Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen- 6. Juni.
Anwesend: die Beigeordneten Keller, Emmelius, Grünewald; die Stadtverordneten: tr. Ebel, Eichenauer, Faber, Friedberger, Hahenicht, Helfrich, Helm, Huhn, Iann, Krumm, Leck, Lobet, Loos. Petri, Plank, Sckaffstaebt, Simon, Troß, Urstadt, VetterS, Wallenfels, Tr. Wimmenauer, Winn.
Urkundsversonen sind die Stabtv. Huhn und Krumm.
Mitteilnngeu.
Das Gas- und Wasserwerk bat die Mitglieder der Versammlung zu einem Schaukochen mit Gasherben in Steins Garten eingeladen, das am nächsten Dienstag und Mittwoch stattsindet.
Tie Ausschüffe und Teputationeu.
Die in der letzten Sitzung gewählten Ausschüsse und Deputationen haben inzwischen ihre Vorsitzenden gewählt und zwar der Finanzausschuß Oberbürgermeister Mecum (^Stellvertreter Beig. Emmelius), der Marktausschuß Beig. Grünewald (Stellv. Stadtv. Helfrich), der Rechtsausschuß Oberbürgermeister Mecum (Stellv. Beig. Keller), der Schankkonzessionsausschuß Beig. Emmelius )Stellv. Stadtv. Löbcr), der sozialpolitische Ausschuß Oberbürgermeister Mecum iStellv. Beig. Keller), der Theaterausschuß Beig. Grünewald Stellv. Stadtv. Tr. Ebel>, der Verkelnsausschuß Oberbürgermeister Mecum (Stellv. Beig. Grünewald) und der Vor- schlagsausschuß Oberbürgermeister Mecum (Stellv. Beig. Ernrne- lius). Von den Deputationen wurden gewählt: Deputation für den Arbeitsnachweis Beig. Emmelius, Armcndeputation Beig. Keller, Baudcputation Oberbürgermeister Mecum, Betriebsdeputation Oberbürgermeister Mecum, Einguartierungsdeputation Beig. Emmelius, land- und forstwirtsch. Deputation Beig. Grünewald, Pferdcmarktdeputation Beig. Grünewald, Schlachthofdeputation Beig. Keller und die Schuldeputation Oberbürgermerster Mecum.
'Die Bestimmung bei der Ordnung für die Deputationen, daß bei eiligen Sachen Umlauf der Akten und schriftliche Abstimmung stattfinden könne, wird auch für die Ausschüsse gutgeheißen.
Baugesuche unb dergl.
Dr. Schliephake beabsichtigt, an der Privatstraße bei der Goethestraßc ein Wohnhaus mit Auto Halle zu errichten, dessen vorderer Giebel aus Holzfachwcrk bestehen soll. Die Versammlung befürwortet den erforderlichen Dispens.
I. Pfeffer hat das Stallgebäude in der Wagengasse, das an sein Anwesen am Marktplatz angrcnzt, in einen Laden umge- wandclt. Das Haus besteht 'aus Fachwerk, weshalb für bic darin enthaltene Feuerungsanlage Dispens erforderlich ist.
Stadtv. Petri hält den Umbau für eine Verbesserung des bestehenden Zustandes, macht aber darauf aufmerksam, daß der Umbau ohne Bauerlaubnis erfolgt ist.
Beig. Keller teilt mit, daß dieserhalb Anzeige erfolgt sei. Das Gesuch selbst wird genehmigt.
Kuno Borst hat die Erkeranl<me an seinem an der Johannes- straße geplanten Neubau, die die Versammlung kürzlich ablehnte, nunmehr so abgeänbert, baß ber Erker 1,10 Meter von der Nachbargrenze abbleibt. Man befürwortet nunmehr den Dispens unter ber Bebingung, baß bie Erkerauslabung nicht mehr als 6Q Zentimeter betragen barf.
H. W. Rinn hat von seinem Hause Plockstraße 5 nach bem Nachbarhaus burch bie Brandmauer eine eiserne Tür angebracht, bie ben feuerpolizeilichen Anforderungen entspricht. Die Versammlung ist mit dieser Äenderung einverstanden.
Ein Gesuch derAllgemeincnElektrizitätsgesell- schäft um Genehmigung eines leuchtenden Firmenschildes am Hause Bahnhofstraße 45, dessen unteres Ende 5V» Meter von ber Erbe entfernt ist unb 83 Zentimeter Auslabung erhalten soll, wirb befürwortet.
Tie Anbringung eines Schaukastens an der Ecke der Walltorstraße unb Wetzfteingasse 2 durch Albert Spar selb, der 16 Zentimeter Ausladung erhalten soll, wirb mit Rücksicht auf bie'dortigen Verkehrsverhältnisse abgelehnt.
Dem Gustav Kreuber würbe im Jahre 1901 gestattet, bas Hintergebäube in seiner Hofreite Neustadt 17 stehen zu lassen, zunächst bis 1906. Tie Frist wurde mehrfach verlängert und ist am 1. Juli b. I. toieber abgelaufen. Die Nieberlegung bes Gebäudes hätte zu erfolgen, weil ber Hofraum nicht ben gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die Baudeputation beantragt, bie Frist nochmals und zwar bis zum 1. Oktober 1914 zu verlängern.
Stadtv. Löb er beantragt, man solle ein für allemal genehmigen, daß das Gebäude stehen bleibe. Der Hof sei breit genug unb Herr Kreuber brauche bas Hintergebäude zu seinem Geschäft. Nach längerer Aussprache, an der sich die Stadtv. Troß, Winn, Plank, Petri, Krumm, Wallenfels, sowie die Beig. Keller und Emmelius beteiligen, wird der Antrag, das Gebäude stehen zu lassen, mit 14 Stimmen angenommen.
Der Handelskammer wird gestattet, an ihrem Neubau in der Lonystraße einen Balkon mit 1 Meter Ausladung anzubringen.
Am Bismarckturm,
dessen Unterhaltung der Stadt obliegt, haben sich einiae Un- zuträglichkeiten herausgestellt. Der Platz bei dem Denkmal bedarf beingenb ber Herstellung, da er gegenwärtig einen sehr vernachlässigten Eiitbruck macht. Hierfür sind 1200 Mk. erforderlich. Da zurzeit jede Kontrolle bei ben Besuchern bes Turmes fehlt.
Buch Begleitpfosten entdeckt, die um die Hauswände herumliefen, ein Tach trugen unb so äußere Vorratsräume schufen unb zugleich die Lehmwänbe bes Hauses vor der Verwitterung schützten: Vorstufen der ringsum laufenden Säulen der griechischen Tempel. Tamil ist aufs neue bewiesen, daß der griechische Steinbau auf Holzbauten zurückgeht, die Säulen die ursprünglich das Haus stützenden Holzpfosten mären. Durch weitere Funde auf diesem Gebiete läßt sich vielleicht noch einmal seststelleii, wann die historischen Griechen in ihre Wohnsitze cingeioanbert sind und woher sie kamen, woher sie den jenen von ihnen so herrlich entwickelten Bautypus mitbrachten.
. — Die spanische Akademie und die Frauen. Tie spanische Akademie ber Wissenschaften in Mabrid steht vor einer schwierigen Frage, ähnlich der, vor ber bie französische Akademie bei der Kandidatur ber Mine. Eurie gestellt mar. Hat man die.Ablehnung der berühmten Entbeckcrin des Radiums vielfach mit Entrüstung aufgenommen, so steht ber spanischer gelehrten Körperschaft ein noch größerer Empörungssturm bevor, falls sie nickr ihre konservativen Bedenken fallen läßt. Tie Kandidatin, bie sich um bie Ausnahme in die spanische Akademie bewirbt, ist nämlich die Gräfin P a r d o - B a n z a n, die heute unter den Schriftstellern Spaniens eine erste Stellung einnimmt. Ihre vielgelesenen Romane haben einen Weltruf, unb in kritischen Schriften hat sie ihre .Gelehrsamkeit wie Urteilskraft von ber günstigsten Seite gezeigt. Die öffentliche Meinung verlangt ge* oicterifch bie Ausnahme, aber die Akademie schaudert vor einer solchen Neuerung zurück, weil seit mehr als einem Jahrhundert kein weibliches Wesen in diesen erlauchten Kreis ausgenommen worden ist. Im 18. Jahrhundert war allerdings eine 17jährige junge Tarne Mitglied ber Körperschaft, bie zubern noch als Honorarprosessor unb Examinator an ber Universität Alcala tätig war. .Vielleicht öffnet bies leuchlenbe Vorbilb ber Dichterin doch noch bie Tore ber Königlichen Akademie, von der im übrigen ihre Bedeutungen nicht im geringsten abhängig ist.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der König von Württemberg hat dem Rektor der Technischen Hochschule in Stuttgart das Reckt derheben, bei feierlichen Gelegenheiten als Amtszeickjen eine goldene Wette mit bem Bilbnis des Königs )u tragen. — Der Internationale Kongreß für Neurologie, Psychiatrie unb Psychologie, ber zum letzten Male 1907 in Amsterbam ab gehalten wurde, wird im September 1914 in Bern während der Landesausstellung natthnben. — Der Erlös des ersten Tages der Versteigerung ber berühmten Kunst, sammlung Doucet in Paris betrug samt ben zehnprozentigen Zuschlägen 3 643000 Fr. Ein P a stell bi ldnis bes Malers de la Eoiir wurde von Baron Henry de Rothschild für 600 000 Fr. erstanden.
wodurch öfters die Türe offen Seiht und die Treppe verunreinigt wird, soll in Zukunft ein kleines Eintrittsgeld erhoben werden. Ter Schlüssel befindet sich bei Wirtin Schadeck, sie soll gehalten sein, jemand zum Leffnen des Turmes mitzuschicken und dafür bie Hälfte bes Eintrittsgeldes erhalten.
liebet die Höhe des Eintrittsgeldes kommt es zu einer längeren Aussprache, an ber ber Beig. Grünewald, Emmelius unb Keller, sowie bic Stabtv. Huhn, Winn, Löher, Simon, Petri, Troß, Krumm, Ur stabt. Schaff st aebt, Plank, Huhn unb iyriebberger teilnehmen.
Man einigt sich schließlich dahin, daß von einer Person 10 Pfg. und von mehreren, bie den Turm gleichzeitig besuchen wollen, 20 Pfg. erhoben werben sollen.
Ter Fahrwerksverkehr auf dem Wochenmarkt hat, .toie Beig. Grünewald berichtet, nach einer Mitteilung des Polizeiamtes, einen so großen Umfang angenommen, daß er den Marktverkehr hindert. Es wird deshalb angeregt, daß ber Fuhrwerksverkehr in ber Marktlaubenstraße, auf bem Branb unb bem Kanzleiberg währenb der Marktzeit verboten werden soll, soweit nicht der Marktverkehr in Frage kommt. Es wird ein entsprechender Zusatz zu ber Marktordnung beantragt, bei bem ausdrücklich gesagt werden soll, daß notwendige Fuhren ber Anlieger nicht unter das Verbot fallen sollen.
Stadtv. Wallenfels wünscht Ausdehnung des Verbots auf die Schloßgasse.
Stadtv. Krumm führt aus, daß sich das Verbot, mit Körben auf ben Bürgersteigen zu gehen, bei ber Entwickelung ber Verkehrsverhältnisse nicht mehr auftecht erhalten lasse.
Stadtv. Habe nicht empfiehlt seinen schon früher gemachten Vorschlag, den Verkehr so zu regeln, daß alles rechts gehen soll.
Dem Zusatz zu der Marktordnung wird zugestimmt, wegen der anderen Sache soll mit bem Polizeiamt Rücksprache genommen werben.
Tas laudw. Institut der Landesnniverfttät.
Wie Beig. Grünewald berichtet, hat der Finanzausschuß der Zwecken Kammer beschlossen, baß von einem Ausbau des Landwirtsch. Instituts abgesehen werden solle. Er habe ben Eindruck, daß in der Zeck, wo bie Grünbung ber Universität Frankfurt bevorstehe, ein solcher Beschluß verfehlt sei. Man müsse alles tun, um der Lanbes-Universität ihre besonberen Einrichtungen zu belassen und auszubauen. Dazu gehöre auch das Lanbwirtschaftliche Institut, das sich gut entwickelt habe. Er habe deshalb mit seinen politischen Freunden einen entsprechenden Antrag in bet Kammer gestellt. Die Führer bes Bauern- bunbes seien seltsamerweise gegen ben Ausbau bes Instituts, während eine Reihe angesehener Landwirte in einer hier abgehaltenen Versammlung sich dafür ausgesprochen hätten. Nach einer Mitteilung von Prof. Tr. Gisevius seien noch nicht 14 000 Mark erforderlich, um das Institut leistungsfähig zu erhalten für die Ausbildung von Landwittschaftslehrern und als Auskunststelle für die hessische Landwirtschaft. Stadtv. Helfrich habe nun in ber forst- und lanbwirtschaftlichen Deputation angeregt, baß bie Stadtverordnetenversammlung sich durch einen besonderen Beschluß für die Notwendigkeit und Nützlichkeit des Ausbaues des Instituts aussprechen möge und die Deputation beantrage eine entsprechende Entschließung.
Stadtv. Helfrich bittet um Zustimmung dazu und teilt mit, daß 7400 Mark genügen, um den Ausbau zu ermöglichen.
Stadtv. Tr. Wimmenauer teilt mit, daß sich auch bie Uniöerfität gegenwärtig mit der Sache beschäftige. Für sie bestehe allerbings bie Schwierigkeit, baß sie sich vor einigen Jahren verpflichtet habe, auf längere Zeit hinaus keine Anträge an bie Regierung zu stellen, die neue Ausgaben verursachen.
Nach kurzer weiterer Aussprache wird ber Antrag ber Deputation angenommen.
Rechnungsangelegenheiten.
Stadtv. Wallenfels, der auch ben Vorsitz übernimmt, berichtet über die Prüfung der Rechnung ber Stabt und bes Stabterweiterungsfonds für 1910. Ter Finanzausschuß habe die Rechnung geprüft unb richtig befunden. Tie Rechnung wird genehmigt unb bie Anträge wegen Kraftübertragungen usw. werden gutgeheißen.
Ter Voranschlag des Realgymnasiums unb bet Oberrealschule für 1912 schließt mit 195160 Mark ab. Ter Zuschuß der Stadt beträgt 41 762 Mark gegen 41186 Mark im laufenden Jahr.
Für die Fortführung der Hypothekenbücher, besonders die durch die Feldbereinigung notwendigen Umschreibuw- gen, bewilligt die Versammlung 135 Mark unter ber Voraussetzung, daß ber Staat ben Rest ber Kosten trägt.
Straßen- und Grundstucksangelegenheiten.
Tie bei der Neubefestigung verschiedener Straßen (Neuen Bäue, Schulstraße, Wettergasse, Seltersweg, Kirchenplatz uiro.) notwendigen Asphaltarbeiten werden der Teutschen Asphaltaktien-Gcsell- schäft in Hannover in Gemeinschaft mit Konr. Rübsamen hier für 112 829 Mark übertragen.
Tie Lieferung der Graupflastersteine für die Ludwigstraße ivirb freihändig zu den seither bezahlten Preisen an bie Firma Reh in Tillenburg übertragen.
Durch bie Aufhebung des sogen. Schillergäßchens in ber Nähe ber Main-Weser-Bahn und ber Steinstraße sind einige Geländeabtretungen und Ankäufe mit Besitzern von Nachbargrundstücken notwendig geworden, denen die Versammlung zufttmuft.
Für den Ausbau ber Lonystraße südwestlich ber Bismarckstraße auf eine Strecke von 70 m sind 12 500 Mark erfor- berlich. An ber Häuserreihe soll ein 2,5 m breiter Bürgersteig angelegt werden, bann eine 5 m breite Fahrbahn mit Kleinpfaster unb ein weiterer 2 m breiter Bürgersteig, ber mit Linbenbäumen bepflanzt wirb.
Stabtv. Eichenauer spricht die Bitte aus, bet dem Ausbau der Sttaße auf die Erhaltung schöner Bäume Rücksicht zu nehmen. Hierüber unb über bie wünschenswerte Anlage von Vorgärten entspinnt sich eine längere Aussprache, an der die Stadtv. Wrnn, Petri, Tr. Ebel, Huhn, Friedberger, Simon, Schaf f ftaebt, Beig. Emmelius sowie Stadtbaumeister Braubach teilnahmen.
Tem Ausbau der Sttaße wirb zugestimmt, ebenso dem Vorschlag, mit der Handelskammer nochmals wegen ber Anlage eines Vorgartens zu verhanbeln. Auch ein Antrag bes Stabtv. Tr. Ebel, die Bürgermeisterei zu ersuchen, im Bauausschuß in eine Prüfung der Frage einzutteten, ob in ber Lonystraße, soweit es noch möglich ist, Vorgärten anzulegen feien, wirb gutgeheißen.
WirtschaftskonzesstouSgkfllche.
Befürwortet werden bie Gesuche bes Franz Schild für Neustadt 31, des Hch. M a y für Bahnhofstr. 31 unb bes Johann Waßmuth für Bahnhofstr. 62 (Kaffeewirtschaft), bei denen es sich um ben Uebergang bestehender Wirtschaften in anderen Besitz handelt.
Ein Gesuch des Wilhelm Lindenstruth für Lahnstraße 9 a wird dagegen nickt befürwortet, da bie Versammlung das Bedürfnis für eine neue Wirtschaft in jener Gegend verneint.
Verschiedenes.
Ein Gesuch der Schweinebesitzer wegen der Haltung eines Ebers, das mit der durch die Ferkeleinfuhr hervorgerufenen erhöhten Seuchengesahr begründet wird, wird gutgeheißen.
Tas Jugendfest soll nach einem Vorschlag des Schul- vorilandes am 25. Juli unb bei schlechtem Wetter am folgenden Dag ^abgehalten werden. Tie Versamnftung stimmt bem zu.
Tie von ber Gießener freiwilligen Feuerwehr beschlossene neue Satzung wirb genehmigt.
Universitäts-Nachrichten.
cf. Frankfurt a. M., 6. Juni. Nachdem Professor R. Lambert wogen vorgerückten Alters mit dem 1. April in den Rußestand getreten ift, beabsichtigt die Akademie für soziale unb Hanbelswissenschaften den Handels wissenschaftlichen Unterricht neu zu organisieren unb zu erroei-
Sport
fern. Zunächst ist eine ordentliche Professur für Handels Wissenschaften dem Professor Dr. A. C a l m e s, bisherigem hauptamtlichen Dozenten für dieses Fach an der Handels- Hochschule zu Mannheim übertragen woroen.
>-.i Last tragen.
Gin Mann hacke lato spielen, durch ei wißen, so daß ber. Kläger zurücksäiii. i teckber zum reichen ) jbte schon früher geha !ctent an; Folge: a xi sich verglichen Hal
Ein Fabrikant vc Suiidxncric nicht brbr imr verwickelt waren nachte, wusch er sich i vn Aewebe. Ta fa tr'anb das Frottierhc x< ganze Welt genom
X Fußball. In ben diesjährigen Meisterschaft-- i Spielen ist es dem Sportverein „M c t ku t" - G i e ß e n zum zweitenmal gelungen, die Abteilungs-Meisterschaft m der 61 - Klasse zu erringen. Es wird nun noch die Bezirke-
S&S et tinfl
'^'Älch^ am ein' L- ^^Uctatlrand i- äSfnncm Mus ■eÖi tet c Aetallem bedeutende
. juija nicht nur trenn tW »J
’ fflSnwtt cr'.and c t lasche herum.
5 Mhir interesnerte
Alle Gesellschaft hinter unö >-m° v 'uinn, der bemerkt fc Frisur geMt >-tzankm kam, die gtt S gewellte zu er Sirr größten.» .r ber Millwnc ll3r-, den Kaugmnmt, Vti Zeug sehr. U'ld > ganzen rag m M »Micken, um nn fti i trn besonders sc» 1 ngfrautn zu ichen. ■ Ä im wesentlichen ix' die vielen Millu
* Wie in Javl tie sopanischc Regie >t Höheren Vdjmnfto -v.mänglid) toar man Xtiwi nicht Kar; n a: Hacken, aber dazu 1t nan, baß es sich im jugrnd handelt, nnb ln.tr der Leitung tui loerben die ju fern die iapanische rchl der SduKer wir
Auszeichnung, 'nzt die iapanische ! ^4 der Jugend zu
Kriegs- und Mari Men aus dem Krieg .-."'n, Voten, zerbn Lnitrnten, Trogbabrei
tuftjcbiffiibrL
! Mainz, 6. Juni. Heute Hal die vom Main^. Männergesangoerein veranstaltete Fahrt des Luftschiffes „Schwaben" stattgefunden. Die durch das Los bestimmten Mitglieder des Vereins, darunter zwei Damen, unb ein Vertreter der Presse, nahmen daran teil Die Fahrt führte von Frankfurt das Maintal entlang nach Mainz, >vo die Mitglieder des Vereins auf dem Terrassengarten der S'.adi- halle, unb eine unzählige Menge in den Promenaden, wegen längs bes Rheins seiner Ankunft harrten. Diese sollte gegen 3 Uhr nachmittags erfolgen, und sollte mit einer Huldigung für ben Grasen Zeppelin verbunden sein. Ungünstiges Wetter verzögerte jedoch die Abfahrt, und erst kurz vor 6 Uhr kam die „Schwaben" über Hochheim in Sicht. In prachtvollem Flug strich sie bann nach Mainz, umkreiste in geringer Höhe nochmals die Stadthalle unk in großem Bogen Die Stadt, um dann die Rückfahrt über Wiesbaden nach Frankfurt anzutrelen. Bei ihrer Ankunft war sie von ben Chören des Mannergesangvereins unb bem brausenden Jubel einer vieltausendköpfigen Menge empfangen worden. Der Himmel hellte sich gegen Abend auf, so daß bie Fahrtteilnehmer eine prächtige Fernst genießen konnten.
Hamburg, 6. Juni. Wie jetzt bekannt, wird das Zepvelm- Luftschiff »Victoria Luise" am 12. Juni hierher koin Welcher Weg gemacht wird, hängt von der Wetterlage ab.
gefochten worden ist, Lehrer Muntermann, inzwischen au» dem Lehrerkollegium ausgeschieden ist. Ferner teilte er mit, daß be: der Wahl 874 Stimmen aus den Lehrer Muntermann und 311 Stimmen aus den bisherigen Bürgermeister Saal >v achter gefallen wären. Nach Verlesung der Protestsckricken jpra£ Rechtsanwalt Schreiber- Ingelheim, als Vertreter d:i
(öcricbtsjaaL
ch. Bingen, 6 Juni. Tie hier abgehaltene KreisauSschlch. sihung des KreffeS Bingen halte als einzigen Punkt die Bürger- meisterwahl in Nieder-Jngelheim auf der Tagesordnung, KreiS- rat Regierungsrat Dr. Steeg-Bingen eröffnete die Sitzung un> teilte mit, daß ber gewählte Bürgermeister, dessen Wahl an-
Protesterheber. Zum Schluffe ersuchte er, die auf den Ran- didaten Muntermann gefallenen Stimmen für ungültig zu erklären und das Ergebnis der Wahl dahingeheiid zu ändern, daß Saal- wächter als gewählt anzusehcn sei. Die Proteste gegen die Wahl Muntermann stützten stch lediglich auf die Tatsache, daß dieser am Tage der Wahl noch Lehrer geivesen ist. Hieraus sprach Jucklzrat Schmit t-Mainz als Vertreter des Herrn Muntermann und l.idne in längerer Rede aus, daß der vorliegende Fall c'.enso ivie -?er von Rüsselsheim zu behandeln sei, wo ebenfalls ein Lehrer geivädll worden war, der ebenfalls erst am Tage der Bcslätiguna auS bem Amte geschieden wäre. Nach längerer Beratung verkündete bet Kreisrat Tr. Steeg das Urteil, da» bie Wahl sur ungültig erklärte.
erhallen soll -Ablagen von Bet
U .größte mit einem ant l&L.1j.1)ortec Naturg Meisterschaft zum Austtag gebracht. Im Vorspiel steheu iuti I :T rVm^.K001,1,3 ' kommcnben Sonntag „Germania"-Sicgen unb Sponv.lem I 71!0, fl«
„Merkur"-Gießen gegenüber. |
Paris, 6. Juni. Im Kampfe um bic Wellmcister- V , eQll6„ ^5en schäft im Lawn-Tennis besiegten bic vier Deut- 1 ---2LO0ff He,a|i(
schcn, Froitzheim, K. K l c i nsch r o t h, R a h e un£ j Kreuzer sämtliche englischen, französischen unb l'onfttgen | Mitbewerber, barunier Tecugis, ben Champion von FrankrnÄ. I Gebert, ben Sieger bei ben olympischen Spielen in Stockholm unk I ben bekannten sübafrikanischen Spieler Winslow. Tao Weck-I meisterschaftsfinale wirb bemgemäß unter ben vier genannten 1 Teutschen ausgefachten werben.
besteht die Absicht, bie Fahrt bis zur Rordseekuste auSzudehnen.
O b e f \ a, 6. Juni. Der Flieger I o r i n o w machte aui de» hiesigen Flugplatz mit einer von «hm ersundenei» Vorrichtung, h es ermöglicht, ohne srembe Hille den Alolor in Bewegung Mi' setzen und aufzusteigen, einige Versuche, die bestens gelangen.
DieFahrtbeser st enLuft-'Omnibusses. Te erste wirkliche Luftomnibus, ober wenn man will bie e Luftdroschke, hat nun in Etampes ihren ersten Fl glücklich unb ohne Zwischenfall erledigt. Das Fahr ' besteht aus einer gewöhnlichen Flugmaschine von | lichen Abmessungen, an bie eine regelrechte Limousine festigt ist. In ber Karosserie können bequem vier Fahrgäste Platz nehmen. Der Omnibus unternahm zunächst einen halbstündigen Ueberlandflug, aber Passagiere wurden natürlich bei diesem ersten Versuche nicht mitgeführt. h bereu Stelle nahm man vier große Sandscicke mit, die zusammen ungefähr sechs Zentner wogen unb bem Gewichte von vier Leuten annähernb entsprachen. Ter Appa«t ließ beim Fluge so gut wie nichts zu wünschen übrig, * > künftigen Fahrgäste spüren kaum etwas von ber Bewegung | ber Maschine unb werben von ihren bequemen Sitzen einen I herrlichen Runbblick auf bas unter ihnen liegenbe Land I genießen können.
Olympische Gäste unb Preise. AuS Stockholm wird uns geschrieben: Tie großen und cntschcideiiden Tage beiifi olympischen Spiele nähern sich jetzt schnell. Auch die ersten ausländischen Teilnehmer an den großen Wettbewerben treffen bereue ein. Len Reigen eröffneten zwei griechische Schwiinmer, die perlen Peika unb Assimakopulos. Auch die ,apanischen Gäste sind l'crettf angekommen, darunter Herr Rnnafiui, der sich an dem l't a r a« q t Hon-Laufe zu beteftigen beabsichtigt. Er ist 22 Ja^re alt Student an der kaiserlichen Universirät in Tokio und ha: lick bereite seft sieben Jahren auf diesen Kampf vorbereitet. G i erzabck, l es ihm im vorigen Jahre gelungen sei, Die vorgeschric^ene en:- fernung in 2 Stunden 32 Minuten, daS heißt um *2) fUhruitr schneller zuruck»ulegeii, als eS bisher bei den olympischen sviecki gelungen^ifL Großes Interesse und viele Bewunderung füioen :i< nie die Lieger ausgesetzten Preise, die in den Lchauienstcrn der Goldschmiede zur Besichtigung ausgestellt sind. König Wuftao oo» Schweden hat eine Bronzebüsie KarlS XII. gestiftet, der Zar em, Sitber-Jardinrere mit Amethysten vom Ural, die Die u>rcB< cor Taubeneiern haben. PräsiDent Fallftres hat das übliche i;oa* LöoreS-Vasen geschickt und Kaiser Wilhelm hat einen nuliel- atterlichen Lilberschild mit feinem eigenen Bildniffe gespendet.
Gröhe vermögen durch Heine Erfindungen.
Bor einiger Zeft vcrnafM man in Europa mit Erstaunen, da; ber Berbanb ber curopälschen Glasslaschenfabrikameu dem Ürr--i‘ bet ber autornatiscl-en Glasflaschenrnaschine, Mr. Owcn, iür du europäischen Patente allein 15 000000 Mark ausgczahtt bai Tas wat aber nur ein befonbere« bemerkenswettet Fall au-.» oiclc: anbeten, in benen Beine Gritnbungcn ihren Urbeyern Ritt«' vermögen cinbraducn. Tagegen haben wirklich große CnnM bie bet Menschheit ftulturroertc schufen, oft genug int E.cnd gc- enbet, man denke nur an Ressel, den Emuder der Scki''."ckr2udc an Prejhel, bet bie Zünbhölzckcn erfano unb an Ä'iaSerspergcr ber die erste 'Nähmaschine fonftruicrtc. Wirklich bedeutende Zoer» setzen sich eben viel ;chweret burdi als verhallnismäku Ncinc ct- Tinbungen, bereu Att jebem Turchschnfttsmenschen sofort und eyru wcfteres cinleuchtet. .
Ressel, Mabcrspetger unb viele anbete geniale Etttnder


