Frage bet Antvnomie Warnens am wenig st eninter- effterte neutrale Macht sei. Diese Lösung würde b-te Handelsbeziehungen Albaniens zu den Balkanländern erleichtern und jede Gefahr einer Annektierung Albaniens durch Oesterreich-Ungarn hintanhalten. Andererseits würde hierdurch das Mißtrauen Oesterreich-Ungarns beseitigt werden, da England ja ohnehin eine Mittelmeermacht sei.
Schlimme Nachrichten.
Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Sernlin: Bon glaubwürdiger, österreich-ungarischer Seite wird hier bestätigt, daß der Konsul Prohaska bei dem Einzug der Serben in Prizrend von den Soldaten auf das grausamste verstümmelt worden ist. Auch von serbischer Seite wird der Krieg für unvermeidlich gehalten. Ein aktiver Staatsmann erklärte, für die übertriebenen griechischen unb montenegrinischen Forderungen würden allein die Großmächte imstande sein, nach Anschluß der Friedensverhandlungetl eine friedliche Lösung herbeizuführen.
Die Angst vor dem Krieg,
Die „Times" schreiben: In Londoner Privatversicherungskreisen ist man überrascht über den Umfang, wie an der galizischen Grenze von Oesterreich- Ungarn das Privateigentum gegen Kriegsgefahr und innere Unruhen versichert werde. Seit vielen Tagen sind Petroleum- und Holzlager sowie Brauereianlagen ver- sichert worden und noch gestern gingen Aufträge ein. Das Geschäft wird als das umfangreichste bezeichnet, das je durch Befürchtung eines Krieges abgeschlossen wurde.
Bit Bereitschaft der Türkei
Konstantinopel, 10. Dez. Von maßgebender türkischer Seite wurde dem Vertreter des Wvlffbureaus erklärt, cs sei sicher, daß die Türkei keinen Frieden schließen werde, wenn nicht Abrianopel, und zwar als Festung, türkisch bleibe. Außer der an der Tschatald- schalinie versammelten Armee übten augenblicklich Rekruten und Ersatzreservisten in Konstantinopel. Ferner seien noch mehrere vollständige Divisionen aus Anatolien unterwegs, über deren Stärke und Bewegung strengstes Stillschweigen bewahrt werde. Die Türkei würde daher bei dem eventuellen Abbruch der Verhandlungen mit sehr ansehnlicher Macht sich dem Feind gegenüber befinden.
Bei den deutschen Landsleuten in Adrianopel altes wohl.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: lieber die Lage unserer deutschen Landsleute in Adrianopel liegt eine Nachricht vor, die durch Funkspruch nach Konstantinopel gelangte. Danach ist in der deutschen Kolonie von Adrianopel alles wohl. Für die Sicherheit der fremden Staatsangehörigen wird von den Ortsbehörden nach Möglichkeit gesorgt.
Der Streit über die Kapitulation vou Saloniki.
Athen, 9. Dez. Gegenüber den in auswärtigen Blättern veröffentlichten Meldungen über die Kapitula- tionvon Saloniki, die auf einem Bericht beruhen, den der bulgarische General Theodorow veröffentlicht haben soll, teilt die „Agence d'Athönes" folgendes mit:
Kurz nachdem am. 26. Oktober alten Stils die griechische Armee unter dem Oberbefehl des Krmrprinzen Tachsin Pascha gezwungen hatte, alle Bedingungen für die Kapitulation von Saloniki und und des Forts Karaburun anzunehmen, traf ein Kavallerie- vffizier ein, der dem Kronprinzen mitteilte, gegen Mittag seien bulgarische Reiter in Postolari, 30 Kilometer von Saloniki entfernt, erschienen. Der sie befehligende Offizier hätte erklärt, er gedenke die Nacht in Gior- dino, 25 Kilometer von Saloniki entfernt, zuzubringeu. Fünfzehn Kilometer hinter der Kavallerie befände sich eine bulgarische Di- 'Vision. Diese brachte in der Tat die Nacht vom 26. zum 27 in -GiovesNa, 30 Kilometer von Saloniki entfernt, zu. In derselben Nacht wurde das Protokoll der Kapitulation unterzeichnet und ein Teil unserer siebenten Division besetzte die Eisenbahn- station. 1
Noch am Mend teilte der Kronprinz dem Befehls- haber der bulgarischen Division brieflich mit, er brauche nicht auf Saloniki vorznrücken, da die Armee, die sich in Saloniki befand, kapituliert hätte und int Begriffe wäre, die Waffen niedcrznlegen. Am Morgen des 27. Oktober, während man die Entwaffnung vornahm, marschierte die bulgarische Division von Giovesna auf Saloniki. Als sie in der Nähe von Boldjai eintraf und sich zur Schlacht entwickelte, forderte General K a l a r i s , der Befehlslmber der 2. Division, den bulgarischen Divisionsgeneral Thevdorow auf, innezu halten, da die türkische Armee sich ergeben hätte. Trotzdem überschritten die bulgarischen Truppen die Linien de r 2. Division und begannen fünf bis sechs Kanon en schüss eaufdietürtischen Sold aten a bzu- feuern, die gerade entwaffnet wurden.
Pachsin Pascha richtete deshalb einen Protest an den Kronprinzen. Nach erneuter Aufforderung macksten die Bulgaren in Aivali Halt. Während des ganzen 27. Oktober wurde die Entwaffnung weiter durchgeführt und Saloniki wurde von dem Evzonenregiment Cvnstantinopoulos und von der 7. Division besetzt. Am 28. Oktober setzten die Bul- saren ihren Vormarsch fort, bis sie einige Kilometer von der Stadt entfernt Halt machten. Ein bulgarischer Offizier begab sich in baß Palais des Gouverneurs und bat den Unter»
Kunstgeschichte beschäftigt: unb bei dieser Untersuchung ist nichts großartiger, als wie er die „Tragödie des Grabmals" als die Tragödie des Lebens Micknlangelos selbst darzustellen weiß.
Diese drei Hauptwerke erschöpfen nun freilich den Umkreis des Lebenswerkes des hervorragenden Mannes nicht. Noch ist sein Buch über Murillo, noch sind seine vermischten Schriften (gleichfalls zur spanischen Kunstgeschichte), irvch sind zalstreiche Zeitschriftenaussätzc zu nennen, und in jeber kleinsten Arbeit aus seiner Feeder steckt der gan^c Mann. Dem, was man heute als modernste Kunst ansiekst, stand Justi, nicht allein fremd, sondern geradezu feindselig gegenüber.
*
— Dic Verteilung des Nobelpreises erfolgte am Dienstag nachmittag am Todestag des Stifters Nobel mit den üblichen Feierlichkeiten. Vier von den fünf Preisträgern loarcn anwesend, nämlich Grignar - Nancy und S a b a t i er - Toulouse für Chemie, Garrel New Bork für Medizin und Gerhart Hauptmann für Literatur. Ter Preisträger für Physik Ingenieur Talen- Stockholm war als Opfer eines sckstveren Unglücks wahrend eines Experiments verändert, zu ericfcinen und wurde durch seinen Bruder Professor der Medizin Dolen vertreten Aus der Hand des Königs empfingen die Preisträger den Preis, der sich auf 193 000 Franks beziffert, das Diplom und die goldene MÄmillc. Die Verteilung des Literaturpreises an Ger hust Hauptmann war von starkem Beifall begleitet. Am Abend fand zu Ehren der Preisträger ein großes Festessen statt, bet dem Prinz Wilhelm in Vertretung des im Auslande weilenden Kronprinzen den Vorsitz führt. Am Mittwoch gibt der König ein Essen im Schloß.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter 30. Deutsche Kongreß für Innere Mcdi hin sendet vom 15. bis 18. April 1913 in Wiesbaden statt — In Hallea. S. ist am 8. d. Mts. der a. o. Professor der Chirurgie an der dortigen Universität, Geh. Medizinalrat Tr med. Alfred Genzmer, ehern. Chefarzt des Diakom.ssenhaufe.< im 62. Lebenswahre gestorben.
chef des General st abes um die Ermächtigung für die bulgarische Armee, in Saloniki einzuziehen. Der Unterchef erwiderte, die Bitte müßte von General Theodorow dem Kronprinzen übermittelt werden. In Begleitung des bulgarischen Gesandten in Paris, Dr. Stanciow als Dolmetscher, erschien General Theodorow nunmehr bei dem Kronprinzen, den er um eine Audienz bat, die bewilligt wurde. Auf die formelle Erklärung, daß die Bulgaren die Besetzung von Saloniki durch die Griechen anerkennen, daß nicht von einer Besetzung durch sie die Rede wäre und daß sie nur für zwei Bataillone, die durchdie schlechte Witterung sehr mitgenommen seien, Gastfreundschaft erbäten, gab der Kronprinz der Bitte nach, unter der Bedingung, daß er darüber an die griechische Regierung berichten würde. Stanciow bat den Kronprinzen, wenn die griechische Regierung mit dem Aufenthalt der beiden bulgarischen Bataillone nicht einverstanden sei, möchte er dies dem bulgarischen General mitteilen und ihm eine Frist von 10 Stunden bewilligen. Gleichzeitig erklärte General Theodorow dem Kronprinzen durch Vermittlung Satciows, daß Die beiden Bataillone während ihres Aufenthaltes in Saloniki unter den Befehl des griechischen Platzkommandanten gestellt werden sollten unb daß ihre Offiziere sich täglich von dem griechischen Stabschef den Tagesbefehl holen würden.
Ter russische Großfürst Nikolaus in Bukarest.
Bukarest, 10. Dez. König Carol Hal Großfürst Nikolaus Michailowitsch das Großkreuz des Ordens Karls I. verliehen.
Italien und Griechenland.
Rom, 10. Dez. Veniselos sandte an M'arguis di San Giuliano folgendes Telegramm:
In dem Augenblick, da ich das Gebiet Italiens durchreise, lege ich Wert darauf, dem hervorragenden Staatsmanne, der die äußere Politik der großen Schwesternation leitet, den Ausdruck meiner holten Wertschätzung und tiefen Achtung zu übermitteln und meinen Tank zu erneuern für die von Giolitti in der Kammer bezüglich der Aegäischen Inseln abgegebenen Erklärungen. Ich bedauere, daß die Knappheit der mir zur Verfügung stehenden Zeit mir nicht gestattet, ihm meinen Dank in Rom persönlich auszusprechen.
Sa.n Giuliano antwortete:
Ich danke Euer Exzellenz herzlich für die liebenswürdigen Worte und die Freundschaftsgefühle zwischen Italien und Griechenland, denen Euer Exzellenz mit solcher Beredtsamkeit Ausdruck verlieh: sie werden von der italienischen Regierung unb der Nation vollkommen geteilt.
Spenden für die österreichischen Truppen.
Wien, 10. Dez. Aus allen Bevölkerungskreisen laufen Spenden für die an der Grenze stehenden Truppen ein. So spendeten die Fürsten Franz und Johann von Liechtenstein 20 000 bezw. 30 000 und die Gemeinde Wien 10 000 Kronen.
Atts Stadt und Lund.
Gießen, 11. Dezember 1912.
Bon der Straßenbahn.
lieber das Ergebnis der Städtischen Straßenbahn 1911 haben wir bereits im April d. I. berichtet. Danach wurden im letzten Rechnungsjahr runD 25 000 Personen mit einer Mehreinnahme Don rund 2500 Mk. mehr befördert. Dieser Mehrverkehr ist um so höher anzuschlagen, als 1911 kein Fest auf dem Trieb abgehalten wurde. Inwieweit die Straßenbahn durch den im letzten Betriebsjahr eingeführten 71 2-Minutenverkehr auf der roten Linie beeinflußt worden ist, zeigen die nachstehenden Be
rechnungen. In den beiden letzten Jahren wurden gefahren: Wagenklloineter Stromverbrauch
im Ganzen täglich
1911 514 166 1405
1910 472 856 1295
mehr in 1911 41 310 110
Beförderte Personen auf den Wagenkilometer
im Ganzen täglich
275 121 752 Rroft.
249 647 682 „
26 074 70 „
Einnahme aus dem Personenverkehr für den Wagen und Kilometer
1911 2,40
1910 2.53
23,21 Pfennig
24,60
1911 weniger 0,13 1,39 „
Stromverbrauch für den Wagenkilometer
1911 0,535 St tu ft.
1910 0,527 „
1911 mehr 0,018 „
Vergleicht man die Ergebnisse der beiden Jahre miteinander an den vorstehenden Zahlen, so hat der Wagenkilometer 1911 eine schwächere Personenbesetzung bei einem Mehr ström verbrauch von 0,018 Kilowattstunden. Der Mehrstromverbrauch gegen das Vorjahr auf den durchschnittlich zurückgelegten Wagenkilometer wird damit erllärt, da): der Verbrauch an elektrischer Energie bet den 110 Wagenkilometern, die gegen das Vorjahr täglich mehr zu leisten waren, bei der teilweise stark ansteigenden Strecke Lichcr Straße erheblich mehr Kraftaufwand nötig macht. Der Ausfall an Einnahmen im letzten Rechnungsjahr beträgt für den zurückgelegten Wagenkilometer 1,39 Pfennig' da aber im ganzen Rechnungsjahr 514 166 Wagenkilometer gefahren find, beträgt dieser Ausfall beim Straßenbahnunternehmen 7146,90 Mk. Es ist sehr schwer nachzuweisen, inwieweit diese Mindereinnahme der Einführung des 7^z-MinuLenverkehrs auf der roten Linie zuzuschrciben ist. Für diese Mehrleistung sind der Straßenbahn keine besonderen Verwaltungskosten erwachsen. Jedenfalls fällt ein Teil des ungünstigeren Ergebnisses der Vermehrung der Fahrten nach dem Trieb zur Last. Die Stadtverwaltung ist mit der allgemeinen Durchführung des 7V2-Minutenbetriebes der Entwicklung vorausgeeilt. Sie hat dem Verkehr die Wege geebnet, wobei sich zunächst eine finanzielle Einbuße ergeben hat. Die zwei neuen Wagen sind auch als Reserven bei Massenbeförderungen von Bedeutung.
*
Weihnachten naht:
Nur noch vierzehn Tage trennen uns von dem Feste, das uns die Geburt des Heilandes versinnbildlicht. In dieser Zeit soll noch viel getan werden, haben doch schon jetzt viele Geschäftsleute alle Hände voll zu tun. Vor allem wünschen wir den Ladengeschäftsinhabern, daß der nächste Sonntag im besten Sinne des Wortes ein „silbernett", der letzte vor dem Feste aber ein „goldener" sein möge. Denn was für die Besitzer ländlicher Garten- oder Bergrestaurants ein „schönes" Pfingsten bedeutet, das ist für Ladeninhaber oft ein „flottes" Weihnachten. Das Weihnachts- fest verursacht übrigens einen bedeutend größeren Geldwechsel, als er zu Ostern und Pftngsten zusammengcnommen stattfindet. Schon jetzt sind viele Geschäfte „mitten drin". Mit Paketen beladen sieht man während der Nachmittagsstunden, besonders aber in der Zeit der Dämmerung, die Menschen durch die Straßen eilen. Die Schaufenster prangen im schönsten Glanze, und veranschaulichen neben oft ganz prächtig arrangierten Auslagen von Waren: lichter- vesteckte Tannenbäumchen, Schneeflocken, Engelshaar, Freund Ruprecht das Christkind, eine Strippe u. bergt. Stollen- und Kuchendüfte schweben durch die Gassen. Christbäume verbreiten würzigen Harzgeruch. Drinnen aber, in den. Häusern, singt man schon von der ftöhlichen, seligen und stillen, «'heiligen (Weihnacht, vom Tannenbaum mit seinen grünen Blättern und von dem, was es „morgen geben wird". Alte, liebe Volkslieder sind es, deren Entstehung in frühere Jahrlxunderte zurückreicht, und die voraussicht- llch noch viel längere Zeit, als sie uns bekannt sind, gesungen werden dürften. Sie sind uns gewissermaßen in Fleisch und Mut übergegangen! Bis die Christrosen blühen und die Weihnachtsgbocken schallen, dürfte übrigens nod;
Redner ist Oekonomieu
Ein eigenartiges Miß.
SMtw
Knabei
^nschu]
85 „Tacv
§ Marbui einem Promenat
von Kraftfuttermitteln*.
Weitzel-Lich.
-m. Langsdorf, 10. Dez.
mancher Bratapfel schmoren und mancher Wunschzettel ul’ schrieben werden; hoffentlich gibt es ein „weißes" Fest!
** Tageskalender für Mittwoch, 11. *ez. S t a di theater: „Das Prinzip*. Anfang 7 Uhr.
•• Pfarrpersonalien. Der Großhetzog der durch die Dekanatssynode de? Dekanats Gießen für Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des Pfarr- ; 2udw. Gußmann zu Kirchberg juni Dekan des Dekan»:', ■; Gießen die Bestätigung erteilt.
Stadttheater. Profeßor Marzell Salzer, n] am Donnerstag einen „Lustigen Abend* veranstaltet, ni) den Freunden seiner Kunst ein vollständig neues Progran „W bieten. Er hat damit in allen Städten den gewohnten ause, g ordentlichen Erfolg erzielt und gezeigt, daß er auf feit e»1 Gebiete hors de concours ist und wirklich den Namen eines MeillerrezitatorS verdient. — Ferner sei aus die Schüüc. Vorstellung von „Braut von Messina* am näc^i r Samstao, nachmittag hingewiesen.
*♦ Demonstrationsabend. Am Tonnerdtag wird de bekannte Exverirnental-Psychvloge Alfons Simon einen j)e monstrationsabend ab halten. Herr Simon erklärt in feiner: Vortrag die Vorgänge bei Suggestion unb Spiritismus und <\.V einen Einblick in bas Wesen bcs Okkultismus. ?luch wirb er rn:
M Gcgnem oonMag roat e‘ iiitf tätig., ■ w Main lüden ir L-egt Hiermit ' Worms 3 hiesigen Bah 615 M ut M L Ms vier rinn 3. Klaffe- piannnen.
E Leiche nchti yn das Emfal ft M kurz nach eil ihren Ml. ausgeichni
Idtifc, das zur kxm konnte, j der Einfahrt
Gainer gcjahr ertioen nici-t so Irt Heiden Äkom fonmtenprall imir M rudert. He vit Ctl, das vor -aymidtt wurde, taten Arm und j hius gebracht. | langen davon, I rüerzugsmaschin tiroer verletzt w knletzungen dav tc. Rüssi
Lalldorf ist sei 'm Rüsselsheinu Mie von Beam le5. Man nim Wilddieben zum
Ok. Alsfeld, 10. Dez. Gestern abend sprach im groifl Saale des „Deutschen Hauses" der Schriftsteller v. Hesse SBartegg auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins übet: „Die Balkan st aaten und ihre Völker".
Kreis Schotten.
= Schotten, 9. Dez. Hier ist vom 1. Nov. an cur Ortseinnehmerei als Hebestelle für Brau- und Brawil- weinsteuec errichtet worden, die zur AuSfettigung und zn Erledigung von Branntwein-Begleitscheinen befugt ist. & bat weiter die Befugnis zur Erledigung von Ucbergang^ scheinen über Bier erhalten. (Die amtliche Bekanntmachur: hierüber erschien in dem Regierungsblatt vom 5. Dez., » klassisches Beispiel dafür, mit welcher Gemächlichkeit utzscl Behörden arbeiten. Red.).
Kreis Friedberg.
— Bad-Nauheim, 11. Dez. In einem Verirai über die Beteiligung der Hessen am russisch- Feldzuge teilte Lehrer Oßwald mit, daß auch von Rav beim, das ja von 1810—15 vorübergehend schon einmal - Hessen-Darmstadt gehört hat, eine größere Anzahl Ma-rH mit den hessischen Truppen unter Napoleons Fahnen gekämiH hat. Zucückgeketitt sind davon: Jakob Klingerncic« Phil. GrieS, Fritz Horn unb Nikolaus, welch letztaV in späterer Zeit noch der „Tambour* genannt wurde. M
gesch ick passierte einem Jäger bei der heute hier abgehaltencn Treibjagd. Er befand sich auf dem Anstand, als plötzHj ein fluchtendes Neh ihm direkt ins Gesicht sprang, wöbe er zu Fall kam und von den Läufen deS TiercS an da Wange verletzt wurde.
r. Von der Rabenau, 10. Dez. Die verschiedene Kinderkrankheiten, insbesondere Masern, nehmen i» unserer Gegend immer noch zu. Auch erwachsene Person» sind an Masern erkrankt. Obwohl auch viel ftinbcc a|| Lungenentzündung krank lagen, sind bis jetzt Sterbefällc not nicht vorgekommen.
Kreis Alsfeld.
Großseuer in Alsfeld.
d. Alsfeld, 10. Dez. Die an der hiesigen Bahn ftation gelegene große Holzschneiderei von W. Wa!> lach wurde in der Nacht auf Dienstag von einem schwe< ren Brandunglück heirngesncüt. Kurz nach 12 Ut wurde das Feuer entdeckt. Die hiesige Feuerwehr war a!> bald zur Stelle, mußte sich aber bei dem riesigen UmfaiK des Feuers darauf beschränken, sein Umsichgreifen zu txi- hüten. Gegen Morgen gelang es, des Feuers Herr zl werden, nachdein ein Teil der Gebäude abgebrannt in* eingestürzt war. Die Wohnung des Maschinenmeisters, en . Holzbau, brannte vollständig ab. Nur mit Mühe Eomti" die Bewohner ihr Leben retten. Der Schaden, den bui Feuer anrichtete, ist recht beträchtlich, er dürfte sich auf ij etwa 150 000 Mk. belaufen. Die EntstehungZursache ift Trat 11 Sicherheit noch nicht festgestellt.
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„Letter 9". Vielleicht tragen diese Zeilen zur Ermittelung ba Täter bei.
Verhaftet. Elisabeth Schneider aus Sehlen. Kre-i $r an (en berg, die vor einigen Tagen ihr neugeborenes Kind i: hilfloser Lage in Marburg aussetzte, wurde heute hier vtt haftet.
•* Die „Bayerische Vereinigung* hielt am Son > tag im Felsenkeller ihre Weihnachtsfeier ab. 2henkt- stücke, komische Vorträge, Konzert und zum Schluß Tanz bildeten das Programm. Die Vereine Weilburg unb Wetzl« waren hierher gekommen. Der Verein will zu Fastnachl einen Ball in echt bayerischer Weise im Ens« Ebel abholtcn.
** Ein nettes Geschick)tchen erzählt uns ein Lckn vom Lanbe. Der „Gießener Anzeiger" wird mir seit einiger Zen alle Tage von einem älteren .Kinde ins Haus gebracht. Zuerst qr schah das unregelmäßig. Ich erhielt an einem Tage einmal zwei Exentplare derselben Nummer, an einem anderen Tage nuä einmal gar keines. Ein paar Mal habe ich das ruhig mitangf sehen, bann aber beschwerte ich mich. Und nxrs bekam ich zur An toort? Ich solle doch ruhig sein, es brächte mir bvch manchma zwei Exemplare, ba solle ich mich buch mit begnügen, wenn ij an einem anderen Tage mal gar keines befäme. Ich vermut baß eine solche Anschauung von dem Wette bet Zeitung neu in
Landkreis Gietzen.
---- Watzenborn, 10. Dez. Am Sonntag nachmitta;, findet im Gasthause von G. Sommer IV. ein V ortral über: 1. „Welche Kartoffelsorten eignen sich für du verschiedenen Verhältnisse am besten?* 2. „Rin» viehfütterung im Winter, insbesondere bei Anwendiiiij
Vom g.
von io H ^Uni Aus: ÖS! r°nZju
der vielbesprochenen Wünschelrute experimentieren, mit der b< kanntermaßen verborgene Quellen gefunden werden. Den ©6mu"; bilden die Experimente auf dem Gebiete der Telepathie Ok banfenübertragung). Herr Simon führt alles aus, was vv.i einer Person nur gedacht wird, ohne daß er Kenntnis dcwoa hat, sogar in verschlossenem Kuvert können Aufgaben von ;■ Hause mitgebracht werden.
** Diebstahl. In der Zeit von Samstag, den 7. b: Montag, den 9. Dezember ds. Js. wurden in den Verkaufstäumc: des hiesigen Eisenbahrr-Kvnsumvereins durch Einbruch gestoho- 3,50 Mark, bestehend aus Ein- unb Zweipfennigstücken, garten, Marke „Miß Kelley", 1 Dose Zigaretten, Marke mit Goldmundstück, 50 Stück Zigaretten, Marke „Princc r- Batteilbera", 1 Taschenspiegel mit Kamm, 5 Pfund gt- räucherte Bebcr* unb Blutwurst und 2 Pakete Rauchtabak, Mai/


