Ausgabe 
7.6.1912 Erstes Blatt
 
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Sandalen

tragen. Unser Lager an Sandalen ist unübertroffen.

müssen die Füsse der Kinder mehr Bewegungsfreiheit haben, da dies zur richtigen Entwick­lung des ganzen Körpers bei­trägt. Lassen Sie Ihre Kinder

Marktstr. 9 Wettergasse

täglich von 10

vormittags an geöffnet

| Täglich aus verkauft! ZIRKUS MAY Giessen, Oswaldsgarten

Der auhergewöbnlicheu Erfolge halber bat sich die Geschäftöleituna cntfdiloffcn, das Gast spiel in Gießen bis einschließlich Sonntag zu ver­längern, um sowohl den Bewohner» der Stadt und weitester Umgebung Gelegenheit zu geben, die Wunder der Manege und die Reichhaltigkeit der Tierschau anzustaunen. 4017

Heute Freitag, den 7. Juni, abends 8'/« Ubr:

High-life-evening

Samstag, den M. und Sonntag, den f>. Juni, nachmittags 4 und abends 8'. Ubr:

2 Gala-Vorstellungen

In allen Vontellnncen: Herr Direktor Man 1 mit seinen Freiheusdresiuren. Margot v. Stutter | heim, hohe Schule. Ameo Ben Mohama, arabischer Bambusakt. Pallenberg mit seinem Zweirad fahrenden Bär. (Sonic SeranoS Vöwengruppc.

^Johanna", das Llsicnntädchcn usw. usw.

V* Preise der Plätze wie bekannt. Vorverkauf: iigarrenbaus Sonntag, Sonnen stratze und Zirkuskassen.

W* Nachmittags zahlen ttinder halbe Preise. Zoologische Tier-Schau

bL-bcr als unbändiger Sturzbach schäunnnd dadtn gcfüinnt r.xir.

Hauptarbeit nur die

haltbar errichtet hat.

Ansmerk-

r enc eigen

Entstehen ist. ullige lirfoia ob die m unlt

Amtlicher Wetterbericht.

^esfentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 8. Juni 1912' Zieinlich heiter, trocken, warm, Gewitterneigung.

lichen Rande de> mächtigen Sees, der Bon diesem Teil der Arbeit imrh auch hei des Unternehmens ablxingen: es wird sich i

von Panama >mrd nach der be- Werkes das charoltertsnsche Merk- Bon dem Einschnitt bn Eutebra Teil der Arbeiten am Manol nicht

bäte mit den übrig« Bewohnern Berichs nach Ren-Bench über.

Fr a nkfurt a. M., 6. Juni Tie Dressur vor» führu«gen der Schimpansin Bassö tm Zoologi'chen ©orten finden bis aus weiteres bei gümn.,er Witterung aut dem Rasenplatz vor dem Tickt äuterhau» täghd) drennal statt

aus Grabungen und Ausbaggentngen.

in einen friedlichen Bach, der gemächlich in einen großen Sec fließt Und dieser neue See

Gatun Tic Bauleiter haben daher auch ihre größt ... ______

samkeit aus diese mächtigen Tämme konzentriert, und man wird

anncbntcit dürfen, dost diese Riesenbauten so lange bestehe» werden, wie die hinter ihnen liegenden Hügel, denen sie so ähnlich sehen. Tic Besucher freilich, die nach Verlaus eines Jahres vielleicht nach Panama kommen, um den .Eanal zu besichtigen, werden nicht wenig erstaunt fein, wenn sie statt eines Stancil* von Ozean zu Ozean nur ein kurres Stück Shmai scheu In der Tat münden beide kurzci, Kanäle in den neuen riesigen Ser, ui dem die Schisse durch mächtige Sckleusenanlagcn .Zugani finden. Ter See wird aber nach seiner Bollendung den Eindruck imulum, als habe er seit jeher bestanden und zerstreute Spaziergänger werden dann vielleicht enttäuscht fragen:Und mrhr ist von dem Kanal nicht zu sehen?"

der Ingenieure diese Tämme genügend ____________________

Insofern liegt die gefährliche Ist rite des Hanoi* eigentlich bei

Erbauung her künstlichen Küsten an dem nördlichen und dem süd-

vie Prüder (Zbcnöer verhaftet.

Ö Darmstadt, 6. Juni Tic beiden Zigeuner Brüder Ebender, die den Förster Romann- bei Fulda ermordeten und seit längerer Zeit gesucht wurden, sind gestern abend bei Bischofsheim verhaftet und heute früh in das Gerichtsgefängnis nach GkofXWerxui über- geführt worden. Bei ihrer Vernehmung beitritten beide, die Gesuchten zu sein und gaben an, Winter zu heißen. Wie es heißt, sotten sie morgen nach Mainz gebracht wer­den, wo das Verhör fortgesetzt werden sott.

Die Verhaftung hat ein Bauunternehmer von Bischofs heim vorgenommen, dessen frurtb sie im Walde stellte Tie Ebender waren, wie wir gestern meldeten, vor Bischofs­heim aus einem nach Mainz fahrenden Zug gesprungen, da sie sich erkannt glaubten M

vorstehenden Bollcnbung dcs mal dieses Jnselkanals sein, abgcsebcn, bestand der größte

* Unter Freundinnen.Tein Bräutigam ist ein sehr netter Mensch: er bat so ein gewisses Etwas!"Lieber wäre es mir, er Hütte etwas Gewisses!"

Kleine Eagerchronik.

Aus fr alle a d. S. wird gemcidel: Tic Stadt bat mit dem preußifckrcn Fiskus einen Ben rag abgeschlossen, nach dem die in dem Tal der Saale gelegenen Klausbergc, Zigclwiesc und Tafel» Werder für etwa 700 000 Mk. an die Stadt übergehen sollen. Ein großer Teil des erworbenen Geländes soll VerschönerungS- und Erholungszwecken Vorbehalten werden.

Aus Naumburg wird gemeldet: Zwei Meter tief in der Lehmcrde mürben zwei gut erhaltene M a m in u t h z ä h n c gefunden, die nach der Schätzung von Sachverständigen mehr als eine halbe Million Jahre in der Erde gelegen haben.

Aus Antlitz wird gemeldet: Tas Rittergut Silmcrs- dorf wurde durch Feuer l>eimgciücht, wodurch die großen massiven V i e h st ü l l e und zwei Scheunen vernichtet wurden. Heber 1 00 Rinder und 550 Schaf e sind u m g c ko m in c n.

tritt zweitägiger Schnecsturm in Z e n s c n - E l> a n a bei den Aimak ücmiditctc massemvcise Bich nnd Pferdeherden Die Mongolen schätzen den Verlust an Pferden über 20 000.

Nach einer Meldung ans Montreal ist int (nrilcfxn Theater in Cobalt ein Brand ausgchrochen, der die Stadt säst gänzlich zerstörte.

Aus Sundvall wird gemeldet: Donnerstag früh 6 Uht kollidierte der DampferJngermaitland" mit dem Bugsierdamvin Sthrbjecrn", der a u g e n b l i ck l i ch s a n f. Bon ben elf Mann der Besatzung desStnrbjeern" wurden der Kapitän und zwei Mann gerettet.

Vermischte».

/ Verband Deutscher Elektrotechniker. In Leipzig wurde am Donnerstag im städtischen Kauf­hause die 20. Jahresversammlung des Verbandes deutscher Elektrotechniker eröffnet. An den früheren Vorsitzenden des Verbandes Geheimrat Slabv-Berlin wurde ein Begrüßungstelegramm abaesandt. Professor Dr. ing. .trapp von der Universität Birmingham überreichte dem Vorsitzenden ein Geschenk der englischen Kommission und der internationalen elektro technischen Kommission ein Bild des großen Physikers Mickrale Farradao. Nachmittags 1 Uhr wurde in Gegenwart der Teil nehmet der Tagung die elektrotechnische Ausstellung Leipzig 1912 für frauä, Gewerbe und Landwirtschaft eröffnet.

Ein Mittel gegen die Berg-Krankheit. In der französischen Akademie der Wissenschaften erstattete Dr. Roux Bericht übet ein neues Mattel gegen die Bergkrankheit, mit dem Bayeux in letzter Zeit Versuche unternommen hat, die in den meisten FLNen überrascktenb günstige Erfolge gezeitigt haben. Man weiß, daß bei der Ersteigung großer frohen durch den Mangel End durch die Entziehung von Sauerstoff das Blut, die front hülle und insbesondere die Schleimhäute einen blausüchtigen Teint annehmen. Frühere Versuche haben auch gezeigt, daß diese Mau- sucht durch die sofortige Zuführung und Einatmung von Sauer- stoft 'beseitigt werden kann. Aber die dazu benötigten Sauerstoff- massen sind sehr groß und habet ist die Wirkung nur vorübergehend. Die Schnelligkeit der Einatmung kann 200, ja sogar 300 Liter Sauerstoff in der Stunde erreichen und man muß dieses Ber­ühren oft sehr lange fortsetzen, um die eingetretcnc Verwand­lung des Mutes wieder zu beseitigen. Tas Verfahren, das nun Bayeux angewandt hat, ist vorbeugender Natur und hat in allen Fällen den Ausbruch der Bergkrankheit verhindert. Die Behand- lung besteht in der Injizierung von Sauerstoff unter die fr aut. Eine Reihe mikroskopischer Photographien der Blutkorper und der Blutfarbe beweist, wie diese künstliche Zuführung von Sauer- toff die Blutveränderttngen, die das Wesen der Bergkrankheit ausmachen, verändern kamt.

Ter See von Panama. Der Bau des Panama- kanals ist nun in seine letzte entscheidende Phase getreten: mit her Schließung der großen Pforten des Dammes von Gattin beginnen die Arbeiten her letzten Strecke. Als die Schleusen geschlossen wurden verwandelte sich der kleine Ehagrcs-Fluß, ber I

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Darmstadt, 6. Juni. Das Großh. Hof- la ger wurde gestern^nach Jagdschloß WolfSgarten verlegt.

fest. Bocmttta^ fand feHerttches frochtwtt statt, dem sich eine Prozef, tv n um oce Kirche und Gatten anschkoß An medrerem Altären wurden Andachten abgchalteii.

H- Friedberg 5. Juni Der Oberhessische bstbauverern hält seine Hauptverfainrnlunq am Sonntag, den 16. Juni, in Bad-Nau heim ab. Tic .?auptversammlnng findet vormittags mit einer iedcs Mn fitcb interessierenden Tagesordnung statt Neben den üb llcben PunktenRechnungsablage ufro." steht ein Vortrag Welche siele utü> mit toeldjcu Mitteln hat ein moderner Lbst- und Gartenbauverein diese Au erretckten-" Dann liegt ein Antrag des Ausschusses auf innere Lrgamscttion bes überhessischcn Lbstdauvereins vor. Nachmittags wer­den unter fachkundiger Führung die Badeetnrichtungen, ^-prudeltannner, Part- und Gartenanlagen besichtigt Den Abschluß bildet ein Zusammensein auf dem Jol)annisberg. Alle Mitglieder, wie aber auch jeder Obst- und Garten­baufreund ist eüiflrfabcn.

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^Marburg, 5. Juni. Die vom landw. Krersverein Marbura ins Lebeir gerufene Bewegun g zugunsten des alten kurhessischen Rassepferdes, das früher ber kurhessischen Eavalierte so prächtiges Material lieferte, zieht immer weitere Steife. Nachdem die letzte Sitzung der Landwirtschaftskammer zu Kassel einen Antrag des hiesigen Tanbto. Vereins, beim Dillenburger Landgestüt einige gute War mb lut Hengste zu belassen, ablehnte, ist diese Forderung in der letzten Sitzung des genannten Verems erneut gestellt worden und am Sonntag beschäftigte sich in itzuntershausen eine zahlreich besuchte Versammlung hessr scher und wäldeckscher Pferdezüchter mit dieser Frage. Es wurde beschlossen, eine Bereinigung von Pferdezüchtern sämtlicher Kreise Äurhessens und des Fürstentums Waldeck zu gründen, die neben ben Kaltblütern auch das hessische Warmblutpferd weiter züchten will. Gegen den ermähnten Kammerbeschluß soll Front gemacht und die Angelegenheit I dem Minister für Landwirtschaft unterbreitet werden.

1 ** Bon der Edertalsperre, 6. Juni. In Neu-

| Berich fand das erste Leichenbegängnis statt | Der erste Tote war der wohl allen Talsperrenbesuchem bekannte langjährige frühere Bewohner der Bericher $>üttc I nn ber Mündung bes Werbeflüßchens in die Eder, der I Gasttvirt und Dtüller Löse kam. Er übertrug kürzlich I sein Besitztum, über das später die Wasser des Edersees r noch haushoch dahinrausck^ett, einem Kantinenwirt und sie-

h- d i lbel, 7. Juni In ben Obstvlantagen ber füb- 11chen Wct t cra u macht sich angendltckltch die Blutlaus tn gcfadr.icher Dciie bemerkbar. Aast an jedem Stamme, namentlich an den Hingen Bäumen und denen mittleren Alter- erblickt man btc schmutzig weiße Flaummasfe, unter her sich das Insekt verborgen hält. Die Bürgermeistereien forbern deshalb »uni Vorgehen gegen die gefährlichen Schadlütgc auf. Mit aud- aezeichnetem Erfolge haben daber verschiedene Baumbesitzer ein bisher roenig bekanntes, aber geradezu glanzend wirkendes Mittel ervrcwt. Ste durchtränken nämlich die befallenen Stellen mit n-wöhnlichem brauten Oel. Die Blutläufe werden in ber zähen Hdtngen Oelflüsfcgkett an ber Savcgung gehindert und müssen erfttcken. Das neuartige Mittel hot dabei den Vorrim omfan-

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