Der Universitäts-Frauenklinik,
gesandt.
flreis Friedberg.
Wandern ttnd Reisen
Ludwigsburg",
Durch das
ur Heimfahr
nen zum Abschied
e t
vermischter.
Kf. Hut moden und Hutmacherinnen. Welcher Ehemann hot nicht trendig den einfachen, .billigen Wiener Hut^ seiner ,',ra" begrünt! Aber: .Was den, einen sin Uhl, ist dem andern fin NachiiaallSo sind hier die Hutmacherinnen die Leidtragenden. In Laris sollen zwei Drittel aller.Midinettes' brotlos (em, denn die Hutaarniernnq ist ans em Minimum beschränkt und die lairc von heute begnügt sich mit dcr kahlen Hut'orm, die die Fabrik lieserr. Federn, Blumen und anderer Schmuck ist saft völlig
•• Lande?Universität. Der Großberzog dal Den ordentlichen Professor der Gynäkologie und GeburtSbil'' n der medizinischen Fakultät der Londesunioersität und Tirekto
Ausland.
Ans Kalkutta wird gemeldet: Der König und di
2111$ sp.adt und Land.
’i)ie en. 9. Januar 1912.
♦* Tageskalen d»er Hir Tieiistaq, 9. Ian. Stabt- t b e o t e r: „ti y i i tz - r. y r i h". -'nhme. 8 Uhr.
Vortraa von Cbent a. D. 2 p o h r: Bolksivirticha^t iche und poltülche Betracinungen zu den RcichSiagsivahlen. Atenos o'/. Uh-, in SteinS (• arten.
Deutsches Reich.
Zu den neuen preußischen Steuervvrlagen der lautet, bafe der kürzlich vom König unterschriebene Gesetzentwurf eine schärfere Heranziehung der höheren Einkommen über 8500 Mark plant. Tie Steucreinkommen unter 8500 Mark werden insofern nur höher besteuert, als die bisherigen Staatssteuerzuschläge auch für die Gemeindesteuern in Zukunft erhoben werden und mit dieser Erhöhung ein neuer Steuertarif ausgestellt wird, der kleinere Staffeln als der bisherige aufweist. Ten Steueraesetzen wird eine Denkschrift bet* gegeben werden, in der die Regierung die Gründe auSeinandersetzt, die sie veranlaßt hat, von dem Gedanken einer lleberflußsteuer Abstand zu nehmen.
Siebener Vereins, Rechtsanwalt Kaufmann tlärung über den Zweck bet Versammlung.
...ajor v. Bibra üb-r die Vorarbeiten der Regiinentskommi'si and gab einen lieberJiicf Über die von dieser vorläufig festgclegten Jestfolge. Im Anschluß hieran entwickelte sich eine lebha te Aus spräche, in der die Wünsche der alten Kameraden zum 2Iu5brui gebracht wurden. Einmütige Zustimm "g fand Der Vorschlag Des Gießener Vereins, die besteh nden Be e n g mgen u einem losen Verband zusammenzuschließen, um ,o das Regiment tat kräftiger bei der Durch iührung Der Jubelfeier unterstützen zu können und Len eigenen Mitgliedern eine bessere Teilnahme an der Feier zu ermöglichen. Tie Zahl der zum Fest von aus wärts ersä/einenden alten 116 er wurde auf etwa 10 000 geschätzt Die nicht zu hoch erscheint, wenn man bedenkt, daß in den Ver einen jetzt schon ettva 3000 Mitglieder vereinigt sind, deren Zahl ständig wächst. Ter innere Ausbau, des Verbands soll in der
nächsten Versammlung am 5. Mai besprochen werden. Mit einem Tank an die Mitwirkenden und einem begeistert aufgenommenen Hurra aut den Regimentschef schloß der Vonitzende die
ließen, auf fein Nachiuchen au§ dem Staatsdienlt entlass- u
• • Ordensverleihung. Der Großherzog hat do-s Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für Verdienste' dem Feldwebel a. D. Ph:l. Hamm, seither nn Iniantene- Regiment Kaiser Wsibelin (2. Hess) Nr. 116, verliehen.
• • Po l kSw trt seha itltche und voll tische Betrachtungen zur ReichstagSwahl lautet daS Thema iber das Oberfl a. D. Spohr heute abend bei der vo hm veranstalteten öffentlichen Versammlung m StemS Ga-t > prechen wird.
Versammlung. ,
* * KUnstv 2 rein. Für bte z-weite Halste des Januar teht uns ein künstlerisches Ereignis bevor, dessen Bedeutung hoffentlich auch die weniger für Kunst empfänglichen Gemüter unserer Stadt aufrütteln wird: Die Sonderausstellung eines bedeutenden Künstlers Brandenburg. Tie Kunstvereine kleinerer Städte sind ja in der Regel auf das Mittelgut angewiesen, das von Ausstellung zu Ausstellung flutet, dem sich nur selten ein mal Kunstwerke besserer Qualität beimischen. Durch per- önliche Bemühungen gelingt es ab und w, eine Sonder- ausstellung eines bedeutenden Künstlers durchzusetzen. Diese Sonderausstellungen aber, die es ermöglichen, sich tiefer in das Werk eines solchen Schöpfers sineinzufühlen und sein Schaffen nachzuerleben, sind wohl das vornehmste Mittel, wei.ere Kreise künstlerisch zu bilden. Martin Brandenburg, dessen Ausstellung am 14. Januar eröffnet wird, gehört zu den markantesten Erscheinungen moderner deutscher Kunst. Sein Inneres ist, um mit Albrecht Dürer zu reden, „voller Figur"; darin ist er echt deutsch und diese gewaltige künstlerische Phantasie mit einem raftvollen Temperament verbunden, verfügt über eine hohe, an den modernen Franzosen geschulte und selbständig weiterentwickelte Technik in Farbe und Freilicht. Es lebt etwas großes in ihm, von der Art, wie es in dem größten deutschen '01 al ei: und Meister künstlerischen Ausdrucks lebte — in Mathias Grünewald.
Landkreis Gießen.
= Annerod, 8. Jan. Der Turnverein hielt am Samstag abend im Vereinslokal bei Gastwirt Phil. Wachter seine Hauptversammlung ab. Ans der Jahres-Abrechnung stellte sich ein Ueberschnß von 504,45 Mk. heraus. Bet der VorstandSwahl wurden die alten Vorstandsmitgliedci alle wiedergewählt.
— Haufen, 8. Jan. Am SamStag a'vend feierte bet Krieger verein sein Winterfest im Saale des Win Schardt unter großer; Beteiligung. Der Vorsitzende überbrachte einen kameradschaftlichen Gruß, pom Bezirksoorstehei Taad in Lollar und brachte em Hoch auf Kaiser und Großherzog aus. Lehrer Jakob aus Gonterskirchen hielt einen Vortrag mit Lichtbildern auS der großen Zeit vor 1813/15 und zeigte noch verschiedene Bilder auS Hessen. Alles lauschte mit großer Aufmerksamkeit dem Vortragendei über zwei Stunden und spendete lang anhaltenden Bestall. Auch der sozialen Bestrebungen der Hassia wurde gedacht und die veranstaltete Sammlung fiel über Erwarten aus. Unter Gesang alter Volkslieder verstrichen die Stunden sehr schnell.
--- Hausen, 8. Jan. Zimmermann Ludwig Schlundt I. und Frau feierten dieser Tage ihre silberne Hochzeit.
= B u rk h a r d v i e l d e n, 8. Jan Gellern tagte der Turnverein „Gut Heil- hier zur Abnahme des Jahres- berichts im Saale der Hoffmann'schen Wirtschaft Nachdem der 1. Vorsitzende, Lehrer Rausch, die Anwesenden begrubt hatte, eriiattete der Schriftführer 3)10 büß Bericht über Da« 2. Geschäftsjahr. Es ging daraus hervor, daß der Verein recht schöne Fortschritte zu verzeichnen hat. Mit einem bc» qcinert ausgenommenen .Gut Heil" aus den Lahn-Dünsberg- Bund schloß die Versammlung. Im Laufe dieser Woche dürfte daS UebunaSpferd emtuffen.
3. Lollar, 8. Jan. Am Sonntag, 7. Januar, fand im „Schwanen" die diesjährige Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lollar sta.t. Erschienen waren 64 Kameraden. Nach Eröffnung der Versammlung durch Hauptmann Rau verlas derselbe den Bericht über den Stand und die Tätigkeit des KorvS. — Durch Vermittlung des Bürgermeisters und des Kreisamtes wurde dem Korps von den Buderusschen Eisenwerken, sowie der Branbversicherungslammer ein größerer Betrag ^ur Besckfafiung von Arbeitsröcken über* wiesen, die bereits erfolgt ist. Sänttlichc Geräte haben einen einheitlichen Anstrich erhalten.' Abgehalten mürben im vergangenen Jahre eine Hauptversammlung, sell)s Vorstandssitzun^n und sechs Hebungen. Der Staub des Korps beträgt 135 aktive, 13 passive und 35 Ehrenmitglieder. Zwei TodeMlle sind zu verzeichnen, nämlich die Kameraden Klinkel und Schäfer. Tie Zinsen Der Wilh. Zimmermannstiftung wurden wie alljährlich an bedürftige Hinterbliebenen von Feuerwehrmitgliedern verteilt. Das Verdienstabzeichen für 25jah ige Tätig leit im Korvs erhi lk her zweite Hauptmann Deibel, das Diplom für 20 Jahre tuns Kameraden, die Schnur für 30 Jahre drei Kameraden, für 15 Jahre
Aarl und der Geichäsi.anteil aus 50 Mk. festgesetzt. Fi .ngelieserte Volln'.i.ch wird ab 1. Januar bezahlt: 9 Ps. Grundpreis das Liter und IVs Psg- für das Fettprozent. Die zurückzugebende Magermi.ch wird mit 5 Psg. das Liter gerechnet. Tie fünf neuen Borstarrdsmitglieder wurden mrch Stimmzettel gewählt. Aus der Wahl gingen hervor: -^ermann Steten (Direktor), Wilhelm Horrack (Stellvertreter), Adolf Vog , Adols Schmid und Karl Krug. Tie Wahl er Aufsichtsratsmi g.ieder .and durch Zuruf 1‘tatL
Vie wirren in China.
Peking, 8. Jan. Der Waffensüllsland ist nicht erneuert kvrden. Die Verhandlungen mit den Revolutionären sind auf einem toten Punkt angelangt. Die Regierung in Peking hegt die Erwartung und Hoffuuna, daß die Revolutionäre sich nach Norden wenden und so Gelegenheit zu einer entscheidenden Schlacht geben werden, da sie selost infolge Mangel, an Mitteln außer Stande ist, genügend truppen nach dem Süden zu senden, um sich den Sieg zu sichern. Die Aufständischen v. Schonsi und Scheust rücken vereint auf Honanfu. Eine Entsatz- ableilung der Kaiserlichen, die nach Schensi geschickt worden ist, Aieht sich auf Donänfau zurück. Dach kommen Verstärkungen aus dem Norden herbei. Die Kaufleute in Tientsin beklagen sich über die kaiserlichen Offiziere, die unnötigerweise den Güterverkehr hemmen, so daß der Außenhandel von Tientsin gefährdet erscheint.
Die russische Regierung hat der chinesischen erklärt, daß die Unabhängigkeit der äußeren Mongolei in ihren inneren Angelegenheiten, die unter der Leitung Cheptsun Tampa Öutuftu stehen, der am 29. Dezember zum Monarchen ausgerufen worden war, anerkannt werden müsse. Es wird in der Mitteilung Hinzugesügt, daß Rußland die Mongolei bei der Aufrechterhaltung der Ordnung unterstütze und eine Bahn von kkiachta nach 11 rga zu bauen beabsichtige. Künftig werde Lhina leine Truppen in der äußeren Mongolei mehr halten mtb teilte Kolonisten dorthin senden dürfen. Es solle China gestattet fein, die Aufsicht über die auswärtigen Beziehungen des Landes zu behalten.
China hat noch teilte Antwort gegeben.
Vie wirren in Persien.
Teheran, 8. Jan. Das Kabinett hat dem Ge-- tteralschatzmeister Sh u ster amtlich mitgeteilt, daß ein Ausschuß ernannt worden ist, der aus dem belgischen Zoll- direktor Mornard und vier Persern bestehl, und Shusters Obliegenheiten übernehmen wird. Mornard fungiert als provisorischer Schatzmeister. Die Ansicht gewinnt Bdden, daß das Kabinett nicht mehr ernstlich Wert auf die Wahl eines neuen Medschlis legen wird, da ein neues Medschlis nach der jüngsten Aktion Rußlands in Nordpersien noch anttrussischer sein dürfte als das jetzige. Es ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß Sepeydar zum General- gouverneur in Aserbaidschan ernannt werden wird, in der Hoffnung, Rußland dadurch zur Räumung von Täbris zu veranlassen.
Gericbtssaal.
sh. Folgen des türkisch-italienischen Krieges. Der türkisch-italienische Krieg hat sich für dcu Fabrikarbeiter Casparini, einen l>eißblütigen Sohn des Südens, in einer recht unangenehmen Weise bemerkbar gemacht. Eines Herbsttages unterhielt man sich in einer Wirtschaft in Sandhofen über die Weltbegebenbeiten und natürlich in erster Linie über den ita- lienisck-°.üikisck>en Krieg, der eben ansgebrocl>en war. Die Gesellschaft bestand überwiegend ans italienischen, österreichischen und deutschen Arbeitern. Leider Gottes war aber der Bündnis- qebanfe unter ihnen nur herzlich schwach. DefiencidKt und deutsche hielten zwar zu einander, wollten aber von der politischen Haltung der Italiener nichts wissen und so kam es bald zwischen den Vertretern der verbündeten Mächte zu einer regelrechten Prügelei. Die Italiener wurden hmausgeworsen und der Angeklag.e räckste sich dadurch, daß er zwei vollständig unbeteiligten Personen Messerstiche versetzte. Der Staatsanwalt beantragte gegen Caspanni.seck>s iOlonate Gefängnis. Der Gerichtshof nahm aber auf seine begreifliche Erregung Mcksicht und beließ es bei einer Strafe von :«hs Wochen Gefängnis.
4 Ein rabiater Schutzmann. Die Strafkammer in Bochum hatte sich in mehrstündiger Sitzung mit schweren Ausschreitungen eines Schutzmannes zu besänftigen. Es handelte sich um den Hllssschutzmann Koch, der inzwischen aus dem Dienst entlassen wurde. Die Straftaten crenneten sich in einer Augustnachl des JahreS 1911. In früher Morgenstunde kamen mehrere Personen in Streit, die aber von einem Polizitten bald auseiimnder gebracht wurden. Der Bauunternehmer Lechet, d'r zufällig vorüberkam, erhielt von Koch, der sich inzwischen auch eingebunden hatte, die Weisung, weitcrzugehen, und kam dieser Weisung auch sofort nach. Trotzdem folgte Koch dem Lecket und ließ barfäje Redensarten laut iverden. Lecbet verdat sich dies, da er ein anständiger Bürger sei, worauf Koch ohne weiteres den Säbel zog und ihm zwei Hiebe über den Kopf beibrachte. Andere Personen, die gegen ihn Partei nahmen, bearbeitete er mit Faustschlägen und mit genuinen Schimpfworien. Als die inzwischen angewachsene Menge eine drohende Haltung einnahm, flüchtete er. Bei dem Streite wurde auch ein ganz unbeteiligter Kellner von dem Angeklagten mit dem Sabel verwundet. Ter Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu sieben Wochen Gefängnis und 30 Mk. Geldstrafe.
** V. H. C. Seine 10. V e r e i n S w a n de ru n g 1911/12 jeranftxntete am Sonntag d:r Zweigverein Gießen vom Vogelsberger Höhen-Elub. Infolge der Unbilbcn des Wetters bitte sich nur eine kleine Schar wauderfroher Leute (10 an der Zahl, darunter eine Tarne), am Trefspunlt eingebunden, ■ ie dann, begleitet von einem kräftigen Regenstbauer dem Weg über Oie „Gänsacker" durch Wieseck nahmen. 'M» böse Hindernis/ oas aufsallenderweise nicht schon längst gehoben ist, der in jedem Winter überiditoemmte Weg zwischen Philosophenwald und Wieieck, rouibe mit Galgenhumor genommen u»7v in der " am Fuße des Hangelsteins, Frühstücksrast gehalten.
liebliche Busecker Tat ging es hierauf, an den östlichen Hangen des .v a n g e l st e i n s entlang durch Alten- und Groß n-Buiud zur Kaffeestativn nad) V euer n, woselbst sich noch zwei Vertreter der Sektion Lollar einsanden. Wahrend des bärtigen Aufenthaltes (jatte sich dis Wetter vollständig geändert und beim Weiternmrsch wurden die Wanderer von einem scharfen, eisigen NorL>wiild emv- langcn, der stellenweise recht unangenehm lvar. Vorbei an Überschwemmten Wiesen und reißenden Bäckstem ging es hierauf durch
’ d und das idyllisch in einem Talkessel
Dom türkisch-italienischen Kriegsschauplatz.
Konstantinopel, 8. Jan. Das Kriegsministerium schloß mit der Augsburger Ballonfabrik Riedinger einen Betrag be- tresi'end die Anlage eines Ballonparkes in Adrianopel ab.
Falsche Fncdensgeruchte.
Koustantinovel, 8. Jan. Ter „Tanin" dementiert in einem Leitartikel die F r i e d e n s g e r ü ch t e und erklärt: Tie Pforte verläßt ihren ursprünglid)en Standpunkt nicht, nämlich: keine Lösung anzunehmeu. Sie nicht die Souveränität des ottomauischen Reiches über Tripolis und Benghasi zur Grundlage hat. Der Friede ist ebenso fern, wie am ersten Tagedes Krieges, ja heute mehr denn je. Der Krieg wird ewig geführt, bis Italien seine Ohnmacht einsieht lind das Aunexionsdekret zurückzieht. Mau befindet sich im Ji-rtum, wenn angenommen wird, daß wir Tripolis verlassen, um Verwicklungen am Balkan zu vermeiden. Ter tripolitanische Krieg schwächt die Türkei keineswegs. Italien mag aus den allgemeinen Kriea Vorteil erhofien, dock) ivir fürchten nichts. Die Ottomanen sind für alle Eventualitäten bereit.
das freundliche Bersro — ---------- .
gelegene Winnerod mit seinem altersgrauen, efeuumsponnenen Kirwlein dem ursprünglichen Endziel Reiskirchen zu, wo man im „Hirsch" bei guter Verpflegung allmählich wi.der auftautc. Unterwegs bot eine lchbsche Fernsicht auf Taunus und Weitevan willkommene Abwed)slung. Um die lange Wartezeit bis zum Abgang des Zuges würdiger abzutürzen, marschierte man noch nach li/aftünbiger Raft auf fest gefrorener Landstraße bei prächtig gestirntem Himmel nach Großen-Buseck, um von hier die Heimfahrt anzutreten.
n Der O f,fenbacher Zweigoerein vom Vogels- bergerHöhen-Club hat für 1912 nachstehenden Wander- plan zusammen gestellt: 21. Januar Sckwtten-Hoherobskopf - Sdrotten: 4. Februar Dettingen-Mückersbacher Schlucht-Hahnen- kamm-Alzenau; 17. März Altweilnau Nemveilnau-Jdstein: 14. April Ofsenbach-Käsmühle-Groß-Steinheim: 5. Mai Junen heim - Felslang - Felsenmeer - Frantenstein - Ludwigshöhe Darmstadt; 12. Juni (Stiftungswanderung) Dartmannshain-H.xh walbhausen - Jlheshausen - Lauterbach; 7. Juli (Hohenodstopffest) Hartmannschlvin. - Hohenodskoch - Schotten: 17. und 18. August m/o Tage) Limburg -- Westerburg - 9ieimerodi - sL-viedorst - Beil stern^Greifenstein-Herborn; 1. September (Verbandstag beut scher Gcbirg- unb Wandervereine) Gelnlwusen-Hain Gründm.-Büdingen; 10 unb 15. September Familienausflug nach Dietzeiibach; 13 Okt. Nieherrodenbadi Darbavossaquelle - Oberrodenbach - Langen selbolb Weinberghäusck^en: 10. November Homburg-Kapersburg- Ziegenberg-Hausberg-Butzbach.
Königin haben die Reise nach Bombay z> angetreten. Eine große Volksmenge bereitete ihi herzliche Aünbgcbungcu.
i<otb Lonsdale zu Gap; uni jo unbegreiflicher sind diese Indiskretionen, die noch Übler werden dadurch, daß der Lord die abgeschmacktesten Schmeicheleien hinzufügte, so z. B., der Kaiser sei der bedeutendste Geist und der beste Soldat der Welt.
Natürlich erhob sich alsbald, besonders auch von deutscher Seite, die Kritik. Es ist ja auch sehr bedenklich, wenn immer wieder die Versicherung der „unbedingten Friedensliebe" des Kaisers in die Welt hinausgestreut wird. In kritischen Augenblicken werdon bann and.re Regierungen der deutschen gegenüber geneigt sein, leichtfertig oder anmaßend aufzutreten. So wirb denn heute festgestellt, daß der Kaiser die Verössentlichung Lonsdales nicht gewußt habe, unb Lonsdale beeilt sich, seine Taktlosigteiten und Feßler in milderem Lichte erscheinen zu lassen. Wir erhalten folgende Meldungen:
London, 8. Jan Zu den Mitteilungen der Daily News über Aeußerungen Lord Lonsdales, die sich aus den deutschen Kaiser beziehen, erklärt Lord Lonsdale in der „Tally Mail", bte Unterredung enthalte lediglich persönliche Anficksten und Eindrücke und sei ohne jemandes Ermächtigung und gan. gewiß ohne Billigung des Kaisers veröffentlicht worden.
Hierzu bemerkt das W o l f f s ch e Tel e g r a phenbureau eS sei auch seinerseits in der Lage, zu bestätigen, daß bte Behauptung, die Veröffentlichung sei mit Ermächtigung ober Billigung bes Kaisers erfolgt, falsch sei.
Einem Vertreter ber „Evening News", der Lord Lonsdale nochmals befragte, erklärte ber Lorb: Ich habe fein einsigc-: Wort gesagt, an bem diejenigen, denen die Wohlfalirt unb der Friede beider Nationen am Seren liegt, irgendwie etwas aus zusetzen haben könnten. Ick) habe niemals gesagt, noch würd. ich es angedeutet haben, da es absolut unwahr sein würde daß alles Wohlwollen seitens des Kaisers gegen andere Nationen nicht die geringste Wirkung auf bte Entscheidungen des Kaisers bet s e i n e n S a n d l u n g e n i m I n t e r esse seiner eigenen Nation haben würde. Es ist absolui unwahr, daß ich' irgendwelche Bezugnahme auf Friedrich bim Großen geäußert hätte, wie es in einer deutschen Zeitung gemelb. wurde. Wenn gesagt wird, daß die von mir geäußerten Ansichten eine Beleidigung des Kaisers ober ber deutschen Nation seien, so ist bas zu abiurb, als baß es des Widerspruchs bedarf.
Der Kaiser wird aus derartigen Erörterungen aber wohl die Konsequenzen ziehen.
** Jubelfeier deS Inf. - RegtS. „Kaiser Wil Helm" in Gießen. Am Sonntag tagte zum erden Male bi Vertreter-Versammlung der Vereine ehemaliger 116er m Hotel Kobel hier. Vertreten waren die Vereine Tarmstadl Friedberg, Gießen, Mainz, Schotten, Wetterau und Worms. 23er iem Öfii.iertocps nahmen an der Satzung teil Major Frecher, o. Bibra und Sauiümann o. Haehling. Ter Vorsitzende de.
n . gab für; Auf Alsdann berichtet
r. Reichelsheim, 8. Jan. Ta die am 17. Dez. o. I. abge a.tene Hauptversammlung der Moltc- e i g e n o j j e n s ch a s t Reichelsheim ni : zu Ende ge- üstrt werben konnte, lvurde eine außerord : he >dauptver- ammlung aus Sonntag, 7. Januar, im . . -Hof zur Post uiberaumt Sie nahm wider Erwarten einen friedlichen Verlaus. Es wurde beschlossen, die Gcnossens - a,t in eine olchc mit beschränkter Haftpflicht umzuwandeln mb beten Satzung auzunehrnen. Letzteres soll von einem rnsschuß geprüft roercen. Tie Haftsumme würbe aus 100 Aart unb der ueicfiä,t anteil auf 50 Mk. festgesetzt. Für .naelieserte Vollmi.ch wirb ab 1. Januar bezahlt: 9 P>g.
Cito o. Franque
10 5?ihre zwei Kr.uer-'.o m. Tann iol;v: hi-‘ •ü'*.";* :• 21;',..un? i Cmlaftuiig des Rechners. Die Borstandswahl ergab bis auf die Nei°vahl von zwei Beisitzern die Lriover- wahl der bisherigen Milgliebcr.
Mifis Büdingen.
-n. Büdingen, 7. Jan. Au die hilfsbedürftigen Kassenmitglieder des Vorschuß- <unb Kreditverems Vder-Mockstadt wurde mit Beginn des neuen Jahres )er Zinszuschuß aus dem gesammo.tcn Hilfsfonds durch die liefige Filiale der .Mitteldeutschen Kreditbank ausoe- )2hlt. Der Zinszuschuß ist ohne Verbindlichkeit unb jeder» zeit widerruflich bis auf weiteres. Tie den Geschädigten bewilligten Gelber selbst werden vor Beendigung deS Kvn- .urses nicht ausbezahlt, sonbern verbleiben aus juristischen rünben zunächst hier. Teitweife wurden die Zinsen audr lirekt an die Gläubiger der gejchäbigten Kassenmitglicder


