Ausgabe 
7.6.1912 Zweites Blatt
 
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deutschen

verlangt und int allgemeinen die schnellere und gründltchcre Er

'ic- Buch, so schlict>t es die Beschetdcnhett seines Omaners geben wünscht, und so vorsichtig es sich von den polrttschen izesfragcn sernhält, doch ein erstes, starkes B e f c n n t it t s ctnes

Zweiter Blatt

nr. 132

162. Jahrgang

Erscheint tögfNch mit Ausnahme -e» Vsnntag».

cm

5dH Uli

Nach

Ter Kronprinz als Schriftsteller.

Ter Eindruck eines guten gewählten Geschmacks, den wir durch

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schloß sie lonialtag

mit den wird in

Selterswega.

Giessen.

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Tie ^»ießtner Äomfllenblötter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, b<x8 Krtbblatt für den Krtb Gießen" zweimal wöchentlich. Tie ^anöwirtschastlicheN tetr« fragen" erscheinen manatlich zwemtal.

BreSlau stattsinden.

Herzog und Presse

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lieber das Buch des Kronprinzen veröffentlicht Deutsche Verlagoanstalt im Buchhändler-Börsenblatt tntpiclhnig, die wir luicbcrßcbcii, weil in der Regel Lott auch hier derartige Ankündigungen nicht ohne Wttzmigung des in Frage kommenden Schriftstellers Wcntltcht werden:

wohlverdiente Ausinerkiamkeit auch wett über den Mreid Iagdinteressenten verdiente und sande, wenn sie nicht der Träger der Krone wäre. Tas; aber der dercinstige Deutsche dieses Buch geschrieben Hal, und das; durch diese schlicht liebenswürdig, manchmal mit einem leisen Anflug von erzählten Iagdabeickeuer das von Pirsch und Sport lvS° Rein men schliche so frei und liebenswürdig hindiirckp das gibt diesem Buch für alle Deutschen besonderen und Wert. Wenn der Kronprinz in seinem frischen Geleit-« bescheiden diesen Skizzen den Anspruch aus schrist

l e r t s 61 c n Werl a b s p r i ch t und sortsährt:Lose Blatter es, genommen aus dem Tagebuch eines Menschen, der die weidgerechte Jagd liebt, und dem die schöne, grotze Natur unversiegbarer Quell von Schönheit und Lebensfreude ist", so schon den ftarfnt Grundton dieses Buches selbst anNingcn Ikbcrall in diesem Buche bricht die echte, dankbare Freude c n W ii it b e r n der N atur durch, ob der Verfasser nun die Walder von Ceylon aus der Spur des Elesanlen im deutschen Walde ans den Rchbock pirscht oder in Schott- die Grouse schießen will Und neben dieser ehrlichen Freude Abenteuer und Gesahr, neben dem Sportlichen, Weid- dieses Buches leuchtet ans diesen zwölf Iagdschilderun- des fürstlichen Fügers noch so manches von Anschauungen Meinungen hindurch, das für unsere Augen dem Bilde Kronprinzen Leben und Farbe gibt. Ucbcr flcimnc und seine Lektüre, über seine Freundschaften und Abneigungen spricht der Kronprinz, gelegentlich vom -ibema nut einer gewinnenden Ossenherzigkeit Und so ilt so schlicht es die Bescheidenheit seines Benaisers

schließung der Kolonien durch Babnbauten, die Cinrichtuna Zivilveriraltungsstcllen und die Milderung der Absperrung

Und dann beschrieb er uns, wie das EiS^damals lag und wie er und seine Kameraden an Bord lebten. Tann sprach er mit Wärme von dem großen Bahnbrecher der neueren Naturforschung, von EharleS Tarwin, der sein bester Freund war.

in allen Einzelheiten von dem hohen Verfasser selbst Ausstattung des Werkes gewinnen, wird auch in i Kapiteln, die den Inhalt des Buches bilden, festgehalten, sio nierter und kudner Jager, ober auch c, äußerst sympathische Persönlichkeit spricht zu uns.

politische Tagersckau.

Die Slrafoburgtr Indiskrktion.

In ben Tagen des Streites um die Straßburger Rede >.-5 Kaisers wurde in beit Couloirs des Reichstages ganz üfen der elsässische Abgeordnete und Präsident der Zweiten »chaß-lothringischen Kammer, Dr. Ricklin, als derjenige j.nannt, der die Kaiserworte an den<Di a t i n" citflCteilt bat. Fehl bringt dieAugsburger Abcnb- kihing" eine Nachricht, nach der gelegentlich des Haß- ccijer Rennens am Himmelfahrtstage auch der als Herren - rriter bekannte Sohn des Staatssekretärs Zorwv Bu- i ch einem bayerischen Industriellen gegenüber den Dr. luflin als den Uebcrmiltler des uaiierwortes an ben j,9tfltin" bezeichnete. Das Blatt schreibt:

Nach der Darstellung des jungen Zorn, der ein Teilnehmer bt» Kaiserbanketts war, hat der Kaiser, nachdem o>e Tafel auf thoben war, den Oberbürgermeister der rclchsiändischen Haupt- dl zu sich in eine Nische des BankcttfaaleS rufen lassen und 6ct: längere Zeit mit ihm in auffallender und lebhaft geführter Unterhaltung verweilt. Der Inhalt des Gespräches ift an diesem iiicnb nicht bekannt geworden Tic erste Kunde davon erhielt die gamilic des Staatssekretärs am nächsten Morgen beim Lesen k) Tepeschenteils desMatin". Man traute seinen Augen nicht. Cmcr richtigen Bermntung folgend interpellierte der Staats' ftlrctdr sofort teleplronii'ch den Herrn Dbcrbürgcrmciftcr Dieser kndligtc die Richtigkeit der aufsehenerregenden Nachricht, und gab zu, die Drohung des Kaisers keiner Mcnschcnfcele anver- Baut zu haben, außer seinem Freunde Ricklin. Ricklin, der yrdfibent eines dentichen Parlaments, hat die Neuigkeit als­bald durch Telephon demMatin" mitgctcilt."

Herr Ricklin wirb, so meint ein Berliner Blatt rich­tig, nicht umhin können, auf diese für ben Präsidenten eine- deutschen Parlamentes außerordentlich schwerwie­gende Beschuldigung flipp und llar zu antworten.

.peiW'Äll

Freitag, 7. Zuni 1912

Jteletionfbrud unb Verlag bet vrühlfchen Unwerfrtät« - Buch- und Stetnbnicfecti 9L Senge, «leben.

zwei Tage im Britischen Museum.

Bon Sven Hedin.

das Verständnis für die koloniale Sache fortgesetzt burdi Oie deutsche Presse geiveckt und gefördert wird Dazu gehört allerdings auch, daß Sic sich stundenlang plagen und allen, auch den schwierigsten Fragen Interesse und Verständnis cnlgrgcnbriiigcn müssen.

Ich kann mir denken, daß Sie das ermüden muß und daß Sie damit eine der schwierigsten Aufgaben erfüllt haben. Es ist deshalb selbstverständlich, daß ich Ihnen allen unseren auf- richtigsten und ljerzlichsten Tank ausspreche niid Sie nur bitten möchte: Bewahren Sic auch ferner dieses Znteresse für unsere koloniale Sache, und mit Ihnen Ihre Zeitung, die Sie hier vertreten."

Mannes, der cmmal an der Spitze eines strebsamen Volkes und der tüchtigsten Armee Europas einen der wichtigsten Fak­toren in allen großen Angelegenheiten der Welt darzustellen bc rufen sein wird."

Sven Hedin läßt auf sein Volks- und Jugendbuch [. on Pol i u P o l" ein neues WerkB o m N or d p ol zu m luator" folgen. Aus dem Reich der Mitternachtssonne, aus it ewigen Schnee und Eis des Nordpols, heilen abenteuer id schreckensreiche Eroberung Hedin in packenden Br.oern aii ' . .. - . ....... . v। r.iHn Alt rdt \' tlil

I I

Kolonien verlangt. Tie Bersammlnng nahm dann einen trag Braunschweig an, der verlangt, daß die iäbrlun u Vor

Beschlüssen des LandcsralS jur Deutsch Sudiveßaintn und

Gouvernementsrate der anderen Schutzgebiete vorgeleät iverden.

Nebaktian. Expedition und Dnickevel: Schul« strotze 7. Expedition und Verlag: «S 5L Redaktion: <-MSl1Lrel.-rld^Anze,ger«ikven.

Auch sollen alle Entwürfe der für die Schutzgebiete b.imnmten Gesetze den zuständigen Kolonialverivaltungen zur Begutüu'liiNl' vorgelegt werden. Weiler wird verlangt, das; die Mit.nieder des Landesrats vom Gouverneur zu cm ein Drittel ernannt, zu einem anderen Drittel durch die beriisssiandigen Wahlen und zum letzten Drittel durch die bisher üblidreii Wahlen gewählt werden.

Ein gleichfalls angenommener Antrag Göllingen tritt für eine umfassende und nachd rücktickst Werbetätigkeit unter der studierenden Jugend Deutschlands

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhesien

_____ ______ der Perhaiidluugeii des Tculickstn Kolonial- tages begab sich Herzog Johann Albrecht an btii '.'l r bc i t_o- tisch der Vertreter der Presse und bemerkte: ..Lie haben eine schwere Arbeit hinter sich, meine Herr.ii, eine Arbeit, die manchmal gar nicht so verstanden und gewürdigt wird Ich bitte Sie, vor allem Ihren Redaktionen Dank zu sagen >ür die so sreundlichc und ausführliche Berichterstattung über innere Ver­handlungen. Ich habe mit Genugtuung beobachten können, daß

Damit war die Tagung erledigt und Herzog Johann Albrecht üblichen Tankesworteit. Ter nädmiäbrigc Ko-

59. Deutscher Gastwirtetag.

~ G he m n i h , 6. 3uni.

Am heutigen letzten Verhaudlüngslagc des 38. Dein scheu Gastwirtetages bildete den ersten Gegenstand der Tagesordnung die Kohlensäurefrage.

Hierzit lagen eine ganze Reihe von Anträgen vor, die nach dem Vorschläge dcS Vorsitzenden dem Geschäftsführenden Ausschuß Zur iveiteren Behandlung überwiesen wurden.

Hierauf sprach Stadtverordneter Schulze (Berlin) über die Branntweinsteuer

und deren Wirkung aus die Gastwirte. Die Erledigung dieser Frage int Parlamente sei nicht vom wirtsckroftlickstn, sondern lediglich vom politischen Gesichtspunkte aus erfolgt. Der Leid­tragende werde nur der Staat fein, welcher an Verbrauchssteuern durch den Konsumrückgang so viel verlieren iverde, wie bei der Erhöhung der Vcrbrauähsabgabe im Jahre 1906. Tie Branntwein­steuer habe lediglich den Brennern sinanzieUc Vorteile gebracht aui Kosten eines der notleidensten (bewerbe des Vaterlandes. Tie Versammlung nahm hierzu zwei Entschließungen an, in denen sich der VerbandStag gegen das neue Branntweinsteuergcsetz und dessen Einwirkung aus die Gastwirte verwahrt. Eine weitere Entfchlie- ßung spricht sich gegen die Bestrebungen der N a h r u n g s m i t t e l- ch e m 11 e r aus, die den Zweck verfolgen, ein (öesetz herbeizuführen, welches die M i n d e st - A l k o h o l st ä r k e für Trinkbrauntweln fest setzen soll. Durch solche Bestimmungen würden sämtlickst Mäßig« keilsbestrebungen illusorisch gemacht.

Ein Antrag der Hansestädte auf reichSgesctzliche

Festlegung der dreijährigen Lehrzeit

füriws Ga.stwirtsgewerbe wurde angenommen. Verschiedene andere Anträge wurden dem GeschäftSführcnden Ausschuß überwiesen.

Am Schluß der Tagung begrüßte Kommerzienrat Weißen« A c r bc r (Ehemnitz) die Versammlung im Namen des Hansa« b u n d e S und er Härte, daß der Hansabund gern bereit sei, den Interessen des Gastwirtestandes nach allen Richtungen entgegen-« zukommen.

ZU. shoS,S I -leies m7qoeh.

I

Hauptversammlung der Deutschen ttolonialgesellschaft.

~ Hamburg, 6. Juni.

Tie Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesellschast fübric heute ihre Beratungen zu End. , lieber

d i e Bk i s ch I i n g S s r a g e machte Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg intet essame Ausführungen. Der eine Fall, so sühne der Redner aus, wo eilte weiße Frau so geschmacklos war. sich an einen

;i i" schon, um das An selten der Dcutid n Fran au» d.is gefäbtlid fti zu end Htern S i weis

sich damit aui die Stufe der fdtwarzen Konkubine. Gewiß gebe es intelligente Mischlinge, die auch auf eine gebildete und phrntasie rcid e Frau eine gewisse Anziel ungskrafl ausüben können, aber, wie Lth.'llo zeigt, die Bestie kommt doch einmal zum ^luobrudi xie Vorgänge in Niederländisch Indien, wo die Mischlinge gleiche Weißen haben und die Vorgänge in Portugal

Gleiclberechtigung.n die werft' e Gefahr bildet Es müsse daher im Gesek

tintH r, die in der Kolonie sind, den Eingeborenen gleidi eraditet werden. Vom grünen Tische aus können solckte Gesetze nickst geniacht werden, («küi Mischer Beifall

Vlurfi Cbcrbiirgenneifter Dr Külz ^Bückeburg' betonte, bau j -löst werden mufft Qk cadt Südwestairika habe feinen Platz für die Misckstingsbevölkerung. Dagegen meint Provinzialvater Acker <Knechtssted<-n>, daß man burd) das Verbot der Miscktche leicht einen ehrlichen Mann dazu verleite, ein ungesetzmäßiges Verhältnis mit einer Sckiwarzen cinzugehen. .

Der Kolonialtag nahm schließlich eine Entschließung an, die an der Ausreckterhaltung der gegen die Eden zwischen Weißen und Farbigen erlassenen Verordnungen festhält.

Sodann besckiästigte sich der Kolonialtag mit der geologischen Erforschung der deutschen Schuh­geb i e t c ,

die iit beschleunigterem Tempo durchgeführt werden soll. Ein Antrag des Ausschusses verlangt, daß bei der in Angriff ge­nommenen Strafrechtsreform die kolonialen Kreise recht­zeitig gehört werden.

Professor Dr. P a s s a r g e fHamburg) begrünbete sodann einen Antrag der Abteilung Hamburg über

Erschließung von Neukamerun.

Es wird darin gesorderl, daß diese neue Kolonie möglichst rasch dem deiusckstn Handel zugängig gemacht wird und daß die Rechte-', und Pflichten der KonzeisionsgeseUschaften geregelt werden. Ins­besondere wird die iSnid tung von Verkehrswegen von der Kameruner Küste in das Hockstand gefordert und u. a. die Er­bauung einer B a h n v o n K u l n r i ü b e r G a u a u n d B a n j o nachIaunde und einer solchen nachDamane und E a r n o t an ben Ouwajue sowie eine A u t v m o b i l l i n i e von Kriwi nach Lome verlangt.

In der Aussprache wies Dr. Arning lHaniwver) auf die Verlwndlungen mit England hin und meinte, daß Deutschland sich I fiten solle, für die Erwerbturg von Portugiesisch Westasrika ein?,mieten. Dr. Waltz (Hamburg» bedauert, daß die franzö­sischen (vescllschaften in dem neuen Gebiet Raubbau getrieben haben. Landrat a. T. Schmöle «Antwerpen) warnt davor, die Aus­dehnung des deursckten Kolonialgebietes am Kongo in öffentlichen Versammlungen zu propagieren imb tritt für eine Verständigung mit Belgien in der Kongosache ein. Belgien komme Deutschland in der letzten Zeit sehr entgegen: dos beweise die neueste Ver­gebung von Konzessionen im Kongostaat, an die Dresdner Bank, an die Diskoittogesellsckiaft und an Die Deutsche Bank. Der Redner dankt schließlich dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wäckster dafür, das; er ausorücklich ausgesprochen habe, daß Deutschland nicht daran denke, bei de.i bevorstehenden Verhandlungen Belgien irgendwie etwas zu Leide zu tun.

Es wird schließlich ein Antrag Hamburg angenommen, wo­nach der Ausschuß die Sache in dem Sinne beraten soll, die Reicksregierung zu ersuchen, sich mit den sranzösischen Konzes- sionSgesellschasten unter Anerkennung der bestehenden Rechte zu verständigen.

Sodann wurde ein Antrag angenommen, der den Bau einer Sübba hn in Kamerun

das Gesühl, schon auf festem historisck)em Boden zu stehen, und wenn wir erst in ber Bibliothek Georgs III. >king's Librarh, eine Bibel aus dem Jahre 1455 betrachten, die erste, die aus Gutenbergs eigener Druckerei in Mainz hervorgegangen ist, bann alauben wir, der (Hegenwart schon ganz nahe zu sein. Tic Handschr istcnsammlung des Britisckicn NiuseumS umfaßt eine Menge denkwürdiger Briefe aus der Geschichte Englands. Auch Nelsons eigenhändig geschriebenen Plan zur Schlacht von Traialgar können wir hier nackstescn.

Tie Bibliothek des Britischen Museums enthält zweiuildcme- halbc Million Bände, die auf ein Regal nebencinandergcstellt eine vutic von siebzig Kilometer Länge bilden würben. Und wenn nnr fdxon staunend stehen vor sold, einer ungeheuren Büchermenge, wieviel wunderbarer smicht aus jenen Denkmälern längst ent­flohener Jahrtausende der Scharfsinn unserer Forscher, die ,m- stande waren, gleichsam Meilensteine längs der endlosen Wege zu seven, die die großen Völker des Altertums durchwandern mußten, ehe sie ihr Ende erreichte, die Vernichtung.

Nicht weniger ehrwürdig aber als dieses Arsenal biitorijcber Erinnerungen war gerade mir der lebendige Zeuge einer schon langst zurückliegenden Vergangenheit, der bis zu seinem inzwilchen erfolgten Tode aui einem Gute außerhalb der Stadt London wohnte und den id) einmal mit Cbcrft PoungHusband, der vor mehreren Jahren die englisch-indische Expedition nach Lhasa in Tibet befehligte, besuchte. Als wir an der Tür klingelten, endnen ber bodxjcwadhcnc Greis selbst, um uns zu empfangen. Er war damals süniuiidncunzig Jahre alt und hieß Sir Joseph Hooker. Ehemals Direktor des großartigen Londoner Botanischen Gartens, saß er noch im späten Winter seines Alters über das Mikroskop gebeugt und schrieb gelehrte Abhandlungen über das Leben der Pflanzen! Schon zwanzig Jahre vor meiner Geburt war er bis an die Grenze Tibets vorgedrunqen, und auch von feiner Reise nach dem Südrolarmcer erzählte er mir mit größter Lebendigkeit! Er war Scknffsarzt in der Südpolexpedition von James Roß im Jahre 1839. Zweinnbsiebzig Jahre waren seitdem verfloifcn, eine Zeit, die längst der Geschichte angehörte und von der man sich kaum Dorftcllcn konnte, daß noch persönliche Erinnerung an ihr haftete. _ ,

.Lst es möglich, daß Sie sich denen noch entimnen, was suh auf der Fahrt zutrug?" fragte ich.

Ja", antwortete Hooker,ich erinnere mich jener Fahrt beper als Der Ereignisse bes vorigen Jahres."

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Sonntag. 9. Onni ;

Ausflug : ach Bubeur»t fa6rt nadiSicbtr lll I nadunittaiif.

Nachzügler 3* Ubr. g Ter Poritti!

Entdeckung einer attg«rmanischen Ansieb- lung in der Mark. Aus dem Rittergut Paulinenaue im Kreise Wefchovclland an der Berlin Hamburger Bahn hat jetzt Dr. Albert K,ekebufch vom Märkischen Museum eine inter­essante germanische Ansiedlung aus der späteren römischen Änifer- zeit aufgedeckt. Tie Anlage hat besondere Bedeutung wegen der Beziehungen, die von hier aus zu dem Bautypus des sogenannten Mcgaron der Griechen, der Keimzelle des griechischen Tempels, führen. Tenn nachdem man zuerst auf eine Herdstelle aus vor­geschichtlicher Zett gestoßen war, ließ sich her Grundriß eines .Hauses scststcllen. Er gleicht, wie Tr Kfekcbusch in derPrä­historischen Zeitschrift" ausführt, in jeder Beziehung dem vor einiger Zett gefundenen Haustypus von Buch bei Berlin: vier­eckig, aber nickst rechtnnnklig, mir Vorhalle Am Herde, der in der einen Hausecke lag, fand sich ein Gefäß spätrömischer Form, das eben das Hans als jener Zeit entstammend charakterisiert. Man stieß auch auf das Skelett eines Hundes: er scheint aber nicht gegessen, sondern geopfert worben zu sein Tas Haus be­weist nun, daß die Germanen noch während der spätrömischen Kaiserzcit den Pfostenbau übten. Cb sie das Damals noch aus- fchließlich taten ober ob sic auch schon den Schwellenbau ver- ipenDercn, ist eine andere Frage Ucbcr die Bauweise der Wände wird vielleicht die.Fortsetzung der Ausgrabung Klarheit bringen. Ter Typus, Hauptraum unZ> Vorraum, ist derselbe wie bei Dem srühmcirdischen Hause m Hasenselde. Aber znnschen der Ent­stehung der beiden Hauser liegt der sür die Geschichte der Mark und ganz Ostdeutschland so bedeutungsvolle Völkcrwechsel, die Einwanderung der Slawen. Ter Typus ist derselbe wie noch heute m Norwegen und derselbe wie vor beinahe 4000 Jahren im altgriechischen Mcgaron, wie er in Trojas zweiter Schicht zuerst vorkommt. Tas läßt auf eine gemeinschaftliche Wurzel schließen. Aber wahrend man in Troja und in Mykcnä schon den rechten Winkel kannte, ist das im Norden nichts der Fall. Dieses Dem ursprünglichen Typus nähere schiefwinklige Hans findet sich nun auch in Thessalien, in der Burg von Dünim und Lrcho- menos. Jetzt hat man in den bronzezcittichcn Häusern von

Zamsiag' & ds- . fciBLSSEf seSiiSvi

Erbauer mehrerer hetrlidicr Pyramidengraber bc, im Ninivcsaai stehen wir staunend vor allen Ur- Briefen, die in Keilschrift aus Tontaicln eingc-

1 i vorüberziehen läßt, führt er uns durch Europa. durch Ei.g ,d. Frankreich und Italien nach Asrika, um bur^glcicbidlU an der mb der Enldeckungsgeschickste Land »nd Latte, Fauna und Flora s schwarzen Erdteils ui ihren charakteristischen Typen zu schildern, ii geben einen Abschnitt daiauS ttneber.

Am Biitifchcn Museum, wohl bet n^ölsten r^jnntiung bei tli? kann man zwei Tage zubtingen, ohne sich ai'ch nui,tüchtig ' er feinen unermeßlichen Reichtum ortentteren -u /onnen - Unter » chnnxefi und Gianitstatuen, Die 6000 Jahre alt >"'d, valiert in sich in das graueste Altertum hinein. Hiet Itibt em ^arg, j Den man vor 5500 Jahren einen ägyptischen bettete.

pdbeeren

iglich ftifd) cinncifenl empfiehlt biQtgft W. Hankel

. 612 Neuen-BlM'

1 Aus Sanhcribs unb Sardanapals Tagen, 700 und 600 Jahre I 6-ir. öfburi. summt öic babmm.ifdhafignl^ teWbluM »on btt toofung unb ber Sintflut, tue dtt aus i« B-bct bttonntm to Lnlidt ist 2ie Götter, so berichtet n«, »°s«°ss»n. dtk «rde m t ort giut ftcinr.uiutben. in der alles otrnnfin ollten »winiin, der babylonische ^^h, wur^ ausges , n k:.i,f ,u bauen, dos .Um, ferner"6 Kutin »a^t.cren

:: rettenden Freistatt dienen lolltc. N^un wg bl(

.'eite die ganze Erde, unb als da«. s<b « . .flnD(ltt 10Ut ^Üfec wieder verlausen (rotten, auf i>cm ,, ö all'giü5C kn am siebenten Tag eine Taube, eine ^dbc unb gesandt, um Nachrickit zu holen. ®IC!® -ardanapal er L alicfert burch die Bibliotlst'f zu Nrnwe, die ^ardanapat

, .... Schauer von Ehrfurcht erfüllt uns,^ wenn roxrnor

bt: Statue Ramses des Zwesten Mem C röinifdxn

)i: Die Kinder Israels mechtete ^enn iuu v bähen wir i fiG betreten uch) unser Blick aus Eaiars Büste sallt, Dabut wir

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Rindsmühlk ^LchoiveliE iit Familie. WM ;patet ge cll- -in am der n oabh-eidjc W»

Vereine