die Zkn.eradi-NafttMe'k Tn Set Armee mifetgtdfen tofrf. Dl- Worts des Herrn von Kroccher stehen im Widerstreit Mit der Wahrheit. Wie oft haben die konservativen nicht schon Sozialdemokraten gewählt! Ter Erlaß, der die Zeug, und Feuerwerks, osfiziere zu einem Mittelding zwischen Offizieren und Unter« offizieren macht, sollte noch einmal geprüft werden.
Generalmajor Wandel:
Bon einer Degradation dieser Offiziere kann keine Rede sein; es handelt sich nicht um eine militarwiffenschastliche taktische üus- bilduna bei ihnen. Dasselbe Verhältnis besteht seit 20 Jahren bei der Marine, auch dort wird der technische Offizier nicht der Vorgesetzte des Seeoffiziers.
Abg. v. Meding (Welfe) k
An die Kriegervereine meines Heimatlandes haben die 2ibe« Tölen die Politik hineingebracht. Der Redner erklärt, daß die Welfen der Militärvorlage gestern zugestimmt haben, die Mar,ne- Vorlage würden sie ablehnen, mit Rücksicht auf den Grundsatz. Keine Ausgabe ohne Deckung.
Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg-7?
Der Fall .Kraah ist hier wiederholt angeschnitten worden. Pfarrer Kraah hat sich in herabsetzender Weise über das Urteil des Spruchgerichts im Fall Jatho geäußert. In freier Dersamm. lung wäre das zulässig gewesen; aber auf der Kanzel durste er nicht in dieser Weise seine Obrigkeit, seine vorgesetzte Behörde angreifen. (Zurufe bei den Soz.) Wenn ein sozialdemokratiicher Räakteur das Parteiprogramm nicht anerkennt, w,rd er doch auch entfernt. Ich erinnere nur an den Fall H'sdebranb. In überaus schwerer Stunde hat der Kriegsminister die Ent. schlußfähigkeit gefunden, beim Falle Kraah die richtige Entschei. düng zu treffen. (Unruhe links. Rufe bei den Soz.: Sie haben auch eine schwere Stunde!)' Der Forderung auf An« stellung jüdischer Offiziere gegenüber mochte ich betonen, daß die große Mehrheit deS deutschen Volkes damit nicht einverstanden sein kann. (Wenn sie aber getauft sind?) ES kommt darauf an, ob sie dadurch innerlich anders geworden sind. Ich halte es da mit Goethe, der in Wilhelm Meister sagte: dulden wir keine Juden unter uns! (Beifall rechts. = Unruhe links.)
Abg. Heyn (Vp.)I>
Das Urteil bcS Vorredners über das Verhalten 8er Offiziere im Falle Kraah kann ich nicht unwidersprochen hingehen lasten. Ich möchte wissen, wie der Protestantismus hätte entstchen und aufblichen können, wenn einer seiner ersten Begründer, Martin Luther, sich an die Norm gehalten hatte, daß man eine vorgesetzte Behörde nicht angreifen darf. (Sehr gut! links.) TaS Verhalten der Offiziere im Falle Kraah trägt zweifellos alle Merkmale für die Störung des Gottesdienstes. Ich möchte dringend wünschen, daß daS höchste Gericht schleunigst hier zu einer Entscheidung kommt, die leicht genug zu treffen ist. Wir werden jedenfalls die Angelegenheit nicht im Sande verlaufen lasten. Die von dem Vorredner unt1 seinen Freunden an der Predigt des Pfarrers Kraah geübte Kritik entfernt sich von den Grundsätzen der evangelischen Kirche. Der Redner verliest Stellen aus Kraah' Predigt. — Das ist doch keine aufhetzende, verletzende Sprache, sondern die Sprache eines ernsten Mannes, der daS Wohl seiner Kirche will. Wenn man die G e w i s se n S f r e r - heit der Geistlichen immer mehr, einschränkt, dann wird der Zudrang zum Beruf der Geistlichen immer geringer werden, denn junge, strebsame, weitblickende Leute fürchten, daß sig durch ein kaudinischeS Joch hindurch gehen müßten.
Man kann an die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirche von Herzen glauben, aber braucht doch nicht jeden Satz von Anfang bis zu Ende als absolute Wahrheit anzunehmen. (Großer Lärm und Pfuirufe rechts; Vizepräsident Dove rügt die Pfuirufe.) Ich verwahre mich ganz entschieden dagegen, daß man alles gleichstellt. So ist auch der S t a n d p u n k t I a t h o s, und dieser hat wieder nichts als den Standpunkt der evangelischen Kirche betont. (Lärm rrckts.) Kraah soll einen kirchenpolitischen Vortrag gehalten haben — da können Sie in mancher Rede des HofpredigerS Dryander dasselbe finden. (Lachen und Lärm rechts, Heiterkeit links; Vizepräsident Dove: Be, Predigten Dr. DryanderS ist doch keine Störung eingetreten, wir haben also keinen Anlaß, uns damit zu beschäftigen. Heiterkeit.) Kraah hat nun dargestellt, wie die moderne Welt unsere Geistlichen gelehrt hat. Sie können nicht verlangen, daß wir wie stumme Hunde, gleichgültig und mit verbundenen Augen daran vorübergehen, was in der Welt geschieht. Der Kriegsminister und die Offiziere sind im Irrtum, wenn sie glauben, dadurch, daß sie die Mannschaften hinausführen, sie vor diesen Reden zu schützen. Die Soldaten lesen die Zeitungen, nicht bloß sozialdemokratische, sondern auch bürgerliche. Deshalb möge der Kriegsminister hier Klarheit schaffen. Wir wollen Gerechtigkeit. Hie Autorität wollen wir schützen auch im Heere (Lachen rechts), aber die Disziplin ruht nicht bloß auf den Kommandos, sondern sic beruht zuletzt doch auf der Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit. (Lebhafter Beifall links. Unruhe rechts.)^
Abg. Zürn (Rp.)r
Ich protestiere gegen das Wort: text dürfen nicht stumm- Hunde fein. Auf die Kanzel gehört allein das Evangelium (Sehr richtig! rechts), aber keine Kritik staatlicher Einrichtungen und des Spruchkollegiums. Was gelehrt werden soll, ist Gottes Wort, der Weg zur Seligkeit, keine Polemik. (Große Unruhe links, Beifall rechts.) Es ist bedauerlich, daß ein Geistlicher, der an der dem Gedächtnis des großen Kaisers gewidmeten Kirche wirkt, den Mut hat, derartiges zu sagen. (Große Unruhe links.) Ein evangelischer Pfarrer muß sich klar und entschieden aussprechen. (Abg. Lcdcbour: Wir sind als Abgeordnete hier! Lärm.) Wir unsererseits billigen daS Verhalten der Offiziere durchaus. CßebB. Beifall rechts, Lärm und Unruhe links.)
Abg. Schöpflin (Söz.)b
Wir wollen unsere Armee nicht diskreditierest, sonderrl Li- Mißstände äbstellen. Das ist auch Bebels langjähriger Kritik gelungen. (Lachen rechts.)
Kriegsminister v. Heeringen:
Die Mißhandlungen haben nicht aufgchört wegen 8er Kritik der Sozialdenrokratcn, sondern weaen des EinflusteS der Vorgesetzten.
Damit schließt die allgemiktne Aussprache
Abg. Hehn (Vp.)
(persönlich)': Herr Zürn bedauert, daß ich an Hit Kaiser Wil« helmS-Gedächtniökirche angestellt bin. Seine S)ieinuna ist mir vollkommen gleichgültig.
Ueber die Resolutionen wird am Schluß der Beratung des Militär-Etats abgestimmt werden.
In der Einzelberatung führt
Abg. Qucsscl (Soz.)
Beschwerde über die Verwendung von Krümperwag?» zu Privat» zwecken in Darmstadt und die Verwendung von Soldaten zu gewerblichen Zwecken.
Generalmajor Wandel
ersucht Die Beschwerde an die richtige Stelle zu bringen, dann wurde Abhilfe geschaffen werden.
Abg. Dr. Weill-Metz (Soz.)
erklärt, er werde dem Kriegsminister ein große- Sünkenregister zuseuden über Mißstände, die sich feit dem Abgänge des Grafen Haefeler m Metz herau-gebildet haben.
Abg. Gothcin (Vp.):
Wo sind die jüdischen Reserveoffiziere? Der Redner spricht wieder über den gestern erörterten Straßburger Fall Ter Aspirant soll in der Eisenbandluuo feine» Vaters einmal Kunden bedient haben.
Wenn du noch einen Vater haft, Und der hat einen offenen Laden, * So muß, gehst du einmal hinein
Dir daö in der Karriere schaden.
ixe
Kriegsminister überwiesen, ein großer Teil durch Uebergarrg zur Tagesordnung erledigt. Für die Eingabe des Bundes deutscher Militäranwärter um Schaffung etatmäßiger Stellen bei militärtechnischen Instituten für Verwaltungsschreiber sprechen ein konservativer und ein fortschrittlicher Abgeordneter und befürworten Ueberroeifung zur Berücksichtigung. Der Berrreter des Kriegsministers sagt Berücksichtigung im nächsten Jahr zu. Ueber die Eingabe der Büchsenmacher gegen bu Konkurrenz, die dem Gewerbe durch die Militärbüchsenmacher entsteht, entspinnt sich eine längere Aussprache, desgl. über die ent- * ' ' ' "" * ' Der Vertreter bei
Landerversammlung der Bundes der Landwirte sür Hessen.
Darmstadt, 12. Mai.
befolge.
Die Abstimmung ergab die Annahme sowohl der Zentrumsentschließung wie der weiter- g eh enden Entschließung der Bolkspartei. Der zweite Teil der Zentrumsentschließung wurde einstimmig angenommen, der erste gegen die Konservativen, ebenso stimmten die Konservativen gegen die vollsparteiliche Entschließung. Die Entschließung der Sozialdemokraten wurde abgelehnt.
Sodann erledigte der Ausschuß die Bittschriften zum M i l i t ä r e t a t. Sie werden zum Teil als Material an den
Abg. Albrecht (Soz.) spricht gegen daS System der Oekonomiehandwerker und Arbeiter.
Abg. Chrysant (Zentr.)
begründet einige Resolutionen auf Berücksichtigung der Handwerkergenossenschaften, Heimarbeiterorganisationen u,w. bei Vergebung von Lieferungen.
Montag 1% Uhr: Weiterberatung und Duell-Resolution.
Schluß 7% Uhr.
Arrz
zu erteilen.
Der Wortführer der Nationalliberalen erklärt, die Vorlage habe keinen politischen und aggressiven Charakter, sondern nur einen marinetechnischen. Sie sei sehr maßvoll gehalten und fülle nur Lücken aus, die im letzten Sommer erkennbar geworden seien. Die Vorgänge des letzten Jahres haben gezeigt, daß wir im Ernstfälle nicht warten können, bis die Flotte gefechtsbereit durch Einziehung der Reserven gemacht worden ift Daher müssen wir die Vermehrung vornehmen. Der fort- i ch r i t t l i ch e Redner erkennt an, daß jeden Herbst ein Moment der Schwäche bei der deutschen Flotte eintritt, und daß andere Nationen in dieser Beziehung unter wesentlich günstigeren Bedingungen arbeiten. Er erkennt an, daß es sich in der Vorlage weniger um eine Vermehrung der Flotte, sondern um eine Ver stärkung des Mannschaftsbestandes handele. Auch nach seiner Ansicht hat die Vorlage keinen politischen aggressiven Charakter Er erbittet Auskunft über die politisch-militärischen Ereignisse des vergangenen Sommers. Seine Fraktion habe sich nach starken Bedenken unter Berücksichtigung der nun einmal vorhandenen Verhältnisse entschlossen, tür die Vorlage zu stimmen.
Staatssekretär v. Tirpitz führt aus, aus die allgemeine politische Lage sei der Reichskanzler und der Staatssekretär deS Auswärtigen so weit gegangen, wie von chneii für erforderlüv gehalten werde. Er rnülse es sich versagen, dem etwas hin-u zusetzen. .Was die Kriegsgefahr int Sommer 1911 anbetreffe, so habe der englische Ministerpräsident Herr Asquith erllärt, daß die Absicht eines Ucberfalles nie bestanden habe Von einer solchen Erllärung müßte Akt genommen werden, und das sei amtz durch ihn mit besonderer Genugtuung geschehe. Die Tatsache, daß durch die militärischen Befehlshaber — vielleicht auf beiden Seiten — Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden seien, sei unbestreitbar, beweise aber feine bestimmten Absichten der politischen
_ o-—w- aber, baß bie Vorredner den defensiven und friedenserhaltenden Charakter
£' bauvtversammlu yft heute unter guter H -iu Lobende, Provinz Krittle die Bersammlur k:: bann 8 e r b e r öo: Ten Rechensch im Lereinsjahr 1 ■'fe- Mer-Gießen. L vMuh den Männerge
anebtln. Am 9. Zi „Lieder! ™ der Dirigenten r iMderchormeister llliMkütag eine unli -Dirigenten vurde. Tas Dorje
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nützt uns die Familie Rothschild, wenn deren Mitglieder in Paris, Wien, London usw.ffesten Fuß fassen? Wir braudjen ein nationales Großkapital im Dienste der deutschen Allgemeinheit. Dabei verkennen wir aber auch nicht, daß das Großkapital feine internationalen Verbindungen haben muß. Wir haben zurzeit einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der nicht allein auf die Reichsfinanzreform zurückzuführen sei. Im Jahre 1911 haben unsere Emissionsbanken über eine halbe Milliarde aus dem Lande gegeben, die wir aber im Lande selbst bitter nölig gehabt hätten. Es müsse daher eine Uebcrwachung der internationalen Tätigkeit unserer Banken durchgesuhrt werden. Im Jahre 1896 habe man versucht, etwas derartiges durchzudrücken, bas sei aber nicht gelungen. Aus ben wirtschaftlichen Kräften des Landes zöge das Groß-Kapital den größten Nutzen, deshalb könne man verlangen, daß es mehr Rücksicht auf das nationale Bedürfnis nehme. Nicht die Sparkassen müßten veranlaßt werden, ihre Kapitalien in Staatspapieren anzulegen, sondern die Reserven der Aktiengesellschaften müßte man dazu heranziehen. Mehr als bisher müsse sich auch das Großkapital an den internationalen Lasten beteiligen. Auch der Bund sei Anhänger einer Weltpolitik, die auf Kosten der nationalen Politik getrieben werde. Wer den Vorteil von der Weltpolitik hat, dem solle man auch die Kosten dafür auferlegen. Aus der wirtschaftlichen Macht TeuischlandS zöge der Grotzkapitalismus Gewinn. Hätten wir nicht das starke Heer, so würbe bet Großkapitalismus nicht imstande sein, bet* einige Gesckzäfte zu machen. Es müsse gesagt werben, daß das Großkapital weniger Steuer trage, als der Mittelstand. Die Landwirtschaft beanspruche keine besondere Fürsorge, sic wolle nur geschützt sein gegen unlauteren Wettbewerb. Tas Großkapital habe verlangt, daß dis Diplomatie sich in seinen Dienst stelle, deutsche Kriegsschiffe sollten sich hinter das Großkapual stellen, weshalb müsse man unter allen Umständen verlangen können, daß das Großkapital national sei. Gerade jetzt müsse der Groß- kavitalist einsehen, daß die Landwirtjchajl Geld brauche. Aber mit Hilfe der Sozialdemokratie glaubt der Großkapitalismus sich sck>ützen zu müssen vor den ungerechten Forderungen des Bundes der Landwirte. Es heiße immer, daß der Bund der Landwirte gegen die Konsumemen sei. Ter Bund der Landwirte habe im 3abre 1902 aber nicht einen einzigen Zollbeschluß gefaßt Der L und wolle, daß man der Industrie zubiüige, was sic zur Existenz | braud’c, füi jid) fclbu beanspruch. .; aber das Gleiche Wcun 'der deufichc Mittelstand unsere Polin! kennen Mrdc^ müßten iptr
Leitung. Der Staatssekretär weist den Vorwurf ab, daß in der deutschen Marine der Prozentsatz bet Offiziere besonbets hoch [« Die Novelle wert« bas Avancement nicht verbessern. Aus allgemeine Frage, ob wir überhaupt eine starke Flotte brauchten könne er jetzt nicht mehr eingehen. Et begrüße eS
Van dem Landesvorstand des Bundes der Landwirte, dem Landtagsabgeordneten Korell-Angenrod, war für heute eine Landesversammlung in Darmstadt.(«vaal der Turngemeindci ein- berufen worden, zu der aus dem ganzen Lande die Mitglieder des Buiides in großer Zahl sich emgefunben hatten An,teile
des verhinberten Einberufers begrüßte Oekonomierat Lucke aus Frankfurt a. M. bie Erschienenen. Et besprach kurz bie Eteigniiie bet letzten Zeit, die wenig Erfreuliches gebracht habe^^Wenn die fortschrittliche Bolkspartei sich nunmehr auch zum Lchu^oll durchgerungen habe, so beweist das die Notwendigkeit eines lolchen. Selbst in unserem Hessenlande hätten wir einen Fortschrittler, der sich zum Schutzzoll bekenne. Der Redner brachte bann bas Hoch auf den Kaiser und den Landesherrn aus. ...
Herr Jacob Siefert-Fronhos besprach die Vorgänge bei | sprechende' Petition der Z fb i l m u i i f c r.
ben letzten Reichötagswahlen. Die Lints- unb Jungliber al en Militärverwaltung betont, daß ein unlauterer Wettbewerb unm seien bie TrabaMentruppe der Sozialdemoktatie gelvorben. Ebenso allen Umstänben umerdrückt werden soll. Mißstände wie beim habe die nationalliberale Parteileitung in .Erbach-Bensheim der Reklamewesen, die übrigens nicht den Musikkapellen, sondern den Sozialdemokralie Vorspanndienste geleistet. Die iiationalliberale Wirten zur Schuld sielen, würden nach Möglichkeit umerdrucki. Partei sei daraus angewiesen, wieder Fühlung mit dem Bunde I Damit ist der Militärvoranichlag erledigt. Es folgt die Ve>
der Landwirte zu nehmen, nur dann Tonne sie ihre frühere I bet Wehrvorlage für die Marine.
Größe wieder erlangen. Der Redner bespricht dann die be-
kannten wirtschaftlichen Forderungen des Bundes und hebt hervor, I neue Flotteugesetz.
daß es durchaus ungerecht sei, wenn immer behauptet nLrde, I Berichterstatter Frhr. v. Thünefelb (Ztr.) begründet
die Landwirte beanspruchten mehr, als )te zu fordern berechtigt I Botlage und befürwortet die Annahme des ersten Artikel?
seien. Der Bauernstand sei der Jungbrunnen des Staates. -Sie I Fassung der Regietungsvorschläge. Ein s oz iald emo- Landwirtschaft habe die Kultur geschafsen, und ,ie werde fte auch Ixratisches Mitglied vertritt den Standpunkt, daß cs sich bei erhalten. Tas deutsche Volk könne nur lolangc^ em Volk Marinevorlage nicht nur um eine rein militärtechnüche Bor-
Waffen bleiben, solange es ein Bauernvolc ,ei. Jtad)t oes ^QgC tza^bele, sondern es vor allem auch auf die politische Kapitals werde zerschellen an den ewig jungen straften des deut- > eite an komme. Der englische Handelsschiisverkehr, bu schen Bauernstandes. I Handelsmarine sei viermal so stark wie die deutsche, und wenn
Der nächste Redner ist der Direktor des Bundes, der preußische matt hiernach ginge, so müßte die englische Kriegsmarine ja aucl Landtagsabgeordnete Dr. Hahn. Sein Vortrag heißt: viermal so stark fein als die deutsche, und das fei ja nicht bet
„T er Siegeszug bes Großkapitalismus I Fall. Die Gefahr eines Ueberfalle fei unbegrünbet.
unb feine Gefahren für bie ^"hwirtschäft und Mittelstanb." I Staatssekretär v. Tirpitz erwibert auf bie sozialbemokratifche Dr. Hahn gab zunächst ein Bild der hiswrifchen Emwicklung I nur ganz kurz, baß er das für die Begründung der Novelle des Kapitalismus, der nach dem Feudalismus die Herrichast über Erforderliche im Reichstag bereits gesagt bade. Er sei aber bie Masse sich angeeignet habe. Mit ben Romern |ei bereits gern bereit, auf Anfrage über einzelne Punkte nähere Auskuni« das Großkapital in die deutschen Gauen nngezogen, und die1 Juden hätten ganz recht, wenn sie behaupten, ihre Abnen reichten bis in das sruhe Mittelalter zurück. Aber nicht dem Kapitalismus verdanke TeMschland die Wiederaufrichtung nach dem 30jährigen Kriege, sondern einzig und allein seineni Bauernstand. Aber man dürfe den Großkapitalismus niM unterschätzen. Es frage sich: wie weit dürfen wir großkapitalistische Politik treiben. Der Redner zieht dann einen Vergleich zwischen englischer und beut» scher Wirtschaftspolitik. Wir hätten mit ganz anderen Voraussetzungen zu rechnen wie der Engländer. Wir brauchen ein großes Heer und die dazu nötigen Ärahrungsmittel. Das sichere unsere politische Existenz. (Darum sei für uns der agrarische Teil des Volkes viel wichtige, als das Großkapital. Dennoch habe man das Bismarck'schc Wort nicht vergessen, daß wir reiche Leute brauchen. Auch wissen wir, daß -um Kriegführen Geld unb Flotte notroenbig seien. Den kaufmännischen Wagemut erkennen wir durchaus an. Aber der Großkapitalist muß sich in in den Dien st der nationalen Sache stelle n. Was
Der Budgetausschuß beendete heute zunächst die Ver- Handlungen über die Tuellsrage. Ein konservativer Redner führte aus, daß seine Panei Nickn den Wunich habe, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu andern. Grund,atz sei ,- , . . für die Partei, baß an der K om m a nbog ew a l t d e s K a i se is
daß eine Eichoyung gerüttelt werben bürje, unb dazu gehöre, baß der Kauer und roabridü2inltdj ohne Gegenzeichnung verordne. Tie Enischließung könne daher nur Wünsche enthalten. Ter Kricgsminister sei keineswegs ver antwonlick zu machen. Das hindere aber nidn, daß man sich über das Duellwesen umerhalte und seine Wünsche vortrage. Tie Konservmwen konnten dem zweiten Teil der Zentr u m s e nt sch l i e ß u ng zu stimm en: eS sei zu wünschen, daß die Allerhödn'te Kabineilsorder noch weiter durchgesuhrt werde. Ein fortschrittlicher Abgeordneter wendet sich gegen die Auffassung des Vorredners, daß das Duell zur Selbstzuchr führe: der höchste Grad der Selbstzucht liegt darin, daß man tue Gesetze
Kriegsminister Frhr. v. Heeringen:
Ich protestiere dagegen, daß in einer solchen Weise, Ernst der Situation nicht entspricht, d'.e Angelegenbelt lach, .ch gemacht wird. (Lebhafter Denall, Unruhe.) Es ch dem Bezirk-, tommandcur mttgeteüt worden, daß das ganze M'fieu. b" F milie nicht den Ansprüchen entipreche. Da ist er nicht zur gestellt worden, damit er nicht durchfiel. Loyaler kann man nicht handeln. (Beifall recht-.)
Auf Reden der Abgg. Zubeil (Soz.) und v. Cerben (Rp.) über Zivil, und Militärmusiter erwidert Generalmajor Wandel, daß die Militärbehörde einschreitet, wenn die Militärkapellen den Zivilmusikern unbillige Konkurrenz machen.
Auf eine Beschwerde des Abg. Keil (Soz.) entgegne! der württembergische Generalmajor b. Graevenitz, daß eine «rjofjunr» der Lohne bei den Proviantämtern erwogen bewilligt werden wird.
Unb dann bie Tante mit ben Eiern'. Wenn du noch eine Tante hmt. So laß sie nicht mit Eiern bandeln, DaS muß nun mal, baS ch kein Spaß,- Den Sommerleutnant dir verschandeln.
Wer es war gar nicht seine Tante, nur eine Sfieftantt, aiw die war unverträglich.
Denn du noch eine Tante hast. Und sie ist gar nicht deine Tante, So legt man sie dir doch zur Laft Und bu gehst um hie Kantel
Der Redner bemerkt: Ich werde immer geäen solchen Un- fug vorgehen, in gebundener und ungebundener rneoe.
ber Flotte betont hätten. Er sei überzeugt, baß auch bie jetzige Novelle diesem Zweck bes Flottenausbaues nutzen werben.
Der Wottführer bes Zentrums verteibigt bie Flotten- vorlaae. Er fragt, wie sich ber Staatssekretär bie Durchführung ber Bemannung für die drei Geschwader beute; ob auf jedem Geschwader int Herbst bie Bemannung burch Rekruten ergänz: werben soll, ober ob ein Geschwader im Herbst voll ausgebildete Bemannung behalten soll? Er befürwortet bie Einrichtung, bei Einstellung der Rekruten wenigstens ent Geschwader mit voll ousgebildcicr Bemannung zu haben. Ein s o - i a l bc mokra rischer iKebndr begründet nochmals den ablehnenden Stanbpinm seiner Pattei.
Staatssekretär v. Tirpitz lehnt cs von neuem ab, aw eine politische Debatte einzuge^n. Ter defensive Ehoratter dc: deutschen Flottencinnchtungen, den ber sozialdernokratischc Vorredner angc-weifelr hatte, trete in der ganzen Flottcngeietzgcbung so deutlich hervor, baß es überflüssig sei, ihn locitcr zu betonen Ec denke zu hoch von der englifdjen Admiralität, als daß a »r juttaur, daß sie einen deutschen Angriff auf die cngli'dK Fkott^ oder Küste überhaupt in den Kreis ihrer Belradjtinigen hinein bezieh.-.
Hier mutig oie ^erhcuwlung ayj M vEtll»
«rf unsere Seite haben. Dir streben einen an
Ätoital iS -MmE Ä-d« füll iein -MiÄhgimq^erü-t &nn wir au* die reichen Leute brauchen, fo muneum ater hoch der Landwirlscha't b-rien. Ter SioUdwrtalismud ION ^i- r-rg-sien, baB die Politik für rhn aibntet. .L-bhnn-r Small.)
An der w ,
Ausfprache
beteiligten sich Lehrer. D e r n - 4deu Zseiiburg, K re t p_, M a hr, Graf Büttelborn .Huff-Guftavsburg und' Dr. sell. -Uf Redner forderten in der Joauonad’.e größere Jgitanon. rar Büttelborn hatte in seiner Rede auch bie ü^röeruitgcn der Bc am len schäft erwähnt, die )idi itmtbig cmcuyittn. bet )?ii l läge "der Beamten sei aber zum nicht genügen leite auch die l Vergnügungssucht in den «täbten idjulb. -ter Omen babni'efretär Huff trat biesen Ausführungen entgegen und bo: die Mitglieder des Bundes, diese Frage recht ernit. zu.braten
Die Versammlung, die um 2 Uhr begann, fchloß erst gegen | 6 Uhr . »
' 2lus öeFHtidistagsausfdjüflen.
:: Berlin, 11. Mai.
Die Ausschllgbeschlüffe über die Tuellirage.
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V-.n muffe nun * ir die Wehrvorlag i Jin können, welche \ lu-ne aber erkläre L>irafl gtF*' li.foi Moiren Deckung Ljnhbe? Lchatzsekrett --rag die ganzen Ci Sm, wegenderen |ki ivegsneiche, W I^okraten, die
Lkbschaftsfteuer fÄar Kühn erlla I Vorlage durch er svidern, daß die, | .‘:xn könne. Die
- Regierung wesentl , dis 60 Millionen, vornherein 40 Mi!
-vertrage weafieler 7 absehbare Zeit I -übedes Masse I u er durchaus fest. iMjet Branntweins xde, sondern es h ^gabe. Venn da , Mß dieser bisher _:r. treis des T |:'it erhalten ki i.::, von einer neue
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