Gießener Wünsche berücksichtigenden Einigung über das Ischäfngt.
Bahnprojekt geführt haben soll. ! Festplatz
Kreis Friedberg.
Mtlkt. । Ntrta ein Iji
PIvMohe 12.
Nur
tränkt. Die Lebensmüde legte sich in das Wasser, daS kauin über sie hinweg ging.
♦* Wegen der H in terlandb ahn fand gestern hier im Hotel Viktoria eine Besprechung der Wetzlarer und Biebertäler Interessenten statt, die zu einer auch bie
W Hr0-----..... u—V- - ,- . r ' . . . 2. Friedberg, 6. 3uiu. Leute feierte
teöctflte Sängerin bereich fett längerer Zeit euim guten«Gemeinde umer grotzer Betelliggnü das LkS
Deutsche Kolonien.
Die Reisen des Staatssekretärs Tr. Solf.
Berlin, 7. Juni. Es ist jetzt entschieden, daß Staatssekretär Dr. Solf auch die Kolonie Ostafrika besucht. Er wird sich Mitte Juli von Südweftafrika über Kapstadt nach der Delagoabai beAeben und von dort die Reise nach Dar^s-Salam antreten.
Rur erworben, ebenso kann sie als Lehrerin schöne Erfolge aufwelsen Auch diesmal überrasckte die geschmackvolle Sä- ammenstellung deS Programms, es befanden sich da neben modernen Liedern eine schöne Auswahl älterer, prnd-tiqcr Liederperlen, denen man fetzt leider so selten im Konzert- saal begegnet. Bei den Schülerinnen ist tn erster Linie lobend hervorzubeben die gleichmäßige und schulgcreäne Stimmbildung, die deutliche Tertausspracke und ein geschmackvoller Vortrag. In den Ensemble-Gesängen er- freute besonders die Klangreinheit, so daß der reichlich gespendete Beifall, der auch den Partnerinnen am Klavier galt, als durchaus wohlverdient zu bezeichnen ist.
*♦ Vom Zirkus Map wird uns geschrieben: Vielfachen Wünschen entsprechend bat die Geschäflsteitung dieser, mit ungewöhnlichem Erfolg zurzeit in Gießen gastierenden Wanderschau sich entschlossen, den Zyklus der Bor- stcllungen bis einschließlich Sonntag, 9. Juni, zu
- National-Flugspende. Bei unserer Geschäfts- stelle gingen ferner ein: Gießener Klinikerschaft Mk. 61, Prof. H. 5, Heyligenstaedt & Co. 50, Fabrikdirektor May, Gießen, 20. Zusammen Mk. 136. Bereits quittiert Mk. 1014.70. Insgesamt gingen ein Mk. 1150.70. — Wir schließen hier- mit die Sammlung unter Ausdruck des verbindltchsten Tankes an die Spender. Der Ertrag der Sammlung wurde an die ReichSbank-Nebenstelle zu Gießen abgeliefert.
Geschäftsstelle des Gieß. Anz. *
- Unsere LandeSuniversität hat im laufenden Sommersemester eine Frequenz von 1350 Studierenden gegen 1278 im Wintersemester 1911/12 und 1328 im Sommer» semester 1911.
Die russische Reichsduma nähm den Gesetzentwurf über die Zulassung der Frauen zur Rechtsanwaltschaft an.
Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Peters-^ bürg: In der Nacht zum Donnerstag wurden der Sekretär des Friedensrichterkollegiums, Massiljew, zwei Studentinnen und fünf Arbeiter wegen Zugehörigkeit zur revolutionären Partei verhaftet.
Nach in Peking eingetroffenen Konsularbevichten nimmt die Opposition in den Provinzen gegen die ausländische Anleihe den Charakter einer fremdenfeindlichen Bewegung an. Bor allem in Szet- schuan werden mystische Reden und Tanze aufgefüyrt, gleich denen, die vor dem Boxeraufstande im Jahre 1900 beobachtet wurden. Die Regierung erklärt, von den Vorgängen nichts zu wissen.
Au- Stadt und Land.
G »eßen, 7. Juni 1912.
Aus der Sitzung der Stadtverordneten.
Heer und Flotte.
Wilhelmshaven, 7. Juni. Im Herbst werden außer den großen Kreuzern „Moltke", „Gäben" und „Von der Tann" auch die Linienschiffe „Kaiser" und „Friedrich der Große" nach Wilhelmshaven verlegt.
Kreis Schotten. . M
ft. Schotten, 6. Juni 'Nach einem Bcschmtz ota Stadtvorstandes soll, bevor die Erbauung eines Finanz amts-Neubaues endgültig genehmigt ivirb, das iei herigeFinanzamtsgcväudezu m L e rkaus ou geboten werden. Tie öffentliche Versteigerung n Montag, 10. d M., auf dem Rarhaufe statt. la* mit Scheuer, Stall und großem Garten ,önw**
für einen Landwirt als auch für Geschäftszwecke.
Marburg Carrara ius Lebe pes alten kur •nifrr der kurhesst lieferte, zieht imm Spung der Landwi des hiesigen lcmdw. einige gute Warmb Forderung in der erneut gestellt worl ^untershimsen ein« scher und maldecksci ivnrbe beschlossen, sämtlicher Kreise K iu gründen, die n Larmblutpserd we -amnierbeschluß so Dem Minister für
* Bon der öerich sand dc Ter erste Tote to bekannte langjähri an der Mündung Mtroirt und M 'ein Besitztum, üb noch haushoch dah
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mehr als die Hälfte der anwesenden Stadtverordneten das Wort. Man einigte sich schließlich auf 10 Pfg. Tur eine und 20 Pfg. für mehrere Personen. Ucfrngen* war es in den weitesten Kreisen der Bevölkerung Gießens bisher nicht bekannt, daß der Turm allgemein zugänglich ist und die lebhafte Aussprache hierüber wird wohl zu recht fleißigem Besuche des hervorragenden Aussichtspunktes anregen. Day auch die Stadtverordnetenversammlung die Notwendigkeit betonte, das Landwirtschaftliche Institut unserer Landes- Universität auszubauen, wird hoffentlich dazu beitragen, daß die angesichts der unserer Universität drohenden frankfurter Konkurrenz um so mehr nötige Erweiterung des segensreich wirkenden Instituts nicht mehr allzulange auf | sich warten läßt. Bei der Vorlage über den werteren Ausbau der Lonystraße wurde von verschiedenen Selten warm für die möglichste Erhaltung des dort vorhandenen hübschen Bestandes an alten Bäumen einactreten. Die Beantwortung der Frage, ob nicht im mittleren Teil der Lonystraße Vorgärten anzulegen sind, wird hauptsächlich davon abhängen, ob es der Handelskammer möglich sein wird, bei ihrem Neubau diesem Wunsche Rechnung zu tragen. ’
Die Einführung der neuen Städteordnung machte fidf in der gestrigen Sitzung der Stadwerordnetenversammlung dadurch bemerkbar, daß zum ersten Male auch die unbesoldeten Beigeordneten als Berichterstatter tätig waren. Den Vorsitz führte, da Oberbürgermeister Mecum in Urlaub ist, Beigeordneter Keller. Die umfangreiche Tagesordnung wurde rasch erledigt, trotzdem bei einigen Punkten die Redelust außerordcnttich groß war. So ergriffen bei dem wichtigen Punkte, ob und welä-es Eintrittsgeld bei dem Bismarck türm auf der Hardt erhoben u^rden joll.
verlängern. . __
** Jubiläumsfeier der 13er Husaren. Kürzlich hielten die ehem. 13er Husaren, Ortsgruppe Güßen, eine Versammlung ab, die auch von Vertretern der ^:abte Frankfurt a. M., Mainz, Friedberg und Marburg besucht war. Stadtsekretär Ettling, 1. Vorsitzender des Vereins ehem. 13er Husaren Frankfurt a. M., teilte u a. mir, daß das Regiment für Bewirtung und Unterkunft der Feftteilnehmer Sorge trage. Der Verein habe bei dem Eisenbahn-Minister den Antrag auf Bereitstellung eines Sonderzuges bezw. auf Bewilligung der Militarfahrtaxe gestellt. Dem Antrag sei die Bitte um Rückfahrt nach Belieben innerhalb der nächsten acht Tage angeschlossen worden. Nach den Ausführungen des Redners werden die Ausgaben der Festteilnehmer auf das möglichst geringste Maß beschränkt. Nachdem der Vorsitzende für den interessanten Vortrag dankte, wurde Stadtsekretär Ettling zum Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Gießen ernannt Die Teilnehmer verbrachten noch einige gemütliche <snin- den zusammen, wobei manche schöne Erinnerung aus dem Husarenleben wachgerufen wurde.
3 ♦* Das 30. Mittelrheinische Kreisturn- est findet vom 3. bis 7. August in Aschaffenburg :att. Wie uns von dort geschrieben wird, ist die Burger- chaft bereits eifrig mit den Vorbereitungsarbeiteu be- ' . Ein herrlich am Ufer des Maines gelegener
Festplatz wird die Gebäulichkeiten für das Fest ausnehmen.
'' Ordern so er lcihun gen. Der Großherzog hat umfangreiche Turn- und Spielplätze werden genügende Ge. das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .güt 23er J (egenf)^.bieten, ju jeigeii, roa3 in unterem bienfte' bem Feldwebel a. D. Wölfel unb bem Vize- kreise geleistet ward und aus der Buhne der Festhalle imr- fLb°l a"VStoffel, beide stither im Jnf°nt--i°.R-gi. d«. .unmn.che
ment Kaiser Wilhelm (2. Heff.) Nr. 116, verliehen. p . Ltfer Innungen und Vereine in bunter Abwechslung Grup.
" Lehrerper, onalien Entl assen wurde der Lehrer Wagen aufweisen.
an der Gemeinbeschule zu Walldorf, Phil. Becker, auf fein l ## x x ^hr s wes en. Die H au p tv e r s a mm- Nachsuchen. . , . t m t lung des Bundes Deutscher Verkehrs-Ver-
"Landes-Hypothekenbank. Durch Entschließung I ^^et vom 12.—16. Juni in Kassel statt 2üt| deS Ministeriums der Finanzen vom 31. Mai b. IS. rourbe bcL. Tagesordnung stehen außer aesä>aftlichcn Fragender Großh. Staatsanwalt Bernhards in Darmstadt für bich Wege und Ziele des Bundes; Berichterstatter Justiz. Dauer deS Urlaubs bes Oberstaatsanwalts v. Hestert zum rat Lebrecht, Leipzig. 2. Fremdenverkehr und Volkswirt £>TCoi6D;t1nbantbb6erteaL^änbeCS'
^p^eUnbant Me t * ,um J-P-E-n «
Generalkonsul für das Deutsche Reich mü bem Amtssitz m . ) Vereinheitlichung der Bundesführer und Lchasfimg vo, I ! Hamburg ernannte Herr Takematsu Okuda, dem oasl^eiseführer- unb Auskunftbibliotheken in den Eisendahm ReichSexequatur erteilt rourbe, ist zur Ausübung konsulari|cher I Anträge des Vereins „Gartenstadt Nieder-Ram^,
Dienstverrichtungen in Hessen zugelasten worben. ! stadt-Traisa". ..
**DieBranntweinbrennereiinHessen 1910/11.1 "'Der Acht Uhr-Ladenschluß ber orifeur» unb (1. Oktober 1910 bis 30. September 1911.) BetriebsiAr I Bartergeschäfte an ben Wochentagen mit Ausnahme des 1910/11 ist die Branntweinerzeugung gegen das Voriahr um 2907 Samstags, der auf vier Wochen zur Probe eingefühtt wurde. M-st KÄmSZWÄt-llB. Li ist lauem» beichten wmd.m Es wurde durch Um.
toffelbrcnnereien ist der Rückgang um 2577 Hektoliter Alkohol frage bei den Mitgliedern bet Friseur- unb Perrückenmachn- neben der Kürzung des Kontingents und des Durchschnittsbrandes Innung festgestellt, daß bie Kundschaft gegen ben frühere, in ber Hauptsache auf den schlechten Ausfall ter wartonaernte I ^gtz^„schluß keine Einwendungen erhoben hat. ÄSeÄS LL'Vurn -L L"Ä! Unfall. E-f.ern nachm.ttag wurd- in d« arbeiten in den Brennereien zurückzuführen. Bei ben Obst- und Straße eine Frau von einem Wagen ber elektrychen Straßen-, diesen gleichgestellten Brennereien stand ter geringe Ertrag bttka^n Boden gestoßen unb eine kurze Strecke ge-, Obst- unb Weinernte 1910 einer Betriebsausbehnung teiwernd .-Hoben. Sie erlitt innere Verletzungen, jebenfallS wurden ihr bÄen Wn Ä «"W Rippen gebrachen und auf Anordnung -ine- hm,u.
zuführen, hie Übrigen, schon früher vorhanden gewesenen Bettiebe gerufenen Arztes durch bie Sanitatskolonne in ihre Wohnung I dieser Art haben infolge des geringen Ergebnisses der Weinernte I gebracht. Die Frau kam vom alten Friedhöfe her, wollte alle einen Betriebsansfall zu Aeinveramfs-1 ^och vor einem nach der Kaserne fahrenden Wagen daS Geleist
M ™ überfchreüen und erhielt-inen S.otz fo dah sie zu gall
geänbert. Die beiten in Verbindung mit Hefegewinnung be- Den Wagenführer soll em Verschulden nicht treffen, er halt, I triebenen gewerblichen Qtetreibebrennereien haben in tem Berichts- Signal gegeben unb fuhr auch gegen ben Berg hinan langsam, jahr mehr Hefe hergestellt als im Voiycchre, die Alkotelerzeugung I Landkreis Gießen.
I blieb dagegen bei dem einen Betrieb hinter teS des Vo^<chrsE I y a-Tetn-£inb e n 6 ’tum Ein Landwitt hatte entstanden, in ihr wurde nur französischer Weüi verarteuet. Land- bendgewicht verkauft unter der Bedingung, daß fik Ke. wirischaflliche Genossenschaftsbrennereien sind im abgdaufejwn Be- Berechnung das Gewicht der Gießener is ch 1 a w t- i triebsjahr weder neu entstantery noch sind bestehende Betriebe Hofs wage maßgebend sein solle. Der Verkäuser tritt I in solche umgewandelt worden. Sieben Brennereim such 1910/11 s^in Tier über die Frankfurter Straße und West-Arllage, I gänzlich abgemelbti worden; hiervon waren sechs schon seit Jatjren an städtischen Wagen vorbei nach dem Schlacht^ außer Betrieb, bie siebente war eine sehr kleine, den Dbltbrennereien , . au- zg^ge, wo man chm einen amtttcheii WiegO^ I aleiebgeftetue„tamm & roirb die schein auäftellte. Nun wollte der Mann fein «mb m»,
\ J ' Hbr abrnb^ant Montan 1209 nicht gehe. Der Mann erklärte, er wisse Nicht, was
16 w’Ä'ÄT* E Anden- «
Löb er in Steins Garten abgehalten wurde, hatte sich eines Linden wurde benachrichtigt, der nun auch das Xi« « außergewöhnlich starken Besuches sowohl auS akademischen als auch Gießen schlachtete. Die entstandenen Kosten, die nicht (p- । ans bürgerlichen Kreisen -u erfreuen, und bot wieder das gewohnte ^ng waren, Hut der Landwirt übernommen. Nach Dä । bunte Bild, in dem die farbigen Stutentenmützen und die beuen I ^närung der Schkachthoss-Direttion ist es ztveiselhaft, o» ; Madchenkleiter vorherrschten. Der gehalwolle Spielplan, der I ^ühe, die auf einem Wagen in den Schiachchof abwechselungsreich und interessant gestattet war, bot unserer Regv- T^n nieder verlassen dürfen. Nach dem Soär 8«»- b-s den 2chl°ch-h°i d-trM.
lieblichen Idyllen -u zeigen. Die schwere Phantasie ai^Wagners geschlachtet werden.
Tannhäuser ober das temperamentvolle Von viel -u Meyerbeers Äreid Lauterbach. .
fast verschollener Oper Der Nordstern wurden ^tenw sicher vor- * Lauterbach, 6. Juni. Die 72jährige Marie CÖ'K ÄS AL-lH°d.°-'ch °°n T.rl°mm-n, janb manjm im Walde. Eine besondere Anziehungskraft Halle das Konzert durch bie Mitwirkung des preußischen Kammervirtuoscn O'ritz Werner aus Wiesbaben erhalten, ber den ihm vorangehenden Rus noch bei weitem übertrat und seine Trompete mit Meister- rt handhabte, oyne sich in übertriebenen Posen zu getanen. Herr gewann mit ferner exakten Technik unbjeiner verblüssenden
I Ausdauer tem JnstHUment bie schwierigsten Tonreihen ab. Jum Schlüsse, als ter Befall immer wieder von neuem ertönte, mutzte ber Künstler noch das pekannie Trompeterlied: „Behüt dich Gott' zugeben, unb auch bie^,Kapelle mußte sich zu mehreren Zugaben entschließen. v ~v ~«r< •
** Ter Bortvags-Abend der Schülerinnen des Fräulein Ida Statztmler, der gestern im Saale der Loge slaltfand, batte ft^ie immer eine zablteiwe Zubörer- Izayl aufzuweisen. Frauietu Stammler yat sich als stimm-
DaS Königspaar von Bulgarien, Kronprin; Boris utw Drmz I Kyrill treffen morgen, begleite ■. * q.. , «« a h p rl
schow in Potsdam ein, um zum ersten Male nach der Errichtung des bulgarischen Königreichs den deutschen Kaiserboi ) u be, uch em In nahezu tum- undzwanzigiähriger Regierung hob unb betestigte der Komg tee Stellung Bulgariens in (iuroba zusehends. Mit «^brmgCTtem Verständnis für bie tüchtigen Eigenschaften d^ bulgartschen V^res legte er ben Grund zu ocr wirtichattlicten Blitte die dE seiner Leitung anvertrauten Lande eine glückliche ^u^nft verspricht^ An den großen Fortschritten Bulgariens auf Dirien ^bitten hat der Monarch einen hervorragenden persönlichen Anteil. Betannt ist sein Interesse an ter für Bulgarien m feiner Bedeutung als Transitland wichtigen Entwicklung des Derkehrswesens, nicht minder ter Förderung von Munit und Wissenschaft, worin, wie die gelehrte Forschung anerf nnt, ter ^konig mit eignen Leistungen auf dem Gebiete ter Tier- und> P r I an zentunbe sich hervorgetan hat. Es ist bas bcionoere Verbrecht tes Königs, daß er große Erfolge für Bulgarien zu erringen verstand, ohne die Sicherheit seines Landes oder ben Frieden 6urot>a§ zu gefährden. Seiner klugen Flihrung, bie auch unter den schwierigsten Verhältnissen nicht versagte, 0erbauit das bulgarische Volk reine ruhige Entwicklung in stetig sorischreitenter, von politischen L^den- schaften ungestörter Arbeit. Aus dem Vertrauen, das ter König in dieser Beziehung genießt, beruhen bie Lyrnoathien, ine er sich in Teutschlanb erwarb, und die Hofsnungen auT fortdauernd freund- schriftliche Beziehungen zwischen Bulgarien und.Deutschland., Lus der Höhe des Lebens stehend, fand der Komg in der Königin eine Gefährtin, die aus ihrer deutschen Heimat em warmes Herz^ für das bulgarische Volk mitgebracht hat, das sie in funorgentern, Wirken in ihrem hohen Beruf betätigte. Sie wurde auch den Söhnen ihres Gemahls, die wir in ihrer hoftnungsvollen Jugend neben ihren Ettern begrüßen, eine zweite Mutter. Wir honen, daß die Gäste des Kaisers durch die hier empfangenen Eindrücke sich von der freundlichen Gesinnung Deutschlands für Bulgarien überzeugen.
Die Unruhen in NlaroNo.
Abreise des Sultans und Reguaults aus Fez.
Paris, 6. Juni. Aus Fez wird vom 5. ds., 8 Uhr abends, gemeldet: General Liautey sagte dem Sultan heute Lebewohl und wünschte ihm glückliche Reise. Der Sultan lud ihn zum Tee. Am nächsten Morgen, einer Depesche von 6 Uhr morgens zufolge, ist der Sultan mit dem Gesandten Regnault abgereist. General Liautey gab ihnen einige Kilometer weit das Geleite.
Vorn rechten Ufer des Sebu werden neue Unruhen gemeldet. Bis jetzt find 785 Askaris wieder cmgeworben; 255 weigerten sich.
Der italienisch-türiische Krieg.
Bomben aus dem Luftschiff.
Benghasi, 6. Juni. (Agenzia Stefani.) Ein lenkbares Luftschiff überflog heute ein feindliches Lager und schleuderte mehrere Bomben hinein, die alle im Lager selbst explodierten.
Ausgewieseoe Italiener.
Konstantinopel, 6. Juni. Gestern abend reisten 700 Italiener mit dem Dampfer „Thases" ab. Morgen geht ein weiterer Dampfer ab. Bis gestern abend wurden 2000 Pässe für 5000 Personen verabfolgt.
Deutsches Reich.
Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg empfing den bayerischen Ministerpräsidenten Frhr. v. Hertling.
Der Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses Dr. Freiherr v. Erffa erlitt am SamStag einen leichten! Schlaganfall. Lebensgefahr besteht nicht. Der Prä-! fibent wirb für ben Sessionsreft burch bie beiden Vize-! Präsidenten vertreten. Sein Befinden ist verhältnismäßig gut.
In der Marineatabemie zu Kiel trat am Donnerstag vormittag bie schisfsbautechnische Gesellschaft zu ihrer biesjährigen Sommervetsammlung zusammen. Nach ben einleitenben Worten von Professor Bus le y sprach Marinebaurat Berling°Kiel über die Entwicklung ber Unterseeboote unb ihrer Hauptmaschinenanlagen. Danach hiell Regierungs- unb Baurat Schultz- Kiel einen Vortrag über ben Kaiser-Wilhelm-Kanal und seine Erweiterung. Prinz Abalbert von Preußen, ber Chef der Marinestation der Ostsee, Körper, und viele andere hohe Narineosfiziere wohnten der Versammlung bei.
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