Ausgabe 
8.8.1912 Erstes Blatt
 
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terfudjung vorgenommen, bei der sich angeblich heraus- stellte, baß die Offiziere nur den Passus kannten, der von der Bestrafung der Meuterer handelt. Tie Offiziere erklärten sich bereit, sich streng an die Disziplin zu halten. Die Erklärung der Offizier, wurde dem Kriegsminister übermittelt. Damit ist der Zwischenfall erledigt.

Konstantinopel, 7. Aug Heber Saloniki ist der Belagerungszustand verhängt worden. In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe. Abends versammelten sich die Minister Hilmi, Refchid und Noradung Lian bet Kiamil Pascha, wo sie über auswärtige Fragen berieten.

Paris, 7. Aug Die Agence Havas meldet aus Konstantinopel: Die Mitglieder des Zentralkomitees für Einheit und Fortschritt, Dschavid und Talaat, sind nach Saloniki abgereist, wohin der Sitz des Komitees verlegt worden ist.

Iswolski wieder an der Arbeit!

Nach Meldungen Pariser Blatter wird der russische Botschafter Iswolski bei seinem bevorstehenden Aufenthalt in Peters­burg die russische Regierung für eine energische Aktion für die freie Dardanellen-Durchfahrt zu gewinnen suchen. Er hofft auch, Ministerpräsident Toincare für dies bisher in Frankreich wenig günstig beurteilte, in England hartnäckig be­kämpfte Vorhaben günstig zu stimmen.

Ein Angriff der Araber auf Zanzur.

Rom, 7. Aug. Die Agenzia Stesani meldet aus Tripolis: Gestern morgen gegen 4 Uhr griffen tausend Araber Zan^ur an. Sie wurden durch Artillerie-- und Gewehrfeuer der Italiener, das bis gegen 8 Uhr dauerte, zurückgeschlagen. Auch ein Lenkb allon machte einen Erkunoungsaufftieg und warf mehrere Bomben auf die Araber, die nicht wirkungslos blieben. Die Verluste der Araber betrugen 200 Tote und V e r wu n dete. Auf italienischer Seite sind drei Mann verwundet worden.

kruppsche Stiftungen.

Essen, 7. Aug. Zur Hundertjahrfeier der Krupp­schen Werke und des hundertsten Geburtstages Alfred Krupps riefen Herr und Frau Krupp von Bohlen und Halbach und tzxzellenz Frau F. A. Krupp Stiftungen der Familie und der Firma im Betrage von 14 Mil­lionen Mark ins Leben. Hiervon entfallen drei Mil­lionen Mark auf Jubiläumsgeschenke an Arbeiter und Beamte. Jeder Arbeiter erlstilt je nach Länge der Dienstzeit fünf bis hundert Mark, jeder Beamte ein Mo­natsgehalt. Fünf Millionen werden zu einem besonderen Fonds verwendet, von fceffen Zinsen älteren bewährten Arbeitern der Essener Gußstahlfabrik, soweit es die Be­triebsverhältnisse gestatten, zukünftig Erholungsur­laub unter Lohnfortzahlung gewährt wird. Eine Mil­lion dient zu dem Beamten-Ünterstützungsfonds, dessen Verwaltung dem Vorstände der Beamtenpensions- kasse übertragen werden soll, eine Million werden für verschiedene Zwecke verwendet, davon als besondere Stiftung von Frau Friedrich Alfred Krupp 500 000 Mark zur Erleichterung der Unterbringung von Frauen und Kindern in den Kruppschen Kranken- und Erholungshäusern.

Nachdem die Stadtverordneten beschlossen haben, Frau Erzellenz Krupp in Anerkennung ihrer hervorragenden Betätigung für die Stadt und die Bürgerschaft das Ehrenbürgerrecht zu ver­leihen, überreichte eine Abordnung, bestehend aus Oberbürger­meister Holle, dem Beigeordneten Stadtverordneten Grevel und den Stadtverordneten Altenberg und Legewitt den Ehreubürgcr- brief an Frau Krupp. Dem Direktorium der Firma Krupp wurde anläßlich der hundertjährigen Jubelfeier von der Stadt eine Adresse überreicht.

Heber 500 Werksangehörige erhielten Ordensauszeich­nungen verschiedener Absttifungen.

Ter Reichskanzler in lfffen.

Hohenfinow, 7. Aug. Der Reichskanzler, der gestern aus Swinemünde hier wieder eingetroffen ist, be-- stibt sich abends zur Teilnahme an der Krupp­seier nach Essen. Morgen abend gedenkt der Reichs­kanzler mit seiner Gemahlin nach Bad Gastein abzu­reisen.

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Deutscher Reich.

Ein Nachspiel zum Grafen st aber Fall.

Aus Jllkircks-Grafenstaden schreibt uns die Gattin des Besitzers desJllkirch--Grafenstader Anzeigers", daß. ihr Mann (ein Ober-Erlenbacher, Kreis Friedberg), der seit 75 Jahren dort wohne, infolge des bekannten Grafen- ftabcncT Falls vollständig boykottiert werde, so daß er bereits den großen Teil seines Vermögens habe opfern müssen, und wenn der Kampf noch länger dauere, dem wirtschaftlichen Ruin entgegen gehe. Auch sei Herr Kempf infolge der Hetze bereits über 8 Wochen bettlägerig krank. Frau Kemps bittet um Unterstützung für ihren Mann.

In Sachen der Veteranenfürsorge macht Kom­merzienrat Rick>ard R a u p a ch in Görlitz den Vorschlag, alle Kommerzienräte und Geheimen Kom­merzienräte sollten einen Beitrag stiften zur Mil­derung des Elends unter den Veteranen, als Dank dasür, daß diese einst ihr Leben in die Schanze schlugen, um Deutschland zu Macht und Ansehen zu verhelfen und da­durch die Vorbedingungen für den wirtschaftlichen Aufstieg des Vaterlandes zu schaffen, der den Wohlstand unserer Großkaufteute ermöglichte .Herr Raupach ist bereit, für feine Person tausend Mark zu diesem Fonds beizusteuern.

DerVorwärts" bringt an der Spitze des Blattes die vorläufige Tagesordnung des am Sonntag, den 15. Sep­tember nach Chemnitz einberufenen sozialdemo­kratischen Parteitages. An vierter Stelle steht rin Bericht des Abgeordneten Scheidemann über die Reichstagswahlen.

Ausland.

Die französisch-russische M a rin e kon v en t i o n.

Dem Vertreter bc» WoifiBurrauS wird aus gut unterrichteter Quelle in Petersburg mitgctrilt, die Verhandlungen der Chefs des russischen und französischen Admiral stades trügen keinen aggressiven, abenteuerlichen Charakter. Einige Pläne und Projekte seien ausgearbcitet und die Marinekonvention technisch vorbereitet. Bisher sei aber die Konvention nicht unterschrieben worden. Tic Ratifikation hänge vo,i den endgültigen Besprechungen ab, die Poinears über die politische Sorte der Koirvemion in Petersburg pflegen werde.

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Abdankung Mulah HasidS?

Aus T a n g e r wird gemeldet: MulaoHafidbatofsi- Irell abgedankt. Er wird am 14. August inn Tanger ein-* troffen, um hier seinen ständigen Wohnsitz zu nehmen.

Persische Wirren.

Teheran, /. Aug. Eine Abteilung von 260 Gen- dar men verlies; unter denr Befehl von zwei schwedischen Ossi zieren, e-unart und Nmttöm, am ft. August Scknras, um die von Saul^t cd Dauleh befehligte Räuberbande amuneifen, deren Raubzuge den Handelsverkehr anr der Straße von Schiras nach

Bufhir unterbrachen. Die Gendarmen wurden durch die Räuber bei Dlringun aufgerieben. Sie verloren ein Geschütz und fast sämtliche Gewehre. Siesörr, dem fein Pferd unter dem Leib erschossen wurde, wurde leicht verwundet.

Ter Untersuchungsrichter in L f e n p e st ordnete die Auf­hebung der über den Abgeordneten Koo a c s wegen Mord­versuchs gegen den Kammerpräsidenten Tisza verhängten Untersuchungshaft an. Tic Anordnung erfolgte auf Grund der Gutachten der Gerichtsärzte, welche besagen, Kavacs habe die Tat in dem Zustande der Geistesverwirrung verübt, die sich bis zur Bewußtlosigkeit gesteigert habx. Sie könne ihm daher strafrechtlich nicht angerechnet werden. Der Staatsanwalt erhob Rekurs beim Anklagesenat.

Heer und Flotte.

Ein Erlaß des preußischen Kriegsministers.

Das Kriegsministerrum bringt zur allgemeinen KenMnis, daß den Unteroffizieren und Mannschaften der Armee dienstlich verboten ist, innerhalb ihrer eigenen ober einer fremden Truppe oder Behörde Zivilpersonen, ober den Handwerks meistern ber Truppe und der Militäranstalten, zur Ausübung ihres Gcwerbebettiebes Hilfe zu leisten, insbesondere durch Ver­mittlung ober Erleichterung von Kaufgeschäften, Versicherungen unb dergleichen. Ten Unteroffizieren und Mannschaften ist befohlen, von jeder an sie ergehenden derartigen Aufforderung ihren Vor­gesetzten Mitteilung zu machen.

HosfeMlich ist der Erlaß in einem besseren Deutsch über­setzt, als er hier vom Wölfischen Bureau vermittelt wird.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 8. August 1912.

* AuS dem Militär-Wochenblatt. Hupe, Ober­leutnant im 5. Hess. Jnf.-Negt. Nr. 168, wurde zur Ver­tretung eines beurlaubten Jnsp.-OffizierS bis zum 29. Sep­tember 1912 zur Kriegsschule in Hersfeld kommandiert.

" Unser Regiment 'st gestern vom Truppenübungs­platz Ohrdruff wieder hierher zurückgekehrt.

Der Radklnb .Germania" Gießen beteiligte sich gelegentlich deS 2 9. Bundesfestes deS Deutschen Radfahrer-BundeS oom 2.6. August in Braun- schweig mit 8 Mann an dem Preiskorso und errang in Gruppe A Abteilung 2 einen Ehrenp reis in Gestalt einer Nachbildung des Till Eulenspiegel-BrunnenS von Arnold Kramer, sowie die BundeSbannerschleife. Die Preise sind von beute ab in der Möbelhandlung A. Grünebaum, Bahn­hofstraße 3v, ausgestellt.

Kreis Büdingen.

n. Büdingen, 7. Aug Mit der Hauptver­sammlung deutscher Gebirgs- und Wander­vereine, die vom .30. August bis zum 2. September in unserer Stadt abgehalten wird, ist eine Ausstellung ver­bunden, die in der Turnhalle des neuen städtischen Schul- Hauses untergebracht ist und besonders Erzeugnisse aus dem Wandergebiet des Vogelsberger Höhenklnbs und hoben» ständige Reiseandenken aus dem gesamten Verbandsgebiete in sich vereinigen wird. Auf dem Gebiete der Flachen­kunst wird vor allem der Künstler Hermann Bochner her­vorragend vertreten sein, der die Motive seiner neuesten Bilder hauptsächlich dem Vogelsberge entnommen hat, einem Gebirge, dessen gewaltige Fülle von Motiven noch nie malerisch verwertet worden ist. So gelangen zur Aus­stellung:Scl)afweide im Vogelsberg",Vorfrühlingsabend im Vogelsberg" (Michelbach),Aus dem Vogelsberg" (Eschenrod),Dorsstraße in Hessen",Pferdegespann im Felde",Au der Tränke",Gehöft an der Nidda",Aus Breungeshain",Am Bilstein" u. a. m. Auch Maler Koch von Hanau wird mit einigen Bildern vertreten fein. Die Ausstellung wird Freitags '>0. August, eröffnet.

X. Nidda, 7. Aug. In dem feit 5 Jahren währenden Konkurse des zusammengebrochenen Vorschuß- und Kre­ditvereins zu Ober-Mockstadt, e. G. m. unb. H., hat

betrag beträgt 363 060,20 Mk.

sich ergeben, daß infolge des Huvermögens einer Anzahl Mit­glieder des Vereins zur Leistung von Beiträgen, sowie durch unvorhergesehene mtb unverhältnismäßig hohe Ausfälle bei den Ausständen der von den haftpflichtigen 401 Mitgliedern des Vereins angeforbertc Vorsämß von je 2300 Mk. zur Deckung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht, weshalb eine Zusatzberech-

Sandmann aus Hungen

Zusammenbruche des Vereins

mmg ausgestellt werden muß. Ein Termin zur Erklärung über die Bereckmung und die Zusatzberechnung sand heute vor dem hiesigen Amtsgericht statt. Die vorliegende Bilanz zeigt fol­gendes Bild: Aktiva: Noch bestehende Ausstände 347 786,61 Mark, in Bettacht kommende Aktivposten 110 034 Mk., einge­gangene Vorschüsse 465 852,65 Mk., iwch zu erwartende Vorschüsse 52 701.83 Mt., Zinsen von Vorschüssen usw. 102 680,38 Mk., zusammen 1 079 055,47 Mk. Passiva: Nach der am 29. Februar 1908 ausgestellten Bilanz betrugen die Passiven 2 103 254,87 Mk., hiervon gehen ab die durch Abschlagszahlung verteilten 35 Proz. 736139,20 Mk. hinzu treten mutmaßlich 75 000 Mk. als Kosten des Konkursverfahrens, bleiben 1 442 115,67 Mk. Somit stellen sich zur Zeit die Akttven auf 1079 055,47 Mk. und die Passiven auf 1442115,67 Mk.

Der noch aufzubringende Fehl-

- - ---- Im heutigen Termine, ber sehr

stark besucht war, gab der Konkursverwalter Rechtsanwalt bekannt, daß die nach dem ------- den haftpflichtigen Mitgliedern amerlcgtc Vorschußzahlung zur Deckung des Defizits be- kamiillch auf 2300 Mark für jedes Mitglied festgesetzt worden sei, wobei man von der Erwägung ausgegangen fei daß 20 Prozent der Ausstände nicht eingehen und 25 Pro­zent der Vorschußzahlungen ausfallen toürbcn. Das Ergebnis habe sich iedoch anders gestaltet, indem 10 Prozent der Aus- Uände und 44 Prozent der Vorschußzahlungen nicht eingegangen seien. Die Ergebnisse der ersten Vorschußbeitteibung sonne eine vom Aussichtsrate veranstaltete unter Zuziehung von Vertrauens lenien vorgenommene Prüfung der Vermögensverhältnisse der einzelnen Genossen hat ergeben, daß bei der erforderlich wer­denden weiteren Vorschußzahlung mit einem Ausfälle von min­destens zwei Tritlcl aller Genossen (Mitglieder) zu rechnen fei, lvaS bei rund 400 Genossen einem Ausfälle von 267 Genossen gleichkomme. Somit könne bei der neuen Vorschußeinforderung nur mit 133 Genossen gerechnet werden und es müsse abge­rundet ein weiterer Bettag von 2700 Mark erhoben werden Bürgermeister B i r k e n st o ck aus Ramstadt, Vorstand-mitglled des Vereins, legt dar, daß bet der Aufstellung und Vorlage der Bilanz auch die Namen der zahlungssähigen Mitglieder ange­geben werden müßten, um zu ermöglichen, daß sich die übrigen Mitglteder ein Bild von der Sachlage machen könnten Ihm erwiderte das Ausfichtsratsmitglied Justizrat Metz-Nidda daß es nicht angängig sei, eine beratige Bekanntgabe in ber Deffent hchkit vor,u nehmen. Bankdirektor fcartleib von ber Filiale ber lanbaräfl. hessisckun konz. Landesbank in Friedberg machte D,f nnwe,enden mit einer von ihm ins Auge gefaßten HilfS- tatigkeit bekannt, die das Konkursverfahren wesentlich abkürzen wurde, wöbe» allerdings auch die Gläubiger einen Nachlaß ac

Mit t"n Emzelheiten dieses Planes hätten sich allerdings die (Laubiger noch be,anders zu befassen. Krcisrat oeckmann-Büdmgeii empfahl, die bargeboicnc Hand nicht zuruckzuwenen. da ine Vorschläge beachtenswert Jan M Gericht beschloß hierauf, die Beschlußfassung über die Höbe des 1 ^"eren Vorschußes auszusetzen und der Konkurs-

Verwaltung auszugeben, b«s zu diesem Termin eine spezialisierte Bilaju, nut den notigen Unterlagen versehen, cutjufertigcn und zur Einsicht der Aenossen auizulegen. 3 a un0

Kreis Alsfeld.

A Leusel, 7. Aug. Ter älteste Polizeidiener Ober Hessens ist wohl unser Polizeidiener, der ;egt >,,< Alter von 70 Jahren sein 4 0jährigeS Dienstjubilävu, beging und in den Ruhestand trat Die Gemeinde schenkte dem Jubilar einen Sessel, die Vereine ehrten ihn durch einen Lampionzug.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 7. Aug. Seit einigen Jahren ift I die Stadtverwaltung bestrebt, die Straßenvcr- I hält nisse nach Möglichkeit zu verbessern. Das an vielen I Stellen zerfahrene unebene Pflaster war bei Regenwetler mit Wasserpfützen ausgefüllt und bei Dunkelheit nur mir wasserdichten Stiefeln zu pafftet en. Aus die im Sommer hier verkehrenden zahlreichen Salzschlirfer shirgäftc madne dieser Zustand einen üblen Eindruck. Am schlimmsten nxir dieser Mißstand noch vor zwei Jahren in ber nur teilweiie gepflasterten Bahnhofstraße, die zu manchen Zeiten mit einer 10 Zentimeter hohen Schlammsckncht überdeckt war Nachdem diese Straße im Jahre 1910 vom Bahnhof bis zum Schlachthof mit Kleinpflaster versehen unb erhöhte Fußsteige angelegt würben, hat sie für die Lauterbacher Bevölkerung eine hübsche Promenade gegeben, zumal die Fußsteige auf der einen Seite mit schattigen Sinbenbäumcn versehen sind. Zur,zeit wird auch der Rest dieser Straße geebnet und mit nleinpflafter versehen, so daß in kurzer Zeit auch dieses Hebel beseitigt ist. Das finanzielle Opfer der Stadt ist hierdurch allerdings groß unb die Deckung der Kosten wird längere Zeit in Anspruch nehmen.

Lauterbach, 7. Aug. Am nächsten Sonntag, der 11. August, feiert ber Turnverein sein bOjährigek Bestehen. Der Festplatz an der alten Straße in- Gebirge hinaus, zwischen den Bergen, ganz nahe am Städtchen, wir: schon gerüstet. Der Sonntag findet dann alles auf den Beinen, wenn der Festzug mit Musik, Festjungsrauen, Jahnen unö Gästen durch die Gassen und über den Marktplatz mar­schiert und draußen die Reden, daS Turnen und die Reigr? sich abspielen, wird daS alte Lauterbach ein farbiges, frof)<6 Bild abgeben.

Kreis Schotten.

st Schotten, 7. Aug. Der weltbetannte Schottener Sommermarkt findet vom 12. bis 14. August statt. Wegen der noch herrschenden Maul- und Klauenseuche komm die Abhaltung des RindoiehmarkteS auch in diesem Jahn nicht genehmigt werden. Am 12. wird Pferde- unb

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Fohlen markt, am 13. Schweinemarkt und am 14. Krämerm a rkt abgehalten. Nach den vielseitigen An- fragen zu urteilen ist ein sehr verkehrsreicher Markt in Aussicht.

A Ulrichstein, 7. Aug. Ein neuer VerbindungS- weg zwischen unferm Städtchen und der Ohmtalstraß« geht eben feiner Vollendung entgegen. Der alte, weiter unten gelegene Weg führte sehr steil in Schlangenwindungen hmau'. Der neue vermeidet Serpentinen und geht viel weniger Dadurch erhalten unsere Bewohner einen angenehmeren zu ihren nord- und nordostwärts gelegenen Feldern.

s. Ulrichstein, 7. Aug. Ein höchst eigenattigeS C spiel wird sich am Abend des SedantageS, am 2. September, hier abspielen. Es soll eine Erstürmung deS Berg-

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der Kurkapelle, daS am Samstag. 10. August statt findet bringt als Neuheit ,2a ormina4, die Tondichtung einet

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ber bekanntesten Komponisten jüngerer Generation Rar Boche. DaS Werk schildert in glühenden Farben die laad- schaftlichen Schönheiten der berühmten alten Ruinenstadt.I AlS Gegenstück hierzu steht im 2. Teil deS Programms br 5. Sinfonie in CmoU von Ludwig von Beethoven Ferner wird der vorzügliche Solocellist des Orchesters Fri- Lange-Frohberg das ViolonceH-Ronzert von Haydi spielen. Die reizende Ballettsuite von Gluck-Mottl oer oollständigt daS ebenso inhaltsreiche wie interessante Programm

Starkenburg und Rheinhessen.

w. D a r m st a b t, 7. Aug. Von Freitag, 20. Sept, bi- sonulaq, 22. Sepl. 1912, findet hier der 3 D e u t f d>- Kongreß für Säuglings fürsorge unb ht Bei'! binbung damit ine Mitgliederversammlung br Deutschen Vereinigung für S ä u g 1 i n g s s ch u tz statt. geleitet wird ber Kongreß durch einen Empfangsabend tr HotelZur Traube" am Freitag. Tic Eröffnung des Äw* gresses erfolgt am 21. Sept. Heber das Thema: Einhestlüh Organisation der Ausbildung von Säuglingspskegerinn^ berichten Professor Dr. L a ng st ei n »Berlin und Privat dozent Tr. I b r ah i m-München, über Säuglingspflege al Lehrgegenstand in den Hnterrichtsanstalten für die tflw I l'che Jugend: Tr. Rosenhaupt-Frankfurt a. M. mk Geh. Rat Gurtler-Berlin. Nachmittags werden Vt Darmstädter Fürsorge-Einrichtungen besichtigt werbet Abends ist Festvorstelluna im Hostheater. Am Sonntaf I 22. ^ept., wird in die Fortsetzung ber Beratungen eu getreten werden, wobei Geh. Rat Tr. Traube-Lei^»- und Bürgermeister Müller- Darmstadt über die Berufs Vormundschaft, Pfiegekinderaufsicht und Mütterberatung^

schlosseS Ulrichstein im siebenjährigen Kriege wiedergegeben werden, wobei mehrere hundett Personen tmb wirken. DaS Schauspiel und daS Feuerwerk, da« ganz groß­artig geplant ist, wird ein Werk deS Pyrotechnikers Waffem. eines geborenen UlrichsteinerS, sein, dessen Name durch ähv- liche große Veranstaltungen (z. B. vor Jahren die Grftürmnn; und da« Feuerwerk in Eronberg) weit bekannt ist. Her Wassern will seiner Vaterstadt eine Ueberraschung bereiten. ES soll eine von Südosten her anrückende Abteilung Be­waffneter die Burg zu stürmen suchen. Die Besatzung bc Burg bemerkt rechtzeitig beim Scheine ber Raketen und Leucht- feuer die Anrückenden und eröffnet ein heftiges Geschutzfeue: auf diese. Die Burg gerät mehrmals durch Feuerschüffe bet Angreifenden in Brand, wirb aber hartnäckig verteidigt. Te: Feind rückt immer weiter vor unb nun greift bic Befatzvn zum letzten VerteibigungSmittel: sie lassen bic im Burgho geflauten Wassermassen auSbrechen (Feuerwerk), um bi' Stürmenden aufzuhalten und zurückzutreiben. Aber aud dieses letzte Verteidigungsmittel vermag nicht den Anstum zu brechen. Der Feind ist bereits bis zu den Toren vor- gedrungen unb biefe halten den Axthieben nicht lange Stand. Da steckt die Besatzung, die keine Möglichkeit der Rettun: mehr sieht, die Burg in Brand.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 7. Aug. Das Ministerium hat be- stimmt, daß die Entlassung der Abiturienten unsere« Lehrerseminar« schon am 28. Januar stattsinden soll.

= Bad-Nauheim, 7. Aug. Da« 8. Sinfoniekonzec