führte Präsident Haven st ein ans, die Ansprüche an den Geld- -___Äx CaU Sai« tahUH nnfi'r Kami
markt steigerten sich seit der letzten Sitzung unter dem Dru It SW.
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Die französischen Verluste in Marokko.
Paris, 11. Dez Die Verluste der marokkanischen Besatzungstruppen in Marokko betragen vom 1. Juni 1911 bis 30. September 1912 1234 Gefallene und an Krankheiten Gestorbene, darunter 51 Offiziere, sowie 7412 Verwundete und Kranke.
Ein neuer Staatsstreich Castros.
P a r i s, 11. Dez. Der Expräsident von V e n e z u e l a, Castro, der sicl) gegenwärtig unter dem Namen Louis< Kurz hier aufhält, soll einen neuen Staatsstreich planen/
Ein wertvolles Bild.
Paris, 11. Teh. Ein Bild des Impressionisten, Degas (Ballettänzerrnncn) wurde bei einer Versteigerung, von einem Amerikaner für 450 000 Franken erstanden. Degas hatte seinerzeit für das Bild 500 Franken bekommen.,
Amerika will die chinesische Republik anerkennen.
Port land, 11. Dez. Staatssekretär Knox hat bcr| hiesigen Handelskammer mitgeteilt, daß Amerika die Republik China anerkennen wolle, wenn die Parlamemtswahlen Gewähr für eine friedliche Entwickelung des Landes bieten.'.
Handel.
In der Zentralausschußsitzung der Reichsbank
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der Erinnerung der ältesten Einwohner unserer Stadt leben diese Veteranen von 1812 noch weiter.
r. Reichelsheim, 10. Dez. Bei der heutigen Wahl eines Kreistags-Abgeordneten für die Orte Reichelsheim, Beienheim, Melbach, Södel, Wolfersheim und Wohnbach wurde der seitherige Vertreter, Rentner Phil. Keller in Melbach, einstimmig wiedergewäblt.
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meister von Bensheim und zwar war er der erste nach Ein- führung der Städteordnung gewählte Bürgermeister. Teni Landtag gehörte er als Mitglied der Zentrumspartei von 1896 bis 1909 für den Wahlbezirk Nieder-Llm-Ober- Inqelheim an. Dr. Frenay war eine auch bei seinen politischen Gegnern hochgeachtete sympathische Persönlichkeit. Im Landtag war er hauptsächlich auf dem Gebiet der Sozialpolitik tätig.
w. Mainz, 10. Dez. Die Wehren des kanali- fierten Mains wurden heute infolge Eisgcfa hr niedergelegt. Hiermit ist die Schiffahrt auf dem Main eingestellt.
— Worms, 10. Rov. lieber das Eisenbahnunglück im hiesigen Bahirhos schildert ein Augntzeuge: Der Zug, der um 6.15 Uhr in Monsheim abgeht, ist vorwiegend mit Arbeitern besetzt. Aus vier 4. Klasse-Wagen, einem 2. Klasse-Wagen und einem 3. Klasse-Wagen setzt sich der Zug, der von der Mälzer Tender-Maschme „Weinbiet" gefahren wurde, gewöhnlich tzusammen. Das Signal war richtig gezogen und demnach lag auch die Weiche richtig, denn solange die Weiche nicht richtig liegt, kann das Einsahrssigrtal nicht gezogen werden. Wahrscheinlich ist nun kurz nach dem Ziehen des Signales die Güterzuglokomotioc mit ihren zwei Wagen von der Seite gekommen und hat die Weickn ausgeschnitten, so dast der Äüterzug ungehindert auf das Geleise, das zur Einfahrt des Monsheimer Zuges bestimmt war, fahren konnte. Der Güterzug stand mit seinen zwei Wagen still, bet der Einfahrt des Personen-uges, und da auch dieser bereits langsamer gefahren ist, so war der Zusammenstost beider Lokomotiven nicht so heftig, wie das bei voller Fahrgeschwindigkeit der beiben Lokomotiven der Fall gewesen wäre. Durch den Zusammenprall wurde der Heizer Klein aus Kaiserslautern zu Boden geschleudert. Herabstürzende Oelkannen übergossen den Heizer mit Ocl, das von den Flammen, die aus der Feuerung schlugen, entzündet wurde. Die schwersten Brandwunden erlitt er am linken Arm und an dem Kopf. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Der Lokomotivführer trug leichtere Ver- I letzungen davon, ebenso der Lokomotivführer und Heizer der Güterzugsmaschine, während dec Zugführer des Personenzuges fefouer verletzt wurde. Ungefähr 10. Mitreisende trugen leichte Verletzungen davon.
fc. Rüsselsheim, 10. Dez. Förster Scherer von Walldorf ist seit Samstag verschwunden. Eine Streife im Rüsselsheimer Walde von Forslwarten und Holzhauern, sowie von Beamten der Firma Opel mit Autos war ergebnislos. Man nimmt an, daß Scherer einem Zusamminstoß mit Wilddieben zum Opfer gefallen ist.
Hessen-Nassau.
§ Marburg,- 10. Dez. In der Nähe der Nordschnle auf einem Promenadenwege fand gestern abend ein Student ein
Kleine Tagerchronik.
Die bisher festgestellten Unter)eijiagungen des verhafteten Direk.ors Jdmann der F ö r e n i n g s - B a n k in 5) e 1 - singfors belaufen sich auf 6 800 000 Mk. Die Gesamtsumme der Unterschlagungen wird sich voraussichtlich auf 12 Millionen stellen.
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X Hanau, 10. Dez. Von einem Zuge der Dan au er Kleinbahn hat sich der Taglöhner Bai. Tremmel aus Maikammer überfahren lassen. Er war sofort tot.
F.C. Kassel, 10. Dez. Der 11jährige Sohn eines Fahrburschcn in der Henkclsttaße beging Selbstmord durch Erhängen. Schmutz- und Schundlektüre hatte den Bedauernswerten zu dein verhängnisvollen Schritt getrieben.
F C. Treysa, 10. Dez. Das 211 Fahre alte Söhnchen der Eheleute F. Schmer in Ropperhausen fiel im Zimmer rücklings von einem Stuhl in einen Topf mit heißem Wasser. Es st a r b an den erlittenen Verletzungen.___________
UniversitcitS'Nacbricbten.
— Geheimrat Proses'or Dr. phil Johannes Jmelmann, beaustrl.gte mit der Abhaltung von griechischen Kursen für realistisch vorgebildete Studierende in der Berliner philosophischen Fakultät, begeht am 13. Dezember seinen 70. Geburtstag.
Vermischtes.
* Eine ganze Reihe von Bränden, die zum Teil Menschenleben kosteten, werden un-5 gemeldet: In Immenstadt ist in der Nacht das Rathaus nicbergebrannt.^ Sämtliche Akten konnten gerettet luerbcn. — In dem Dorfe Stolz (Schlesien) verbrannten 4 Kinder des Üneckites Theinert im Alter von G Jahren bis 11 Monaten. Die Kinder waren während der Mbwcsenliett der Eltern in die Stube c i n g e s ch l 0 s s e n: das Feuer ist wal/rscheinlich durch Spielen mit Streichhölzern entstanden. — Zn dem bei der evangelischen Garnisonkirche gelegenen Diakonissenlrankenhaus „Mathildcnstist" in M etz brach am Dienstag mittag ein Braitd aus, der rasch um sich griff. Die Kranken, etwa 230 an der Zahl, rnustten in der benachbarten Vit^enzschulc untergebracht werden. Um 2 Uhr war das Feuer gelöscht. Tas ganze Dachgesckwst ist uiedergebrannt, das zweite Stockwerk zum Teil zerstört. Mehrere Soldaten und Feuerwehrleute haben leichte Verletzungen erlitten. (Siehe auch Blatt 3.)
* Um sich vor Kält e zu schützen, brannte in Ren- ft a D t (Herzogtum Coburg) der städtische Beamte G r e m p e l, der mit seiner aus 6 Köpfen bestellenden Familie ein von der Stadt zur Verfügung gestelltes Zimmer bewohnte, den Koksofen an und begab sich zum Schlafen. Als am Morgen die 12 jäbrige Tochter erwachte, fano sie den Vater und die beiden Brüder, die im Alter um 15 und 16 Jahren stehen, tot vor. Tie Mutter und die Sckyvestcrn waren bewußtlos.
"BesteBürgschast. Fräulein: „Ich möchte für St. Moritz ein paar gute Skier haben; übernehmen Sie (Garantie dafür?" Verkäufer: „Das nicht, aber hier haben Sie die Bescheinigung eines vereidigten Bück-errevisors, dast sich im vorigen Winter von zwölf Käuferinnen sieben verlobt haben!"
* Sie weis; Bescheid. Herr: „Ist die Gnädige zu Hause?" — Zofe (zögernd): „Ja — ich weist es nicht genau." — Herr: „Na, Sie bekommen einen Taler, wenn sie mich empfängt!" — Zofe: „Ich werde Sie lieber nicht erst; anmelden, sonst ist sie sicher nicht zu Hause!"
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der Dalkanwirren weiter und beeinflußten den Stand der Reichsbank weiter nachteilig. Die Anspannung in der letzten Rovember- wocke sei wesentlich höher gewesen als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ter stcuerpslichtigc Notenumlauf betrug 360 gegen 44 Millionen im gleichen Termin des Vorjahres. Die Rückflüsse seien gegen das Voriahr erheblich zurückgeblieben. Seit dem 30. September besserte sich der Status bei- Reichsbank nur um 204 gegen 696 Millionen Mark im Vorjahr: er weise bemnadt gegen das Vorjahr eine Verschlechterung um 492 Millionen Mark auf. Die Ansprüche an den Geldmarkt setzten sich in der ersten Tczemberwoche in gleich starker Weise fort. Der Privatdiskont erreichte den Stand des Reichsbankdiskonts. In Berücksichtigung des Umstandes, dast die Anspannung auf dem internationalen Geldmarkt keine sehr hohe ist und die Devisenkurse sich günstig gestalteten, sowie in der Hofsnung, dast mit der umebmenben Beruhigung in der Politik auch in den privaten Verhälttnssen die Besorgnisse schwinden, will die Reich-bank von einer Diskonterhöhung Abstand nehmen, sie hoffe aber, dast alle Kreise in ihren Ansprüchen an die Rcichsbank sich Beschränkung auicrlcgen, damit es der Bank ermöglicht werde, an dieser Politik seslzuhalten. Schließlich wurde die Auszahlung der Abschlagsdividende genehmigt. -
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— Etwa 400 Millionen Mark kür künstlichen Dünger gibt Deutschland jährlich aus. Diele verblüsiende Tatsache erfährt inan ans einem soeben in Veit 50 der überaus viel- feiiigeit und rührigen Wocheulchri't.Zeit im Bild» (Reue Deutsche Verlagsgesellschaft in Dliinchei.) erschienenen, höchst bedeuiungSvollen und reich illuslrierien Aussatz: „Der Stickstoff. Ein Bild au- der modernen chemischen Grostindiistric" von Dr. Emil Kolbe. — Alldem übrigen Inhalt sei für die jetzige Zeit u a. als besonder- lesenswert erwähnt der fesselnde Aui|atz „KriegSkoslen" von Kari B l e i b t r e n.
~ Amtlicher Wetterbericht.
Oesfentlicher Wetterdienlt, Giesten.
WetterauSsichten in Hessen für Donnerstag, den 12. Dez. 1912: Trub nut yiegenfällen, mild, Südwestwinde. \


