rativnspreis.
erworben hat.
Kreis Friedberg.
DaS am nLch'le
— Bad-Nauheim, 19. Sept.
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er bald daraus Makor wurde. Er war im großen Generalstab und seit 189ß auch als Lehrer an der Kriegsakademie bis £b wber 189.7 tätig, um dann Bat.-Komm. im 36. Füs.-Regt. in Halle zu werden. 1899 wurde er abermals in den Generalstab versetzt und mit Wahrnehmung der Geschäfte als Ches beim IV. Korps beauftragt. 1900 wurde er Obersttt. und Abt.-Chef. Im Juni 1900 wurde er an die Spitze der Armeeabteilung im Kriegsministerium gestellt. Er blieb bis Oktober 1903 in dieser Stellung, um dann Kmdr. des 4. Garde-Regts. _ zu lverden. 1906 wurde er Gen.-Major und Kmdr. der 19. Inf.-Brigade in Pofen, aber schon nach wenigen Monaten kam er als Tirektor des Armeevcrwaltungsdepanements in das Kriegsministerium zurück. Am 1. April 1908 wurde er mit der Führung der 2. Gardc- division beauftragt und am 17. September 1909 zum Generallt. und Komm, dieser Division ernannt. Zum Gen. der Ins. wird er voraussichtlich erst im nächsten Jahre befördert werden.
Ein zweiter französischer Massenbesuch Berlins wird in der nächsten Woche vom „Journal d'Alle- magne" Veranstalter werden, an dem wieder annähernd 900 Franzosen teilnehmen.
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das bessere Wetter eingesetzt hat, begann sofort die (Brumm;:- ernte. Unser sich in einer Ausdehnung von bald zc» Stunden von Kolnhausen bis Bessingen erstreckender ötrr- gründ wird, so lange die Feldbereinigung noch nrtt beendet ist, immer in drei Abteilungen nacheinander,au;- getan*. Die diesjährige zweite GraSernte, die oerhältns- mäßig gut ausgefallen ist, ist nun schon soweit beendet - Unsere Kirmes, die sich auch von außerhalb immer twa guten Besuches erfreut, wird dieses Jahr am 29. und 30.6t?- teinber gefeiert, die NachkirmeS 4 Wochen später.
Kreis Schotten.
Landkreis Gießen.
() Lich, 19. Sept. Nachdem Ende vergangener L.i
Samstag nn Konzerthouse stattftndendc S ins oniekoaztr (das vorletzte der diesjährigen Saison) der Kurkapelle fier unter der Leitung beS Kapellmeisters Alfred Steinman» Dieser wird die große Pathetische Sinfonie von Tschailowll' die Sinfonische Dichtung Les Preludes von Liszt und: bekannte Aufforderung zum Tanz in einer hier noch mcht c< hörten Bearbeitung von Felix Weingartner darbringen. Sollst tritt der ausgezeichnete Harfenvirtuose deS Orche':n- Herr Johanne« Snoer, auf, der eine eigene Kompo'cko- Konzert-Walzer, sowie eine Ballade von C. Alberstätter il- Sertrag bringen wird.
Starkenburg und Rheinhessen.
= Darmstadt, 19. Sept. Am San,Stag, 21. beginnt, wie bereits gemeldet, hier der III. deutsche greb für Säuglingsfürsorge. Aw Freitag mtttatz 4 Uhr findet die AuSschußsitzung der Großh. Zentrolc r J M. und S. in Hessen und um 4*/; Uhr die Mltgliede Versammlung statt. — Zur AuSschußsitzung find bie- j glieder deS Vorstandes und deS Ausschußes, die -eiter n J stellvertretenden Leiter der 18 Zweigstellen; zur Versammlung sämtliche Mitglieder der Zentrale, die -• glieder der Ausschüße der Zweigstellen, die Angehörigen , Patronats und sämtliche Hilfskräfte der Zentral^ und -, Patronats eingeladen. Gäste find willkommen. Der OK Herzog und d,e Großherzogin haben ihr Erscheinen für von tag zum Kongreß zugesagt. ......
nn. Darmstadt, 19. Sept. Ter frühere l-vgio^ Stadtverordnete und Ehrenbeigeordnete Phil. V gestern abend im Alter von 78 Jahren nach längerem r J sein verschieden. Er hat sich in kommunalpoliti Mit ziehung verdient gemacht, war Mitglied der Handels |
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silberbeschlagene Gesangbücher au~ dem Anfänge des m und dem Ende des 18. Jahrhunderts, Maratzen ('lüöfb.^. ungen der Frau mit eiiner handarbeitlichen Technik her- gestellt, die leider die heutigen Frauen des Crte-3 nith* mehr kennen, und vieles andere mehr wird gezeigt roerbtn Auch der Schaatz, der Kopfschmuck der Hochzeiterin. b:--'. lich verzierte Spinnräder, Perlenhalsschmuck und die großen und kleinen priemen (silderne Anhänger iverden nut- fehlen. Zwischen den Vorträgen und am Anfang der anstaltung, die in der geräumigen Turnhalle zu Gr Linden vor sich geht, werden hessische Volkslied von dem Kirchcnckor in Großen-Linden gesungen Ta Tagung so gelegt ist, daß sie an die Ankunft der lüge Frankfurt und Gießen sich anschließt, so ist der Besuch l jedermann möglich.
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32. Deutscher Kongreß für Armenpflege und Wohltätigkeit.
"Braunschweig, 19. Sept.
Unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus den, ganzen Reiche trat hier der Deutsche Verein für die Armenpflege und Wohltätigkeit zu seiner 32. Versammlung zusammen. Nach Bc- fanntgabe des Jahresberichtes sprach Frau H. Götze Braunschweig) über „Beschaffung der Geldmittel für die Betätigung der freien Liebestätigkeit". Sie wandte sich gegen verschiedene unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit verborgene Bestrebungen, warnte vor mißbräuchlichem Beiwerk und verband damit eine Reihe von praktischen Vorschlägen, wie Erhebung von Eintritts gelb für den Besuch privater Parks, Museen usw., Spendung von Geldbeiträgen bei besonderen Fanrilienfesten usw.
Dr. Levv (Berlin) hielt vom Grundck/arakter der freien Liebesbetätigung aus nur das direkte Vorgehen bei der Samm hing von Geldmitteln für angeseigt. Er bezeichnete das .Hol lektenwesen, Zuwendungen durch Testamente und die Beihilfe oon Körperschaften und bergt trotz mancher Bedenken für normal, während er sich gegen Wohltätigkeitsveranstaltungen wie Basare, Blumentage usw. durchaus ablehnend verhielt. Er stellte eine Reihe von Leitsätzen aus, die in der sich anschließenden Aussprache von allen Rednern im wesentlichen gutgeheißen wurden und schließlich mit großer Mehrheit angenommen wurden.
In der Aussprack>c hatte der Vorsitzende Dr. R u l a n d darauf hingewiesen, daß die ganze Frage eigentlich eine Erziel ungsfrage sei und daß die private Wohltätigkeit, wenn,, sie Erfolge erzielen wolle, nach bestimmten Grundsätzen arbeite,, müsse. Er forderte Beschränkung der Ausgaben für die private Fürsorge, keine Neugründung aus diesem Gebiet, wo nicht die Notwendig feit hierfür besteht, und schließlich die Vermeidung von falschen Titeln bei der Mittelbeschaffung.
Bürgermeister u. Hollander (Mannheim) und Stadtrat Dr. Sperling «Mannheim) sprachen über „Die gesetzliche Regelung der Ausgaben der öffentlichen Armenpflege". _ Sie legten gemeinschaftliche Leitsätze vor, in welchen die Einführung der Rechtseinheit auch aus dem Gebiete des materiellen Armenrechts durch ein «einheitlich es deutsches Armengesetz verlangt und als Pslichtleistungen der Armenverbände in diesem Reichsgesetz als festzulegend bezeichnet werden die Gewährung des unentbehrlichen Lebensunterhaltes, die erforderliche Pflege in Krankheitsfällen, die Gewährung eines angemessenen Begräbnisses und die Sorge für die Erziehung und Erwerbsbefähigung der Kinder.
Ter Gegenberichterstatter Bürgermeister Dr. T ho de (Stettin) timmte den Vorträgen zu, wollte aber die Forderung der Gewährung eines Begräbnisses und die Sorge für die Erziehung und Erwerbsbefähigung der Kinder ausgeschaltet wissen. — Der Vorsteher der öffentlichen Jugendfürsorge in Hamburg, Peters, beantragte, daß der Vorstand sich mit den Verbänden des allgemeinen Fürsorgeerziehungstages, des Iugendgerichtstages und des Archivs deutscher Berussvormünder in Verbindung setze zu gemeinsamer Beratung über die Regelung einer einheitlichen Jugendfürsorge in Reich und Verwaltung, wobei er betonte, daß es lange hinansgewachsen sei. Dr. T h o d e verteidigte seine Auffassung gegenüber verschiedenen Diskussionsrednern und warnte vor einer Verwischung der Grenzen zwischen sozialer Fürsorge und Armenpflege. , ..
Schließlich wurde ein Antrag angenommen, wonach em Ausschuß zu bilden sei zur Vorbereitung baldiger Neuregelung der Aimengesetzgebüng.
Heer und Flotte.
Die neuen kommandierenden Generale.
Bon den vier neuen Korpskornmandcuren haben wir über die Karriere des Generals von Schenck, der zum kommandierenden General des 18. Armeekorps ernannt worden ist, bereits Mitteilungen veröffentlicht. Ter General der Artillerie ^choltz, der zum kommandierenden General des zum 1. Oktober zu erricht e n d e n XX. Armeekorps in Allenftein ernannt worden ist, ist der dienstälteste von den vieren. Aus der Feldartillerie hervorgegangen, hat er einen großen Teil seiner Dienstzeit im Generalstabe zugebracht. Friedrich Sckwltz ist ,n Flensburg als Sohn eines Superintendcnteii am 24. Marz 1851 geboren, also 61 Jahre all. Er trat, nachdem er das Gymnasium in Quedlinburg absolviert halte, beim Ausbruch des deustch- französischen Krieges am 19. Juli 1870 beim 9. Feldartillerie- Regiment in Rendsburg ein, machte den Krieg mit und wurde am 9. Marz 1872 Lt. Von 1879 bis 1882 beiuchte er die Kriegsakademie, von 1885 bis 1887 war er zum großen Generalstabe kommandiert; dann wurde er Hauptmann im Generalstab, bei dem -er mit zwei kurzen Unterbrechungen bis 1903 in verlchie- bcneit Stellungen tätig war. 1890/91 war er Batteriechef un 9. Feldart. Regt., 1896'98 Abteilungskommandeur im 16. Feld- art Rat Nachdem er mehrere Jahre Chef des Generalstabs des XVIII. Armeekorps gewesen, wurde er im Frühjahr 1903 Komm, der 25. Feldart.-Brig. in Darnistadt. In dieser Stellung rückte er am 27. Januar 1905 zum Generalmajor aus. Am 13 Februar 1906 wurde, er Oberauartiermeifter und am 27. Januar 190H Gen-Lt. Seit 5. März 1908 war er Komm, der 21. Division in Frankfurt a. M. Er ist, nachdem ber komm. General des X. Armeekorps Emmich vor kurzem geabelt i|t, zur- zeitder ein zige bürgerliche kommandicrcnde Geil c r a l Außer ihm hat die Armee noch einen bürgerlichen General, den Gen. der Art. Gollwitz, Inspekteur der Fcld- artillerie.
Ter kommandiereiide General des neuen XXI. Armeekorps, das seinen Standort in Saarbrücken erhält, General der Inf. Fritz v Below ist als Sohn des im Kriege gegen Frankreich sehr verdienten, am 21. Oktober 1870 gestorbenen Wen. Majors und Mombr. der 36. Inf Brigade am 23. September 1853 in Danzig geboren: er wird also demnächst 59 Jahre alt. Er wurde am 19. April 1873 aus dem Kadettenkorps als Lt. beim 1. Garde Regt. z. F. eingestellt. Von 1881 bis 1884 besuchte er die Kriegsakademie, wurde bann zum Generalstab kommandiert, in den er 1887 als Hauptmann versetzt wurde. Rach einem zweijährigen Kommando zum Kriegsministerium kam er 1891 als Komv. Chef in das 1. GardoRegt. z. F., wurde aber im nächsten Jahre in den Generalstab zurückversetzt, wo er erst bei der 5. Division, dann beim Gardekor PS tätig gewesen war. Von 1896 bis 1898 war er Bal Komm, im (Shiquita' Regt., dann wurde er Ches des Generalstabs beim Gardekorps Bon 1901 bis 1904 mar er als Oberst 8vmm. des Elisabeth Regts., dann wurde er an die Spitze der 4. Garde-Inf.-Brigade gestellt. Nachdem er am 27. Januar 1905 Gen Major geworden war, wurde er 1906 abermals in den Generalstab versetzt, wo er Dberquartiernieiftci wurde und zugleich die Wahrnehmung der Stellung als Ebes des Stabes der 1. Amieeinspektion erhielt. Am 18. Februar 1908 wurde er Gen.-Lt. und Komm, der 2. Garde- bivision. General v. Below war mehrere Jahre Mitglied der Sludienkommission der Kriegsakademie und gehörte auch der Kvm Mission für hie Bearbeitung des Ererzierreglements an
Generalleutn. Ewald v. Lochow ist am 1. Avril 1855 geboren, also 57 Jahre alt. Er ist am 19. April 1873, demselben Tage wie Gen. v. Below, aus dem Kadettenkorps als Lt. beim 2 Garde- Regt z. F. eingestellt worden. Nachdem er 5 Jahre Bat.-Adi gewesen war, besuchte er von 1882 bis 1884 die Kriegsakademie und wurde bann RegimentSadjutant 1886 wurde er zum Ge nerahlab kommandiert, in den er im März 1888 als Haupt mann kam. Von 1891 bis 1892 war er Komp. E hei im 53. Inf. Siegt., dann wurde er in den Generalstab zurückversetzt, in dem
nommenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige 'Bürgrrmar- Heinrich Wilhelm Schmidt einstimmig w i ebcr ge m a bl t: ist dies ein Beweis, daß Schmidt int^das Vertrauen unimr meindc während seiner 9jährigen Tättgkeit als Bürgermn't-
" Auszeichnungen. Der Großherzog hat cl$ Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand dem Forstwatt der Forstwartei Frankenstein, Gg. Klöpper zu Forstha», Frankenstein, den Charakter als „Förster", dem Forstwatt der Forstwartei Wahlen, Förster Val. Bay er er zu Wahlen, di» Krone zum Silbernen Kreuz beS Verdienstordens Philipps bei Großmütigen, dem Forstwart der Forstwartei.'peimettßbauien, Förster Adam Sjappel zu Heimertshausen, und dem Foch. wart der Forstwartei KilianSherberqe, Förster Joh. Binq zZ ForsthauS KilianSherberge, doS Silberne Kreuz beS Verdien'! ordenS Philipps beS Großmutigen verliehen.
** Der Preis für den elektrischen Strom wird billiger! In der gestrigen nichtöffentlich^ Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, den - für die Kilowattstunde vom 1. ?lpril 1913 an in der Statt Gießen und den angeschlossenen preußischen Gememdei berabzusetzen, wenn sämtliche in Betracht kommenden (fr* mcinden des Ebsdorfer Grundes bis zum 1. Januar n in rechtsverbindlicher Form ihren Anschluß an die Urbr ■ landzentrale Gießen crllärl haben. Dieselbe Preisermafi.- gung soll für die angeschlossenen hessischen Gemeinden etr.. treten, wenn die Provinz Oberhessen zustimmt.
** Schachmeister Mieses in Bad-Naubein und Gießen. Schachmeister Mieses gab dieser Tac? zunächst in Bad-Nauheim auf Einladung des doni^i Schachvereins eine Simultanvorstellung. Er spnb■ gleichzeitig J4 Partien, von denen er zwölf gewann verlor er gegen einen Franzosen, eine andere, gespielt tav einem Russen, wurde remis. In Gießen spielte er i$ Hotel .Großherzog gleichzeitig 18 Partien, zum grtta Teil mit Mitgliedern des hiesigen SchachvereinS. Gästen harten sich vornehmlich Mitglieder des SchackiveM . in Trais-Horloff eingefunden. In 15 Partien blielta Meister siegreich, obwohl zum Teil recht gute GegenpaO» herauskamen. In zwei Partien unterlag er gegen bt- Herren Gerichtsassessor Rehart und M. Gol^schni^i ti Gießen. Eine wurde wegen eines Versehens ausgeg.bcn
** Unterschlagung. Ein Gehilfe einer hiestAe» Buchhandlung ist nach Unterschlagung von 200 M teit einigen Tagen flüchtig geworden. Mlzuweit wird et m-i beim geringen Betrage wohl nicht kommen, da bereit- en Steckbrief erlassen ist.
** Diebstahl. Einem hiesigen Eierhändler mur^i gestern während der Verkaufszeit aus einem unoerfdiloftti neu Pult seines Berkaufsladens 3 00 Mk. gestobliL Der Verdacht fällt auf einen Konditorgehilfen, der bei Bestohlenen verkehrte, mit dessen Gewohnheiten üupe > war und seitdem verschwunden ist.
** Preisgekrönt. Aus der Hundeausstellung in 7vrah' thal erhielt Herr Karl Schmidt von hier für seinen Z»n, pudel „Gerda" zwei erste Preise, einen Ehrenpreis nnt h- höchste auf der Ausstellung vergebene Auszeichnung, einen Ith
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Ausland.
Aus österreichisch-ungarisch en Generalstabskreisen
erfährt der Korrespondent der ,<8oss. Ztg ", daß die erfolgte Konzentration der französischen Flotte im Mittel! ä-ndischenMeer e.seitens tbcr Monarchie durch die Aufstellung eines neuen ö st errei ch i s ch - ungarischen Armeekorps Nr. 17 in Laibach und durch den Bau her schon von dem früheren Generalstabschef Baron Konrad v. Hetzendorff geforderten Befestigungen in Istrien beantwortet werden müßte.
*
Die Vorgänge im ungar. Abgeordnetenhaus.
O f e n p e st , 20. Sept. Zwischen ungarischen Abgeordneten fanden gestern aus Anlaß der Schlägereien, im Abgeordnetenhause zwei Duelle statt. Ter oppofitionelle Abgeordnete D e s i beschuldigt den M i n i st e r p r a, i d e n - ten v. Lukacs, vier Millionen Staatsgelder zu Wahlzwecken unterschlagen zu haben.
Der ehemalige französische Abgeordnete Andrö Berte l o t, Urheber des Projektes einer von Algerien durch die Sahara nach Südafrika zu führenden Eisenbahnlinie, teilte einem Berichterstatter mit, baß die Mitglieder des Studienausschusses ihre Vorarbeiten zur Tracierüng der Bahn in Algerien und in der Sahara beendet hätten. Das Projekt jei nunmehr so weit gediehen, daß die Verbindungslinie in Angriff genommen werden fÖnn$3ie aus Gibraltar gemeldet wird, ist Mulay Hafid dort eingetroffen und begibt sich an Bord des Dampfers „Gibel Tersa" nach Tanger, wo er seinen Wohnsitz zu nehmen gedenkt. Abdul Asis, der am Donnerstag gleichfalls in Gibraltar weilte, hat infolge dieser Absicht' seines Bruders Mulay Hafid beschlossen, in Algeciras dauernd Aufenthalt zu nehmen.
Deutsche Kolonien«
Staatssekretär Dr. Sols
hat am 13. d. M. Muansa wieder verlassen, um über die englische Uganda-Bahn die Rückreise zur Küste anzutreten. Dem -Staatssekretär siet es bei seinem Besuche im deutschen Viktoria-See-Gebiet auf, welche Fülle von Landesprodukten an die Küste des Viktoria- Sees zur Verschiffung und Weiterbeförderung über die Uganda bahn gebracht wird und daß diese Landeserzeugnisse hauptsächlich aus den Ein- geborenen-Pflanzungen stammen. Der Siaatssekie är hat mit seiner freudigen Anerkennung dieser fortschreitenden Entwickluna nicht zurückgehalten und nur bedauert, daß bie Verschiffungseinrichtungen für die Ernte nicht genügen. Ter Staatssekretär hat sich am 17. Sept, in Mambassa an Bord des Dampfers „Prinzessin" zur Heimreise eingeschifst.
Eine Vorstandssitzung der deutschen Kolo n i a l g e s e l l s ch a f t findet am 6. Dezember in Berlin statt. __________
Ans Stadt und Land.
Gießen, 20. September 1912.
Aus der Sitzung der Stadtverordneten.
Gestern versammelten sich unsere Stadtväter zun^ ersten Male nach den Ferien wieder. Es war in der Hauptsache eine richtige Verwaltungssitzung, die auch flott erledigt wurde. Von allgemeinerer Bedeutung war nur die Beratung über die Fl e i s ch teue ru n g , die eine erfreuliche Uebereinftimmuna der Versammlung mit den Vor- chlägen der Bürgermeisterei und des sozialpolitischen Anschusses ergab. Danach ist von den Mhalfemitteln, die die Stadt selbst ergreifen kann Fischverkauf u. bergt, nicht allzuviel zu erwarten. Der Hauptnachdruck wirb auf Maßnahmen ber Reichsregierung gelegt, burch die ausländi- ches Schlachtvieh, Fleisch und Futtermittel billiger ein« geführt werben lönnten. Die Aussprache war ernst und sachlich, namentlich »würbe es vermieben, bie Schulb an ber jetzigen Teuerung bem einen ober anderen Erwerbsstand zuzuschieben. Der Schluß ber Sitzung brachte eine Klage bes Stabtv. Winn über bie Gefahren, bie burch die unhaltbaren Zustänbc an ber Biebertalbahn hervorgerufen werben. Hoffenttich gelingt es, im Sinne dieser Anregung Abhilfe zu schaffen.
Der Bottskundetag zu Großen-Linden.
Eine eigenartige und unseres Wissens noch nicht ver^ suchte Veranstaltung wird zurzeit in Großen-Linden vorbereitet. Am 28. und 29. September d. I. wird in Gießen der diesjährige Kongreß der deutsch en Vereine für Volkskunde abgebalten. D-essen wissenschaftlicher Teil wird nun in Großen-Linden erledigt werden. Es soll da am Nachmittage des 29. September d. I., 3 Uhr, versucht werden, das Volksleben dieses Ortes nach verschiedenen Richtungen hin zu schildern. Pfarrer Schulte, der Vor sitzende der hessischen Vereinigung für Volkskunde, wird Großen-Linden er Volksleben vor 250 I a h r e n auf Grund ungedruckter neu gefundener Urkunden zeichnen. Geh. Baurat Prof. Walbe, Darmstadt, unser hochverbien ter D-enkmalspfleger, wird bas Gr o ß e n - L i n b e n e r B a u e r n l) a u s m Wort und Bilb vorsühren, und enblich wird Pros. Rauch, Gießen, unser Kunsthistoriker, der bie In'ssifche Kleinkunst kennt, wie kein anberer, über den Schmuck ber Großen - Linbener Bauernfrau reben. Während Waldes Vortrag burch eine Reihe von Lichtbilbern unterstützt wird, ist Rauchs Vortrag durch eine kleine Ausstellung illusttiert, zu der bie alten Großen Linbener Familien ihre Laben geöffnet unb ohne Bedenken ihre Schätze hergegeben haben. Ein erstaunlicher Reichtum ist da zutage gekonmien. .Kirchentücher, d. h. gestickte Tücher, die die Frauen ausschließlich beim Kirchgang getragen haben, und bie wundervolle Stickereien zeigen, alte Kragen der Hüt ten berg er Tracht, die von Slickereien, mit zum Teil herrlichen Mustern bedeckt sind, Hüttenberger Schleifen aus verschiedenen Zeiten, alte Treuringe, die die Braute früher zum Hochzeitstage vom Bräutigam geschenkt erhielten.


