Nr. 7
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Erstes Blatt
162. Jahrgang
Dienstag, 9. Januar M2
General-Anzeiger für Gderhesjen
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Zur Revision des vollsschulgesetzes.
Die Thronrede, mit der Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog die (Eröffnung bes 35. Landtages vollzogen hat, tündiyt in einer Novelle zur Revision des Volksschulgesetzes „dieicnigen Aenderungen an, die sich im Laufe der Zeit als wünschenswert ergeben haben, ohne an den bewährten Grundlagen des Gesetzes zu rütteln." Mit dieser Zusage löst die Großh. Regierung ein Versprechen ein, das sie vor wenigen 3<il)ren in der Kammer gegeben hat, als der Abgeordnete Dr. £ f ann auf die Tatsache hinwieS, daß verschiedene Bestimmungen untere. Schulgesetzes den heutigen Verhältnissen und Rechtsanschauungen nicht mehr entsprechen. Tie gesamte Lehrerschaft Hessens hat sich bereits teils mehr, teils weniger mit der aügekündigtcn Aenderung befaßt und in vielfachen Beratungen ihre Dünsche so weit zusammengestellt, damit sie zu rechter und gelegener Zeit den Kreisen unterbreitet werden können, denen die Entscheidung an erster Stelle zusteht.
Der Teil der Thronrede, der auf die Aenderung des Volksschulgesetzes Bezug nimmt, wird die hessische Lehrerschaft allerdings gerade nicht allzufrcudig stimmen. Sie glaubt nämlich, daß in einer Novelle nicht eine 1 o weitgehende Aenderung des betreffenden Gesetzes vor genommen werden kann, wie sie die in er ft er Linie interessierten Lehrer- Greife als durchaus notwendig empfinden. Unser Schulgesetz hat beinahe 40 Jahre Gesetzeskraft; in vier Jahrzehnten haben sich aber die pädagogischen Anschauungen und das Verhällnis von Schule zu Staat, Gemeinde und Kirche so geändert, daß eine vollständige Revision des Schulgesetzes, eine solche „an Haupt und Gliedern" wohl am Platze wäre. Ferner ist hierbei zu beachten, daß eine solche Aenderung nicht für wenige Jahre, sondern wieder für Jahrzehnte vorgenommen wird, und deshalb ist nut der Anpassung einiger Artikel deD Schulgesetzes, die sich nicht mehr ausrecht erhalten lassen, an modernen Rechtsanschauungen nicht viel erreicht. Das Bestreben der Kreise, die an einer Revision des Volksschulgesetzes entweder Voll- oder nur Teilintcrcs- senten sind, muß deshalb dahin gehen, mit allen Mitteln darnach zu trachten, daß „ganze Arbeit" gemacht wird. Das ist der lebhafte Wunsch der Mitglieder des hessischen Landeslehrervereins, und was in dessen Kräften steht, baS wird geschehen, um bei Ausrottung dieser Frage möglichst viele seiner Wünsche, die er den maßgebenden Kreisen zu rechter Zeit betännt geben wird, erfüllt zu sehen. Aufklärung und Vorarbeiten sind aber auch nötig, und als solche betrachten wir auch einige Artikel, die wir in nächster Zeit über diesen Gegenstand noch bringen werden.
An den Grundlagen des Gesetzes, die sich nach Ansicht der Großh. Regierung bctoäijrt haben, soll nicht gerüttelt werden- Leider ist nicht angegeben, welches diese sind. Als solche kommen aber wohl hauptsächlich zwei in Betracht; an erster Stelle soll unserer Volts- I a) u l e der Charakter der Simultan schule erhalten bleibe n, und bann soll auch künftig die Gemeinde nominell die Trägerin der S ch u l l a ft c n b l e i b c n. In der Aufforderung der Großh. Regierung an bte Krcissci-ulkommij । wneu, sich über die Punkte des Schulgesetzes zu äußern, die sich im Laufe der Jahrzehnte als änderungsbedürftig erwiesen haben, sind diese beiden Punkte als Grundlage bezeichnet, an denen Aenderungen nicht vorgenommen werden sotten.
In Hinsicht des erjten Punkres, nämlich der Simultanschule, ftcijt die hessische Lehrerschaft — der hessische Landes- Lehrerverein mit seinen über 3o00 Mitgliederii geschlossen —
auf dem Standpunkte, „daß die Volksschule die gemeinsame Grundlage aller öffentlichen Unterrichtsanstalten bilden muß. Neben ihr sollen auf Kosten des Staates oder der Gemeinde besondere Klassen für den Elementarunterricht weder selbständig errichtet, noch mit anderen Lehranstalten verbunden werben." Unter Volksschule verstehen Hessens Lehrer bic Bildunasanstalt, in welcher alle Kinder des Voltes ohne Unterschied der Bil- dungs-, Vermögens- und Konsessionsverhältni'se ihrer Eltern sich eine Elementarbildung und die Grundlage für eine Höhere Bildung erwerben müifcn. Der Gruiid'atz, nach dem alle Kinder der politischen Gemeinde dieselbe schule besuchen sotten, wird also auch künftig beibehalten werden. Gerade diese Bestimmung unseres Schulgesetzes war bei dessen Schaffung eine liberale Tat, die der nationalliberalen Partei noch heute zur Ehre gereicht. Alle Gründe, die heute gegen die Simultanschule geltend gemacht werden, verlieren ihre Beweiskraft, wenn der Standpuntt der forlgeschrittenen Pädagogik Beachtung findet. Dieser forbcrl nämlich, daß der erste Unterricht für sämtliche Kinder einer Gemeinde in gleicher Weise und für alle Devötterungsllassen gemeinsam eingerichtet werde, denn nur unter di.ser Voraussetzung ist eine Gleichartigkeit derselben für alle Kinder zu erreichen.
Die Ausgabe wird sich aber ergeben, die wenigen Konfessionsschulen, die zurzeit noch bestehen, in gemeinsame zu verwandeln. Deren Zahl nimmt erfreulicherweise stetig ab, und mit einer solchen Umwandlung wird nur einem nicht zu leugnenden Entwickelungsbedürfnis Rechnung getragen. Zustände und Verhältnisse, wie sie zurzeit noch herrschen, müssen in dem künftigen Schulgesetze zu den Unmöglichkeiten gehören. Bei den Konfefsionsschulen, bic wir eben noch zählen, finden sich mitunter Zustande, die ihre Erklärung nur darin «inden können, dap bei der Errichtung und dem Ausbau derselben eher alles andere entscheidend war als die Grundsätze einer gesunden Pädagog.k. Ganz wenige Beispiele sotten dies bar tun. Die eine Konfession ist so in der Minberheit, baß die Zahl ber vorhandenen Schüttender nur eine Klaffe bildet; mithin sitzen alie acht Jahrgänge in einem Schulsaole zusammen. Tie Kinder der Mehr- heitskonsession sind aber vermöge der großen Zahl in mehrere Klassen verteilt und nehmen deshalb an einem Unterrichte teil, der fruchtbringender ist, als er in einer einilaf)igcit Schule sein Laiin. Daß die evangelischen Schulklassen i.jre Ernteferien um 8 Tage früher beginnen als die katholischen beweiben Schulhauses, sollte man nicht für möglich halten. Diese Tatsache bciuci|t aber, welche Blüten die Konfessionsschule treiben kann." In einer Gemeinde ist ein Haupttehrer ernannt, der von der Gesamtgemeinde bezahlt wird. Er darf seine Funktionen aber nur bei den iacholischen Schulttcchen und den latho.ischen Lehrerinnen und Lehrern verrichten. Die evangeliichen Schüler und Schülerinnen, desgleichen die Lehrer und Lehrerinnen derselben Konsefsiou, uic in dem nittnlichen Schulhause untergebracht sind, haben keinen Schulleiter. Daß in demselben Schulhau,e die lathotifchcn Schüler ihren Unterricht eine halbe Stuiide später beginnen und schließen als die evangelischen, ist tobiil auch erwähnenswertt um darzutun, welche Zustände Billigung linden, wenn bas System der Simultan- schule in einer Gemeinde nicht eingehalten wird. Tas mindeste, was zu erstreben ist, ist mo.jl, daß für jebe Art von Sonderschulen weder die politische Gemeinde, noch derStaatMittelzurVerfügung stellen dürfen. Für f i e darf es nur die allgemeine Volksschule geben, bic von allen Kin- ber n der politischen Gemeinde zu b esuch en ist, ob reich oder arm, ob evangelisch, tatholis ch ober israelitisch.
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Das nun den zweiten grundsätzlichen Standpunkt unseres Schulgesetzes betrifft, an dem auch nicht gerüttelt werden soll, so kommen hier hanpt'ächlich die beiden Artikel 4 und 81 in Betracht. Nach deren Jnbalt ist nämlich die politi'che Gemeinde die Trägerin der Schnttasien. Ob sich aber der oben erwähnte Standpunkt heute itoch so aut recht erhalten läßt, wie bic5 bei Beratung d.'s.Schulgesetzes zu Anfang der siebziger Jahre der Fall war, ist eine andere Frage, sowohl der größte Teil der Mitglieder des hessischen LandeS-Lehrervereins als auch viele Mgcordncte der Zweiten Kammer vertreten bic Ansicht, ba bic Volksschule eine Beransta ltung des Staates ist, müssen demgemäß auch die Folgerungen dar aus gezogen werden, und der ^taat bat and) die St o ft c n für diese Ansta11 zu übernehmen. _
Tatsächlich streben wir diesem Zustande zu. Seite 1874 weist bic Linie, welche die Entwickelung, der Volksschule veranschaulicht, auf den Staat. Zunächst ist bic lieber* nähme der Schnttasien auf den Staat eine nnanziette Frage. Ein großer Teil ber Lasten für bic Volksbildung hat unser Staat bereits im Jahre 1871 übernommen. Außer den Zuschüssen zu den Lehrergehältern, zu Schuttiausbauten und .Katechetengehältern bestreitet er ganz die «osten der Ticnstalterszulagen für die Voltsschutlcyrcr, desgleichen die Zuschüsse zum Schuttehrerpensionssonds, zur Witwen- und Waiscnlasfe ber VolkA'chuliehrer. Zu den Kosten des Fortt bildungSunterrichts leistet er einen beträchtlichen Zuschuß. Die Ausgaben, bte durch die verschiedenen Kurse — Turnen, Zeichnen, weibliche Handarbeiten — entstehen, hat der Staat bisher ganz getragen. Die Gehalte der Krcisschnl- inspeltoreii, die Reifeto.ren und Tag.g-tter der Vorsi .citb.n ber KreiSschuttommisiionen und der Kreisschuluiiptttoren hat ebenfalls ber Staat zu bestreiten. Die Moiren der obersten Leitung des Schulwesens, der Scminarien, Prä- paraubenanstalien und Prusungstommis.ionen sind von der Staatskasse zu tragen.
Der ycs|t|che ^-raatsvoran schlag zeigt nun, daß die Lasten der Volisbildung immer me.jr von den Schultern des Staates getragen werd eit. Offenbar sind Dicie stärker als die der Gemcinvcn. Tic Folge davon ist, daß ber An.eil ocr Gemcinben an den Schullaiten sich nach abwärts bewegt. Damit vollzieht sich unwttttürrich, aber mit Gewiß* ijcit die Entwicklung unserer Volksschule zur Staatsschule. Anteil an den Schultagen und Rechte an Der Schule stehen aber gewöhnlich in einem bireiten Verhältnisse. Auf diese Weise vollzieht sich aber ber Vorgang, daß in dem Maße der Anteil der Gemeinden au Der Schutt ast fällt, bic Rechte ber Gemeinde geringer werden. Das Verhältnis der Schule zur Gemeinde nimmt tatsächlich diese Entwicklung. Wir sind in Hessen auf diesem Wege, uno wenn die Partei des Vauernbunoes in Der Zweiten Kammer den Antrag gestellt hat, der Staat möge bte persönlichen Ausgaben der Schul- lasien übernehmen, so ist dieser zunächst nur eine Wieden holung aus früherer Zeit. Er zeigt aber auch zugleich, loohin das Streben geyt. Mit dieser Richtung i|t aber nicht zu rechnen, und es wird die gewiß nicht leichte Aufgabe oer Parteien sein, auch in diesem Punkte Bestimmungen zu treffen, wie sie der Gerechttgleit und Billigkeit, Desgleichen dem Wohle der Schule und ber Gemeinde entspr echen!
£oiö £on$öak über den deutschen Kaiser.
In ber englischen Presse waren vor einigen Tagen Aeußerungcn des Lords Lonsdale über Kaiser Wilhelm veröffentlicht worben, die der Lord in einer Unterredung mit einem Journalisten gemacht haben sollte. Danach sott der . Kaiser seine große Friedensliebe und Frenndschast zu England hervorgehoben haben. Bekanntlich war der M^er bei
Gieszerrer Stadttheater.
Tie Frösche.
Von Aristophanes.
Gießen, den 9. Januar.
Der im Zeitalter des Humanismus hochgeschätzte Plutarch hat sich in einer seiner Schriften, in der er dm Menanber mit dem Aristo phanes vergleicht, aus seiner wohlanständigen Seele heraus lehr abfällig iucc Den größten atlna./i KömoDicndichter aus- gesprocksen, und ferne unmaßgebliche Ansicht hat bedauerlicherweise bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Meinungen unierer Philologen und mit ihnen vieler anderer Kreise fast vollständig beherrscht. Der nun 500 Jahre jüngere Kritiker macht dem Dichicr „bte verletzcnbe Schärfe seines Spottes, bie Niedrigkeit seines Witzes, seine sittengesährliche Maßloiigkeü, die Bunt- scheckigleit seiner Sprache" zum Vorwurf und fühlt unb ahnt nichts von dem zarten Schmelz ber Poesie, der die Werke des Poeten Der* klärt und uns Jüngsten der Erdenkinder noch ebenso anspricht wie vor zweiundhalbtauiend Jahren die humorvollen Bürger von Athen. Zwar ist manches, mitunter sogar vieles an feinen Dichtungen veraltet, aber das war es schon wenige Jahre nach den Aufiührungen, weil sie nicht mir mir einzelnen Anspülungen, sondern manchnirü auch mit Geschehnissen und Vorgängen so völlig in ihrer Zeit wurzeln, daß sie nuc aus ihr heraus zu verstehen sind. Ter Bearbeiter, der uns oie Komödien des Artsto- phanes verständlich machen will, muß uns. mit einem ganzen Gttchrten-Avvarat zu Hilic kommen und zerstört damit den poetischen Genuß, oder er arbeitet als Künstler und bietet uns nur so viel von der lustigen Kunst, als man ohne besondere Vorbereitung auszunehmen und zu verstehen vermag. Für den Künltler- öccrbcitcr, wenn der Ausdruck gestattet ist, kommt es mast daraus an, uns ein philologisch getreu es Bild zu geben, sondern die Ewigkeitswerte aus dem Werk st)erauszuholcn und sie nut fühlender Hand in den Rahmen unserer heutigen Buhne einzu- 'Xlsseu.
Tie Einrichtung, die Herr Hacker nach den Uebersetzungen c-on iulriu; u..s a.i.-.-'at g.m)a,|at i/at, entiunu)t l.^bitoeritanD* lich ber zweiten Art, unb sie hatte bei ihrer gestrigen AnNüh-
rung, unterstützt von einer tächtigen Datchliung, einen schönen unb nachwirkenden Erfolg. Tie lustigen Erlebnisse des w.ichlichen Gottes Dionysos, der mit seinem Sttaven üant.yias in bie Unterwelt zieht, um einen guten Dichter auf die Erde zu holen, die ergötzlick-en Abenieuec und die witzigm Rcoe.i übten starken Einfluß am die Zuschauer, die sich meistens wohl mehr eine literarische Settenhttt beim ein wircsain.s Bühnenstück ietsproa-en hatten.
Tie Ausführung, die tv.r dem Caii.r.it d>r drei Darmftädter KünsUer Hacker, Jurgens unb Lehr in ann zu danken haben, hatte von vornherein auf eine „prmrkootte" Ausstattung oerziüstec und wirkte unter der Leitung bej ycern Georg Hacker durch ihre Zweckmäßigt.ii und ihre tiaren Limen besonders tief und beocutmb. Aogesrhen von dem bedauerlichen Mißgeschick, bas den ersten Aufzug beharrlich ve..folgte, bot Die Aus üyrung schöne und geschiosiene Biichr griea-ischeu LebcnS und atiisaseu Geistes, der auch in den nach berühmten Sttupmren ober Va^n- biibcrn ausgeführten Masken zum Ausdruck kamen. Tas Lcoen der alten Grieatcn mit feinem gesteigerten Pathos uno seinem stärkeren Empfindm manb-ite sch^ngeiuitiia an uns vorüber uno führte uns umer keckeri Sach en und seinem Flötenton in bie Gesüde der Seligen, die in singenden Vieigm lang,am cinherwandern. Dementwrcchend war aucy die Darite.tung der einzLluen Rotten. Herr Riwaro Jürgens spielte den w.ia).ichen, seyonen, luiiigcn Gott Dionysos in köstlicher Maske und mit einer in Spiel und Spraa?e gleich rühmenswerten Weicyheit und Runonng. ./seine Untencbungen mit seinem Sltavcn Hanthevs, den Herr Grosser mit prääitigcr crjaifung des weienttlw.n vetiyrpcrtc, leine Fahet über Den See, bei der sich der Künstler durch einen rnittiu-en llniatl letber nicht unwesentlich verletzte, sein Eintrüt ia Die UiucripJt, seine Abenteuer mit Aialos und b.n keifenden Weibern sein Richteramt zwischen den beiden Ticytern, caj attcs ra.n trotz dec schmerzhaften Verletzung vorzüglich zur Geltung unb Versehue seinen Eindruck nicht. Voll spitzfindiger Tialettik, trug, vceschmgen, besonnen spielte Herr Guido Lehrmann den eiferfücytigen Eurwues ui Dorzügiich erfaßter Ma^ke, und iveLt.naniiiiurca Seibstgei^Ügkeit, die sehr erheiternd wirkte. In vornehmer vttche, ohne weient- nche Gesten, gab Herr vaaer b.n sophoües inu tomgiicyer ^.'urbe ivieoer und uerbtunre duiiy bie au^ecoroentlicy lararje Charakterisierung des oiyiirpiichen a.ia,ners— uno die Gröye Der Aufichsung. Von den übrigen Tarsteklern unb &u erwuhnen, Frl. De
Bruyn als allerliebste, tücb.cge Äkagb, Herr Goll als Herakles, Herr N o r d e n als Aialos und Die Damen Scholz unD Brehm als Gastwirtinnen. — Es wäre zu wünschen, daß sich eine nochmalige Aufführung des Werkes, zu Der aacy Die Schüler der höheren Schuten herangezogen würden, ermöglicht würbe. N.
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— Ein Medico-hi st arisches Museum für Leip- z i g. Ein Med.co-Hiswrisches Museum wirb die Universität Leipzig erhalten. Den Grundstock hierzu soll die Abteilung für Gerichte der Hygiene auf der Dresdener Jnrernationalen Hygiene ÄuSstellung buden, die von Professor Sud hoff, dem Leipziger Forscher ber Geschichte ber MeDizin, zusammengestellt ist.
<Hk) Expebition nach dem Sangha. Ter Kolonial wirtscyastliche Ausschuß bereitet eine Expedition vor, bie sofort nach Genehmigung des Kamerun-Kongo-Äbtornmens nach Dem deutsch geworDenen Sangha arnbrechen soll, um die angrenzenden Gebiete auf ihre Ausbeuiungsfähigieit zu untersuchen. Nab „Petcrrn. Müttgen." soll besondere Aufmerksamkeit auf die Feststellung verwandt werden, wie rocit die Gtwässter der neuerworbenen Gebiete mit Motorbooten zu befahren sind.
— Eine neue e U i ni in u n g ves Mondabttandes. Seit sechs wahren haben sich Die beioen Sternwarten in Green- loiü} uno bei Eapftadt gemein)am mit einer med.rniroigen Acdeit- befaßt. Es hanvette siu- darum, die Enis.rnurig des ü'ttrndcs von der le:rde mögstayt genau zu beuimmen, und dazu wäh.te man das Mittel, von zwei roeit voneinander getrennten Platzen denselben Punkt auf dem Mond zu bejoaanen. Man suchte sich zu diesen' Zweck einen Keinen, aber stark ausgeprägten und im Sonnenlicht deut.ich hervoriretenixn Krater aus, uer den Namen Mösting führt. Liese gleichzeitigen Messungen haben sich aus etwa 100 Nuckle c. Itreat, in Denen der Krater sichtbar war. Als Endergebnis hat sich die Entfernung auf 3 9 2 U9d Kilometer herausgestellt.
— Kurze Nachrichten aus Kun st unb Wissen- schaf t. In Straßburg t. E ist am 5. d. M. ber Cbcr- bibliothekar der dortigen Universiläts- uno Landesbiöiiolyek Preises,or Tr. phil. Willy L i ft im Atter von 56 Za.-ren geslorbei: — InZurich nt der sruyere a. o. Professor oer <zaynyeillunde Tr. meo. Vemricy Zakob Billeter im 18. Lebens/ayre g e - )t o r b e n.


