Ausgabe 
9.1.1912 Erstes Blatt
 
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Weingarten (Württbg.), 5. Januar 1912.

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ich> meine werte Kundschaft bestens befriedigen zu können und bitte höflichst

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Giessen, 9. Januar 1912.

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neuen Geschäftsjahrcs uhebetum eine starke Steigerung der ein- gegangenen. Bestellungen eingetrrten sei und bau sämtliche Werke voll besetzt seien. Vorbehaltlich unvorhergesebcncr Ereignisse sei demnach für das lausende YKschästsjahr ein besnebigendes Er­gebnis zu erwarten.

Die diesjährige Buderprobuftion der Ber­einigten Staaten wird auf rund I 850 000 Tonnen geschätzt. Damit wird der Rekord be5 Jahres 1910 übertroffen. Bor tebn fahren, in der Kampagne 1901/02 hat die Produktion erst 55u oou Tonnen, und vor 3-/ fahren, in der Kampagne 1891/92 sogar erit 190 UoO Tonnen betragen. Im Üaiic von zwei Jahrzehnten bat Fic üd) somit fast verzelmiacht. Die Zunahme ist hauptsächitch durch die Nübe»tulckerv»odnktion herbeigeführt worden; dteie hat sich von rund 60aü Tonnen im Jahre 1891 92 ans über eine Million Tonnen in der laufenden Kampagne vermehrt. Die Rohr- znekermoduktion betrug 1891/93 182 000, 1901,02 36 000 Tonnen und wird sich in der laufenden Kampagne atts über 800 000 Tonnen stellen. Im Ladcnben 3obvc ift die Zuckerproduktion der Ber­einigten Staaten zum erstenmal größer als dte Deutschland», die nitf 1 4ö7 800 Tomten geschäht wird.

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Ang. gren^borf

Gicstcu

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter Dieter Rubrik stehenden Arliket übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keincrie' Verantwortung.)

Gießen, ben 9. Januar.

Wohl alle Theaterbesucher haben sich darüber gefreut, daß sich die Direktion dazu verstand, wieder einmal eine» der alten gemütvollen Lustspiele aufzusühren und so haben denn die Frei­tags- und Mittwochsabonuenlen da§ Vergnügen, das liebens­würdige StückchenTr.' Klau?" zu sehen Darum man aber die Dienslags-Abonnenten davon ausschließt, ist den Einsendern dieses nicht recht verständlich, denn was dem einen recht ist, ist dem andern billig. Vielleicht genügt nur dieser Hinweis, um die verehrl. Theater-Direktion um'ur irmnen.

Mehrere DicnSiags-Abonnenten.

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fertige Stürme haben am Sonntag auch in fast ganz Frankieich geherrscht und an der atlantischen Rüste schwere Schilss- unfälic verursacht In Ronan wurden die Leichen zweier Ma­trosen an die Küste gespült. Infolge der Regengüsse in dem Vogesend?r>artement ist die Mosel an einzelnen Stellen über die Ufer getreten.

m 17. Dez "oll/' Mnbe ge. ^.«auptver- °I.zur Poft i friedlich^ in eine luzuwandeln hon einem toe auf 100

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Berlin, 8. Jan. In der heutigen Hauptversamm­lung der Siemens u. Halske Ä.-G. waren 15 Aktionäre mit einem Kapital von 49 479 000 Mk. vertreten. Der vorgelegte Jahresabschluß wurde genehmigt und demmmiäß die Dividende auf 12 Proz. festgesetzt. Die ausscheidenden Mitglieder des Ausuchis- cates wurden wiedergewählt. Jnbezug auf das laufende Gcschästs- sahr wurde erklärt, daß bei Siemens u. Halske wie bei den Siemens-Schuckertwerken in dem bisher verflossenen Teile des

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vervamu; die teid) verzierte pninnbel dient gleichzestia als .rchiuuck mib als Befesligunasuntiel Tie llrregima unter den utinad)rrinncn gegen die neue Diode ist febr groß und es ist nicht ausaeschlossen, oast eS ru ÄiiHsciireitungen kommen wird. Sie nehiuen das ^edjl für sich tu dlufpruch. die Diode vorzufchreiben, ja sogar die An-abl der Federn und Blumen zu bestimmen, die jede Dame auf ihren Hüten tragen must.

* Zu den Massenvergiftungen im Berliner Asyl. Tie9Lnbb. Allg. Ztg. schreibt: Die unter dem Bc>r- sitz de- Ministerialdirektors Kirchner im Ministerium des Innern abgehaltene Homeren,} von Medizinalbeamten, Krankenhaus' är-tcn, Äcrichtsärzten, Bakteriologen, Chemikern, Vertretern des Volizeipräsidiums, der Staatsanwaltschast, der städtischen, Staats- und Reichsbehörden ergab, daß der Verdacht, die MassenvergN- tungen unter den männlichen Besuchern des Asyls für Obdach­lose seien auf den Genuß von M e t h y l a l k 0 h 0 l h a l t i g e m SchnapS zurückzuführen, durch die weiteren Untersuchungen zur Gewißheit geworden ist. Es stellte sich heraus, dast die im Asyl ermittelten Reste von geräucherten Fischen und Vscrdefleisch- bulelten kein Gift enthielten. Dagegen wurde im Mageninhalt der .Kranken Methylalkohol nachgewiesen. Ferner waren die KranUieitserscheinuNden bei den Vergifteten üoercinftimmenb mit denjenigen, welche bei einigen, in jüngster Zeit beobach eien Masscn- vcrgiftungen durch Methylalkohol in Amerika, Rußland und Ungarn gesehen worden find. In Teutschland wurde gleiches bisher nicht beobachtet.

Kleine Tagerchronik.

InTetm 0 ld fand wegen eines 13 jährttzen Mädchens ein Revolverduell zwischen zwei 17 jährtgen Schülern statt. Der eine wurde an der Brust schwer verletzt.

Als der Besitzer ein« GaschofeS in R 0 u e n mit einem als Wilddieb bekannten Gasde in Streit geriet, bei dem sich der Gast mit einem Messer auf den Wtrt stürzte, eilte Iber 13 jährige Sohn des Wirtes mit einem Karabtener herbei und tötete den Gast.

In Forst wurde nach einer Meldung aus Bruch­sal acleaentlich von Streitigkeiten anlästltch einer sozial- demokrattschen Wählerversammlung der Metallar­beiter Gritzner erschlagen.

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