3. Große Faiüasic aus der Oper .Faust' (Vlargarete) von Ch. Gounod; 4. Grobherzoglich Hessischer (Fahnen-Präsentier-)Marsch von Land- graf Ludwig IX., bearb. von C. Krautze.
" Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Hauptlehrer Gg. Berger in Jügesheim eine Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim; den Schulamtsaspirantcn Hans Berd es aus Dromersheim, Franz Michel aus WormS und Karl Waldschmidt aus Schrecksbach i. Pr. Lehrer- stellen an der Volksschule zu Alzey. — Erledigt sind die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Rai- breitenbach; die evang. Lehrerslelle zu Heldenbergen, m t ihr ist Organisten- und Lektordienst verbunden.
Konsul durch nichts bewiesene Anschuldigrmgen vorzubrin- gcn, um dadurch einen Anlaß zu haben, ihn von der Außenwelt abzusperren und eine unmittelbareKon trolle des unmenschlichen serbischen B o r g e h e n s unmöglich zu machen.
Das ,,Bcrl. Tagebl." meldet aus Wien: Man beginnt hier, sich um da-:- Schicksal des von den Serben an^eschuldigten öfter reichischen Konsuls in Prizrend zu sorgen, «eit der Besetzung PrizrendS durch die Serben ist von dem Konsul keinerlei Nachricht eingegangcn.
Der „Berl Lok-Anz." meldet aus Belgrad: Wie es heißt, wird die serbische Antwort an O eft cr r ei ch- ll n g a r v ablehnend lauten.
Anttostereichische Kimdgebnngen in Dalmatien.
Aus Wien wird berichtet: In Dalmatien fanden tn den letzten Tagen infolge serbischer Agita-


