Ausgabe 
14.9.1912 Zweites Blatt
 
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Swett« Blatt

162. Jahrgang

«»glich mit Hulne^me de» Sonntag».

assenbach und Cber-

ternberg, Rtttmeiner Irretherr von

leutnont von Schröder. Da» Hostager bleibt

8. d. MtS. hier und begibt sich täglich ins Vlanöver

1

Krofdorf,

beging dieser Tage Werkmeister Karl

ben ic. g(,n

Abteilung.

Wcrtbuni.

Die 24. Division mußte rcdrt* ausschwenken und

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denn sic find die besten!

den Vorivurf nicht ersparen können, daß sie mit den ihr an vertrauten öffentlichen Geldern in unverantwortliche

Mittwoch,

Donnerstag,

chtnngsvoll dt, Tanzlel

Ltablkuabenlchule:

Lese- und Spielabend, Wetz- steinstratze 38,

67 Lebensjahre noch in voller Rüstigkeit leitet.

b>S zum

Samstag, U. September 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brsibl scheu Universität» - Bnckr- und Sreindrnckerei.

R. Lange, Öiefeetv

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische üicmcinöe. »ottcsbirnlt.

3n der Stadttirche.

Sonntag, den 15. September, 15. nach Trinitatis:

Vormittags 8 Ubr : Plärrer S ct» w ab e.

Zugleich Christenlehre für die Nenkonsirmierten an» der Llarkuk- gemeinde.

BorinittagS 9*/, Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

3n der Johannerkirche.

Vormittags 8 Ubr: Pfarrer '! echtolsheimer.

Zugleich Christenlehre für die Sleukonsirnlierten an» berLuka»- geineindc.

BorinittagS v'/> Uhr: Plärrer Au »leid.

Vormittags 11 Uhr: Kinbertnche für die ZobanneSgemeinde.

L farrcr '11 n 5 f e t ö.

Jeden Mittwoch, nachmittag«, Handarbeitsunterricht von 2-4 Uhr für die Kinder der LnkaSgcmcinde im LnkaSfaale und von 46 Uhr für d,c Kinder der IohaimeSgemeinbe im Zok>anne»faal. blbelkrünzchen für Schüler höherer Lehranstalten.

Im Johanneslaal.

Mittwoch, den 18. Ceplemlcr, abends 6 Uhr, für die junger» Abteilung;

EaniSkag, den 21. September, abends 6 Uhr, für die allere

Tie Brieftaubenbesiher haben ihre Tauben für ben Ernstfall der Militärverwaltung zur Venügunt gestellt, wer daher eine Briet taube tötet, iügt damit nicht allein seinem Mitbürger emen be­trächtlichen Schaden an seinem Eigentum, sondern indirekt auch dem Ltaate grosien Schaden zu Tas i6rseg fdmr auch au» drücklich diese Tauben. An alle Jünger des edlen Weidwerks er- jett daher die Bitte:schimet die Brieftauben'" And) den .'and wirten rufen wir diese.) Malm wort zu: letzt in der Ernte- reit kann eine Taube im Felde keinen Sdkibcn verursachen, da sie nur die ausgefallenen, doch verlorenen 'tomer ausliest. Es ist ane ganz veraltete Ansicht, das; Tauben überhaupt nur sclmdlich eien: die Wifienichast hat dl ei es längst widerlegt und nachge- wiesen, dasi die Tauben durch Verzehren von, UnkQuU'ameu, Schnecken usw auch sehr nützlich find. In der Saatzeit, >vo ein Schaden durch Tauben möglich ist, roerben die Brieftaubenlieb- habet ihre Tauben schon vom Felde zurückbalten. Tie Landwirte sollten überhaupt bedenken, das; auch die Brieftauben-üchtkr nicht ;u den nnreichsten ihrer Abnehmer geböten, da diese nur da» beste «betreibe für ihre Tauben kaufen, und bei der heutigen Ausdehnung des Briestaubemvesens werden ganz bedeutende Mengen Tauben- futter den Vaiihivirten abgeuommen. Für das Erwerbsleben über­haupt bildet der Bneftaubensport heute einen Faktor, der wohl zu beachten isi, Storbmartwr, Stempclfabrikeu, Druckereien usw. ind für diesen 3Port tätig, darum möge ieder dahin wirken, dasi die 'Brieftauben immer geachtet und geschützt werden An alle Feldhüter. Gendarmen usw aber ergeht die besondere Bitte, Taubenschüven nnnachfichtlich zu verfolgen, ihnen die erlegten Tiere abzunehmen, und wenn Futzringe und geftempeltc Federn zu finden find, sich an den nächsten Brieftaubenverein zu wenden, damit die Eigentümer der Tauben ermittelt werden, solche Schützen aber unbedingt zur Anzeige zu bringen.

Katholische Gemeinde.

Samfitag, den 14 September:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, den 15. Sept., 16. Sonntag nach Pfingsten:

PormittagS von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.

, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

, um 9 Uhr: vochanit mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. 'Messe mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentalifche Bruderschafts-Andacht.

gelänbe.

w. Mainz, 13. Sept. Generalleutnant o. Kathen, Rommanbenr der neunten Division, ist zum Kommandanten von Mainz ernannt worden.

Redaktion, Expedition und Truckerei: 6dml- strotze 7. Expedition und Bertaq: e-^51- Äeba!non:e4W112. Tel.-Adru Anzeiger »letzen.

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inztai

;r d.J8.,akt» i nehme iu, Wohnung, V.

E i n Weltrekord im Gehen über 100 km auf Continental-Gummiabsätzen Tie deutsche Meisterschaft im Gehen über 100 km wurde am Sonntag, den 1 September, auf der Strecke: München-StarnbergWeilheim und yrriid aus- getragen Trotz der vom 5Rctti stark auf geweichten Straften stellte her Sieger Drockmann mit 10 Stunden 24 Minuten 2 «künden einen neuen Weltrekord auf. Diese glänzende J2ni"hmq wurde auf Continental-Gummiabsätzen erzielt, auf denen auch eine Woche vorher der Armee-Gepäckmarsch über 50 km in Han­nover gewonnen wurde. Die neuerlichen Erfolge dieser berühmten Marke sind nicht nur für Sportsleute, sondern auch für das grofte Publikum sehr beachtenswert, denn ce wird damit wiederum der Beweis erbracht, datz durch die Verwendung von Eontinental- Gummiabsätzen die Leistungsfähigkeit im Gehen wesentlich er­höht wird bei geringerer Anspannung des Allgemeinbefindens. [BSn/3

jedem TicnStag, abends 87, Uhr: Bibelsluude, Wehsteinstr. 38; Turnstunde, Turnhalle der

Ehristlicher Verein junger Männer.

An jedem Sonntag, abends 8 Uhr: Berfaminlnng und Vortrag, d'emeindehanS, 'llrchstr. 9;

TI ei ft er jubiläum beging dieser Tage Werkmeister Kart Gerlach von hier. Er ist feit 1872 ununterbrochen alS Werkmeister in der Ziganenfabrik Xiubrotg Georgi tätig. Nachdem er seinerzeit die Fabrik in Gleiberg mehrere Jahre geleitet hatte, tarn er in die hiesige Fabrik, die er trotz seiner

Die KaifermanöDer.

Oschatz, 13. Sept. Der Kaiser übernachtete ! Barackenlager, das er heute morgen um 41/, Uhr r ieft Er beobachtete den Kamps von Collm und hm sdorf aus Das Manöver nnirde um 10 Uhr ab»

irtenlokal u:.

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Ue- Gi'i I 'sion von y Berndt, ,

l)ccr mit Flotte.

Berlin, 13. Sept. Das Armeeverordnungsblatt der» ntlicht eine Kabinettsorder üDer die Bildung einer fie­len Armee-Inspektion und die Aenbcrung in der Zu- rnensetznng der bestehenden Armeeinfpettionen. Danach den stall der bisherigen sechs Armee Inspektionen am

pitober deren sieben gebildet und folgendermaßen zu- Minengesetzt: Erste Anneeinspektion (Berlin aus dem 2., i ,:nt» 9. Armeekorps: zweite Armeeiufpeftion (Meiningen t dem 11., 12 (1. Königlich Sächsischen und 19. <2. Mo I Sächsischen) Armeekorps: dritte Armeetnspektwu S'iinover ans dem 7., 10., 18. und 13. (jköniylich Wurttcm i izischen Anneekorps: vierte Armeenispektion (München M dem 3. und 4. Armeekorps und dem 1., 2. und 3. König B Baherischen Armeekorps; fünfte Armeeinspeklioit ^tlsruhc) aus dem 14. und 13. Armeekorps: sechste Armee fevltion (Berlin aus dem 1., 17. und 20. Armeekorps; Btnitc Armeeinspektion (Saarbrücken aus dem 8., 16 M 21. Armcetorpd. ___________

Dr. Hammels Haematoge 20 jähriger Erfolg!

Warnung: Man verlange aasdrflcklich den Namen Dr. Homme!.

Kreis Wetzlar.

13. Sept. Sein vierzigjähriges

Aus StnOt und Canö«

,x' ic i» c ii, 14. September 1912.

Schützet die Brieftauben.

ITie Jagd beginnt, das iit für die Brieftaubenzüchter sorgcnschwerc Zeil, veridnvinben doch eriahrungsgemätz i nicht feiten viele ihrer Lieblinge, die sie iahre-

3 gepflegt, die von weiter Feme sehr oft ihr teures

n wiedersanden. Zhre Lieblinge, an denen ihr X)cr; ;f. fallen öurd) das unüberlegte Vorgehen der Mttmemchen echter Deidmarin wird allerdings niemals dazu nch ücrikbcn sei, im Felde befindliche zahme Tauben zu erlegen. Aber Ucberönifc, wenn den ganzen Lag über fomt nichts vor die ntif gekommen ist, oder aus Unkenntnis wird doch noch t-telntcl) Nun )igt. Sehr viele Menschen haben noch kerne Ahnung von der Rteutung des Briestaubemvesens und dem Wert der V r:er- Pfct Jede im Felde angetroffene Taube wird nicht hoher ein- EPDängt, wie eine gewöhnliche Fedtaube. die tur 30 bu> 4 htg.

Cchlachtobjekt $n haben ist. Die Brie'taubei^ aber, die uirer Qcm: nach gen: das Feld aufsucheii, haben das -LUick heute einen Set von ebeuioniri Mark, «uie die (yelbtaubcit Pfennige fügen.

iCf °in t ivird-

anPhofsiiL-- Eisen, latomir.e er, Ste?. commm 1 , OeM, W- ? en Finam ui mn.Stuttgi' eistich mit t? Prohenumm.,-.

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«i 'Vx-fedit gegen die 23. rote aufnelymen. Zhre (hitmid Etiu muffte im Tal vor sich gehen, wahrend sie von den tzö^en beschossen wurde. Die Artillerie der 24. Di- kni mußte sogar teils auf der Borrnarschstraffe nach Mchls abprotzcn. Die rote 23. Division konnte jedoch nicht M Jeräftc einsetzen, da sie wieder von der 40. blauen Di- iffoit überrasck-end in der Flanke umfaßt wurde. Der ftanjf kam eine Zeitlang znm Stehen, bis die 32. rote Äfrnion, die auf Mahlis angefetzt war urrd die 9. rote SMtiiion, die auf ^ubertuoburg vvrmarfchierte, cingriffen Ätobbem blaue Kavnlleriekorps, geschickt den Nebel- aus- Mtzei.td, die 9. rote Division attackierte und ihr Teile der 86'iUcrie nalim, wurde blau mehr und mehr um* fhfct Die 4 0. Division wurde vollständig um- inAelt und gröfttenteils vernichtet. Der Tag Ht e fürblau nur mit einer schweren Nieder- igr enben können.

An den Manövern ualmten über 125 000 Mann teil, Djmlich 36 Infanterieregimenter, 7*> selbständige Ba* ^dllcne, 22 Maschinenaewehrabteilungen, ^3 Kavallerieregt- Wnter und 1K Feldartillerieregimenter, dazu Fuf^lrtillerie, li-lonFanoncn, zwei Luftschiffe, vier Fliegerabteilungen zu | sechs Flugzeugen, Fernsprechiibteilungen, Funkentele- aplieiiabtciluiigeii, .<to r p e t c l eg r a p b c n a b teil un gen, Nach- ii>tcnabtciluiigeii, Feldlnftfchiffabteilungen, Kavallerie- npnier-AbteUuiigat und Br-ückentrains. Dazu kamen der üzrnpark des Freiwilligen Anromobilkorps unb die Boote Irt Mvtorjachtklubs von Deutschland.

Dresden, 13. Sept Das >t r i cg 8 m i n i ft c r i u m lsffentlicht einen Armeebefehl, in dem ber Armee für : vorzügliche Haltung und ihre hervorragenden Leistun- der Dank des Königs ausgesprochen wird. _____

Kochen Sie bitte

MAGGI5

Nudelsuppe (Sadcnnudeln)

Königin:

Tapioka-

Rumford-

5ternchen-

Grüniern- (Zrbs mit 5chinten-5uppe usw. (Mehr als 35 Sorten.)

* r a pfg. der Würfel

1 v für 2- 3 Teller

l ausdrücklich MAGGIS TnppeN,

ttätige littet 5ÄS wasche"3^'

Gewebes- r*

, selbst?

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Das Wals er werk Inheiden und die Horloff- Müller. Man schreibt un5: Unter dieser Spitzmarke ent­hält derFrankfurter Generalanzeiger^ in seiner Nninmcr 214 vom 11. September emen Artikel, der, anscheinend von einem beteiligten Müller herrührend, geeignet ist, bei Unbeteiligten eine ganz falsche Auffaftuiig über die tatsächlichen Verhältnisse wachznrnfen. Leider kann auf bC Behauptungen, die dort aufgestellt sind, so verlockend dies auch wäre, an dieser Stelle anS Mangel an Raum int einzelnen nicht eingegangen werden. Bemerkt sei nur kurz folgendes: Tast als Wrnnb deS Still­standes der nicht mit Kraftmaschinen versehenen Mühlen Wassermangel angegeben wird, mutet im Augenblick, wo überall Hochwasser herrscht, etwas sonderbar an. Und wenn cS so dargestellt wird, als ob man erst durch die Eröffnung deS Pumpwerkes zur Anschaffung von Kraftmaschinen ge­zwungen worden sei, so kann man nur dein Artikelfchreiber empfehlen, sich einmal der kleinen Mühe zu unterziehen, fest­zustellen, in welchen Jahren in den einzelnen Mühlen Kraft­maschinen aufgestellt wurden. Ec kommt dann vielleicht zu ganz überraschenden Ergebniffen. Der Provinzialverwaltung einen Vorwurf daraus zu machen, datz sie eB auf eine Klage habe ankommen lassen, erscheint recht absurd. Hätte die Prooinzialverwaltung die Einsprüche der Müller, die alle geschädigt sein wollen, anerkannt, so hätte man ihr mit Recht

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefien

Wrochen Hierauf hielt der Kaiser in der Nähe von Lfchatz iqirc Kritik ab Das Wetter ist schön, nachdem am DLln Morgen starker Nebel geherrscht hatte.

I Bei der Abreife bes Kaisers aus dem Man Sv e r g e (ä n b e waren uigcgen der König von Aachs en sowie die anberen fürstlichen Teilnetnner am feier man ober. Auch heute war bas Manövergelände von Prim taufend Zuschauern besucht, die dem Kaiser überall WyNche Kundgebungen bereiteten.

Mügeln, 13. Sept. Die Truppen beider Par- Ikien erduldeten sehr grofte Anstrengungen, st«en aber trotzdem sehr frisch in den Kamps. Bemerkens War ist, daft die Kavallerie mehrfach entscheidend Eingriff. So begann das Missgeschick von Blau gestern y.i < mer erfolgreichen Attacke der dritten roten Kavallerie Sdvstion. Die Flieger brachten, wie die Armeesührer Hrtzäiigten, sehr gute entscheidende Meldungen Sic «ren diesmal besonders ebenso wie die Luftschiffe am sr-k, da die Elbe und Mulde den Truppen starke Abschnitte «er, die die Aufklärung durch Kavallerie erschwerten L: rrum zeigten die ersten Tage mit ihrem nebligen Ek ter, das Luftschiffe und Flieger lahmlegte, dasi ein ktrz i ch t auf Aufklärung durch Kavallerie u n m ö g - liri Ist. Jede ber vier Fliegerabteilungen stand unter dem tgrmianbo eines (Heneralstabsoffiziers. Diese flogen bei Mtigen Aufträgen mit.

Mügeln, 13. Sept. Blau le^jtc heute Gewicht auf Itu örblid)cn Flügel, rot wollte die eingeleitete Umfassung HtS -Südslügels von blau sortsetzen Die 7. und S. blaue fölion warsen sich nördlich umfaffenb auf die 6. rote Vision. Letztere mutzte sich zeitweise zurückziehen, konnte fißi eher halten durch bje llnterflüftung von roten Kavalle- »ick'7ps auf dem nördlichen Flügel und der 5. Division 11)11(1). Blau lieft die 24 Division auf Oschatz marschieren Tiese Division wurde überraschend von ber 13. toten Division bei ftoUm mit Feuer über-

Weise gewirtschaftet habe. Um aber auch den Fernerstehenden ein Urteil zu ermöglichen, seien hier die Forderungen, die either von 7 Müllern (17 haben sich als geschädigt gemeldet, und zwar schon zu Zeiten, als man noch gar nicht an In­betriebnahme des Wasserwerkes dachte) gestellt wurden, wieder- gegeben. Sie betragen: 32 000, 39 500, 40 000, 55 000, 106 500, 111 500 unb 250 000 Mark. Selbst unter ben Fachgenossen der Kläger haben diese Forderungen ein bedenk­liches Kopfschütteln erregt. Und da sollte die Provinz blind­lings hmemspringen! Dem richterlichen Urteil mutz eS daher überlassen bleiben, die Forderungen auf daS richtige Matz zurückzuführen.

* Krankenpflege auf bcm Lande. Die von der Frauenbille" organisierte freiwillige Krankenpflege aus dem Lande ist ein wichtiger Fortschritt zur vebung evangelischen Gemeinde lebens. Tie Kranken werden versorgt, weder den Kranken noch der Gemeinde entftthen dabei Kosten >abgesehen von einer in fei tonen Fällen erfordertickxn Keinen Etrtschädigung für die bei der Pilcge versäumte Arbeitszeit) und, was besonders weNvoll er scheinen mutz, dieser Dienst geschieht nicht beruflich, sondern wird ui freier Willigkeit von (^eineinbeglicbem geleistet. Er ist eine Selbsthilfe unserer (Gemein ben, durch die uni er Volk dazu erzogen werden soll, gegen,'eüig füreinander cinsutreten und nicht immer nach fremder Hilfe zu rufen. Für die Töchter des Landes bietet sich hier eine treffliche (Gelegenheit, ganz kostenlos einen wichtigen Zweig des praktischen Lebens zu erlernen, ohne datz sie damit irgendwie drückende Verpflichtungen übernehmen. Sie bleiben, was sie vor dem Kunuo waren: nur soweit ihre häus- lid-en Verpflichtungen es gestatten, sollen sic den Mranfen ihrer Umgebung dienen. Der nächste, elfte Kursus, soll am 2. November dieses Zcchres im Auguste Viktoriabeim zu Barmen beginnen. Zugelaffen werden erangclncbe Mädchen unb Frauen, die mbv bestens lb Fabre alt und auf dem Lande ansässig sind. Meldungen find möglichst frühzeitig an Pastor Arnold in Barmen zu richten.

Kreis Büdingen.

Büdingen, 9. Sept. Schöffengericht., Der Land­wirt H. St. von Hitzkirchen wurde weaen Körperoerlebung unter Annahme mildernder Umstünde zu 15 Mk. ober 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Metzgerinerster und Landwirt CH. K von Lieblos wurde wegen Dnöstahl als nicht hinreichend überfübn von Strafe und Kosten freigesprochen Die Privatllage des Kan'manns E. Sch. von Eckartsbaufen gegen den S? R da­selbst wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Die Priratllage des F. D. von Aulenbiebad) gegen den H. M. von .v'imbad) wegen Beleidigung wurde nach Beginn der vaupt- oerlanblung von dem Privatkläger zurückgenommen Zn der Prwatklagcsache des £>. W. G. von Büdingen gegen den CH. L. daselbst wegen Beleid.gnng wurde der Angeklagte als nicht hrn- reidxnb überführt von Strafe und Kosten freigesprochen.

Starkenburg und Nhcinhcssen.

! Mainz, 12. Sept. Von Schlotz WolfSgarten kommend, ist gestern nachmittag kurz noch 4 Uhr baS ^rotzherzogSpaar mit Automobil hier eingetroffen. In feiner Begleitung befanden sich der Erbgrotzherzog unb Prinz Ludwig, Prinzessin Ludwig von Battenberg, Prinzessin Luise von Battenberg, Prinz Ludwig von Battenberg, Cberbof- meisterin von ©rancij, Frenn von 'iotsmann, Freun von BellarSheim, Generalmajor Hahn, Hosmarschall von Ungern-

llnirt Bi, Äaiict Aflet

teSietzeuer JtalllenMätter" werben dem Anzeiger' viermal wöck>emlich beigelegt, da» .F.reisSlatt fir ben Kreis «letzen" zweimal »»dxnlhd). Tierandwlnschastllchen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweunal.

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