Samstag, 6. Juli M2
Qualität.
Niederlage beizubringen. r
Ter „Tanin" bezeichnet die Gerüchte, da,; bic Regierung
Der Kommandant der Gendarmerie von Konstantinopel, B j u vid-Pascha, wird heute mit einem besonderen Auftrag nach M o n a st i r reisen. „ , „,
Eine lokale Korrespondenz meldet aus Ucskub: Gestern ereignete sich ein Kampf zwischen Truppen und . a l b a ne fisch en Meuterern. Es gelang den Truppen, die semd- liche Stellung zu nehmen und den Rebellen eine ooliltäubij •
energisch durchgcsuhrt wird unb zwar so, daß bic Steuer-vermeiden wotten. schraube, die in den letzten Jahren nicht unwesentlich an- gezogen würbe, auch einmal einige rückläufige Beivegungcn
Engländer und die Teutschcn mögen sich füglich fragen, warum nicht aus einer ähnlichen Grundlage ein gleich gutes Emvei nehmen zwischen beiden Ländern bestehen sollte, -ta-3 Blatt bespricht sodann die Begegnung in bezug auf den italienuch-turlifchen Krieg und die Lage in der Türkei und fährt dann ,ort: Wir wollen nur sagen, daß wir in England etwaige Beprebungen Deutschlands, Rußlands und Lesterreich-Ungarns in der Frage der Orientpolitik zusammenzuhalten, mit den herzlichsten Wünschen begleiten. Nur so dürfen wir hoffen, daß das europäische Konzert wicdcrt-ergcstcllt und mögliche unheilvolle Folgen des Krieges
politische Wochenschau.
Giesten, 6. Juli.
Ter Kampf um die amerikanische Präsidentenwahl ist diese Woche durch die schließlich einstimmig erfolgte Nomination des Professors Wilson zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten wesentlich vereinfacht worden. Ta Wilson auf dem linken (fortschrittlichen) Flügel der demokratischen Partei steht, ist damit die Spekulation Roosevelts auf ein Auseinanderfall'en der demokratischen Partei zunichte geworden. Trotzdem will Roosevelt das Rennen nicht aufgeben und hat für Anfang August einen Konvent seiner neuen Partei nach Chicago einberufen. ES ist jetzt schon ziemlich sicher, daß die in zwei Lager gespaltenen Republikaner bei der Präsidentenwahl nicht durchdringen, so daß mit der Wahl Wilsons gerechnet -verden kann. Mit ihm würde ein Mann gewählt werden, der besser als Roosevelt und Taft geeignet ist, den Kamps mit der Uebermacht der Trusts aufzunehmen und die Macht der amerikanischen Plutokratie aus ein erträgliches Maß zurückzuführen. Die Wahl Wilsons wäre auch für uns von nicht zu unterschätzender Bedeutung, da er als Gegner der Trusts auch den übertriebenen amerikanischen Hochschutzzoll bekämpft und Anhänger einer Tarifreform ist. In der Weltpolitik würde Wilson wohl, den Grundsätzen seiner Partei entsprechend, sich zu- rücrhaltend zeigen und sich außerhalb Amerikas jeder Einmischung enthalten und auch keine übertriebene Vermehrung der Flotte wünschen. Deshalb könnten auch wir Wilsons Wahl zum Präsidenten nur begrüßen.
erster Klasse. *
Paris, 5. Juli. In einem Artikel über die Kaiser- bcgegnung von Baltisch-Port schreibt der „Petit Parisien": Mgesehcn davon, daß Frankreich von Rußland Versicherungen erhallen hat, so scheinen auch die gegenwärtigen Umstände ziemlich schlecht geeignet, um eine sehr intime Annäherung zwischen Rußland und Deutschland zu begünstigen. Rumiche Offiziere werden wegen Spionage in Deutschland und deutuhe Oißziere unter derselben Beschuldigung in Rußland verhaltet. Solche Zwischenfälle sind nicht dazu angetan, bic FreunchchaN zu fördern. Die Zusammenkunft von Baltisch-Port zeigt onen- kundig, daß Petersburg und Berlin in courtoisicvollcn ^Sezrehun- I gen leben und daß beide Reiche eine unerträgliche Spannung
Wichtiger als Baltisch-Port und die amerikanische Präsidentenwahl war für die hessischen Steuerzahler, besonders für die Beamten und Lehrer, die letzte Tagung der hessischen Zweiten Kammer, die der G c Halts au f- besser u n g galt. Tie Verhandlungen endigten zwar mit der Annahme der Anträge des Finanzausschusses, doch ist damit das Schicksal der Vorlage noch nicht entschieden, da die Regierung auch bei dieser Gelegenheit unbedingt den Standpunkt vertritt, daß ohne dauernde Deckung keine neue dauernde Ausgabe geschaffen werden solle. Nach ihrer Ansicht hat der Finanzausschuß der Zweiten Kammer diesem Grundsatz nicht genügend Rechnung getragen. Die Verhandlungen darüber spitzten sich teilweise so zu, daß der Präsident — ein im hessischen Landtag fast unerhörter -r.ad einmal einem Regierunasvertreter eine leise Rüge erteilte, doch löste sich schließlich alles in Wohlgefall-en auf. Auch die zur Deckung der Besoldungserhöhungen vorgeschlagenen Maßnahmen wurden nach den Ausschuß- -anträgen gutgeheißen. Es ist nicht zu vertennen, daß^damit den StäMcn, den Landgemeinden und den einzelnen Steuerzahlern neue und teilweise recht schwere Lasten auferlegi werden, auch abgesehen von der noch in Aussicht stehenden allgemeinen Steuecerhöhung. Wenn diese Belastung den- noch als notweirdig anerkannt und von den davon Betroffenen ohne großen Widerspruch übernommen wird, so darf wohl die Hoffnung ausgesprochen werden, daß die schon seit einigen Jahren auf der Tagesordnung stehende Vereinfachung der Staatsverwaltung in absehbarer Zeit
Ausland.
Im österreichischen Abgeordnetenhaus beantwortete der Minister des Innern, Freiherr von öeinotb die Interpellationen, betreffend den Zwischenfall, der sich am Sonntag während dem Umzuges der Sokolistcn in P r a g mit den deuischen Studenten zutrug. Der Minister schilderte den bedauerlichen Zwischenfall eingehend und stellre fest, daß mir zwei Siudenten verletzt worden seien, von denen einer in das allgemeine Kranken-,' Haus übcrgeführt worden sei, das er bereits am 2. Juli verlassen, habe. Die Polizei sei stets bemüht gewesen, Konflikte hintanzuhalten, und auch die Veranstalter der Festlichteiten hätten oas Bestreben gezeigt, aus Vermeidung von Konfliiten hnizuwirken. Auch die Sokolistcn hätten sich bemüht, die Polizei bei der Aufrechterhaltung der Ruhe zu unterstützen., Tie Ausschreitungen seien hauptsächlich von halbwüchsigen Burschen ausgcgangcn. TaS Publikum sei denselben ferngeblieben.
Der der franz. Kammer unterbreitete Gesetzentwurf über das N a t i o n a l f e st zu Ehren der I e a n n e o A r c bestimmt, daß dies Fest am zweiten -Sonntag im Monat Mai des Jahrestages der'Befreiung von Orleans stattzufinden habe, wid ferner, daß in Rouen auf dem Platze, wo bic Jeanue d Arc verbrannt wurde, ein Denkmal mit der Aufschrift errichtet werden solle: „Ter Jeanne d'Arc das dankbare französische Volk".
Bei den am 8. Juli beginnenden großen englischen Flottenmanövern werden sich insgesamt 88 000 Köpfe auf der Flotte befinden. Tie zur Verwendung gelangenden See-, streitkräfte werden in zwei Flotten gegeneinander operieren, von denen die eine von Admiral Prinz Ludwig von Battenberg und die andere von Abmiral Sir George Eallaghan befehligt werden wird. . .
lieber Vigo wird gemeldet, datz sich unter den portugiesischen Flüchtlingen eine große Bewegung bemerkbar macht. Es verlautet, daß ein Teil des porkugiesl'chen mit den Flüchtlingen zu einem gemeinsamen Schlage vorgch.n weroe.
In Schunska Wolia bei Lodz starb in einer jüdischen Familie ein christliches Dienstmädchen, worauf Der Pöbel einen Progrom veranstaltete. Viele Juden wurocn vcrwunoet, mehrere Säufer zerstört. Militär wurde auf geboten. Zahlreiche Verhaftungen nmrben vorgenommen.
Roosevelt hat die Grunbzüge des Programms der neuen Roosevelt-Partei bekannt gegeben und erklärt, das demokratische unb bas republikanische Parteiprogramm ’,c;j m Lin Verständnis für die soziale und industrielle Bewegung Wc zu 1 Lande. Er werde in der Wahlkampagne auf die.Verteuerung der
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Vezn gSvrets: monatlich75Ps^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abholo- u. Zweigstellen monatlich Cd Ps.; durch die Post Mk.2.— viert el« jäbrL ansschU Bestellg. Zcilenoreis: lokal 15P', oiisivartv 20 lienni Ebesredaktenr: A-Gociz. VerantivoNlich für den politischen Zeil: August Goetz; für .Ftinlle- lou .Benin) chles' Ul ' ,(Seiidu5faalw: K. Neurath; für .Stabt und Land": E.Hcß; für den Anzeigenteil: H. Bcck.
Im Mittelpunkt des polittschen Interesses dieser Woche stand die Kaiserzusammenkunst in Baltrsch- Port. Fürstenzusäinmenlünste haben zwar heute nicht mchr dieselbe Bedeutung wie in früheren Zetten, in denen } vielfach bic Entscheidung über Krieg und Frieden in der , Manb der Hcrrsck-er lagen. Aber auch jetzt noch sind die Monarchenbegegnuugen als ein Gradmesser für die Wärme , der Beziehungen zwischen den Völkern anzusehen und manche der letzten Zusammenkünfte zwischen europäischen Fürsten bildeten den Ausgangspunlt wichtiger politischer Vorgänge, lieber Krieg und Frieden allerdings pflegt durch solche Be- g gnuilgen nicht mehr entschieden zu werden. Dazu ist das allgemeine Friedensbedürfnis unb bic Verantwortung, den irieben zwischen ben europäischen Hauptvölkern zu stören, ui groß. Und dennoch ist cs möglich, daß bic Zusammcn- mn|t bcs russischen unb bes deutschen Kaisers im gewissen Sinne ben Fricbcn bebeutet, nämlich ben Frieben zwischen Der Türkei unb Italien. Es ist ohne weiteres anzunchmen, daß bic Untcrhaltuiigcn ber beiben Kaiser — und vielleicht mehr noch die der sie begleitenden leitenden Staatsmänner - dem sich lang hinschleppenden Krieg um den Besitz der lripolilanischen Saubwüste gelten. Denn abgesehen bavon, haß der bis jetzt noch glücklich lokalisierte Krieg bei der Unsicherheit der politischen Verhältnisse auf der Balkan- Halbinsel sich leicht zu einem europäischen Krieg auswachsen kann, auch die wirtschaftlichen Interessen aller Staaten werden von ihm aufs tiefste berührt. Die wenigen Wochen Darbancllensperrc Ijaben namentlich bic Getreideausfuhr Rußlands empfindlich berührt, so baß ber Wunsch Ruß- LanbS nach einer Bccnbigung bcs Krieges wohl begreiflich ist. Deutschland bcfinbct sich allerdings als Verbündeter Italiens und Freund ber Türkei babei in einer nicht ganz leichten Lage, wenn es bic Rolle bes ehrlichen Maklers mit demselben Geschick führen soll, wie es dies 1878 zwischen Rußland unb der Türkei getan hat.
Was sonst noch in Baltisch-Port verhandelt wirb, entzieht sich naturgemäß ber öffentlichen Kenntnis. Aber bas geht aus ber Zusammenkunft unzweifelhaft hervor, daß Deutschland unb Rußland keine gegensätzlichen Interessen haben und Frankreich noch lange darauf warben kann, bis das verbündete Rußland ihm die Kastanien aus dem Feuer holt. Tie Nervosität unserer sranzösisck>en Nachbarn über die Kaiscrzusammenknnft ist deshalb begreiflich, und wenn die Pariser Presse jetzt darauf ausgeht, Deutschland bei Japan mit der Behauptung zu verdächtigen, es wolle Rußland den Rücken zur Betreibung seiner ostafiatt- tischen Pläne frcihalten, so braucht man das nicht weiter tragisch zu nehmen.
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Nr. 157 Erster Blatt 162. Jahrgang
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GichenerAnzeiger
slenifprech-Anfchlüfte:
General-Anzeiger für Gberqeffen
Aimahm^ von Anzeigen Hotatiott$öni(t und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Stcinörudcrei n. Lauge. Redaktion, Expedition und Druckerei: zchulstrahe 7. bis JÄ“ vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe jba.
In diesem Betracht kann sich Suroya icbrni Versuch, den Frieden zu besestigen, nur günstig Beigen. Ter Zar und der Kaiser iverbcn ihre Anschauuiigcn über bie besten Liittci zur Beendigung des italienisch-türkischen Krieges austauichen und diese Besprechungen können niemand beunruhigen, aber es liegt
auf der Hand, daß auch in Zukunft die biplomatiiftoc Organisierung
Europas unangetastet bleiben wird. Die Situationen find eben stärker als die Mensä>cn. „Execlsior" meint, bei der Zwammen kunst werden vielleicht zahlreiche Fragen erörtert werden, aoer diese Besprechungen werden iauni die Grcnzeii einer auvgcjcidHiclcn Gourtoijic sehr überschreiten, eine Eourtoijie, die noch durch die kommens zu. ... laus die Friedcnscrhaltung gerichteten Wünsche des Zaren erhöht
Heute morgen empfing ber Kaiser ben ^roßfiirsteti werde. 5 3uü Die „W cftminfter G a z e 11 c"
Nikolaus Nicola lewttlch ^gmschafl als ni 5'tQiictb^cgnung. Tie Bcziebimgen zwischen Deulsä
Befehlshaber bes Petersburger Militarbistrikts. Gegen unb Rußland bieten ein gutes Beispiel für bic £1)ck Bulows,
10 Uhr holte ber Zar ben Kaiser von ber „Hoyenzollerit' bic ^^ppieruiig der Machte vereinbar sei mit den ircunb
ab. Die Monarchen begaben sich an Lanb. I [l(bcn Beziehungen zwischen Rtttgliedern verschiedener Gruppen,
Heute vormittag um 10 Uhr lanbete bie Dampspmassc. I niemand, dem der Friede am Herzen liegt, wird wuwchen, Kaiser W i lh c l rn in ber Unisorm seines Whborg--<Regimcnts l diese Beziehungen gestört zu scheu. Tcutsastand und Rutzland ^d°m'L°r7eur^d Äf Aasens
Die Majestäten schritten unter ben Klangen bet deutfchen ^-gründcic Gleichgewicht entspricht beiden Interessen und Hymne bic Front ber Ehrenwache ab und nahmen einen . bie unversölinlichcrcn Geisler beider Lager im Zaum. T>e Vorbeimarsch entgegen. Sobann begaben sich bie uJcajefta-1 ....x x;« mAnm >irh fünlim fraacn. warum
ten zu Fuß nach dem Parabcplatz. Nach bäm Abschreiten der Front erfolgte eine Besichtigung des Wyborg-Reg i*- ments, bie im Exerzieren einer Kompagnie unb eines Bataillons unb in einem zweimaligen Vorbeimarsch bestand yuerbei koteyierten Großfürst Nikolaus Nieolaje- witsch unb die Vorgesetzten. Der Kaiser dankte den Truppen in russischer Sprache. Darauf brachte Kaiser Nikolaus ein Hurra auf Kaiser Wilhelm aus unb bic)er ein H^rra ,------- „ „
aus ben Zaren. Ter Zar bantte ben Truppen. Kaiser 33in)clm I oerbinbert werden.
besichtigte die Fahne und sprach mit den Georgsriltern -------------------- ---
Tie Majestäten und Großfürst Nikolaus ließen sich gemein- $je £aje jn tzek TÜrZei.
sam mit dem Regiment photographieren und kehrten unter . ( n .. ^er «enat verhandelte gestern
dem Hurra der Truppen und des Publikums zuru . uf I bcn besetze iitwurs, durch welchen den O s f i z i c r c n dem Rückwege wurden die Festung sw-alle besichtigt. Gegen L c r b 0 t c n ro\rb, Politik zu treiben. Der Kricgsministcr bc 12 Uhr 30 begaben sich die beiden Kaiser, der Reichskanzler 1 flrünbctc bcn Entwurs und erklärte, was die Ereignisse in Monasttr und Prinz Adalbert mit den Umgebungen aus bic Jacht anIangc, |0 es unrichtig, daß die Tesertcurc ihre Forderungen „Standart", wo Frühstück ftattfand. , überreicht hätten. Richtig sei, daß in Monastir Prollamationen
Kaiser Wilhelm war von dem glänzenden Verlaus stattgefunden hätten, doch seien diese apogniph. Der Kriegs- und her Reaimentsbcsichtiauna sehr befriedigt. Er zog viele Manncnrinister fuhr fort: Tie Minister dunen keiner tzartei r* f fixiere und zahlreiche mit dem Georgs kreuz dekorierte An-! angehören. Aber ich sage, dal; ich das Programm der Partei
'5 5 Ei V« ölfi S Rack Ablauf der für Einheit Mid Fortschritt billige und das Programm der libe
gehorige de^ Regiments ins. Gepttach. Nach;flIcn Entente ablehne. Ter Senat nahm daraus den Gcsetzentivurs Besichtigung unternahmen die Maseftateu einen längeren «ßriniü) an und ging in die Spczialdebattc über. Gang zu den aus der Zeit Peters des Großen stammenden I "n Prinzip uno gmg . .
Befcstigungswerken. Währeiid dieses Ruiidganges wurde das schon erwähnte Gruppenbild, das Kaiser Wilhelm im greise seines Regiments zeigt, ausgenommen.
Der Paradetag war von herrlichstem Wetter begünstigt. Das Städtchen prangt in reichstem Flaggen- und Guirlan- benschmuck unb bietet an der leicht gekräuselten tiefblauen Scc ein reizendes Bild. Von allen Seiten ist die Land- «SB ÄW.“ ÄAsS stelle für bie Monarchen mit Teppichen, weißen unb roten at5 -------- ;. -------------- v
Blumen unb Palmen entzückenb geschmückt ist. Deutsches Reich«
B a l t i s ch - P ort,5. Juli DerKaiser begab sich Staatsminister a. D. H o d r e ch t, der' bereits auf dem Weg.-
Mit dem Prinzen Adalbert und Gefolge gegen 5 Uhr an Besserung war, erlitt einen Schlaganfall, der eine leichte
Bord des „Moltke",, wo er kurz darauf den Zar n m9utfa£&t'fc
empfing. Tie Majestäten besichtigten den „Moltke unter I ^ic Blättermcldung, daß der russische Hauptmann Koste- Führung bcs Kommandanten, Kapitän Ritter von Mann,! kitsch nach Leipzig übcrgcsührt werden soll, entbehrt jeder Bc- cingehenb über eine Stunde. Zum Schluß nahmen die gründung Die Untersuchung wird vielmehr vorlänsig in Berlin Maicstüten einen Imbiß in der Kajüte. Kaiser Wilhelm weitergeführt. „,. r , .. . „ . .
acfcitetc den ^ar zum Standart". Um 7 Uhr empfing Tret f r a n z o) ische O f l i z i er e vom Husarenregiment er äufbec Jo^onetn" die Vertreter der reichsdrut- überschritten bei 3t« « “ rourom
scheu Kolonie in Reval mit Konsul Koch an ber Spitze, nach Luxemburg abg I 1) b c . Botschafter Pourtales stellte bie Herren vor, bie seine Abressc überreichten unb vom Kaiser selbst mit Orbens- auszeichnungen bedacht wurden. Auch der Reichskanzler! zog die deutschen Herren ins Gespräch.
Baltisch-Port, 5. Juli. Der deutsche Kaiser verlieh dem Ministerpräsidenten Kokowzow den Schwarzen Adlctorden, dem Minister des Aeußetn, Sasonow den Verdienstorden der preußischen Krone, dem General Tatischtschew die Brillanten zum Sloten Adlerorden erster Masse, dem Hausminister Baton Ftedcricksz ein Geschenk, Hofmatschall Graf v. Benckendorff die Brillanten zum Gtoßkteuz des Roten Adlctordens, Generaladjutant Baton v. Meyendotff die Brillanten zum Großkteuz des Roten Adlerordens, Kricgsministcr Ssuchonlinow das Groß- lreuz des Roten Adlerordens, Generaladjutant Dedjults die Brillanten zum Roten Adlerotden erster Klasse, General Fürst Orlow den Roten Adlerorden erster Klasse, Generalleutnant Sajontschkowsky den Königlichen Kronenorden erster Klasse mit Brillanten, Oberst Leontjeff, Kommandeur des Wyborg-Rcgimciits, ben Roten Ablerorben zweiter Klasse mit der Krone. Auch verschiebens Offiziere des Regiments erhielten Auszeichnungen: ferner Marineministet Gtigotowitsch das Gtoßkteuz des Roten Adletotbrns, Generaladjutant Abmital Nilow bie Brillanten zum Roten Ablerorben erster Klaffe, bic Vizeadmirale Kajasjeff unb Mankowsti erhielten ben Roten Abler- orden erster Klaffe, bie Kontrcabmirale Graf v. Heyben unb Tschagin bic Brillanten zum Königlichen Kronenorden
aussuhrt^________———
Die Kaiierydfammentunft in valtisch-port.
Baltisch-Port, 5. Juli. Bei ber gestrigen G a l a - täfel an Bord der Jacht „Stanbart" trauten bic Monarchen cinanbcr in herzlichen Worten bes Will-


