Ausgabe 
15.5.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ausland.

ranzösischc Preßnach-

Shtiftedung

Berlin im ßunopnrt und bei der Dresdener

großen Erfolg hatte, seine Tätigkeit beginnen. Auch hier wird die neue Vorführung Anerkennung finden.

3itdUberocrtungvorzüglich". Die deren Besuch Den Gicßeiter Hunde- ! empfohlen werden kann, sind <un : und am 23. Juni in Kreuznach.

zwei Ehrenpreise uv nächsten Ausstellung, besiveru und Züchter 2. juni in Tarmstad

Der Italienisch-türkische Krieg.

Sine italienische Schlappe tei Derna?

Konstantinopel. 14 Mai Truppen von Tür- ken und Arabern griffen am 8. Mai zwei ita- lienische Kompagnien vor Terna an. Die Ita­liener hatten 16 Tote und '! Verwundete.

Albanische Unruhen.

Saloniki, 14. Mai Anderthalb Bataillone und eine Gebirgsbatterie erreichten, von Prischtina kommend, Fstok, wo sie sich mit den von Ipek angekommenen Trup­pen vereinigte« Die Ankunft der Artillerie machte einen ernüchternden Eindruck auf die Albaner, welche in die Berge zurückgingen Die Truppen rückten nach und feuerten die ganze Nacht lebhaft, jedoch nutz­los mit den Albanern. Auf die Bitte des Komman­danten von Ipek, vorsichtshalber Verstärkungen zu senden, gehen zwei Bataillone Infanterie imb ein Bataillon schützen von Saloniki nach Nitrowitza ab.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 16. Mai 1912.

* Der neue Roman, mit dessen Abdruck wir beute ;bt den Gießener Familienblättern beginnen, macht unsere Leser mit einem Schriftsteller bekannt, dessen Namen wir jedenfalls schon oft gehört haben, und der einen guten Klana in brr deutschen Lesewelt bat. Freiherr v. Schlicht ist einer unserer angesehensten UnterhaltnugSschriststeller, und er ver­steht es meifterhaft mit seiner huniorislisckr-satyrischen Jeder da» nwderne Gesellschaftsleben »u illustrieren, in dem er sich al- ehe­maliger Offizier ausgezeichnet -urechtfindet. Wir sind davon über­zeugt, daß wir unseren Lesern mit dem neuen Roman, der sich Die von Gründingen betitelt, und der nnö in die vor­nehmsten Kreise unseres 'Adels entführt, eine gute und unter­haltende Lektüre bieten, die bi- zur letzten Zeile spannend und vergnüglich ist,

Besuch. Joachim Gan» Edler Herr zu Puilih, Äammerherr des Königs von Württemberg und Jntendcm bei Hoftbeater» in Stuttgart, ist hier eingetroffen und im Hotel Viktoria abgestiegen.

* v o m L u v u - h e t m b a u. Die Arbeiten -um Neu­bau der Lupu »Heilstätte haben nunmehr ihren Anfang ge­nommen. Die Maurerarbeiten wurden an Abermann & Kling, die umfangreichen Betonarbeiten an die Lolat Eisen- beton-A.-G. hier übertragen. Ter Bau wird Raum ent­halten für 26 Krankenbetten. Es sind weiter für ärztliche Behandlung der Kranken mehrere Räume vorgesehen, die sollt zahlretchen Apparaten und Einrichtungen auSaestatte werden. Neben einer Anlage für medizinische Bäder der verschiedensten Art wird auch für Herstellung von Licht- und Luftbädern Fürsorge getroffen. Weitgehende Einrich­tungen zur Anwendung der Elektrizität für Heilzwecke wer- den hergestellt, so daß die Lupusheilanstalt das erste der- .artige Institut in Deutschland sein tvird. Um das Zu- fstandekommen de» Krankenhauses bat sich der Vorsitzende deS Heilstättenvereins für da» Grotzherzvgtum Hessen, ("eh. IRegicrungsrat Dr Tietz Tarmstadt große Verdienste er tuorben. Die Anstalt wird aus Mitteln des Heilstätten Vereins nach Plänen und unter Leitung des Gießener Archi- fetten Mever errichtet Der Bau mit feinen Einrichtungen soll hinnen (fahretfrift krtiggeftrllt feüt Da Lupusheim stehl in seinem wirtschaftlictn'n Betrieb unter bn Vermal huifl bcs> Heilstirttenvcrelns, ivahrend bk Bichaildlung der

Kreis Büdingen.

Nidda, 1 Mai. jeeute verlies; Genbar merie- Wackstmeister Roth unsere Stadt, um seine neue Stelle in fixier len bad) anzutrelen. Trotz seines |d>roicngcn Be-

Zu der Nachricht französischer Blätter, daß die Farm Nenfeh Hansen in Marokko Deserteure versteckt habe, erhielt Adolf Renschhauscn in Kötschenbroda von seiner Firma in Tanger folgendes Telegramm: Französische Preßnach- richten unzutreffend. Unsere Leute in Ulad-Pessam verneinen ouffl bestimmteste, Deserteure auf der Farm versteckt zu haben. Am 7. Mai verlangte die französische Gesandtschaft in Tanger aus Gnmd der vom kaiserlichen Gesandten v. Seckendorfs ge­machten Vorstellungen durch Eilboten von dem französischen Kom­mando Aufklärungen, welche bis heute nicht eingetroffen sind, obgleich die Antwort bereits am 10. Mai hätte In Tanger sein können.

Deutsche» Reich.

Dem preußischen Abgeordnetcnhause ging ein Schreiben des I u st i z m i n i st e r s zu, in welchem das Haus ersucht wird, die Einleitung eines Strafver­fahrens gegen die Abgeordneten Borchardt und Leinert wegen HanSfrtedensbruches bzw. Wider st an des gegen die Staatsgewalt zu ge­nehmigen. Das Schreiben, aus beim hervorgeht, daß der Präsident des Abgeordnetenhauses am 9. Mai gegen die beiden Sozialdemokraten Strafantrag gestellt hat, wurde dem GeschaftSordnungöaussclfuß überwiesen.

In der Sitzung des B u n d e s r a t s am Dienstag wur­den den zuständigen Ausschüssen überwiesen der Bericht der Reichssck)uldenkommission sowie die Vorlagen betreffend Aenderung der Bekanntmachung vom 10. Juli 1902 zum Gesetz über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau und be­treffend die llebergangöbcstimmungen über die AmtSdaner der bisherigen Vertreter der Unternehmer und Versicherten bei Berufsgenossenschastcn.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Dresden: Der Versuch der sächsischen Konservativen, die Gegensätze zu den Nationalliberalen auszu­gleichen, ttntrbe von diesen abgewiesen. Die Konservativen, die als Bedingung einer Versöhnung von den National­liberalen gefordert haben, daß diese ihnen bei den nächsten Landtagswahlen den Siji des eijtcn Präsidenten einräum- ten, falls die konservative Fraktion stärker als die National- liberalen sei, will jetzt nicht sobald wieder die Hand Mr Versöhnung reichen Die Verantwortung für die Rich­tigkeit dieser Meldung müssen wir natürlich demBerl. Tgbl." überlassen.

Zum Nachfolger des kürzlich verstorbenen Leiters der sozialpolitischen Abteilung der .Hamburg- Amerika-Linie, Direktor Huber, wurde Reich s- tagsabgeordneter Dr. heck scher in daS Direkto­rium der Hamburg-Amerika-Linie berufen.

rufs har er cs verstanden, durch stets gerechtes, ruhige» Auftreten sich große Achtung und Wertschänung bei aller rechtdenkenden Bewohnern seines Tienstbezirls zu erwerben. Daher wird sein Weggang allgemein bedauert. Zu seinem Nachfolger ist Wachtmeister Wiener in Nieder-Fl.>rftobt ernannt worden. Da dieser einen Polizeihund mitbringt, der nun ständig hier unterhalten werden soll, wird hier, >urch einem lange gehegten Wunsche der Bevölkerung unserer Gegend entsprochen.

Michelau, 13. Mai. Ein hiesiger junget Mann nahm Veränderungen an einer Mauer vor, wobei sie nieder- ie( und zum größten Teile auf den Mann ftürjte. Er erlitt chwere Verletzungen, an deren Folgen et gestorben ist.

Kreis Alsfeld

w. Alsfeld, 14. Mai Ter hiesigen Polizei ist gestern hier in der Person eines SchreinermeisterS au» Zell ein Mann in die Hände gefallen, der schon seit zwei Fahren auf betrügerische Art und Weise hiesige Geschäftsleute ae- chädigt hat. So bestellte er in einer Reihe von Fällen unter Anwendung des NamenS eines Mannes aus Ober- Breidenbach bei hiesigen Kaufleuten Lack, Firnis, Tapeten usw. und bat, diese Waren in einer Wirtschaft, wo sie ab- geholt würden, abzugeben. Nachdem verschiedene Geschäfts- eute auf diesen Schwindel eingegangen waren, stellte sich heraus, daß man es mit einem Schwindler zu tun habe: alle bisher erstatteten Anzeigen blichen ohne Ergebnis. Als >cr Betreffende nun heute erneut seinen Schwindel ver- uchen und bestellte Waren in Empfang nehmen wollte, ereilte ihn sein Geschick. Er wurde verhaftet und dem Amtsgericht Alsfeld vorgeführt, woselbst er alles ein* gestand.

Kranken der Universität angegliedert ist. Professor Dr. Zesionck wird die Leitung der Anstalt übernehmen.

»* Untersuchungen der Schulkinder auf Rückgr atsverkrümmungen wurden von Privat- dozcnt Dr. Brüning in den hiesigen Schulen unter­nommen Es ist eine bekannte Tatsache, daß bei un­serer Jugend, besonders bei den Mädchen, häufig Ver­biegungen der Wirbelsäule bestehen, die von den Eltern nicht erkannt oder vernachlässigt werden. Wenn auch glück­licherweise bei einer großen Zahl der Viinder die Ver­biegung keine solchen Grade annimmt, daß schon durch die Kleidung hindurch jeder die Verkrümmung erkennen kann, so treten doch in einer Reihe von Füllen so cr^ hebliche Verkrümmungen ein, daß man die Befallenen direkt al» Krüppel bezeichnen muß und es ist eine traurige Erfahrungstatsache, daß die Eltern, die Hilfe eines Arztes erst in Anspruch nehmen, wenn jede Hilfe zu spät ist. Tie RückgratSverbiegung kann im Beginn geheilt bezw. ihre Zunahme verhindert werden, wenn genügend früh gegen sie vorgegangen wird. In einigen Städten hat man deshalb besondere Turnkurse für Kinder eingerichtet, deren Wirbelsäule zu Verbiegungen neiyt. Um einen Ueber- blick darüber zu erlangen, wie die Gießener Jugend sich inbezug auf Wirbelsäulenverkrümmungen verhält, sind von Herrn Dr. Brüning Untersuchungen an sämtlichen hiesigen Schulen beabsichtigt. Am letzten Montag ist die Unter- suchung bereits an dem Realgymnasium und der Ober- realschme vorgenommen worden. In der nächsten Woche soll die Untersuchung an bet höheren Mädchenschule aus- geführt werden. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Eltern die Untersuchung ihrer Kinder gestatten würden, damit erst beginnende Verbiegungen früh erkannt und bet ärztlichen Behandlung zu geführt werden können. Eine Be- -andlung ist von dem untersuchenden Arzte nicht beab- ichtigt, um nicht in die Funktionen des Hausarztes ein­zugreifen.

** Jung-Deutschland. Am Montag abend sand in der Aula deS LandgrasiLudwig-Gymnasiums eine Besprechung statt, >ie sich mit der Gründung oeü Bezirks Gießen-Stadt des hessi- chen LandesverbandesJung-Deutschland beschäftigte. Erschienen waren u. a. Geheimerat Dr. Usinger, Regierunasrat Welcker, Ver­treter der Geistlichkeit, Schulen, Erziehung»-, Turn-, Sport- und Wander-Vereine, Aerzte usw. Der Vorsitzende Professor Dr. Mittermaier besprach nochmals die Ziele der Jungdeutsch- and-Bewegung, die die körperliche Hebungen treibenden Vereine nicht in ihrer Tätigkeit beeinträchtigen, sondern zusammenfassen und unterstützen wolle. Politik solle von der auf nationaler Grundlage stehenden Vereinigung ferngehalten werden. Nachdem ich vor einigen Tagen die BellrkSgruvpe Gießen-Land gebildet >abe, solle heute die Stadt folgen. Wie fick die Tätigkeit der Gruppe im einzelnen gestalten werde, sei der Beratung der heute i u wählenden Leitung Vorbehalten, doch denke er u. a. an die Schaffung eines allgemeinen Volksfestes mit Wettkämpfen der verschiedensten Art. An der ausgedehnten Aussprache beteittaten ich Profesior Dr. Koevvc, Privatdozent Dr. Brüning, Kreisschul- nspektor Dr. Alle-, Redakteur Neurath, Stndtv. Löber, Refe­rendar Schütz, Redakteur Heß u. a. Von ärztlicher Seite wurde zum Ausdruck gebracht, daß vor allem dem Turnunterricht an )cn hiesigen höheren Schulen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müsse. Man habe in Hessen keine Fachturnlehrer und deshalb werde vielfach der Turnunterricht von Lehrern erteilt, die keine genügende Ausbildung dafür erhalten und auch keine Neigung dafür hätten. Dadurch werde die körperliche Ausbildung der Schüler der höheren Schulen benachteiligt. Professor Dr. Mittermaier wurde zum Vorsitzenden und Bankdirektor Heichelheim zum Rechner gewählt. In den Ausschuß, der die weiteren Vor­arbeiten ausführen soll, wurden Geheimerat Dr. Usinger, Bei­geordneter Keller, Geh. Schulrat Dr. Hensell, Geh, Schulrat Dr. stansch, Hauvtlehrer ftnaufi. Pfarre* Schwabe, Dekan Baver, Turnlehrer Gauturnwart Will und Fabrikant Horst gewählt. Er soll noch durch einen Vertreter der Sportvereine ergänzt werden. Die der Bezirksgruvpe sich anschließenden Vereine sollen späterhin je einen Vertrauensmann in den Ausschuß entsenden.

** Submissionsergebnisse. Die für den Bau einer Oberrealschule ausgeschriebene Submission er­gab folgende Anaebote: Erd- und Maurerarbei­ten: Aktien-Gesellschaft für Hoch- und Tiefbau Frankfurt a. M. 90989 Mk., Schäfer & Lindenstruth 89716, Hch. Keßler 82 486, Hoch- und Tiefbaugesellschaft Winn & Co. 81 461, Abermann & .Kling 80 262, Birkenstock & Schneider 80 261, H. W. Rinn 79 972, Georg Becker, Wehrum und Scheppelrnann gemeinsam 78 490, Bauunternehmer Bern­hard, Klein-Linden h4 501 Mk. Betonarbeiten: Westphal & Co., Köln a Rh. 35 954 Mk , Tesserax & Stof- felö-Mannheim 34 975, Mertens-Mainz 32900, Paul Zürn- Kassel 32 200, Aktien-Gesellschaft für Hoch- und Tiefbau Frankfurt a. M. 31650, Hofmann & Stein-Mainz 31553, Knobloch & Scheib, Frankfurt a, M. 29 613, Rheinische Be­ton-Gesellschaft Mainz 29 278, Buchheim & Heister, Frank­furt a. M. und Darmstadt 29 126 Mk., Hoch- und Tiefbau- Geseltschaft Winn & Co 29118, Lolat-Eisenbeton-A.-G. 28 856, Pfatmbecker & Walter, Mainz 28 728, Gebr. Jacob, Holzminden 27 810, Konrad Rübsamen 27 313, Franzo- newSky & Laux, Hagen 26 984, W. Böhlen, Düsseldorf 25 681, Mitteldeutsche Betongesellschaft Eisenach 25 531 Mk.

** Besitzwechsel. Die Konkursmasse Weißbinder- meister Belttz verkaufte an den Spar- und Vorschußverein Großen-Buseck den an ihm mit 29 000 Mk. beliehenen Roh­bau in der Goethestraße. Die Eigentümerin wird da» Gebäude für ihre Rechnung fertigstellen lassen.

Sein 2 5jä hrige« Dienstjubiläum beging gestern der Eisenbahnschlosser Ludwig Horn hier. Von seinen Mitarbeitern wurde sein Arbeitsplatz festlich geschmück und ein schöne» Geschenk überreicht.

"Ein Teufelßrad. Aus dem neuen Juxplatz an der Lohn wird am Himmelsahrttag da» Original-Taifun- TeufelSrad von der Weltausstellung in Brüffel, da» auch in

sei, die nuM/nubcrr* ak dir Interessen Les türkischen Staates, seine wirtsckastlichc und kulturelle H-tmng befolgte.

Sir Edward Grey über den Grasen Wolff-Metternich.

London, 14. Im Unterhaus sagte in Beant­wortung einer Ansraw- Sir Edward Greg: Wir sind amtlich davon unterrichtet, hau Graf Wolff-Metternich feinen Botschafteroosten verlöt" Aehr als zwanzig Jahre »einer amt lichen Karriere verbrachte er, glaube ich, am bet deutschen Bot schuft in London. ?sd) möchte diese Gelegenheit ergretten, um da» Bedauern auszudrücken, das bei seinem Rücktritt von jedem, der amtliche B.--,rtmngen -u ihm gehabt hat, sowie von her sehr großen sahl seiner vertönlichen Freunde, die er sich während feine» langen Aufenthalts in diesem Lande erworben hat, empfunden wird, ein Bedauern, das ich auch im vollsten Maße teile iBeifall.)

* Preisgekrönte HundezÜchter Auf der am Sonntag in Wiesbaden abgehaltenen Ausstellung für Hunde aller Rassen waren auch einige Gießener Hunde- züchter vertreten und ernteten reiche Lorbeeren. LS er­hielten Gärtnereibesitzer Karl Volk auf Doberrnann- hündtn zwei erste und Ehrenpreis unter 11 bünbinnen, Karl Schrnibt zweiten unb Ehrenpreis auf gefleckten beuischen Doaaenruben unter 5, Ernst Niemann ersten und Ehrenpreis auf gelben Boxerrüben unter 7 und ersten Preis auf gestromte Hünbin unter 3, RechtSnawalt Horn­berger mit zwei bcutschen Schäfcrhunben unter 36 Rü­ben Drei erste, einen .weiten, einen dritten, einen viertem

Kreis Lauterbach.

O Lauterbach, 14. Mai. Der hiesige Gabel». )erger Stenographenverein nahm am Montag an einem Wettschreiben in Hünfeld teil. Von dem Verein waren sieben Mann am Wettschreiben beteiligt und c» konnten drei Preise erdalten. Ehrenpreise erhielten: Fritz K a l bfle i sch mit 160 Silben, Hartmann Hahn mit 80 Silben uni Georg Duchardt mit 80 Silben.

Kreis Schotten.

st. Schotten, 13. Mai. Die Abhaltung deS auf beit 28. Mai b. IS. (letzter Pfingstfeiertag) fallenden Prä­mierungsmarktes (Rindvieh- und Schweinemarkt) ist vom Kreisamt genehmigt worden. Die Prämierung, die int vorigen Jahre durch den AuSbruch der Maul- und Klauenseuche ausfallen mußte, findet in diesem Jahre wie­der statt, die Verlosung soll dagegen jedoch aussallen. Das vom Stadtvorstand genehmigte Miets­haus wird gegenwärtig gebaut und soll bis zum Herbst fertiggestellt fein. Durch eine Anzahl weiterer, bereit» begonnener, und noch in Aussicht stehender Neubauten wird dem Mangel an Wohnungen in unserer Stabt bi- zum Herbste wohl abgeholfen werben. Auch steht bie Stadtverwaltung wegen des Neu baue» eines Fi­nanzamtsgebäudes mit der Regierung in Unter- Handlung. DaS Gebäude, worin auch die Wohnung für den Finanzamtsvorstand vorgesehen ist, soll von der Ltadt gebaut, unv dem Staat vermietet werden. Mit Vollendung > Neubaues würde dann die Hofreite, worin sich zurzeit ias Finanzamt nebst Wohnung deS AmtsvorstcmdeS be- indet, und die sich sehr gut für einen Landwirt oder auch ür ein Geschäft eignet, verkäuflich. Am SamStag, den 1. d. Mts. hielt Oberingenieur P. Stadler, der Bau­eiter der Ueberlandzentralc in Wölfersheim, in Ver Ium- falle hier einen sehr interessanten Vortrag über Verwen- )ung der Elektrizität int Gewer b e, Landwirt« chaft und Haushalt. ES wurde die Versichenma abgegeben, daß die Leitung nach Schotten im Herbste noch fertiggestellt würde und empfohlen, sofort mit den HauS- inftauationen zu beginnen, damit diese rechtzeitig fertig- gestellt seien. Zurzeit wird nrieber an bet Herstel­lung der Ortsdurchfahrt mit .Kleinpflaster, unb zwar jetzt in ber Bahnhofstraße, gearbeitet. Die Arbei­ten, mit benen gleichzeitig die Anlage erhöhter Fußsteige verbunden wird, sollen bis Ende b. Mts fertiggestellt sein. AlSdann hat Schotten vom Bahnhof bi» zur Turnhalle Kleinpflaster. Die erheblichen Kosten werden von Pro­vinz, Kreis und Stadt mit je Vs getragen.

Kreis Friedberg.

# Butzbach, 14. Mai. DieFahrgäste de» heute mittag um 11 Uhr 80 Mm. von Gießen eintreffenden Zuge» wäre« auf dem Bahnsteige Zeugen einer dramatischen Szene. Zwei Männer in Gefangenentracht brachten in einem Tragkorb eines wegen schweren Leiden» au» der Strafanstalt entlassenen junge« Mann zum Zuge, den die Mutter de» Kranken benutzen wollte, um den Sohn mit in die Heimat zu nehmen. Al» man den Patienten in den Eisenbahnwagen heben wollte, starb er unter ihren Händen. Jammernd brach die Mutter an der Leiche ihre» Kinde» zusammen. Der Tote wurde in die An­stalt zurückgebracht.

Starkenburg und Rheinhessen.

Groß-Gerau, 14. Mai. Ein tödlicher Unglück»^ fall ereignete sich heute früh unmittelbar vor Wallerstädtew Ter 16 Jahre alte Adam Schmitt begab sich kurz vor 7 Uhl an die Arbeit, um an den im Felde aufgestellten Masten der durch die Siemenß-Schuckertwcrke errichteten Ueberland- zentrale Anstreicherarbeiten zu verrichten. Er bestieg einen Mast unb blieb oben infolge Au»rutschen» mit dem ixiiße zwischen den eng zusammenlaufenden Mastsprießen düngen. Dadurch verlor er da» Gleichgewicht unb schlug mit der ganzen KSrperschwere rückling» mit dem Kopse so heftig gegen den Mast, daß ec einen komplizierten Schädelbruch erlitt, der den sofortigen Tod herbeiführte.

n. Offenbach a. M, 14 Mai. Polizeirat Ludwig Bräunig ist heute mittag im Alter von 63 Jahren g t* ft orb en Der Verschiedene war erst kürzlich um feine Pensionierung eingenommen, die ihm in Anerkennung feinet verdienstvollen Tätigkeit unter Gewährung he» vollen Ge­halte» gewährt wurde. Polizelrat Bräunlg hat 45 Dienst­jahre hinter sich, von denen er 41 im Dienste der Statu Offenbach verbrachte. Er wurde am 4 September 1841 in Worrn» geboren, trat am 19. Mai 1871 al» Polizei- assistent in städtische Dienste unb übernahm bereit» zwei Jahre später bie Leitung be» Polizeiwcfeus Doll,cira.' Bräunig galt in allen Schichten der Bevölkerung al» hv* manet Mensch, ber sich her größten Beliebtheit z" er­freuen hotte. Kreisveterinärrat Dr. Gustav Schnei« ber starb im Alter von 63 Jahren.

ch. Bingen, 13. Mai. Der lange Jahre als Bür- Sermeifter ber Stabt Bingen etwa 80 Jahre bi» M inführung der etäbteorbnung amtierendeJütbürgff* meifter und WemgutSbesiper Fe cd. Tilmann ist im ter von 85 Jahren gestorttcu. Ter Verstorbene

tf'< i-erfortt1

ss

Vs# «7°

v geUin«® jtlrir »'S 6äl

:::K üd-k 1 ;:tl ünKBUng bot.

x., Qugcnö? (2eh

Ü Mt «*

W» *bl" ütannfitm und

9 Gemein

6jrm letzt 26 W« 2 ^ciklaslige uno_

HiiiDi

Hk. Preisau sengraeber-S ttr-Lererns aufgabe .*Tn bei Li?gelabilicn oder prin in alkalische: (aloibe zur Verwt austritt, so ist etr ergebe! die (xmu ober burd) welches zittlkmäßig zu erse jiud Pbacinazeutei! jahr absolvieren, i 'taflk'priifung desl nicht besitzen. - 1912 unter ben übli Berlin SB. 15, Jo

h. Darmftab plejiungsassär naun lebhaft erörte iur Perhanblung. |inb seine Whrige orc sortgciekkcn Urprt vnckwr y. aiigeüagt. da» Die SBirischasl im u> bcbrängiei Lage ' Wital suchte, rourt vvüs vcttiaulich m' oUJxutcl m ioriges W Heu um Äem M durch bie Trohui 'Ur i?crjabe von G 10 000 Mart öe w betriebene Mirtü Iwin em Hotel in y

" aus feinen gn Mtta» «iS Weifen) ß kr vurnebmui wuifR, ergab bie ? tt nnifrt« Weise K

Urteil gi K,tn!l«^enb l«CMU hn(ofl uf.N die Mo

eOberrheini ««a r b t u d e n.

itl in ^ittec 6

cetiion s?" $1 ^1*.,Ä1 ^aar^m

6r\?ttn I -moitai* ur Ns - b -< n ab- U|

Äbiös