Ausgabe 
14.11.1912 Erstes Blatt
 
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Handelskammerwahl.

Die imGießener Anzeiger" gestern versuchten Aufklärungen in obiger Sache möchten wir hiermit auf ihre Wirklichkeit hm richtig stellen.

Zunächst haben wohl, gleich uns, die Leser den Eindruck, als stammen beide Inserate aus ein und demselben literarischen Winkel, obwohl das eine mttViele Wähler , das andere dagegen mitMehrere Detaillistcn" unterzeichnet ist. Das ist ein bekannter Trick bei politischen Wahlen, für Kaufleute, die zur Handelskammer wählen, verfängt es nicht, hier entscheidet lediglich der gesunde Menschenverstand. ... . . ,

Was die Einschätzung der wahlberechtigten 3 Gruppen betreffs ihrer stimmberechtigten Mitglieder betrifft, so irrt sich der Herr etatqtuer hierin gewaltig, obwohl er vorsichtigerweise das Wörtchenzirka" anfügt. Die Zahlen am Wahltag werden ergeben, daß unsere Verbände stärker sind als er annimmt. .

Der Kaufmännische Verein hat sich allerdings für die Wiederwahl des Herrn Grünewald erklärt, doch lag die Entscheidung hierüber m der Hand von etwa 33 Mitgliedern, wovon sich etwa 6 Herren vor der Abstimmung entfernten, 5 andere weiße Zettel ablieferten, und etwa 22 Mitglieder den LamenGrünewald" abgaben. Das ist das kleine Resultat der große» Behauptung. _ .

Die Lebensmittel-Branche ist teilweise durch Herrn August Noll vertreten, mehr jedoch diejenige der Drogen. Herr Rowack wurde also sehr erwünscht sein, um der Kammer als Mitglied weitere Dienste zu leisten, auch hinsichtlich der Vertretung des Großhandels hierin, den in dieser Art wed?r Herr Friedberger noch Herr Zurbuch vertreten.

Der Vorsitzende der Handelskammer ist versiert in der Bankbranche. Die Beherrichung der Materie durch ihn ist allseitig bekannt, obwohl Herr Grünewald sich hierüber sehr unvorsichtig äußerte, was man seiner gegenwärtigen, leicht begreiflichen Aufregung zuschreiben kann. . ...

Wenn Herr Grünewald während der kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit zur Handelskammer seine Schuldigkeit getan hat, so ist das freudig zu begrüßen es war übrigens seine Pflicht.

Wir sind überzeugt, daß der unbefangene Wähler seine Stimme abgibt für unsere Kandidaten

211 ar Friedberger, Stadtverordneter

Rudolf llowacf, Kaufmann

paitl Menner, Bergwerksdirektor.

Gießen, 14. November 1912. Hochachtungsvoll

Der verein der vetaillisten. Verband deutscher Großhändler. Bergmännischer verein Gießen.

(Ortsgruppe Gienen) P. 8. Der, für Gießen-Land aufgestellte Herr Direktor O. Weber-Lollar, kann natürlich in Gießen selbst nicht gewählt werden. D/,»

Giessener Konzert-Verein |

Sonntag, IT.November 1912, nachin. 4V2 Uhr pünktlichst, mit einer Hauptprobe vorn). 11 Uhr im neuen Stadttheater

Zweites Konzert Erster Orchester-Abend

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Leitung: Herr Professor G. Trautman»

Solist:

Herr Opernsänger Robert Hutt Frankfurt a.M. (Tenor)

Orchester: Das verstärkte Konzert - Orchester des Palmen­gartens zu Frankfurt a. M.

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Programm: Werke für Orchester: Ouv. zur Zauberflöte von W. A. Mozart, Faust. Ouv. von Rich. Wagner, Symphonie A dur von L. van Beethoven, Gee&nge mit Orchester: Arie des Tamino a. d. Zauberflöte v. W. A.Mozart. Am stillen Herd, Preislied a. d. Meistersinger von Rich. Wagner.

FintritRkflrtPn I- Platz Mk. 5., 11. Platz Mk. 4., III. Platz Mk. 3, IV. Platz cmniu&nai ich , Mk 2 50i Studentenkarten Mk. 1.-, Kl. Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung von ERNST CHALL1ER IRudolphs NachfJ, Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder Mk. 1.), für Studierende Mk. 0.75, Schülerkarten Mk. 0.50.

Ferner werden Arbeiterkarten, auch für Angehörige gütig, zur Haupt- jM-obe, für den 2. Rang, der zu diesem Zweck ausschliesslich reserviert ist ä 30 Pfg., aoer nur im Vorverkauf bei Ernnt Challier, ausgegeben. C9/11

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Eintritt: Mitglieder und deren Angehörige frei, Mitglieder von Brudervereinen 20 Pfg. ' ~ ~ (I Dame frei), Nichtmitglieder 50 Pfg. (I Dame frei), Damenkarte 30 Pfg.

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