Ausgabe 
8.5.1912 Drittes Blatt
 
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46-60

WohnungSg. Pension

Pension erhöhung

49-54

8794

die Härten der

deutlich

42-00

8600

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».

Mai

Wetter

1912

s

w

Regen

wie-

etwa

es'/.

Pharmakon G. m. b. H., Berlin SW. 29.

7000

12 000

3400

10

10

10

+ 18,70 C. +11,8 a

'Dir.

500 1000 1800

'Dir. 4900 8420

14 280 3730

17,7

18,9

18,6

57

89

96

4244

4447

106112 95105 8693 7984

78-81

8590

6876

6070

3741

30-85

84-91

7883

7884

78-76

W

W

SW

W.r, 5356 52-54

4751

4446

Höherer Beamter

Minister

Vollsschullehrer

8,6 10,6 IM

6466

57-63

5155

4750

Dir.

400 (10%)

420 (6%)

480 (4%)

830

567,-58 7274

55%-57 7173

577,-59 72-74

-e

Wk.

95100

93-95

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5 Z eo

'Dir.

22,5/

20,2%

19 °/o

9,? 7°

Ochsen.

Dollsieischige, auSgemästete, höchsten Schlacht- wertes un Alter von 47 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere auSgemästete Mäßig genährte junge, gut genährte ältere . .

Butten.

Vollfleischige, ausgew, höchsten Schlacht,o. . . BoUsiesichige, jüngere i) d11 en, stütz', Vollfleischige auSgemästete yäqen höchsten Schlachtivertes Vollslelschige auSgemästete stütz« höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Wemg gut entwickelte Färsen Aeitere auSgemästete stütze und wenig fiiit ent- wtckette lilngere stütze Mäßig genährte stühe und Färsen .... st ä l b ec.

Feinste Dlafttälbec ...

Mittlere Blast- und beste Saugkälber . . . . (geringere Blast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber ... ..... o 4 a fe.

Löetdemastschaf«:

Diastlämmer und Majlhammel. .... Schweine.

Dollsieischige Schweine von 80100 kg Lebend­gewicht Dollsieischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht Dollsieischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht ..........

Vollstetjchige Schweine von 180150 kg Lebend-

Mk.

Mittlerer Beamter 4000

Märtte.

r 6. Wiesbaden. B iehh os-Mark tberi cht vom 6. Mai. Austrieb : Rmder 78 (Ochsen 56, Bullen 0, stühe 22), stälder 62, Schale 20, Schwellte 339.

Marktverkauf: In Großvieh schleppend, bleibt lieber- stand - Kleinvieh und Schweine bei mittlerem Geschält geräumt.

Preis für 100 Pjb

Lebend- Schlacht­

gewicht

sZ-

p-2

2

2

2

Die hessische veso.dungrresorm.

Der Borstand des Hess. La nd es l ehrervererns bittet uns um Aufnahme längerer Ausführungen über die Besoldungs­reform, denen wir folgendes entnehmen: ..

Welcher Teil am hessischen Beamtenkorper benndet sich nach der Regierungsvorlage in dieser.unangenehmen Loche des mangel» hast bedeckten Beines ? Unzwcuelhast die Bolksschullehrer! Tie Regierungsvorlage versucht zwar bcgreilltchcrweise mit einem großen Aufwand von Gründen und -Beredsamkeit diese Mangel zu ver­decken Aber letztere sind zu groß, die Zurücksetzung der Volks- sckullehrer ist zu schreiend, als daß sie mit kunstreich gesetzten Worten dem kritischen Auge des Bolles und seiner Vertreter ver­borgen werden könnten. ... . .

Wo man auch die Dorlage anpacken mag, ergibt sich derselbe grelle Mißklang, und icdes Einzelbeispiel verstärkt die unharm^ nische Wirkung des Äesamkeindrucks. Es erhalten rund 3600 Beamte zusammen 1579 631 Mk. oder 1 Beamter etwa 430 Mk.; rund 3000 Vollsschullehrer, Lehrerinnen und ^chulverwalter zu­sammen 615 444 Ml. oder 1 Lehrer etwa 200 Mk. Mithin erhalten die Vollsschullehrer durchschnittlich Nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen Beamtenaufbesserung.

Wenn die Vollsschullehrer in ihren Ansprüchen auch nicht mit den höheren und höchsten Beamten verglichen werden sollen, so müßten sie doch jedenfalls ebenso behandelt werden wie die, mitt­leren Beamten, denen sie auch in ihrer Ausbildung gleichstehen. Tie Volksschullehrer aber erhalten als Zulage nicht einmal halb so viel als die gleichwertigen mittleren Beamten.

Tie vöchstpensionssätze erfahren nach der Regierungsvorlage

7.

7.

8.

gewicht 56-567, 70-71

Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht . . 617,-527, 6466

Dieses Beispiel offenbart so recht

Regierungsvorlage für die Vollsschullehrer und fuhrt zugleich an die Quellen der Ungleichheiten in der beigegebenen Begründung. Es zeigt mit ungetrübter Klarheit, daß der sogenannte Wohnungs- gcldzuschuß der Regierungsvorlage tatsächlich eine Gehaltsauf­besserung, und zwar für die höheren Beamten sogar die größere

Hälfte der Gehaltsaufbesserung ist. .

Auch nach der vorgesehenen Aufbesserung bleiben die hessischen Lehrer hinter ihren preußischen Kollegen bis zum 55. Lebensjahr um rund 2000 Mk. zurück. Von da ab tritt zwar eine kleine Abschwächung durch das höhere hessische Endgchalt ein, aber von einem Ausgleich kann nicht die Rede sein. Richtig betrachtet, ist die hessischeSpitze" sogar solange als ein rechter Mangel zu bezeichnen, als sie durch eine drückende Dürftigkeit der unteren und mittleren Stufen erkauft ist.

Maktio» ll,3; ^^en: S>r«en-

folgende Entwicklung:

seitherige Gehalts- pensionsf. tiinUige ©teige, Pension erhöhung Wohnungsg. Pension rung

-o t; E *>

*Das neue ..mehr S«B und le flie Äendcrung tim S-dnwch X »»«kgm S

L 'n einer end -"-"Sen i pinfü iehen m der Vtini»

"inänzreformkrach W ick fchnellm Verfahr egen die der mjert Mglieder der Wirt sorben ist.

Tieics neue Recht jampl in der heut nmmung verkündete, traft getreten, jo daß xr kurzen Anfragen j -ndcren Parlamenten .Jett üblich sind, fönm jreitag in der ersten jeriditet werden. Du -olge eines Verzeichnt tage; eine Besprecht! üc auck durch einen ann, ist unzulässig. Jäten, daß er sich mi :ie schriftlichen Antt Nigliedern des Reil ninöeten Regierunge 'assen, daß der Reiche chasft ohne irgendwem :ie Regierung, und de mi letzten Freitag erk turzen Anfragen nach unter Nahrung des "alle und nur dann nickt ein schwebende klinarversahren bett in der Gewalt, diese >u rincr einseitigen )roßen, vielleicht in t ;n ihrem eigenen In üetung Rede und Ai . Bedeutsamer als J die vom Reichsta Interpellation- )en Bestimmungen w< g gestellt, den Zeil Interpellation verhör °gar bis zum St. Ri n annte Auf Grut mm die sofort werden, wen roann er d S Ä'bl oder die s jochen vom Ta oefonderer Bedeu

tidl-ere AuMarung über Die neuangctcgic ~ tut 1 ü rrMtret»» -uchtstation zu Bad Salzbauien Mit Rückncht darauf, baß verschiedene gute Obsttorten in letzter Zeit stark degenerieren, ollen in den ein^lnen Gemarkungen geiunde ^ortenbaumc aus- aeiuSt und angekört werden, von denen dann Die ^Irejfer rontet ?ur Verwendung kommen. Man bat bereits in Bad <salzhau,eir ein Grundstück von 1 £>efiar Größe vorn Diskus gepachtet und einaefriebigt. Während die eine Hälfte vorlaung hegen bleibtj oll die andere Hälfte zur Anzuckst reiner Sorten Verwendung ttnden, in 10 Jahren wird Dann mit der Benutzung.der beiden Hälften gewechselt. Ta durch die rtomen>em<ü>nf von H^Rocdiger in Stockheim bedeutende Quantitäten von Obst und Gemüse bei- arbeitet werden, wird der Anbau dieser Produkte bewiwerer Be­ach rung empfohlen. Besonders smdGurken und rote Rüben be­gehrt, die mit 2,65 Mk. bezw. 1,75 Mk. Der Öentner Mahlt werden. Zunächst soll durch Lekonomierat.Andrae in Budinacn auf Dem landwirtschaftlichen Versuchsfeld daielbst ein Probcandau vorgenommen werden. Tie Baumwärter, die einen Vereinskurms absolviert und sich in zweijähriger praktischer Arbeit beroabn hatten, erhielten Tiplome, im ganzen 14 an Der Zahl: v. »uMrer- Rohrbach, W. Bopp-Rohrbach, Joh. Euler-Oberau. Helsrich- Haingründau, H. Legier-Hainchen, H. Velten-Lrleshamen, L. Wintcr-Wippcnbach, W. Roth-BloselD, W. Meitzner-Mauberg, W. Henrich-AulenDiebach, H. Müller-Ranstadt, Ä Lenz-EftolDer- back, H. Dtüller-ObermockstaDt, O. Schuler-Ranstadt Auch m diesem Jahr soll wieder ein Wiederholungskursus für ^Baumivarter abgehalten werden, wofür 6 Tage vorgesehen sind, tfür das m,, dem Vorstände ausgeschiedene Müglied, jtammerpireftor SJhülcr, der nach Tarmstadt verzogen ist, trat Lehrer Honnann-'Äünng.ii ein, an dessen Stelle Lehrer Hildebrand-Gettenau. neugewahlt wurde. In Den Satzungen des Vereins wurde eine kleine ÄQiDc- rung vorgenommen, seither wurden die Obmänner der Ons- gruppen auf unbeschränkte Zeit erkoren, künttighin sollen Durd, Die Mitglieder Der Ortsgruppen auf die -tauet Mn 3 Jahren gewählt werden. Im Sommer beabsichttgt der NSroetn wieder einen Asftug an Den Rhein zu unternehmen, um Dqonbcr^ Die Strecke Bingen-Koblenz kennen zu lernen.

Itene Obst- 3000 Mk.

Abg. Dr. Bratzänd (Vp.)'k

Für die Mischehen sind nur Sozialdemokraten Und' Zenkrüm. Fuhren Sie die Mischehe ein, Dann werden manche ivcißen Frauen Neger heiraten. Sie nehmen den Namen Des Negers an usw. Welche Konsequenzen ergeben sich da? Auch für die Kinder! Schon icht erlebt man in Den Großstädten, daß sich weiße Frauen den Farbigen, die in Schaustellungen auftreten, an den HalS werfen. Durch diese Beispiele wird das Ansehen der Deutschen Frauen in den Kolonien außerorDentlich geschädigt.

ch Diese Beispiele wird das Ansehen . ------------------i Kolonien außerordentlich geschädigt.

Die ganze Frage muß noch eingehend geprüft werden. Wir können hier nicht kurz einen außerordentlich sckitverwiegenden «Entschluß fassen. Stimmen Sie Daher für unseren Antrag, i (Beifall.) , ö*

Ziehen r Konzert des prW:

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Die mystischen Kranken.

Es gehen unter uns taufenDe Menschen mit gebeugtem Kopse, blassem Gesichte, zitterudem Körper, Die nicht willen was ihnen eigentlich jeylt? Der Arzt finbet sofort Die Ursache dieser unerträg­lichen Symvtome, Denn 90% dieser mystischen Kranken leiden an Srervcuichlasfbeit, Blutarmut und iverdauuugostöruug, gegen die mit Vorliebe Leciferrtu verordnet wird. Dieses Präparat hat eine svezistsche Wirkung, daß es neues Blut in den Körper bringt die Blutkörperchen bereichert, jedes Teilchen des Organismus stärkt und die aeschwächtcu, erschlafften Nerven wieder arbeitsfähig macht. ES benützen daher blutarme, nervenschwache und schwächliche Dlenschen mit vollem Vertrauen Lcciserriu. Preis Mk. 3. die Jlasche, zu haben in Apotheken, ganz sicher von: Universität--Apo­theke und Hirsch-Apocheke Gießen. l"0] Duh

-hak em Verbot m dett Kolonien auch ttmen Zweck. Dir smb also für die Resolution.

Abg. Gröber (Zentr.) beantragt namenllicht Abstim. mnng über Die Resolution. Auch diese Abstimmung wird morgen siattftnden.

Ahg. v. Siebert /Np.) will den Antrag Braband dahin ab- ändern, daß die Rechtsverhältniffcunter Wahrung Der kirchlichen Interessen' geregelt werden.

Abg. Ledebour (Soz.)S

Wir halten an der Resolution der Kommission fest, xer Antrag Braband ist ganz tendenziös und gibt keinen Weg an. (seine Deduktion ist nicht juristisch, sondern talmudistisch.

Der Anttag v. Siebert wird zurückgezogen,

Das HauS vertagt fich.

Mittwoch 1 Uhr: W e i t e r b e r a t u n g, ferner die aus- gesetzten namentlichen Abstimmungen. Etat des Reichs- schahamtes und des Reichstags.

Schluß .7 Uhr.

Landwirtschaft.

= Büdingen, 5. Mai. Der Obit- und Gartenbau­verein für den Kreis Büdingen hielt heute nachmittag seine Hauptversammlung im Hotel Fürstenhof ab. Nack Be­grüßung der zahlreich Erschienenen durch den Vorsitzenden, Äreis- rat B o e ck m a n n, erstattete Kreisobstbauinspektor Metternich den Jahresbericht, aus dem wir entnehmen, daß die Vereins­leitung außerordentlich rührig war. Der Verein zählte 1334 Privatpersonen, 71 Gemeinden und 5 Verwaltungen als Mit­glieder. In 14 Gemeinden fanden Durch Den Kreisobstbauinspeftor Vorträge, in 7 Fällen GemarküngsrunDgänge und in 13 Gemein- Den Freiverlosungen von Obstbäumen unD Sämereien unter die anwesenden Mitglieder statt. Ob st Verwertungskurse wur­den zwei abgel-alten, in Bleichenbach und 2B allem»

Abg. Zürn (Rp.)?

© gesunde nationale Raffenbewußtseln muß sich gegen Mischehen auösprechen. Sie schlagen immer zum Unheil aus. Die Missionen sollten ein neues Recht schaffen.

Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.)'.

, Othello-Stimmung herrscht nicht mehr bei uns. Auch die Misiionen halten Mischehen für unerwünscht. Wenn weiße Frauen «sich an Neger toegiverfcn, so ist das R a s se n scha n d e. Wenn wir aber Die Misän-hen nicht hier in Deutschland verbieten können.

Anträge Schultz soll ker Antrag RoSinann- hin abgeändert werden, daß einstweilen die Vereinigung Der Mitglieder und Hospitanten einer harter als zur Teit- »ahme an Kommissionen und am Senioren- 'onvent ausreichend anzuerkennen.nt^wenn ne mit den Zugezahlten 15 Mitglieder erreicht."

^©ie Abstimmuna über alle Anträge findet morgen jtaü.»? . .

ufe mifdtehe In den Sdtufjgeblefen;

Die Aussprache über die Mischehen wirb fort- gesetzt.)

- Eine Resolution Der WuDgetUmmtHion tordert die gesetzliche Gültigkeit Der Mischehen.

Lin Antrag Dr. V r a b a n D (93p.)', Frhr. b. Richthofen (Natl.) verlangt nach Anhörung der Selbstverwaltungsorgane Der deutschen Schutzgebiete einen Ges etzentwurf, durch welchen für die einzelnen deutschen Schutzgebiete die aus dem Geschlechts­verkehr zwischen Weißen und Eingeborenen sich ergebenden Rechtsvrbältnjsse geregelt werden.

Abg. Gröber (Zentr.):

Wünschenswert sind Die Mischehen nicht. Abek wir können UNS nicht auf Den Burenstandpunkt stellen, der in den Eingeborenen nur Arbeitstiere sieht. In Samoa braucht man die Besorgnisse wegen der Mi'chlingSraffe nicht zu haben, wie in anderen Schutz­gebieten; die Bastarde sind Dort gar nicht so übel. Die Samoane­rinnen finb recht sympathische Erscheinungen. (Der Redner zeigt eine Photographie.) So aber treibt man die Leute ins Konku­binat. Handelt es sich um Eingeborene, die zum Christentum übergetreten sind, so ist es nicht möglich, die Ehe zu verhindern. Hier habe ich eine eingeborene Lehrerin (der Redner zeigt das Bild) hübscher sind sie bei uns auch nicht, hier eine samoanische PfarrerSfraul Wenn es möglich ist, daß ein evangelischer Pfarrer sich eine Frau ans der Eingeborenen-Bevölkerung nimmt, wie kann man da em solches Verbot aufrechterhalten l Tas ist ganz unmög­lich. Darin darf der Staat nicht eingreifen, denn da handelt es sich um ein a l l g c m e i n e S Menschenrecht. Man hat kein Recht, einzugreifen in die ehrenhafte Gesinnung eines Zusammen­lebens für daS ganze Leben einzugreifen. Sind wir denn das einziae Kolonialvolk? Geht ein Deutscher z. B. von Südwest herüber aufs englische Gebiet und läßt sich dort trauen, dann ist seine Ehe unan- fechtbar. Der Wohlhabende kann es sich leisten. Umso nottoenbiaer ist es, auch bcmUnbemittelten bieMöglichkeit zu verschaffen. DerStaals- sekretär hat auf die E r f a h r u n g e n i n N o r d a m e r i k a ver­wiesen. Man muß schon Amerikaner sein, um diese Landesverbote für zulässig zu halten. Das Gesetz erkennt dort den Neger als Mensch, ja als Staatsbürger an. Die Gesellschaftsanschauung steht dazu in schroffstem Widerspruch. Aber dort ist der Mischling das Produkt von Sklaverei und regellosen Geschlechtsverkehrs. Diese Zustände wurden Sie durch ein Mischeheverbot auch hier schaffen. Der Antrag der Liberalen ist ja sehr schön, aber ich vermiffe die Richtung, in der die Regelung erfolgen soll. Der Staatssekretär hat sich wiederholt an den Instinkt Der Reichstags- abgeorDneten getoanDt. Den Instinkt wollen wir Den Tieren überlasten unD bei Den AbgeorDneten an die Vernupft apvelliuen^ ^Beifall i, Zentr, unD bei Dea Soz.)j

Abg. b. Böhlendorff-Kölp'ttt '(Kons.)?

Wtr wünschen keine Mischehen, Daß ist 5er StSütz-' Punkt meiner FreunDe. Den liberalen Antrag können wir nur begrüßen. Von hier aus kann man Die Richtung nicht angeben, deshalb sagt der Anttag sehr richtig; Nach Anhörung der' Selbstverwaltungsorga ne. Wir müssen die Vorschläge^ von drüben abwarten, das kann nicht von heute auf morgen ge­schehen. Sehr maßgebende Missionsvorstände drüben sind gegen die Mischehen (Hört! Hört!)', bei evangelischen und bei katholischen Missionen, und auch der Kolonialkongreß hat in dieser zurzeit wichtigsten kolonialen Frage Den gleichen Standpunkt einge­nommen. Man soll die Regelung für jedes, einzelne SchuüaLbiet trLfttzNt wie es hnri bafiL

Abg. Frhr. b. Ritzttzofitt QMTJiL'

Wir müssen in den Kolonien geeignete KuliutTtäglt haben. Ob wir sie dadurch erhalten, daß wir die Mischehe zulassen, erscheint mir sehr fraglich. Der Eingeborene soll lernen von den Weihen. Er muß sie also ansehen als ein Wesen, das weit über ihm steht. Wenn ein Weißer aber eine Negerin heiratet, dann kann auch dahin kommen, daß ein Neger eine Weiße heiratet. Wir brauchen deutsche Frauen in den Kolonien; wenn aber dem Neger der Gedanke kommt, daß die schwarze Rasse der weißen gleichwertig ist, bann verliert er die Achtung vor der weißen Frau. Daß haben wir in den Vereinigten Staaten gesehen. Die Organe der Selbstverwaltung müssen in dieser wichtigen Frage, von der die Zukunft der Kolonien abhängt, gehört werden. Denn dieses Thema geht in erster Reihe doch die deutschen Ansiedler an. Nehmen Sie unseren Antrag an. Alle Kolonien müssen unterschiedlich be­handelt werden, .(Beifall.)^

^7 .53,9 d" ;ö8,5 -!<l -52,0

Höchste Temperatur am 6. bis 7. Mai

Niedrigste ,6. ,7. ,

Niederschlag: 9,3 mm.

sich vor Mottenschaden schützen will

a^B8drücCklichCda^s laeut1AtTees^,dMIObe^ho^C£5nba^,^il^ell, a^er teuereD> weil meistens wirkungslosen Mottenmittel zu kaufen, sondern verlange

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hausen. Die geplanten Ausstellungen von Obst mußten leider infolge der trockenen Witterung und mit Rücksicht auf Die während des Herbstes im Kreise herrschende Maul- und Klauenseuche aus­fallen. Dagegen war cs möglich gewesen, die deutsche Lbstaus- stellung in Kassel mit Kirschen zu beschicken und Den ausstellenden GemeinDen Himbach unD RoDenbach verschiedene 1., 2. unD 3. Preise zuzuführen. Von besonderer Bedeutung war auck) Der Der im Herbst zu Büdingen abgehaltenc markt, durch Den ein Umsatz von

erzielt wurde. Es wurde angeregt, in Zukunft nur Die Sorten in kleinen Mengen als Probe zum Markt zu bringen, Den Verkauf Der großen Mengen Daran anschließend Durch Die ProDuzenten vornehmen zu lassen. Zu der im streife vorgenom­menen Prämiierung von Obslbaumstücken hatten 48 Besitzer An- mclDungen ergehen lassen. In zivci GemeinDen: Mittelgrün- Dau und Langenbergheim, konnten nach Abschluß »der tfclDbcreinigung Vogelschutzgehölze angelegt, in letzterer Gemar­kung aud) eine größere gemeinschaftliche Obstbaumpflanzung cor- genom men werden. Dem Blumenschmuck in Den Gärten unD vor Den tftnUcrn der Häuser war^ überall Die größte Sorgfalt zugewendet worden. Während des Sommers mackste Der Verein einen Aus­zug an Den Rhein, um in NieDerwalluf u. a. größere Obstplan- besichtigen. Der Voranschlag von 1912 schließt mit 14 2o4 Mk. ab, woraus hcrvorzuhcben ist. Daß in 1912 Obstver­packungskurse in Tiebach i. H. unD Ortenberg abgehalten werben wllcn. 'dnichließeird daran gab Kreisobstbauinspektor Metternich