Gewerbegerichtswahl Freitag, den 17. Mai von 12—8 Uhr »“/.! in der Bürgermeisterei.
Stimmzettel sind vor dem Wahllokal zu haben. Zur Gewerbegerichtswahl!
Freitag, den 17. Mai finden die
Beisitzerwahlen
statt. Wir fordern alle nationalgesinnten Arbeiter auf, vollzählig für unten stehende Kandidaten einzutreten.
1. Werkmeister,Wilh., Oberkellner
2. Toll, Ernst, Schmied
3. Müller, Karl» Dreher
4. Mandler, Karl, Taglöhner
5. Plattner, Emil, Oberkellner
6. Gost, Berthold, Schreiner
7. Schnabel, Albert, Schlosser
8. Ohr, Adam, Taglöhner
9. Büttner, Adam, Dreher
10. Pfeiffer, Heinrich,Lagerarbeiter 11. Beck, Georg, Schreiner
12. Nagel, Hermann, Hutmacher
Der Wahlausschuß
der natioualgesiunte» Arbeiter.
NB. Wahlberechtigt sind alle 25 Jahre alten Arbeiter, welche in Gießen wohnen oder beschäftigt sind. Zum Ausweis bei der Wahl — welche im Bürgermeistereigebäude stattfindet — genügt eine Bescheinigung des Arbeitgebers, der Polizei oder der zuständigen Krankenkasse. d,5/6
Die Wahl beginnt mittags 12 Uhr und endet abends 8 Uhr.
Stimmzettel an dem Bürgermeistereigebäude.
Ganturnfest 1K12 zu Gießen verbunden mit der Feier des 80jähr. Bestehens des Turngaues Hessen.
Der Wirtschaftsbetrieb in der Fcsthalle (nur Weinverkauf), Bayrischen und drei weiteren Vicrhallen sowie Kaffee und Konditorei soll vergeben werden.
Bedingungen sowie Lageplan liegen bei Unter-- zeichneten auf. Angebote werden bis 28. Mai ds. IS. erbeten.
Der Wirtschafts-Ausschuß
L. Althoff, Vorsitzender. v«/$
Jubiläums - Gauliimfesl Giessen 1912.
Als Vorfeier des Jubilüums-Gauturnfestes des Turngaues Hessen soll am 30. Juni d. IS. ein Mer-Wettlmmi u. -Wimen stattfinden.
Wir bitten die Eltern der in Betracht kommenden Schüler, diesen* zum erstenmal in solcher Ausdehnung hier geplanten Wettkampf dadurch zu unterstützen, daß sie ihren Söhnen die Erlaubnis zur Teilnahme daran geben.
v“/6 Der Turnausschutz.
«O, Veteranenverein O,
Der Verein ehemaliger 116er (Vy 73 , > bat den Beteranenverein zu vV.x<rA q
seinem StiftungS Kommers aus Samstag, den 13. d. MlS., “ abends 9 llbr, in Steins tn Garten eingeladen. Es ist vollzabligec- Erscheinen er wünscht. |v,5/j| Der Vorstand.
s2lm Himmelfahrttag, l(k Mai
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an Station Grosicu-rinden.
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Kapitän Smith auf der Kommandobrücke. — Die Eisberge kommen. — Die Menschenmenge vor dem Bureau der White Star Line. — Ankunft der „Carpathia". — Die Uebcrlebenden gehen an Land. — Marconi, der Erfinder der drahtlosen Telegraphie ?e. _________________U. a. mehr._________________
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Bei günstiger Witterung ffndel das Konzert im Garten statt.
Am Himmclfahrtsragc, vormittags 11 Uhr, nachmittags 3*/2 Uhr und abends 7l/2 Uhr: Konzert.
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So stand e§
geschrieben hervorragendes Theaterdrama. Lehmann in der Schule
humoristischer Schlager.
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reizende Szene von Daniel Riche.
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großer humoristischer Scblager. 3n der Hauptrolle spielt Fräulein Mistinguett.
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Revue des Humors.
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Nachrichten.
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ibeluitignug Europas, ler ^achersolak
sTeuJels-Had
llausstcllung Brüssel.
hrt u folgende Tage in Betrieb A» leben.
chenrago von nachm. 6 Uhr an. bertrint alles an Neuheiten gebotene. iqjm
Zur Aufilarung.
Tie Nr. 21 dcS könnte man, inhalt-
lich angesehen, als ,@cftcnuninier* bezeichnen. ES iit hier nicht möglich, auf alle Einzelheiten der darin erhobenen Anschuldigungen einzugehen; dessenungeachtet sei einiges darauf erwidert:
1. Der kirchlicherseitS beliebten Art, religiöse Minderheiten mit den Namen „Letten" zu brandmarken, sei die Tatsache gegenübergestellt, daß unsere Gemeinde staatliche Anerkennung besitzt.
2. Von Verstecken unter dem „Schafskleid der Zcltmission" kann keine Rede sein, nachdem der „Gießener Anzeiger" den Bericht über die Verhandlung betr. .Antrag der Baptifteugemciudc um Ueberlassung des Hinteren Teiles deS LswaldSgartenS zum Zweck einer Zeltmission" gebracht hat.
3. Die Behauptung, daß „eine Sekte der anderen das Wasser ab. grabe ‘ ist bei unS dadurch ividerlegt, daß sich verschiedene andere Gemeinden, mit denen wir in der Hauptsache völlig einS sind, an der "Arbeit mitbeteiligen. In einer Zeit, in welcher die Spannung zwischen „Positiv" und .Liberalinnerhalb der Landeskirche so groß ist, sollte man auf diesem Gebiete nicht andere mit Steinen bewerfen.
4. lieber den Inhalt der Vorträge im Zelt sich ein Urteil zu bilden, überlassen wir ruhig denen, welche sie gehört haben.
5. Den für große Kinder berechneten Geschichten von Unbildung der Settenprediger sei die Tatsache entgegengestellt, daß kürzlich ein unparteiischer Rezensent in einem Evangelisch-Theologischen Anzeiger eine 9lrbcil eines in Gießen lebenden freikirchlichen Predigers als „Ergebnis, ja Ertrakt gründlichster Forschung" bezeichne! hat. Ohne Befähigim isimchweiS wird niemand als Prediger unterer Gemeinde ordiniert. Solche Prediger gelten vor dem Gesetz als „Geistliche".
6. Tie Kindcrtaufe auS Markus 10, 16 nachzmveisen, ist ein ganz flöi- licher Versuch. Wir zahlen jedem, der unS den neutestamentlichen Beleg für dieselbe bringt, die Summe von 1000 Mk. Prof. Harnack. sagt ganz ehrlich: „Seit Mitte des 2. Jahrhunderts beginnt auch die Praxis der Kindertanfe." Und Prof. Nauschenbusch sagt: „Es ist längst wisienschaftlich festgestellt, daß die Taufe ursprünglich durch Untertauchung vollzogen wurde und es i|l mir noch fein deutsches wissenschaftliches Werk vor "Augen gekommen, das diese Tatsache in Abrede stellte." Man mag uns ob unserer Gewisscnsüberzeugung verketzern, widerlegen kann man unS nicht.
7. So scharf wir uns auch in dem unpsychologischen Sakramentsbegriff von den Reformatoren unterscheiden, so eins sind wir mit ihnen in der Betonung der rettenden Macht der Gnade und des als persönliche HerzenShingabe an Jesnm Christum verstandenen Glaubens, durch welchen uns auf Grund der Erlösung durch Christi Sühnopfer Heilsgewißheit zuteil wird. Dies zu verkündigen, ist Aufgabe der Zeltmission. Cb unsre Gemeinde dadurch Zuwachs hat ober nicht, kommt erst in zweiter Linie für un3 in Betracht. Dem Vorwurf der Prosclytemnachcrei gegenüber glauben wir ein reines Gewissen zu Haden.
Wir erwarten von unfern Gegnern weder Lob noch Zustimmung, sondern eine gerechte Beurteilung in der Polemik, die wir weder suchen noch fürchten Es ist unserm Hessenlande eine Ehre, daß es in Bezug auf Gewissens- und Bekenntnisfreiheit stets mit an der Spitze marschiert ist und wir hegen das Vertrauen zu unfern Mitbürgern, daß sie objektiv genug denken können, um uns in unserer Gewissensüberzeugung zu verstehen und selbständig genug, um nach der ihrigen zu handeln.
3553
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Mittwoch, 15. Mai 1912, abcndS 8',', llbr:
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Sreitaa, 17. Mai 1912, abcndS 81 , llbr:
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