Ausgabe 
20.9.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten.

,oo

.00

AO

.00

10 Uhr.

1912;

A 6.00 Uh

Station

Lew. P

9

im 5üben bekannt war.

\che

0pen

86JH .9H;

9. Mai wird jammer des kommen.

2-44

ö-37

l-ßo Mj

11

ttini;

«tofidn it

9 l Sero, r

10 Seb. h-

Der (Erfolg derhansa'-ZIüge.

Pläne der Reichsregierung.

Tie lebten Meerflüge des ZeppelinluftschissesHansa" Moten in ben militärischen Fachkreisen der Luflscknfsayrt an den amtlichen Stellen, die sich mit deutscher Luft- iüisspolitik beschäftigen, Pläne reifen lassen, an deren £ Sjrbereitung und Ausgestaltung schon seit einigen Wochen farbeitel wird. I ic neuesten Uebersceflüge des schnell sn Luftkreuzers der Welt von Hamburg nach

Veutjchc» Ueich.

Der Kaiser bei den Flottenmanövern.

Aus Wilhelmshaven wird berichtet: Um 4 Uhr erschien am gestrigen Donnerstag dieH oyeuo11ern" mit dem Kaiser an Bord an der Spitze der Hoch!see­flotte, die in Kiellinie folgte, aus der Reede von Wil­helmshaven. Tie lange Reihe der langsam und majestätisch herannahenden Panzerschiffe bot ein wahrhaft glanzendes Schauspiel Die Salutbatterien feuerten den Salut. Tie ,,Hohenzollern" und die.Flaggschiffe gingen in den Hajen, die Flotte ging auf der Reede vor Anker.

Tein Admiral von Holven dorff wurde der Schwarze Adlerorden verliehen, bet itontreabmitaj Lans wurde zum Chef des Rordseegefchwaders und Montrc- abmiral Graf v. Spee zum Chef des Kreuzergeschwaders ernannt

N.

)e.

-Anlage).

912;

otnö.

wegen der Vorgänge im preußischen Abgeordnetenhause am am nächsten Montag vor der Ersten Straf- Landgerichts I tn Berlin zur Verhandlung

itt nicht <f(fi ast.

912:

am das Jesuiten gesetz.

TieKöln. Ztg" meldet aus Berlin: Die preußi scheu Bischöfe haben zur Aufhebung des Jesuiten g e s e tz e s eine Eingabe an den Bundesrat gerichtet.

fdiaucr brachen in Hurrarufe für Zeppelin aus. Tiefer ant­wortete mu iolgrnben Worten: _

S)erUid>cn Tank für ben Empfang, ben Sie uns bereitet haben. Wir werden diese Erinnerung bebalten, solange wir leben."

Darauf setzten sich die Schrauben in Bewegung, bas VuUfdnft hob sich langsam in die Höbe und nahm den Kurs über den sund.

Eine Bogensahrt über Malmö.

Malmö, 19. Sept DieHania" kam kur; vor 12 Uhr vor der Stabt an und führte einen großen Bogen über dem Großen Markt und ber Petrikirchc aus Daran' zog he in südwestlicher Richtung nach dem Platz der Baltifdxn Ausstellung. Lic Straßen und die lädier ber Häuser warenjron zahl­reichen Mcnschcnmasscn besetzt, die bas Luftschüf mit Schwenken von Tüchern und Hurrarufen begrüßten. Das Luftfchin schlug darauf die Richtung über die Citiec nach Hamburg en, Ta- Wetter schon. Es herrschte schwadier nördlicher Wind.

jjambiirfl, 19. Sept. Das LuftschiffHansa" überflog auf her Rückfahrt von Kopenhagen Lübeck um 3.30 Uhr. Eine Biertelstuiidc f pater wurde es hier von ber Luftschiff balle m nord- licher Richtung gesichtet. Sie führte eine Schlen'enfahrt bid Blankenese aus und um 4.50 Uhr erfolgte die glatte Landung vor der Halle.

86,(U. markt, U "icher, i;>.. iornlifc*

lätten«"6' ir'juns un- im

kRti 1 ch e Wert foldter Fahrten bei einigermaßen giin- jhji-n Umständen über alle Bedenken und Zweifel erhaben tji. Tie Führer des englischen Panzergeschwaders bei Ko- '^nhagen mögen jetz^mtt Schmerz an das rühmlose Ende b i britischen MilitarvallonsMayfly" int vorigen Herbst a dacht haben, dein kein Aufschwung der englischen Motor- I stistfchisfahrt mehr folgte. Und es dürfte ihnen auch der z trdanke gelommen sein, daß ein ähnlicher Flug derHansa" Rlcch dem Westen, über Großbritannien und Irland, sich rit schwieriger gestaltet hätte als über Tänemark und Mstztoeoen Bon chauvinistischen Folgerungen wollen wir Will! möglichst fern halten. Aber wir können doch den Whnweio darauf nicht unterdrücken, daß im Falle eines <0.0)1'11 Fluges eines englischen Luftschiffes das Triumph gcflirci und der Hymnengesang in der englischen Presse JBtt i Ende nehmen würde. Statt in solche Jubelhymnen att.Htbrechen, tun wir in Deutschland jedenfalls besser, nic.jtmi und sachlich die Konsequenzen aus den impoiaw ie.t' Erfolgen derHansa"-Flügc zu ziehen. Ter deutsche flflütteiiDerein hat dies bereits in seiner Weise getan, JDcm sein Ausschuß soeben die Satzungen dahin änderte, s, der Zweck des Vereins die Schaffung einer starken utflottc fein soll, lieber die neue Fassung der Statuten l! eine in nächster Zeit stattfindende außerordentliche itglicberDerfammluitg beschließen.

Was aber die deutsche Reichsregierung anbetrifft, so

/jiiri

offen J-«"

me ", erprot1 * ...

almato

oberer-

Der 7. deutsche Arbeitsnachweis-Kongreß ist am Tonnerstag in Hamburg durch den Vorsitzenden des Verbandes deutscher Arbcitsnachweiie, Dr. Freund« Berlin, eröffnet worden. Vertreten sind n. a. die Senate von Hamburg und Lübeck, das Reichsamt oes Innern, das Reichsmarincamt, das Kaiserliche statistische Amt, die Re­gierungen von Sachsen, Baden, WürtteurderL und Weimar, die j-'anocdbauptlcutv. do., .'pannooer, Westfalen, Posen, Brandenburg, das Cberprasidlum und das Regrerungs- präfidium von Schlesweg, bas vsterreichifche Handelsmini­sterium und das dänische Ministerium des Innern.

it diese, wie wir von einer vorzüglich unterrichteten i - c Horen, den Entschluß gefaßt, B e st e l 1 u n g e n ui lenkbare Luftschiffe für die nächsten ahre i it viel w e i t e r g c h e n d e m Maße als isher zu erteilen und insbesondere die Frage des

1 - a 11 c n b a u e » energisch zu fördern. Im Reiche stehen 27 fertige Hallen, 2 in Johannisthal bei Berlin, Reinickendorf und eine in Biesdorf, ebenfalls bei .«criuL In Hamburg, Bitterfeld und Friedrichshafen de- Nden fick, je 2 Hallen. Eine Halle steht in Baden Cos, jannheim, Frankfurt a. M.-Rebstock, DüsseldorsGolsheirn, Pilja, München, Kiel, Wanne-Herten, Köln, Straßburg, leP, Thorn und Königsberg. Tie Halle in Potsdam wird nt» fertig fein.

Bei den letzten amtlichen Konferenzen war es das i chsrnarincainl, das um einen Aufschub der Hallen, lugelegeuhcit bat, weil die Frage der drehbaren Hallen uc.) nicht geklärt sei. Man wird aber jetzt ohne Verzöge- tu. 3 den beschleunigten Hallcttbau vonseiten der Reg,e- nigsstelleu aus befürworten, um die Entwicklung der ' jfi|iotte im ganzen nicht aufzuhalten. Ferner soll im Hoher, wenn Prof. Schutte von seiner Reise nach den (reinigten Staaten zuruckkehrt, mu ihm wegen Liefe-

.(9U)male d'Jtafta" hat die dankenswerte Anregung m einem sehr beifälligen Artikel begrüßt Jetzt beschönigt sich uud/ uefSecolo" mu der wichtigen Frage des Vogelichutzes, indem er Dafür cintritt, daß nicht nur Die Jagd auf Singvogel verboten, fondern daß dieser schütz auf alle Bewohner der Lüfte ausgedehnt werde. Man müsse mit der Psychologie des Jagers rechnen, der, ungehalten darüber, daß keiner der Vogel, die zu schießen erlaubt ist, vor feine Flinte gekommen sei, schließlich, um nicht mit leerer Fagdtafche heimzukehren, ein paar unschuldige Schwalben oder Rotkehlchen erlege. Es fei ja übrigens nach- gewieien, daß auch die sogenannten Raubvogel als Mäufevertilger überaus nützlich feien. Ter Artikel erinnert daran, daß den englischen Piadfinderknaben als eines der ersten Gebote die Liebe zu Den Vögeln emgefchärft werde. Man dürsc nicht von einem Appell bloy an das Gefühl sprechen. Denn es handle sich auch um em i^eboi der Zweckmäßigkeit Tte Vernichtung der Vögel sei gleichbedeutend mit der Vernichtung Der Fluren, der Wälder, mit der Züchtung von schädlichen Kerbtieren. Uno wenn man naä' Den eigentlichen VeweggrunDcn Der BogeljagD iragte, fo müsse man antworten, daß die meisten der zierlichen Tierchen nur Der Eitelkeit von Leuten zum Cpfer fielen, die barm einen Triumph iahen, wenn sie, da sie lernen Hasen ober kein Eich­hörnchen erbeutet hätten, wenigstens ein paar Dutzend Singvögel na« i?auie brachten Das Verbot der Vogeljagd würde also nur er'vrießliche wirtschaftliche Folgen haben und höchstens cm paar Sonntagsjäger ärgern. Hoffentlich fällt die Anregung dieses roadcrcn Vogelfreundes au fruchtbaren Boden und greift endlich auch im italienischen Volk der Abfchcu gegen den Vogclmord um sich. Freilich müßte aber auch Die italienische Intelligenz solche Bestrebungen unterstützen und das NationalgerichtSingvogel mit Maisbrei" aus dem Küchenzettel stretchen. Erft vor wenigen Tagen hat em Kongreß italienischer Arzte in Bergamo ftatt- gefunden, und Die Junger Aeskulaps ver'peisten, wte derKöln. Ztg." geschrieben wird, Singvog-i mit Maisbrei! Da sollte der Hebel angcictzt roeroen. Die .Bogel würden nicht geschossen und in Netzen oder mit Leimruten gelangen werden, wenn sich nicht Abnehmer landen. Schon in den Schulen wäre Der Abscheu gegen Den Vogelmord in den jugendlichen Seelen zu erwecken und Die Hcgung der lieblichen und nützlichen Sanger zu empfehlen. Die Gemeinden müßten Preife für den Bogelfchutz ausfetzen, und das Gesetz diese Bestrebungen unterstützen. Aber wie west ist es noch bis Darin ? Wicoiele Xauüno. armer Vsg eichen werden noch erbarmungslos umgebracht werden, bis sich die allgemeine Zmiicht von der Roheit und Schädlichkeit des V.ogelmordes in Italien Bahn bricht.

Mufikinstrurnente aus dem alten Aegypten. In London find gegenwärtig die Funde ausgestellt, die die Grabungen der britischen archäologischen Schule m Aegvvten n?äl renb der letzten Mai.ipügnc ans Licht gewidert haben: einige von ihnen gewahren einen interessanten Einblick in die Munk- pihge Der alten Nilbewohner. So hat man in Den Gräbern von Memphis mit einer großen Anzahl von Gegenständen des hauslia en c^drauch-s fünf kleine Zymbein von etwa 125 Milli­meter im Durchmesser gesunden Tiefe Instrumente wurden in Aegiwten sehr viel gespielt, wie man aus Denkmälern der Maleret und der Skulptur entnehmen kann. ZymbclnJ-ieier Art hat übrigens Bcrliv; in dem Sanktus feiner großen Totenmeffc mit außerordentlich fchöner Wirkung verwendet. Musizierende zeigen D.c bedeutsamen Reste von Malereien, die man m Haivara lüDlidj von Kairo aufgedeckt bat, und ebenso führen uns einige cntzudendo Siatucn altagyptuche Muiikantcn vor. Die eine, in Lebensgröße aus Sandftem geiormt.jtcllt einen Jüngling dar. Der die Dopvel'löte spielt. Die Imke Seite des Gesicht., n ver> itummelt, aocr Die rechte Seite laßt eine von Lu>t gc.. Vaac ichen, die die angestrengte Arbeit Des Flötisten ahnen t Ihn anderes Bildwerk stellt einen Musiker Dar, und em drittes einen Öarfcnipiclcr; beide Statuen stammen aus den alten Königs- arädern des Mittleren Reiches. Auf einer prächtigen d.ichemtele ift der Begrabene abgcbilöct, auf einem ^tubl iieciio, wahrend por ihm cm knieendcr Harfenist feinem Jn'irument Tone entlockt. Milt jc-.n :i beiden .. - .id.n zupu er Die iieom »sauen, io Da st man benten mochte, er entlocke feinem Instrument bereits die Urormcn einer me.oDi'chen Harmonie in um er em sinne.

Zum Vogelschutz m Italien. An cm Rund- f(treiben des italienischen Ackerbauministers Ritti, das den lanD- .viujaahiiücn vxitu uuo ^agero.rcinen die schommg der Singvogel sehr warm empfohlen hatte, scheint nch manche nützliche Erörterung in den italienifchen Tageszeitungen Inupjcn

Lt helmshaoen, nach Helgoland und nun nach Kopenhagen | id b Malmö haben beiviesen, daß die Technik der Starr- « lus:schiffe, litsbesondere die jetzt erreichte Eigcngeschwin

II 3Vclt auch dem unbeständigen und riskanten Wetter der t». vak. .»Dl'tcngcgenden Trotz bieten kann und daß der m ilita-

Haden nun also die Arader m der Tat ipaleitens um die Mute I ^u wollen, des st.Jahrhunderts Die oon ben Lhinesen übernommene Magnet-11" ' nabel gekannt, so wäre es sehr eigentümlich, wenn dte Normannen | auch der bei ihren regen Beziehungen zum Cncnt die für ihre Seereisen *" unschätzbare Ersinduiig nicht kennen gelernt und 'ich zu eigen gemacht hatten. Am diese Weise hätte also schon 23 Jahr- Hunderte vor den Kreuzzügen eine Uebertragung der Ätnnrnis Der Magnetnadel aus dem Eiten nach Europa itatnmbcn können und cs wäre gleichzeitig die zunächu iaft unbeareifliche Tatsache erklärt, daß die Magnetnadel anscyetnetid im Norden früher al5

r u n g von Luftschiffen seines Tnp» verhandelt wer den. Sofort nach den Probefahrten und nach der Abnahme

Ballons wird Die Hecresvcrt ausführliches fchlachten abgeben, das als Grundlage für . ich r gierstng bicm n füll . weiter: T>e Friedrichshafener Zeppelinwerft hat nach Ab­lieferung des Marineluftschiffes bereits den Kiel für einen neuen Luftkreuzer gestreckt, ohne daß eine neue Bestellung vorlag. Auch hier wird die Regierung mit neuen Aufträgen nicht auf sich warten lassen Im Voranschlag des Reick>s Haushalts wird die Subvention für die Telag sehr wahr- chcinlich bedeutend erhöht werden. Darüber wurde zwischen den Vertretern des Auswärtigen Amts, des Kriegs- mmisteriums und des Reichsmarineamts bereits eingehend beraten. Feste Beschlüsse liegen nach dieser Richtung nicht vor. Aber Dte Besprechungen zwischen Vertretern der Zep- pelingesellschaft und dem Reichsamt des Innern werden demnächst zur Feststellung der Neuforderungen führen.

Gar keine Neigung dagegen besteht int Schoße der Regierung darauf muß noch hingewiesen werden sich mit den Plänen einer Verstaatlichung des Luftschiff' bau», etwa der Bitterfelder Luftfahrzeug Gesellschaft zu beschäftigen. Tie Monopolisierung des Baues von Militär- liiilkreuzern würde den Wettbewerb unterbinden, den Er- findungsgeist und die Unternehmungslust lähmen, eine Wirkung, die uns vielleicht gerade um den Vorsprung der Ballontechnik, den wir aegenüber dem Auslande haben, bringen würde Gewiß könnte das Ausland zunächst Luft- tahrzeuge für mililärifche Zwecke in Deutschland nicht kaufen. Aber bei deck heutigen Stande der Technik dürften Die Konstruktionen Der Luftfahrzeuge auch bei strengster Geheimhaltung der Pläne schon aus Den praktischen Wir hingen und unzähligen Anhaltspunkten erkannt und doch rasch nachgeahmt werden. Anders steyt es jedoch mit einem Luftslotlengefep für Armee und Marine über Sollbestand, Dienslorganisalion, Reserveschiffe, Ersatzbauten, Heran­ziehung von Privatluflschifsen im Manöver- und Ernstfall Vorschlägen darüber fieht die Regierung mit Interesse entgegen.

Ter Flug nach Kopenhagen.

Hamburg, 19 Sept. TaS LuftschiffHansa" mit dem Grafen Zeppelin, Tr. Eckener, Cbctingenieur Türr, Kapitän Hacker und 10 Pa ff agieren an Bord ist heute früh kurz vor 4 Uhr nach Kopenhagen ausgestiegcn. Zur Zeit der Abfahrt herrfchie Windstille.

Kopenhagen, Ist. Sept. Nachdem dieHansa" auf der Fahrt von Hamburg nach Kopenhagen um 7.30 Uhr morgens die Südspitz.e der Jniel Falftec bei Gtedscr passiert hatte, setzte sie die Fahrt in nordöstlicher Richtung fort und wurde gegen 10 Uhr am Horizont von Kopenhagen aus gesichtet. Um 10.30 Uhr bcsand sich das Luftschiss über der Stadt und suhr nach Dem Flugplätze, ivo sich eine u n g e h e u r e Men- s ck) e n m e n g e angesammelt hati. . Daraus slog es irn Boßen um Die Stadt und trat gegen UJ 4 Uhr über dem Flugplätze em. In De» Straßen u uD auf Den Dächern standen Zuschauer i n großer Zahl, die DaS Luftschiff begeistert emp­fingen. An Der porhereii Gondel führte Das Luftschiff die Dännche, an Der Hinteren Die Deutsche Flagge.

Tie Landung

ging mit Hilfe der dem Grafen Zeppelin zur Verfügung ge­stellten Soldaten glatt von statten. Tie Menge bereitere Zeppelin iinD feiner Begleitung begeisterte Ovationen. Cbcrft Tnken unD Cbermgcnieur Holtcrmann hießen den Grafen unD Die übrigen Deutschen Herren willkommen. Graf Zeppe­lin verblieb währenD DcS Aufenthaltes im Luft- j d) i f i, weshalb ihm in Der porDcrsten GonDel von Der Aero- nautiidjen Gesellsck.ast ein Frühstück gegeben rourDc. Gegen 11 Uhr 35 Mm. rourDc zur Äbtahrl klargemacht. Tie Zu-

irr. 222 Erstes Blatt ' 162. Zahrgang Srcitag, 20. September 1912

t Siebener Anzeiger j-mt wA vezaatzvrei«:

7'cheinl täglich, außer MM monatHcfc75nUM*

lemfprech-21 Schlüsse: N M MM Verantworili» kür ben

l r Die 'Jicba(i-on 112, polinschen TeU: 2lugn't

!SLW General-Anzeiger für Oberhessen SiafeS

Botattonsörud und Verla, der vrühl'ichen Unio.-Budr und Sttintruderei R. lange. NedaMan. »rpttitlon und vruderel: Schulftratze 7. Land-: dm

t ? vormittags 9 Uhr. Büdingen: Ze»nsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.

Der Strafprozeß gegen bie fozialdem o kra- tischen L an b t a g öa b g co r bne te n Borchardt und Leinert

t, == + 14,5

,h. Mi ttelnzB ktoff und « t und bei* en. Dahcl

Das erste Auftreten des Kompaffcs in (Europa.

Auf bem Deutschen Naturforscher- und Aerzte- j lag* hielt T< R. Äkn nig cBerlin Friedenau einen sehr in he ianten Bonrag überT a s e r st e A u s t r c t e n d es K v m la fies in Europa". _

2ie älteste Geschichte bed Komvancs m Europa m nocl- V ttefes Dunkel gehüllt. Die frühere Ansicht, Daß ein italienischer thlchries Flavivgioja, Dessen Persönlichkeit selbit cme Ersinbung > tcut scheint. Den Kompaß um 1300 crsunDen, oDer Daß ihn II Jr berühmte ReisenDc Marko Polo aus Ehina nach Europa st bracht habe, ist ganz unhaltbar. Denn tdion um 119ö t|t er 1 ,icv roiftvuropäiid)cn Literatur nadnveisbar unD gcromc .in l'hc'cn sprechen Dahtr, Daß er schon erheblich früher im weltlichen I |ic »orDlichen Europa bekannt roar. AnDerertetts lieht KIJ. I Li; Das vom Ehinefen Hüttschin im Jahre 12o nacv Ehrnti Ge- !'i:rt verfaßte WörterbuchSckue-roen" bereits Dem '..lagncten | h JuUigicit zuschreibt,Der NaDel Die^Richtung zu flehen ELahrfduinlid) roar Die Kenntnis DesSüDroeifers in Lbma Ihar schon sehr viel älter. Als ziemlich lidjer Dutten roa an- 11 neu Daß Die Uijincfcn auf ihren Lectahrtc-.i nach >inDun | u eben Dort hinkommenDen Arabern die Kenntnis Des >tom- fc nies vermittelt haben, diirn Wiebcmann bat Den «adweiö ge­lt j)it, daß schon im Jahre 854 in Der arabgchen Literatur Dic | ümttiis Der Magnetnadel sestzustellen M ,ltt>v -vcben

Man bat nult bisher angenommen. Dar, die eutopai dKtt I cJcr üctnmllid) zur Zett Der Kreuzzuge D.c

1 u m leimen lernten, ober aber, wie es GuittHcr ^i. «i Guropa .-chmals, unabhängig vom fernen Lltcn cnuiiDcn roorDvit \c\.

\ hi )e Aimahmen haben etwas gezwungenes an Nch- ' Hennig maQ.i nun au- einen neuen -e'fl auimerksam, am 1 tau Die Kenntnis Des Kompaßes bereits im ^ oDer lO ^ayr

Liihert von Den Arabern nach NorDcur.'pc' flckowm.n iei. Ux iwm Lr iur bin. Daß Das größte ^eeiabrcrpolt Der 6-", b.e Normannen neu uerijältniemäbig red.t r.jcn vanbelsverkehr mit D^n : ä-eit Kalifcnrcichcn uiiicrhieitcn unb jroar aur banr

' runiiticn Ströme, spätestens un 10. ^ahrhundert g .angi..i innmnnen, nuc me -.«.-icke» 5»nmidler l<ner ,eu

u Htd) bcitätigcii zu Hanbelszweckcn über Da-.' Ka'Pi äx, -

L BagL UND' Daß auch. Den Normannen.u.w coenw den t):ianünern Des Mittelalters loivohl Der ^pr-Wolchow irnt Der 'n .................... ;um PernstcinlanD Der L uicl gut bnaim.

ic gehl aus Den zahllosen arabischen Münzinnbcn im L rec- !Lte wie aus ber ambudxn, ruuirn en und westcuropai.^n Uuratur Des Mittelalter- klar genug hervor.