Ci Hst Offiziere sorarven födter bei dem
Präsidenten Tast, bem Staatssekretär des Auswärtigen Knox und bet dem Marmeslaakssekretär '.Oi euer vor. 2« Offftiere wurden überall beraub em Dr angen. Auch zu Ehren der in Fort Monroe zurückgebtiebenen Lisiziere und Mannschasteir fanden dort zaUreichc Veranstaltungen statt Gestern gab Bizekonsul S ch m e l z in Newport News za Ehren der deutschen und amerikanischen Offiziere ein Gartenfest.
Die Vorgänge in §ez.
Paris, 5. Juni Nack) einer Meldung aus Fez hat Mulai) Hafid dem Obersten Gouraud versön sich seine Glückwünsche ausgesprochen und ihm einen reich mit Gold und Edelsteinen verzierten Säbel zum Geschenk gemacht.
Tem „Malin" wird flenn*(bet, daß eine marokkanische Abteilung etwa 20 Kilometer nordöstlich von Fez sich gebildet hat, die zumeist aus Tjebala-Leuten und den Trum mern der in die Flucht geschlagenen Abteilung besteht. Mehrere Stämme, die an dem stampf vom 1. Ju i terl- genommen haben, sandten ihre .staibs ab, um Pardon zu erbitten.
Fez, 5. Juni. Bon den verabsänedeten scherifischen Tabors antworteten bis jetzt 578 Mann auf bi1 Aufforderung zur Wieder- einstellung. 443 unterwarfen sich den Bedingungen, 135 lehnten ab. Es handelt sich im ganzen um etwa 1400 Mann.
Abjchlutr der »paiuich-f anchfrichln Verhandlungen.
Paris, 5. Juni. Aus Madrid wird gemeldet: Tie spanisch-französischen Verhandlungen über die Gebietsaufteilung in Marokko können numehr als abgeschlossen angesehen werden. Die Teilnahme der Uergastämme an den Angriffen auf Fez bat die spanisclte Regierung davon überzeugt, daß sich Frankreich bei seinen Forderungen betreffend des Uergatales lediglich von Gründen der Sicherheit leiten ließ. Den Spaniern aber wurde der lieber» gang über die Pässe tm Norden des Uergatales bewilligt und damit ihrer Forderung noch einer direkten Verbindung zwischen Elksar und Alhucemas Rechming getragen. Was die Internationalisierung Tangers anlangc, so sei beschlossen worden, nach Madrid eine Art internationalen Ausschuß einzuberufen, vor *ber die diplomatischen Vertreter der Mächte den Standpunkt ihrer Regierungen in dieser Frage darlegen würden.____________
Ans Heften.
Au8 dem Finanzausschuß.
bs. Darmstadt, 5. Juni. Der Finanzausschuß, in dessen fänden das Schicksal der Beamtenbesoldungsordnung liegt, scheint trotz mancher gegenteiligen Versicherung doch zu keiner Einigung kommen zu wollen. Die heutige Sitzung, an der, wie wir meldeten, die drei Minister sowie mehrere Ministerialräte teilnahmen, hat allem Anscheine nach zu Differenzen mitderRegierung geführt. Jedenfalls soll nach den Worten eines Ausschußmitflliedes sich die Arbeit nicht gerade vereinfacht haben, lieber den Stand der Angelegenl-eit bekommt die Außen- ivelt leider nichts zu erfahren, da tagtäglich im Ausschuß beschlossen wird, der Presse keine Mitteilung über den Gang der Geschäfte zu machen. Durch ein solches Verfahren werden sich weder die Mitglieder des Ausschusses, noch die Regierung selbst das volle Vertrauen der Beamtenschaft erhalten können.
Deutsche» Reich.
Ter bayerische Ministerpräsident v. Hcrtling, der in Dresden war, begab sich am Mittwoch nachmittag in Begleitung des Gesandten v. Lerchenfeld nach Berlin.
Nach dem Gesamtergebnis der Watzlmännerwahlen des G o t h a i s ch e n Landtags, die am Dienstag stattsanden, sind als gewählt zu betrachten: 6 Vertreter der rechtsstehenden Parteien, 2 Freisinnige, 2 Nationalliberale, 9 Sozialdemokraten. Die Rechts st ehe u den gewinnen ein Mandat, die Sozialdemokraten 2, die Liberalen verlieren 3 Mandate.
Ausland.
Nach einer Meldung aus foabana sind amerikanische Marinesoldaten auf Kuba gelandet und traten den Vormarsch aus Guantanamo an. Es sind 450 Mann, von Oberst Lucas geführt. Ter Zweck der Landung ist der Schutz des amerikanischen Besitztums und nicht eine Intervention.
Arbeiterbewegung.
Der Londoner Ausstand.
London, 5. Juni. Zahlreiche weitere Arbeitswillige haben im Londoner Hasen die Arbeit wieder ausgenommen, doch sind noch alle Leichtermänner im Ausstand, und ohne sie kann die normale Arbeit im Hasen nicht beginnen. In den Docks zu Tilbury kam es gestern zu Unruhen. Die Ausständigen, die über die Wiederaufnahme der Arbeit in diesen Tocks erregt waren, versuchten gestern früh, den Eingang zu den Tocks zu stürmen, wobei eimge Schutzleute verwundet wurden. Tie scknvackrc Polizeiwache in diesen Docks, die bereits außerhalb der Grassctwft London liegen, ist erheblich verstärkt.
London, 5. Juni. Im Unterhaus wurde kurz vor Schluß der heutigen Sitzung die Frage des Hafenarbeiterausstandes nod) einmal aufgeworfen. Lloyd George erweiterte seine früheren Erklärungen, indem er die Bedeutung der Bildung eines Arbeitgeberverbandes hervorhob, welcher stark genug sein müsse, um die Arbeitgeber zu zwingen, sich an die Abinackmngeu zu halten. Auch von Seiten der organisierten Arbeiter müsse jedoch eine Garantie für die Beobachtung der Ablommcn gegeben werden. Er ermahnte die Leute dringend, inzwisck>en die Arbeit wieder aufzunehmen, da der Verband der Arbeitgeber nicht in wenigen Tagen gebildet werden könne. R a m - say Maedonald sagte darauf, er sei zu der Erklärung ermächtigt, daß, wenn die Regierung durch Verhandlungen mit den Arbeitgebern oder durch eine andere Maßnahme den Transportarbeitern eine bestimmt - Bürgschaft dafür geben könne, daß diese JUngelegenbeit keinen ungerechtfertigten Verzug erleidet und ein Schiedsgerichtsdvt zur Beilegung der sttittigen Punkte eingesetzt werde, die Arbeiter aufgefordert werden würden, sofort wieder an ihre Arbeit zu gehen.
Aus Statt und Land.
w lenen, 6. Juni 1912.
** Tageskalender kür Tonnerstag, 6. Juni: 1. Abonnements-Konzert der Regimentsmusik in Steins Garten. Abends 8*; Uhr.
” Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem König von Preußen verliehenen Auszeichnungen erteilt: dem Postdirektor Flaschen träger in Bad-Nauheim des Noten Adler-OrdenS 4. Klaffe, dem Postinspektor K l e l n st eu b e r in Bad-Nauheim deS Kronen-OrdenS 4. Klaffe.
♦* Divisionspfarrer. Der Großherzog hat dem Preußischen Divisionspfarrer Paul Liedtcke von der vier- ten Division in Gnesen, nachdem er zum 1. Mai d Js als Divisionspfarrer der Hessischen (23.) Division nach Darmstadt versetzt worden ist, auf Grund der „Festsetzungen $ur Regelung der evang militärkirchlichen Verhältnisse innerhalb des Großherzogtums Hessen" Dekret erteilt
♦* Pfarrpersonalien. Der Großherzog Hot den vpn der DtzkLMtssyiurdc des Dekanats» OMenl)cim jur den
Rest der lausenden Wahlperioden vollzogenen Wahlen des evanaelischen Pfarrers Jods. Weiß zu Selzen zumDekai und des evang. Pfarrers Sott). Klingen schmidt zu Als heim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Oppenheim die Bestätigung erteilt, sowie den von dem Grafen zu Solms-Laudach auf die cvangelisä-e Pfarrstelle zu Wohnbach präsentierten Ob^tpfarrer Albert Waldeck zu Beerfelden bestätigt.
* * Lehrerpersonalien, liebertragen routbc dem Schulamtsaspiranten Hch. Klein aus Schaafheim eine Lehrerftelle an der Gemcindeschule zu Klein-Larben
• • Kreisamtspersonalien. Der Großherzvt. hat den Bureauvorsteher bei dem KreiSamt Schotten, Kar! Wingefeld, zum Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Friedberg ernannt.
** Po st-Personalnachrichten. Versetzt die Postassistenten Carle von Flonheim nach Hannover und P f a f s von Hannover nach Bad-Nauheim: die Telegraphen gehilfin Luise Dorn von Wiesbaden nach Gießen. Etatmäßig a n g e st e l l t die Telegraphengehilfinnen Sophie Heß in Darmstadt und Helene Schmucker in Offenbach Bestanden die Postsekretärprüfung der Ober-Postassi- stent Görke in Mäinz; die Postassistentenprüfung die Postgehilfen An schütz in Sprendlingen (Kr. Offenbach), Flei' cher in Gernsheim, Jhri.^, Klemmrath, Ohl in Darmstadt, Karl R i p p e r in Höchst und Rühl in Eber stadt. Angenommen als Eleve der Gymnasialabiturient Herbst in Bensheim: als Postgehilfen der Oberrealschulabiturient Seipel, Realschulabiturient Altmanns- Perger, die Gymnasiasten Burk und Keil, die Realgymnasiasten Jäger und V ö l s i n g, die Oberrealschüler Bernet, Freudenmacher und Seip, und der Volontär Storck in Darmstadt, der Volontär Röhrig in Gießen, die Obevrealschüler Koch in Laubach und Vogt in Wendelsheim und der Realschüler Zinn in Oberram stadt; als Telegraphengehilfen die Oberrealschüler Heil und Scüäffner und der Realgymnasiast Jen sch in Darmstadt; als Telegrophengehilftnnen Else Glöckner in Alzey, Hedwig G r a n h o l m in Gießen, Pauline Metzger in Bingen und Anna Schlveickerdt in Mainz: als Postaaent Prokurist Bergmann in Hirzenhain. — Freiwillig ausgeschieden Postagent Soelle in Hirzenhain; die Telegraphengehilfinnen Elisabeth Beer in Mainz und Lina Schmidt in Butzbach.
Postkartcnwoche. Von der Zentrale für Multer- unb SäuglingSfürsorge in Hessen wird uns mitgeteilt, daß in der Stadt Gießen Herr Albin Klein den Generalvertrieb von Postkarten und Bildern der Postkartenwoche übernommen hat. Läden und Vereine, die sich an dem Verkauf zu beteiligen wünschen, werden gebeten, ihre Bestellung bald zu machen.
• • Unsere katholischen Mitbürger feiern heute daß Frohnleichnamfest.
** Jubiläums-Gauturnfest Gießen 1912. Zur Einleitung des vom 6.-8. Juli stattfindenden 39. Gauturnfestes, mit dem die Feier des 50jährigen Bestehens des Turngaues Hessen verbunden ist, wird am Sonntag, den 30. Juni eine Vorfeier abgehalten, in deren Mittelpunkt die Einweihung des von den beiden Gießener Turnvereinen errichteten Jahndenkmals steht. Das Denkmal, das in der Anlage zwischen Berg- und Gartenstraße seinen Platz gefunden hat, besteht aus einem mächtigen, 150 Zentner schweren Findling, der aus dem Felsenmeer bei Münzenberg stammt. Der etwa 2y2 Meter hohe Stein ruht auf einem massiven Sockel aus Steinen und trägt auf der Vorderseite ein Reliefbildnis Jahns, das in einer hiesigen Kunsttverkstätte in .^ftipfer getrieben wurde. Unterhalb des Bildnisses ist die einfache, geschmackvolle Wid- mungstafel angebracht, die ebenfalls in Kupfer getrieben ist. Vor diesem wuchtigen Unterbau ist ein Bassin eingelassen, in dem sich die aus mehreren Steinfugen sprudelnden Wasser, die plätschernd über die Felsstücke springen, wieder zusammen finden. Die Rückseite des Steinblockes ist ebenso wie die Umfassungsstücke des Wasserbehälters mit Efeu und anderen Schlingpflanzen bezogen. Im Anschluß an die Einweihung des Denksteins findet auf dem Feftplatz am Trieb das Schülerwetturnen statt, an dem sich Schüler sämtlicher hiesigen Lehranstalten beteiligen. Am Tage vorher findet ein großes Wettschwimmen statt.
• • ZirkuS May. Noch immer werden die Vorstellungen dieser Wanderschau von einer beifallö- freudigen Menge besucht. Jede einzelne Darbietung finbet in ihrer exakten Ausführung die ihr zukommende Beachtung. Es empfiehlt sich, Eintrittskarten im Vorverkauf zu erstehen, um nicht an der Kaffe in das Gedränge gezogen zu werden.
** Der Kreis-Rechnerverband Gießen hielt heute im Cafs Ebel eine Versammlung ab, die sehr stark besucht war. Der Vorsitzende, Arnvld-Grüningen, hieß besonders die Vertreter der Verwaltungs- und Aufsichtsbehörde, sowie den Kreis- kasienrechner Kauß willkommen. Dem verstorbenen Gemeinde- rechner S e r t h - Ober-Bessingen widnrele er einen ehrenden Nachruf. Der Kreisverein zählt jetzt 61 Mitglieder, 54 lesen die Verbandszeitung. Schriftführer W e ise l-Muschenheim verlas den Jahresbericht für 1911. Der Vorsitzeirde berichtete über die Hauptversammlung des Landesverbandes in Darmstadt und über die Tätigkeit des Kreisverbandes feit der lernen Versammlung. Der Landesverband hat am 31. Januar seine Wünsche dem Mini sterium unterbreitet und schon nach kürzester Zeit erfolgte eine ministerielle Verordnung an die Kreisämter, toodurch die berechtigten Wünsche der Gemeinderechner geregelt werden. Infolge der neuen Landgemeindeordnung sah sich der Gemeindebeamtenverband genötigt, eine weitere Eingabe am 16. März an das Ministerium zu richten, um die zutage getretenen Mißstände der Behörde vorzuttagen. Das Ministerium sal) Dorläufig von einem Einschreiten ab urrd überließ die Ausiül-rung der bereits erwähnten ministeriellen Berordtrung den Kreie-amtern. Die vorn Verband tm die KreiSämter cingercid)ten Vorschläge einer Gehalts- skala sanden »wohlwollende Unterstützung. Ter Kreisverein erachtet die hierzu erteilten Ausführungsbestimmungen für zunächst befriedigend. Die Landgemeindeordnung wurde in ausführlicher Weise besprochen Die Vertreter der Verwaltungsbehörde gaben die nötigen Erläuterungen. Der Vorsitzende erläutert an Hand der Dienstanweisung die neue Regelung der Invaliditätsversiche- rungen ünd der Krankenkassen. Tie Jahresrechnungen für 1910 und 1911 wurden verlesen. Zu Revisoren wurden bestimmt SckÄvalm-Lollar und Löbrich-Eberstadt. Von Anträgen für die im August in Friedberg tagende Hauptversammlung des Landes- rcck nerverbandes wurde abgesehen. Eine Verfügung betreffs Ge« baltdregnlierung der Gemeinderechner wird dieser Tage von der Verwaltungsbehörde an die Bürgermeistereien erfolgen. Der Antrag Keßler Annerod über Erbo^utg der Beiträge wird dem Vorstand überwiesen. Die Tiebstahlsversicherung für Gr- meinderechner soll in einheitlichem Anschluß beantragt werden, da die Einzelversicherung nicht genügend Gewähr biete. Degen der Ablieferung der Gebühren der Bürgermeister wird eine baldige Verfügung erfolgen. Die nächste Kreisversammtung soll in Gröningen ttatriinben. An die Verhandlungen schloß sich um 2 Uhr ein Mittagessen an.
Die Sperre der Hamm st raße wegen Ihn« Pflasterung, die seit gestern cingetretcn ist, wird von den Fuhrleuten recht uuangettehm empfunden mw bildet für
riefe Gewerhetreibrndc.t eine große Unannehmlichkeit die ich wenigstens etwas mildern ließe Tie vollständige Sperrung der Hammstraßc zwingt die Fuhrleute, vom Güterbahnhof den großen Umweg über die Frankfurter Straße zu machen, wodurch ihnen viel Zeit verloren geht. Zabri wäre es sehr wohl möglich, wenigstens die Abfahrt vom Güterbahnhof über die Hammstra^e zu gritatten, vipte saß die Pftasterungsarbeiten auf der Straße gehindert :uürbcn. Man brauchte nur den Fuhrverkehr über die Schienen der Bieberbahn freizugeben. Allerdings kann es dabei passieren, daß der Bürgersteig hier und da etwas in Mitleidenschaft gezogen wird, dies sollte aber taum eine Rotte spielen, wenn es sich darum handelt. Den Schaden des Fuhrwerksaewerbes wenigstens.etwas zu mildern. Täglich werden durch die Hammstraße allein 2 5 00 Zentner Kohlen zur Stadt gefahren, ohne die sonstigen großen Gütermengen, die feit gestern den 25 bis 30 Prozent weiteren Weg über die Frankfurter Straße machen müssen.
• • Brand. Im Dach stock eines Hauses am K i r ch e n- platz entstand gestern nachmittag Feuer, das von den Hausbewohnern alsbald abgelöscht werden konnte. Der Fust. ooben eines leeren DachraiimS war mit Del getränkt und es fand sich auch mit Petroleum getränktes Papier vor, so daß die Annahme, eS liege Brandstiftung vor, gerechtfertigt erscheint. Gerichtlicher Auqenichem sand heute morgen statt.
*♦ Ein netter Spaß ereignete sich jüngst in einer oberhessischen Dorfschule. Auf Veranlassung de- Lehrers, der die ABC^Schützen zu fernen Schülern zählt, fragte sein Kollege einen der Kleinen nach seinem Namen, worauf der Schüler auf seinen Klassenlehrer zeigte und die Antwort gab: Freeg den do, dem hu eichs geschtern erscht gesagt.
Landkreis Gießen.
-- Reiskirchen, 5. Juni. Bei dem Preisausschreiben „Das flache Dach" der Hauptstette für Bau- und Kunsh. beratung des Werdandibundes E. V. zu Berlin wurde be® Architekten Ph. Damm aus Reiskirchen, zurzeit beim stadt. Hochbauamte in Koblenz, für Aufgabe II: ,Hofgut mittlerer Größe" der fünfte Preis zuerkannt. Das Ausschreiben war unter reichsdeutschen im Deutschen Reiche ansässige Arch>. teften erlassen und es itrar ihnen überlassen, sich den Ort und den Platz zu wählen. Von Herrn Damm wurde btc Wetterau am Fuße des Vogelsberges ins Auge gefaßt.
— Allendorf a. d. Lda., 6. Juni. Nächsten Sonntag findet die 7. BundeS-Turnfahri deS Turner» bundes Lahn-DünSberg hierher statt. Zu dem Wettturnen, das morgens um 8 Uhr beginnt, haben sich 181 Turner gemeldet. Geturnt wird Stab-Hoch- und Frei-Wettsprung, Steinstoßen, Klimmen und Pflicht-Freiübung. 28 Punkte berechtigen zum Sieg.
— Ettingshausen, 4. Juni. Heute tagte hier die Synode deS Dekanats Grünberg. Sie wurde eröffnet durch einen Gottesdienst, in dem Pfarrer Siebeck- Merlau predigte. Die Verhandlungen, die in dem neu her- gerichteten Rathaussaale stattfanden, begannen mit der Er- slattung des Jahresberichtes deS DekanatS-AuSschuffeS, de» sich die Berichte über den Erziehungsverein und den Start der Missionssache anschloffen. Da der seitherige Dekan, Pfarrer Wagner zu Grünberg, an die PetruSgerneinde m Darmstadt versetzt wurde, war die Neuwahl deS Dekart nötig. Gewählt wurde Pfarrer Röschen zu Frerenfeev. Der Vortrag von Pfarrer Reusch, Niedcr-Ohmen, bc« handelte die Frage der Mitwirkung der kirchlichen Organe an der Jugendpflege. Eine reiche Aussprache schloß sich an. Ein Antrag, den Dekanats-Ausschuß um Emstellnng von Mitteln für einen Lichtbilderapparat in den nächsten Voranschlag zu ersuchen, fand allseitige Annahme. Bei dein gemeinsamen Effen gedachte Pfarrer Heuser-Nieder- Gemünden deS scheidenden, hochverehrten TekanS, der in herzlicher Weife erwiderte.
Kreis Büdingen.
H. Büdingen, 4. 3uni. Nachdem die trat 3 Jmn rat- berufene Gemeinderatssitzung ivegen Beschlußunjabastn nicht stattftnden kannte, ist eine weitere Sitzung auf heute mu:a.i 3 Uhr anberamnt. — Das wiederholt erngereichte Gesuch deS Baurats Funk um lieber nähme seiner Wasserleitung in (hget tum ber Stadt wurde abgelehnt. — Dem Dachdeckermeister (Want wird gestattet, daß er sein neu ju erbauendes Wohnhau au' seine Kosten an die Wasserleitung anschließen darf. Sobald bu Straße uir allgemeinen Bebauung eröffnet ist, wird die stobt eine Rohrleitung entlegen lassen. Glanz muß bann setnc äettimu ohne Vergütung wieder entfernen. — Stein Hauermeister 'Höckel verlangt, daß die Stadt die Kosten ihres Anwalts bei Dem axrdi Vergleich beendigten Prcyeß übernehmen solle. Die Bürgermeisterei wird mit der Feststellung der Kosten beauftragt. — Du Wirtschaftsrechnung über die Erbauung des neuen 2riurhaww- tiegt jur Genehmigung vor. Die (Erbauung erforderte emni Kostenaufwand von 253 789 Mk., nämlich für (Helöndeenvert 32 431.86 Mk., Erd- und Maurerarbeit 49 320,34 Mk., Beüm- und 'Zementarbeit 50 391,75 Mk., Strinhauerurbeit 21 211,96 Mark, Zimmerarbeit 14 803,37 Mk., Dachdeckerarbeit 7535,66 j Mark, .Äempnerarbeit 2867,39 Ult., Verputzarbeft 7094,03 Mk Sclneinerarbeit 13 610,48 Mark, (Aaserarbeit 5116.15 Mark Schmiede- und Schlosserarbeit 4721,09 Mk., Anstreicher- intl Tape-ierarbeil 3888,28 Mk., Installation, Heilung, Lüftung 12 418,57 Mk., Insgemein Verschiedenes 4932,73 Mk., Bet euch tungsanlage 981,30 Mk., Schmuckplatzanlage 2753,43 Mk , 3®* fuhrstraßen 2130,52 Mk., Innere Entrichtung 6256,65 Mk. 6«' lcitung 11323,50 Mk. — Ein Gesuch der Frau Schmidt fix* wird vertagt. Der Gemeinderat ist bereit, bei einem entsprechenden Angebot deren Steinbruch für die Stadt -u erwerben.
Kreis Alsfeld.
O Flensungen, 5. Juni. Zu einer neuen Drahtseilbahn deS EisensteingrubenwerkeS ,£uiie*- Nieder-Ohmen geschehen eben die ersten Arbeiten, nachdem die Anlage der Seilbahn durch den BergwerkSdirettor uni zwei Ingenieure bestimmt wurde. Diese Bohn führt von dem m unserer Gemarkung befindlichen Eifensteinlager in der Nähe des ftüheren Hofes nach Weickartshain zu den dortigen Anlagen der Gesellschaft. Da das zu erschließende Eisenlage: unter einem erst vor zwei Jahrzehnten angepflanzten Wald« herzieht, wird der junge Wald wieder abgetrieben. TaS nex Lager soll sehr gut beschaffen sein.
X Ober-Ohmen, 5. Ium. Am Sonntag, 30- d. soll hier ein größeres Christliches Waldfest abgebolkr werden. AlS Festplatz hat man den in nächster Nähe Dorfes gelegenen Kirchberg bestimmt, ein kleiner 2BaIb mt einer Festwiese in seiner Mitte. AlS Redner werden spreche« der Volksdichter Naumann und Pfarrer BechtolSheimer fl _ Gießen. Die Posaunenchöre aus Unter-Seibertenrod unc Babenhausen, gemischte Chöre auß der Umgegend, Schnlerchor ou8 den Schülern der Filialorle und dcr Umgegend wirken zur Verherrlichung deS F-esteS mit.
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