Ausgabe 
11.5.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

doch hofft man, daß big zum nächsten Jahre die Frequenz der

Kreis Friedberg.

Tie Stadtverordneten

Friedberg, 10. Mai.

Trinkkurantagen eröffnet. Die Ausstellung war im vorige«

Moiorenial

«'Mei

Pssre lassen

x Bad-Nauheim, 10. Mai. Der Blumen pflege durch Schulkinder schenkt man hier seit Jahren die größte Aufmerksamkeit. Auch in diesem Jahre wurden wieder einige hundert Topfpflanzen, die die staatliche Gärtnerei kostenlog zur Verfügung stellt, an die Schüler der oberen Klassen der hiesigen Schulen zwecks Pflege während der Sommermonate verteilt. Im Herbst werden dann die best- entwickelten Pflanzen mit Preisen bedacht. Eine günstige Entwicklung zeigt bie hiesige Ernst Ludwig-Schule. Die Schülerzahl wächst mit jedem Jahr; sie beträgt jetzt schon 188.

x Vom hessischen Taunus, 10. Mai. Im Wintersteingebiet stehen jetzt die Heidelbeeren in voller Blüte. Die Sträucher haben gut angesetzt und versprechen bis jetzt eine reiche Ernte.

Starkenburg und Nheinhessen.

je L, Wilhelm Volkmann 2. Preis.

---- Annerod, 10. Mau Unser Bürgermeister Philipp Horn 4. und seine Ehefrau feierten am 8. Mai ihr silbernes Hochzeitsfest.

----- Leihgestern, 10. Mai. Heute gegen Mittag siel ein etwa 3 Jahre altes Kind in einen Brunnen. Durch die rasche Hilfe, die K. Büttner und K. Velten leisteten, konnte das Kind gerettel werden.

Li ch, 10.Mai. Durch die Einführung des 6. Seminar- jahreS war der Zugang zu unserer Präparandenanstalt in diesem Jahre wesentlich schwächer als sonst, so daß die

fförperverletz 2tr vralt. Arzt D fa jjeibit vorigen Jatz mgkn zu haben, datz an der Ehe,rau V Ime des Kindes dem xlb des Ellbogens abb: V. 'Leit kam. In i cJDtritänbige, darunte w Tirdtor der Frau Üxeboi der Hebamme »bte sich um die Xtoiri. Benn sich ai Mg dieser Frage nicht ioch nkenncn, daß ei,

Strafgroschen eingesammelt werden, ist wahrlich nicht dazu seines HumorS ivegen hochgeschätzt, angetan, die Freude am Steuerzahlen zu erhöhen.

** Kun sl o erein. Tie Lonoerausstellung des B u u - Parallelklassen nicht gebildet werden konnten. Tie da» des zeichnender jtiin'ii er München, die 97 Bilder durch heroorgerufene Schädigung unserer ErwerbSverhältniffe aufzuweisen hat, ist von morgen an geöffnet. Außerdem ,vird von der Einwohnerschaft nicht angenehm empfunden, ind von unserer einheimischen Künstlerin Marie Fe lch- fe0£t h^fft man, daß big zum nächsten Jahre die Frequenz der n e r einige Porträts aus hiesigen Familien ausgestellt. q(nna[t toicbcc bcncc wird.

Aus der oorausgegangenen Ausstellungl wurdni verkauft: Trais-Horloff, 10. Mai. Zu der in Nr. 109

»' äÄ Äff von bcä Si-b. enthaltenen Mitteilung über ben Sagbau bet D S veth-Münch en, undZwei Stilleben" von Emmy Tingel- Grube Friedrich teilt der Gräflich ooluis-^aubach iche Kammer- dein-Gießen, die in hiesigen und auswärtigen Privatbcfitz direktor uns mit, daß der Artikel unrichtige Angaben enthalte vergingen. und die Beteiligung der Laubach'schen Slandesherrschaft un-

Nadiumvortrag. Der schon erwähnte Vortrag richtig dargestellt sei.

indet in einer Sitzung der Oberhessischen Gesellschaft für ? Obbornhofen, 10. Mai. Heute, kurz vor 12 Uhr, Natur- und Heilkunde statt und wird am Montag, den wurde der Gastwirt Nuppel aug Obbornhofen auf der 13. dS. Mtg., im Hörsaale deg Physikalischen Institutes, Strecke FriedbergHungen bei Obbornhofen-Bellersheim Stephanstraße 24, gehalten. Lichtbilder und Experimente auf dem Bahndamm tot auf gefunden. TaS Zug- werden die Ausführungen des Redners begleiten, der ins- personal des Zuges 4256, der 11-10 in Obbornhofen- »esondere die Verwendung des Radiums in der Heilkunde dar- Bellersheim ankommt, hat denselben aufgefunden. Laut Mit- egen will. Da der Vortrag für weitere Kreise berechnet ist, teilung deS Zugpersonals wird angenommen, daß der Auf. wird das Erscheinen auch zahlreicher Nichtmitglieder als Gäste gefundene schon von einem früher gehenden Zuge überfahrer­erwartet. und an den Bahndamm geschleudert worden sein niuß.

T a r m st a d t, 10. Mai. Deute nachmittag ist nach lange» Krankenlager der Ehrenbeigeordnete der Stadt Tarmstadt, Konrad E g e n o l s, im Alter von 58 Jahren gestorben. Derr Egenolk ist 1899 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt worden und hat dreier 10 Jahre hindurch als stets arbeitssreudiges, über eint reiche Summe geschäftlicher und wirtschaftlicher Erfahrung vcr- sügendes Mitglied angehört. Von der Wertschätzung EgenolfK in dec Stadtverordnetenversammlung zeugte die Tatsache, daß er zum Vorsitzenden des Finanzausschußes gewählt wurde. Im Iah» 1909 wurde Egenolf zum Ehrcnbeigeordneten der Stadt Tarmitaütl gewählt. Egenolf war Mitglied des Dandelsvereins, Dandelsricht« und lange Jahre hindurch Mitglied der DandelSkammer. Er war' längere Zeit Meister vom Stuhl der hiesigen Freimaurerloge, zu^ geordneter Großmeister der hessischen Großloge und Vorsitzende« der Sektion Starkenburg des deutschen und österreichischen Alpen-

Au» Stafct und Land.

Gießen, 11. Mai 1912.

** Tageskalender Kinematograph: Täglich Vor­stellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

GemäldeausstellungdesKunftvereinsim Turm­haus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 111 Uhr, Sonntag- von 118 Uhr.

Wlu^cum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 111 Uhr unentgeltlich.

Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen von 111 Uhr vormittags und 46 Uhr nachmittags.

* Postkartenwoche der Großherzogin. Wohltätige und gemeinnützige Vereine in den Landgemein- iden und kleineren Städten unseres Kreises werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie beim Verkauf der Postkarten und Bilder der Postkartenwoche einen erheblichen Rabatt erhalten, der ihren Vereinsvormögen zukommt. Der Rabatt beträgt 3 Pfg. für die Postkarte und 3j0 Pfg. für jedes Wohlsahrtsbild. Für die Städte Darmstadt, Mainz, Gießen, Worms und Offenbach gilt diese Anregung nicht, da hier dem Verband der Papierhandlcr das Vorrecht zum Verlauf ungeboten lvurde. Tetaillisten auf dem Lande erhalten ebenfalls einen erheblichen Radatt. Alle Bestellungen erfolgen beim Kreiskomitee (Adresse Kreisamt).

** Aus dem M i l i t ä r w o ch e n b l a t 1. Sic. Schettler, Div.-Pfarrcr der Hess. (25.) Div. in Darm­stadt, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt. Liedtke, Div.-Pfarrer der 4. Div. in Gnesen, zur Hess. (25.) Tw. nach Darmstadt versetzt. Salzsieder, Militar-Hilfsgeistlicher der Hess. (25.) Tw. in Tarmstadt, rur 4. Div. nach Gnesen behufs Wahrnehmung der Liv.- Psarrslelle daselbst versetzt.

e Ruhestandsversetzung. Ter Groß Herzog hat den Bureauoorsteher bei Dem KreiSamt Friedberg Kanzleirat Hch. Krrüder auf fein Nachsuchcn, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und sthm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen.

Mahnzettel bei Staats st euer». Das seltsame Krc.c Schotten.

Verfahren unserer Steuerbehörden, sich den Mahnzettel l Gedern, 9. Mai. Am SamStag feiert dec Gesang« auch dann bezahlen zu laffen, wenn die Steuer zwar verein .Liederkranz* fein 7OjährigeS Jubiläum, verspätet bezahlt, aber der Mahnzettel noch nicht zu- Am Abend findet imBergmirtShaug* ein Festesten statt und gestellt wurde, macht aus der Mahngebühr eigentlich eine man wird dann bei Liederklang einige gesellige Stunden zu» Strafe für die verspätete Zahlung. Besonders unrecht ist jammen verleben. Von den Gründern des Vereins ist niemand dieses Verführen am Anfang des Steuerjahreg. Ta die mehr am Leben. Aber der Verein hat eine große Zahl aller Steuerbehörde sich regelmäßig big in die zweite Hälfte des Mitglieder. Das älteste Mitglied gehört ihm nunmehr 60 Jahre April hinein Zeit nimmt mit der Zustellung der Steuerzettel, an und wird am JudiläumStage zum Ehrenmitglied des Ver- müßte sie gerechterweise auch die Frist zur Bezahlung ernS ernannt werden. Herr Hch. Fay II., der dieser Ehrung deS ersten Zieles angemessen verlängern, dag heißt entgegensieht, war Kriegsteilnehmer von 1870/71 und erwarb um so viel Tage, als der Steuerzettel verspätet zugestellt wird, sich daS Eiserne Krenz. Er ist trotz seines hohen Alters noch Die Rücksichtslosigkeit, mit der von den Steuerbehörden diese sehr rüstig und wird besonders im Gesangverein .Liederkranz*

Die Insel Rhodos im vlockadezustand.

Vom Kriegsschauplatz in Tripolis werden nur kleinere Gefechte gemewet, die kaum Erwähnung verdienen. In­teressanter ist es schon, was auf der Insel Rhodos vor sich geht. Die große üriegstar der Italiener ist auch dort offenbar schon zum Stillstand gekommen. Wir erhalten folgende Meldungen:

Kanea, 10. Mai.Messagero" meldet: Admiral V i a l e ließ durch die Kriegsschiffe einen sehr strengen Wachdienst um Rhodos einrichten, um zu verhin- Hern, daß die türkische Garnison auf kleinen 'Seglern entflieht. Die Garnison wollte bereits ver­suchen, sich allmählich einzuschiffen, aber Torpedoboots­zerstörer beschlagnahmten etwa 30 Segler, die sich Rhodos nähern wollten. Tie Schiffe waren teils mit Lebensmitteln und Waffen beladen, teils leer. Sie waren wahrscheinlich dazu bestimmt, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Rom, 10. Mai. Der DampferEuropa" und der DampferT o s c a n a" sind nach Neapel abgegangen. Auf derToscana" befinden sich 14 türkische Gendarmen .als Gefangene. Seit dem 4. Mai ist Rhodos im Blokadezustand, der an diesem Tage dem Mali zu­gleich mit der Aufforderung der Uebergabe notifiziert wor­ben rst. Nachdem die Besetzung der Insel vollen­det ist, lvird gemäß einem Abkommen zwischen dem Admiral Viale und dem General Amoglio, um nicht die Interessen der Neutralen zu schädigen, von Fall zu Aall den Dampfern die Erlaubnis gegeben, unter Ueberwachung und Leitung des Kommandos der Besatzungstruppen den Hafen von Rhodos anzulaufen.

Die Agenzia Stefani meldet ferner aus Rhodos: Der DampferDuca Abruzzi" ist nach Astropalia und Tarent abgegangen. An Bord befinden sich der Wa li von Rhodos und zwei Sekretäre, der Mudir von Astro- ^alia, zwei türkische Beamte, fünf türkische Offi­ziere und 107 Mann reguläre türkische Trup­pen, sowie neun Gendarmen als Kriegsgefangene. KJ--- ------1 L--J-1 -! Ü

nehmern des Unterrichts, Tank und Anerkennung aus für die korrekte Ausführung der Verbünde, für die praktischen, sachverständigen Vorführungen im Transport, Einladen und Aufbarung der Verletzten. Der Hilfszug, be­stehend aus Arztwagen, Hilfsgerätewagen, Mannschafts­wagen usw. steht stets fahrbereit im hiesigen Bahnhof. Die verschiedenen Probeajarmierungen haben bewiesen, daß 20 bis 30 Minuten nach Eintreffen des Tele­gramms der Hilfszug mit Aerzten, Sanitätsleuten, der Begleitmannschaft des Hilfsgerätewagens, dem nötigen Ver­bandmaterial, den Stärkungsmitteln usw. zur Abfahrt bereit steht. Hoffentlich wird die Ernstalarmierung nicht häufig erforderlich.

** ZudemArtikel: Verschandelung des Jäger­pfads beiArnsburg, schreibt man uns: Die im vergangenen Winter am Jägerpfad gefällten Fichten waren bis auf die letzte Nadel durch die Ditze des Sommers 19 11 trocken ge­worden. Wie der Verfasser von den bürren Stämmen forst- ästl)etischen Genuß oder auch nur Schatten erwarten tarnt, ist schwer verständlich. Auch scl>eint dem Verfasser entgangen zu sein, daß an den Stellen, die die Möglichkeit boten, bereits wieder junge Fichten angepflanzt worden sind. Man sollte doch^ mit Vorwürfen, wie sie in dem genannten Artikel gegen die Forst- vcrwaltung erhoben worden sind, vorsichtiger sein.

** Für Fuhrleute. Tas hiesige Lchöffengericht Denirteiltc gestern einen Fuhrknecht wegen vorsätz­licher Störung und Gefährdung eines elektrischen Straßenbahnwagens zu 8 Tagen Gefängnis.

Landkreis Gießen. #

ikh 'ieketig behandeln, bklkh pflegen nur durch Mild. Dis beki

Shampoon mit d< schwanen Kopf

Ui »ich ult vielen J n.üor.tnlichbewihrtund i-cier risweVerbteilui Gebildeten, die

Hibtng der natürlichen schönes schwär frei, glin Aus-ehei drikkllci

Tr. Kopf-m lehne N< kalegorisi

N auch nut , (Patel a

Süittavte. Drogerien

Mam Schwunhoi

Gießen im Blumenschmuck. Den Bestrebungen

anderer Städte, die auf die Ausschmückung der Häuser durch haben in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen, daS Bluincn gerichtet sind, hat sich auch der hiesige Verkehrs, seitherige Eichamt Gcwerbcjchulc, «teuer, und Zollamt verein leit einigen Jahren mit bestem Ersatg angesch,assen, gegenüber her L>°b,rauen rrche unverzügltch umjubauen Ueberzeugt von der hohen Bedeutung, die die Blumen- S ta d t b i b liolh ek sowie Vie V o tks le se h alle idjmucfung der Hauser für unsere etaöt hat, hat der Verein unterj.ubrittgen. Die Pläne sind von Bürgermeister Bau­es sich auch in diesem Jahre zur Ausgabe gemachh die rat Sta()l entworfen.

Schmückung herbeizuführen und dahin zu wirken, daß sie zu 1^. Friedberg, 10. Mai. Eine Abteilung deS Tele- einer dauernden Einrichtung werde, Für dieses Jahr hat der gxaphen-Bata illons war zwei Tage hier einquartiert. Verein einen Wettbewerb vorgesehen, der in drei Gruppen gje nQ^m Hebungen im hiesigen und Ockstädter Felde mit eingeteilt werden soll: 1. Einheitliche Schmückung ganzer Funkentelegraphie vor. Die Hebungen fanden bei Tag und Häuser; 2. Gallrien, Portale; 3. Blumenbalkong. bcj Nacht statt.

** Eisenbahn-Sailitätskolonne Gießen. Ba d-Nanheim, 10. Mai. Auf Veranlassung deS Alljährlich im Frühjahr findet zur weiteren Ausbildung Berkehrsvereing wurde heute die Dioramen-AuSstellung der Eisenbahn-Sanitätskolonne, besonders zur Aufirischung bec hessischen Städte und der Bergstraße in den des Gelernten und zur Einführung Neueintretender, ein ~ -- - ~ ~

Wiederhotungstursus, d-rbund-n mit prEschen , bc"c mt-rnati°nal«n Au-ft.llung füt Reise- und Hebungen in der Anlegung von Verbanden, Wiederbele- m

bungsversuchen, Transport Verunglückter, Einladung dieser ^temdenverkehr in Berlin vom Verband der hessischen Städte in den Hilfszug usw. statt. Tie,e Hebungen wurden im ausgestellt gewesen. Die Ausstellung bezweckt, den Fremden Laufe dieser Woche im hiesigen Bahnhofe an dem Hilfszuge und Kurgästen die landschaftlichen Schönheiten deS Heffen- abgehalten. Die Leitung des Hnterrichts lag in den Händen landeS im Bild vorzuführen.

des Bahnarztes Dr. Sch liep hake. Hnterstützt wurde dieser durch Ober-Bahiiassistent Brück, dem eine langjährige Erfahrung im Sanitätsdienst zur Seite steht. An dem Hnterricht und den Hebungen nahmen außer den ständigen Mitgliedern der Sanitätslotonne eine größere Anzahl Zug- beamte teil. Nach Beendigung der Schlußübung sprach der Vertrauensarzt der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., Sanitätsrat Tr. Käß hier, den Leitern sowie den Teil-

» ^;iere Masc aaschinenmj Voin 18. bis 21 ß

fr. .miversc

>Mgele

Müer sei, Di

-» **

-- »i»«4

, irl setSängerto in r--b'"7

^«njWtiinS

X. vanau,^0. kren in nichtonent fleihe in hohe > L, Tic Anleihe £ einer öaserne st

Hanau zu verleg -lien- ____

Gießt

Heberschrift:Tic tfarlsruher Konferenzen" einen Artikel von wohlunterrichteter Seite". Es heißt darin:

Frhr. Marschall v. B i c b ec st c i n tzal nicht ohne teil» liche Ueberlegung und einiges Zögern der glänzenden Stellung eincs Kaiserlichen Botschafters in Konstantinopel entsagt, um die ehren­volle aber sicherlich nicht leichte Ausgabe zu Übernehmen, bie nur halb vollendete deutsch-englische Annäherung einem gedeihlichen Abschluß entgegenKuführen. Er hat sich, aber nach eingehendem Studium seiner Mission nicht nur aus Pflicht­gefühl, sondern mit jugendlicher Begeisterung entschlossen, dem Valerlanoe einen Tiensi zu eriveisen, den es von ihm erwartet. England wird es .zu schätzen wissen, daß wir einen Mann seiner Bckeutung der Vertretung unserer soweit ausgedehttten Inter­essen am Bosporus entziehen und mit dem Oelzweig über bie Nordsee schicken In den weiteren Ausführungen wird daraui hingewiesen, daß Derr von Marschall überzeugt ist, daß sein Nachfolger Frhr. von Wang en heim die deutschen Interessen in Konstantinopel recht vertreten wird, und daß die wirtschaftliche und militärische Lage der Türkei heute besser als seit vielen JahrzehMen sei.

Der Artikel fährt dann fort:

Die Entsendung des Frbrn. v. Marschall nach London beweist vor aller Welt die Tatsache, daß Deutschlatid bemüht ist mit England, selbstverständlich unter voller Wahrung unserer Gleich­berechtigung, zu einem guten und dauernden Einvernehmen zu gelangen. Europa wird aufatmen, und mit Deutschland und England werden alle Freunde der Kultur und des Fortschritts die Arbeit des Frhrn. v. Marschall segnen, wenn ihm die Wieder- hefftellung der früheren vertrauetisvollen Beziehungen zwischen beiden stammverwandten Nationen gelingen sollte._____________

Der UeberfaU der deutschen Zarin in MaroNo.

DieKölnische Zeitung" meldet aus Tanger: Aussagen des hier cingetrofienen eingeborenen Verwalters des vier Stunden von Larrasch gelegenen Landgutes der RenschhausenBoden- kulturgesellschast bestätigen die frühere Mel- o un g über den völlig unbegründeten Angriff durch 150,Mann scheristscher Truppen unter dem Kommando zweier fran­zösischer Offiziere auf die Farm, deren Plünderung, die Gefangennahme der eingeborenen Angestellten und deren Miß­handlung durch die Offiziere selbst. Die Leute, die unter deut­schem Schutz stehen, darunter ein alter Mann, wurden durch Tran» zösische Offiziere mit eigener Dand durch Kolbenstöße mißhandelt. Der Verwalter des Hofes entging dank der Warnung durch einen Knecht der Gefangennahme. Tie französischen Offiziere stießen Schmähungen gegen ihn aus und drohten, ihn mit den Ochsen vor den Pflug zu spannen. Es wird überhaupt neuerdings über eine systematische Vergewaltig ung deutscher Schutzgenossen durch französisches Militär leb­haft Klage geführt. Ein Deutscher wird in Semsar seit einiger Zeit in Ketten gefangen gehalten, ohne daß seine Freilassung zu erwirken wäre. Die deutsche Gesandtschaft und die Konsulate tun alles, um die verletzten deutschen Interessen tu wahren.

Vereins.

M. Offenbach a. M., 10. Mai. In der Streitfrage um die Stellvertretung des Bürgermeisters |oH nun­mehr gegen die Entscheidung des Provinzialausschustes, irach ba der bienitältefte Beigeordnete Porth und nicht der jmüstische Be»- = Klein-Linden, 10. Mai. Die Vorarbeiten geordnete Rech als Stellvertreter zu gelten hat, die EntschellnuW zu der vom 29. Juni bis 1. Juli stattfindenden Jubel- des obersten BerwaltungsarichtShofes herbeigesuhrt feier des Gesangvereins Harmonie haben eine werden. Kommerzienrat Adolf Krafft beabsichtigt, feitgebenden Bereut eingegangen. Eine Anzahl Antworten nionad) der Neubau der Technischen Lehranstalten sowie das alte steht noch aus. Isenburger Schloß mehr zur Geltung gelangen werden.

Heuchelheim, 10. Mau Ter hiesige Verein 1 uftainz, 10. üJiai, Der Beigeordnete Bernd wird GabelSberger errang bei dem kürzlich in Butzbach ab- am 1. Oktober d. IS. aug seinem Amte scheiden; eS wird gehaltenen Wett schrei den folgende Preise: Abteilung von Zentrumsseite stark darauf hingewirkt, daß an feine 160 Silben: Herrn. RabeS 1. und Ehrenpreis; 140 S.: Stelle ein Beigeordneter streng katholischen Glaubens gewählt Herrn. Schleenbecker 1. und Ehrenpr.; 100 E.: Otto Sachser 1., werde. Ein alter Mainzer, Hofrat Varena, langjähriger H emr. Schmidt 2., Albert Seipp und Fritz Schleenbecker je Direktor des Königsberger StadttheaterS, 70 Jahre alt, ift 3* Preis.; 80 S.: Albert Rum 1., Otto Hofmann 1. und gestorben.

Aug. Weber 2. Pr.; 60 S.: Willy Schmidt und Fritz Kreiling d. Mainz, 10. Mai. In der heutigen S itzu ng dct Stadtverordneten wurde eine Einladung des r^ein* hessischen Bismarckoereins zur Feier der Einweihung der Bismarckfäule auf der Waldeck bei Nieder-Jngelhcün sur nächsten Sonntag, 12. 'Dtai, bekanntgegeben. Tao Gc- werkschaftskarlell ist um Einführung von Arbeiter- Wochenkarten für die Straßenbahn eingenommen Das Gesuch wurde der StraHenbahndeputcttion überwiesen. Nach Artikel 125 der Städtcordnung muß die ordnetenversammlung dem Oberbürgermeister die exnwdjy ltgung zur P r o ze tz f ü h r u n g erteilen. Ter juriskijcb^ Ausscbuß beantragte, dem Oberbürgermeister im allgcmev j neu bic|e Ermächtigung zu erteilen, in besondercu gce