**Orbensangelegcnhciten. Ter Großherzog hat dem Verlagsbuchhändler Gg. Thieme zu Leipzig und dem
B.
4= 15
5
4
6
14 (14 700/04)
Hiernach verfügt England nach
Armee
Di a r i n e
647 708
für
als zweite und Frank-
•• Knnstvere in.
Die vollständig neue Gemälde-AuS
Fleischversorgung der Städte.
r
pro Kopf der Bevölk.
44
21
9
17
insgesamt
947 825
568 340
736 399
338 049
196 259
455 801
1 067 684
insgesamt
461 983
899 342
338 623
173 509
194 643
118 794
354 956
An der Spitze der Ausgaben hiernach Rußland, dem Deutschland
(24 7UO/10) (25 400/11) (23 50012' (26 000/12) (31 300^11 (21-400/11) (23 400 11) (27 900/11)
(23 000/09) (28 500/11) (14 000 05) (10 300,05) (27 900'11) ( 7 300/00) ( 7 900/95)
Abstande Nordamerika als zweite und Deutschland als dritte Macht folgen. Den grüßten Satz, pro Kopf der Bevölkerung weist für die Armee Frankreich,/für die Marine England auf; den kleinsten Satz für die Armee Japan, für die Marine Oesterreich.Ungarn.
e i n. Die Wirkung war furchtbar. Drei Pullmcmnwagen wurden aus den Schienen gehoben und rollten die Böschung hinunter, während die anderen Wagen sich übereinander türmten. Tic Maschine und zwei Wagen des Expreßzuges stürzten gleichfalls die Böschung hinunter.
Auf dem kleinen Bahnhose herrschte eine entsetzliche Verwirrung, nachdem das Unglück geschehen war. Das Jammergeschrei der Verletzten, die Angstruic der mit dem Leben Tavon- gekommenen durchhallte die Dunkelheit, und die Beamten zeigten sich vollständig kopflos. 35 von den Getöteten waren während des Schlafes überrascht worden. 2llle Toten waren schrecklich zugerichtet. Zwei Männer und eine Frau wurden unter den Trümmern des Zuges von spitzen Holz- und Eisensvlittern förmlich festgenagelt. Sie schrieen vor Schmerzen wie wahnsinnig, man konnte ihnen aber nicht helien, und als endlich Hilfe kam, war ihr Jammergeschrei bereits für immer verstummt.
Nach bisherigen Feststellungen sind 42 Personen getötet und über 60 schwer verletzt worden, während von den übrigen Fahrgästen nur verhältnismäßig wenig ganz ohne Verletzungen davon gekommen sein dürften.
Deutschland . . ( ugland . . . m ankreich. . . CUnlien . . . .
Japan . . .
Ccflcrr.-Utigavn Rußland . . .
Verein. Staaten von Amerika .
6,94
19,72
8,53
4,96
3,73 2,27
2,28
5,61 rangier
Aus Stadt und Land.
Gießen, 6. Juli 1912.
pro Kops der Bevölk.
14,23
12,46
18,55
9,66
3,76
8,72
6,86
6,80
533 943 die Armee
. f. 11; i . f. 39; , . Ul;, . f. 9; „ . f. 13; „
** TageSkalender. Kinematograph: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
Gemäldeaus st ellungdes Kun st Vereins im Turm- Haus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr.
Museum des Oberhesfischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vornnttaas von 11—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr.
Jubiläums-Gauturnsest des Turngaus Hessen: Samstag abend 8 Uhr: Begrüßungs und Jubiläumsfeier.
Sonntag vormittag 6 Uhr Beginn des Einzelwctturncns, 8 Uhr Wettsechlen. Mittags 1 llbr Festzug, nachmittags Festrede, allgemeine Freiübungen, Musterriegenturnen, Wettspiele. Abends Konzert mit Aufführungen in der Festhalle und auf dem Festplatz.
Montag vormittag Jubiläumswetturnen und volkstümliches Wetturnen; nachmittags Festessen, Volksfest; abends Konzert und Tanz.
f. 6
s. 14
Der Zirkus Schumann und die presse.
Frankfurt a. TI., 5. Juli. Das Verhallen des Zirkus Lchumann gegenüber der Redaktion der .Volksininine" beschäftigte generu den hiesigen Journalisten- n n b Schrift sleller- Verein. Tie einmütige Auffassung ging dahin, daß es sich um eine die ganze Presse angehende Angelegenheit handle, die eine ent- schiedene ctelltingnahine erfordere. In der Sitzung lunrbc eine Entschließung gefaßt, die das gemeinsame Vorgehen der Frankfurter Presse freudig beorüßt. Ter Vorstand des Reichsverbandes der deuiicbeu Presse soll von dem Vorfall unterrichtet werden, um eine allgemeine Stellungnahme des Verbandes herbeizuführeit.
. Fertigstellung der im Bau befindlichen oder bereinigten Schiffe über 66 Linienschiffe und 44 Panzerkreuzer, zusammen also über 110 große Schiffe; Deutschland dagegen nur über 37 Linienschiffe und 15 Panzer- lretizer, zusammen also über 52 große Schiffe. England wird also auch in Zukunft mehr als doppelt so stark wie Deutschland sein. Eine andere Tabelle vergleicht die Gesamtausgaben der Großmächte für die Landesverteidigung (Heer und Flotte in den letzten zehn Jahren; wir lassen hier nur die Zahlen für 1912 folgen. Es gaben aus in 1000 Mark:
Verwaltung und Badedirektor in Bad-Nauheim, Geheimen Baurat Dr. Karl E s e r und dem Grosch. hessischen Krcisrat Karl 2 ch l i e p- h a k c zu, Friedberg den Königlichen Kronenorden 3 Klasse, sowie >cnt Postinspektor Will). Kl e i n st e u b e r, bem Bahnhofsvor- kljcr Karl Krichn, dem Grosch. hessischen Polizeikommissar Wtlh. L-child wacht er, sämtlich in Bad-Nau heim und dem Bureauvorstehcr bei der Bade- und Kurverwaltung in Bad-Nauheim Phil. Faust den Kronenorden 4. K-lassc verliehen.
Das Wetter der Festtage. Ein attßerordentlich ausgedehntes Hoch dc tickgebiet, das sich wieder als ein Teil des subtropischen Maximums erkennen läßt, hat seine Lage über dein westlichen Meere verlassen, um ostwärts wandernd das Festland in seinen Bereich zu ziehen. Damit ;at am Freitag überall trockenes Wetter sich eingestellt, gcimit am selben Tage tvie im vorigen Jahre, in dem die Trockenperiode am 4. Juli begann. Es besteht große Wahrscheinlichkeit, daß der hohe Truck sich längere Zeit erhält und sich lesonders über das russische Festland aiitzbreitet. Das bat trockene, heiße O stwinde im Gefolge, die in den nächsten Tagen (Festtagen) unsere Witterung beherrschen, so daß in dieser Hinsicht von sehr günstiger Witterung gesprochen werden kann. In landwirtschaftlicher Hin'icht sind diese Ostwinde wegen ihrer auStrockneiiden Wirkung weniger^ angenehin, zumal noch cm großer Feuchtigkeitsmangel im Erdboden vorhanden ist. Diese zur Trockenheit neigende Wetterlage dürfte sich einige Zeit erhalten, wie denn überhaupt auch der diesjährige Sommer keinerlei Einlagen zu ejncm Regensommer hat. Ec ivird höchst wahrscheinlich gegen das langjährige Mittel eher zu trocken als zu feucht aus« fallen.
9 — 37
12 — 66
7 — 28
7 — 16
1 — 16
4 — 16
7 = 16
6 = 37
ieid) als dritte Macht folgen! DaS größte Marinebudget Oat im laufenden EtatSjahre England, welchem in weitem
.'utschland . .
-glaub . . . . . > a 4 reich . . .
kalien . . . . ■ wan.....
csterreich-Ungarn Rußland . . . . : ereinigte Staaten
7 eutschland . . (- instand .... Frankreich . . . Jialien .... 7avan .....
x'efterreid)-Ungom Rußlanb .... Vereinigte Staaten
ist, daß die Preise bedeutend niedriger sind als die Turch schnittspreise der letzten Jahre.
Es wird nach den L. N. N. nicht gezweifelt, daß der Erfolg dieser Maßnahmen außerordentlich günstig ist, und es kann nur geraten werden, dies neue Verfahren zur Erzielung billiger Fleichspreise für die Bevölkerung, das den nur tu berechtigten Klagen auf diesem Gebiete ein Ende machen soll, auch «rnderswo schleunigst nachzuahmen.
Dem Verlag
praktischen Arzt Sanitätsrat Dr. Wilhelm "Orth zu Darmstadt das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Ter König von Preußen bat dem Kurdirektor, Obersten z. D. von F r a n k c n b c r g u n d P r o s ch l i tz zu Bad- Nauheim den Roten Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife, dem Großh hessischen Oberförster Johs. Eggers zu Kirtorf, bisher tu Bad-Nauheim, dem Bürgermeister Tr. Gust. Kaps e r, dem Postdirektor Rud. F l a s ch c n t r ä g e r, den Aerzlen Tr. Theodor ty r o c b c t und, Tr. Franz G r o c d e l, sämtlich zu Bad-Nauheim, und dem Großh. hessischen Obergarteninspektor Ludw. Dittman n zu Darmstadt den Roten Adlerorden 4. Klasse, dem Mcd^inalrat, Pros. Dr. Isidor Groedel zu Bad-Nauheim den Kronenorden 2. Klasse, dem Vorstande der Bade- und Kur-
Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben mit einer Genosse nschaft einen neuartigen Vertrag abgeschlossen, der der Bevölkerung vor allem billige und gleichmäßige Fleischpreise und gleichzeilig den Landwirten den Absatz des Mastviehs 'sichern soll. Die Genossenschaft hat den Städten jährlich bis zu 1000 Mastschweine im Gewicht von zirka 220 Pfund zu liefern, welche Zahl in den folgenden Jahren nach Vereinbarung gesteigert wird. Als Einheitspreis für die nächsten fünf Jahre sind 63 Mark für deii Zentner Schlacht gewicht und 50 Mark für den Zentner Lebendgewicht fest- lesetzt worden, fo daß der Bevölkerung viel geringere jZreisc als der Durchschnitt der letzten Jahre angerechnet werden. Die Genossetischaft errichtet auf einem von den Städten unentgeltlich bereitgestellten Grundstück eine Mastanstalt, die aus ganz einfachen Bretterschuppen und einer Futterzentralc bestehen soll. Die Städte verzinsen das Kapital, das znm Bau der Mastanstalt nötig ist und von der Genossenschaft hergegeben wird, die auch die ganzen Kosten und das Risiko des Betriebes zu tragen hat.
Besonders wichtig und interessant ist der Punkt, in dem bestimmt wird, daß die Kosten für die F ü t t e r u n g (Futter- aerste, Fleisch- und Fischmehl) von den Städten durch Anweisung lausender Kredite hergegeben werden. Dieser Kostenvorschub wird dann nach und nach durch die Lieferung der Schweine zu einem vorher bestimmten festen Preise gedeckt. Außerdeni haben sich die Stadtverwaltungen dadurch gesichert, daß sie das Pfandrecht über lebendes und totes Inventar haben und daß in dem Vertrage die Bestimmung ausgenommen worden ist, daß das Vermögen der Genossenschaft der Stadt für ihre Aufwendungen haftet. Das Pfandrecht an den Versichernngs- wlicen besitzen die Städte gleiclffalls, und es muß jedes in der Anstalt befindliche Schwein zu durchschnittlich 60 Mark versichert werden. Tie Abnahme der Schweine erfolgt vertragsmäßig durch die Städte zu dem oben erwähnten recht billigen Preise, die wiederum die Tiere an ie Fleischer abgeben, wobei lediglich der Selbst- o st c n p r e i s bererfjnet wird. Die Fleischer haben ihrerseits etnen Vertrags mit der Stadtverwaltung abgeschlossen, nach dem sie das fleisch der von der Genossenschaft stammenden Schweine zu einem besonders festgesetzten mäßigen Preise an die Bevölkerung zu verkaufen haben. Tie Fleischerläden werden durch eine Aufschrift nut der Preisangabe des vorrätigen Fleisches kenntlich gemacht, und das lvesentlichste in sozialer Beziehung
stellune, ist täglich von 11 bis 1, Sonntags von 11 bis 3 Uhr, Mittwochs nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet. Ausnahmsweise ist morgen Sonntag die Ausstellung nur von 11 bis 1 Uhr geöffnet.
" HerbergSverkehr. Im Juni kehrten in der Her» berge zur Heimat 1071 Gäste (gegen 931 im Jun: 1911) eilt; darunter waren 229, die Herberge gegen Arbeitsleistung annahmen (215) und 842 Selbstzahler (716). — Für den Arbeitsnachweis waren im Juni 107 offene Stellen geweidet, von denen 88 mit 52 Arbeitern und 36 Handwerkern besetzt werden konnten. Vermittelt wurden 32 Stellen außer» halb und 56 in Gießen. Ter Nachfrage nach Zimmerleuten, Schreinern und Stellmachern konnte nicht gedient werden.
** Landes-Hypothekenbank. Durch Entschließung des Ministeriums der Finanzen vorn 25. Juni d. I wurde der Staatsanwalt Dr. K r u g in Darmstabl für die Dauer des Urlaubs des Oberstaatsanwalts von Heffert neben dem Staatsanwalt Bernhards zum „Stellvertreter des Treuhänders" bei der Hessischen Landes-Hypothekenbank bestellt.
" Gießener V o l k S b a b. Im Juni wurden 13 396 Bäder verabreicht gegen 11 711 im Mai 1912 und 11560 im Juni 1911 oder im Durchschnitt täglich 447 Bäder gegen 378 im Mai 1912 imb 385 im Juni 1911. Ter Besuch im einzelnen verteilte sich wie folgt: '
Schwimmbad: 5390 Männer, darunter 999 au 10 Psa
• 1721 Frauen, , 387° 10
Wannenbäder 1. Klasse 306 Männer, 149 Frauen '
, 2. , 947 , 640 ,
Brausebäder 1. Klasse 1445 Männer, 441 Frauen.
, 2. , 1697 , 521
Abluft- u. Dampfbäder sowie Massage zus. UbMänner, 24 Frauen 4..e Personenwaae wurde von 310 Personen benutzt und das Bad von 4 Personen besichtigt.
•' Warnung vor einem Schwindelinstitut. DaS Institut G. 91. Mann in Paris, 15 Nue du Louvre, verspricht in marktschreierischen Anpreisungen alle möglichen Krankheiten auf schriftlichem Wege zu heilen G. A. Mann, dec früher als Präsident des Instituts of radiopathy figurierte, ist in Paris wegen Kurpfuscherei mit 6 Monaten Gefängnis und 3000 Fr. Geldbuße bestraft worden. Trotzdem ist eS ihm gelungen, noch zahlreiche Personen in Deutschland zum mindesten an ihrem Verntögen zu schädigen. In Mainz wurden, laut Bekanntmachung deS dortigen Polizei- amteS, einem armen Arbeiter mit einem Wochenlohn von 20 Mk. durch das Institut Mann in kurzer Zeit 160 Mk. abgenommen. Für nichtssagende .Bebanolungsbriefe^ und einige Zuckerplähchen mit Eisen, Mangan und Anis erbebt das Institut jedesmal 40 Mk. durch Nachnahme. Der OrtS- geftlndbeitSrat in Karlsruhe und das Berliner Polize,prästdium haben bereits vor dem schwindelhaften Treiben des Jnstitiits Mann gewarnt. Wer sein Geld nicht unnütz verlieren will, hüte sich vor der Ausbeutung durch diesen Schwindelbetrieb.'
Willkommen in Gießen.
i, Deute und morgen kehren tausende von Festgästeu hier ein, um das goüicne Jubelfest des Turngaues Hessen hier zu feiern. Die Stadt Gießen ist stolz darauf, daß gerade sie zur Feier dieses Festes auSersehen wurde. Ter Wert des deutschen Turnens ist in Gießen besonders anerkannt. Tie Turner ei ist seit fast hundert Jahren hier bodenständig und zwei blühende Turnvereine, die zusammen weit über 1000 Mitglieder haben, legen Zeugnis davon ab, daß das Turnen auch heute noch im öffentlichen Leben der Stadt die Bedeutung hat, die es seines vaterländischen, sittlichen und gesundheitlichen Wertes wegen verdient. Ter Gau Hessen, der heute in 117 Vereinen über 10000 Turner aus dem größten Teil von Oberhessen, sowie den preußischen Kreisen Wetzlar, Marburg, Kirchhain, Frankenberg und Biedenkopf umschließt, ist seit seiner Begründung stets gern in Gießen eingekehrt; bis jetzt allerdings weniger zu frohen^ Festen als zu ernster turnerischer Arbeit.
Seit 50 Jahren bildet unsere Stadt nicht nur den geographischen, sondern auch den geistigen Mittelpunkt des Gaues Hessen.^ Zahlreich sind die turnerischen Anregungen, die von den Turntagen und Vorturnerstunden in Gießen hinausgetragen wurden in das Land. Aber auch empfangen haben die Turner Gießens durch die Anregung und Sie wechselvollen Beziehungen innerhalb des Gaues. Denn das ist eine der bestell Seiten der Turnerei, daß sie sich nicht nach Ständen, nicht als Stadt und Land abschließt, sondern alle vereinigt, die in der Förderung der Leibesübungen eilte der wichtigsten vaterländischen Ausgaben erblicken. Mit berechtigtem Stolze feiern die Turner heute das Jubelfest ihres Gauverbandes, der sich aus lleinen Anfängen zu seiner jetzigen Bedeutung durchgerungen hat. Aber nicht nur ein frohes Fest wird diese Haibjahrhundert- feter unseren Turnern sein, sondern auch ein Fest der Arbeit. Am Sonntag und Montag finden turnerische Wettkämpfe aller Art statt, die zeigen werden, daß die Turner von heute getreu dem Geist ihrer Vorgänger, ihre Hauptaufgabe immer noch in der Förderung und Pflege des Jahnschen Turnens erblicken. Und wenn daneben manches Nene au turnerischem Gebiet zu sehen sein turb, so bestätigt dies die Wahrheit des alten Spruches „Wer rastet, der rostet".
So mögen denn die Gießener Festtage aufs neue das Wort bekräftigen, daß das Turnen dazu dient, dem Vaterlande ganze und tüchtige Männer zu ergehen! Möge den auswärtigen Turnern ihr hiesiger Aufenthalt eine Quelle reiner Freude und späterer ftoher Erinnerung werden. In diesem Sinne heißen wir Sie hier herzlich willkommen!
Schweres Eisenbahnunglück in Nordamerika.
Corn t n o (New York), 4. Juli. Ein Schnellzug stieß in einen auf der Station nebenbei, Personenzug der Lacka- wanna-E.ienbabn, der von New York nach Buffalo bestimmt war. Tic bei bei, hintersten Wagen des Personenzuges wurden mngcivorfcn Tic meisten Insassen imirbcn tot daraus hervor- nejogen Cs sollen 30 Personen getötet und 50 verletzt sein .iic meisten Pastagiere schliefen, als her Zusammenstoß erfolgte nnb wurden im «chlaf getötet. Das Geschrei der unter den Trümmern festgellemmten ccbmcrDerlvunbctcn war furchtbar Tic Unverletzten machtn, sich sofort an die NettungSarbeit. Bald bim and) Hilfe aus dem drei Kilometer entfernten Corning Ter Führer des PersonenzugS erklärte, daß er die Blvcksignale ricktia emgcicklagen batte, es habe jedoch ein starker Nebel aeberrscht -ter (Mibrer des Expreßzuges sagte, daß er weder das Signal noch Die Laterne am Ende dcS Personei,zugeS gesehen l;abc uod) auch die Laterne, bie ein Eisenbahner hin- und berschwenkte'
Zu dem schweren Unglück wird noch weiter gemeldet'
Der verunglückte Zug war mit Ausflüglern dicht besetzt die den 4 Juli, einen amerikanisckicn Nationalfeiertag, an den Niagaraiallen zubrmgen wollten. Der Zug mußte bei der Station Cornnig langer alS vorgesebei, war, hatten, da noch einige Wagen Wagen (ntflcbdngt werden sollten, als der Buffaloexprvßzug mit einer Geschwind,.,keit von 60 englischen Meilen bcninacbramt kam. Da w dichter Nebel herrschte, daß man kaum die Hand vor den Augen iah, bemerkte der Lokoiiustivführcr bes heran- kommenden Zuges nicht das Haltesignal. Mit voller Geschwindigkeit sauste er in den anderen Zug hin-
ver Streif der Seeleute.
London, 5. Juli. Die Anstrengungen, welche in 1 i’n letzten Tagen hinsichtlich der Beilegung des Dock- - rbeiterstreikes .gemacht wurden, sind so gut wie gescheitert. Dgs Streikkomitee veröffentlicht heute abend eine Erklärung, in der es heißt, daß der Streik ans unbestimmte Zeit fortgesetzt wird. Der Streifführer Anderson erklärte, die 9lrbeiter seien mehr denn je entschlossen, die Arbeit nur unter gerechten Bedingungen auszunehmen.
Le Havre, 5, Juli. Im Laufe des heutigen Nach- mittags nahmen die Truppen mehrere Verhaftungen wegen Werfens mit Steinen vor und zerstreuten Ansammlungen von Streikenden. Die Polizei schloß mehrere Cafös, in die sich die Unruhestifter geflüchtet hatten
Juli. Tie Dockarberter beschlossen aus Solidarttat mit den eingeschriebenen Seeleuten den Streik. Es ereigneten sich keine Zwischenfälle.
Bordeaux, 5. Juli. Weil einige Dockarbeiter versuchten, über Absperrungen um Fr'achtdampfer vorzn- "nngen, kam es zu einem Streit zwischen Pokizei- b e amte n und den Dockarbeitern. Mehrere Polizeibeamte wurden leicht verletzt; vier Personen wurden verhaftet.
® b Juli. 70 Offiziere der Com.
pagnte Mixte haben sich dem Streik der eingeschriebenen Seeleute angeschloffen.
Marseille 5. Juli. Die Offiziere uud Ma. s chi n, st e n beschlossen, da nur zwei Gesellschaften die Forderungen bewilligt haben, sofort in den Aus st and zu treten. '
Lebenshaltung Hinweisen und sich an die Lohnarbeiter und die Farmer wenden.
In Mexiko sind bie letzten Rebellen gruppen zer- streut wordm. Im Nordwesten dauert der Kleinkrieg jedoch fort.
Kriegsflotten und Landesverteidigung der Großmächte.
Der soeben btrauSgegebcne .NauticuS 1912' enthält wiederum eine Fülle lehrreichen, authentischen Materials zur Beurteilung der deutschen und fremdlänbischen Seeintereffen und ber zu ihrem Schutz seitens der einzelnen Machte getroffenen Maßnahmen. Wir behalten uns vor, baS umfangreiche Werk, welches namentlich nach der reirlschaftlich-lech- nifchen Seite hin gegen bas Vorjahr bebeutenbe Erweiterungen erfahren hat, im einzelnen zurückzukommen und begnügen m3 heute mit der Wiedergabe einiger besonders wichtiger Tabellen, in welcher die von Deutschland und den anderen 'ccinäcbten 1912 beschlossenen Verstärkungen natürlich bereits mit berücksichtigt sind:
a) Anzahl und Deplacement der Linienschiffe.
(c. — feitia, i. V. — im Ban ober bewillig,; die emgetimmnerten i'imcniahlcn bestehen sich auf bie ncueften Typen jebes Landes, d e dahinter slebenbe Jahreszahl ist bas Jahr ber Beivilligung -
. . . . f. 28: i. B.
- - - - s- 54; „ „
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b) Panzerkreuzer.


