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schreittmaen, meld*’ eine Verzögerung in der Realisierung der Reformen eärtreBen liehen, machten jedoch den Frieoen immer unsicherer. Die im April abgeschlossene serbisch-bulgarische und griechisch-bulgarische Konvention seien der französischen Regierung für neue Krisen, Gefahren und KonfliktÄnöglichkeiten geeignet erschienen. Im aufrichtigen Geiste des Wohlwollens für die Türkei fuhr Poincare fort, wiesen wir sie mehrfach auf di
**DaszweiteVolks-AbonnemenLskonzert,das die Militärkapelle unter Leitung ihres Obermusikmeisters Löber gcitern abend in Sterns Garten veranstaltete, wurde mit Mryartt Iupiter-Sinfonie verheifvrngsvoll eröffnet. Das sicher geleitete und mit fester Hand zusammcngchaltene Orchester fand sich mit den Schwierigkeiten, die der weitere Abend brachte, sebr gut ab und hatte namentlich mit der hübschen Neuheit Roit und .Hämarik von Chr. Fr. Strobel einen sehr schönen Erfolg. Außer Haydn, der mit seinen Variationen über die russische Nationalhymne^ vertreten war, und dem köstlichen Waldioebm aus Wagners Siegfried, war Rossini mit dem Vorspiel zum Teil und Klughardt mit der Suite Auf der Wanderschaft vertreten.
aller Volksschichten gehoben hätten. Er habe die feste Zuversicht, schloß der König, daß dem Deutschen Reiche unter der Führung^ des Kaisers und unter dem Schutze seiner Land- und Seemacht die Segnungen des Friedens noch lange erhalten bleiben werdeir „Wir alle aber, die wir uns der Vorteile des Friedens erfreuen, wir wollen uns in diesen ernsten Zeiten gesagt sein lassen, daß wir uns das kostbare Gut nur wahren, wenn wir uns fernhalten von aller weichlichen Genußsucht, loerrn mir gewillt sind, nicht nur im gebotenen Augenblick Gut und Blut einzusetzen, sondern unser persönliches Wohl jederzeit dem Dienste des Vaterlandes unterzuordnen. Gern bestätige ich Handel und Industrie meines Landes, daß sie anderen Ständen an Opferwilligkeit nie nachgestanden haben. Mögen sie darum auch ferner blühen und gedeihen zum Wohle des Landes." — Glückwünsche sprachen ferner aus der Vizepräsident der Reichsbank Dr. v. Glasenapp und Reichstagspräsident Dr. Kämpf.
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Ausland.
Das neue belgische Militärgesetz.
Der belgische Kriegsminister unterbreitete am Donnerstag dem belgischen Parlament das neue Militärgesetz. Danach wird das Jahreskontingent auf 23 0000 Mann gebracht, das bedeutet im Prinzip die Einführung der allgemeinen Wehr pflicht. Es wird ferner das Einjährig-Freiwilligen-Jn st itut nach deutschem System eingerichtet und es sollen etwa 2000 Mann jährlich Freiwillige eingestellt werden. Tie Linientruppen werden nach dem neuen Gesetz, das schon im Jahre 1913 in .Kraft treten soll, auf 150 000 Mann gesteigert. Das Kontingent in Kriegsstärke wird 3 3 00 0 0 Mann betragen Die Dienstpflicht soll bis zum 33. Lebensjahre, also 13 Jahre dauern. Die Dienstzeit bleibt nach wie vor 13 Monate. Die Begründung des Gesetzes wird er st später dem Parlament zugehen.
_ Frankreich i n Marokko.
In seinen Darlegungen vor dem Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten hob General Liauteh hervor, daß die Besatzungs trupp en in Marokko sich im ganzen au f 5 7 00 0 M a nn belaufen, von denen 12 000 Mann auf Ostmarokko erd fallen. Was die von ihm als unerläßlich bezeichneten öffentlichen Arbeiten anlange, o sei zu ihrer Ausführung eine Anleihe von 300 Millionen nöti$, für die die allgemeinen Hilfsquellen Marokkos als Bürgschaft dienen tönnten.
,.X 3libb ”n,t* Zwar
vZusttzrat Baist, der erst Ende März des vergangen» Jahres die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft am Lau» gericht Gießen aufgegeben Hal, ist als der sechste Sohn d^ Landrats I. C. Baist in Grünberg geboren worden. NaZ einer in Büdingen verlebten, sehr glücklichen Gymnasialzü und nach einer nicht minder fröhlichen Studentenzeit trr er 1848 in den Justizdienst und ließ sich int Jahre 185- j als Anwalt in Gießen nieder. Er wurde hier zum Juftizrr i und später zum Geheimen Justizrat ernannt und auc durch hohe Orden ausgezeichnet. Im Anfang der sechziger | Jahre spielte Baist eine Rolle im Turnwesen, und 15 Jahr? I lang wirkte er äks Stadtverordneter, ein Amt, das er I wegen schwerer Krankheit niederlegte. Justizrat Baist war i Ehrenmitglied einer Anzahl von Vereinen, darunter des I Oberhessischen Anwaltvereins und des hiesigen Turnverein, an bereit Bestrebungen er bis zuletzt großen Anteil nahm Der Verlebte war bis zu den letzten Tagen außerordentlich rüstig. Seine Charaktereigenschaften werden ihm ein dauerndes Andenken sichern.
** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadl- verordneten wurde den städtischen Beamten eine Teuerungszulage in berfclten Farm bewilligt, wie bat städtischen Beamten. Die Zulage ist prozemual zu dem jeitberigen Einkommen berechnet, doch ist bei den niederen Einkommen bet 4 Prozentsatz der Zulage höher als bei den größeren. — Die bart deutschen Städtetag angestossenen Städte überreichen dem K a ser zu seinem 25jährigen Regierungsjubiläum eines Adresse. Tie Versammlung bewilligt den dafür auf Gießen em fallenden Betrag von rund 80 Mk. i>, Pfg. für jeden Einwohner Außerdem werden von den einzelnen Städten Jubiläumsstistungm j geplant, da aus Wunsch des Kaisers von einer gemeinsamen Str tung abgesehen werden soll, und der Ertrag der Stiftung in bat stiftenden Städten selbst verwendet werden soll.
** Landwirtschaftskammer für Hessen Gestern wurde unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrat? Haas eine Sitzung des Vorstandes der Landwirtschafts. kammer in Darmstadt abgehalten. In der Hauptsache wurden innere Verwaltungsangelegenheiten erledigt. Dir Mitglieder für den Stutenkörausschuß wurden für die nächsten 5 Jahre tteugewählt. Unter den Preisrichtern für die Braugerstenprüfung wurden Ersatzwahlen vorgenom- men. Die Landwirtschaftskammer trat der Gesellschaft deut, scher Pflanzenzüchter als Mitglied bei.
** In Audienz empfangen wurde am Mittwoch vom Großherzog u. a. Oberstlentnant z. D. Schweitzer, Kommandeur des Landwehrbezirks Friedberg, Pfarrer Schorlemmer von Frischborn und Strafanstaltsdirektor Clement von Butzbach.
" Gesellschaftsverein. Es wurden gestern gewählt: Zum ersten Direktor auf 2 Jahre: Kommerzienrat H. Schirmer. Zn Beamten auf 4 Jahre: Kommerzienrat Emmelins, Kommerzienrat Mueller, Kaufmann FreeS, Land- gerichtSrat Prof. Dr. Friedrich, Buchdruckereibcsitzer Kindt, Universitätsprofessor Dr. Koenig, Oberstaatsanwalt Hoffmann.
*' StadttHeater. Nochmals sei auf baS Gastspiel Ernst von PossartS am Montag hingewiefen, 51t dem für die Abonnenten der erste Ermäßigungskupon Giltigkeit hat. Der Rabbi Sichel in .Freund Fritz" gilt als die Glanzrolle deS Gastes, der mit dieser Gastspieltournäe sein öffentliches Anftreten überhaupt abschließt. In größeren Aufgaben unterstützen am Montag den Gast die Damen de Bruyv und Scholz, sowie die Herren Volk, Goll, Groffer und Tworkowski.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 6. Dezember 1912.
Aus der Sitzung der Stadtverordneten.
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gab es sozusagen ein großes Reinemachen. Die aus den beiden letzten Sitzungen noch rückständigen Ver- handlungsgcgenständb gelangten sämtlich zur Erledigung und zwar so rasch, daß die öffentliche Sitzung schon um 6 Uhr geschlossen werden konnte. Erfreulich waren die Mitteilungen, die Oberbürgermeister Mecum über die Entwicklung der Uebcrlandzentrale machen konnte. Danach scheint der finanzielle Erfolg des Unternehmens, das in dieser Richtung einen Sprung ins Dunkle bedeutete, gesichert zu sein. Daß die Verbrauchsabgabe für Wein beibehalten wurde, ist eigentlich selbstverständlich. Das Publikum würde von der Aufhebung doch nichts haben und für die Stadt würde der von den Gastwirten gewünschte Fortfall dieser Abgabe einen empfindlichen Ausfall haben, der noch andere Mindereinnahmen (bei Branntwein und Bier) nach sich ziehen würde. Es verdient bemerkt zu werden, daß die beiden in der Sitzung anwesenden sozialdemokratischen Stadtverordneten aus Zweck- mäßigkeits- und finanziellen Gründen für die Beibehaltung der Weinverbrauchs-Abgabe stimmten. Für die bessere Ausnutzung der in unserem Wasserwerk bei Queckborn ruhenden Wasserschätze, die die Entwicklung der Stadt erforderlich gemacht hat, wurden 330 000 Mk. bewilligt. Es wurde dabei bedauert, daß man für so große Ausgaben keine Reserve besitzt, so daß sie auf Anleihe genommen werden müssen. Der Vorsitzende stellte in Aussicht, daß bei der nächsten Voranschlagsberatung die Angelegenheit erwogen werden soll.
Bom Gießener Wasserwerk.
Ms vor 20 Jahren das Wasserwerk in Queckborn in Betrieb genommen wurde, rechnete man bei der Zubringerleitung, die einen Durchmesser von 275 Millimeter bat, mit einer Tages- Höchstleistung von 3000 Kubikmeter. Diese Wassermenge wurde damals kaum zur Hälfte gebraucht, da ja mich die alte Waffer- versorgung noch reichlich Wasser lieferte. Ms die Kanalisation m Aussicht stand, beschäftigte man sich eingehend mit der Wasterfrage. Der damalige Berater der Stadl, Geh. Dbcrbaitrat Schnnck, erklärte, daß es wohl kaum möglich sei, von Queckborn mit der besehenden Lntung mehr als 4500 Kubikmeter Wasser als Tagesleistung in die Stadt zu bringen. Ein anberer Sachverständiger batte das Quantum auf 3500 .ihibifmeter angegeben. Die Tirektion des Wasserwerks war seither unablässig bemüht durch technische Verbesserungen die Leistungsfähigkeit der Zu- brmgerleitung zu steigern. Die Tagesförderung von 4500 Kubikmeter ist auch längst überholt. Im letzten Sommer ist es an drei -lagen nötig gewesen, über 6000 Kubikmeter Wasser hierher zu bringen. Tie Höchstleistung wurde mit Anspamiung aller verfügbaren Mittel mit 6200 bis 6250 Kubikmeter geleistet Allerdings hat man bei der Wasserversorgung ängstlich' bedacht sein müssen, baß Wasser gespart wurde, wo es nur möglich war. Für bie Straßen- und Anlagensprengung mußten sorgfältige Vorkehrungen getroffen werden, damit für sie zur Zeit 'des stärksten Wasserbedarfs nicht auch noch Wasser entnommen mürbe. Damit Üt also bargetan, daß eine verstärkte Wasserzuführung durchaus notwendig ist. Daher rechtfertigt fick die Bewilligung von 330 000 Mark zur Herstellung einer zweiten Zubringerleitung zwilchen dem Wasferwerk und unserer Stabt. Hierdurch wird da die neue Anlage mit 400 Millimeter Durchmesser gebaut wird die Leistungsfähigkeit des Wasserwerks aut eine Höchstlagesleistung von 18 000 Kubikmeter gebracht, ein Quantum, das für eine Stabt von 75—100 000 Einwohner reicht. An Wasser fehlt es in Queckborn nicht, so daß im Bedarfsfall bie Anlage voll ausgenutzt werden kann. Es läuft nämlich jetzt schon mehr Wager unbenützt ab, als gebraucht wird.
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** Tageska l e n d e r für Freitag, 6. Dezember: Stadt- t Heat er: „Magdalena." Anfang abends 8 Uhr.
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w ."7 Derälteste hessische Jurist, Geh. Justiert Baist r. Der in weitesten Greifen unserer Bevölkerung te- kannte und Mieb-tc Geh. Justizrat Baist ist heute nacht 2 "hr an den Folgen eines am Sonntag nachm. erlittenen Schlaganfalles im Alter hon 86 Jahren gestorben.
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** Mitteldeutscher Arbeitsnachweis-V er banh Der 5. Jahresbericht des Verbandes ist erschienen. Da sehr umfangreiche Bericht gibt ein Bild über die ausgedehnt: Tätigkeit des Verbandes auf allen Gebieten des öffentlichen Ar« beitsnachweises. Die Arbeitsnachweise in den Städten wurde: fast überall organisatorisch weitergebildet und auch auf dem Lank entwickeln sich die von den Kreisen geschaffenen Krcisarteits- nachweise in bester Weise. Der Bericht trägt reiches Matericl zu fincr Reihe von Problemen, mit denen sich der öffentlich Arbeitsnachweis beschäftigt, bei, besonders über die Beziehungen zwischen städtischem und ländlichem Arbeitsmarkt, über die Sensor» schwankungen bei einzelnen Gewerben und über die Lchrsteller» Vermittlung. Bon befonberem Interesse ist auch die Darstettum der Nichtöffentlichen Arbeitsnachweise (Innungen, Ostwerffchaftkr, gemeinnützige Vereine) sowie der Ergebnisse einer Erhebung übck die gewerbsmäßigen Stellenvermittler in Hessen unb Hesser.' Nassau.
** Dienstbotentreue. Wie LandtagSabg. Breidenbach in einer landwirtschaftlichen Versammlung kürzlich mit teilte, gibt eS gegenwärtig in Hessen 1921 Dienstboten, di über 5 Jahre, 969, bie mehr als 10 Jahre, unb 433, di länger als 20 Jahre bei derselben Herrschaft bienen.
** Die Bäckerscklacht am Riegelpfad. Wieder holt hatten sich die beiden Bäckerburschen am Seltersberc getroffen, wenn sie beim Morgengrauen die Wecke au4- trugen. Zuerst maßen sie sich gegenseitig mit Blicken die immer wütender wurden. schließlich blieb es nichi j beim Blickewechseln, sondern man schimpfte sich gegenseitig ] wobei das Wort „Mißgeburt" noch die geringste Bezeich * 111mg war. Bor wenigen Tagen kam es am Treffpunkt de: I Ebelstraße und dos Riegelpfad .zwischen den beiden zu eine: ? tobenden Schlacht. Beide lagen auf der Erde und langer mit einander, ohne daß für den einen oder anderen ein Vorteil zu erzielen toar. Schließlich griffen sie zu der Weckekörven und benuptcn diese als Waffen, wobei bie Wecke nur so in der Lust herumflogcn. Nach dem Schlacht^ gctümratf suchte der Sieger die Wocke für die Kundschaft
GefahrenderLagehin mrd rietenihr,den Frieden s- schlnß mit Italien syu beschleunigen 11 it b Reformen auf dem Balkan ins Werk Ku setzen, aber bie Verwicklungen wurden immer bedro blicher. Frankreich hatte im Sept, mit seinen Verbündeten über die Mittel beraten, durch welche die allgemeine Ucbereinftirmmmg gesichert werden kannte, aber in Bulgarien, Serbien und Griechenland sei am 30.Sep- terntet und 1. Oktober mobil gemacht worden. Poincarß sfi darauf mit Safonow, der damals sich in Paris aufhielt, über- ctngeTonrmen, der Erhaltung des Friedens die größte Ansttengung zu widmen. Wir haben, sagte der Ministerpräsident, den Mächten bann den Vorschlag unterbreitet, brr von mehreren von ihnen Aenderungen erfuhr. Der Vorschlag hatte schließlich zur Folge, daß Oesterreich unb Rußland bas Mandat erhielten, in dem bekannten Sinne bei ben Balkanstaaten Schritte zu unternehmen, während die Mächte bei der Pforte Schritte unternahmen. Die Formel des Statusauo, die heule etwas überlebt erscheint, schloß damals die Bereinigung der Mächte zu demselben friedlichen Willen zusammen. Unglücklicherweise erklärte an demselben Tage, wo der österreichisch-russische Schritt erfolgte, Montenegro der Türkei den Krieg. Es blieb nun weiter keine Hoffnung, als den Krieg zeitlich und räumlich zu begrenzen.
Der Obmaun des Ausschusses dankte dem Ministerpräsi- deirten für seine Darlegung em Poincare erwiderte auf eine Frage Bartlsous von neuem, daß er jn der Kammer vorbenWeihnachtsferienAufklärungenüber die äußere Politik geben werde, ohne sich jedoch für verpflichtet zu halten, auf alle etwa gestellten Fragen zu antworten.
Kaitaöa und die Vermehrung der englischen Flotte-
Ottawa, 5. Dez. Der kanadische Premierminister Borden legte heute ein Gesetz vor, das die verwendbaren Seestreitkräfte des britischen Reiches vergrößern soll.
Er hob dabei hervor, daß bei dem jetzigen Stande der Seemacht am meisten die Tatsache hervortrete, daß die britische Marine vor 12 Jahren auf allen Ozeanen die Uetermacht besaß, während sie heute außer in der Nordsee nirgends in der Ueber- macht sei. Er halte bie Lage für ernst genug, baß Stanaba dem Mutterlande eine sofortige Unterstützung gewähren müsse. Er schlage deshalb vor, daß Kanada dem Könige sieben Millionen Pfund Sterling für drei Dreadnoughts gebe, welches die größten und stärksten Schiffe werden sollten, die man für Geld haben und mit Hilfe der Technik bauen könne. Sie sollten in England gebaut und der Admiralität für die allgemeine Verteidigung des Reichs zur Verfügung gestellt werden. Barden führte aus" daß britische Reich ist keine große Militärmacht, seine Sicherheit beruht ganz und gar auf der Flotte. Augenscheinlich ist es die oberste Pflicht, die Sicherheit in den heimisck)en Gewässern zu verbürgen, und sie ist durch die Zurückziehung dber die Beschränkung der Geschivader in allen Teilen erfüllt. Trotzdem sind die Kosten um beinahe 50 Prozent gestiegen, aus dem einfachen Grunde, weil die fremden Mächte ihre Flotten vergrößern, b e- svndersDeutschland. Die britische Flagge wird nicht länger bie vorherrschende im Mittelmeer sein. Mit aller Anstrengung tes Reiches wird es unmöglich sein, die notwendige Stärke auf diesem wichtigen Seewege vor 1915 auf 1916 wieder zu erlangen Oesterreich mit nur 140 Meilen Meeresküste und überhaupt reinen Kolonien, baut eine furchtbare Flotte von Dreadnoughts, und bie italienische Flotte wird noch furchtbarer sein.
Bott>en verlas ein langes Memorandum des englischen Marine- mmisters Churchill, in dem diese Macht Deutschlands unb ßSrotzvritaumens sowie diejenige der anderen Nationen aufgeführt r Derglei che gezogen werden. Darin lstißt es, England beiitze zurzeit 18 Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer unb Dreadnoughts gegen 19 solcher Schiffe, bie sich im Besitze der anderen Machte befänden. Im Jahre 1915 würden sich die Ziffern auf 35, respektive 51 stellen. Churchill fügte hinzu, es wurte iedes Vorgehen Kanadas, die Stärke und Beweglichkeit der Marriie und damit dem gemehtfanren Sicherheitsfaktor zu er« hohen, überall als cm bedeutsamer Beweis für bie geeinte Kraft de^R erch.es mrd den erneuten Entschluß bet Dominien angesehen mcTben, ihr Teil zur Erhaltung der Unverletzlichkeit des Reiches beizutragen.
•* Zur Duell-Angelegenheit schreibt man uns: Leutnant Jttmann ist nicht entlassen worden, sondern V chon vor Austrag bc6 Duells sein Abschi edSg esuck eingereicht und der Abschied ist ihm nach AuStrag bc* Duells bewilligt worden. Herr Jttmann wurde gestern gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlasten.
** Ausstellung von Kunstwerken. Der Aka« >emische 'Dürerbund nimmt mit der am Sonntax. 8. Dezamber, boginnenden, auf die Dauer von 10 Tage: berechneten Ausstellung der im Kunstwartverlag erschienenen Meisterbilder usw. ffiehe Anzeigenteil), seine bura interne Veränderungen zeitweise unterbrochene Tätigkeit in allen Sinne wieder auf.
Deutscher Reich.
Ein Rücktrittsgesuch des Frhrn. v. Hertling?
Me „Berliner Morgenpost" meldet aus München: Von sehr gut unterrnckfteter Seite ivird bestimmt erklärt, daß der bayerische Ministerpräsident bei seiner Audienz beim Prinzregenten am Dienstag um seine Ent- lassuugnach gesucht habe. Jn allen Staatsämtern wird auch die Nack;richt betätigt, der Regent habe seinen Entschluß noch nicht bekannt gegeben, dürfte aber das Rück- trittSgesuch Hertlings nicht annehmen und dem Ministerpräsidenten demnächst einen neuen öffentlichen Beweis feines unerschütterlichen, ungeschmälerten Vertrauens geben.
Der Schutz der deutschen Tabakindustrie.
Die Abgeordneten Vietmeyerund Behrens (Wirtschaftliche Bereinigung) haben im Reichstage folgende Anfrage eingebracht, „Gedenkt der Herr Reichskanzler Maßnalnnen gegen das Vordringen des amerikanischen Tabaktrnsts in Deutschland zu treffen, um ben deutschen Tabak-Industrie und Handel sowie die darin V<ya>aftigten gegen Schädigungen zu schützen?
, Präsidium des Hansabundes.
becchsichtigt, ans Anlaß des 2.5jährigen Regierunas- 1 ub 1 laums des Kaisers ein Werk: „Die freiwilligen lozialen Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen in Industrie, Handel und Gewerbe Deutschlands" htzrauszugeben.
Der Reichstagsabgeordnete Will f
Der Reichs- und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises '2auenbnrg Will-Schweslin (Deutschkonserv<i- tÜ!1 Jahren in Schweslin gestorben Im Reichstagswahlkrege Stvlp-Lauenburg unrrtic Will im "nt 15 400 Stimmen. Auf den fortschrittlichen Kandidaten entfielen 8700, auf den Sozial- temokraten 2780, cmf den Nationalliberalen 978, auf ben Polen 451 Stimmen 1
Eine Handelsfeier in Sachse-n
Am Donnerstag fand im Handelskanirner-Ctebaude «it ?y;?C!LT^.?c,^oart des Königs sowie der Reichs! MU en 1^2:
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Die Zuhörer, die lebhaft angeregt waren, spendeten so herzliche oater(cinhii>L Beifall, ban eine ,ßugabc erfolgen mußte.
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